sonstiges As time goes by - Geländebausenior macht sich Gedanken

Gelände upgraden oder neu starten?

  • Ich überarbeite mein fertiggestelltes Gelände immer wieder, um es auf dem neuesten Stand zu halten

    Stimmen: 5 25,0%
  • Wenn sich mein Stil und meine Fähigkeiten verändern, gebe ich das alte Gelände weg und baue neues

    Stimmen: 11 55,0%
  • Sonstiges, ich antworte in den Kommentaren

    Stimmen: 4 20,0%

  • Umfrageteilnehmer
    20
Hallo liebe Mitforisten,
den meisten Mitgliedern werde ich mit meinem Nick nichst sagen, da meine aktive Geländebauzeit soweit zurückliegt, daß die meisten von Euch damals noch flüssig waren. 😉😀
Oder anders ausgedrückt, als ich mich damals mit Geländebau beschäftigt habe, war die 3rd Edition noch nicht allzulange am Markt, ich habe mir damals den Codex Straßenkampf druckfrisch gekauft und der Einband des Geländebau Kompendium war noch grün....und ja, ich bin mittlerweile 58 Jahre alt...
Bedeutet, ich habe so manchen Trend kommen und gehen sehen und vieles was heute Standard ist, war damals der heiße Shit, den sich viele noch gar nicht leisten konnten, wie z.B. der Thermocutter von Proxxon.
Und jetzt zu meinen Gedanken und der damit verbundenen Frage an Euch:
Seit Anfang der 2000er haben sich soviele neue Techniken und Materialien etabliert, daß mein Cityfight Gelände, an dem ich noch immer baue, manchmal in doppelter Hinsicht angestaubt wirkt. Teilweise habe ich am Anfang meinem Gelände noch Upgrades verpaßt und in letzter Zeit - dank Killteam - wächst auch wieder der Wunsch, alte Projekte zu Ende zu bringen und neue in Angriff zu nehmen. Dabei möchte ich den Gesamtlook des Geländes beibehalten, gleichzeitig juckt es mich in den Fingern, neue Ideen umzusetzen. Also das alte Gelände Upgraden und gleichzeitig den alten Stil im Kern beibehalten, oder komplett neu staten und das alte Gelände ins Archiv verbannen? Zumal ein Schachpunkt meines Gelände ist, das es noch für Miniaturen ausgelegt war, wo Terminatoren noch 25mm Bases hatten.
Also wie haltet Ihr es?
 
Sonstiges.
Ich gebe kein Gelände weg. Allerdings hab ich auch noch nicht so viel gebaut, dass ich Platzmangel hätte.
Ich versiche, das Alte fertig zu bauen.
Allerdings hab ich so viele Ideen und so wenig Zeit, dass sich hier mehrere angefangene Dinge tummeln.
Ich brauche Zeitdruck, damit ich mich wirklich an etwas dran setze und zu Ende baue. Z.B. damals beim Geländebau Wettbewerb oder jetzt für den Fanworld Kalender 2026.
Wobei ich sazu sagen muss, ich kaufe kein Gelände von GW, sondern baue alles selbst.
 
Ich baue viele einzelne Sache (auch komplette Gebäude), um etwas auszuprobieren und höre dann auch öfter mal nach der Aufbringung von Farbstudien auf.
Die fliegen dann halt irgendwann mal weg, deshalb hält sich mein Bestand schön im Rahmen. Das ist auch gut so, mit 60 kommt langsam die Phase der Ballastreduzierung in Sicht.
Behalten oder wegwerfen richtet sich neben Fertigstellungs-/Brauchbarkeitsfragen sehr nach meiner individuellen "Liebe" zu dem Teil. Einzelne Stücke sind fast 30 Jahre alt, aber eben vor 2000 mit dem Sohn zusammen gebaut und benutzt.
 
