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  1. #11
    Codexleser
    Avatar von Damaskus213
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    Hey Sister,

    bin letzte Woche auf diesen Thread aufmerksam geworden und dadurch erst auf die Stargazer Reihe.
    Dank wenig zeit habe ich doch ne ganze Woche benötigt um die Reihe zu lesen.
    Erstmal ein großes Lob von mir, liest sich super und ich freue mich das es weiter geht.

    Es haben sich damit schon Fragen geklärt, die ich mir am Ende von Stargazer gestellt habe.
    Ob Lenhims Trupp überlebt hat zum Beispiel. Aber wir wissen jetzt, dass er, Rahael, Melbin und Gorak auf jedenfall überlebt haben. Was Itias anging, da hat noch nicht eine gewisse Kommis... Äh ich meine Regimentsärztin ihre Finger im Spiel gehabt, bezügl des plötzlichen Ablebens?

    Was ist eigentlich mit Rebis passiert? Lebt der noch? Kam in Stargazer nicht zur Sprache und auch bis jetzt noch nicht. Ob Retexter noch lebt weiß man auch nicht, wenn ich mich nicht täusche.

    Den Ausdruck Neo-Barbaren hast du der Honor Harrington Reihe entliehen oder? :P

    Aber der arme Ekko Luftkavallerie oh man. Und ich seh schon, dass Rahael sich jetzt bei den Kasrkin bewirbt, da der Kommando Trupp ja aufgefüllt werden muss.
    Des Weiteren bin ich auf das erste Zusammentreffen der Inquisitorin mit Sile gespannt.

    Ich freu mich schon auf die nächsten Teile.

  2. #12
    Blisterschnorrer
    Avatar von Sistermarynapalm
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    Hallo,

    Danke für dein Review.

    Tja, dann heißt es wohl: Willkommen, Freund! Willkommen im Regiment das Verrückte macht. Schön, dass du hergefunden hast und schön, dass dir Stargazer gut gefallen hat :-D

    Welche Charaktere leben, welche auftauchen und welche von Bedeutung sind wird sich in den nächsten Kapiteln noch erschließen. Von daher nur ein wenig Geduld!

    Leider musste ich im Mai kurzfristig ins Ausland und bin bisher nicht dazu gekommen weiterzuschreiben.

    Etwa 60 Prozent des neuen Kapitels sind fertig, es wird aber noch etwas dauern. Reallife geht nun mal etwas vor.


    Liebe Grüße

    (Neo-Barbaren hatte ich so ähnlich mal in einer früheren Geschichte von mir erfunden. Da waren es Neo-Vandalen. Aber ja, das Neo-Barbaren von Miss Honor gefiel mir damals deutlich besser, sodass es in meinen Sprachgebrauch übergegangen ist)

  3. #13
    Blisterschnorrer
    Avatar von Sistermarynapalm
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    Und weiter geht’s!
    Es hat mal wieder irrsinnig lange gedauert. Leider hatte das Reallife dann doch andere Dinge mit mir vor und ich war die meiste Zeit im Ausland.
    Vorerst wird es auch so bleiben, und so kann ich nur in kleinen Zeitfenstern schreiben … hm. Vielleicht sollte ich das 10-Zehen-System lernen, damit ich parallel schreiben kann.
    Ich kann mich nur für die Wartezeit entschuldigen und euch sagen: guckt einfach regelmäßig rein – so alle drei, vier Wochen – und mit viel Glück wird es fürs nächste Mal nicht so lange dauern.

    Aber dennoch:

    Viel Spaß beim Lesen!


    06
    Die Rückfahrt zum Feldlager verlief relativ ereignislos, sodass es der Colonel sogar schaffte, sein noch immer aufgeheiztes Gemüt in der kurzen Zeit zumindest ein wenig abzukühlen.
    Doch das änderte sich recht schnell, denn in dem Moment, da der schwere Stabswagen von der im Licht zweier Sonnen flimmernden Straße auf das Gelände des imperialen Feldlagers abbog, konnte Galardin Ekko die ersten Ausläufer des vollendeten Chaos auf sich zurollen sehen.
    Genaugenommen rollten sie nicht, sondern standen auf dem Zufahrtsweg zur Wache in einer langen Kolonne: Große Lastkraftwagen, Truppentransporter des Munitoriums, mit Platz für gut zwanzig Soldaten verstopften die Einfahrt zum Militärstützpunkt wie auch dessen direkt hinter der Wache gelegenen Hauptweg.
    In unauffällige Steppentarn-Uniformen gehüllte Soldaten liefen zwischen den Fahrzeugen umher, stiegen zu den Ladeflächen empor, auf denen – teilweise von Planen verdeckt – weitere Angehörige der Imperialen Armee saßen, glichen Listen miteinander ab und rätselten offensichtlich, was beim Thron ihnen gerade auf den Hof gefahren worden war.

