Die Russische Armee

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  1. Rawke
    Rawke
    Ausgangsaussage meinerseits: die russische Armee ist...rückständig? Unqualifiziert? Sarash hält dagegen.
  2. Blackorc
    Blackorc
    Ich bin kein Experte für Militärtechnik, aber nach dem, was man so in den letzten 10 Jahren in Tagespresse, Spiegel etc. lesen konnte scheint die russische Armee in einem ziemlich desolaten Zustand zu sein.

    Klar, Georgien war keine großartige Herausforderung für Russland, das liegt aber imho primär an 2 Faktoren:
    a) Absolute zahlenmäßige Überlegenheit der Russen
    b) Strategischer Vorteil: Russland hatte ganz eindeutig die bessere Taktik und das kühlere Vorgehen. Die Strategie der Georgier wiederum war, gelinde gesagt, gewagt.
  3. Rawke
    Rawke
    Desolat ist eigentlich kein Ausdruck. Technisch überlegen ist sie vielleicht der KVA. Und das ist definitiv keine Herausforderung.

    Georgien ist nun mal kein Gegner für eine derart erdrückende Übermacht. Das ist ein Faktum. Nur es gibt einen Punkt, an dem Quantität und ein bisschen Taktik nichts mehr nützt, nämlich dann, wenn die Gegenseite mit Qualität UND Taktik UND, im Falle des Lieblingsfeindes USA, auch noch Quantität auffahren kann. Mal ein kleiner Abriss über russisches Militärgerät:

    Der T90 als "neuer" Kampfpanzer ist definitiv keine Herausforderung für moderne Panzer wie den Leopard oder den M1 Abrams. Hinzu kommen (aufgerüstete) T72 aus Zeiten des kalten Krieges...
  4. Rawke
    Rawke
    Die Infanterie verwendet als Standardgewehr das AK-74, das, trotz der Tatsache, dass es ein AK ist, eben nicht unbedingt die Waffe schlechthin ist. Das allseits beliebte M16A4 oder gar das G36 hätten bei der (mehr als) vervierfachung des Militärbudgets sicherlich nicht allzu wehgetan...bloß wäre es da von Vorteil, in der NATO zu sein.

    Die Marine müsste auch schon längst auf einem Schiffsfriedhof vor sich hinrosten. Tut sie aber nicht.

    Bitte nicht falsch verstehen, hier und da hat die russische Armee wirklich hochmoderne AUsrüstung durchgesetzt. Aber eben nur hier und da, während die Amis (die NATO-Staaten im allgemeinen) konsequent ihre Technik verbessern. Das ist der Preis, den Russland für die Verwendung der eigenen Technik (und nur der eigenen) zahlen muss. AUf Kosten ihrer Schlagkraft eben.
  5. Rawke
    Rawke
    Natürlich muss man beachten, dass sich die russischen Streitkräfte in der Beziehung sicherlich muasern werden, nachdem sie ja ihren Zaren, pardon, Demokraten Putin haben, der das Militärbudget immer weiter nach oben treibt bzw. treiben wird. Und da sich die NATO nach wie vor nicht zur Aufnahme Russlands durchringt, werden die schön weiter rüsten - parallel zum "Westen" halt. Bis dahin ist und bleibt die russische Ausrüstung rückständig und desolat - 1.000.000 unter Waffen hin oder her.
  6. Blackorc
    Blackorc
    So wie ich das sehe, wird Russland in naher Zukunft ganz andere Sorgen haben, als den Zustand ihres Militärs.

    Das Land produziert nichts. Ohne ihre Gas- und Ölvorkommen wären die schon längst bankrott. Und wenn die erst einmal weg sind, steht Russland ohne Exportgüter und damit ohne wirtschaftliche Bedeutung da.

    Ich denke Putin, pardon, Medwedev sollte das Geld lieber in den Aufbau des Landes, als in´s Militär stecken. Mit diesem unangebrachten, veralteten Imperialismus den sie in Georgien zur Schau gestellt haben kommt Mütterchen Russland noch in Teufels Küche.
  7. mixerria
    mixerria
    Wisst ihr eigentlich, dass der Großteil der russischen Bevölkerung noch wie vor 100 Jahren lebt? In alten Hütten, mitten in der russischen Tundra. Dort lebt der Großteil der Bevölkerung!
    Die russische Regierung sollte jene erstmal versorgen.
  8. Fletcher
    Fletcher
    Naja, kommt ja nicht von ungefähr, dass der Rubel nichts wert ist, oder ? :>

    Was die Militärtechnik angeht, so sollte man auch bedenken, dass auch bei den USA nicht alles brandneu ist.
    Die F15, F18, F14 (ok, die is ausgemustert ^^), also nen Großteil der Jäger, dazu noch die A-10 etc pp sind auch noch 'Relikte' aus dem kalten Krieg und bilden den Großteil der Luftflotte der USA.
    Ja, F22 Raptor schopn und gut, aber die Stückzahl ist verschwindend gering.

    Naja, aber wohl immernoch kein Vergleich zu dem, was in Rußland abgeht ^^
    Wenn ich mich an die eine Insel erinnere, wo angeblich die alten Atom-U-Boote vor sich hinrosten ... *schauder* (wobei keine Ahnung ob das stimmt)
  9. Rawke
    Rawke
    Man muss allerdings erwähnen, dass die Amis erhebliche Kampfwertsteigerung betreiben, und manche Dinge (die A10 beispielsweise) erfüllen nachwievor ihren Zweck. Und dass die Amis Kriege führen (nicht zwangsläufig gewinnen) können, wissen wir alle.

    Außerdem - die Briten verwenden als Jäger auf ihren Trägern immer noch den Sea HArrier (was anderes geht bei den kurzen Startbahnen auch nicht*g*). AUch schon etwas älter, aber immer noch verwendbar.

    Es ist halt so, dass die NATO militärisch nun mal die Krone des Fortschrittes aufhat, und das seit Ende des kalten krieges, und daran kann Russland nichts mehr änder. Aber die haben ja andere Probleme.
  10. Rawke
    Rawke
    Das Russlands sein Geld derart zum Fenster rauswirft, um das Militär zu stärken, macht mir ein wenig Angst, es könnte zu Aggressionen von dieser Seite kommen (nicht gegen Europa [den Kontinent; nicht die EU], aber z.B. wieder gegen Georgien). Denn wenn die Rohstoffe dahin sind (wie Blackorc schon sagte) ist guter Rat teuer. Sollen die Soldaten ihre Munition essen? Oder ihre AKs zum heizen benutzen? Und was passiert mit der restlichen Bevölkerung (die ja ohnehin schon schlecht versorgt ist)?
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