Oh, das ist mal eine interessante Frage. 😀
Du hast eine Abstimmung aufgesetzt, und für mich selber müsste ich eigentlich ankreuzen: "Ich gebe altes Gelände weg und baue neues, wenn sich mein Stil oder meine Fertigkeiten ändern." Tatsächlich tue ich genau das seit Jahren. Ich scheue mich aber, in diesem Sinne abzustimmen, denn das wäre eigentlich keine Empfehlung, sondern bloß ein subjektives Selbstbekenntnis.

Ich kenne die von dir benannten Probleme gut, zumal ich im selben Alter bin (58). Zwar habe ich es etwas leichter, weil ich hauptsächlich für Fantasy/OldWorld baue, wo der Einfluss der neuen Techniken wie 3D-Druck viel geringer ist. Aber auch ich knabbere ein wenig daran, dass Dinge, die vor 20 Jahren spektakuläre Einzelstücke waren, heute von zig Anbietern bei Etsy bestellt werden können und Standard sind. Gerade bei 40k Cityfight hat mich das geradezu gelähmt. Ich habe einmal selbst eine Cityfight-Platte gebaut, aber wenn ich heutige Angebote von 3d-gedruckten Fertiggeländen sehe, habe ich geradezu eine Sinnkrise. Was bringt die eigene, mühevolle Arbeit noch, wenn jeder mit einem Drucker in kürzester Zeit etwas herstellen kann, das besser aussieht? Tja...

Letztlich kommt es wohl darauf an, wozu man den Geländebau "braucht". Und das wäre auch meine Frage an dich, weil es vielleicht bei der Entscheidung helfen könnte. Wenn du aktiv spielst und in erster Linie etwas Funktionales haben willst, das sich schnell verwenden lässt, wäre zu überlegen, ob Eigenbau sich überhaupt noch lohnt. Wenn dir aber das Bauen viel Spaß macht und ein echtes Bedürfnis ist, weil die Tätigkeit selber das Dopamin ankurbelt (ungefähr so ist es bei mir), dann würde ich dich eher zum Neu-Anfangen ermutigen wollen. Sicher hängst du an deinem alten Gelände wie jeder, der Zeit und Mühe hineingesteckt hat. Andererseits kann der Neuanfang auch etwas richtig Elektrisierendes sein, das auf die gesamte Motivation für das Spielehobby zurückstrahlt.

Das heißt ja nicht, dass du deinen Stil komplett verändern oder alles Alte entsorgen müsstest. Ich hab das gelegentlich getan, aber eigentlich nur aus Platzmangel - wenn ich gekonnt hätte, würden hier auch noch meine ersten Versuche im Regal stehen. Also, der Neuanfang sollte sich nicht so anfühlen, alles wäre alles Frühere plötzlich wertlos geworden.

Ich könnte aber auch Argumente für "Upgrades" finden. Ob einem das mehr Befriedigung bringt als das Gefühl des kompletten Neubeginns, ist, glaube ich, eine sehr persönliche Frage. Ich würde dich ermutigen, mal ganz "hedonistisch" an die Sache heranzugehen und zu fragen: Hätte ich so richtig Lust, noch mal von vorne zu beginnen und vieles anders zu machen? Oder ist die Liebe zum Vorhandenen so groß, dass ein wenig Aufhübschen die größere Befriedigung bringt? Ich glaube, das muss man sehr individuell für sich beantworten - und dabei nie vergessen, dass es eben Hobby ist und ganz simpel der Aspekt des Lustgewinns im Vordergrund stehen sollte.

Dürfte man denn die "alte" Cityfight-Platte mal sehen? Ich habe jetzt in deinen Links nur ein einzelnes Gebäude gefunden.
 
