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  1. #21
    Testspieler
    Avatar von Eiserner Vulkan
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    Zuerst mal zur neuen Geschichte: gefällt mir auch wieder echt gut. Generell mag ich es einfach, wenn man ausführlich darüber informiert ist, wer oder was ein Charakter aus den Reihen der SE's in seinem Leben "vorher" war. Auch dass Yelena keine 4067294 Skaven tötet, bevor sie selbst stirbt. Sie bringt eine (für einen normalen Menschen) sehr gute Leistung und wird dafür von Sigmar erwählt. In den Beschreibungen von GW klingt es oft so, als wären die Stormcasts einfach die ALLERGRÖSSTEN Helden ever gewesen und NUR solche werden neugeschmiedet. Das fand ich schon immer etwas übertrieben, da gefällt mir deine (deutlich glaubwürdigere) Variante um einiges besser.
    Auch dass Verena einen kurzen Auftritt bekommt, finde ich top! Dadurch wird einfach nochmal verdeutlicht, wie weit in die Vergangenheit das Band der Freundschaft zwischen den beiden schon reicht.

    Jetzt noch ein bisschen was zur vorhergehenden Unterhaltung:

    Zitat Zitat von emmachine Beitrag anzeigen
    Die* nachfolgenden Geschichten die ich noch in Bearbeitung habe finden dann* in meinem eigenen Kontinent "Eloni" statt (deshalb auch das andere* Projekt "die Gläubigen von Eloni").
    Sind bereits auf der "To Read"-Liste!

    Zitat Zitat von emmachine
    Das Yelena ein Fernkämpfer*ist, ist gefühlt ein zweischneidiges Schwert.

    ...

    Sie könnte zwar theoretisch mit einer Neuschmiedung eine andere Rolle bekommen, aber nachdem ich sie mit der* Voraussetzung als exzelente Bogenschützin gewählt hatte wäre der Umstieg* auf eine Handarmbrust vielleicht nicht der Beste weg. Die einzige*andere Rolle mit Bogen ist der Knight Venator. Noch einfacher wäre es*natürlich wenn doch mal ein paar weibliche Modelle mehr kämen.
    Bei nem Nahkämpfer ist halt der Vorteil, dass man mehr Variation hat,*wie er zuschlägt.
    Ich kann schon nachvollziehen, was du meinst, habe selbst auch über diesen Punkt nachgedacht. Und gerade WEIL du ihr ja diesen Hintergrund gegeben hast, müsste sie in dieser Rolle bleiben. Es wäre ja schade, wenn die ganze schöne Geschichte eines Tages nurnoch zu einer "bedeutungslosen Vergangenheit" verkommt! Aber wenn es hin und wieder ein Gegner bis zu ihr schafft, dann kann sie ja durchaus auch mal ein paar Schläge im Nahkampf austeilen, sie ist ja nach wie vor ein Elitesoldat und pustet locker mal sone schnöde Ratte von den Füßen
    Du erzählst ja auch nicht alle Geschichten aus ihrer Sicht. Im Endeffekt hast du ja eine Story. Und die wird mal aus der einen, mal aus der anderen Sicht erzählt, das gibt dem ganzen doch ne saubere Abwechslung sowohl von der persönlichen Art, die Geschehnisse aufzufassen, als auch von der jeweiligen Schlachtfeldrolle her!



    Zitat Zitat von emmachine
    In dem Bezug kann ich denke ich das Buch "Seuchengarten" empfehlen. Ein* interessantes Beispiel sind die beiden Knight-Venators und der* Knight-Azyros.
    Zum einen haben wir Knight-Venator Tornus der früher* mal ein Lord of Plagues war und teilweise Selbstzweifel hat und auch von vielen Stormcasts eher misstrauisch beäugt wird, weil er bei vielen der* Stormcasts verantwortlich war das diese gestorben sind und* neugeschmiedet werden mussten und weil er nicht weiß ob sein altes ich vielleicht noch in ihm steckt.
    Cadoc der Knight-Azyros der früher*wohl mal ein Prinz war und oft ziemlich überheblich, prahlt mit seinen* Aktionen und taktlos ist (er redet provokativ über die Blightkings, wohl* wissend das Tornus selbst einst einer war.
    Enyo ein weiblicher* Knight-Venators kommt meist etwas kühler in ihrer Art rüber, unter* anderem geht ihr Cadocs Verhalten und Prahlerei ziemlich gegen den* Strich geht (quasi "red du nur aber geh mir nicht auf die nerven") und* gegenüber Tornus eigentlich recht neutral ist.
    Gibt natürlich noch andere Beispiele von Helden und Primes, wollte aber jetzt mal diese 3 nennen.
    Sie* sind auf jeden Fall unterschiedlich vom Charakter und agieren* menschlich. Und das bekommt man meist nur dann aus Geschichten heraus, wenn sie eben aus Sicht der Stormcast sind.

    Was halt schon in* anderen Threads zu dem Buch gesagt wurde. Es ist einfacher wenn man* schon Sachen von den Hallowed Knights gelesen hat, bzw. die Realmgate* Wars Bücher, weil die Charaktere da teilweise schon vorkamen.
    Ich habe mit diesem Buch tatsächlich auch schon angefangen, bin aber noch nicht so weit gekommen.
    Habe dazu evtl noch eine Frage, denke aber, dass ich dafür lieber einen extra Thread aufmachen würde, weil wir hier vermutlich bald den Rahmen sprengen

  2. #22
    Sigmars Bibliothekar Tabletop-Fanatiker
    Avatar von emmachine
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    Zitat Zitat von Eiserner Vulkan Beitrag anzeigen
    Zuerst mal zur neuen Geschichte: gefällt mir auch wieder echt gut. Generell mag ich es einfach, wenn man ausführlich darüber informiert ist, wer oder was ein Charakter aus den Reihen der SE's in seinem Leben "vorher" war. Auch dass Yelena keine 4067294 Skaven tötet, bevor sie selbst stirbt. Sie bringt eine (für einen normalen Menschen) sehr gute Leistung und wird dafür von Sigmar erwählt. In den Beschreibungen von GW klingt es oft so, als wären die Stormcasts einfach die ALLERGRÖSSTEN Helden ever gewesen und NUR solche werden neugeschmiedet. Das fand ich schon immer etwas übertrieben, da gefällt mir deine (deutlich glaubwürdigere) Variante um einiges besser.
    Auch dass Verena einen kurzen Auftritt bekommt, finde ich top! Dadurch wird einfach nochmal verdeutlicht, wie weit in die Vergangenheit das Band der Freundschaft zwischen den beiden schon reicht.
    Ich bin teilweise immer noch selbst dabei zu ergründen, wie die Charaktere ausreifen sollen. ein teil der letzten Geschichten diente auch dazu, das sie eben nicht perfekt ist. Bei Stormcast als Eliteklasse ist es schon etwas schwerer, aber ich möchte Verhindern, dass die Charaktere "Mary-Sue" haft (oder Gery Stu bei männlichen Charakteren) rüberkommen. Bei ihrer Kurzbeschreibung am Anfang hätte man das noch meinen können. "Sie hat am besten abgeschnitten, wurde ein Prime und hat sich den Shockbow verdient." Zum einen ist da ihre Vergangenheit als Waldläufer, aber es fehlt noch ein wenig ne Motivation. Teilweise stelle ich mir so ein wenig vor, dass am Anfang vom Training (und ich absolut keinen Schimmer, wie bei Stormcasts so ein training aussehen könnte oder ob es überhaupt sowas gibt, mir gefällt aber dieses "*puff* du bist jetzt ein Liberator Prime oder Knight Heraldor auch nicht ganz so") vielleicht auch nicht alles glattgelaufen ist. Wir haben den Punkt das sie eine Alarielle Anbeterin war, mit der Reaktion von Morbius und wir haben die Tatsache und die Tatsache, das sie unter ihrer Rüstung nur nen Lendenschurz trägt ihre Brust mit Bandagen abbindet (Es ist vom Hintergrund her nicht wirklich klar, was sie unter der Rüstung tragen, ob sie was tragen. Keine Ahnung ob da ne Tunika oder ähnliches unter die Rüstung passt). Es geht einfach darum das auch ein SE Selbstzweifel haben kann oder eine Angst davor, dass man sie für Schwach halten könnte.
    Es ist auch so der Gedanke, dass der Orden vielleicht sowas wie Familie für sie war aber eben nicht alles glatt gelaufen ist.

    Zitat Zitat von Eiserner Vulkan Beitrag anzeigen
    Sind bereits auf der "To Read"-Liste!
    Dann muss ich ja nur noch liefern .
    Zitat Zitat von Eiserner Vulkan Beitrag anzeigen
    Ich kann schon nachvollziehen, was du meinst, habe selbst auch über diesen Punkt nachgedacht. Und gerade WEIL du ihr ja diesen Hintergrund gegeben hast, müsste sie in dieser Rolle bleiben. Es wäre ja schade, wenn die ganze schöne Geschichte eines Tages nurnoch zu einer "bedeutungslosen Vergangenheit" verkommt! Aber wenn es hin und wieder ein Gegner bis zu ihr schafft, dann kann sie ja durchaus auch mal ein paar Schläge im Nahkampf austeilen, sie ist ja nach wie vor ein Elitesoldat und pustet locker mal sone schnöde Ratte von den Füßen
    Du erzählst ja auch nicht alle Geschichten aus ihrer Sicht. Im Endeffekt hast du ja eine Story. Und die wird mal aus der einen, mal aus der anderen Sicht erzählt, das gibt dem ganzen doch ne saubere Abwechslung sowohl von der persönlichen Art, die Geschehnisse aufzufassen, als auch von der jeweiligen Schlachtfeldrolle her!
    Es ist teilweise ein wenig das Problem bei den Stormcast. Wir haben 3 Einheiten die nen Bogen (Judicator, Knight Venator, Drakesworn Templar) haben, 1 mit Jevlins, 1 die Hämmer wirft und fast ein dutzent mit irgendeiner Variante von Armbrust.
    Ich meine das bei den Vanguard Hunters stand, dass sie meist in der zweiten Neuschmiedung entstanden. Das ist aber jetzt nicht die Rolle die ich für sie haben möchte (vielleicht kommt ja nochmal ne passende Rolle mit nem anderen Release). Und gegen normale Skaven konnte sie sich ja auch noch verteidigen (hat halt dummerweise in der Schorfweite einmal den Bogen dabei geschrottet). Nur gegen nen Stormfiend mit Ratling macht man dann nicht mehr viel.

    Zitat Zitat von Eiserner Vulkan Beitrag anzeigen
    Ich habe mit diesem Buch tatsächlich auch schon angefangen, bin aber noch nicht so weit gekommen.
    Habe dazu evtl noch eine Frage, denke aber, dass ich dafür lieber einen extra Thread aufmachen würde, weil wir hier vermutlich bald den Rahmen sprengen
    Denke auch das man das besser in nem anderen Thread macht ggf der Romane Thread, je nachdem um was es geht.

