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  1. #11
    Blisterschnorrer

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    Wieder sehr schön geschrieben. Huldige weiter dem Maschinengott und beschere uns weitere Geschichten.

  2. #12
    Aushilfspinsler

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    Nun wo die Möglichkeit bestand den rechtschaffenden Truppen des Adeptus Mechanikum einen Weg in die Station zu verschaffen, wie sollte Raptus beweisen oder darauf hinweisen, dass er ein Verbündeter war? Und wie sollte er beweisen, dass seine Behauptung keine Täuschung war? Raptus überlegte und kalkulierte die Möglichkeiten durch und fand keine Lösung. Ein weiterer Rechengang brachte keine schnelle Lösung. Raptus seufzte mit seiner Fleischstimme frustriert laut auf, während seine interne Energieanzeige mittlerweile bei 65 Prozent angekommen war. Ein weiterer Seufzer entwich ihm, als er diesen menschlichen Lapsus registrierte.

    Während im Weltraum die Schlacht tobte und seine Systeme sich weiter aufluden musste er sich mit dieser schwierigen Frage beschäftigen. Raptus analysierte einige andere Ansätze, doch außer weiterer Frustration und negativen Bewertungen ergaben seine logischen Überlegungen keine Lösungsansätze. Erst seine menschliche Seite fand die Lösung, als er frustriert darüber nachdachte, dass der Kommunikationsservitor zerstört war. Da kam ihm durch seine menschliche Seite die simple Erinnerung. Niemand auf der Station konnte wissen, welche Codebegriffe er an die uralte Adresse mittels des Kommunikationsservitors gesendet hatte. Der Servitor war ja zerstört worden, somit waren auch mit hoher Wahrscheinlichkeit die betreffenden Logdateien unbrauchbar. Die von Ihm gefundenes Arbeitsanleitung war in den Tiefen der Speichercognitatoren wohl verborgen, somit ergaben die Berechnungen plötzlich positive Werte. Raptus programmierte schnell eine zusätzliche Identifikationsroutine, welche immer wieder diese alten Codebegriffe übermittelte. Nun bestand zwar immer noch eine Wahrscheinlichkeit, dass er von den Truppen irrtümlich oder aus Prinzip getötet werden würde, aber die Wahrscheinlichkeit hierfür war drastisch gesunken. Seine menschliche Seite hatte ihm erstaunlicherweise wieder zu einer Lösung geführt, welche ihm sonst nicht aufgefallen wäre. Er wollte sich gerade von der Lumenversorgung abkoppeln und seinen Plan durchführen, da stutzte er und ergänzte die Identifikationsroutine noch um eine Audioaufzeichnung für nicht maschinenmodifizierte Menschen als Tribut an seine menschliche Seite.

    Er koppelte sich ab und überprüfte nochmal den Servoschädel. Am Zentrallift hatte dieser keine Bewegung registriert. Er bewegte sich schnell über die jetzt wieder leeren und stillen Gänge auf die Schleuse zur Geschützstellung zu. Ab und an wurde die Station leicht erschüttert, wenn die Geschütze feuerten oder die Schutzschirme eine Granate zur Explosion brachten. An der Schleuse verharrte er kurz und schicke ein binäres Stoßgebet zum Omnessias, nach kurzen Zögern und einem schnellen Rundblick sprach er auch mit seiner Fleischstimme leise eine kurze Bitte an den Imperator.

    Er ergriff die heilige Plasmapistole und verschränkte beide Hände um den Griff. Dieser Griff wurde von den Skitarii „Dreigriffstellung“ genannt, diese Haltung wurde für die Maximierung der Treffsicherheit von ungeübten Schützen empfohlen. Raptus hatte in dieser Stellung sein Training bei den Skitarii absolviert und auch adäquate Ergebnisse erzielt, wie sein ausbildender Skitarii vermerkt hatte. Die Bereitschaftsrunen der Plasmapistole leuchteten grün, der Maschinengeist der Waffe war bereit sein Werk zu tun. Raptus wollte nicht mehr abwarten und drückte mit einem Mechandrit die Öffnungsrune der Schleuse zur Geschützstellung.

