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  1. #131
    Hintergrundstalker
    Avatar von Nakago
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    Besh

    "Eintritt in drei, zwei, eins!", zählt Skav runter. Der Transfer zum Utaris System war äußerst holprig verlaufen. Wir dringen am Rand des Sternensystems ein und laufen unter aktiven Störmaßnahmen, um eine eventuelle Ortung durch ein Imperiales Kriegsschiff zu erschweren. In diesem Bereich hat sich ja die Overlord aufgehalten und es ist nicht auszuschließen, dass sich eventuell dieses oder ein anderes imperiales Kriegsschiff sich im System aufhält. Wir fahren die Globen unserer Sensoren aus und scannen das System, jederzeit bereit, um wieder zurück in den Hyperraum in Sicherheit zu springen. Nach zwanzig ereignislosen Minuten beginne ich mich etwas zu entspannen und höre auf, die ganze Zeit auf das Display der Sensoren zu starren. Als nach einer Stunde immer noch kein positiver Kontakt hergestellt ist, beschließen wir weiter zu dem eigentlichen Planeten mit er Sithpyramide zu fliegen.

    Ein kurzer Sprung bringt uns nun zu der verlassenen Welt und dringen in die Atmosphäre ein. Shaka besteht darauf, zuerst den vermeintlichen Rebellenstützpunkt zu inspizieren, wo wir vor einigen Wochen gefangen genommen worden sind. Ich halte das für Zeitverschwendung, aber wenn es die flatternden Nerven der Twi´lek beruhigt, soll es mir recht sein. Wir landen in einem Seitencanyon in der Nähe und rücken dann von Deckung zu Deckung Sprungweise vor. Sprich, einer läuft zur nächsten Deckung, die anderen geben derweil Feuerschutz. Sobald dann derjenige in Stellung ist, rückt die hinterste Person der Schützenkette vor. Ich glaub zwar nicht, dass es hier noch Imperiale gibt, aber die Fauna dieser Welt war ja recht aggressiv, da ist vorsichtiges Verhalten kein Fehler. Schließlich sind wir am Stützpunkt und Überraschung! Er ist komplett geräumt. Wer hätte das wohl gedacht?

    Nach dem wir mit der Aktion drei Stunden vertrödelt haben, können wir nun endlich zur Pyramide fliegen. Wir tun auch hier so, als wären wir eine militärische Einheit, als wir darauf vorrücken. Auch die Pyramide ist verlassen und geräumt. Die Hallen sind so leer und still wie wir sie verlassen haben. Aber im Sand vor der Geheimtür sind neuere Spuren zu sehen. Jedenfalls sind die Abdrücke so deutlich zu sehen, dass auch ich sehe, dass da jemand rein und wieder raus ist. Nun ist das keine Übung mehr und ich nehme die Sache nun richtig ernst.

    Scavangerbot 523 legt den Kyberkristall in die Mulde und die massive Geheimtür öffnet sich. Dahinter in ein schräg in die Tiefe führender Gang. Die Steigung ist recht steil und der rötlich erleuchtete Gang knickt nach knapp fünfzehn Schritt nach links ab. Das DLT 19, dem ich ein paar leichtere Komponenten verpasst habe, halte ich in Anschlag. Scav rückt mit der Vibroaxt in der Hand an meiner linken Seite vor. An den Wänden sind auch hier Reliefs angebracht. Sie zeigen einen verhüllten Menschen mit einem roten Lichtschwert, dass immer in den Reliefs im rötlichen Licht erstrahlt. Das sind die Lichtquellen, welche den Gang erleuchten. Die Szenen sind deutlich dunkler als die in den anderen Räumen. Auch sind sie von besser künstlerischer Qualität. Meist zeigen sie Schlachtszenen und Opferungen von intelligenten Spezies. Mit hoher Wahrscheinlichkeit sind das Szenen aus dem Leben von Darth Varak. Hier und da gibt es sogar Bildunterschriften in einem mir gänzlich unbekannten Alphabet. Schließlich kommen wir in eine etwa zwanzig Schritt durchmessende Halle, deren Verzierungen an der etwa zehn Meter über uns befindlichen Decke deutlich anders sind. Vier gewaltige Säulen stützen das Gewölbe.

    "Das ist eine Sternenkarte!", rufen Lyn und Scav gleichzeitig aus. Jetzt wo sie es sagen, kann ich auch verschiedene Routen und Sternensysteme erkennen. Aber was wirklich interessant ist, dürfte die Kiste im Zentrum der Halle sein. Die sieht etwas verbeult aus, entspricht nicht den Abmessungen einer genormten Transportkiste und ist nicht lackiert oder beschriftet. Sie ist zwar alt, stammt aber wohl eher nicht aus den Sithkriegen. Trotzdem ist das ein äußerst verdächtiger Gegenstand. Wir spekulieren kurz darüber, was da drin sein könnte und kommen dann zu dem Schluss, bedachtsam nachzusehen Mit äußerster Vorsicht fächern wir am Eingang aus und bewegen uns auf die verdächtige Kiste zu. Als wir uns auf etwa zehn Schritt angenähert haben, klappt die Kiste auf und ein humanoider Droide einer mir komplett unbekannten Baureihe steht auf. Vor sich baut sich ein quadratisches Kraftfeld auf, dass er mit Hilfe von vier Armen frei positionieren kann. Bewaffnet ist er mit einem doppelläufigen Blastergewehr.

