Fantasy xTorettox' Geländebau in der Welt von Mittelerde

xTorettox

Codexleser
24. Mai 2016
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Ich wollte schon seit vielen Jahren einmal gerne eigenes Gelände für meine MESBG-Armeen Mordor und Minas Tirith bauen, konnte mich aber nie dazu durchringen, es auch tatsächlich einmal zu tun. Einen Heißdrahtschneider habe ich mir schon vor vier Jahren zum Geburtstag gewünscht und ich habe auch immer mal wieder Styrodur-Reste von Baustellen eingesammelt (natürlich nur mit Erlaubnis den Überschuss aus dem Müll) aber erst vor einem halben Jahr konnte ich mich endlich dazu durchringen, auch endlich einmal eigenes Gelände zu bauen.

Außlöser war ein etwas unüberlegter Spontankauf. Durch eine sehr schwere Form von ADHS, die nur sehr eingeschränkt auf Medikamente anspringt, habe ich laufend zu wenig Dopamin, was durch spontane Impulskäufe abgemildert wird. Meistens habe ich dann irgendeinen Schrott gekauft, den ich gar nicht brauche. Im September des letzten Jahres war dieser unüberlegte Spontankauf diese Lego-MOC von Barad-dûr. Das Original fand bzw. finde ich furchtbar hässlich und elendig zu teuer aber bei dieser MOC war irgendetwas in mir der Meinung, es unbedingt haben zu müssen. Knapp eine Woche und ca. 550€ später (zweimal eBay ohne Figuren) lagen also 11.000 Lego-Steine auf meinem Wohnzimmertisch.
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Einen Monat später stand dann dieser unfassbare Trumm von 140cm Höhe.
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Dann war die Frage, was damit machen. So, wie er da stand, war er... mächtig aber irgendwie unnütz. Also entschloss ich mich, mir doch mal ein Herz zu fassen und mit Hilfe eines Heißdrahtschneiders, jeder Menge Rindenmulch, MDF-Platten, Heißkleber und Farbe eigene Geländestücke für eine Mordor-Spielplatte zu bauen. (Fortsetzung folgt).
 

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Nach reichlich viel Trial&Error und der großen Überraschung, wie sagenhaft aufwändig es ist, solch ein Geländestück zu bauen, wenn man darin nicht geübt ist, entstanden diese drei Geländestücke als Test. Aktuell fehlen mir noch ein paar gute Bilder, die ich noch nachreichen muss; das letzt sieht man noch im Entstehen.
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Das dritte Geländestück hat den "Gag", dass es für alles größer als Infanterie zu eng ist. Wargs, Trolle und Geflügelte Schatten müssen draußen bleiben.
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(Fortsetzung folgt)
 
Als nächstes wollte ich dann aufs Ganze gehen. Es sollten nicht nur ein paar einzelne separate Geländestücke werden sondern eine ganze Geländeplatte in Turniergröße 4x4 und 6x4, die halbwegs modular sei und Barad-dûr organisch integrieren würde.

Die Idee war, dass Barad-dûr auf einem eigenen Sockel steht umringt von Lava. Über eine Brücke sollte der Turm mit dem "Festland" verbunden werden, was dann flach zur Ebene von Gorgoroth wird und bis zum Schwarzen Tor führt.

Hier sieht man den Anfang, wie die felsen aus Styrodur sich in Form eines U um den Turm verteilen.
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Hier lässt sich die ungefähre Größe erahnen, die dank der unterschiedlichen Platten aber varriiert werden kann. Da sich MDF beim Bemalen leider verbiegt und wellig wird (mir unerklärlich, wieso TWS trotzdem MDF-Platten empfiehlt), bin ich bei den Platten für das große Gelände auf (leider teureres) PVC ausgewichen. Das liefert aber auch deutlich bessere Ergebnisse.
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Auf dem nächsten Bild sieht man den "Rohbau" meines Geländes, aufgeteilt auf die einzelnen Platten, die zusammengesetzt worden sind. Auf die Idee, die Platten mit Lego-Steinen auf der Unterseite zu verbinden, bin ich leider erst gekommen, als es schon zu spät war. Jetzt liegen sie lose nebeneinander, was hin und wieder zu unschönen Spalten führt, die aber beim Spielen nicht weiter stören.
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Nachfolgend der rechte "Rand" des Geländes. Auf der Platte links sieht man die "Rampe", die zum ebenen Teil des Geländes führt. In der Mitte des Bildes sieht man eine bereits mit Rindenmulch verkleidete Wand mit einem großen Totenkopf in der Mitte. Was hier wohl vor sehr langer Zeit gestorben ist? Der Kopf stamm aus einem Tierfachhandel ist eigentlich Dekoration für Terrarien. Leider treffe ich im Impuls oft Entscheidungen, die ich hinterher bereue. Ich hatte die Wahl zwischen einem Affen- und einem Krokodilsschädel und habe mich, aus mir selbst unbekannten Gründen, für den Affenschädel entschieden, nicht realisierend, dass der Krokodilschädel auch ein genialer Drachenkopf gewesen wäre. Als mir das klar wurde war es leider zu spät und der Affenschädel schon verbaut.
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Auf diesem Bild sieht man den linken Bereich des Geländes mit einem engeren Aufstieg für kleinere Modelle.
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Bei Barad-dûr habe ich mich schließlich dazu entschieden, sämtliche Lego-Steine, die Felsen darstellen, durch Rindenmulch zu ersetzen. Also Lego-Steine weg und Rindenmulch dran. Die Fäden stammen nicht von Krankra sondern sind Rückstände vom Heißdraht. ChatGPT wollte mich schon für meine geniale Idee mit den Spinnweben loben, fand sie an dieser Stelle aber deplatziert xD
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(Fortsetzung folgt)
 