    Die Schleuse fuhr zügig auf und Raptus bemerkte, dass das das Geschütz gerade neu geladen wurde. Die Ladeservitoren zogen gerade mittels eines Kettenzuges eine frische Patrone in die Höhe, um sie dann in das riesige Geschütz einzuführen. Raptus konnte die Patrone in ihre Gesamtheit sehen und visierte eine Stelle im oberen Sektor der Patrone an, zwischen Treibladung und Geschosskopf . Hier sollte, so hoffte er, der Plasmatreffer für eine ausreichend starke Explosion sorgen.

    Die Plasmapistole bockte heftig, als sie ihre sonnenheiße Ladung auf das anvisierte Ziel schleuderte. Der Maschinengeist der Waffe schien zufrieden, denn die Kühlrippen leiteten die Wärme an Raptus vorbei und die Energiebatterie begann die Waffe wieder mit Energie für weitere Schüsse zu versorgen. Seine Waffenhaltung hatte ihm ermöglicht die anvisierte Stelle zu treffen, aber er wollte nicht abwarten ob sein Plan Erfolg hatte. Er ließ die Waffe sinken und drückte noch die Schließen-Rune der Schleuse, während die Sirenen kundtaten, dass die Sensoren das Abfeuern der Plasmapistole registriert worden war.

    Er bewegte sich schnell von der Schleuse der Geschützstellung weg auf die Ladestation zu, als eine heftige Explosion die Station in ihren Grundfesten erschütterte. Er passierte eine weitere Schleuse, welche sich kurz danach hinter ihm schloss. Zusätzlich ertönte jetzt auch zu dem bereits ertönenden Lärmchaos das Signal für „Leck in der Außenhülle“. Raptus rappelte sich auf und verschaffte sich nach einem kurzen schwankenden Sprint in der leeren Ladestation an dem dort befindlichen Datenschirm einen Überblick über die Situation. Er benötigte einige Zeit um alle Daten zu überblicken. Anscheinend hatte sein Feuern auf die Makrokannonengranate die gewünschte Wirkung gehabt. Die Geschützstellung war nicht nur explodiert, sondern es wurde auch die nahegelegene Schildgeneratorenstation in Mitleidenschaft gezogen. Somit war hier eine Schwachstelle in der Abwehr der Station entstanden, welche die Raumschiffe zunächst beschossen hatten. Jetzt zeigte der Schirm an, dass mehrere schnelle Objekte von allen drei Raumern gestartet worden waren und auf die Bresche zuhielten. Abwehrgeschütze versuchten diese Objekte zu treffen, aber bis auf ein paar Treffer, die die Panzerung abgefangen hatte, schienen die Objekte alle fast unbeschadet auf die Lücke zuzuhalten.

    Der Datenschirm zeigte auch an, dass die stationierten Skitarii Vanguards sich über den Zentrallift auf die Bresche zu bewegten um die Invasoren direkt zu bekämpfen. Unterstützt wurden sie dabei von mehreren Kontingenten von Raptus bereits wohlbekannten Gefechts- und Wach-Servitoren, welche sich über das Servitorentransportsystem der Station bewegten. Auf Grund des Angriffes und der jetzt erfolgten Bresche waren die Zugangs-beschränkungen für die Datenzugriffe zugunsten einer schnellen Gefechtsführung gesenkt worden. Raptus kopierte sich zügig die genauen Übersichtspläne und strategischen Überlegungen des Skitarii Alphas in seinen internen Speicher. Er registrierte, dass der Alpha beabsichtigte den direkten Weg der Invasoren mit einem verstärkter Maniple (Kompanie) Servitoren zu blockieren. Hierzu hatte er eine der vier Schwerlastliftplattformen, welche quadratförmig um den Zentrallift herum angeordnet waren, etwas abgesenkt. Dadurch hatte er eine Deckung für die Servitoren geschaffen. Er beabsichtigte diese Stellung als Ankerpunkt zu nutzen und die Invasoren zunächst hier auflaufen zu lassen. Anschließend sollte ein verstärken Kontingent Vanguards die eingedrungenen Truppen über die Flanke angreifen und auszulöschen.