Huh,Armee der Alten...😉😁
Halte es fast wie @senex , wenn mir was altes nicht mehr wirklich gefällt,wird es aussortiert.
Manchmal findet sich ein Neueinsteiger, dem es trotzdem gefällt, dann kann er es haben.
Manchmal legt meine Holde ein Veto ein (hauptsächlich bei iwa elfigem), dann bleibt es.
Wo ich regelmäßig,ergänze ist das Mordheim Gelände,da fällt es nicht ganz so auf wenn Stil und Skills sich ändern.
Bei 40k/OPR wird gelegentlich etwas dazu gekauft (Ehrwürdiges Imperium oder der Kram aus den Abos), sonst nutze ich was ich brauche und da habe .🤔
In mittlerweile fast 30 Hobby-Jahren sammelt sich halt auch was an,da kann man gelegentlich ruhig mal "ausforsten".😁
 
Kann mich @Darius4118 nur anschließen.
Mach das was dir die meiste Freude bringt.
Mir macht Geländebau richtig Spaß, da muss es selbst von Hand gebaut sein. Gedrucktes Gelände hat viele Vorteile, aber bei DIY Gelände bin ich kreativ und kann meine Vision umsetzten.

Ich bin 42 und habe mit der zweiten Edition angefangen. Mir hat das 40k Stadtkampf Gelände und Necromunda sehr gut gefallen. Hab da vieles versucht nachzubauen.
Habe aus der Zeit Vieles weggeschmissen, vor allem nicht fertig gebautes. Wenige Stücke habe ich zum Spielen behalten, einige warten immer noch darauf komplett fertig gebaut zu werden.

Ein paar wenige Stücke sind aus Nostalgie eingelagert.
 
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@Darius4118
Eigentlich war ich die ganzen Jahre eher Geländebauer, und das auch jetzt mit einer längeren Auszeit. Erst kürzlich habe ich zum ersten mal Killteam gespielt, was nun mein Interesse am Spielen geweckt hat, weil es einen erzählerischen Charakter hat. Man hat halt sein TEam, jede Miniatur bekommt einen Namen und damit auch auf Dauer eine Geschichte.
Nun zu meinem Gelände, viel habe ich tatsächlich noch nicht fertiggestellt, da meine Leidenschaft seit Kindheitstagen auch der Modelleisenbahn galt, fällt es aber immer etwas pittoresker und detaillierter aus, so daß meine Projekte auch mehr Zeit benötigen. Anfang der 2000er, als die meisten sich für Cityfight mit grauen, trockengebürsteten Kartonecken zufrieden gaben, war dies mein erstes Genäude:
01040012.klein.jpg (image)
01040010.klein.jpg (image)

...keine Ahnung wieso sich meine Bilder aus meinem Blog nicht korrekt verlinken lassen...

Danach kam dann die Brauerei und dann eskalierte es komplett und ich began mit der Schwebebahn, meiner unvollendeten. Dazu noch ein paar kleinere Gebaüde, wie Wasserturm, Heldendenkmal, Tempel, Sternwarte oder Maschinenöldestille. Nebenbei stellte ich noch drei Geländestücke für die Platte eines Freundes fertig, wobei für den sich auch noch ein weiteres Gebäude in der Pipeline befindet.

03050001.JPG (image)
03050008.JPG (image)
05228003.jpg (image)
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57.jpg (image)
https://1.bp.blogspot.com/-DQTRyljF2YU/TyfgH1ycc-I/AAAAAAAADYs/FpWVm0CIjh8/s1600/35.jpg
12260007.jpg (image)
024.jpg (image)
https://1.bp.blogspot.com/-FVG0C0Fywlo/TW58A6AprKI/AAAAAAAADAI/PtQwfH83bxY/s1600/P3027234.jpg

für meinen Kumpel, Beacon, Leuchtturm, Landeplattform, Zauberkugelfabrik (unvollendet)
075.jpg (image)
10120015.jpg (image)
10120016.jpg (image)
https://3.bp.blogspot.com/_nqCDUjEeU0E/TT7iI3grqOI/AAAAAAAAC34/yssGwYX8Aj0/s1600/P1257010.jpg
https://2.bp.blogspot.com/-exPPaXKyIvE/Us1XPTFIBpI/AAAAAAAADos/ECipDWgSGsY/s1600/20140105_212125.jpg
https://3.bp.blogspot.com/-BixuC5a5Tjs/Us1XRkCIp3I/AAAAAAAADo8/-J68OMzbc3I/s1600/20140105_212338.jpg