  3. #23
    Sigmars Bibliothekar Tabletop-Fanatiker
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    So, es geht weiter und diesmal mit einem etwas längeren Stück. Mit "Armee der Gläubigen" sind wir jetzt an einem Punkt angekommen, an dem ich auf meinem eigenen Kontinent angekommen bin, statt und mit ca. 3.400 Wörtern sollte es wohl das längste zusammenhängene Stück sein. Ich hoffe, dass das Ende nicht gar zu abgehackt ist. Ich hätte vielleicht noch ein ein Stück gehabt (Der Part den ich in der Geschichte auf den nächsten Tag schiebe), wollte aber dass das Stück nicht viel zu lang wird und im Gegensatz zu Aufeinandertreffen mit einem alten Feind hab ich auch keine gute Stelle gesehen, an der ich die Geschichte hätte Teilen können ohne ein "to be continued..."

    Titel: Armee der Gläubigen
    Protagonist:
    Yelena Stormheart
    Vorherige Geschichte: Aufeinandertreffen mit einem alten Feind (Teil 2)
    nachfolgende Geschichte: Nachtdienst


    Yelena sah sich um. Sie hatten inzwischen die Höhle verlassen und fanden sich in einem Wald wieder. “Seltsam, dieser Ort kommt mir trotz der Korrumpierung durch Nurgle irgendwie bekannt vor. Wir schienen zumindest nicht in Nurgles Garten gelandet zu sein”, sagte Yelena und rieb sich die Schläfe.
    “Was ist mit dir?”, fragte Verena besorgt.
    “Es ist nichts. Ich weiß nur gerade nicht warum mir dieser Ort bekannt vor kommt.”
    "Mir geht es ähnlich!", sagte Verena überrascht. "Wir waren vor langer Zeit schonmal hier gewesen. Wir scheinen zumindest noch in Ghyran zu sein.”
    Yelena sah sich um. “Haben wir eine Spur von den Skaven. Sie können doch eigentlich nicht weit gekommen sein.”
    Riko ging auf sie zu und packte sie an der Schulter und sah sie mit grimmigem Blick an: "Ihr wisst schon, dass Ihr uns mit eurem verlangen auf Rache hättet verdammen können, wenn wir keinen Weg aus diesem Nagloch gefunden oder es ins Reich des Chaos geführt hätte.", in seiner Wut schwang das Temperament der Einwohner von Ghur mit.
    "Hättet Ihr anders reagiert wenn es Orruks gewesen wären? Ich hab euch nicht gezwungen mir zu folgen. Zumindest sind wir nicht tot. Zerschmettert durch diese Gottbestie", sie schauderte ein wenig bei dem Gedanken als sie die Worte ausgesprochen hatten..
    “Das spielt keine Rolle, da man uns dann einfach neugeschmiedet hätte. Der Tod bedeutet bei uns nichts, solange wir nach Azyr zurückkehren.”
    Yelena wich seinem Blick aus, als sie daran dachte, was ihre letzte Neuschmiedung bereits mit ihrem Geist angestellt hatte.
    “Riko, lasst sie”, sagte Verena.
    Riko schnaubte und lies Yelena Schulter los: “Sie hat uns alle in Gefahr gebracht”, sagte er und verschränkte die Arme vor der Brust. "Und wir haben dennoch das Problem, dass unsere Gefolge stark dezimiert wurden. Wir haben kaum mehr als zwölf Mann verteilt über vier Gefoge.”
    Riko hatte recht. Neben Riko, Verena und ihr wurden sie von vier Mitgliedern aus Samuels Gefolge begleitet, zwei Bogenschützen ihres eigenen Gefolges und drei Armbrustschützen. Sie seufzte: "Wir werden mit den uns gebliebenen Truppen auskommen müssen bis Verstärkung eintrifft oder wir ein Tor nach Azyr finden."
    Riko seufzte "Falls Sigmar überhaupt weiß, dass wir hier sind. Uns wird wohl nichts anderes übrig bleiben.” Riko unterbrach sich und lauschte. “Hier in der Nähe findet ein Kampf statt”, sagte er schließlich.
    "Wir sind zwar stark dezimiert, aber nicht Kampfunfähig. Wenn es noch Kräfte der Ordnung in diesen Landen gibt, müssen wir ihnen helfen", sagte Yelena inbrünstig und sammelte die Fernkämpfer der Gruppe bei sich.
    "Okay, schauen wir ob wir helfen können. Liberators, sammelt euch!", entgegnete Riko. Die Gruppe marschierte los, immer in Richtung der Kampfgeräusche. Als diese lauter wurden, konnte Yelena in der Ferne Kriegerinnen in Silberner Rüstung, grünen Kaputzen und Langschwertern sehen die zusammen mit primitiv wirkenden Barbaren mit Speeren und Schilden und Flagellanten mit Morgensternen und Fackeln die gegen Blightkings und Dämonen des Nurgle kämpften.
    "Da sind sie!", rief Yelena.
    "Ich sehe sie auch", entgegnete Riko "Liberators, wir rücken vor! Yelena, gib uns mit den Judicators Feuerunterstützung!"
    "Machen wir doch immer", sagte sie mit einem zwinkern und machte ihren Bogen bereit.
    Die Liberators unter Riko setzten zum Angriff an, während die Judicators ihre ersten Pfeil- und Bolzen Salven abfeuerten und mehrere Plaguebearers ins Reich des Chaos zurückschickten. Ihr eingreifen hatte kurzfristig für Verwirrung zwischen den bereits kämpfenden Parteien gesorgt und den Druck den die Chaostruppen ausgeübt dadurch geschwächt. Plague Drohnes summten verächtlich als der Plaguebearer der auf ihr ritt ihr einen Tritt verpasste und sie in der Luft wenden lies und sich den Stormcasts zuwandten. Der Anführer der Plaguedrohnes versuchte seiner Einheit noch einen Befehl in fremder Sprache zuzuschreien, wurde jedoch jäh unterbrochen als nur wenige Augenblicke später von seine Drohnen mit Bolzen gespickt und dem Geräusch eines Ballons, der Luft verlor, vom Himmel zu fallen. Die Blightkings waren derweil mit Rikos Liberators in Kampf verwickelt während andere immer noch mit den Kriegern beschäftigt waren gegen die sie den Kampf begonnen hatten. Riko schwang seinen Bihänder herum und köpfte den Blightking vor sich, bekam jedoch einen Schlag gegen die Seite ab der ihn taumeln lies. Der Blightking, der ihn gerammt hatte, sah ihn verächtlich an. Sein Gesicht sah dem eines Plaguebearers zum verwechseln ähnlich und der aufgedunsene Bauch schien zu einem zahnbewährten Maul mutiert zu sein. Er hob seine verrostete Axt um Riko niederzustrecken. Yelena griff einen Pfeil und feuerte ihn auf den Blightking ab. Der Pfeil teilte sich und blieb in an mehreren Stellen in seinem aufgedunsenen Fleisch stecken. Überrascht taumelte der Blightking zurück. Überrascht blickte er auf die Pfeile. Yelena hatte eigentlich angenommen das ihr Pfeil ihn hätte töten sollen. Der Blightking griff nach einem der Pfeile der in seiner Schulter steckte. Blitze knisterten über seine Hand und er spucke angewidert aus, als er den Pfeil abbrach. “Es gibt hier also doch noch Gegner die Kämpfen können”, die Stimme klang gurgelnd. “aber es mehr nötig um einen Blightlord aufzuhalten.” Das gelbe Auge, des Blightlords Yelena funkelte grimmig an.
    Yelenas Angriff hatte Riko jedoch die Zeit verschafft wieder auf die Beine zu kommen. “Du wirst nur niemandem mehr davon erzählen können”, sagte er und schwang sein Greatsword. Der Blightlord schwang seine Axt herum und parierte den Schlag. Eine lange Zunge schnellte aus seinem Bauch und packte Rikos Arm um die Kraft aus seinem Schlag zu nehmen.
    Yelena schoss erneut und spickte den Widersacher mit weiteren Pfeilen. Die Haut des Blightlords knisterte vor statischer Energie, er schien jedoch nicht nachzugeben. Er hielt mit seiner Axt weiter gegen Rikos schwert und schien die Oberhand zu gewinnen, als er plötzlich auf aufkeuchte. Verena war in den Nahkampf geeilt und hatte mit ihren beiden Schwertern Tiefe Schnitte im Arm des Blightlords hinterlassen und ihn fast durchtrennt. Der Griff um seine Axt lockerte sich sodass diese ihm entglitt.Riko brachte den Schlag zu ende, der den Kopf des Blightlords spaltete. Das Bauchmaul zuckte noch ein paar mal bevor der Blightlord endgültig zusammenbrach. Riko griff angewidert die inzwischen erschlaffte Zunge und löste sie von seinem Arm. Die anderen Blightkings lagen tot am Boden. Der Kampf war gewonnen.
    Nach einer kurzen Verschnaufpause waren nun alle Augen auf die Stormcast Eternals gerichtet. Die Barbaren hielten ihre Speere weiterhin angriffsbereit als Yelena mit ihren Judicators zum Rest der Gruppe stießen. Yelena konnte jedoch auch unbehagen und eine Gewisse furcht in ihren Augen sehen. Dies musste das erste mal für die sein, dass sie einen Stormcast Eternal sahen. Dann trat eine in Silber gerüstete Kriegerin mit blonden Haaren vor. Sie schien die Gruppe anzuführen: "Seit gegrüßt!”, sagte sie. Ihre Stimme klang für eine Frau recht tief und rau. “Ich habe solche Krieger wie Euch noch nie zuvor in diesen Landen gesehen. Ihr scheint weder zu den Nurgle Truppen zu gehören noch zu den Rattenmenschen die uns immer wieder heimsuchen. Wer seid Ihr?"
    Yelena trat vor: "Wir sind Stormcast Eternals. Wir wurden von Sigmar erschaffen um die Reiche der sterblichen vom Chaos zu befreien. Ich bin Judicatress Prime Yelena Stormheart und das ist Liberator Prime Riko Stormclaw."
    Die Augen der Kriegerin weiteten sich. "Sigmar sagtet Ihr? Dann hat Euch Azyr geschickt um uns zu helfen? Nur hätte ich mit einer etwas größeren Streitmacht gerechnet."
    "Wir wurden nicht direkt von Azyr geschickt", sagte Riko, auch wenn er sich bewusst war dass diese Antwort enttäuschung bringen würde. "Wir haben in der Schorfweite gegen die Skaven gekämpft. Sie haben Behemat geweckt. Wir sind den fliehenden Skaven durch eines ihrer Naglöcher gefolgt als Behemat fiel. Wir können aktuell nicht mal sagen, ob Sigmar überhaupt weiß, dass wir hier sind."
    "Das sind weniger erfreuliche Nachrichten. Trotzdem sind wir euch für eure Hilfe dankbar, die vielen unserer Krieger das Leben gerettet hat", entgegnete die Kriegerin die sichtlich versuchte die erste Enttäuschung zu erarbeiten.
    "Wo wir gerade dabei sind", sagte Yelena. "Darf ich euren Namen erfahren nachdem wir uns bereits vorgestellt haben. "
    "Wo sind meine Gedanken", sagte die Kriegerin. "Ich bin Christina Grymm, aber für die meisten Schweste Christina, Champion des Paladin Ordens des grünen Zyklus ..."
    "Paladin Orden des grünen Zyklus?", frage Yelena erstaunt. "Der Orden existiert noch?”
    “Ihr kennt den Orden obwohl ihr gerade erst hier angekommen seid… Interessant. Kommt erstmal mit. Wir bringen Euch in unser Lager, dort könnt ihr Euch mit Sigismund, dem Gläubigen über ein weiteres Vorgehen beraten. Wir wissen nicht, wann hier die nächsten Chaos Patrouillen auftauchen könnten. Unterwegs können wir vielleicht noch ein paar Fragen klären."
    "Einverstanden", sagte Yelena. Sie verstauten ihre Waffen und und gab den anderen Zeichen, ihr zu folgen.
    Die Gruppe setzte sich in Bewegung. Yelena und Riko blieben neben Christina.
    “Dürfte ich euch fragen, Frau Stormheart, woher ihr den Orden kennt?”, fragte Christina
    “Ihr könnt mich Yelena nennen. Verena und Ich selbst war eine Novizin und Waldläuferin des Ordens bevor wir neugeschmiedet wurde."
    "Zwei Schwestern des Ordens, die unter Sigmar dient? Welchem Kloster wart ihr zugeteilt?"
    "Wir waren beim Spektalkloster bis dieses von den Skaven überfallen wurde."
    "Das Spektralkloster?", fragte Christina überrascht. "Ich kenne nur die Legenden, aber diese Ereignisse liegen mehrere jahrhunderte zurück…"
    Yelena hob die ihre Hand um Christina zu unterbrechen: "Für Legenden ist jetzt glaube ich nicht die Zeit, können sie fortfahren."
    "Natürlich Yelena. Das Kloster unseres Ordens befand sich im inneren der Stadt Rosenheim, nahe dem Mithriltor. Durch gute Beziehungen mit der Stadt Mitrilfels, hatten wir einen guten Zugang zu Metallrüstungen, wodurch Rosenheim das Privileg hatte Paladine einsetzen zu können. Die Stadt und das Kloster brannten nieder, aber wir konnten viele Bürger evakuieren."
    ‘Die Stadt Rosenheim. Deswegen kommt mir die Gegend auch so bekannt vor’, dachte Yelena bevor die nächste Frage an Christina richtete: "Was ist mit dem Rest eurer Armee?"