    Da der Alpha nur über Standarttruppenkontingente verfügte, war dies eine direkte einfache Taktik mit einer hohen Erfolgsprognose. Raptus überlegte, wie er den Invasoren helfen könnte. Er war zunächst versucht sich näher an den Brennpunkt heranzubewegen, aber er war sich unsicher, ob nicht ein verirrter Schuss seiner Existenz ein Ende setzen würde. Außerdem war immer noch nicht sicher, ob er nicht durch die rechtschaffenden Truppen des Adeptus Mechanikum direkt erschossen werden würde. Schließlich blickte er immer wieder auf den Bereich, wo die abgesenkte Schwerlastliftplattform mit den Maniple Servitoren den Ankerpunkt der Strategie des Alphas bildete. Er überlegte, ob er die Angreifer vor der starken Stellung warnen könnte und wechselte in die allgemeinen Bedienfunktionen für dieses Deck. Er stellte fest, dass die Funktionen immer noch blockiert waren. Raptus hatte schon früher während seiner Flucht versucht sich Zugang zu verschaffen, doch die Verschlüsselungen waren damals wesentlich stärker gewesen. Doch jetzt schien die Stärke der Verschlüsselung wesentlich niedriger zu sein, wohl als Zugeständnis an die notwendige schnelle Gefechtsführung. Raptus fuhr seinen Datenstachel aus und loggte sich in das Gerät direkt ein. Nun konnte er versuchen den Zugang viel schneller freizuschalten, als würde er versuchen den Code direkt herauszufinden. Raptus betete kurz zum Omnessias und fühlte dann wieder den hastigen Schlag seines menschlichen Herzens, welcher zur Aufregung seines Geistes passte. Er hatte es geschafft, die rechtschaffenden Kräfte des Adeptus Mechanikums auf die Vergiftung der Station aufmerksam zu machen. Jetzt wollte er auch erreichen, dass diese Kräfte den glorreichen Sieg errungen. Er probierte mehrere Minuten verschieden Codevarianten durch und konnte dann einen Zugang zur Nutzung der Decksysteme freischalten. Zunächst bemächtigte er sich der Überwachungssysteme und blockierte die anderen möglichen Nutzer.

  3. #13
    Blisterschnorrer

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    Yeah es geht weiter. ICh bin gespannt auf das Gemetzel zwischen schwachen Fleisch und starken Metall auf der Station. Bitte Mehr davon.

  4. #14
    Aushilfspinsler

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    Anschließend schaltete er in dem Bereich der Einbruchstelle die Lautsprecher auf seine Frequenz um. Nun hatte er zwar die Möglichkeit mit den Kräften des Adeptus Mechanikus zu kommunizieren, aber wie sollte er sie von der Wahrheit und Richtigkeit seiner Nachricht überzeugen. Er entscheid sich dafür seiner Nachricht die uralten Schlüsselbegriffe voranzustellen und übermittelte dann seine Nachricht: “Achtung im Bereich des Zugangs zum Zentrallift ist durch den Alpha der Station eine Geschützstellung Typ Kataphron Destroyers errichtet worden. Die Skitariitruppen der Station sind an der zahnradwärtigen (rechts) Position postiert.

