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  1. #81
    Fluffnatiker

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    auf Philosophischer ebene kann man sicher über die wirkliche Bedeutung von "gut" und "Böse" streiten ohne auf einen Nenner zu kommen.

    aber nehmen wir doch mal an der "gute" setzt es sich zum Ziel die aktuellen Umstände seiner Mitmenschen (oder Mitxenos) im Großen und ganzen langfristig zu verbessern, ein ziel das ich "gut" nennen würde.

    an diesem Ziel wäre das Imperium, die Tau ,die Eldar und sogar die (jetzigen) Necrons deutlich näher dran als die CSM, Dark Eldar oder Orks, denen es ja primär um Zerstörung, Mord und Gewalt an sich geht.

    Ich glaube nicht das es Abbadon oder einer der Anderen CSM bei seinem Kreuzzug darum geht der Menschheit es besseres Leben zu bescheren.
    Die Existenz von Flammenwerfern lässt uns schließen, dass irgendwer irgendwo irgendwann dachte:
    "Hey, das da will ich anzünden, aber ich bin zu weit weg!"

  2. #82
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    Das Chaos nährt sich von den Emotionen der Sterblichen, da gibt es positive und negative allerdings keine "Guten" oder "Bösen".
    Was die Sterblichen mit ihren Gefühlen durchleben und wo es sie hinleitet, können die Dunklen Götter nur indirekt beeinflussen, da sie an den Kreislauf von Entstehen und Vergehen gebunden sind, der im materiellen Universum herrscht. Ein Lebewesen versucht zu (über)leben, mit Mut und Entschlossenheit stellt es sich den Gefahren seiner Umwelt, überwindet seine Ängste und nutzt Wut, evtl. auch Hass als Antrieb oder verharrt in Verzweiflung und Melancholie bis zum Untergang, macht Platz für Neue.
    Sich gegen das Chaos zu wenden ist nicht gleichzusetzen mit moralisch gut, denn die Yngir hatten bzw. haben ein Konzept wie sie Kräfte des Warp effektiv bekämpfen können. Der Mangel an Konkurrenz führte die Eldar in die Dekadenz und letztlich in den Untergang.
    Der Imperator hat die Menschheit geeint und gleichzeitig in den Abgrund geführt als er sich mit den Bewohnern des Warp einließ um sein galaktisches Imperium zu errichten und am Ende versuchte die Rechnung zu prellen.
    War dies gut? War dies böse?
    Für die menschlichen Kolonien, welche versklavt von Eldar oder Orks waren und dadurch von ihrem Peinigern befreit wurden, war es wohl was Gutes. Andererseits wer sich nicht seinem Willen und Plan beugte wurde radikal vernichtet, egal wie erfolgreich die Gemeinschaft den Gefahren der Galaxis bis dahin getrotzt hatte.
    Der Imperator ist gescheitert und das lange bevor Horus rebellierte, das Imperium des 41. Jahrtausends ist das Monument dieses Scheiterns, eine Manifestation des Versagens errichtet auf der Illusion von Allmacht...
    What do Humans know of our pain?
    We have sung songs of lament since before your ancestors crawled on their bellies from the sea.

  3. #83
    Tabletop-Fanatiker
    Avatar von Zekatar
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    Ich habe es neulich irgendwo erst gelesen oder gehört, dass es durchaus CSM gibt, die die Menschheit verbessern wollen. Indem sie das Imperium (das btw keine Verbesserung anstrebt, sondern einzig und allein auf Stagnation spielt, um keinen Abstieg zu machen) zerstören, wird es einzig und allein das Recht des Stärkeren geben. Eine Situation, in der die Menschheit gezwungen ist, sich endlich mal wieder weiter zu entwickeln, anstatt sich mit ihrer derzeitigen Form zurecht zu finden. Es ist überaus fraglich, ob das dem betroffenen Individuum gefällt und ob auch auch nur passieren würde, aber die grundlegende Intention ist zum Teil durchaus vorhanden. Auf lange Sicht könnte es aber durchaus zu einem Erstarken der Spezies führen.
    Das Imperium dagegen verweigert sich jeder Reform und steuert dem Untergang entgegen. Es versucht schon länger nicht mehr, die Umstände zu verbessern.

    Ein CSM mit entsprechender Gesinnung würde es also mit einem 'kontrollierten' Waldbrand vergleichen: Klar ist es nicht toll, ein Stück Wald anzuzünden, aber es kann helfen, das ganze Gestrüpp loszuwerden, damit die wichtigen Teile erstarken können...oder der ganze Wald brennt ab. Sie nehmen dieses Risiko wissentlich in Kauf, weil ihnen bewusst ist, dass so wie es aktuell ist, es ach nicht weiter gehen kann. Der schwarze Kreuzzug hat immerhin auch absolut gar nichts davon, am Ende der König vom Trümmerhaufen zu sein, weil wahllos alles vernichtet wurde.

    Und dann gibt es natürlich auf beiden Seiten einen riesigen Haufen von denen, die nur nach sich selbst schauen, aber die muss man wohl außen vor lassen, denn sonst kommt man kaum voran.

  4. #84
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    Um mal alles zusammenzufassen:
    Es gibt kein Gut und Böse, es gibt nur Macht und jene die zu schwach sind um nach ihr zu streben.

    (Na wer kennt hier den Spruch noch?