    Ich schieße auf den Droiden, er justiert sein Kraftfeld in meine Richtung und meine Garbe bringt es zum aufleuchten. Mehr passiert nicht. Gleichzeitig gehe ich hinter einer der Säulen in Stellung. Skav folgt mir auf den Fuß und geht dort ebenfalls in Deckung. Lyn und Edna nehmen ihn von der anderen Seite in die Zange. Der Hapaner verreißt die Waffe, dafür zeigt die orangene Twi´lek, wie man sein Ziel gleich mit zwei Pistolen gleichzeitig trifft. Die neue Waffe scheint gut in der Hand zu liegen, war ja auch teuer genug erkauft. Der Droide nimmt mich mit seinen Blastergewehren unter Beschuss. Zum Glück trifft er nicht mit beiden, sondern ich bekomme nur einen schmerzhaften Streifschuss ab. Aber dieser Droide ist für eine weitere Überraschung gut, denn er dreht nicht nur seinen Kopf in die Richtung von Lyn, sondern fährt einen Flammenwerfer aus. Eine Feuerlohe schießt auf die Pilotin zu und hüllt sie für einen kurzen Moment in Flammen. Zum Glück fängt sie nicht an zu brennen.

    Shaka, die offen steht und als leichteste Ziel von der wohl etwas verworrenen Programmierung bis jetzt ignoriert worden war, feuert nun ebenfalls. Das Kraftfeld richtet sich nun auf sie aus. Diese Chance lasse ich mir nicht entgehen und stanze zwei Löcher in den Körper des Droiden, da ich nun freie Bahn habe. Ein Teil seines Rückens wird weggesprengt, als wohl sein Energiespeicher hochgeht. Das reicht, um ihn Funkensprühend zu Boden gehen lassen. Seine Augen verlöschen und damit ist das Problem aus der Welt geschafft. Aufatmend sehe ich mich kurz nach weiteren Bedrohungen um, aber hier ist nichts mehr, was uns gefährlich werden kann.

    Zuerst werden die Verletzungen behandelt, die Lyn abbekommen hat, dann die meinen. Scav gelingt es mit Hilfe von Edna die Wunde komplett mit Hilfe des hochwertigen Medkits verschwinden zu lassen. Bactapflaster wirken eben Wunder.

    Nun haben wir Zeit und Muße uns umzusehen. Die Sternenkarte umfasst fünf Systeme. Im Zentrum ist diese Welt, Utaris. Davon gehen vier Routen zu ebenso vielen Welten ab. Eine davon ist Anduras I, die wohl schon vor Jahrtausenden genau so hieß wie heute. Die zweite Welt heißt Varra und dürfte wohl nach der Position zu Anduras I zu folgern der alte Name von Varia sein. Die dritte Welt heißt Xyll und entspricht definitiv keiner uns bekannten Welt. Die vierte nennt sich Xios und dazu gibt es eine Texttafel. Scavbot zeigt, dass in ihm ein Protokolldroide versteckt ist und übersetzt den Text. Die Route nach Xios ist so lange versperrt, bis die beiden Torwächter ihr Einverständnis geben. Einer befindet sich hier in diesem Gewölbe, der andere ist auf Matra. Wahrscheinlich ist das auch irgend eine Welt. Schwer zu sagen, ob Matra der alte Name einer uns bekannten Welt ist oder gänzlich unbekannt.

    Es folgt eine längere Diskussion darüber, was wir mit diesen Informationen machen. Rufen wir den Torwächter dieser Welt? Wenn ja, was bringt uns das und welche negativen Folgen kann das haben. Wird es eine Rückmeldung geben? Wird der Torwächter, was auch immer das sein mag, eventuell angreifen, weil wir wohl schwer als Sith durchgehen dürften? Letztendlich setze ich mich mit meiner Linie durch, den Torwächter in Ruhe zu lassen und weiter nach Sybal zu fliegen, wo es einen alten Jeditempel und ein Archiv gibt. Einen Hinweis darauf hatten wir ja schon länger, konnten den aber nie nachgehen.

    Wie üblich suche ich den Raum noch nach versteckten Hinweisen oder Geheimfächern ab. Tatsächlich finde ich eine Tür, die zu einem weiteren Raum führt. Nach den Relief an der Wand zu urteilen, haben wir hier den Lagerraum für die Kyberkristalle gefunden. Hier wurden sie gesammelt, bis sie dann schließlich abtransportiert wurden. Wir sind wohl Äonen zu spät, da der Lagerraum gänzlich leer ist. Danach sehen wir uns noch einmal die Überreste des Droiden an. Edna meint, dass die Baureihe aus hapanischer Produktion stammt, aber schon etwas älter ist. Das Exemplar dürfte etwa fünfzig Jahre alt sein, seine Waffe ist neuer und aus Imperialer Produktion. Dieser Typ ist auf dem Schwarzmarkt gut erhältlich und beweist nicht, dass dies unbedingt ein Werk von Imperialen war. Auf alle Fälle hat jemand diesen Droiden hier positioniert. Aber warum? Um potentielle Gäste zu töten? Man braucht einen Kyberkristall um hier rein zu kommen und die wachsen bekanntlich nicht auf Bäumen.