    Er wiederholte diese Meldung mehrfach, bevor plötzlich der zum Zentrallift gesandte Servoschädel ein Direktvideo mit einer Dringlichkeitskennung sendete. Raptus klickte gedanklich auf das Symbol des Direktvideos. Er sah gerade noch wie ein Trupp von 4 Skitarii Vanguards mit einem Alpha als Anführer aus dem Zentrallift trat. Sie bewegten sich auf den Servoschädel zu und damit in Richtung der Ladestation. Raptus überprüfte seine Datenbestände und erkannte, dass er zwar die Umlenkung der Befehlskanäle des Über-wachungssystems korrekt ausgeführt hatte, aber an eine Verschleierung seines Stadtortes hatte er nicht gedacht. Dies hatte für ihn zu dem Zeitpunkt keine Priorität gehabt, somit hatte er keine Bestrebungen diesbezüglich unternommen.

    Während er noch diese Überlegungen tätigte, betrachtete er das Direktvideo weiter, wo der Trupp gerade weiter vorrückte. Der Alpha des Trupps musste wohl den aktiv sendenden Servoschädel bemerkt haben. Denn er brachte mit kurzen, effektiven Bewegungen seinen Radiumkarabiner in Feuerposition und das Video des Servoschädels erlosch. Raptus löste seinen Datenstachel aus dem Terminal und versuchte den sichersten Weg zu kalkulierte dem Skitarii Trupp auszuweichen. Doch keine der möglichen Ausweichrouten wurde durch seine Logikroutinen mit einem positiven Ausgang bewertet.

    Raptus kalkulierte die verschiedenen Möglichkeiten nochmal durch und entschied sich schließlich dafür sich in Richtung der Entertruppen zu bewegen. Die Prognosen waren sehr stark abhängig von den Reaktionen der rechtschaffenen Kräfte des Adeptus Mechanikus, aber Raptus erhoffte sich hiervon mehr Möglichkeiten des Überlebens, als bei einer Gefangennahme oder Tötung durch die verräterischen Kräfte.

    Der Gefechtslärm wies ihm den Weg. Pfeifende Laute ertönten von den Radiumkarabinern, während die Plasmawaffen der Gefechtsservitoren mit einem Knallen ihre Energie auf den Weg schickten. Die eingedrungenen Entertruppen waren auf die Stellung der Servitoren getroffen. Jetzt hatte sich die Situation, so sah es für Raptus zumindest aus, zu einem Abnutzungsgefecht entwickelt. Raptus sah in dieser Strategie keine Logik, insbesondere weil ja demnächst die verdorbenen Vanguards der Station an der Flanke auftauchen mussten. Raptus verstärkte die Leistung seines binomischen Sehsystems und erkannte zu seinem Schrecken, dass die Entertruppen aus schwachen Menschen bestanden. Zwar waren die Truppen gut gepanzert und bewaffnet, ja sie sendeten sogar über die Nanosphäre Erkennungssignale wie reguläre Truppen des Adeptus Mechanikum aus.

    Dennoch es waren Menschen, somit war dies höchstens eine Ablenkung für die Kräfte, welche die Raumstation in ihren Besitz gebracht hatten. Derzeit hielten sich die Menschen verständlicher Weise hinter der spärlichen Deckung verborgen und feuerten lediglich Einzelschüsse auf die in Deckung befindlichen Gefechtsservitoren ab. Zwar trafen die Menschen diese ab und an, aber durch die geringe Durchschlagskraft der wenigen Waffentreffer erzielte aber keine große Wirkung. Raptus war sich sicher, dass der ihn Reservetrupp der Skitarii, welche ihn suchte, zusammen mit den Gefechtsservitoren, die Menschen überwältigen und auslöschen würde. Die Gefechtsservitoren standen in der abgesenkten Ladefläche in Deckung, somit konnten die menschlichen Truppen ihren Mengenvorteil nicht nutzen.