    "Die Flagellanten sind teilweise Bürger von Rosenheim. Sie waren es leid sich nach dem Verlust der Stadt hilflos gegen das Chaos zu fühlen und sind durch ihren Glauben und den Verlust dem Fanatismus verfallen. Andere kamen in Begleitung von Kriegspriestern die sich uns angeschlossen haben", sagte Christina. "Und dann sind da noch ‘diese’ Typen." Christina deutete auf die Stammeskrieger. "Sie sind ein Naturstamm der Alarielle verehrt. Ich bin mir manchmal nicht ganz sicher ob sie es wörtlich meinen könnten, dass sie Alarielle lieben, aber eins muss man ihnen lassen. Kämpfen können sie. Sie kamen damals zusammen mit Sigismund"
    Yelena und Riko warfen sich verwunderte Blicke zu. Sie hatten zwar schon mit unterdrückten Völkern Seite an Seite gekämpft, aber ein dermaßen zusammengewürfelter Haufen war ihnen trotzdem noch nie begegnet. Dann ergriff Riko das Wort: "Gibt es hier noch offene Tore nach Azyr?"
    Christina hob eine Augenbraue. "Wo denkt Ihr hin. Nach den Legenden hat Sigmar alle Tore nach Azyr geschlossen, als das Chaos die Oberhand gewann. Es wird euch in seinem aktuellen Zustand nicht von Nutzen sein.”
    “Wir müssen irgendwie ein Tor nach Azyr öffnen, sodass wir dorthin zurückkehren können”, sagte Riko frustriert.
    “Wisst ihr überhaupt wie man ein Realmgate öffnet?”, fragte Yelena, wobei sie gereizter klang als sie es eigentlich wollte.”
    Riko knurrte verächtlich. “Wenn Ihr einen besseren Plan habt?”
    “Ich werde jedenfalls erst mal sehen was wir aus der aktuellen Situation machen können, statt sofort verschwinden zu wollen und diese Leute ihrem Schicksal zu überlassen.”
    Riko schnaubte verächtlich, ließ es aber erstmal darauf beruhen nachdem er sah wie Christina beide ansah. Auch andere Mitglieder der Waldläufer und Paladine die sich in ihrer direkten Umgebung waren starrten sie an.
    Yelena fluchte innerlich: ‘Was ist mit mir passiert?’, dachte sie. ‘Rikos Liberators und meine Judicators waren doch seit ihrem ersten Einsatz ein gutes Gespann gewesen. Was hat die Schorfweite und die Neuschmiedung mit uns angestellt?’. Sie rieb sich unwissentlich die Schläfe.
    “Ist alles mit euch in Ordnung?”, fragte Christina besorgt.
    “Der letzte Kampf bevor wir hier ankamen hat viel Zeit in Anspruch genommen in der wir kaum ruhen konnten. Nichts um das ihr euch Gedanken machen müsst.”
    “Wie ihr meint”, entgegnete Christina deren Blick weiterhin Besorgnis ausdrückte. “Wir sind gleich am Lager.”
    Vor ihnen erstreckte sich ein mit Gestrüpp und Moos bewucherter Felswall. Zwei Waldläuferinnen traten vor und schoben Teile des Gestrüpps beiseite wodurch ein Durchgang sichtbar wurde. “Hier hindurch”, sagte eine der Waldläuferinnen. Links und rechts erhoben sich erhob sich brauner mit Moos bewachsener Fels der genug Platz für zwei Personen nebeneinander oder einen Stormcast Eternal bot. Dahinter erstreckte sich eine Lichtung innerhalb eines Felskessels auf der eine hölzerne Palisade errichtet worden war. Mehrere Bogenschützinnen mit magischen Bögen bewachten die Umgebung.
    “Schwester Christina kommt zurück! Und sie ist in Gesellschaft! Öffnet das Tor”, rief eine Bogenschützin. Mit einem schleifenden Geräusch wurde das Tor von mehreren Stammeskriegern geöffnet.
    Alle Soldaten salutierten der Paladin Schwester, als sie durch das Tor trat. Dahinter erstreckte sich eine Ansammlung von Zelten, von denen manche aus Stoff und andere aus Äxten und Blättern zu bestehen schienen. An mehreren Stellen im Lager brannten Lagerfeuer und der Geruch von gekochter Nahrung lag in der Luft.
    “Das ist unser kleines beschauliches Lager. Der Felskessel in dem es sich befindet hat uns bisher gut vor den Mächten des Chaos versteckt gehalten. Es bietet uns nicht viel, aber für unsere aktuelle Lage genug. Unser größter Stolz ist das Thermalbad um das wir das Lager errichtet haben”, sagt Christina und wies auf einen mit Holzlatten eingezäunten Bereich hinter dem sie Dampfschwaden aufsteigen sahen. Sie gingen weiter auf ein Zelt zu das deutlich größer war. “Wartet hier. Ich bereite Sigismund auf eure Ankunft vor”, sagte Christina und betrat das Zelt.
    Yelena sah ihr Gefolge ratlos an. Sie sahen immer wieder Mitglieder des Ordens die das gemischte Stormcast Gefolge mit Argwohn und furcht betrachteten. Verena nahm ihren Helm ab und hängte ihn an ihren Gürtel. Auch sie wirkte müde von den letzten Kämpfen. Auch die anderen Mitglieder der Gefolge nahmen ihre Helme ab. Yelena sah in viele müde Augenpaare als sie jedes Mitglied des Gefolges ansah. Wenige von ihnen waren möglicherweise während des letzten Kampfes nicht neugeschmiedet worden, was bedeutete, dass sie mehrere Wochen ohne Rast gekämpft hatten. Bis zuletzt hatte sie der aus dem Kampf resultierende Stress fit gehalten. Diese Kraft schien jetzt jedoch verbracht zu sein.
    Christina trat aus dem Zelteingang. “Yelena, Riko. Sigismund empfängt euch jetzt.”
    “Danke Christina.”, entgegnete Yelena. “Könnt ihr uns noch einen gefallen tun”
    “Was kann ich für euch tun?”
    “Unsere Männer sind von den Kämpfen der letzten Wochen ausgelaugt. Könnt ihr ihnen Möglichkeiten zur Rast bieten?”
    “Wir haben zwar nicht wirklich viel zu bieten, stehen jedoch in eurer Schuld für eure Hilfe. Wir können euch ein wenig Nahrung und Wasser geben. Auch vier Zelte wären möglich und unser Thermalbad hat eine sehr vitalisierende Wirkung.” Sie winkte mehrere Waldläufer zu sich und gab ihnen Anweisung die Gefolge der Stormcast Eternals zu unterstützen.
    “Ich danke euch nochmal”, Yelena wandte sich an ihr Gefolge: “Ruht euch erstmal aus. Der letzte Kampf hat viel von uns abverlangt.”
    Yelena spürte wieder wie ihr Kopf schmerzte. Eigentlich hätte sie auch Ruhe nötig gehabt und Riko würde es wohl auch nicht anders gehen. Sie mussten jedoch erst das Gespräch mit Sigismund führen.
    Beide betraten das Zelt. Christina war hinter ihnen und blieb im Bereich des Zelteingangs stehen. Mehrere Fackeln brannten in den Seitenbereichen. Auf einem Thron am hinteren Ende saß ein Mann höheren Alters. Er hatte Schulterlange dunkelblonde Haare und einen Bart gleicher Farbe der von mehreren grauen Strähnen durchzogen war. Gehüllt war er in die Rüstung eines Freeguild Generals und neben dem Thron stand ein Kriegshammer der mit zwei Händen geführt werden musste. Er sah zu den beiden Primes auf. Sein Blick zeugte von einem starken Willen.
    “Ich bin Sigismund, der Gläubige. Schwester Christina hat mir von euch erzählt. Stimmt es wirklich das ihr Sigmars Krieger seid?”
    “Ja, wir wurden von Sigmar neu geschaffen und kämpfen für ihn. Mein Name ist Yelena Stormheart und das ist Riko Stormclaw.”
    “Die Götter haben unsere Gebete erhört.”
    “Es war mehr Zufall, dass wir hier ankamen”, sagte Riko. “Sigmar hat uns nicht hierher entsandt und wir sind auch nur mit 12 Gefolgsleuten hier.
    “Zufall oder nicht. Es ist ein Zeichen, das Sigmar nach über 500 Jahren wieder für uns kämpft.”
    “Sagt, Sigismund. Ihr seid nicht von Ghyran und klingt auch nicht wie ein Mitglied der Freeguild”, sagte Yelena.
    “Ihr habt eine gute Auffassungsgabe Frau Stormheart. Um ehrlich zu sein hatte ich nie die militärische Ausbildung der Freeguilds erfahren. Ich war ein reisender Priester aus Chamon bis ich mich einem Regiment aus Mithrilfels angeschlossen habe und mich mit dem General des Regiments anfreundete. Als er im sterben lag, vererbte er mir den Brustpanzer seiner Rüstung. Ich kam nach Ghyran nachdem Mithrilfels gefallen war und sammelte über unseren Glauben diese dieses Lager, dass ihr hier seht. In der Hoffnung vielleicht irgendwann die Gebiete um Mithrilfels zurückerobern zu können.”
    “Dann habt ihr den Leuten hier die ganze Zeit was vorgemacht?”, fragte Yelena erstaunt.
    “Vorgemacht?”, entgegnete Sigismund mit erhobener Augenbraue. “Harsche Worte einer Kriegerin die für Sigmar kämpft aber eigentlich keine seiner Gläubigen war.”
    Yelena sah ihn erstaunt an. Christina hatte ihm mit Sicherheit davon erzählt, dass sie eine gläubige Alarielles war. Sie wusste bis heute nicht genau warum Sigmar sie gerettet hatte.
    “Ich habe vielleicht damit, dass die Götter uns helfen werden, etwas übertrieben, ...”, fuhr Sigismund fort. “dennoch war es gerade der Glauben all der Menschen im Lager hier, der sie vereint hat, ob sie nun an Alarielle, Sigmar oder Grungni glauben. Ich weiß nicht, ob diese Leute so lange überlebt hätten, wenn wir sie nicht vereint hätten.”
    Yelena grübelte: “Das heißt, diese Gruppe von Flüchtlingen ist eine Armee der Gläubigen … die Gläubigen von Eloni.”
    “So könnte ihr das Lager beschreiben”, sagte Sigismund lachend. “diese Bezeichnung gefällt mir.”
    “Sagt Sigismund, wie ist die aktuelle Situation in diesen Landen?”, fragte Riko
    “Ich denke, das können wir auch morgen noch besprechen”, entgegnete Sigismund. “Ruht euch heute erstmal aus. Schwester Christina hat mir bereits berichtet, dass Ihr ihre Gruppe aus der Situation eines Hinterhaltes gerettet habt. seit unsere Gäste.”
    Die beiden Primes sahen einander an. Hatte Sigismund die Müdigkeit in ihren Augen gesehen wie Yelena beim rest des Gefolges?
    Sigismund stand auf und ging auf die beiden Primes zu. Obwohl er selbst auch eine recht beachtliche Größe hatte, war er immer noch einen Kopf kleiner als beide Primes. “Kommt, kommt. Das essen wird gleich angerichtet sein. Mal sehen was wir Alarielles Segen heute zu verdanken haben”
    Sie verließen das Zelt und Yelena konnte sehen, dass ihre Brüder und Schwestern um eines der Lagerfeuer versammelt hatten. Yelena und Riko gesellten sich zu ihnen.
    “Wie ist euer Eindruck?”, fragte ein Liberator Namens Sven.
    “Sigismund scheint ein Priester gewesen zu sein und hat mit seinem Glauben diese Leute vereint”, sagte Riko. “Wir sollen uns aber erstmal ausruhen und reden morgen weiter.”
    Yelena schaute sich um, als ihr der Geruch ihr der Geruch von Eintopf in die Nase stieg. In mehreren Kesseln schien gekocht zu werden. Eine junge Waldläuferin kam zu ihnen rüber. Sie wirkte ein wenig nervös und verbeugte sich vor den Stormcast Eternals bevor sie sagte:
    “Das essen ist angerichtet”.
    “Ihr braucht euch nicht vor uns zu verbeugen”, sagte Yelena. Sie gingen zu den Kesseln herüber.
    “Das riecht aber gut”, sagte Verena als ihr eine aus Holz gefertigte kleine Schale mit Eintopf überreicht wurde.
    Auch Yelena bekam eine Schale. Der Eintopf schien aus Gemüse, Kräutern und Pilzen zubereitet zu sein. Yelena war erstaunt, als sie sich wieder an das Feuer setzte und probierte. Sie konnte kaum glauben, wie viel Mühe sich diese Leute gaben obwohl sie alles verloren hatten und ständig durch die Mächte des Chaos bedroht waren. Sie machte Alarielles Zeichen als sie den letzten Bissen genommen hatte.
    Anschließend gingen sie zu den Zelten die ihnen zugewiesen waren. Yelena und Verena teilten sich ein Zelt, während sich die anderen über die anderen 3 Zelte verteilten.
    Innen lagen mehrere Laken. Beide legten ihre Rüstung zum Schlafen ab.
    Verena gluckste, als sie Yelena sah. Sie selbst trug ihre türkisfarbene Tunika unter der Rüstung.
    “Was?”, fragte Yelena ein wenig gereizt.
    “Ich hätte nicht angenommen, dass das alles ist was du unter der Rüstung trägst.”
    Yelena konnte spüren wie sie errötete.
    “Kein Grund rot zu werden. Wir sind seit einer Ewigkeit Freunde. Du bist wie eine Schwester für mich”, fügte Verena hinzu.
    Yelena seufzte. “Schränkt dich die Tunika nicht ein? Ich hatte zu Beginn des Trainings immer das Gefühl, dass die Rüstung zusammen mit der Tunika meine Beweglichkeit eingeschränkt haben.”
    “Du warst immer die agilere von uns beiden. Und als Bogenschützin bewegst du dich anders. Vielleicht hat sie mich deswegen nicht so sehr eingeschränkt.”
    “Gut möglich”, sagte Yelena teilweise in Gedanken versunken, legte sich hin und wickelte sich in eines der Laken ein. “Schlaft gut … Schwester.”, ergänzte sie bevor die die Müdigkeit komplett übermannte.
    “Du auch, Schwester”, entgegnete Verena leise als sie sich selbst hinlegte.

