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  1. #61
    Miniaturenrücker
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    .. fein fein! wann geht's weiter?

  2. #62
    Erwählter
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    Standard Im land der Götter

    Was passiert hier? Wo waren seine Hände? Er konnte nichts anfassen. Eine schneebedecke Hochlandschaft nahm sein Auge ein. Frischer Schnee fiel sanft vom Himmel und eine wohlige Wärme breitete sich in seiner Brust aus. Es war wunderschön, doch etwas stimmte einfach nicht. Seine Hände sollten den Schnee auffangen, doch sie taten es nicht. Warum taten sie es nicht. Was war nur mit ihm? Die Gedanken in ihm waren erschreckend, trotzdem fühlte er sich so seltsam beschwingt. Das gesamte Bild und auch die Kälte ließen ihn Frieden finden. Er fühlte sich als hätte man ihm in eine Decke gerollt und neben einem Feuer gelegt. Bei einem eisigen Wintertag ein gewaltiges Feuer. Das alles erhitzte und ihm in diesem Winter Traum das Leben ermöglichte. Fast wären ihm die Augen zugefallen. Eingelullt in seinen eigenen Gedanken schweifte sein Kopf in die tiefen eines Traumes. Kurz bevor er einschlief erschien ein Bild vor seinen Augen. Ein kleiner Wald in denen dutzende Feuer brannten. Auf einer Seite fein säuberlich aufgereiht die Leichen von Menschen. Dazwischen lagen überall die Leichen von Orks die man einfach dagelassen hat wo sie niedergegangen waren. Irgendwo dazwischen lag allein ein Mann unter einem Baum, atmete gleichmäßig aus und ein und hielt seine Muskete mit beiden Händen fest an sich geklammert. Irgendetwas erwachte in ihm als er das sah. Aus der wohligen wärme wurde eine plötzliche Hitze die durch seinen Venen jagte und drohte ihn zu verbrennen. Er keuchte gepeinigt auf und sein Kopf raste in die Höhe. Mitten hinein in den eiskalten Wind. Er schrie was seine Lungen hergaben während sein Taubes Gesicht sich langsam vor Schmerz verzog. Er versuchte mit seinem rechten Bein aufzustehen, knickte aber sofort ein. Schmerzhaft zog sich sein Atem durch seinen Körper. Sein Schädel fühlte sich an als würde er gleich Platzen. Und aus der gewaltigen Hitze die drohte ihn zu verbrennen war ein eiskalter hauch geworden der seinen gesamten Körper zu Eis gefrieren ließ. Er fing an zu zittern, bemerkte seine vereisten Glieder. Seien Hände waren nur noch Klumpen die irgendwie an seinem Körper hafteten. Kein Gefühl, keine Bewegung, gar nichts. Alles was er konnte war sie herumzuschwenken, als hätte man ihm Eisen anstatt seinen Unterarmen angebracht. Warum war das so? warum musste das so sein? Allein in dieser Hölle, gefüllt mit ewigen Eis.