Wie Du sehen kannst, kamen mit den Jahren immer mehr neue Techniken und Materialien zum Einsatz, manchmal habe ich dann schon Updates an den Gebäuden vorgenommen, z.B. beim Wassertrum Kanten mit Bleistift abgerieben, um abgewetzten Lack bei Metallstrukturen darzustellen. Jetzt würde ich z.B. gerne noch den alten Gebäuden zerschossene Fensterscheiben verpassen, denn wenn ich das nur bei den neueren mache, würde das inkonsestent wirken. Und mit jedem Youtube Tutorial, jedem Modellbaubuch oder Magazin kommen weitere Ideen hinzu, bei denen ich überlege, sie den fertiggestellten Projekten angedeihen zu lassen. Sozusagen abwärtskompatibel.

Weggeben käme für mich im Moment nicht in Frage... wobei ich auf der anderen Seite ich ja Gelände für meinen Kumpel baue, was ich dann doch im Prinzip weggebe...
Aber das Worldbuilding, was mit dem Bau jedes neuen Geländestücks einhergeht, läßt mich doch sehr an meinen Gebäuden hängen. Es handelt sich ja nie nur um einfache, generische Ruinen, jedes Gebäude hat seine Geschichte. Und in meinem Kopf sind noch viele weitere Gebäude mit ihrer eigenen Geschichte vorhanden...da kommt halt der Modelleisenbahner in mir durch.
 
@Red Redemption Cultist , oh ja, und da kommt noch der 3D Druck hinzu. Wobei ich den für mich auch eher als Option für kleinere Details sehe und weniger um komplette Strukturen zu bauen. Da geht es mir genauso wie Dir, ich baue dafür lieber viel zu gerne die Gebäude im klassischen Stil selber, als das ich nur fertig gedruckte Gebäude anmalen würde. Was mich dann zu den Städte in Flammen Gebäuden von GW führt, die zwar wunderbar detailliert waren, aber durch ihr modulares Konzept auch schnell langweilig wirkten, man hatte sich bald satt gesehen. Und hier zeigt sich übrigens auch das Thema Konsistenz, wenn man wie ich Gebäude komplett selber baut, wirken die GW Gebäude wie Fremdkörper auf der Platte. Ich habe tatsächlich die Teile von einem Freund geschenkt bekommen, aber bis jetzt keines davon angerührt, weil es irgendwie nicht nach Cyriacus Capitol paßt. Mal schauen, was ich damit anfange.
 
Ah, das gute alte scratchbuilt.😍
Nicht wegwerfen, sondern genau so weitermachen
+1
So einfach wie es mit GW Gelände/Druck ist, ist es aber auch schön auf einem Tisch zu spielen der nicht genau so aussieht wie der davor und der davor und....
Irgendwann hat man sich nach den Abos an GW Containern, Plasmaleitungen und Generatoren sattgesehen.😁
Auf Fantasy Platten ist es auch schön mal was selbst gemachtes statt dem Rittergut oder den Magierturm zu erobern, egal ob von GW oder einem 3t Anbieter.😉
 
@Korben Dallas
Vielen Dank für die Links! Ja, jetzt sehe ich so ein wenig den Zwiespalt. Offenbar hast du ja mit fast allen Geländestücken eine bestimmte, individuelle Stadt mit eigener Geschichte dargestellt. Und da würde der Neubeginn eben nicht nur bedeuten, ein paar neue Techniken zu benutzen, sondern dich auch ein wenig von dem Schauplatz zu trennen, der sozusagen der Rahmen deines ganzen Schaffens war.