    Raptus blickte sich suchend um, ob er eine Lösung entdecken würde, wie er der drohenden Eliminierung durch die ihn verfolgenden Skitarii und dem vor ihm liegenden Kreuzfeuer des Stellungsgefechtes ausweichen könnte. Eine große Recyclingluke befand sich an der Ecke des Ganges, von welchem Raptus das Feuergefecht beobachtete. Seine Logikroutinen bescheinigten dieser Möglichkeit eine hohe Überlebensquote. Doch Raptus menschlichen Empfindungen deckten sich nicht mit dieser Lösung. Er merkte, dass er den Sieg über die Diebe der Station nicht nur mitzuerleben, nachdem er Alarm gemeldet hatte. Es war, als würden ihn seine menschlichen Emotionen dazu drängte einen Weg zu finden, mit weiteren Bemühungen einen größeren Anteil am Sieg zu erzielen. Raptus blickte den Gang hinab, welchen er gerade durchschritten hatte.

    Seine Logikroutinen kalkulierten, dass der Reservetrupp Skitarii Vanguard seine jetzige Position in 6,7 Minuten erreicht haben würde. Er blickte auf die Recyclingluke und zögerte trotz der positiven Flucht- und Ausweichberechnung diesen einfachen Weg zu nutzen. Neben der Luke, fast am Gangende, befand sich ein Steuerfeld. Mit dem Steuerfeld konnte man unter anderem die Liftplatte bedienen. Während er noch die Steuerung betrachtet, bemerkte er, dass sich seine Flucht- und Ausweichberechnung fast ohne eine bewusste Anweisung veränderten. Die Logikroutinen arbeiten seine flüchtigen Gedanken im Rahmen einer Gefechtskalkulationen um. Das Ergebnis lautete, in menschliche Worte übersetzt,: „Falls er die Liftplatte, auf welcher die Gefechtsservitoren standen, anhob, würden diese ihre Deckung verlieren. Dann könnten die Menschen mit ihren Waffen besser zielen und mehr Treffer erreichen, welche die Servitoren letztlich ausschalten würden.“ Die Erfolgsbewertung war positiv, aber der nachfolgende Berechnungsbereich bezüglich der FreundFeindErkennung war sehr spekulativ. Raptus überlegte, ob er diesen Weg gehen sollte, aber schließlich hatte er ja gerade für diesen Fall die akustische Identifikationsroutine eingebaut. Daher ignorierte Raptus diesen Teil der Auswertung und bewegte sich zügig auf das Steuerfeld zu.

    Er fuhr seinen Datenstachel aus und loggte sich ein. Die Steuerung war gesichert, aber Raptus wechselte in die Nanospähre und nutzte seine Kenntnisse voll aus. Schließlich konnte er den Maschinengeist täuschen und sich als Berechtigter ausgeben. Er und gab die Befehlsfolgen ein, welche die Liftplatte wieder auf Bodenniveau anheben würde. Nun müsste er gemäß den Vorgaben und Weisungen des Adeptus Mechanikum noch mehrere Gesten und Riten ausführen, um den Maschinengeist milde zu stimmen. Raptus wollte zunächst mit den Gesten beginnen, stoppte dann und betrachtete das Menü vor ihm genauer. Er sah keine technischen Gründe, warum der Lift diesen Befehl nicht sofort ausführen sollte. Also drückte er direkt die virtuellen angezeigte Startrune und loggte sich wieder aus. Noch während der Datenstachel in sein Gehäuse zurückgezogen wurde, füllte das Geräusch der sich anheben den Liftplatte seine Ohren während noch der Gefechtslärm um ihn herum tobte.

    Kataphron Destroyer Servitor KX-951 bemerkte, dass sich die Liftplatte anhob. Er stellte das Feuer ein und überprüfte seine Gefechtsparameter, fand aber keine Änderung. Eine Anfrage an die übrigen Servitoren blieb ohne neue Anweisungen. Er meldete die Veränderung über die Nanospähre dem Alpha der Station und feuerte dann weiter auf die feindlichen Ziele. Er registrierte vermehrt Treffer und auch erste Beschädigungen, dann ernste Ausfälle von Systemen. Noch bevor eine neue Anweisung eingetroffen war, kippte der jetzt ausgefallene Servitor nach vorne.