    Zitternd und mit größter Kraftanstrengung raffte er sich auf. Er stützte sich auf seine beiden toten Hände und drückte die Schenkel durch. Ein Schritt nach dem anderen setzte er sich wieder in Bewegung. Wohi9n wusste er nicht und wozu auch nicht. Aber er wollte hier nicht krepieren wollte nicht hier vergehen. Es wartete etwas auf ihn. Da war ein Sog der ihn nach vorne trieb und ihm verbot sich einfach in den Schnee zu legen und zu sterben. Schatten tanzten um ihn herum und das Eis begann sich zu formen. Aus Fest wurde Flüssig und Gasförmig, Dann etwas das Glitzerte und durchsichtig war aber trotzdem fest. Als nächstes eine Mischung auf Fest und Flüssig. Man konnte darin eintauchen als auch darauf stehen. Es begann Münder zu formen die die Geheimnisse dieser Welt mit ihm teilen wollten. Doch er hörte nicht zu. Würde er das tun, das wusste er, würden sie ihn verschlingen und sein Körper wäre die Nahrung für dieses Land. Aber das durfte er nicht. Er musste weiter, er musste, er musste…
    Was musste er? Und wozu? Wie kam er hierher und warum spürte er seine Hände nicht mehr? Was war nur mit ihnen? Hat ihnen wirklich der eisige Wind alles leben ausgezogen und sie zu Totem Fleisch verwandelt. War dies das Ende? Er kämpfte in dieser weißen Hölle zwei schlachten. Einerseits die seinen Körper am Leben zu halten und nicht von dem Land gefressen zu werden. Anderseits war da sein Geist. Er war unvollständig und zerbrochen. Dinge die wichtig waren schienen nur noch verschwommen in seinem Gedächtnis zu existieren. Wie die Wellen die ein Stein im Wasser hinterließ. Man konnte erahnen das er dort rein geflogen war, doch wie er aussah, wie schwer er war, konnte niemand mehr sagen. Nur noch die Wellen ließen erahnen was er an Wert gemessen hatte. Doch auch nur für kurze Zeit, dann verschwanden sie wieder und das Wasser verschluckte alle Geheimnisse. Als hätte man ihn gehört kicherten die Münder und der Boden wurde wieder flüssig. Hundert mal Hundert seiner Körperlänge ergoss sich ein klares nass nun in den Abgrund. Dort war keine Dunkelheit die seine Augen vor dem schrecken hätte schützen können. Er sah alles, bis in den kleinsten Winkel. Bis tief hinunter in den Felsigen Erdboden sah er das was unter dem Eis lauerte. Der Wahnsinn und die Pervertierung die sich an der Hand nahmen und alles wiedersprachen an dem er sich klammern konnte. Sein Herz raste und trotz der eisigen Kälte erschauerte er. Er durfte sich nicht in die Dunkelheit ziehen lassen, nicht in dieses Chaos verderben lassen. Etwas erweckte Erinnerungen als er an das Wort Chaos dachte. Er hatte es schon früher mal gesagt, vielleicht sogar öfter. Manchmal voll Furcht, doch hin und wieder vor Bewunderung und Hingabe.
    Er brauchte einen Anker, etwas das ihn anband und ihm halt bot. Etwas, das ihm half. Nur wo war dieser Anker!? Hier war nicht als ein riesiger Ozean gefüllt mit allen was den Verstand sprengen konnte. Unter seinen Füßen wo sich die schäumenden Wellen aufbäumten lauerten tausende Tote die miteinander Tanzten während riesige Fischartige Kreaturen sich in ihre eigenen gewaltigen Körper einfraßen um gleich darauf neu daraus zu erwachsen. Er sah Liebende wie sie sich schmeichelnd umarmten und wie sie mit jeden Moment älter wurden und bevor sich ihre Geschlechter überhaupt berühren konnten zerfielen sie zu staub. Er sah die Leben von Wesen die Äonen existiert hatten aber doch so schnell von der Zeit verschluckt wurden wie Holz das vom Feuer gefressen wurde. Dort, unter seinen Füßen, absolut einsehbar, ohne jeden Schatten, lauerte das Dunkel das nach ihm lechzte und versuchte ihn hinunter zu locken. Hinein in diesen Alptraum um auch seine Selle für immer an sich zu binden. Wie der drang vor einem Abgrund zu stehen und zu springen, obwohl man wusste, dass der Tod auf einen wartete. Dieser drang war da. Aber er wollte das nicht. Er brauchte einen Anker, irgendetwas. Er fokussierte seinen Blick nach vorne, doch da wandelte sich alles in eine weitere riesige Welle die aus schreienden Frauen zu bestehen schienen. Sich selber die Augen auskratzen, während die blinden versuchten den anderen den Mutterbauch herauszureißen. Er keuchte gequält und wäre fast umgefallen als die welle über ihn rauschte. Ein Korridor wurde für ihn erschaffen so dass er nicht in Berührung mit diesen Kreaturen kam.
    Sein Herz raste und sein Blick wurde unstet. Konzentrierte er sich auf den Himmel verwandelte er sich in ein Spiegelbild und zeigte ihn Kopfüber über den Ozean gehend. Richtete er seinen Blick nach rechts oder links sah es so aus als würde er senkrecht hineinfallen. Egal wohin er sich wanderte oder was er anvisierte, es schien sich zu verwandeln und sich in einer Agonie aus Leid und Lust neu verbinden. Er spürte seine Körper immer weniger, alles wurde taub und selbst seine Augenlider schienen festgefroren zu sein. Angst keimte in seinem Herzen auf und breitete sich in Form von einem üblen Gefühl durch seinen gesamten Körper. Je mehr sein Körper nachgab, desto mehr fing sein Geist an sich zu stärken. Aus den leisen Echos wurde lautes Geschrei und langsam verstand er. Ganz langsam Verstand er….