    Selbst der Schlagbaum, eigentlich jenes Werkzeug einer Fahrzeugkontrolle, mit dem die auf das Gelände strebenden Vehikel normalerweise von einer ungestörten Weiterfahrt abgehalten wurden, schien den Überblick über die Situation verloren zu haben. Zumindest streckte er sich weit in die Höhe. Vielleicht versuchte er auch nur, sich nicht den Tumult verwickeln zu lassen.
    »Beim Barte des …«, brummte Ekko und lehnte sich zwischen die Vordersitze, um besser sehen zu können.
    Der Stabswagen wurde langsamer. »Was ist denn da los?«
    Einige Sekunden lang verfolgte der Colonel die Vorgänge um die Hauptzufahrt auf das Lager, dann richtete er seine Aufmerksamkeit auf den Fahrer. »Halten Sie hier.«
    Der wandte sich ihm erstaunt zu. »Hier, Sir?«
    »Ja«, bestätigte Ekko nickend. »Und dann drehen Sie um, fahren weg und tun so, als hätten Sie mich nicht gesehen.«
    Dies verwirrte den Fahrer umso mehr. »Ich … was?«
    »Vergessen Sie’s«, wiegelte der dunkelhaarige Basteter einen möglichen Diskurs über Sinn und Unsinn seiner Aussagen ab und seufzte schicksalsergeben. »Halten Sie einfach.«
    Langsam, beinahe schon gemächlich, kam der Stabswagen zu stehen. Ekko öffnete die Hintertür, noch bevor sein Transporteur die Möglichkeit erhielt, auszusteigen und ihm diese Aufgabe abzunehmen. »Kriegen Sie noch was? Muss ich was unterschreiben?«
    Wieder zog ein Schatten der Unsicherheit über das Antlitz des Mannes. »Nein, Sir«, erwiderte er.
    »Gut«, stellte der Colonel fest und stieg aus. Die Tür schlug mit einem scharfen Knall hinter ihm zu.
    Nun stand er direkt am Rand des wirbelnden Mahlstroms aus Menschen, Maschinen, Aufregung und Lärm.
    Ab und an geriet einer der großen LKWs in Bewegung, startete seinen Motor und stellte ihn wieder ab. Darüber tönten Gespräche, Rufen und Flüche, verteilt von einem ganzen Heer von Offizieren, Vertretern des Munitorium und Administratum, sowie Personen, die ihrem Verhalten nach nicht mehr als Katastrophentourismus betrieben.
    Gelangweilte Soldaten blickten teilnahmslos in der Gegend umher, verfolgten das wirre Treiben oder ließen ihre Augen in die Ferne schweifen; fort zu den aufragenden Silhouetten Serarehs, wo Dinge jenseits des grausigen Lebens in der Imperialen Armee warteten. Ob den meisten von ihnen wohl klar war, dass sie nicht mehr lange genug leben würden, um sich den Versuchungen von Wein, Weib und Gesang weiter hinzugeben?
    Ekko sinnierte eine Weile über die Frage und gestattete es sich, flüchtig an die horrenden Verluste seiner Einheit auf Agos Virgil zu denken.
    Dann allerdings kehrte sein Unterbewusstsein die Scherben der Vergangenheit zusammen, lud sie auf eine Schaufel und ließ diese in einem der tausend Aktenschränke in seinem gedanklichen Großraumbüro verschwinden.
    Und gleich bestimmten Ereignissen in vielen der Millionen Arrondissements des Administratums geriet die Erinnerung an Agos Virgil im Wirrwarr der verwaltungstechnischen Vorgänge in Colonel Ekkos Kopf in Vergessenheit. Übrig blieb nur ein leerer Blick, gelenkt von den Schemen der fernen Gebäudekomplexe und einer langsam verblassenden, melancholischen Grundstimmung.
    Der Colonel blinzelte, kehrte ins Hier und Jetzt seines eigenen Abenteuers zurück.
    Er registrierte, dass er ganz plötzlich nicht mehr zu den namenlosen Betrachtern der Szenerie gehörte, sondern Stückchen für Stückchen näher an den Ereignishorizont der allgemeinen Aufmerksamkeit geriet.
    Er setzte sich wieder in Bewegung, spürte die Augen einiger Soldaten auf sich ruhen.
    Sie blickten mehr oder weniger interessiert von den Ladeflächen der ihm nächsten Fahrzeuge herab, gleichermaßen erstaunt und beeindruckt, in die Nähe einer derart hohen Persönlichkeit gelangt zu sein.
    Leise Worte wurden ausgetauscht, immer mehr Infanteristen erhoben sich, beobachteten den sie Passierenden stumm, bis dieser schließlich stehen blieb und sich ihn zuwandte. »Und? Fühlen Sie sich schon schlecht?«
    Es dauerte eine Weile, bis sich der Sinn der Worte in allen Köpfen eingenistet hatte und die Erkenntnis verdrängte, dass ein so hochrangiger Offizier wie ein Colonel mit einfachen Soldaten sprach. Dann aber sahen die Männer einander an, ehrlich verunsichert ob dem, was der Colonel zu ihnen gesagt hatte.
    »Schlecht wegen was, Sir?«, traute sich schließlich einer zu fragen.
    »Sie machen mir Arbeit«, erklärte der Colonel, als sei dies selbstverständlich, allgemein bekannt und lediglich bei denen nicht angekommen, die es betraf. Postwendend verdunkelten sich einige der Gesichter.
    »Und jetzt setzen Sie sich wieder hin«, ordnete er an, mit dem Finger nachlässig in Richtung der geöffneten Fahrzeugsperre weisend. »Wenn Sie sich nämlich gleich den Kopf am Schlagbaum stoßen, machen Sie mir noch mehr Arbeit.«
    Die Männer starrten ihm noch hinterher, da hatte sich der Colonel bereits dem nächsten Problem zugewandt: eine Gruppe von Offizieren stand direkt im Zugang der Personenschleuse und diskutierte, ob sich der Prozess der Personalzuführung wohl beschleunigen lassen würde und ob dies mit möglichst geringem Aufwand zu bewerkstelligen sei.
    »Und was ist hier los?«, sprach Ekko einen der vor ihm stehenden Soldaten an, kam allerdings nur bis zum ‚hier‘, bevor ihn eine neuerliche Bewegung in den Augenwinkeln dazu veranlasste sich umzuwenden. »Oh, nein.«
    »Oh, doch«, schleuderte ihm das für sein Alter und seine Erlebnisse noch immer recht ansehnliche Antlitz von Captain Balgor eine beachtliche Portion Unzufriedenheit entgegen.
    Er und Ekko kannten sich seit vielen Jahren. Der erste Kontakt zwischen ihnen hatte sich während ihrer Dienstzeit in den Planetaren Verteidigungsstreitkräften von Bastet III ergeben, nun bereits mehr als ein Vierteljahrhundert her. In den folgenden Jahren war aus ihrer Kameradschaft eine Freundschaft erwachsen, die sich über einen mehrjährigen Dienst in der PVS und einem mehr oder weniger erzwungenen Wechsel zur Imperialen Armee erstreckte.