Mir gefallen die einzelnen Teile ausnehmend gut, gerade weil sie mit klassischen Techniken geschaffen wurden. Mir persönlich geht schon das Herz auf, wenn ich (wie auf einigen Fotos) handgeprägtes Styrodur sehe. Aber das Gute ist ja: Du hast keine kompakte, zusammenhängende Platte gebaut, sondern Einzelteile. Und da sehe ich eigentlich nun überhaupt kein Problem, a) ganz neue Teile hinzuzufügen, b) andere zu überarbeiten und c) einige einfach in ihrer ursprünglichen Gestalt zu belassen. Kurz, ich sehe eigentlich nicht die Notwendigkeit für eine radikale Entscheidung zwischen Restauration und Neuanfang.

Im Übrigen werden wir Scratchbuilder nicht aussterben. Zum Einen ist es einfach die Freude an der Tätigkeit, die dafür sorgen wird. Zum Zweiten sind "wir" aber auch Impulsgeber. All das, was sich durch Guss- und Drucktechniken verbreitet hat, geht ja letztlich auf individuelle Werke zurück. Moderne Vervielfältigungsverfahren sind eine enorme Hilfe bei Einzelteilen und repetitiven Strukturen, aber sie können letztlich immer nur reproduzieren, was ursprünglich einmal von Hand geformt und stilbildend wurde. Man kann das meines Erachtens gut im Bereich von Grafik und Film erkennen. Jeder kann heute per CGI leicht Fantasy- oder SF-Umgebungen mit allen Details erstellen. Aber das geht eben nur, weil es Leute gab, die die Modelle geliefert haben. Wenn ich z.B. heute eine KI nach "Elf building" frage, kriege ich fast unvermeidlich etwas, das an Rivendell in "Herr der Ringe" erinnert - und das war ein physisches, von Modellbauern in Handarbeit hergestelltes Filmset.

Ich will mit alldem nicht gegen die Reproduktionstechniken zu Felde ziehen. Sie sind Arbeitserleichterungen und haben aufgrund der allgemeinen Verfügbarkeit ihrer Ergebnisse durchaus etwas "Demokratisches". So kann eben nicht jeder Tabletop-Spieler ein versierter Modellbauer sein, und deshalb ist es gut, dass diese Angebote zur Verfügung stehen. Trotzdem glaube ich, dass die Handarbeiter etwas Unverzichtbares tun, nämlich im Bereich der Findung und Weiterentwicklung von Ideen. Das ist ja eben - immer noch - der Unterschied zwischen KI und Kunst. KI reproduziert Vorhandenes; Kunst produziert Neues. Ich persönlich glaube, dass dies das stärkste Argument für die Fortführung der Handarbeit ist.

Aber ich will nicht zu philosophisch werden. Ehrlich gesagt glaube ich, dass du einfach nur ein wenig deinen ursprünglichen Elan wiederzufinden versuchst, und das könnte vielleicht ganz einfach sein. Du hast ja z.B. vorgeschlagen, zerbrochene Glasscheiben in die Fenster zu setzen, auch bei deinen älteren Arbeiten. Warum nicht damit anfangen? Ich glaube, die Lust auf Weiteres könnte ganz von selbst wiederkommen.
 
Da ich morgen mal wieder einen mir noch unbekannten Tabletopladen anschauen will, werde ich mal schauen, ob die auch diese neuen nicen Acrylmarker haben, dann wäre das mit den zerschossenen Scheiben easy zu bewerkstelligen. Außerdem hatte ich mir vor Weihnachten UV Top Coat aus dem DM besorgt. Damit lassen sich prima Gläser von Scheinwerfern oder Manometer und anderer Anzeigen darstellen. Und Uhu Plus 2-K-Epoxidkleber in klar, damit man Emaille-Schilder aus Posterausdrucken herstellen kann...auch so einige der neuen Techniken, die ich in Youtube Tutorials gefunden habe.
 