    Sein Kopf begann wieder zu hämmern und schien kurz vor dem Platzen zu sein. Die Adern schwollen an und seine Augäpfel wurden fast aus der Höhle gedrückt. Dann platze sein Schädel wirklich. In einer einzigen Explosion schossen dutzende Bruchstücke seines Knochens herum während Blut und Hirnmasse sich über seinen Schulter Brust und Rücken legten. Er war zersplittert, war zerstört. Doch trotzdem ging er weiter. Da war noch etwas das auf ihn wartete. Er war noch nicht fertig, war noch nicht bereit. Schritt für Schritt wandelte er weiter. Ein Augapfel hing ihm über seine Kiefer du bot ihm verschwommene Eindrücke aus seiner Umgebung. Der Wahnsinn war verschwunden, stattdessen war alles nun Schwarz und Grau. Dutzende Graue Dinge die sich neu formten und etwas erschaffen wollten. Doch wenn sie soweit waren zerbrachen sie wieder rund wurden etwas Neues. Warum? Warum wurde es wieder anders und blieb nicht so wie es war? Warum konnte es sich nicht halten? In einer bemerkenswerten Art zersplitterte sein Kopf erneut. Obwohl e ihm zuvor schon zerplatzt war, er tat es erneut. Die schwarze Welle kam ihm wieder in den Sinn. Da war etwas mit einer schwarzen Welle und sie hat alles verschlungen was um ihr war. Wie sie sich langsam aufbäumte und das Tal überschwemmte. Da waren kleine hüpfende Lichtpunkte die sich mit großen roten Feuern kämpften. Sie alle wurden verschlungen und in die Finsternis gesaugt. Inklusive ihr…ihm.
    Etwas gewaltiges hungriges das nur existierte um zu zerstören und neu zu erschaffen. Aber was war es, was konnte…
    Ein Bild, ein kleines Bild. Es zeigte…es zeigte irgendetwas. Konnte es nicht definieren. Es war schwer, es war… Oh Götter so undefiniert, so ungraziös. Keine Schönheit, keine Gracie. Ein maleur das alles. Das alles war so…. unvollständig!!!!
    Er schrie! Sein Mund der nichts mehr weiter war als ein paar Zähne mit einer Zunge die Schrill den Wahnsinn ausstieß! Sie gab alles her, so laut das der gesamten Welt sein Schrei vernehmen musste. Sie musste es vernehmen, Musste ihre Stimme, nein, seine Stimme---
    Es verschwamm und veränderte sich. Der Gedanke wechselte, der Boden wechselte, der Charakter wechselte. Der Boden zog sich zusammen und wurde fest. Farben kehrten zurück in die Welt und erleuchteten die ewige Eiswüste. Keine Hundert schritt entfernt erhob sich der Palast der immer schon hier war aber erst jetzt gebaut wurde. Er war so schön und doch so hässlich. Voll von Dingen die widerlich waren und unvollkommen. Doch da war auch Gracie, etwas unendlich schönes Vollendetes. Etwas das die Sonne ihren Rang abrang, etwas das die Seelen eines jeden Geschöpfes bewegte. Sie..nein e…doch, sie war Zuhause.
    Man sollte denken das die Intelligenten am längsten leben.
    Und trotzdem sterben die Zwerge und nicht die Orks.