  5. #85
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    Zitat Zitat von Zekatar Beitrag anzeigen
    Der schwarze Kreuzzug hat immerhin auch absolut gar nichts davon, am Ende der König vom Trümmerhaufen zu sein, weil wahllos alles vernichtet wurde.
    Es können auch in diesem Trümmerhaufen noch sterbliche Kreaturen hausen, die mit aller Macht ums Überleben kämpfen oder diesen Ruin zelebrieren (Nurgle) und die Gegenkraft, welche Wandel und Neuanfang verkörpert (Tzeentch). So lange etwas da ist, das lebt und fühlt...
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  6. #86
    Tabletop-Fanatiker
    Avatar von Zekatar
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    Und ich bin sicher, dass CSM der Meinung sind, dass die Gesellschaft, die aus der Verkörperung dieser Aspekte hervor kommt, potenter ist, als das stellenweise sehr weich gewordene Imperium.

    Deswegen eine Betonung auf "alles vernichtet".

  7. #87
    Miniaturenrücker
    Avatar von Bjoern
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    "Es mag für dich keinen Sinn ergeben, aber du bist auch kein Renegat. Ich schon, und ich kenne mich mit dieser Sorte Krieger aus. Sie kämpfen nicht für irgendwelchen großen Ideale oder aus Loyalität zum Imperator. Sie sind selbstsüchtig, und nur gemeinsame Ziele einen sie. Die Death Guard folgt Typhon, weil es ihr nützt. Keiner ihrer Angehörigen würde, um die Sicherheit der anderen zu garantieren, zuerst in eine Bresche springen, während du ohne zu zögern sterben würdest, wenn es den Sieg brächte. Es sind keine Brüder wie du sie kennst."
    Der Gefallene Engel Astelan zu Chaplain Asmodai von den Dark Angels!
    Mehr muss man dazu nicht sagen.

  8. #88
    Tabletop-Fanatiker
    Avatar von Zekatar
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    Zitat Zitat von Bjoern Beitrag anzeigen
    Mehr muss man dazu nicht sagen.
    Wie du meinst. Wenn du daran deinen Spaß hast, dann sage ich dir sogar, dass du Recht hast.

  9. #89
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    Deswegen eine Betonung auf "alles vernichtet".
    Wenn alles vernichtet ist, verliert das Chaos seinen Einfluss, daher regulieren sich die Kräfte gegenseitig; im Immaterium so wie im Realraum.
    Die Chaosmarines sind Diener dieser Kräfte und folgen deren Willen, zwar in sehr privilegierter Stellung, letztlich aber dennoch einem Gleichgewicht der Kräfte unterworfen. Der rasenden Zerstörung folgt die Depression der Leere und führt zum Wandel, einem Neubeginn der in Zerstörung mündet, Depression, Tod und Trauer nach sich zieht und woraus sich die Kraft zur Neuschöpfung nährt.
    Stagnation ist im Chaos nicht vorgesehen... weshalb die Geburt von Ihr, die dürstet nur logisch war.

    Das Böse am Chaos sind die Dämonen, sie hungern nach Seelen und sie nehmen Einfluss auf die Sterblichen, verführen mit Versprechungen und Schmeichelei um in der Hierarchie des Warp am Macht und Stärke zu gewinnen.
    Chaos Marines haben die gleichen Ambitionen, sind jedoch nicht an die Dimension des Warpraum gefesselt und können über die Welten der Galaxis herfallen, aber auch Dämonen Paroli bieten um Bündnisse zu erzwingen. Nach 10.000 Jahren ist von den vermeintlich noblen Motivationen zur Rettung der Menschheit vor der Tyrannei des göttlichen Imperators nichts mehr übrig geblieben, sie sind Verräter, Diener und Verbündete von Dämonen, verdammte Seelen...
    Geändert von Belphoebe (11. January 2017 um 21:48 Uhr)
    What do Humans know of our pain?
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  10. #90
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    Avatar von Elrood
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    Gut und böse sind auch so relative Konzepte. Die passen hier eigentlich nicht. So wie ich das sehe gehts einfach nur um Ordnung gegen Chaos.
    Es gibt da im Dungeons und Dragons einen ähnlichen Konflikt, der nenn sicht der Bloodwar. Wird ausgetragen zwischen Teufeln und Dämonen.
    Erstere sind Lawful Evil, letztere Chaotisch Evil. In irdischen Maßstäben wäre das so:

    Ein Diktator, der Gesetze und Ordnung nutzt um seine Macht auszubauen und andere zu unterdrücken ist Lawful Evil.
    Ein Mörder oder Terrorist, der die Ordnung bricht, um für seine eigenen Nutzen/Gefallen anderen schadet ist Chaotic Evil.

    Bei D&D ist es so beschrieben, dass ursprünglich die Teufel und Dämonen sich verbünden wollten um die Guten zu vernichten, aber haben festgestellt dass ihre Konzepte bezüglich Ordnung / Unterordnung soweit auseinandergehen, dass sie mehr Hass auf sich gegenseitig empfanden als gegen die "Guten".

    Und über die Zeitalter die der Blood War bereits andauert haben auch schon manche Gute Kräfte (Paladine usw.) im Blood War gekämpft, weil der Konflikt zwischen Chaos und Law viel stärker und offensichtlicher ist als der zwischen Gut und Böse.

    Um auf WH40 zurückzukommen.

    Im bestenfall ist das Imperium Lawful Neutral. Spricht die Ordnung wird um der Ordnung willen aufrecht gehalten, nicht um das Leben aller zu verbessern. (Das wäre Lawful Good). Es könnte aber Lawful Evil sein, sprich die Mächtigen nutzen den (Aber-)Glauben an den göttlichen Imperator um ihre Macht zu halten und zu festigen.

    Das Chaos ist auf jeden Fall Chaotisch Böse, Chaotisch Neutral seh ich dort nicht. (und "Good" erst recht nicht )
    Geändert von Elrood (13. January 2017 um 10:23 Uhr)

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