    "Wahrscheinlich ein Wächter, den eine uns unbekannte Fraktion zum Schutz dieser Geheimnisse hier stationiert wurde", meint Scav und ich denke, dass dürfte eine ziemlich logische Erklärung sein. Ist nur die Frage, wer diese Fraktion nun ist. Offensichtlich erforscht noch jemand diese Pyramiden, aus welchem Grund auch immer.

    Nakagos wirre Gedanken

    Von unserem SL war geplant, dass wir diese Pyramide und den Geheimgang viel früher finden, hat aber nicht so wie gedacht geklappt.
    Das Schwinden, die ersten drei Bände:
    http://www.gw-fanworld.net/showthread.php?t=133515

  2. #132
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    Cresh

    "Eintritt in drei, zwei, eins!", zählt Skav runter. Der Transfer vom Utaris System nach Sybal ist ebenfalls sehr holprig verlaufen. Wir haben noch einen kleinen Zwischenstopp in der Vol Yunkai Station gemacht, um einen Auftrag anzunehmen. Nämlich den, wo der Drall Myrthe ein paar Chemikalien bestellt hatte. Leider ist die Station für Handel gesperrt und der Händler mit der Ware zurück auf Calfa. Da Zeit ein rares Gut ist, fliegen wir direkt nach Sybal.

    Die Welt ist leider abgeriegelt, aber wir beschließen die Blockade zu durchbrechen. Auf oder besser gesagt unter der Oberfläche von Sybal tobt ja der Krieg zwischen den Clans und der Suul-Tanca Corporation. Auf allen Frequenzen wird die Warnung gesendet, nicht näher zu kommen. Wir halten Abstand, scannen das Gebiet und legen aufgrund der Daten eine Route fest, wo wir uns eventuell durchschlagen können. Wir springen hinter den Mond von Sybal und beginnen dort mit der Schleichfahrt. Wir haben ja ein System an Bord, welches es gegnerischen Sensoren erschwert, uns zu erfassen.

    Eines der Wachschiffe im Orbit kommt uns ziemlich nah, aber können unentdeckt durchschlüpfen. Erst als wir in die Atmosphäre eintreten, ist unsere Energiesignatur etwas zu groß, weil Lyn nicht flach genug eindringt. Ein Kampfsatellit in Reichweite ortet uns, schaltet seine Lasergeschütze auf und beginnt die "Vanguard" zu beschießen. Die erste Garbe verfehlt uns zum Glück. Sofort geht Lyn auf Höchstlast, während ich sie unterstützte versucht Scav die feindlichen Sensoren zu blenden. Für einen kurzen Moment verliert uns der Satellit, danach ist er nicht mehr in der Lage, die waghalsigen Ausweichmanöver von Lyn zu kontern, die zeigt, dass sie im Galaktischen Bürgerkrieg eine formidable Kampfpilotin gewesen ist. Auch jetzt unter massivem Stress funktioniert sie einwandfrei. Eines der Kanonenboote im Orbit, dass dort als Wachschiff seinen Dienst tut, nimmt die Verfolgung auf.

    Lyn rast durch die Wolkendecke auf den Boden zu und wir kommen in einer wortwörtlich wüsten Gegend heraus. Sanddünen soweit das Auge reicht. Nur wenige Meter über den Boden schießen wir in einer halsbrecherischen Geschwindigkeit dahin. Das ist ganz nach meinem Geschmack und ich quietsche trotz der Situation äußerst vergnügt auf. Für mich als Corellianerin gibt es nichts schöneres als mit Höchstlast über schwieriges Gelände zu rasen.

    Hinter uns wirbeln wir buchstäblich eine Menge Staub auf. Mit eine Kehre sausen wir in die von uns selbst geschaffene Staubwolke hinein. Lyn bremst die Vanguard scharf ab und wir gehen nun auf Schleichfahrt. Im aufgewirbelten Staub verliert das uns verfolgende Kanonenboot die Spur. Mehrere Stunden liefern wir uns nun ein Katz und Mausspiel, bis wir in einen Canyon kommen, wo wir nun im Schutz der Dunkelheit und unter einer Wolkendecke unseren Verfolger endgültig entkommen. Ungehindert gehen wir in der Nähe des Tempels nieder und brechen im Schutz der Nacht zu einem sechsstündigen Marsch auf. Ich gehe voran und lege so eine Route fest.