    Bis zu jenem Kampf, der sie über die Ebenen vor der Makropole Golgarad bis an die Tore der Himmelskathedrale von Agos Virgil geführt hatte.
    Niemand konnte leugnen, dass ein Kampf seine Opfer forderte. Krieg war eine grausame Angelegenheit und in all jenen, die keine Helden werden, brachte er die niedersten Instinkte und grausamsten Wesenszüge hervor.
    Ein Opfer der steten Schlachten war die Freundschaft von Ekko und Balgor gewesen. Das stete Ringen um die Vorherrschaft im Kampf gegen die Orks hatte das Vertrauen der beiden Männer ineinander ganz allmählich aufgerieben, bis es in der Not all seine Tugenden über Bord warf und sein Innerstes nach außen kehrte.
    Seitdem war zwischen ihn nichts mehr wie zuvor.
    »Stimmt«, gab der Colonel entnervt zu. »Ich hätte ahnen müssen, dass Sie mich direkt nach meiner Rückkehr aufspüren.«
    Der Captain starrte ihn wütend an. »Sie haben mir Major Carricks Posten gegeben?«, verteilte er seinen Missmut weiter über den unter ihnen residierenden Sand, ohne die Worte seines Vorgesetzt als eine Öse anzunehmen, in die sich seine nächste Bemerkung einhaken ließ.
    Ekko zuckte die Schultern. »Denken Sie, ich würde Retexer den Job überlassen?« Retexer, einer der dienstältesten Captains im 512. Regiment Sera, stand in der Rangordnung der Gefechtsoffiziere – vor allem in Hinblick auf Dienstzeit und Verwendungsdauer – mit Balgor fast auf einer Stufe.
    Allerdings hatte sich der Basteter in den vergangenen Schlachten als eine Person herausgestellt, die mehr in der eigenen Wunschvorstellung von Ruhm und Ehre denn in der Realität lebte. Tatsächlich hatte seine fast schon krankhaft-naive Ruhmessucht in Verbindungen mit den fehlgeleiteten Vorstellungen eines imperialen Kommissars die letzte Schlacht um die Himmelskathedrale eingeleitet, in deren Verlauf das 512. Regiment die sorgfältig eingerichteten Stellungen hatte aufgeben müssen und in das Innerste des imperialen Heiligtums zurückgewichen war, um dort Stück für Stück aufgerieben zu werden.
    Von den gut sechzig Mann aus Retexers Zug blieben nur sieben übrig – unter ihnen der Captain selbst, der sich und seine Überlebenden sofort freiwillig meldete, um wieder in den Kampf um Agos Virgil zu gehen. Dafür sammelte er sogar all jene um sich, deren Offiziere in der Schlacht gefallen waren, egal, ob sie ihm truppendienstlich unterstanden oder überhaupt dem Regiment zugeordnet waren.
    So einem Menschen vertraute man kein Regiment an. Nicht, wenn man es später selbst noch als vertrauensstiftender Kommandeur führen wollte. Wobei … nicht einmal Ekko konnte glauben, dass er als vertrauenswürdige Person galt.
    Nicht unter jenen, die an seiner Seite um die Himmelskathedrale gekämpft hatten.
    Allerdings war er recht erfolgreich dabei, dieses Faktum zu ignorieren. Und so blickte er sein Gegenüber mit hochgezogener Augenbraue lediglich an. »Oder haben Sie kein Vertrauen zu sich?«
    Diese Aussage entlockte dem Captain ein abschätziges Schnauben. »Doch, Sir. Zu mir habe ich größtes Vertrauen. Aber es geht hier ja nicht um mich.«
    Ein Moment der Stille setzte ein, gewann an Form und Farbe und umstrich die beiden Männer gleich einem zarten Windhauch, bevor er seinen Weg in die Unendlichkeit fortsetzte, kleine Fußabdrücke auf dem sandigen Boden hinterlassend.
    Ekko schnalzte anerkennend mit der Zunge. Dass er nicht so meinte, wurde recht schnell klar. »Tja. Stellst du dumme Fragen, kriegst du dumme Antworten.«
    »Es gibt keine dummen Fragen, Colonel«, erinnerte ihn Balgor. »Nur unsachgemäße. Und genauso wenig gibt es dumme Antworten – nur angepasste.«
    »Ah«, begriff Ekko, indem er nickte. »Stellst du unsachgemäße Fragen, kriegst du angepasste Antworten. Ich verstehe. Aber sagen Sie …«, begann er einen neuen Abschnitt des Gesprächs, vergaß ihn aber umgehend wieder.
    Eine Gruppe von rangniederen Offizieren kam ihnen entgegen. Sobald sie die beiden erkannten – oder besseren deren Ränge – schnellten ihre Hände zum militärisch zackigen Gruß an die Ränder ihrer Kopfbedeckungen. Immerhin salutierte man in der Imperialen Armee dem Rang, nicht dem Mann.
    Balgor und Ekko erwiderten den Gruß.
    »Willkommen«, begrüßte der Regimentskommandeur die Gruppe im Vorbeigehen. »Ich freue mich, dass Sie so zahlreich erschienen sind.«
    Sein Begleiter schnaubte missvergnügt.
    Der Colonel wartete noch einen Moment, bis die anderen Soldaten vorbei waren, dann beugte er sich zu seinem temporären Stellvertreter: »Aber jetzt mal ganz ehrlich, Balgor: Was sind das für Leute?«, wollte er wissen.
    »Das können Sie vermutlich besser einschätzen als ich, Colonel«, brummte der Captain missmutig. »Das ist unser Ersatz.«
    Der Colonel fuhr herum, ließ seinen Blick über die lange Kolonne wandern und wandte sich dann wieder seinem Begleiter zu. »Was denn? Die paar LKW-Ladungen voll Motivation?«
    »Ich weiß wirklich nicht, wo Sie Ihre Informationen hernehmen, Ekko«, erhielt er zur Antwort.
    »Von Ihnen, Balgor.« Das stimmte, half der Klärung der Situation aber auch nicht wirklich.
    Weiter vorne, nahe dem Haupttor des Lagers, ertönte ein scharf gebellter Befehl. Nacheinander sprangen die Motoren der Lastwagen an, bliesen unsauber verbranntes Promethium in die Luft. Innerhalb kürzester Zeit legte sich ein unsichtbarer, drückender Gestank über die Zufahrt zum Feldlager, kroch durch den engmaschigen Schutzzaun und über die dahinterliegende Mauer und schickte sich an, die jenseits davon lebenden Männer und Frauen ganz allmählich mit seinen toxischen Inhaltsstoffen zu vergiften.
    »Wenn Sie es mir nicht gesagt hätten, würde ich hier immer noch herumlaufen und mich fragen wer, beim Thron, hier alles reingelassen wird«, fuhr der Colonel ironisch fort.
    »Das habe ich mich auch gefragt«, meinte sein Begleiter ungerührt. »Vor allem frage ich mich inzwischen, wer hier so alles den Ton angeben darf.«
    »Sehen Sie? Deswegen habe ich Sie ja zum stellvertretenden Regimentskommandeur bestellt.«