  4. #24
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    Hab mal ein paar kleinere Änderungen an einer bestehenden Geschichte gemacht. Da ich ein paar Korrekturen an der englischen Fassung habe ich auch kleinere Angleichungen an der deutschen Fassung vorgenommen. So habe ich die Geschichen Wiedersehen der Ordensschwestern und Aufbruch zur Feuerprobe jetzt unter dem Titel Yelena's erste Mission zusammengefasst.

    Yelena’s erste Mission
    Protagonist:
    Yelena Stormheart
    Vorherige Geschichte: Neugeschmiedet, ein neues Leben
    nachfolgende Geschichte:
    Aufeinandertreffen mit einem alten Feind (Teil 1)


    Yelena war ein wenig nervös als sie ihren Shockbow griff. Ihre Thunderhead Brotherhood war kurzfristig gewählt worden um Thostos Bladestorm und Vandus Hammerhand bei der Rückeroberung von Ghal Maraz in der Unheimlichen Feste zu unterstützen. Ihre Ergebnisse im Training waren exzellent, aber dieses mal war es eine echte Mission seit sie ein Stormcast Eternal geworden war. Aufgrund ihres Zopfes, den sie trotz ihres ansonsten glatt rasierten Schädels trug seit sie eine Ordensschwester im Orden des grünen Zyklus war, hatte sie sich dagegen entschieden die üblichen Helme mit Gesichtsmaske zu tragen. Sie verließ ihr Quartier und rannte den Korridor entlang, um ihr Gefolge zu sammeln, als sie an mehreren Liberators vorbei kam.

    “Yelena, bist du das?”, sagte eine weibliche Stimme.
    Yelena stoppte abrupt und drehte sich um, ihr Blick fixierte die einzige Liberatress der in der Gruppe stand. Sie wusste im ersten Moment nicht was sie sagen sollte. Ihr Unterbewusstsein hatte die Stimme erkannt, jedoch aus einer Zeit die inzwischen jahrhunderte zurücklag. 'War das denn überhaupt möglich?', dachte sie mit erstauntem Blick. Ihr Gegenüber spürte die Verwirrung in Yelenas Gesichtsausdruck und griff nach ihrem Helm. "Erkennst du mich?", sagte sie und setzte ihren Helm ab. "Verena", sagte Yelena etwas verblüfft als sie das blasse, sommersprossige Gesicht ihrer ehemaligen Freundin sah "ich dachte, ich wäre die einzige gewesen die damals überlebt hat."

    "Mir ging es auch nicht anders", sagte Verena zurück, als sie sich nach so langer Zeit in die Arme schlossen. "Wir wurden also beide damals von Sigmar erwählt als das Kloster von den Skaven angegriffen wurde. In den Trainings hatte ich hauptsächlich mit anderen Liberators zu tun gehabt".

    "Hör zu Verena. ich freue mich dich zu sehen. Aber unsere Gespräche werden warten müssen. Die Thunderhead Brotherhood zu der ich gehöre wird zur Unheimlichen Feste entsandt um Thostos Bladestorm bei der Rückgewinnung von Sigmars Hammer Ghal Maraz zu unterstützen."
    "Wir haben den gleichen Auftrag", entgegnete Verena.
    In diesem Moment fiel Yelena auf, dass Verena den gleichen weißen Wappenrock wie sie trug. "Wir wurden also beide der gleichen Brotherhood zugeteilt. Dann sollten wir uns mal beeilen. Unsere neuen Brüder und Schwestern brauchen uns unten in der Unheimlichen Feste", sagte Yelena, wobei in ihren Worten auch ein wenig der Rang eines Primes zu spüren war. Verena setzte ihren Helm wieder auf bevor sie entgegnete: "Ja Schwester, zahlen wir dem Chaos zurück, was sie die letzten Jahrhunderte den Bewohnern der Realms angetan hatten." Mit einem letzten Handschlag machten sich alle auf den Weg. Yelena hatte zwischenzeitlich ihre Nervosität vergessen, nachdem sie wusste, dass sie zusammen mit einer vertrauten Seele aus alten Zeiten in die Schlacht ziehen würde.