    Der Tempel der Jedi ist inzwischen von einem riesigen Flüchtlingslager umgeben. Es gibt einen großen Teil, wo Zelte des gleichen Typs in Reih und Glied stehen. Dann gibt es einen Bereich, der improvisiert wirkt. Zelte verschiedenster Bauarten, krude Bauten aus Verpackungsmaterial und Container, die zu Notunterkünften umfunktioniert wurden. Wir können schon von der Peripherie aus riechen, dass die sanitäre Situation im argen liegt. Es gibt eine Postenkette aus Kampfdroiden, aber da ständig Flüchtlinge in das umliegende Gebiet kommen und gehen, ist es ein leichtes, mit aus Müll improvisierten Umhängen als Einheimische verkleidet hinein zu kommen.

    Schließlich erreichen wir den eigentlichen Tempel und treffen auf einen Offiziellen. Der Priester der Kirche der Macht trägt eine beige Tunika und darüber eine graue Robe. Ich frag einfach direkt, ob wir die Archive des Tempels besuchen dürfen. Dürfen wir. War ja jetzt gar nicht so schwer.

    Der recht jung wirkende Priester mit kurzen blonden Haaren erzählt uns etwas über die neusten Entwicklungen auf Sybal. Wie von uns prognostiziert läuft der Krieg für die indigene Bevölkerung äußerst schlecht. Anfangs konnten sie aus dem Schutz von unterirdischen Höhlen und Stollen angreifen, hier und da einen Achtungserfolg in Form von zerstörtem Bergbaugerät, Maschinen und Droiden erringen. Aber da die Verluste an Droiden und Personal der Suul-Tanca Corporation laufend nicht nur durch Versorgungsflüge ausgeglichen, sondern auch weitere Verstärkung herangeführt werden konnte, waren diese kleinen Siege absolut Bedeutungslos. Seit Wochen werden die Truppen der indigenen Bevölkerung nun gnadenlos von Droiden immer tiefer in die Höhlensysteme getrieben. Sie erleiden kontinuierlich Verluste und ihre Niederlage oder komplette Auslöschung ist nur noch eine traurige Frage der Zeit. Die Flüchtlinge sind ausnahmslos Zivilisten, die von ihren kämpfenden Männern zurück gelassen worden sind oder die von vornherein sich nicht den Blutklauen angeschlossen haben. Was ja eine äußerst vernünftige Entscheidung ist.

    Das Archiv ist kleiner als gedacht, aber die Geschichte über die Gründung dieses Tempels ist durchaus gut erforscht und der Bibliothekar und Chronist des Tempels kann Licht ins Dunkel bringen. Der Bibliothekar ist ein leicht übergewichtiger Mann mit Halbglatze, der etwas kleiner als ich bin und etwa fünfzig Standardjahre zählen dürfte. Die Gründungszeit ist ein durchaus erforschter Zeitraum. Einst hatte hier im Vergänglichen Labyrinth ein Sith-Lord mit dem Namen Darth Varak sein kleines privates aus sieben Welten bestehendes Reich. Seine Hauptwelt war Xios, die von einem Ionensturm verborgen wurde, den er den Aufzeichnungen nach kontrollieren konnte. Wahrscheinlich schaffen diese ominösen Torwächter eine sichere Passage durch diesen Sturm. Cyphera gehörte auch zu dem Reich und ein System mit den Namen Avios. Außer den Namen sind keine Positionen oder gar Details bekannt. Wäre interessant zu wissen, ob dieser Sith-Lord etwas mit Suúl zu tun hatte. Hat er ihn womöglich gar erschaffen? Entsprechende Gerüchte gibt es, aber nichts konkretes. Was aus Darth Varak wurde, ist nicht bekannt. Sein Reich verschwand im Vergänglichen Labyrinth, ebenso dass Wissen über sein Schicksal. Wahrscheinlich war er es sogar, der den Namen "Vergängliches Labyrinth" einst geprägt hat. Die Sperrzone hat ja einige Namen, wobei "Vergängliches Labyrinth" wohl der älteste sein dürfte.

    Darth Varak verfügte über ein sehr tiefgehendes technologisches Wissen und konnte die Dunkle Seite mit Technik verschmelzen. Wir wissen ja, dass die Rakata das auch konnten. Das ermöglichte ihn Sonnen so zu verändern, dass die rote Kyberkristalle produzierten und er fand auch eine Möglichkeit, diese zu ernten.

    Damit sind wir schon etwas schlauer. Wir danken für die Hilfe und machen uns auf dem Rückweg zu unserem Schiff. Dieser Darth Varak war recht fortschrittlich, trotzdem ist der Warlord in Vergessenheit geraten, was vielleicht gar nicht so schlecht ist. Manche Technologien bleiben besser vergessen.

    Nakagos wirre Gedanken

    Ein paar geschichtliche Fragen geklärt.
    Das Schwinden, die ersten drei Bände:
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  3. #133
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    Dorn

    Auf Quaria ist der Teufel los. Viele Piraten und Schmuggler haben diese Welt angesteuert, um den Konflikt zwischen dem sogenannten Imperium, dem Hapes-Konsortium und der Neuen Republik hier in aller Ruhe auszusitzen. Das ist sicherlich keine schlechte Idee. Es gibt Momente, da wünschte ich, wir könnten es auch einfach ignorieren. Aber so sind wir nun mal nicht. Wir sind auf einer Mission und wenn wir versagen, kann die Lage noch weiter eskalieren. Wir müssen den abtrünnigen Prinzen Isolder auf der Mynaros Station stoppen. Und dazu müssen wir mehr über den Herstellungsort der Nanoviren heraus bekommen.