In den folgenden Bildern sieht man den erweiterten Rohbau, größtenteils fertig, nur ohne Farbe. Die dunklere "Straße" aus Sand wird noch zum Lava-Fluss werden, der vom Schicksalsberg zu Barad-dûr führt. Der Schicksalsberg als weiterer Geländetisch ist hier schon so halb mitgedacht.
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(Fortsetzung folgt)
 
Als nächstes hatte ich die Idee, noch etwas kleinere Deko zu platzieren, die von früheren Schlachten erzählen. Natürlich ist mir das auch wieder erst eingefallen, als der Sand schon platziert war aber immerhin noch nicht so spät, dass ich hier schon etwas bemalt gehabt hätte.
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Und so sieht eine vollständig fertige Platte aus:
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Aktuell bin ich an dem Punkt, dass der Boden überall bemalt ist und nur noch trockengebürstet werden muss. Den Rindenmulch habe ich auch noch nicht komplett bemalt; auch dieser muss anschließend noch trockengebürstet werden. Danach kommen auch auf den anderen Platten die kleineren Details wie Knochenüberreste. Herausfordernd werden auf jeden Fall noch der Lava-Fluss und der Lava-See beim Turm. Die gröbste und aufwändigste Arbeit ist aber erledigt. Ist das alles erledigt, habe ich noch ein drittes Barad-dûr-Set im Keller, aus dem ich noch das Schwarze Tor bauen möchte, das gegenüber Barad-dûr auf eigenen Platten stehen soll. Ich plane sogar die vier Trolle zu integrieren, die das Tor manuell öffnen. Ich würde es sogar gerne motorisieren. Hier ist nur das Problem, dass es für das Schwarze Tor keine MOC gibt, die mir auch nur im Ansatz gefällt, was bedeutet, dass ich das komplett selbst bauen muss aber da hab ich überhaupt keine Erfahrung und mich auch deswegen bisher davor gedrückt.

Ich habe auch schon zwei weitere Projekte, bei denen die Planung abgeschlossen ist und die Materialien schon gekauft sind.

1. Kankras Nest:
Kankras Nest besteht aus insgesamt 16 Platten mit den Maßen 45,5cm x 45,5cm. Alle 16 Platten haben an jeder Kante jeweils zwei Zugänge an den immer selben Stellen, wodurch sie sich wie eine Art Labyrinth miteinander verbinden lassen. Der Clou der Platten ist, dass man nicht von jedem Zugang aus alle anderen sieben Zugänge wird erreichen können. Dadurch entsteht ein Labyrinth, bei dem man sich seinen Weg suchen muss. In einem selbst erstellten Szenario spielt man nach ganz normalen Regeln aber zu Beginn sind alle 16 Platten verdeckt, sodass man die Wege nicht sofort sieht. Die Platten werden jeweils aufgedeckt, sobald man eine Figur darauf platziert. Dann sieht man, wo man lang kann und wo nicht. Eine Platte ist Kankras Nest. Diese Platte hat nur einen einzigen Zugang, nämlich den, durch den man sie betritt. Auf dieser Platte wartet Kankra, die ab diesem Moment als dritte Fraktion ist Spiel eingreift und immer das Modell angreift, das ihr am nächsten ist.

Auf dem unteren Bild sieht man den Grundriss einer solchen Platte. Die Zugänge sind örtlich markiert ("oben links" und "rechts unten" zum Beispiel). Schwarz ist Styrodur, Dunkelgrau ist Rindenmulch, Hellgrau ist Kies und Grün sind die möglichen Wege. Man sieht auf dem Bild, dass man vom Zugang "oben links" bspw. nur den Zugang "oben rechts" erreichen kann. Die übrigen sind versperrt. Zusätzlich sind die Zugänge "links oben" und "links unten" miteinander verbunden. Weitere Verbindungen sind "unten links" mit "rechts oben" und "unten rechts" mit "rechts unten". Das ist ein altes Bild mit einem falschen Maßstab, bei dem Monster-Modelle nicht auf diagonale Wege gepasst haben, weil ich da einen Messfehler gemacht hatte. Mittlerweile ist dieser korrigiert und die Wege so breit, dass digaonale Wege möglich sind und Monster-Modelle überall genügend Platz haben.