    Minuten später erreichten sie das Sigmarbulum. Yelena suchte die Halle nach anderen Mitgliedern ihres Chambers ab.
    “Da sind sie”, sagte Verena als sie einen cyanfarbenen Helm mit einem orangefarbenen Helmbusch sah. Nach ihrer Ankunft, hatte es für Yelena nicht lange gedauert ihr Gefolge zu sammeln. Zu diesem Zeitpunkt bestand ihre Einheit gerade einmal auf fünf Mitgliedern. Als sie sich umsah um zu sehen wie viele Einheiten Markierung der Blazenhearts trugen stellte sie fest, dass von ihrer Brotherhood gerade mal vierzig bereit waren. drei Gefolge der Liberators und ein zweites Judicator Gefolge. Verena war dem Gefolge von Rico Stormclaw zugeordnet, einem der beiden Stormclawbrüder. Da Valten Blazenheart, ihr Lord Celestant bereits auf einer anderen Mission war würde Lord Castellant Victor Brightsoul sie bei ihrer ersten Mission führen. Als sie ihren Blick weiter schweifen ließ sah sie weitere Stormhosts darunter Hammers of Sigmar und Anvils of the Heldenhammer. Anschließend erblickte sie Ionus Cryptborn, der Lord Relictor der Hammers of Sigmar der vor die versammelten Stormhosts trat. "Brüder und Schwestern, die Lage ist ernst. Viele unserer Brüder sind bei dieser Mission auf Chamon gefallen und nach Azur zurückgekehrt. Ich war einer von ihnen. Doch unsere Lord Celestants Vandus Hammerhand und Thostos Bladestorm sind ihrem Ziel nahe den Hammer zu erreichen. Aber sie stehen auch kurz davor vom Rest ihrer Gefolge getrennt zu werden! Schlimmer noch! Kairos Fateweaver bereitet ein Ritual vor um Ghal Maraz ins Reich des Chaos zu bringen. Uns läuft also die Zeit davon und wir müssen sofort handeln. Ihr wurdet alle zusammengerufen um sie zu unterstützen. Unsere Mission wird nicht scheitern und wir werden Ghal Maraz zurückgewinnen. FÜR SIGMAR!" Tausende Stimmen stimmten mit ein und hoben ihre Faust zum Salut.

    Minuten später warf Sigmar die Stormhosts als Meteore auf Chamon nieder. Mit einem harten Einschlag landeten wir im Innenhof der Unheimlichen Feste. Teile der Mauer waren durch den Einschlag kollabiert. Yelena orientierte sich kurz bevor sie ihren Bogen bereit machte. Dann sah sie Vandus Hammerhand auf seinem Dracoth und die ersten Chaos Warriors die sich zwischen ihm und ihr.

    Sie versuchte die Entfernung abzuschätzen als Victor den Befehl zum Angriff gab. "Liberators vorrücken! Judicators, gebt ihnen Feuerunterstützung!" Das war ihr Zeichen Sie gab ihrem Gefolge Anweisungen die Chaos Warriors anzuvisieren die den Weg zu Vandus Hammerhand blockierten und spannte ihren Bogen. Binnen Sekunden hatte ihr Ziel gefunden und ließ einen Pfeilhagel auf sie niederfahren der mehrere Krieger kollabieren lies. Ihrem Schuss folgten Salven ihres Gefolges und Bolzen der anderen Judicators. Rikos und Samuels Gefolge rückten vor und verwickelten die näheren Chaos Einheiten in den Nahkampf. In diesem Moment marschierte Ionus Cryptborn mit den ihm unterstellten Einheiten vor um Vandus zu erreichen. Erste Chaos Truppen hatten ihre Verwirrung durch die Neuankömmlinge überwunden und gingen selbst zum Angriff über während Horrors und Flamers of Tzeentch Flammen auf die neu eingetroffenen Stormhosts Regnen ließen. Yelena schoss Salve um Salve als sie plötzlich einen Ruf aus ihrem Gefolge hörte. "Judicatress Yelena! Achtung!" In diesem Moment wurde sie zur Seite gestoßen und ein Mitglied ihres Gefolges statt ihr von Warpflammen getroffen. Er kollabierte schwer atmend bevor er als blaues Licht nach Azyr zurückkehrte. "Wir sehen uns wieder", sagte Yelena in trauriger Frustration als ihr aufging, dass er sich geopfert hatte weil sie zu fokussiert auf ihre Ziele war. Sie schüttelte den Kopf, kam wieder auf die Füße und visierte den Flamer an der sie fast erwischt hätte. Ein schrilles Kreischen ertönte als der Dämon sich mit mehreren Pfeilen gespickt dematerialisierte. Weitere blaue Lichter stiegen nach Azyr auf aber Vandus, Thostos und Ionus rückten weiter vor. In diesem Moment erlebte der Boden und Teile der Festung sich anzuheben, sodass ein großer Teil der Gefolge abgeschnitten war. Es war zu spät für Gefolge ihres Chambers noch nach oben zu gelangen und es blieb zu hoffen, dass die Gefolge die es in den erhobenen Teil geschafft hatten ihre Aufgabe noch erfüllen konnten. "Fügt wir ihnen noch so viel Schaden zu wie wir können!", rief Yelena die noch inzwischen noch zwei ihrer eigenen Judicators um sich hatte und Kontrolle über die drei verbleibenden Judicators des zweiten Trupps übernahm nachdem ihr Prime gefallen war. In der Ferne konnte sie Rikos Gefolge sehen das noch aus vier Liberators bestand. Verena befand sich im Zweikampf mit einem Chaoskrieger als zwei weitere sich ihr von hinten näherten. "Das werdet ihr nicht!", sagte Yelena mehr zu sich selbst und legte den Bogen an. Eine weitere Pfeilsalve fällte die beiden Krieger. Verena köpfte den Krieger mit dem sie beschäftigt war und bemerkte die beiden fallenden Krieger hinter sich und die Pfeile die in ihren Rücken steckten. Mit einem Salut drückte sie ihren Dank aus, dann wandte sie sich den nächsten Kriegern zu. Es machte sie jedoch alle nervös dass sie nicht mehr Teil des Hauptgeschehens sein konnten. Ein Blick nach oben zeigte, dass sich die Festung weiterhin hob. Dann plötzlich ein schrilles Kreischen aus zwei Kehlen, das alle innehalten ließ. "Was ist da oben gerade passiert?" fragte ein Judicator ihres Gefolges. Yelena war ratlos, jedoch bemerkte sie die Unruhe in den Dämonen. Der Schrei konnte nur eins bedeuten. Kairos Fateweaver war gefallen. Um sie herum begannen Truppen des Chaos zu fliehen. Dann erschien Vandus Hammerhand auf der Brüstung. Der Hammer in seiner Hand war jedoch nicht Heldensen sondern Ghal Maraz. Alle Stormcast Eternals reckten ihre Waffen in die Höhe und stießen Freudenschreie aus. Heute hatten sie einen wichtigen Sieg errungen.

  5. #25
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    Hier ist das Remake des ersten Einsatzes der Blazenhearts, nachdem ich in der englischen Übersetzung noch ein paar Ausarbeitungen gemacht hatte.