    Raptus sah, wie die Servitoren, zunächst verwirrt ob der bewegenden Liftplatte, das Feuer einstellten. Die menschlichen Entertruppen ließen sich dagegen die Gelegenheit nicht entgehen. Nach einem kurzen Befehlswort wogte eine Feuerwalze gegen den ersten Gefechtsservitor, welcher das Ziel nach kurzer Zeit ausschaltete. Die anderen Servitoren begannen das Feuer zu erwidern. Aber durch die jetzt fehlende Deckung konnten die Entertruppen mehr Treffer erzielen und nacheinander fielen die übrigen Servitoren auch deren Waffenfeuer zum Opfer.

    Raptus war schon im Begriff einen Dankeskanon an den Omnessias ausstoßen, als sein Refraktorfeld(Schutzfeld) aufblühte. Seine Kalkulation bezüglich des ihn suchenden Skitarii Vanguard Trupps war zu optimistisch gewesen. Der Trupp hatte ihn gefunden und feuerte mit ihren Radium-Karabinern auf ihn. Raptus hastete in die Lifthalle, um dem Beschuss zu entgehen und sein Refraktorfeld zu entlasten.

    Die menschlichen Truppen wurden auf ihn aufmerksam und die Berechnungen seiner Logikroutinen bezüglich seines Überlebens sanken. Er wollte zuerst ihnen etwas zurufen oder beruhigende Gesten machen, doch dann erhöhte er lediglich die Lautstärke seiner hinzugefügten akustischen Identifikationsroutine. Wenn dies nicht ausreichte, um ihn vor den Entertruppen zu legitimieren, waren seine Überlebenswahrscheinlichkeiten laut seiner Gefechtskalkulation bei Null angesiedelt. Raptus zog seine geheiligte Plasmapistole und machte sie nur mit den allernötigsten Ritualen feuerbereit. Wenn sein Zahnrad anhalten und er sein geheiligtes Öl hier vergießen sollte, dann wollte er seine Bewertung so positiv wie möglich in den Augen des Omnessias gestalten.

    Er nahm wieder die erlernte Schießhaltung ein und wandte sich um die Ecke. Auch wenn die menschlichen Entertruppen auf ihn feuern würden, wollte er lieber die verderbten Skitarii beschießen. Diese standen für die ketzerischen Truppen, welche sich der Station bemächtigt hatten, während die Entertruppen das reinigende Mechanikus repräsentierten. Er richtete die heilige Plasmapistole auf die im Gang befindlichen Gestalten, während er erwartete von hinten trotz seines Refraktorfeldes getroffen zu werden.

    Seine Sicht war auf Grund einer unbekannten Störung verschwommen, selbst sein Sensor, welcher eines seiner Augen ersetzte, konnte kein Ziel korrekt fokussieren. Er zitterte vor weiteren unbekannten Einflüssen, als eine Gestalt direkt vor ihm auftauchte. Er versuchte die Pistole auszurichten, aber ein Stoß mit einem Gewehrkolben durchdrang sein Refraktorfeld. Sein menschliches Auge tränte vor Flüssigkeit, welche durch seine starken Emotionen ausgetreten war. Er hatte versagt und die verräterischen Truppen würden die menschlichen Truppen auslöschen. Anschließend wären die anderen Entertruppen auch in Gefahr und die verräterischen Kräfte könnten die Station weiter nutzen.

    Raptus wurde zu Boden gerungen, seine Plasmapistole verschwand nach einem heftigen Stoß gegen sein Handgelenk aus seinem Griff. Er blickte vom Boden mit verschwommenen Blick wegen der unbekannten Störung seinen Bezwinger an.

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