    »Welche weise Entscheidung von Ihnen.«
    »Wenn Sie den Job nicht wollen, Balgor, dann suche ich mir jemand anderen dafür«, bot der Regimentskommandeur an, wurde von dem Captain jedoch beinahe postwendend unterbrochen.
    »Doch, doch«, erwiderte dieser, indem er die abwehrend Arme hob. »Ich mache das, Colonel. Kein Problem. Aber ich mache es auf meine Weise.«
    Ekko nickte. »Solange Sie nicht vergessen, wer der Kommandeur ist.«
    »Das wird nicht passieren«, versicherte ihm Balgor mit kühler Stimme. »Sie bringen sich ja stets sehr erfolgreich in Erinnerung.
    Sein Gegenüber zuckte die Achseln: »Dann überlasse ich Ihnen hiermit gerne das Feld. Viel Spaß«, und machte sich auf, das Feldlager durch die parallel zur Fahrzeugschleuse verlaufenden Personenschleuse zu betreten.
    »Carrick muss ja was Großes geleistet haben, dass Sie ihm die Gunst gewähren, sich von der Truppe entfernen zu dürfen«, rief ihm der Captain nach einigen Momenten des Schweigens hinter.
    »Sie hätten sich ja auch eine Frau suchen können, Balgor. Dann könnten Sie jetzt derjenige sein, der ihr beim Sterben zusieht«, schlug der Colonel vor und wandte sich in der Hoffnung um sehen zu können, wie der Mund des Captains geräuschlos zuklappte.
    Doch so weit kam er nicht einmal. Eine andere Entdeckung fing seine Neugier ein und hielt sie mit aller Macht in ihrem Bann, sodass er den Kompaniechef innerhalb weniger Herzschläge vollkommen vergaß.
    Zwei Personen standen auf der anderen Seite von dem, den man in diesen Breiten Bastets als Hauptstraße zu bezeichnen pflegte.
    Das war an sich nichts Ungewöhnliches. Immerhin handelte es sich um einen öffentlich begehbaren Weg, den jeder Mensch nach Belieben und persönlicher Präferenz nutzen konnte.
    Dennoch: Es gab da zwei Dinge, die den Colonel stutzig machten.
    Zum einen befand sich das Feldlager der Imperialen Armee abseits der gängigen Wegesrouten oder bewohnbaren Gebiete Serarehs. Man kam nicht einfach zufällig daran vorbei, weil man sich auf einer Pilgerreise oder einer Wanderung befand.
    Nein. Man musste in die Nähe des Stützpunktes wollen, um in seine Nähe zu gelangen.
    Und dann war da noch das Erscheinungsbild der beiden Personen.
    Sie wirkten elitär; Mitglieder gesellschaftlich gehobener – oder zumindest angesehener – Schichten, nicht wie einfache Wanderer.
    Zudem erweckten sie nicht den Eindruck, für irgendeine Form längerfristiger Bewegungshandlungen an irgendeinem beliebigen Ort Bastets gerüstet zu sein.
    Die eine Person, groß und massig erscheinend – womöglich männlich – und in weinrote Gewänder gekleidet, schien ein Priester des Ministorums zu sein. Auf die Entfernung ließen sich keinerlei Siegel oder Insignien an seiner Kleidung ausmachen, aber in Form und Aussehen glich sich die Gestalt an Ekkos Vorstellung eines Priesters an.
    Die Begleitung war deutlich kleiner, aber in ihren Formen auch stärker ausgeprägt und in nicht minder reiche Gewandung gehüllt, farblich irgendwo im Bereich des Violetten oder Purpurnen angesiedelt.
    Beinahe postwendend fühlte sich Ekko an die ansehnliche Gestalt Galia Sinwells zurückerinnert.
    Und irgendwo zwischen Erinnerungen an das Inquisitionssignum in Sinwells Ausschnitt, das wie ein Klöppel zwischen zwei Glocken hin und her schwang in dem verzweifelten Versuch einen Ton zu erzeugen, wurde eine beunruhigende Vermutung geboren.
    Ein Gefühl der Warnung, das ganz allmählich in seinem Innersten aufschäumte ähnlich Armasec in einer Flasche, die man viel zu lange schüttelte.
    Er hätte später nicht einmal mehr sagen können, was genau ihn besorgte. Vielleicht die Erinnerung? Das Wissen, dass die Inquisition in Form von Galia Sinwell in sein Leben getreten war; erneut, wenn man es genau betrachten wollte?
    Der Imperator schickte ihm seine Bluthunde ein ums andere Mal auf den Hals. Und sicherlich geschah es nicht, weil man Colonel Galardin Alberic Ekko für einen Vorzeigeoffizier hielt.
    »Ich verstehe«, bemerkte Balgor plötzlich mit sehr ruhiger Stimme.
    Überrascht fiel Ekko aus seiner Gedankenwelt, löste sich vom Anblick der beiden Besucher und ließ es zu, dass sich seine Aufmerksamkeit zurück auf den anderen Offizier fokussierte.
    Wie lange er wirklich über den Worten seines Vorgesetzten gebrütet hatte, würde sich schlussendlich nicht mehr feststellen lassen. Fest stand allerdings, dass ihn die Erkenntnis stärker berührt zu haben schien, als es der Colonel vermutet hatte.
    Einige Herzschläge mehr vergingen, während der Captain in eine Welt jenseits der Einöde starrte, dann nickte er, wandte sich ab und ging wortlos in die andere Richtung.
    Ekko sah ihm eine Weile lang nach, bevor er seine Aufmerksamkeit zurück zu den Fremden schwenkte und erstaunt blinzelte.
    Die beiden seltsamen Beobachter waren verschwunden.
    Lediglich flimmernd heiße Luft stieg vom sandigen Boden jenseits der Straße auf.
    Der Colonel stutzte. Konnte es sein, dass er sich die beiden nur eingebildet hatte? Eine Reaktion auf all die eigenartigen Geschehnisse um ihn herum?
    Nicht, dass ihm so etwas nicht schon vorher passiert war. Oft schon hatte er geglaubt sich Dinge einzubilden, meistens vor oder nach einem ihn verändernden Erlebnis. Fast so, als würde der große Imperator ihn mit einem süffisanten Lächeln quälen, das mehr zu sagen vermochte als es jede Aussage gekonnte hätte; sei es nun »Weißt du noch?« oder »Guck mal was da kommt!«.
    Dennoch: Aus irgendeinem Grund wollte und konnte er einfach nicht glauben, dass es sich bei der Erscheinung um eine seelische Fata Morgana handelte. Dafür kannte er die Verschlagenheit der ekklesiearchischen Institutionen viel zu gut.
    Es stand etwas bevor. Und diese beiden waren die Vorboten des drohenden Unheils.
    »Thronverdammte Touristen«, brummte er, bevor er seinen Weg in Richtung der Personenschleuse fortsetzte.
    Hinter ihm erstarben die Motoren der großen Transporter in einem gewaltig erscheinenden Seufzer.
    Sie kamen einfach nicht weiter.