  3. #63
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    Standard Berichte

    Berichte aus Karak Kadrin
    Von Aljeski Hofer
    Bericht: Die Essensliste für die nächste Woche ist bereit. Sie besteht aus sieben Mal Hirsebrei mit Rüben. Mit alle zwei Tage mit einem Stück Fleisch, vornehmlich Schwein. Genauso wie das letzte Monat. Ich möchte mich nicht beklagen, aber mir scheint uns gehen die Nahrungsvorräte aus. Ich kenne das noch aus Kislev. Sobald das Fleisch bei den Soldaten rationiert wird gibt es Probleme. Dann kommt akuter Mangel und damit Revolte. Gehe deswegen davon aus dass wir demnächst einen Marschbefehl erhalten. Einerseits um die Belastung vor Ort zu reduzieren und um die Mäuler auszudünnen. Die Zwerge haben wohl einfach überschätzt wie viele Truppen sie Rekrutieren können. Seit den letzten Dekaden ist die Zahl der Menschen im Weltangebirge um das zweifache angestiegen. Ich habe die wenigen Berichte durchgesehen und gehe von mehreren Hundertausenden bis über eine schwache Millionen aus. Die meisten davon sind zwar aus dem Imperium, aber erst seit kurzen ansässig. Die meisten sind erst seit den letzten sechzig Jahren hergezogen. Nach den Imperialen kommen Betronen die durch Friedrichs Komödie zu Hunderttausenden flohen. Da die Fehden gewaltig sind haben sich auch viele Verfolgte hier niedergelassen. Am Arsch der Welt sozusagen. Derzeit sind die meisten Ritter und Landsknechte damit beschäftigt das Land selbst zu ordnen und sich neu zu orientieren. Deswegen Leben sie auch seit mehr als zwanzig Jahren sehr friedlich hier. Dabei wohnen teilweise Täte und Opfer gleich nebeneinander. Ich habe bemerkt dass die Betronen untereinander niemals sagen woher sie kommen. Teilweise versuchen sie ihre Mundart, also den Dialekt, zu unterdrücken. Die meisten mischen es mit Estalisch, Tielanischen oder Imperialen Reikspiel. So verhindern sie dass man sie zuordnen kann. Die Angst von der Vergangenheit eingeholt zu werden sitzt tief in den Betronen. Deswegen gehe ich davon aus das es in den nächsten Jahren eine Fortsetzung des Bürgerkriegs gibt. Zu viele alte Rechnungen stehen untereinander noch offen. Die dritte große Gruppe bilden die Kislevsiten, also meine Volksgruppe. Wobei meine Volksgruppe mehr als nur weit gegriffen ist. Es gibt viele verschiedene Stämme bei den Ungolen, einen großen Unterschied zwischen den verschiedenen Gospodari, und die Ropsmen und die Dolgan sind auch ein eigenes Süppchen. Es sind vom Sturm des Chaos mehr als Hunderttausend aus Kislev ins Weltangebirge gereist. Auch weil die Zwergen Slayer Praag befreit hatten. Das hat unter den meisten den Anschein erweckt das die Zwerge weit besser gegen das Chaos gerüstet sind. Sie haben sich aber nur schwer an die neue Landschaft angepasst. Die meisten sind heute Ziegenhirten und Bergbauern. Handwerklich sind sie den Zwergen und den meisten Imperialen unterlegen. was Reiten angeht sind wir aber weit überlegen. Deswegen nehmen wir auch in der neuen Armee der Zwerge eine wichtige Rolle ein. Die meisten der Dawikoni Reiter kommen aus den Reihen der Kislevsiten. Das Leben im Gebirge ist hart und alles andere als Rosig. In der Zeit der Ruhe, wo die Alte Welt aufblüht, zieht es die meisten der Neuzugezogenen wieder in die Heimat. Doch die Mobilmachung hat das wieder ausgesetzt. Jetzt wo eine Möglichkeit besteht zu Wohlstand zu kommen und gleichzeitig seine Familie zu sichern bleiben die meisten hier. Es kommen sogar mehre Söldner und Freischärler aus den Tiefer gelegen gebieten um sich den Dawikoni anzuschließen. Im Gegensatz zur Bevölkerung sind die meisten neuen Krieger Betroni. Danach die Imperialen und Kislevsiten. Inzwischen steigt die Zahl der anderen Völker genauso an. Man kennt keine genauen Zahlen, die Zwerge