    Titel: Der erste Einsatz der Blazenhearts
    Protagonist: Knight Venator Lucas
    Vorherige Geschichte: -
    nachfolgende Geschichte: -
    Lucas flog seine Kreise über dem Schlachtfeld. Es war der erste Einsatz für die Blazenhearts und der Knight-Venator hatte sich bereiterklärt für Valten Blazenheart das Gebiet aus der Luft zu erkunden. Während der Besprechung in Azyr hatte sich herausgestellt, dass eine Splittergruppe von Khorgos Khuls Goretide einem kürzlich durch die Hammers of Sigmar entdeckten Flüchtlingslagers bedrohlich nah kam. Sigmar hatte Valten Blazenheart zusammen mit ihm und einer Thunderhead Brotherhood zum Lager nahe den Ruinen der ehemaligen Stadt Magmadrom entsandt, diese Gruppe abzufangen. Valten hatte seinen Liberator Prime Beowulf beauftragt das Lager zu befestigen, jedoch bestand die Gefahr, dass diese Befestigung nicht rechtzeitig fertig würde. Aus diesem grund hatte Valten eine kleine Gruppe, die er selbst anführen zusammengestellt. Duncan, ein Liberator aus Beowulfs Gefolge, der wie sein Prime einen Grandhammer als Waffe verwendete hatte sich als erstes gemeldet den Lord Celestant zu unterstützen. Hinzu kamen Jaina und Steve, zwei Liberators den anderen Liberator Gefolgen und Vladimir, ein Judicator mit seinem Crossbow.
    Sie wollten den Vormarsch verlangsamen um den anderen mehr Zeit zu verschaffen.
    ‘Magmadrom muss früher eine beeindruckende Stadt gewesen sein’, dachte Lucas während er die auf die Ruinen aus der Luft herab sah. Die Stadt war mit mehreren Kanälen durchzogen, durch die ein stetiger Strom Lava floss und so unglaublich es für Gebiete in Aqshy wirkte schien es wohl eine kleine bewaldete Anlage in der Stadt gegeben zu haben. Das Zirpen seines Stareagles, den Lucas ‘Veronica’ nannte holte ihn aus seinen Gedanken.
    “Was hast du gesehen Veronica?”, fragte er und suchte das Gebiet ab. Nahe der ausgebrannten Ruinen eines Geschäftshauses konnte er die ersten Ausläufer der Bloodbound sehen. Mehrere Blood Warriors und Bloodreavers angeführt durch einen Slaughterpriest bahnten sich ihren Weg durch die stark beschädigten Ruinen. “Das müssen wir dem Lord-Celestant berichten”, sagte er zu Veronica und flog eine Kurve. Nach kurzem Flug konnte er die türkisfarbenen Rüstungen seiner Teamkollegen zwischen den Trümmern erkennen. Lucas setzte zum Sturzflug an und landete neben dem Lord-Celestant, wobei er bei der Landung auf die Knie ging.
    “Erste Ausläufer der Bloodbound nähern sich”, sagte Lucas und salutierte. “Die Ruinen und trümmer in diesem Gebiet scheinen sie jedoch zu verlangsamen.”
    “Gut”, entgegnete Valten. “Das wird den anderen mehr Zeit geben das Lager zu befestigen. Wir werden ihnen hier begegnen. Männer, bezieht in diesem Gebiet Stellung. Lucas, Ihr werdet von oben beobachten und wenn wir scheitern zu Beowulf zurückfliegen”
    “Seit ihr euch sicher, dass ich nicht an eurer Seite kämpfen sollt, Lord Blazenheart?”, fragte Lucas ein wenig besorgt.
    Valten legte ihm eine Hand auf die Schulter und entgegnete: “Ich weiß das diese Mission wahrscheinlich einem Himmelfahrtskommando gleichkommt. Lucas, ihr seit der Ranghöchste Offizier nach mir. Sollten wir besiegt werden sollt ihr die Einheiten hier führen bis ich zurückkehre. Egal was passiert, greift nicht in den Kampf ein. Ihr habt mir bereits als Kundschafter gute Dienste geleistet.”
    “Wie Ihr wünscht, Lord Blazenheart”, sagte Lucas und erhob sich wieder in die Luft. Er hatte versucht die Zweifel zu unterdrücken, die er an diese Aufgabe hatte, hatte aber auch nicht vor sich gegen den Befehl zu widersetzen.
    “Muhahaha, der falsche Gott schickt uns seine Schergen entgegen!”
    Der Ausruf war trotz Lucas Höhe immer noch ohrenbetäubend laut gewesen. Er konnte den Slaughterpriest und seine Leute erkennen der Valten erspäht hatte.
    “Denkt Ihr das?”, sagte Valten ruhig. “Ihr habt diese Lande lange genug unterdrückt. Wir werden euch daran hindern, dass weiterhin das Blut unschuldiger vergossen wird.”
    “Muhahaha, Khorne ist es egal, wessen Blut fließt, solange es fließt”, entgegnete der Slaughterpriest und ließ seinen Morgenstern in die nächste Wand krachen. “Für Khorne, macht sie fertig”. Die Chaosmeute versuchte das Gelände zu verringern so gut es das Gelände zuließ.
    Valten stellte sich der heran stürmenden Gruppe entgegen und beschwor die Hämmer seines Umhangs und schleuderte sie auf den Slaughterpriest. Dieser krümmte sich durch den Einschlag. Sein Helm war geborsten und enthüllte ein von Narben bezeichnetes Gesicht.
    “Gar nicht übel”, entgegnete der Slaugterpriest, während er sich eine Blutspur vom Mund wichte die von inneren Verletzungen zu stammen schien. “Aber jetzt sprich dein letztes verzweifeltes Gebet”.
    Lucas konnte den Slaughterpriest dunkle in einer nicht für sterbliche Bestimmten Sprache reden hören.
    Valten Blazenheart krümmte sich, Dampf schien von einer Rüstung aufzusteigen.
    “Lord Blazenheart, was ist mit euch?”, fragte Duncan und näherte sich Valten.
    “Bleibt zurück”, sagte Valten unter Schmerzen bevor der Körper des Lord-Celestants in einer Fontäne kochenden Blutes platzte und seine Seele als blaues Licht an Lucas vorbei Richtung Azyr stieg.
    Lucas war schockiert über die gerade passierte Szene. Er war kurz davor nach seinem Bogen zu greifen, erinnerte sich jedoch an seine Befehle.
    Auch die restlichen Mitglieder standen unter schock.
    “Dafür werdet ihr Bezahlen!”, rief Duncan und rannte auf den Slaughterpriest zu, während Jaina versuchte den begleitenden Blood Warrior auf Abstand zu halten indem sie seine Goreglaive mit ihrem Schild blockte.
    “Gut! Deine Wut erfreit meinen Meister!”, sagte der Slaughterpriest grinsend während er seinen Wrathhammer schwang.
    Vladimir rückte währenddessen in Schussreichweite vor und versuchte den Jaina zu unterstützen, jedoch fanden seine Bolzen keine Schwachstelle in der Rüstung des Blood Warriors.
    Duncans Hammer prallte mit der Klinge des Slaughterpriests zusammen als beide im Nahkampf ankamen. Nachdem er einem Schwung des Wrathhammers ausgewischen war, fand Duncan eine Schwachstelle, durch die Verletzungen des Slaughterpriests holte den Slaughterpriest mit einem mächtigen Schwung seines Hammers von den Beinen.
    “Wa…?”, rief der Slaughterpriest überrascht als Duncan ihm den Schädel zertrümmerte.
    “Das war für unseren Lord Celestant”, sagte er bevor er seinen Fokus auf den Blood Warrior richtete der mit Jaina kämpfte.
    Angestachelt durch das Blutvergießen ließen sich die Blood Warriors und Bloodreavers nicht durch den Verlust ihres Priesters aufhalten und verwickelten die verbleibenden Stormcasts in den Nahkampf. Die Bloodreaders begannen sie zu umzingeln. Jaina wechselte ihren Focus zu ihnen, nachdem Duncan die Goreglaive mit seinem Hammer parierte. Während sie in der Lage war ein paar der Bloodreavers erschlagen, rammte der Blood Warrior Duncan, brachte ihn aus dem Gleichgewicht und zerriss seine Rüstung mit der Goreglaive. Bevor Jaina reagieren konnte, wurde sie vom Rückschwung des Blood Warriors aufgeschlitzt und zurück nach Azyr geschickt.
    Steve war bestürzt, als er die zwei blauen Lichter zum Himmel aufsteigen sah, das er zu langsam reagierte und durch mehrere Schläge durch die Meatripper Äxte fiel.
    Vladimir war der letzte der den Bloodreavers noch stand hielt, versucht sich zurückfallen zu lassen um sie auf Distanz zu halten, würde jedoch auch nicht lange durchhalten.
    Lucas juckte es in den Fingern selbst einzugreifen und zu versuchen Vladimirs Leben retten zu können, dachte jedoch an seinen Auftrag und daran, dass er gegen diese Übermacht auch nicht viel ausrichten würde. Lucas wendete und flog so schnell es seine Flügel ermöglichten zum Lager zurück um die schlechte Nachricht zu überbringen.

  6. #26
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    So, nach nun längerer Zeit habe ich auch mal wieder eine neue Geschichte. Ich hatte eigentlich eine direkt an "Die Armee der Gläubigen", da ich bei dieser der Geschichte aber aktuell nicht so voran komme wie ich gerne würde, sie aber eigentlich auch mehr Filler ist habe ich schonmal eine Geschichte, die so ca. 1-2 Wochen nach der Ankunft in Eloni spielen sollte. Im Gegensatz zu den anderen Geschichten spielt diese kleine Geschichte auch aus der Sicht von Riko.

    Viel Spaß.

    Titel: Nachtdienst
    Protagonist: Riko Stormclaw
    Vorherige Geschichte: Armee der Gläubigen
    nachfolgende Geschichte: Die Annäherung


    Riko Stormclaw ließ seinen Blick über das zu großen Teilen schlafende Lager schweifen. Er war einer derjenigen, die heute Nachtwache übernommen hatte. Hier und da saßen Bewohner an Lagerfeuern. Riko näherte sich einem der Lagerfeuer, an dem mehrere Stammeskrieger und einer der Schamanen saßen. Der Schamane schien eine Sage zu erzählen, hielt jedoch inne als Riko ans Feuer trat.
    “Lasst Euch nicht von mir stören”, sagte Riko.
    Der Shamane fuhr fort. “... Das Land blieb jedoch kahl und unfruchtbar zurück. Hungersnöte drohten und so richteten die Stämme ihre Gebete gegen Himmel und flehten die Götter um Hilfe an. Dann geschah es. Ein leuchtender Punkt erschien. Ein Glühwürmchen, wie die Stämme feststellten. Dann zwei, dann vier und immer mehr. Ihre Zahl wuchs stetig weiter und sie schienen sich zu verdichten. Sie nahmen Gestalt einer Frau an. Sie war die schönste die man in Ghyran je gesehen hatte. Große Schwingen aus Blättern getragen sie im Moment ihres erscheinens in der Luft. Es war Alarielle. Als ihr Fuß den Boden berührte, fing die unfruchtbare Erde um sie herum an, neues Leben zu erhalten. Jeder ihrer Schritte brachte neue Pflanzen hervor und die Stämme weinten vor Glück und huldigten Alarielle ihrer Retterin …”
    Riko kannte ähnliche Sagen auch von seinem eigenen Stamm. In der Regel das Gorkamorka sie neben Nahrung auch mit Stärke segnen würde. Die Sage, wirkte jedoch vergleichsweise kindlich auf ihn. Als er in die Geschichter der Stammesbewohner sah, die sich um das Feuer versammelt hatten, erkannte er Ehrfurcht, Rührung und etwas schwärmendes in ihrem Gesichtsausdruck. In diesem Moment begriff Riko, was Christina so seltsam empfunden hatte. Beide verehrten Alarielle, aber auf unterschiedliche weisen.
    Riko wurde aus seinen Gedanken gerissen als sich eine weitere Person dem Feuer näherte.
    “Hättet ihr einen Moment für eine Unterredung”, fragte Verena.
    “Lasst uns die Bewohner nicht stören”, entgegnete Riko und deutete auf ein eine kleine Baumreihe. Er wandte sich dem Schamanen zu. “Ich entschuldige die Unterbrechung und wünsche euch noch eine gute Nacht. Mögen Sigmar und Alarielle über euch wachen.”
    “Das gleiche gilt für euch”, entgegnete der Schamane und machte Alarielles zeichen.
    Anschließend fuhr er mit der Sage fort, während Riko und Verena sich entfernten.
    “Was liegt euch auf dem Herzen?” fragte Riko
    “Ich wollte mit Euch über Yelena reden”, entgegnete Verena.
    Riko spürte wie sich etwas in ihm zusammenzog. “Es ist wegen der kürzlichen ‘Differenzen’. Habe ich recht?”
    Verena nickte. “Warum geht ihr einen Groll gegen sie?”
    “Ich habe nichts gegen sie”, Riko seufzte. “Um ehrlich zu sein mache ich mir sorgen um sie. Wir kämpfen seit unserem ersten Feldzug Seite an Seite. Seit dem Schorfweite Feldzug hat sich etwas verändert.”
    “Euch ist es auch aufgefallen?”, sagte Verena überrascht. “Seit wir Neugeschmiedet wurden wirkt sie öfter gereizt und verschlossen. Warum wurdet ihr jedoch zuletzt so ausfallend?”
    Riko überlegte: “Einen Teil würde ich auf unseren letzten Feldzug schieben, der uns viel abverlangt hat.” Riko pausierte kurz, da er überlegte ob er diesen Punkt wirklich ansprechen sollte, entschloss sich dann aber dafür: “Es ist aber auch so, dass ich, seit wir hier ankamen, ein Gefühl der Überforderung versprüre.”
    Verena sah ihn überrascht an. “Wie meint ihr das?”
    “Auch wenn ich der Sohn des Häuptlings war, hatte ich nur die Verantwortung für mein eigenes Gefolge. Vater war derjenige, der die Entscheidungen traf. Wäre es nicht zu den Ereignissen gekommen die dazu geführt hatten, dass wir zu Stormcast Eternals wurden, wäre Samuel wahrscheinlich jetzt Häuptling. Und auch nach der Neuschmiedung, wurden die wichtigen Entscheidungen wurden von den Lords und Knights getroffen. Hier sind Yelena und ich plötzlich Entscheidungsträger und diese Leute sehen zu uns auf.”
    Verena sah ihn einen Moment überrascht an bevor sie ihm ein lächeln schenkte.
    “Habt Ihr schonmal mit Samuel darüber gesprochen. Ich meine wie er sich gefühlt hätte wenn er Häuptling geworden wäre. Für ihn wäre es sicher auch eine neue Erfahrung. Niemand wird als Anführer geboren. Es sind Erfahrungen, Vertrauen in die Fähigkeiten anderer sind auch wichtig. Ich vertraue euch, dass ihr die richtigen Entscheidungen treffen werdet.”
    “Danke Verena. Das hilft mir schon weiter. Darf ich euch eine private Frage stellen?”
    “Worum geht es?”, entgegnete Verena. Riko konnte eine gewisse Neugier in ihrem Blick sehen.
    “Nun, Ihr kennt Yelena doch schon länger. Sie wirkt teilweise sehr verbissen und sehr auf Erfolg fixiert. Wisst ihr was dahinter steckt?”
    Verena seufzte: “Wahrscheinlich wäre es besser Ihr würdet sie selbst fragen, aber in ihrem aktuellen Zustand bezweifle ich das sie es euch sagen wird”, sie fuhr sich durch ihre kurzen roten Haare. “Wenn es euch hilft. Wir kennen uns seit wir Kinder waren. Yelena war auch im Orden eher eine Außenseiterin. Sie kam als Weise zum Orden und war anfangs die meiste Zeit allein, bis ich mich in einer Pause zu ihr setzte. Da sie keinen Rückhalt durch Familie hatte, versuchte sie sich an ihren Erfolgen zu messen, was auch nicht immer gelang. Ich befürchte, sie hat das gleiche noch einmal durchlaufen als sie ein Stormcast Eternal wurde. Ihre Fähigkeiten als Waldläuferin haben ihr zumindest geholfen Erfolge als Judicatress zu bekommen.”
    Riko runzelte die Stirn: “Das wusste ich nicht. Könnte das ihr Verhalten im letzten Feldzug erklären?”
    “Ich denke, da ist noch was anderes. Sie denkt ich merke es nicht und sagt auch ‘es wäre nichts’, aber sie schläft extrem schlecht. Ich denke sie leidet unter Albträumen. Das war schon an dem Tag so als sie nach der Neuschmiedung erwachte.
    “Das ist inzwischen mehrere Wochen her”, sagte Riko erschrocken. “Es würde ihr Verhalten erklären. Sie quält sich, weil sie keine Schwäche zeigen möchte. Es gibt noch eine Sache, die ich mir nicht ganz erklären kann.”
    “Was ist es?”
    “Yelena hat es geschafft den Tiergeist in mir zu reizen. Das ist eine Sache die ich eigentlich nur von Leuten aus Ghur kenne. Es ist unsere animalische Seite. Wäre es möglich das Yelena ein Kind Ghurs ist?”
    “Über ihre Zeit vor dem Orden weiß ich nichts”, sagte Verena kopfschüttelnd.
    “Schon gut, ihr habt mir sehr geholfen.”
    “Ich gehe dann wieder auf Nachtwache. Ich bin so erleichtert, dass ihr keinen Groll gegen Yelena habt”, sagte Verena, salutierte und verschwand im Lager.
    Riko fuhr sich durch die Haare. Er verstand Yelenas Reaktion nun besser, jedoch musste er es irgendwie schaffen zu ihr durch zu dringen. Jedoch musste er erstmal selbst wieder den Kopf frei bekommen. ‘Vielleicht bringt das Thermalbad ein wenig entspannung’ dachte er und ging zu den Zelten zurück um dort seine Rüstung ablegen zu können.