    ***
    Woher der Name »Camp Mahnmal« wirklich stammte, ließ sich rückwirkend nicht mehr ergründen.
    Vermutlich war er so alt wie die Zeltstadt selbst, in der die wenig Glücklichen, die Auserwählten für den Dienst in der Imperialen Armee, zusammengepfercht und auf ihre zukünftige Aufgabe vorbereitet wurden.
    Als sicher galt nur, dass er wirklich von Soldaten erfunden und vergeben worden war.
    Was wäre auch passender gewesen, als dass diejenigen, deren Schicksal besiegelt und deren Überleben vom Wohlwollen des Imperators abhängig war, sich die Bezeichnung für ihr Leid selbst aussuchten?
    Und sowohl für die Außenstehenden als auch die in seinem Innern Gefangenen glich das Feldlager einem Mahnmal auf erschreckend erstaunliche Weise. Ein Requiem für all diejenigen, denen das Schicksal des großen Herren der Menschen zuteilwurde: Im ewigen Kampf um das Überleben der Menschheit gefangen, starben sie und wurden wiedergeboren, um erneut in das Elysium der Schlacht geworfen zu werden.
    Zeigt Demut, ehrenwerte Bürger des Imperiums der Menschheit; denn die Todgeweihten grüßen euch!
    Der Zynismus des Ganzen entzog sich Ekko beileibe nicht. Schon bei seinem ersten Transfer aus dem glutheißen Schoß Basets weg in das Herz des galaktischen Fleischwolfs hatte er die Bösartigkeit hinter den Worten registriert, allerdings ohne ihnen zu viel Bedeutung beizumessen.
    Dafür kümmerte ihn das Leid anderer viel zu wenig.
    Er selbst war verloren. Gestrandet in einem Universum, das ihn weder wollte noch ihn wirklich gehen ließ.
    Und der Verlust, den ihm diese Tatsache beibrachte, wischte jede andere Empfindung beiseite.
    Dieses Mal jedoch war es anders.
    Er stand wieder hier. Zurück an jenem Ort, der sein Leiden auf eine neue Stufe gehoben hatte.
    Und das Wissen, die Erkenntnis der Tatsache, dass sich in seinem Leben nicht viel mehr verschob als die Front eines Krieges, den er für andere focht, ließ ihn schier wahnsinnig werden.
    Ein wenig erinnerte ihn seine Situation an den schauerlichen Alltag imperialer Versorgungshäuser: Wenn das Fleisch beim Füllen des Fleischwolfs daneben fiel, hob man es auf, putzte es sauber und warf es wieder rein.
    Wen kümmerten schon Hygienevorschriften?
    Im Grunde war es keine hohe Kunst, den Kreislauf des Lebens zu verstehen. Als Colonel kannte man sich damit aus; sei es nun aus eigenem Erleben oder dem Schicksal der Untergebenen. Die Wege des Hohen Herren der Menschheit waren unergründlich. Man lernte, sie zu akzeptieren und stumpfte mit der Zeit ab.
    Manchmal allerdings gelang es dem Imperator und seinem treuen Komplizen, dem Universum, dem Sud aus Leben und Sterben ein klein wenig Würze zu verleihen.
    Auch das kannte man als imperialer Colonel sehr gut. Besonders, wenn man Galardin Ekko hieß. Die hämische Grausamkeit, mit dem ihn das schelmische Gespann aus dem Herzen der Ewigkeit heraus vor immer neue Prüfungen stellte, teils dramatisch, teils unglaublich absurd, hatte den Basteter schon mehr als einmal beinahe das Leben gekostet. Und nicht nur einmal war der Grund dafür sein eigenes Bestreben.
    Dennoch: Während seine Pfeiler brachen, seine Vertrauten vergingen und sein Glück sich in eine Achterbahnfahrt durch Pest und Cholera wandelte, gewann der Colonel immer mehr Fahrt auf seinem Weg in Richtung Ewigkeit. Fast so, als wenn ihm sein Unterbewusstsein unbeirrbar vorwärts trieb: »Komm schon, Galard – da geht noch was! Tritt aufs Gas, Junge! Wenn tot, dann richtig!«
    Allerdings kam er sich nicht so vor, als wenn er dabei wirklich Fortschritte erzielte.
    Wie eine schneeweiße Fläche, auf der man beschleunigte und beschleunigte, bis sich einem die Frage aufdrängte, wie schnell man wohl gerade sei – nur um in diesem Moment über den unsichtbaren Rand ebenjener Fläche zu fahren und in einem weiten Bogen ins düstere Nichts abzutauchen.
    Nicht gerade eine angenehme Vorstellung.
    Trotzdem gelang es Ekko nicht, den Fuß vom Gas zu nehmen. Er musste einfach schneller werden. Er wollte es.
    Sein Leben, ein Gleis ohne Wiederkehr. All diejenigen einholen, die er liebte und verehrte, die er hasste und verachtete. Er würde an ihnen vorbeiziehen wie ein Gewinner bei einem Autorennen und ihnen winken, während er im Nebel des Vergessens verschwand. »Macht’s gut Leute und danke für den … Fisch?«
    Gleich einem Reh im Scheinwerferlicht schreckte Galardin Ekkos letzter Gedanke auf, blickte sich verwirrt um und stellte dann ebenso erstaunt fest, dass er sich offensichtlich in der falschen Überlegung festgesetzt hatte.
    Ein leises Wort der Entschuldigung murmelnd verzog er sich und stellte sich an einer der anderen Gedankenbahnen an, welche parallel im Unterbewusstsein des Colonels abliefen. Was es wohl heute in der Kantine gibt?, schoss es dem Basteter durch den Kopf, obwohl er sich die Antwort darauf bereits selbst gegeben hatte.
    Nachdenklich blieb er stehen und blickte sich um. Anderthalb Mann hohe, großflächige Armeezelte erhoben sich beiderseits des schmalen Sandwegs, den er gerade entlangschritt. Aus Stoff bestehende Klippen, die eine enge Schlucht begrenzten.
    Sie wirkten bedrohlich. Nicht unbedingt aufgrund der Höhe. Die ließ sich noch einigermaßen gut einschätzen und beobachten.
    Nein. Vielmehr war es die schiere Masse an Material, die den Colonel einengte und ihn des Platzes beraubte, den er für das eigene Wohlbefinden benötigte.
    Am liebsten wäre er eine der Stoffflächen emporgeklettert, um sich einen Überblick zu verschaffen. Leider war das nicht möglich – nicht nur aufgrund der Abwesenheit von Haltemöglichkeiten – und so wurde es immer offensichtlicher. Er konnte es nicht länger leugnen: er hatte sich verlaufen.
    Eine unerfreuliche Tatsache, denn als Colonel stand er natürlich im Mittelpunkt des Interesses seiner Einheit.
    Ekko seufzte. Da ließ sich wohl nichts machen. Wenn es ihm gelang, dieser unheimlichen Schlucht zu entkommen, ohne dass er zwischenzeitlich verdurstete, dann würde er sich vor seinem nächsten Marsch mit ausreichend Kartenmaterial eindecken.
    Etwas raschelte hinter ihm. Er fuhr herum.
    Ein einsamer Soldat, schwer beladen mit Rucksack, Taschen und seiner persönlichen Ausrüstung irrte zwischen den Zelten umher, suchte wie Ekko nach einem Ausweg aus dem Labyrinth – oder zumindest nach jemandem, der ihm diesen Weg weisen konnte.
    Der Colonel schürzte die Lippen. Das sah doch nach dem perfekten Ansprechpartner für ihn aus.
    »Hey, Soldat«, sprach er den jungen Mann, der sofort sämtliches Gepäck fallen ließ, um dem vorgesetzten Offizier gegenüber in Habacht-Stellung zu gehen.
    Eine beeindruckende Staubwolke stieg um ihn herum in die Höhe, die der Soldat nur mit der Kraft seines starr geradeaus gerichteten Blicks zu ignorieren versuchte.
    Es gelang ihm. Zumindest teilweise. »Sir?«, antwortete er, während seine Augen kurz zu den seine Beine umschwirrenden Partikeln schweiften.
    »Ich suche Krood.«
    Der Name schien dem Soldaten rein gar nichts zu sagen. »Krood, Sir?«
    Perfekt, dachte Ekko, bevor er sich räusperte. »Sind Sie einer von den Neuen?«
    Der Angesprochene nickte.
    »Krood ist unser Kasrkin-Sergeant«, erklärte der Regimentskommandeur und seufzte dann leise. »Vergessen Sie es. Sie werden ihn noch kennenlernen.« Er winkte ab, scheuchte das Thema in die Tiefen des augenblicklichen Vergessens. »Wo kommen Sie her?«
    »Siebenundsechzigstes Reserveregiment der Planetaren Verteidigungsstreitkräfte von Bastet, Sir.« Die Reserveregimenter der Planetaren Verteidigungsstreitkräfte waren ein Sonderkonstrukt der Militärführung auf Bastet III. Da sich die Welt nicht gerade einer hohen Bevölkerungsdichte rühmen konnte und dennoch bisweilen im Fokus großer feindlicher Ansammlungen stand – seien es die Orks oder irgendwelche Spontan-Häresien – hatten die Basteter zusätzlich ihren aktiven PVS-Einheiten und den obligatorischen Zehnt-Regimentern für den Bedarf der Imperialen sogenannte Reserveregimenter eingeführt. Einheiten, die jene Seelen beherbergten, aus denen man den Ersatz für Verluste der Imperialen Armee und der PVS-Truppen abzweigte. Dies geschah meist bei Ausfällen kleinerer Einheiten, sozusagen als Flicken für das entstandene Loch.