sind fälschlicherweise davon ausgegangen das die Menschen ähnlich starke Bindungen untereinander haben wie die Clan bewussten Zwerge. Dadurch ist es gekommen das die Organisation zu wünschen übrig lässt. Deswegen meine ich auch dass die Nahrungsmittel nicht reichen. Allein in Karak Kadrin befinden sich fast an die dreißigtausend Krieger wenn man alle Stützpunkte zusammennimmt. Das kann unmöglich allein aus dem Umfeld gestemmt werden. Genauso wenig wie die Ausrüstung. Die interessanterweise allesamt Zwergen Ware ist. Oder wenigstens gute Menschen Qualität aus den Schmieden der Imperialen in den Dawikoni Siedlungen. Diese Masse kann niemals in so kurzer Zeit hergestellt werden. Was heißt das die Dawi schon vor dem Vorfall im Norden an Mobilmachung dachten. Diese Sache mit den paar Bauern die sich gegen eine kleine Chaosinvasion entgegenstellten war ihnen wohl in die Hände gefallen. Diese Geschichte hat einige Tausend Krieger stark bewegt. Das dürfte dem ganzen noch etwas Schwung verpasst haben. Ein Grund mehr warum es wahrscheinlicher ist das die Dawi seit zwei oder drei Jahren schon an dem ganzen Arbeiten. Und zwar im geheimen. Dazu fällt mir ein dass die Anzahl der Menschenschmiede seit Jahren gewaltig wächst. Genauso wie die Bogenmacher. Scheint so als wüsste ich jetzt warum sie stetig gewachsen sind. Wenn meine Schätzungen richtig sind, dann gibt es zwischen achtzigtausend und hunderttausend Menschliche Krieger im Weltangebirge. Wovon gerade mal Zwanzigtausend seit mehr als zwei Jahren Krieger sind. Dass die Zwerge so viel Zeit darin investieren und auch ihr Gold dafür einsetzen heißt dass sie sich ordentlich etwas von uns erwarten. Ich behaupte nicht mich mit diesem Volk wirklich auszukennen. Doch ich weiß genug um zu wissen dass sie niemals etwas unüberlegt tun würden. Da mir keine andere Sache einfällt würde ich vermuten dass sie uns dafür einsetzen alte Minen von ihnen zurückzuerobern. Nicht sehr kreativ von mir, aber wenn man sich ehrlich ist sind das die Zwerge auch nicht. Zwar geniale Erfinder, doch von ihrer Denkweise sehr einfach gestrickt. Sie werden uns als die breite Masse benutzen um schlussendlich ihre Wehrstädte einnehmen zu können. So schonen sie Zwergenleben und können es gleichzeitig besser mit der großen Menge an Grünhäuten und Skaven aufnehmen. Was bedeute das zigtausende Männer mit wenig Erfahrung gegen Kreaturen ins Feld geschickt werden die sich seit Jahrtausenden im Krieg mit den Zwergen befinden. Und die denen auch ordentlich etwas abgeluchst haben. Ich bin der Armee beigetreten weil ich das Geld brauchte und es besser war als Bettler und Fallensteller. Nun kommen mir aber ehrliche Zweifel ob das so Klug ist. Vor kurzem war ein Trupp zurückgekehrt der sich gegen die Orks ein Gemetzel geliefert hat. Von fünfzig Mann sechzehn tote und vier schwer verletzte die nun Invaliden sind. Der Rest hat genauso kleine Blessuren und Wunden davongetragen. Und das gegen eine normale Truppe mit einem taktischen Vorteil. Egal wie man es sieht, die Zeiten stehen nicht gerade sehr rosig aus für uns Dawikoni. Wenn wir uns den so nennen wollen. Wenn wir ehrlich sind, dann ist gerade mal eine Minderheit von uns Fastzwerge. Der Rest sind einfach ein Haufen Flüchtlinge die nicht am Ende der Zwergen Gesellschaft sitzen möchten. Nur liegt mir aber etwas an meinem Leben. Und ich weiß nicht ob ich bereit bin, mich für meine Herren in eine Schlacht zu begeben wo ich höchstwahrscheinlich sterben werde. Deswegen habe ich beschlossen, bevor das Ganze den Bach hinuntergeht, schnappe ich mir so viel Zeug wie es geht, zusammen mit ein paar Gleichgesinnten und hau ab. Seit der Sohn der Tzarina, diese störrische Großmutter Kislevs, soviel Land urbar gemacht hat, gibt es auch gute Flächen zu