  7. #27
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    So, dann leg ich doch mal einen nach. Die Geschichte war eigentlich schon eine ganze Zeit lang fertig, nur fehlte mir noch ein passender Aufsetzpunkt. Mit der Geschichte Nachtdienst habe ich nun diesen Aufsetzpunkt sodass ich diese Geschichte rausbringen kann. Im Gegensatz zu vielen anderen Geschichten war diese gewissermaßen auch ein kleiner Balanceakt in Richtung "ein klein wenig schlüpfrig" aber dennoch recht Jugendfrei zu bleiben.

    Ich wünsche viel Spaß



    Titel: Die Annäherung
    Protagonist: Yelena Stormheart
    Vorherige Geschichte: Nachtdienst
    nachfolgende Geschichte: -


    Es war mitten in der Nacht als Yelena aus einem ihrer Albträume erschreckte. Seit ihrer letzten Neuschmiedung hatte sie keinen Tag mehr richtig durchschlafen können. Die Bilder ihrer toten Brüder und Schwestern und das brennende Kloster gingen ihr einfach nicht aus dem Kopf. Sie hatte bisher mit niemandem über diese Träume gesprochen, da sie nicht wollte, dass es ihr als Schwäche ausgelegt wurde. Seit sie im im Flüchtlingslager der Gläubigen angekommen waren, hatten Verena und sie ein gesondertes Zelt von den anderen Mitgliedern der Stormcasts bekommen. Sie hatte ihre Sigmarite Rüstung zum schlafen abgelegt und anfangs nur ihren Lendenschurz aus Stoff und die Bandagen getragen, die sie unter der Rüstung trug, da ihr keine andere Kleidung zur Verfügung stand seit sie in Eloni angekommen waren. Da sie jedoch jede Nacht schweißgebadet wach wurde, hatte sie sich dagegen entschieden zum Schlafen noch Kleidung zu tragen. Sie sah sich um. Verena hatte heute Wache übernommen und so war sie heute allein. "So kann es nicht weitergehen", sagte sie zu sich, während sie sich mit einer Hand an die Stirn griff. Seit sie zu einem Stormcast Eternal wurde brauchte sie zwar grundsätzlich weniger Schlaf, was gerade für die Kampfzeiten wichtig war und hatte öfters Nachtwache übernommen um auf diese Art die Albträume umgehen zu können, doch spürte sie langsam die Auswirkung des Schlafmangels. Vielleicht hätte sie ihre Probleme auch einfach mal ansprechen sollen, wusste aber nicht mit wem. Hätte sie zu Morbius gehen sollen, nachdem sie aufgewacht war? Sie war direkt danach wieder zur Schorfweite aufgebrochen. Die Flüchtlinge sahen zu ihnen auf, als Gesandte der Götter. Sie hatten selbst genug Probleme und Yelena wusste nicht ob sie ihre Probleme überhaupt verstehen würden. Und ihren Stormcast Brüdern oder Verena wollte sie ihre Schwäche eigentlich auch nicht offenbaren. Sie grübelte, was sie tun sollte nachdem sie eigentlich keine Ambition hatte sich wieder schlafen zulegen nachdem sie gerade erst wieder von diesem Albtraum erwacht war. Vielleicht sollte sie versuchen eine andere Form von Entspannung zu finden. In dem Augenblick fiel ihr das Thermalbad ein, eine heiße Quelle, die um die das Lager errichtet worden war und der hiesigen Bevölkerung wenigstens ein wenig Komfort gegeben hatte. Yelena hüllte sich in eines der Laken, nahm ihr Storm Gladius für den Notfall und warf einen Blick nach draussen. Es war eine angenehm kühle Nacht und die meisten Bewohner des Lagers schienen zu schlafen. Hier und da war in der Ferne noch ein Lagerfeuer zu sehen, an dem sich die wachhabenden Soldaten versammelt hatten. Der Weg zum Thermalbad schien frei zu sein, sodass sie ungesehen hinkommen konnte. Mit schnellen leisen Bewegungen, die sie als Waldläufer gelernt hatte rannte sie über den Boden, der zu großen Teilen aus Moos und Gras bestand. Als sie sich dem eingezäunten Bereich der Thermalquelle näherte, konnte sie schon die Wärme des Wasserdampfs im Vergleich zur kühleren Umgebung spüren. Ein kurzer Blick verriet ihr, dass sie allein war. Sie faltete das Laken zusammen und stieg in das warme Wasser, dass ihr im Stand Aufgrund ihrer Größe nur knapp über den Bauchnabel reichte, ging in den hinteren Bereich des Beckens und legte dort Laken und Storm Gladius auf an den Rand bevor sie sich in eine mehr liegende Position begab, damit das Wasser ihren Körper besser umspülen konnte, lehnte sich zurück und schloss die Augen. Das Wasser schien einen vitalisierenden Effekt zu haben, da Yelena merkte wie ihre Kraft zurückzukehren schien. Sie wusste nicht wie lange sie im Wasser gelegen hatte, doch ein Geräusch ließ sie aufschrecken. Jemand hatte das Thermalbad betreten. Yelena griff nach ihrem Gladius, während sie mit ihrem anderen Arm ihren Oberkörper bedeckte. Sie konnte einen Schemen an der anderen Seite des Bades durch den Wasserdampf erkennen der sich näherte. "Riko?", fragte sie erstaunt als sich der Dunst zwischen ihnen lichtete und sie den Liberator Prime erkannte.