    Also schwärmen wir aus, um mehr in Erfahrung zu bringen. Skav, Lyn und ich sind ein Team, während Shaka und Edna ebenfalls losziehen, um etwas in Erfahrung zu bringen, was uns helfen könnte. Auf alten Bildern der Hauptstadt von Varia wird klar, wo sich die Sithpyramide dieser Welt befindet, nämlich im Tempelkomplex der Hauptstadt. Sie bildet das Zentrum und ist von vier weiteren Pyramiden umgeben. Der Stil ist unverkennbar.

    Es dauert etwas, dann finden wir einen Schatzsucher, der tatsächlich lebend aus der Hauptstadt entkommen ist. Beim Anflug auf die Stadt fielen bei ihm alle Systeme des Schiffes aus und stürzte in der Stadt ab. An Bord des Raumschiffes hatten sich die Schatzsucher in weißer Voraussicht weitere Söldner geholt. So konnten sie sich aus der Stadt nach vielen verlustreichen Gefechten heraus kämpfen. Letztendlich hat aber nur der Kerl überlebt, der uns die Geschichte erzählt. Er vermutet, dass sich dort ein Feld befindet, dass wie eine Ionenkanone funktioniert. Fliegt man in das Feld hinein, fallen nach und nach alle Systeme aus und die Schwerkraft erledigt den Rest. So etwas ist eine sehr hochentwickelte Technologie. Könnte vielleicht sogar noch aus der Zeit von Darth Varak stammen.

    Die Stadt ist voll von Barbarenstämmen, dazu noch einen Haufen teilweiser sehr großer Bestien. Imperiale hat er dort keine gesehen. Es ist also kein Wunder, dass so gut wie keiner von der Hauptstadt zurückkommt. Edna und Shaka haben ähnliches heraus bekommen. Wir prüfen die Möglichkeit, wie wir mit einem Fahrzeug in die Stadt kommen. Ein Weg wäre, ein äußerst primitives Bodenfahrzeug zu benutzen. Es gäbe sogar einen gamorranischen Dampfwagen, der definitiv Immun gegen jedes Ionenfeld ist. Aber ich habe keine Lust, mich damit durch ein gutes Dutzend Barbarenstämme und riesigen Bestien zu kämpfen. Also fassen wir einen Lastgleiter ins Auge, den wir mit einer Ionenisolierung versehen können. Letztendlich entscheiden wir uns für den Gleiter, weil wir so elegant vielen Kämpfen aus dem Weg gehen, weil wir einfach über die Bedrohung hinweg fliegen.

    Nach etwas suchen finden wir einen leichten Lastgleiter mit der Typenbezeichnung A-A3 Dray der Trast Schwertransporte. Er hat eine Fahrerkabine mit drei Sitzplätzen und eine offene Ladefläche. Auf die offene Ladefläche montieren Scav und ich ein leichtes Blastergeschütz. Dann verstärken wir die Seitenverkleidung der Ladefläche, bringen auf jede Seite eine geschützte Feuerposition an und verteilen großzügig Stacheldraht, um eine Enterung der offenen Ladefläche zu verhindern, falls wir tief runter gehen müssen. Und als wichtigstes wird ein Ionenisolierung um die wichtigsten Komponenten angebracht.

    Schließlich sind wir fertig und kriegen des Lastgleiter gerade so durch die Ladeluke der "Vanguard" hinein. Viel größer hätte der Lastgleiter wirklich nicht mehr sein dürfen. Damit wären wir wohl gut für unsere Mission gerüstet. Da Zeit inzwischen ein sehr kostbares Gut geworden ist, brechen wir unverzüglich auf. Varian ist nach wie vor von dem Blauen Nebel umgeben. Anfangs habe ich vermutet, dass die sogenannten Imperialen mit dem Blauen Nebel versucht haben, ihre Forschungen zu verschleiern und ihren Stützpunkt zu sichern. Inzwischen bin ich mir dessen nicht mehr sicher. Ich hoffe, dass wir in der Hauptstadt entweder die Anlage finden oder wenigstens einen Hinweis darauf. Aber meine Intuition rät mir, als erstes die Hauptstadt aufzusuchen.

    Ohne Zwischenfälle dringen wir in die Atmosphäre von Varia ein und gehen auf Tiefflug in Richtung der Position, wo sich einst das religiöse Zentrum dieser Welt befunden hat. Lyn reduziert immer weiter Flughöhe und Geschwindigkeit der "Vanguard". Langsam arbeiten wir uns vor und landen dann schließlich, als wir ein abgestürztes Raumschiff vor uns orten können. Das ist etwa zehn Kilometer voraus. Wir booten den A-A3 Tray aus und bemannen ihn. Lyn ist in der Fahrerkabine, der Rest auf der Ladefläche. Ich schultere meinen Raketenwerfer, um ihn sofort einsatzbereit machen zu können. Als wir zum ersten mal auf Varia waren, hatten wir recht schnell Kontakt mit einem riesigen Drachen.