Ja, jetzt sehe ich so ein wenig den Zwiespalt. Offenbar hast du ja mit fast allen Geländestücken eine bestimmte, individuelle Stadt mit eigener Geschichte dargestellt. Und da würde der Neubeginn eben nicht nur bedeuten, ein paar neue Techniken zu benutzen, sondern dich auch ein wenig von dem Schauplatz zu trennen, der sozusagen der Rahmen deines ganzen Schaffens war.
Du hast es erkannt, ich habe mich tief in den Karnickelbau des Worldbuildings begeben und damit eine sehr individuelle Stadt mit individuellen Gebäuden geschaffen. Es sind halt nicht generische Ruinen, sondern jedes Gebäude hat seine Funktion und Geschichte. Ich bin gedanklich sogar soweit, zu jedem Gebäude eine kleine Geschichte mit Photos und Hausregeln zu schreiben, damit wenn jemand mit mir in meiner Stadt spielt, ich ihm ein Heft mit allen Gebäuden der Stadt zur Verfügung stellen kann.
Im Übrigen werden wir Scratchbuilder nicht aussterben. Zum Einen ist es einfach die Freude an der Tätigkeit, die dafür sorgen wird. Zum Zweiten sind "wir" aber auch Impulsgeber. All das, was sich durch Guss- und Drucktechniken verbreitet hat, geht ja letztlich auf individuelle Werke zurück. Moderne Vervielfältigungsverfahren sind eine enorme Hilfe bei Einzelteilen und repetitiven Strukturen, aber sie können letztlich immer nur reproduzieren, was ursprünglich einmal von Hand geformt und stilbildend wurde. Man kann das meines Erachtens gut im Bereich von Grafik und Film erkennen. Jeder kann heute per CGI leicht Fantasy- oder SF-Umgebungen mit allen Details erstellen. Aber das geht eben nur, weil es Leute gab, die die Modelle geliefert haben. Wenn ich z.B. heute eine KI nach "Elf building" frage, kriege ich fast unvermeidlich etwas, das an Rivendell in "Herr der Ringe" erinnert - und das war ein physisches, von Modellbauern in Handarbeit hergestelltes Filmset.
Ich will es hoffen, selbst in der Filmindustrie erkenn man immer mehr, das physische Modelle nicht durch CGI ersetzt werden können. Und wie Du schon sagst, stand am Anfang vieler vertrauten Designs keine KI sondern immer ein kreativer Kopf , der eine neue Welt erschaffen wollte. Im übrigen hat Star Wars und Aliens damals die Leidenschaft für Scratchbuilding in mir entfacht. Wobei 3D-Druck und CAD natürlich in vielen Dingen eine Arbeitserleichterung darstellen....ich sage nur Fenster....
Ich will mit alldem nicht gegen die Reproduktionstechniken zu Felde ziehen. Sie sind Arbeitserleichterungen und haben aufgrund der allgemeinen Verfügbarkeit ihrer Ergebnisse durchaus etwas "Demokratisches". So kann eben nicht jeder Tabletop-Spieler ein versierter Modellbauer sein, und deshalb ist es gut, dass diese Angebote zur Verfügung stehen.
Genau so ist es, ebenso ist nicht jeder ein begnadeter Miniaturenmaler und freut sich, das es mittlerweile Slapchop und Contrast Paints gibt. Und am Ende spielt doch jeder gerne auf einer schön gestallteten Platte, egel ob es ein 3D-Gelände, ein Bausatz von GW oder Scrathbuild Gelände ist.