    Das Besondere an diesen Reserveregimentern war, dass sie auf bestimmte Arten der Kampfführung spezialisiert waren und man durch ihre Verwendung jegliche Spezialisierung an einen anderen Ort bringen konnte.
    So blieben die Soldaten stets im Training und konnten nach Bedarf und Spezialisierung herangezogen werden, während neue Rekruten ins Training nachgezogen wurden.
    Das mochte umständlich erscheinen, für Bastet allerdings war es die beste Lösung. So konnte man die Reserveregimenter im Notfall stückchenweise in den Kampf führen, ohne dass das gesamte Personal direkt verloren war.
    Ekko schürzte verstehend die Lippen und neigte den Kopf. »Ah«, sagte er. »Und woher kommen Sie?«, wiederholte er die Frage.
    Dieses Mal dauerte es ein wenig, bevor die Frage die innere Barriere des Verstehens überwunden und sich einen Weg ins Innere der Gedankenwelt des Soldaten gebahnt hatte. »Oh«, brachte der Mann hervor. »Das …« Er versteifte sich. »Aus Maretrem. Das ist ein kleines Dorf zwischen Selukreh und Saremreh.«
    »Ja«, wusste der Colonel zu bestätigen. »Ich kenne Maret. Ich war vor langer Zeit mal dort. Gibt es diese kleinen Gärten noch, die damals das Flussufer gesäumt haben?«
    »Gärten?«, fragte der andere, bevor er den Kopf schüttelte. »Nein, Sir. Die wurden bei der großen Flut vor zwei Jahren weggespült.«
    Ekko seufzte. »Schade.«
    »Colonel?«, erklang eine weitere Stimme hinter ihnen. »Was machen Sie denn hier?«
    Der Regimentskommandeur fuhr herum.
    Ihm gegenüber stand Captain Fendel. Er war einer von insgesamt drei überlebenden Stabsoffizieren – nahm man einmal Ekko, Carrick und Balgor außen vor – und hatte während der Schlacht von Agos Virgil die Verteidigung des dritten Rings der Himmelskathedrale organisiert, als die restliche Verteidigung längst zusammengebrochen war.
    Dabei wirkte er nicht einmal wie ein Soldat, dem man eine solche Aufgabe zumutete. Er wirkte mehr wie ein etwas untersetzter, pubertierender Jugendlicher, dem die Sonne bereits einige tiefe Furchen in die gegerbte Haut gebrannt hatte. Mit einem Bart, gerade erst richtig zu sprießen begonnen hatte und seiner dunklen Hautfarbe ein wenig Form verlieh sowie dem etwas unbeholfenen Gang eines Mannes, dessen Anzug beim letzten Regen eingelaufen war. Als Alternativszenario bot sich Inkontinenz an.
    Natürlich wusste Ekko, dass Fendel ein ausgezeichneter Offizier war, dessen Effektivität sich in seiner Zusammenarbeit mit Captain Solmaar, einem von Ekkos anderen Überlebenden, am Stärksten zeigte.
    Was die beiden Offiziere bei der Verteidigung von Agos Virgil geleistet hatten, entbehrte jeglicher logischen Erklärung und konnte nur mit »der Imperator wollte es so!« verständlich gemacht werden.
    Ekko hoffte, dass ihm der Captain beim Wiederaufbau des Regiments ebenso gute Dienste leisten würde. »Ich suche Krood. Wissen Sie, wo er ist?«
    »Krood? Natürlich. Ich habe ihn bei Kantine Eins gesehen. Die dritte Querung links, dann geradeaus.«
    Der Colonel seufzte. »Wo waren Sie, als ich Sie gesucht habe?«
    »Kantine Eins. Dritte Querung links, dann geradeaus«, gab der Captain zu verstehen. Vielleicht wiederholte er sich auch nur.
    Ekko schnippte ihm Anerkennung zu. »Danke.« Dann wandte er sich an den verlorenen Soldaten. »Der Captain wird Ihnen helfen. Wir unterhalten uns später.«
    Dann ging er, ließ den Captain und den Neuling einfach stehen, als seien sie aus seinem Bewusstsein gefallen. Waren sie in diesem Moment auch.
    Wortlos folgte der Colonel dem angezeigten Weg, marschierte durch die flimmernde Luft, die sich vor ihm ausbreitete wie tanzende Spiegelbilder, ihm auswich und ihn lockte, nur um ihn freizugeben und ihrem wilden Spiel in seinem Rücken zu frönen.
    Dritte Querung links, hatte Fendel gesagt. Eigentlich war der Colonel davon ausgegangen, dass die dritte Querung nicht weit von seinem Startpunkt entfernt liegen würde, aber der leise rieselnde Sand unter seinen Füßen, die flirrende Luft und drückende Hitze ließen seine Sinne verschwimmen und suggerierten ihm, er habe sein Ziel bereits um Meilen verpasst.
    Glücklicherweise überzeugte ihn ein windschiefer Wegweiser, dass dem doch nicht so war.
    Ekko erreichte die genannte Abbiegung und folgte ihr.
    Da stand er.
    Direkt vor dem riesigen Zelt, auf dem ein leicht verwittertes Schild den hungerstillenden Wert der Kantine anpries.
    Ein einsamer imperialer Unteroffizier. Ein Mahnmal des organisierten Widerstands gegen das Leben, das so kurz nach der Mittagszeit rund um die Kantine florierte.
    Wo andere Soldaten schwatzten, das Essen und die Küche verfluchten oder lobten, stand der Truppführer der Kasrkin still an einem zur Mülltonne umfunktionierten Fass und rauchte ein Lho-Stäbchen.
    Gren Krood gehörte zu jener Sorte von Menschen, die eine Laserwaffe nur anzusehen brauchten, damit diese sich feuerbereit meldete. Ihm wohnte eine gewisse Aura Inne. Eine unheimliche Präsenz, die seinen Gesprächsgegnern eine lakonische Vorausdeutung der sich entwickelnden Situation unterbreitete. Meist lautete diese stirb. Natürlich ließ sich dieser Wortschatz variabel erweitern, zumeist jedoch begnügte sich der cadianische Elite-Sergeant damit, kurze, klare Aussagen zu tätigten und dem Gegenüber die Erläuterung zu überlassen.
    Ein Mann mit stahlharten Augen und einem ebenso stählernen Haupt.
    Sein Haupthaar war dem Kommandosoldaten schon vor langer Zeit abhandengekommen. Eine Folge des andauernden Kämpfens und Schlachtens, der unsäglichen Grauen und fantastischen Dinge, die der Cadianer gesehen hatte.
    Manche mochten sogar annehmen, dass Krood einfach zu männlich für Haupthaar geworden war.
    Nicht, dass Ekko daran glaubte.
    Er hatte gesehen, zu was die Kasrkin im Stande waren und in Anbetracht dieses Wissens konnte er sich eher vorstellen, dass Kroods ganzes Wesen – psychisch wie physisch – ein Ergebnis des unerbittlichen Drills war, den man ihm auf seiner Heimatwelt Cadia hatte angedeihen lassen.
    Dennoch. Ihm gefiel die Vorstellung, wie der Grenadier vor einem zerborsten Spiegel stand, seinen Vokuhila betrachtete und schließlich befand: »Hinfort!« – und das Haar gehorchte.
    Das war der Stoff, aus dem Legenden geboren wurden.
    Wer das Auftreten Kroods beobachtete, seinen Gang und die Art, wie sich die Uniform über seinem wohldefinierten Körper spannte, der konnte nicht anders als sich vorstellen, wie der imperiale Kommandosoldat einen General des Chaos unter den Worten »DAS IST CADIA!« in einen unendlich tiefen Brunnen trat.
    So einem Mann würde es auch gelingen seinen Haaren zu befehlen auszufallen.
    Beim Thron, es gab sogar Soldaten im 512. Regiment, die behaupteten, dass der Kasrkin in ein Fahrzeug einstieg und ihn dieses aus Respekt an jeden Ort brachte, den er zu erreichen suchte. Und das ganz ohne Promethium-Treibstoff.
    »Ah, Krood. Gut, dass ich Sie gerade treffe«, trat der Colonel an die Seite des Kommandotruppführers.
    Der blickte ihn lediglich aus den Augenwinkeln an, ohne dass er es zuließ den Kopf zu heben oder sich auf irgendeine andere, sinnvolle Weise mit der Präsenz des ranghöheren Offiziers zu beschäftigen.
    Ekkos und Kroods Beziehung galt in Fachkreisen nicht unbedingt als das, was man Liebe auf den ersten Blick nannte. Tatsächlich hatten sie nicht einmal auf den zweiten oder dritten Blick zueinander gefunden. Wenn man genau hinsah, bemerkte man, dass zwischen ihnen nicht einmal so viel Empfinden herrschte wie zwischen Calis und Calixe, einem legendären Agentenpaar aus dem Zeitalter der Apostasie, das fast ihr gesamtes Eheleben damit verbracht hatte, sich gegenseitig auf irgendeine nur erdenkliche Weise zu töten und das dabei schließlich von einer Einschienenbahn überfahren worden war.