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Alle Platten sind einzigartig und können beliebig angeordnet werden. Da sie quadratisch und die Zugänge immer an derselben Stelle sind, können sie auch in beliebiger Ausrichtung angelegt werden. Geplant sind mal 16 Platten, also vier Reihen á vier Platten. Ich bin zuversichtlich, dass die nicht so aufwändig sind wie Barad-dûr, da Kankras Nest eine Höhle ist und ich die Wände aus Rindenmulch nur andeuten muss. Die Platten werden mit Lego-Steinen fest miteinander verbunden, damit auch nichts verrutschen kann.

2. Der Alte Wald
Der Alte Wald wird das dritte Spielfeld, da ich tierisch Lust habe, einen Wald zu gestalten. Ich bin jeden Tag ca. 2h mit meinem Hund im nahegelegenen Forst unterwegs und konnte mir so über Jahre sehr viel Inspiration holen. Zwischen dem Alten Wald, Fangorn und dem Düsterwald fiel meine Wahl schließlich auf den Alten Wald.

Der Alte Wald wird aus aus Hexagon-Feldern bestehen und damit zu einem sehr, sehr großen Grat modular sein. Es wird Wege mit Kurven und Abzweigungen geben, die vollständig modular sein werden. Es wird einen Fluss, Lichtungen und natürlich Bäume geben. Als "Centerpieces" wird es geben:
  • Das Eingangstor
  • Die Hütte von Tom Bombadil
  • Die Hügelgräber
  • Eine mythische Quelle
  • Der Böse Baum

Beim Bösen Baum ringe ich noch etwas mit mir, ob ich als Großer Zelda-Fan den Deku-Baum aus Lego nehmen soll. Dafür spricht, dass ich großer Zelda-Fanboy bin und der Baum sich dafür anbieten würde. Dagegen sprechen die lächerlichen 300€, die Lego für den Baum ausruft und der Umstand, dass ich ihn echt hässlich finde. Mal schauen, wie ich den Bösen Baum später löse.

Für den Moment möchte ich aber erst einmal Mordor fertigstellen. An Kankras Nest und dem Alten Wald werde ich anschließend parallel immer mal wieder arbeiten. Mal hier eine Labyrinth-Platte und mal dort ein Wald-Hexfeld. Je nachdem, wie ich Zeit und Lust habe.
 
Mittlerweile sind meine ersten Prototypen für meine Spielplatte "Der Alte Wald" gekommen.

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Jedes Hexagon-Feld besteht aus drei Teilen. Die untere Platte mit den Ausschnitten an den Kanten und den kleinen Löchern in der Mitte sowie zwei weitere Platten mit drei großen, kreisförmigen Ausschnitten.

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Jedes Hexagon-Feld hat drei Steckplätze für verschiedenste Einsätze. Diese Einsätze werden manuell ausgeschnitten und mittels Legosteinen verbunden.

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So sieht ein fertiges Hexagon-Feld ohne Einsätze aus

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Hier sieht man die Lego-Verbindung auf der Unterseite. In die quadratischen Ausschnitte wird eine 2x2-Fließe geklebt. Zwei Fließen werden anschließend mit einem 2x4-Stein verbunden. Durch die Löcher auf der Unterseite kann man mit einem Zahnstocher die Einsätze wieder "rauspieksen".

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Zwei fertige, verbundene Hexagon-Felder. Die Felder können beliebig angeordnet und mit beliebigen Einsätzen versehen werden. Entsprechendes Material von Green Stuff World ist schon eingekauft.

Ich bin auch wirklich froh, dass ich nur zwei Platten zum Testen gekauft habe. Ursprünglich wollte ich gleich 20 kaufen, da der Stückpreis doch erheblich sinkt bei höheren Mengen. Ich hab ein paar wertvolle Erkenntnisse gewonnen:
  • Die quadratischen Ausschnitte für die Fließen haben abgerundete Ecken und waren daher nicht tief genug. Für die fertigen Hexagon-Felder muss ich die Ausschnitte um 1mm in Richtung Mittelpunkt vergrößern
  • Die Einsätze brauchen theoretisch keine Lego-Verbindung. Die Einsätze sind exakt so groß wie die Vertiefungen und halten auch so. Auf Dauer dürfte durch Abrieb mehr Spiel entstehen aber grundsätzlich müssen die Einsätze ja auch nicht bombenfest halten. Ich überlege daher, die Lego-Steckverbindung ersatzlos zu streichen. Der sehr große Vorteil wäre, dass ich mir dadurch fast das komplette Lego und die mittlere, 6mm dicke PVC-Platte sparen würde. Außerdem ist es gar nicht so einfach, die Lego-Steine zum "Klicken" zu bringen, da die Einsätze nur in vier verschiedenen Positionen passen und ich teilweise wirklich Probleme hatte, den richtigen Punkt zu treffen. Vielleicht bleibe ich auch bei meiner aktuellen Lösung. Die wirkt deutlich edler, als die Einsätze einfach nur reinzulegen.

Für den Moment bin ich aber sehr zufrieden mit meinem Prototyp. Der Wald würde auf diese Weise wirklich extrem modular werden.
 

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