    Angemessen vorsichtig fliegt Lyn in Richtung der Stadt. Die Sichtweite beträgt mehrere hundert Meter, bevor alles im blauen Dunst verschwindet. Wir fahren an einem zerbrochenen Raumschiff vorbei, dass ich durch dessen ikonische Form als YT-1300 Identifiziere. Zwar könnten da möglicherweise noch wertvolle Ersatzteile zu finden sein, aber wir fokussieren uns auf unsere Mission. Edna meint zwar, es ist gut eine so große Ladefläche für potentielle Beute zu haben, aber wir sind hier, um eine Möglichkeit zu finden, die Mynaros Station von Virenbefall im allgemeinen und Prinz Isolder im speziellen zu befreien. Plündern steht heute mal ausnahmsweise nicht auf der Agenda.

    Die Hauptstadt ist von einer massiven Mauer umgeben. Primitive Verteidigungsanlagen waren hier trotz vorhandener Gleitertechnologie offensichtlich bis zum Untergang im Einsatz. Die Stadt der Ketzer, die wir vor ein paar Wochen besucht hatten, war ja ebenfalls von einer Festungsmauer umgeben. Wahrscheinlich eine Folge des religiösen Konflikts auf Varia.

    Ein nicht unerheblicher Teil der Stadt ist abgebrannt oder zerstört. Barbarenstämme, vor denen wir ausdrücklich von den Überlebenden gewarnt worden sind, haben primitive Festungsanlagen innerhalb der Stadt gebaut. Zum einen als Schutz vor den Bestien und zum anderen vor anderen Stämmen. Wir überfliegen Kriegsgebiet und sind entsprechend angespannt. Verschieden große Flugviecher sind zu sehen, die wir einfach alle in die Kategorie, kleiner Drache, mittlerer Drache und großer Drache einteilen, auch wenn dies teilweise unterschiedliche Spezies sind. Manche scheinen aber nur Jungtiere zu sein. Uns geht es ja auch nicht um eine wissenschaftlich fundierte Klassifizierung, sondern nur um ein Einschätzung des sich durch die Größe steigenden Bedrohungspotential. Edna feuert mehrmals auf anfliegende Drachen, die sich leicht verscheuchen lassen, falls er sie nicht sofort letal trifft.

    So kommen wir fast ohne Zwischenfälle bis zum Zentrum der Hauptstadt. Der Komplex des höchsten Heiligtums der Varianer füllt nun unser komplettes vorderes Sichtfeld aus. Auf den Bildern war zu sehen gewesen, dass die Anlage weitläufig ist, aber sie ist in der Realität viel wuchtiger und auch eindrucksvoller. Diese Anlage ist von einer weiteren Festungsanlage umgeben, die aus mehreren gestaffelten Verteidigungsanlagen besteht. Mit drehbaren Lasergeschützen sind einige FLAK-Türme auszumachen. Einer davon schwenkt auf einmal auf uns ein und nur Lyns überragende Reflexe verhindern, dass wir getroffen und abgeschossen werden. Neben dem passiven Ionenfeld gibt es wohl offensichtlich noch funktionierende Lasergeschütze.

    Mit einer Hand halte ich mich fest, während Lyn den Gleiter erst knapp über dem Boden abfängt. Verschiedene Objekte und Hindernisse geben uns etwas Deckung. Weitere Türme beginnen auf uns zu feuern und unsere Pilotin macht eine 180 Grad Kehre, um den Abstand zu vergrößern, da ein direkter Anflug einfach Selbstmord ist. In einem Zickzackkurs, um das Zielen der Geschütze auf uns zu erschweren, rast Lyn in eine Gasse hinein, die uns erfolgreich in den toten Winkel der Geschütze bringt. Trotzdem feuern die blind weiter, darauf hoffend, uns durch die Gebäudewände zu treffen. Wände stürzen wirklich auch durch die Treffer ein und Brände werden ausgelöst. Wir machen, dass wir einen größeren Abstand gewinnen, bevor wir durch reinen Zufall noch getroffen werden.

    Durch den Lärm wird ein ziemlich großer Drache auf uns aufmerksam. Ausgerechnet das größte bisher gesehene Exemplar scheint uns mit leichter Beute zu verwechseln. Die Geschütze scheinen Drachen in Ruhe zu lassen, so lange diese nicht innerhalb der Festung zu landen versuchen. Die Kreatur hat eine dunkelrote geschuppte Haut, sechs Flügel und der Schwanz läuft in eine Spitze aus, die Fatal an ein riesiges Schwert mit gezackter Klinge erinnert. Nicht das sein riesiges Maul mit seinen gewaltigen, nadelspitzen Reißzähnen nicht schon Furchteinflößend genug wäre. Der braucht uns noch nicht mal zu kauen, der kann einen Menschen mit einem Haps einfach herunter schlucken. Und offensichtlich hat er Appetit auf frischen Mensch oder Twi´lek.