    Auf Krood und Ekko traf das gewiss nicht zu. Zum einen, weil es auf Agos Virgil keine funktionierenden Einschienenbahnen mehr gegeben hatte, und zweitens, weil die Ausgangssituation eine vollkommen andere gewesen war.
    Krood verdankte Ekko den Verlust des Großteils seiner Einheit, die bei dem Versuch gestorben war, eine von Ekkos Einheiten zu retten.
    Im Anschluss war der Kasrkin zwischen die Fronten des Colonels und seines Kommissars geraten, als willige Waffe vor den Karren gespannt, beinahe flambiert, zerrissen, in die Luft gesprengt, erschossen und niedergewalzt worden, hatte Tag und Nacht pausenlos ums eigene Überleben gekämpft und stets mit dem Wunsch gerungen, Ekko irgendwann töten zu können.
    Leider war ihm das verwehrt geblieben. Und eine ganz bestimmte Person hatte mehr als deutlich gemacht, dass sie sein Vorhaben zu verhindern wissen würde.
    Eine Person, vor der sich Krood mehr fürchtete als vor dem, was einem Menschen in Ekkos Nähe zustieß.
    So blieb nur zu hoffen, dass sich über Nacht eine Einschienenbahn fand, die korrupt genug war, Kroods Vorhaben für ihn auszuführen – und dabei genügend finanzielle Spielraum ließ, dass er sich diesen Wunsch mit seinem mageren Gehalt erfüllen konnte.
    »Beim Thron, Colonel«, bemerkte der Kasrkin schließlich gleichgültig. »Wo kommen Sie denn her?«
    »Aus dem Haus, das Verrückte macht«, warf Ekko zurück und zuckte die Schultern. »Gehen Sie ein Stück mit mir?«
    Schwerfällig geriet der Grenadiersergeant in Bewegung, schnippte das Lho-Stäbchen zielsicher in den Abfalleimer und trottete dem Colonel hinterher. »Haben Sie schon etwas wegen unserer Versetzung erreicht.«
    »Ja – und Sie werden begeistert sein.« Ekko versuchte, freundlich zu lächeln. Es fühlte sich hölzern an, und er war sich sicher, dass es nach außen hin auch so wirkte. »Stellen Sie sich vor: Sie bleiben hier.«
    »Hier, auf diesem Planeten?«
    »Nein! Hier, in diesem Regiment.«
    Die Gesichtszüge eines Kasrkin entgleisten nie. So wie das steinerne Antlitz der mächtigen Statuen, welche über die großen Städte und Schreinwelten des Imperiums wachten, verbot es der Berufsethos der cadianischen Grenadiere von Grund her bereits, einem Menschen eine andere gefühlstechnische Regung zu zeigen als das von hartem Drill aufs Gesicht gemeißelte finstere Starren, mit dem der Elitesoldat sein Ziel fixierte.
    Aber dennoch offenbarte sich Ekko die Erkenntnis, dass Krood nicht nur überrascht von der ihm überbrachten Information war, sondern bereits nach kurzer geistiger Starre in seinen Zustand der inneren Unzufriedenheit überging. »Das ist ein Scherz«, bemerkte der Kasrkin. Es klang wie eine Frage.
    »Genau das habe ich auch gesagt«, erwiderte der Colonel, nur um in eine todtraurige Stimmung zu verfallen. »Ich wurde eines Besseren belehrt.«
    Krood warf ihm einen undefinierbaren Seitenblick zu, der ihn veranlasste fortzufahren: »Aber freuen Sie sich, denn Sie dürfen eine neue Einheit aufbauen.«
    »Eine neue Einheit? Sie meinen Kasrkin?«
    Ekko nickte.
    »Womit denn?«, wollte der Sergeant wissen.
    »Genau das habe ich auch gesagt«, erhielt er zur Antwort.
    Jetzt endlich wandte sich Krood dem Colonel zu. »Lassen Sie mich raten: Sie wurden eines Besseren belehrt.«
    Der nickte. »Ich bin begeistert, dass Sie das so schnell allein herausbekommen haben.«
    Sie schritten schweigend nebeneinander her, lediglich das Flimmern der Luft über den Zeltdächern beobachtend. Keiner von ihnen wusste genau, was sie nun noch hätten sagen können oder wollen, ohne dass beide im Nachgang ihre Waffen zogen und die Magazine aufeinander leerten.
    Es war schließlich Ekko, der nach einer gefühlten Ewigkeit das Wort ergriff. »Das wäre Ihre Chance, Krood«; meinte er. »Sie könnten sich eine vollkommen neue Einheit aufbauen. Ihr Wissen weitergeben an die besten meiner Leute und diejenigen, die wir jetzt noch auflesen.«
    »Auflesen?«, wollte der Kasrkin wissen, ohne auf den Rest von Ekkos Worten einzugehen. »Wie meinen Sie das?«
    »Elysianer«, bemerkte der knapp.
    »Sie kriegen Elysianer? In dieses Regiment? Das ändert einiges.«
    »Na ja«, bemerkte der Colonel achselzuckend. »Im Grunde ändert sich nicht viel. Wir wechseln nur die Bewegungsrichtung.«
    »Was?«, runzelte der Kasrkin die Stirn. » Das verstehe ich nicht.«
    »Ganz einfach«, erklärte sein Gegenüber. »Früher bewegten wir uns so …« Der Zeigefinger seiner rechten Hand wanderte in einer horizontalen Linien durch die Luft. »Jetzt allerdings …« Dieses Mal sprang der Finger von einem imaginären Zehnmeterbrett in ein ebenso eingebildetes Schwimmbad.
    »Sie springen ab?«
    Ekko neigte den Kopf zustimmend. »Fast«, bemerkte er. »Luftkavallerie.«
    »Luftkavallerie«, sinnierte Krood.
    »Ja«, bestätigte sein Gesprächsgegner. »Mit Walküren und Vendettas und Vultures und so weiter und so fort. Und was …«, fügte er an, um mit der ausgestreckten Hand auf das zu weisen, was sich vor ihnen ausbreitete. »… ist das?«
    Das Labyrinth der Zelte hatte sich geöffnet, eine Lichtung freigegeben, eine von der Größe her an ein Sportfeld erinnernde Fläche, auf der normalerweise Gerätschaften und Ausrüstung der neu gegründeten Regimenter angelandet und bis zur Ausgabe gelagert wurden.
    Da sich im Rahmen einer Regimentsaushebung dabei eine ganze Menge an Material ansammeln konnte, nannte man den Ort in Kreisen der einfachen Infanteristen »den Müllplatz«.
    Nun allerdings drängte sich eine große Anzahl an zwei- und mehrachsigen Fahrzeugen der Imperialen Armee auf dem Platz, teilweise so eng aneinandergeschmiegt, dass man über die Vehikel hätte klettern müssen, um von einem Ende des Feldes zum anderen zu kommen – natürlich vorausgesetzt, man war nicht so schlau und umrundete den Platz einfach.
    »Das sind Fahrzeuge, Colonel«, bemerkte der Kasrkin trocken.
    Das war durchaus richtig. Genau genommen handelte es sich bei den schlanken Fahrzeugen um Angriffsfahrzeuge der Imperialen Armee, das sogenannte Standardtechnologiekonstrukt »Tauros«.
    Tatsächlich jedoch war das STK »Tauros« gar nicht so standardisiert wie die Bezeichnung möglicherweise suggerierte. Eigentlich gehörte es zu den wohl seltensten Fahrzeugen in den Reihen des Militarums– einmal abgesehen von Exoten wie dem Destroyer-Jagdpanzer oder der Minotaur-Selbstfahrlafette.
    Dabei gab es einige Varianten des Gefährts. Von einer zweiachsigen und einer dreiachsigen Gefechtsfeldvariante mit variabler Bewaffnung, über eine Führungsplattform und eine Aufklärungsversion bis hin zur – vor allem bei Verletzten sehr beliebten – Sanitätsvariante sah sich der Tauros einer Vielzahl von Aufgaben und Tätigkeiten gegenüber, die selbst den wenigen Nutzern des STK weitestgehend unbekannt waren.
    »Das sehe ich, Krood«, bemerkte Ekko und warf dem Kasrkin einen entnervten Blick zu. »Vielen Dank.«
    Der imperiale Elitesoldat neigte das kahle Haupt.
    Die leicht geheuchelte Respektsbezeugung verfehlte ihre – wie auch immer angedacht – Wirkung. Zumindest wischte der Regimentskommandeur sie zur Seite. »Meine Frage lautet eher: Wo kommen die alle her?«
    »Wurden angelandet, während Sie unterwegs waren.«
    Das stimmte den Colonel auch nicht wirklich glücklicher. »Aber das sind mindestens fünfzig Stück! Vielleicht auch vierzig. Oder dreißig. Oder zwanzig«, korrigierte er seine Zählung ein wenig. »Ich war doch nur ein paar Stunden weg! Und das ist nicht der Punkt!«, erklärte er wild gestikulierend, als würde das die still auf ihren Plätzen wartenden Fahrzeuge veranlassen, die Motoren zu starten und in wilder Flucht in die Wüste zu verschwinden. »Was machen die hier?«
    Nun war es Krood, der die Schultern zuckte. »Die wurden angeliefert und bleiben hier.«
    Ekko fuhr herum: »Sie meinen hier auf diesem Platz?«
    »Nein. Hier, in diesem Regiment.«
    Und yay! Es geht weiter … sobald ich zum Schreiben komme!