bewirtschaften. Und mehr als genug Plätze für gute Soldaten. Gerade bei denjenigen die ihre eigenen Waffen mitbringen. Dort ist derzeit kein Krieg und wenn nur kleine Scharmützel mit Skaven. Ich hasse es zwar als Feigling zu gelten und womöglich einen Groll auf mich zu ziehen. Aber die Geschichten die sie mir erzählt haben war schrecklich. Wie bei der Abenddämmerung die Grünhäute brüllend hervorkamen, wie der Troll einen nach den anderen in Stücke gerissen hatte. Und dieser Kerl, dieser Vortis. Er wird ja von manchen wirklich wie ein heiliger verehrt. Für mich sieht er einfach aus wie ein normaler Kerl. Obwohl auch nicht ganz, irgendwie hat er ein Frauengesicht. Doch das ist egal. Der Kerl soll vor dem Anfang der Schlacht gelacht haben! Und lauthals als wäre es der größte Spaß im Leben. Und nach der Schlacht soll er einfach geschlafen haben während jeder anderer vor Schreck kein Auge zu bekam. Selbst als sie den gefangenen Ork verhört hatten den sie mit Fackeln verbrannten und teilweise die Finger abschnitten. Selbst da hat der Kerl geschlafen. Ich mache mir nichts vor was es bedeutet gegen diese Barbaren in den Krieg zu ziehen. Doch mit einem solchen Mann Seite an Seite zu kämpfen, nein. Ich habe genug Wahnsinnige in Kislev gesehen. Früher oder später werden sie alle vom Chaos gefressen und töten ihre bekannten. Gerade die Kriegs lüsternen trifft es zuerst. Ich habe lange gezögert, aber nun bin ich mir sicher. Ich werde zurück nach Kislev gehen und ein neues Leben beginnen. Ich muss irgendwie zusehen dass ich meine Familie hier fortschaffen kann. Was schwierig ist wenn man bedenkt dass ich Fahnenflucht begehe. Falls meine Söhne diese hier einmal Lesen wenn ich alt und grau oder gar Tod bin, merkt euch das es im Leben nicht immer nur darauf ankommt seinen Mann zu stehen. Man darf auch seinen Kopf benutzen und sich Fragen ob man wirklich für eine Sache sein Leben riskieren will. Nun, ich will es nicht. Vielleicht seht ihr das ja anders.

    Wann genau diese Aufzeichnungen begannen wurden war unklar. Jedoch wurden sie kurz vor dem ersten großen Schneefall, zusammen mit mehreren weiteren Seiten, aufgefunden. Von dem Verfasser gab es keine Spuren mehr. Zusammen mit einer Gruppe von Männern ist er über Nachts verschwunden. Nach einer kurzen Suche fand man die Aufzeichnungen, zusammen mit mehreren Namen die eventuell genauso Fahnenflucht begehen wollten. Am Ende wurden Vierundsechzig Männer befragt, von denen man drei schlussendlich Henkte da sie andere zum Desertieren bewegen wollten. Erschwerend kam hinzu dass ein Diebstahl geplant war um somit in den Menschen Städten zu Reichtum zu kommen. So wollte einer der drei eine ganze Wagenladung Musketen entwenden und sie in Silvana oder Kislev zu verkaufen. Der Rest der Männer wurde unbehelligt entlassen. Nach dem Hängen und dem zweifelhaften Schicksal der geflüchteten gab es keine weiteren bekannten Versuche zu desertieren, jedenfalls nicht im großen Stil und auch ohne größeren Diebstahl. Man geht insgesamt von gut siebenhundert Deserteuren aus, die größtenteils von sich aus der Armee austraten. Nur etwas hundert flüchteten über Nacht und nahmen mehre Ausrüstungen mit. Was nun mit Aljeski passierte ist unklar. Ob er Kislev erreichte kann man nicht sagen. Man hat aus Rücksicht für die Familie nichts zu den Zwergen durchdringen lassen. Ein Groll der auf Diebstahl und Flucht beruht könnte Anstellungen für die Familie in Gefahr bringen und sie zu Bettlern machen.
    Bericht aus den Anfängen der Grollkriege,
    Verfasser unbekannt
    Geändert von Forget (11. July 2017 um 17:26 Uhr)
    Man sollte denken das die Intelligenten am längsten leben.
    Und trotzdem sterben die Zwerge und nicht die Orks.

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