    Nakagos wirre Gedanken

    Wäre ja zu einfach gewesen, wenn wir einfach vor die Pyramide hätte fliegen können. Zuerst FLAK, dann Drache, langweilig wird es uns wirklich nicht.
    Das Schwinden, die ersten drei Bände:
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  4. #134
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    Esk

    In der Hoffnung, ihn zu vertreiben, schalte ich ihn mit meinem Raketenwerfer auf. Das gelingt Problemlos, da er quasi den Sucher mit seinem riesigen Körper ausfüllt. Da Lyn den Gleiter aus dem Anflugkurs des Drachen heraus kurvt, ist es schwer auf der Ladefläche die Balance zu halten und die Waffe auf das Ziel auszurichten. Ich drücke ab und eine Panzerbrechende Rakete zischt eine Rauchfahne hinter sich herziehend auf den Drachen zu. Die Rakete trifft den Torso auf der Höhe des mittleren Flügelpaares. Die Explosion sprengt Schuppen ab, reißt Fleisch heraus und hinterlässt eine brennende Wunde. Schmerz gepeinigt brüllt die Kreatur auf und bevor Edna die Blasterkanone abfeuern kann, dreht sich der Drache, kippt und verschwindet aus unserem Sichtfeld, in dem er eine Häuserschlucht als Deckung benutzt. Dumm ist das Vieh nicht. Shaka motiviert uns, wachsam zu bleiben.

    Momentan sehen wir den Drachen nicht und Lyn wird etwas langsamer. Jetzt ist die Frage, aufsteigen um besser zu sehen, dabei aber ins Schussfeld der Lasergeschütztürme zu kommen. Oder Höhe halten und einen Hinterhalt riskieren? Bevor es diesbezüglich zu einer Entscheidung kommt, bricht der Drache auf einmal durch eine Häuserwand hindurch und versucht uns mit seinem riesigen Maul zu packen. Im allerletzten Moment schaltet Lyn für einen kurzen Moment den Repulsorliftantrieb des Gleiters aus und wir sacken wie ein Stein ab. Mein Magen macht sich auf den Weg nach oben.

    Der Drache zischt über uns hinweg, Lyn startet den Antrieb und so entgehen wir auch dem Schwanzhieb, der den Gleiter einfach in zwei Teile zerschnitten hätte. Ich schicke ihm eine Rakete hinter her, die auf der unteren Seite seines Bauches einschlägt. Wieder werde ich mit einer roten Wolke aus Blut und abgesprengten Schuppen belohnt. Auch Edna trifft den Drachen beim Überflug mit dem Blastergeschütz, was eine weitere tiefe Wunde verursacht.

    Unsere Twi´lek Pilotin lässt den Gleiter steigen und fliegt eine enge Kehre, um die Verfolgung aufzunehmen. Der Drache steigt nach oben, verdreht seinen Körper und kommt so im Bogen sofort wieder auf uns zurück. Würde ich es nicht mit eigenen Augen sehen, ich würde nicht glauben, wie wendig diese Kreatur trotz ihrer Größe ist. Mit aufgerissenen Maul kommt die Kreatur direkt auf uns zu geschossen.

    "Schießt den Drachen ab!", brüllt Shaka, was ich auch so getan hätte und ich löse den Werfer aus, als das Maul riesengroß vor uns auftaucht. Die Rakete rauscht heran, fliegt in sein Maul und detoniert an seinem Gaumen. Die untere Hälfte des Kiefers wird abgerissen und ich denke, die Hohlladung der Rakete hat einen mehrere tausend Grad heißen Strahl aus Plasma durch sein Kleinhirn gejagt. Auf alle Fälle ist die Kreatur schon tot, bevor sie mit einem wahnsinnigen Getöse in das gegenüberliegende Gebäude einschlägt. Das hält dem Aufprall nicht stand, bricht auseinander und eine Außenwand kippt auf uns zu. Lyn gibt so ruckartig Vollgas, dass Scav von Bord geschleudert wird. Wie ein Stein fällt der Droide in die Staubwolke und verschwindet komplett aus meinem Sichtfeld. Gerade so entkommen wir dem Einsturz, den Scavangerbot unter sich begräbt. Das ist ganz und gar nicht gut.

    "Svav, bitte melden!" Derweil geht Lyn zu Boden. Barbaren strömen aus den umliegenden Gebäude, schwingen primitive Waffen und scheinen uns aus irgend einem Grund töten zu wollen. Varianer sind in ihrer ursprünglichen Gestalt überzogen Aggressiv und kennen kein Maß. Ich wechsele auf das DLT 19 und gehe hinter einer der Feuerstellungen in Position. Routiniert ziele ich sorgfältig und drücke ab. Ich treffe ein besonders großes Exemplar, dass mit einer primitiven Rüstung aus Knochen geschützt es und töte den wahrscheinlichen Häuptling. Meine Garbe wandert weiter und streckt weitere Krieger aus seiner Leibwache zu Boden. Auch Edna beteiligt sich am Massaker und auch Shaka schießt etwas durch die Gegend. Schnell lernen die Varianer, dass es keine gute Idee ist, offen gegen vollautomatische Waffen zu stürmen. Als etwa zwanzig bis dreißig ihrer Krieger tot oder schreiend am Boden liegen, überdenken die restlichen ihre Situation und suchen in der Flucht eine annehmbare Alternative.