Im Übrigen, ich habe mich auch deswegen für Scratchbuild entschieden, weil Du mit GW oder anderem Aftermarket Gelände immer auf Sci Fi festgelegt bist. Da ich mich mehr an Gründerzeit und Steampunk orientiere, lassen sich meine Gebäude mit ein wenig Fantasie auch für Mordheim oder Pulp Skirmisher verwenden
Du hast ja z.B. vorgeschlagen, zerbrochene Glasscheiben in die Fenster zu setzen, auch bei deinen älteren Arbeiten. Warum nicht damit anfangen

Hätte ich gerne gemacht, war gestern in Köln im Top Tables, die waren aber in der Vorweihnachtszeit dermaßen leergekauft worden, daß sie nix von dem da hatten, was auf meinem Einkaufszettel stand. 🤣 Ich wollte mir z.B. einen dieser neuen Acryl Pens in weiß dafür besorgen, alles weg....Pinselprimer? Nada... Vallejo True Metal? Nur Aged Metal, ich brauchte aber für meine Märklin Loks Messing....
Aber dafür hatte ich vor Weihnachten mir UV aushärtenden klaren Nagellack besorgt, damit werde ich die ganzen Manometer an meinen Gebäuden pimpen, damit entsteht der EIndruck von Glasabdeckungen.

PS: Im übrigen habe mich dermaßen in das Worldbuilding von Cyriacus Capitol hineingesteigert, daß ich jetzt sogar meine zukünftige Eisenbahnanlage in diese Welt verlagere. Wird spaßig werden, wenn ich versuche meine Modellbautechniken von 1:50 auf 1:87 runter zu skalieren.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wo ist denn die Option, ich baue und baue und mein Keller wird immer voller? 😵
Die habe ich glattweg vergessen, da ich selber noch Platz im Keller habe, aber schauen wir mal, wie es aussieht, wenn ich auch noch die Projekte realisiert habe, die mir noch im Kopf herumschwirren. Gute Möglichkeit ist übrigens, dann für einen Kumpel einen zweiten Tisch zu bauen, dann kann man dort 50% des Geländes auslagern... 🤣 😂
Aber mal im Ernst, da ich für meinen Kumpel Marc auch noch Gelände baue, kann ich dort mit einem anderen Thema neue Bautechniken ausprobieren. Sein Tisch stellt die Tundra von Cyriacus dar, also kein städtisches Szenario, sondern ländlich und das ganze im Frühherbst mit erstem Schneefall. Wenn Du oben bei meinen Bilderlinks schaust, sind das der Leuchtturm, das Beacon, die Landeplattform und die im Bau befindliche Zauberkugelfabrik.
 
Korben Dallas...entschuldige meine Spache aber "scheiße, da muss ich mir doch ein Tränchen verdrücken". Nachdem ich gestern angefangen habe die Siege of Vraks zu hören und mich damit schon in nostalgisch-melancholische Gedanken verloren habe packst du jetzt hier die Bilder aus Mitte der 2000er aus.... wow. 🥲

Also wie haltet Ihr es?
Von den alten Sachen ist so gut wie nichts mehr übrig. Ich hab es nie geschafft lange genug bei einer Sache zu bleiben und habe mich dann mehrfach dazu entschieden alles wegzuschmeißen oder abzugeben...jetzt gerade bereue ich es, obwohl ich auch schon wieder darüber nachdenke die letzte Geländegeneration loszuwerden. ... mach das nicht! 😉

Dass das Gelände noch für kleinere Figuren ausgelegt ist. Hm. musst du für dich mal gucken, ob es noch passt. Ansonsten finde ich es durchaus ok wenn größere Modelle eingeschränkter sind.

Ob alte Modelle überarbeiten oder neu bauen würde ich davon abhängig machen, wie kompatibel deine Herangehensweisen noch sind. Wenn du immer noch viel selbst machst, überall Kleinteile sammelst um sie dann zu verwerten, dann kann das durchaus passen. Wenn du aber jetzt voll auf die "modernen Möglichkeiten" zurückgreifst... dann würde ich eher die alten Sachen ins Regal stellen und neue bauen. Vielleicht sogar Neuinterpretationen von bereits gebautem?