    "Yelena? Ich wusste nicht, dass Ihr hier seid", sagte Riko ein auch ein wenig erstaunt "Konntet Ihr auch nicht schlafen?"
    Yelena verspürte eine gewisse Verlegenheit darüber wie sich beide begegneten, war aber zumindest soweit erleichtert ihren Stormcast Gladius zurücklegen zu können. "Ich schlafe in letzter Zeit allgemein eher schlecht.", sagte sie und rieb sich mit der Freien Hand den Nacken. " Habt ihr auch Alpträume weil Ihr ‘auch’ sagtet?"
    Riko setzte sich neben sie um auf gleicher Höhe mit ihr zu sein. "In letzter Zeit nicht. Ich hatte nach meiner Neuschiedung. Gespräche mit Morbius haben mir jedoch geholfen." Er fuhr sich mit der Hand durch die Haare. "Ich weiß jedoch dass ein paar der Liberators mehrfach wegen Alpträumen bei mir waren. Möchtet ihr darüber reden?"
    "Warum sollte ich gerade mit euch darüber reden!", sagte sie abwehrend, mit mehr Frust in der Stimme als ihr recht war, und bereute jedoch schnell was sie gesagt hatte.
    "Yelena", sagte Riko in einem ruhigen Tonfall wie sie ihn noch nie von ihm gehört hatte. "Ich weiß etwas nicht stimmt. Ihr benehmt euch seltsam, seit wir in die Schorfweite zurückgekehrt sind. Ich kann euren Stress und eure Müdigkeit regelrecht riechen."
    Yelenas Augen weiteten sich vor schreck. Hatten Ghurs Bewohner wirklich eine so gute Nase, dass sie Gefühle ihrer Mitmenschen lesen konnten? Sie seufzte: "Ihr möchtet wirklich wissen was mit mir los ist?", sie sah ihn an.
    "Ich möchte verstehen, was euch zu Eurer Aktion in der Schorfweite bewogen hat. Ihr müsst bedenken, dass ihr ein Prime seid. Eure Aktionen beeinflussen nicht nur euch, sondern auch euer Gefolge und andere."
    "Bleibt das gesagte unter uns?"
    "Ihr könnt mir vertrauen."
    Yelena atmete tief durch. "Seit der letzten Neuschmiedung, träume ich jede Nacht davon, wie ich mich im im Spektralkloster bin. Eine andere Person des Klosters erscheint, sagt mir das ich eine Blutschuld zu erfüllen habe. Dann liegt diese Person tot am Boden, mit vielen anderen Mitgliedern des Klosters und das Kloster steht in Flammen. In der Regel wache ich dann immer schweißgebadet auf."
    In Rikos Blick war sowohl Erstaunen als auch Sorge zu erkennen: "Das tragt ihr seit der Neuschmiedung mit euch herum? Warum habt ihr nicht früher mit jemandem geredet?"
    "Ich wollte nicht, dass es als Schwäche gedeutet wird."
    "Es ist keine Schwäche. Egal welche Veränderungen wir körperlich und seelisch durchgemacht haben, wir sind immer noch menschlich. Wir sehen unseren tot als Versagen an und das ist es was uns plagt."
    "Seit ihr es wirklich, Riko, oder spricht gerade jemand anders durch euch?", sagte Yelena verwundert über seine Worte.
    "Teilweise sind es Worte von Morbius, die er mir sagte als ich nach meiner Neuschmiedung bei ihm war. Meine Träume waren ähnlich, nur das es mein Dorf statt eures Klosters war und die Stimmen mir vorwarfen, dass ich sie im Stich gelassen hatte."
    Yelena wusste nicht was sie sagen sollte. Hatte angenommen, diese Träume wären Anzeichen einer Schwäche und jetzt stellte sie fest, dass andere das gleiche Problem hatten.
    "Und die Sache in der Schorfweite?"
    "Hm?", Yelena wurde durch die neue Frage aus ihren Gedanken gerissen.
    "Wart ihr wirklich so sehr auf Rache bedacht dass ihr den Skaven in das Nagloch gefolgt seid?"
    Yelena seufze: "Als ich Behemat taumeln sah, wusste ich dass wir auf grausame und gleichzeitig sinnlose Art sterben würden. Ich wollte nicht wieder sterben und habe das Nagloch als Chance gesehen."
    Riko schwieg für einen Moment. Yelena wusste nicht was ihm gerade durch den Kopf ging und fügte nach einer längeren Pause hinzu: "Nun wisst müsst ihr ziemlich abschätzig von mir denken."
    "Nein", sagte Riko "Ich kann eure Reaktion nun besser verstehen als zu der Zeit als ich annahm, ihr hättet euch vom Gedanken nach Rache leiten lassen."
    "Wenn ich euch auch eine Frage stellen darf. Warum seid ihr mir eigentlich gefolgt?"
    "Wir kämpfen seit unserem ersten Einsatz Seite an Seite und haben uns seit dem als gut eingespieltes Team erwiesen. Ihr seit eine besondere Frau und ich hätte es mir nicht verziehen, wenn euch etwas zugestoßen wäre nachdem ihr verschwunden wart und Verena hätte es mir auch nicht verziehen."
    Yelena konnte spüren, wie sie errötete. Nach ihrem Streit hatte sie nicht angenommen, dass sie ihm so viel bedeutete. "Riko, ich muss mich bei euch entschuldigen. Dafür wie ich mich gegenüber euch benommen hatte seit wir hier angekommen sind", sagte sie schließlich und streckte ihm ihre freie Hand entgegen.
    "Wir waren alle durch die Neuschmiedung und die Schlacht unter Druck", entgegnete Riko und erwiderte die Geste indem er ihre Hand griff.
    "Gut, aber lasst uns vielleicht doch mal das Thema wechseln."

    Yelena konnte gar nicht genau sagen wie lange sie bereits im Bad waren. Sie hatte nie so viel mir dem Prinzen der Stormclaws geredet wie heute.
    "Hattest ihr eigentlich schonmal den Geschichten der Stammeskrieger beigewohnt?", fragte Riko amüsiert.
    "Nein, ich hatte bisher noch keinen Grund dazu gesehen. Warum fragt ihr?"
    "An Schwester Christinas Aussage scheint was dran zu sein. Die Geschichten des alten Schamanen wirken regelrecht kindlich und wenn Alarielle beschrieben wird fangen sie regelrecht an zu schwärmen, wie verliebte Jünglinge."
    Yelena gluckste, als sie sich versuchte sich die Szene vorzustellen. "Vielleicht sollte ich mir auch mal ein Bild davon machen. Ich denke aber ich sollte mich langsam zurückziehen, bevor ich noch Gefahr laufe zu einem Fisch zu mutieren."
    Sie drehte sich von ihm weg um ihr Laken zu greifen. Sie konnte regelrecht spüren wie Rikos Blick auf ihrem Rücken ruhte.
    "Was ist?", fragte sie ein wenig verlegen.
    "Ihr seid wunderschön. In meiner Heimat würde sich jeder Häuptling glücklich schätzen eine Gemahlin mit solch einer Figur an seiner Seite zu haben."
    Yelena sah Riko überrascht an. Sie hatte sich bis heute nicht so wirklich an den Anblick ihres deutlich muskulöseren Körperbau gewöhnt.
    "Ihr Bewohner aus Ghur steht auf muskulöse Frauen?", fragte sie mit hochgezogenen Augenbraue.
    "Wir mögen starke Frauen. Sie sind eine gute Unterstützung in einer Welt wie Ghur die Stärke verlangt und in der es wichtig ist, dass man sich verteidigen kann. Ihr seid eine Starke Frau, Yelena, sowohl charakterlich, als auch körperlich und das mag ich an euch"
    "Das sagt ihr doch jetzt nur so", sagte sie und ließ sich erneut neben ihm nieder. "Ich kann mich bis heute nicht so wirklich an dieses Aussehen gewöhnen. Hatte ihr eine Gemahlin die diesen Vorstellungen entsprach?"
    "Ich war nur der zweite Sohn. Wenn es solche Frauen im Stamm gegeben hätte, wäre sie wohl eher Samuels Gefährtin geworden. Ich hatte eine Weggefährtin. Ihr rötliches Haar kam der Mähne eines Löwen gleich und sie war eine erstaunlich gute Kletterin. Manchmal träume ich noch von ihr."
    "Es tut mir leid", sagte Yelena ein wenig betroffen.
    "Muss es euch nicht. Es ist unser Schicksal als Stormcast Eternals, dass wir alle Bekannte verloren haben und auch zukünftig verlieren werden. Wir müssen einfach damit leben und weitermachen. Trotzdem würde ich euch gerne an meiner Seite wissen."
    Rikos Blick verriet ihr, dass er es ernst meinte.
    "Ich habe mir nie wirklich Gedanken darum gemacht." entgegnete sie und musterte den Häuptlingssohn zum ersten Mal so wie er sie gemustert hatte.
    Riko grinste: "Eurem Blick und Geruch zu urteilen seid ihr nicht abgeneigt. Oder habt ihr Ordensschwestern ein Gelübde abgelegt, dass körperliche Nähe zwischen uns beiden verbieten würde?"
    Yelena gluckste: "Ihr redet über einen Orden der Göttin des Lebens. " Sie
    beugte sich zu ihm rüber und küsste ihn bevor sie ihm ins Ohr hauchte: "Zeigt mir was ein Häuptlingssohn so drauf hat. Aber nicht hier. Verena hält Wache, wir haben das Zelt für uns. "
    Yelena griff nach dem Laken, hüllte sich darin ein, verließ das Bad und erreichte erreichte unbemerkt das Zelt. Wenige Augenblicke später stand Riko vor ihr im Zelteingang, lediglich mit dem Unterteil der türkisfarbenen Tunika bekleidet. Yelena lüftet das Laken in das sie eingewickelt war und deutete ihm näher zu kommen.

    "Yelena, bist du fertig? Oh … wie ich sehe habt ihr beide euch vertragen. "
    Yelena öffnete ihre Augen. Verena stand im Zelteingang, schelmisch grinsend.
    Riko lag immer noch neben ihr und hatte seinen Arm noch immer um sie gelegt.
    "Ich geb euch beiden noch einen Moment ", sagte Verena und ging zurück nach draussen.
    Yelena sah zu Riko rüber und strich ihm durch die Haare. Riko erwachte "Guten Morgen, habt ihr euch den Rest der Nacht besser erholt?”, fragte er gähnend
    “Besser erholt als all die Nächte davor”, sagte Yelena und begann ihren Brustkorb mit den Bandagen abzubinden. Wir haben wohl nur etwas lange geschlafen, nachdem Verena gerade in der Tür stand.”
    “Denkst du das die anderen über uns reden werden?”, fragte Riko amüsiert, als er das den unteren Teil seiner Tunika überzog.

    “Nicht mehr als sie wahrscheinlich über uns geredet haben, als wir noch im tiefsten Streit waren”, entgegnete Yelena, die begann die ersten Teile ihrer Rüstung anzulegen. “Die anderen werden euch aber wahrscheinlich irgendwann suchen.

    “Aye, ich bin dann mal weg. Wir sehen uns später”. Riko verließ das Zelt. Yelena konnte im Augenwinkel sehen wie Verena ihm nachsah bevor sie wieder ins Zelt trat.
    “Wie ich sehe hast du eine andere Form der ‘Entspannung’ gefunden. Hätte war nicht gedacht das es Riko sein würde nach eurer Spannung in der letzten Zeit. Aber ich muss sagen, du hast Geschmack”, sagte Verena, immer noch schelmisch grinsend. “Wie kam es dazu?”

    “Wir sind uns in der Nacht im Bad begegnet und das eine führte zum nächsten”, entgegnete Yelena.
    “Soll ich euch beiden das Zelt heute nacht nochmal überlassen?” fragte sie zwinkernd.
    Yelena, merkte wie sie sichtlich errötete. “Hör auf damit”
    “Schon gut, ich necke dich doch nur ein wenig”, sagte Verena lachend. “Ich bin allgemein froh zu sehen, dass es dir besser geht. Komm, unsere Gefolge warten sicher schon.”

  8. #28
    Testspieler
    Avatar von Eiserner Vulkan
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    Habe gerade die beiden letzten Geschichten "Nachtdienst" und "Die Annäherung" gelesen und wurde wieder sehr gut unterhalten!
    In beiden Fällen erfährt man mehr über den Hintergrund der Protagonisten, insbesondere zu Yelena, was mir gut gefällt. Die Charaktere bekommen etwas mehr Tiefgang und auch die immer wieder auftretenden Meinungsverschiedenheiten/Konflikte zwischen Riko und Yelena erklären sich jetzt. Generell finde ich das Thema schön gewählt, die persönlichen Probleme der Helden und wie sie damit umgehen sind eine sehr willkommene Abwechslung zu den Kriegsgeschichten.

    Ein einziger kleiner Kritikpunkt ist mir jedoch dennoch aufgefallen: Offenbar hat dir die Autokorrektur öfter mal dazwischengefunkt und aus "die" wurde "dir" oder aus "Nagloch" wurde "Nagash"

  9. #29
    Sigmars Bibliothekar Tabletop-Fanatiker
    Avatar von emmachine
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    4.915

    Standard

    Danke, dass es dir gefällt.

    Ja, die Autokorrektur beim Smartphone (wenn ich denn mal auf dem Smartphone schreibe) ist teilweise echt grausam.

    Beide Fälle korrigiert.

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