  4. #14
    Aushilfspinsler
    Avatar von sixpack
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    Super
    eine neue Geschichte
    aber leider erst am Anfang...
    das heißt ich muss noch Jahre warten bis ich das ganze in einem Rutsch geniessen kann...

    also lieber Autor
    nun mach mal Stop mit diesem Firlefanz der sich Real Life nennt und
    kette dich bitte an deinen Schreibtisch!!!

    Alternativ könnten wir Leser dich ja auch entführen und irgendwo einsperren...
    Brot, Bier und Braten jeweils nur nach Vorlage eines neuen Kapitels...
    Das große Karthago führte drei Kriege.
    Es war noch mächtig nach dem ersten, noch bewohnbar nach dem zweiten. Es war nicht mehr auffindbar nach dem dritten.

  5. #15
    Blisterschnorrer
    Avatar von Sistermarynapalm
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    Zitat Zitat von sixpack Beitrag anzeigen
    Super
    eine neue Geschichte
    aber leider erst am Anfang...
    das heißt ich muss noch Jahre warten bis ich das ganze in einem Rutsch geniessen kann...
    Ja ... in der Tat. Das Leben kann unglaublich hart sein.

    Zitat Zitat von sixpack Beitrag anzeigen
    also lieber Autor
    nun mach mal Stop mit diesem Firlefanz der sich Real Life nennt und
    kette dich bitte an deinen Schreibtisch!!!
    Wenn alles so einfach wäre, dann gäbs von mir mehr Bücher - und Modelle.

    Zitat Zitat von sixpack Beitrag anzeigen
    Alternativ könnten wir Leser dich ja auch entführen und irgendwo einsperren...
    Brot, Bier und Braten jeweils nur nach Vorlage eines neuen Kapitels...
    Das ist keine gute Idee. Da würde ich verhungern und die Geschichte fände gar keinen Abschluss.

  6. #16
    Testspieler

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    Grüße Sis.

    Ich habe erst vor Tagen Stargazer nochmals gelesen und bin jetzt über dein neues Werk gestolpert. Ich freu mich sehr das es weiter geht mit Ekko aber was du ihnen da an den Hals wirfst, beim Barte des Propheten!

    Dein Stil ist "blumiger" geworden oder sind das Ekkos Gedanken die sich in die Beschreibungen einmischen?

    MfG

    Duniash

  7. #17
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    Avatar von Sistermarynapalm
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    Zitat Zitat von Duniash Beitrag anzeigen
    Grüße Sis.

    Ich habe erst vor Tagen Stargazer nochmals gelesen und bin jetzt über dein neues Werk gestolpert. Ich freu mich sehr das es weiter geht mit Ekko aber was du ihnen da an den Hals wirfst, beim Barte des Propheten!

    Dein Stil ist "blumiger" geworden oder sind das Ekkos Gedanken die sich in die Beschreibungen einmischen?

    MfG

    Duniash
    Blumiger? Oh, ich bitte um Erklärung!

    Aber schön, dass du wieder mit von der Partie bist. Ich hatte schon gedacht, es gibt dich gar nicht mehr :-D

  8. #18
    Testspieler

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    War auch lange nicht hier ^^

    Nunja, du beschreibst wie sich Ekkos Gedanken verhalten oder das der Schatten mit ihm/seinem Verstand spielt. Wie gesagt ich habe die letzten Tage Stargazer gelesen und da fällt der Unterschied eben auf. Eine Feststellung, mehr nicht.

    Wobei ich sagen muss, dass es mir dadurch leichter fällt zu verstehen wie es Ekko ergeht obwohl es manchmal etwas langwierig wird dadurch.

    Eine Fluff Frage: ist es wirklich so unwahrscheinlich das ein Regiment auf seine Heimatwelt zurückkehrt? Mal ausgenommen es wird im Kampf vernichtet. Nach dem Einsatz muss ja wieder Mensch und Material aufgefüllt werden und gerade bei solchen Verlusten wie auf der Schreinwelt dachte ich mir das sie auf dem Planeten wieder auf Soll gebracht werden von dem das Regiment stammt.

    MfG
    Duniash

  9. #19
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    Avatar von Sistermarynapalm
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    Hallo,

    Ah, verstehe. Es war mir gar nicht bewusst, dass es nun so einen Fokus erhalten hat, aber ... hm. Gut zu wissen. Danke für die Info.

    Was den Fluff angeht: Ich habe mich da viel belesen und eigentlich ist es sehr ungewöhnlich, dass man ein Regiment an den Ursprungsort zurückschickt, um dort eine Auffrischung vorzunehmen. Normalerweise werden Überreste von Regimentern, sofern ihnen keine Verstärkungen nachgeschickt werden, an Ort und Stelle ihrer letzten Schlacht zusammengelegt, um so eine neue schlagkräftige Truppe zu erhalten. Dass man Armeen extra für die Auffrischung auf ihren Heimatplaneten zurückschickt ist eigentlich recht ungewöhnlich.

    Liebe Grüße

  10. #20
    Blisterschnorrer
    Avatar von Sistermarynapalm
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    Keine Sorge - Equilibrium geht weiter. Und die nächsten beiden Kapitel sind bereits fertig.



    Allerdings befinden sich sowohl Nakago als auch ich aktuell im Urlaub und daher wird der Qualitätscheck noch etwas auf sich warten lassen (müssen).

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