    "Feuer einstellen!" Es bringt nichts, auf fliehende Gegner wertvolle Munition zu verschwenden. Inzwischen hat sich auch die Staubwolke gelegt und Lyn geht mit unserem Frachtgleiter über den Trümmerhaufen in Postion. Mit dem Jetpack gehe ich zu Boden und versuche ein weiteres mal Scav anzufunken. Dieses mal meldet er sich. Mit Hilfe von den Sensoren des Gleiters gelingt es uns, Scav unter den Trümmern auszumachen. Eine stabile Platte hat ihn in einem Hohlraum aus lockeren Schutt begraben. Der A-A3 hat vorne eine Seilwinde und damit gelingt es uns, die schwere Platte soweit hochzuwuchten, dass Scav sich daraus hervor winden kann. Die Hülle des Droiden ist teilweise verbeult, vollkommen verdreckt, aber seinen wichtigsten Systemen geht es gut. Normalerweise würde ich ja jetzt schauen, ob wir vom "Drachen" irgendwelche verwertbaren Trophäen erlangen können, aber ich denke, es wäre äußerst ratsam, die Position zu wechseln und unsere Mission fortzuführen.

    Nach meiner Einschätzung können wir eine oberirdische Annäherung vergessen. Weiter heran fliegen ist zu gefährlich. Am Boden müssen wir uns durch aggressive Barbarenstämme durchkämpfen. Also bleibt nur die Kanalisation übrig.

    "Aber da könnten auch Barbaren und Raubtiere hausen", wirft Edna berechtigterweise ein.

    "Stimmt, aber die können im Normalfall dann entweder nur von vorne oder hinten kommen. Durch das massieren unserer Feuerkraft auf einen kleinen Bereich werden im Extremfall dann allein die aufgestapelten Leichen unserer Feinde dafür sorgen, dass unsere Stellung nicht überrannt werden kann." Die Erklärung leuchtet Edna ein und und wir suchen uns eine Fabrik. Fabriken brauchen meist viel Wasser für die Kühlung von Maschinen, also haben die meist direkt einen begehbaren Zugang zur Kanalisation.

    Lyn landet den A-A3 Tray auf dem verschachtelten Dach eines Fabrikationsgeländes. Schweren Herzens lasse ich den Raketenwerfer zurück. Über einen Dachzugang verschaffen wir uns Zugang in die Fabrik. Wir finden einen Skyway und stellen fest, dass sich unter uns ein Rudel von diesen Heulerhunden festgesetzt hat. Es stellt sich heraus, dass der Skyway nicht auf eine so große Anzahl menschengroßer Humanoider ausgelegt ist. Besonders Scavs Gewicht scheint den Weg zu überlasten und eine der Halterungen knallt ab. Für einen schrecklichen Moment scheint es, als würden wir etwas über zehn Meter in die Tiefe stürzen, aber die Konstruktion hält gerade noch so. Aber das laute Geräusch hat die Heulerhunde auf uns aufmerksam gemacht. Wir eilen zu einem stabiler aussehenden Bereich und bilden dann eine Schützenlinie am Rande der Treppe, die das Rudel nehmen muss. Wir wissen, was uns erwartet und dieses mal prallte das Geheul einfach an uns ab. Die Hunde rennen trotzdem in unseren Feuerbereich. Auch sie stellen fest, dass zwei DLT 19 eine undurchdringliche Todeszone erschaffen können. Der letzte der Heuler dreht um und rennt um sein Leben.

    Ohne weitere Zwischenfälle erreichen wir die untere Ebene der Fabrik und finden nach etwas suchen auch einen begehbaren Zugang zur Kanalisation. Das ist ein Abwasserkanal und es fließt noch Wasser. Nach der Ausrichtung zu urteilen, ist das Abwasser von der Festungsanlage im Zentrum. Deren Infrastruktur scheint noch zu funktionieren. Mit etwas Glück befindet sich sogar die Fertigungsanlage dort. In Kolonne rücken wir nun in Richtung des Zentrums vor. Ich übernehme die Spitze, dass DLT 19 in Pirscherhaltung, bereit, sofort zu schießen. Skav ist direkt neben mir, dann kommt Lyn, Shaka und der Schluss ist Edna, der so die überlegene Feuerkraft seines schweren Blastergewehres gegen nachrückende Gegner voll entfalten kann.

    Die Befürchtungen des Hapaners bewahrheiten sich soweit, dass wir mehrmals angegriffen werden, aber so wie ich es vorhergesagt habe, können wir mit unserer Feuerkraft jeden Angriff abwehren, weil wirklich große und damit schwergepanzerte Kreaturen nicht in diese Rohr passen. Auch sind hier und da teilweise reicht raffiniert wirkende Fallen finden. Für Imperiale sind die zu primitiv, für barbarische Varianer zu ausgeklügelt. Das macht mich durchaus nachdenklich. Entsprechend vorsichtig rücke ich weiter vor. Schließlich versperrt uns ein massives Gitter aus hochwertigem Durastahl das weitere vorankommen.

    Nakagos wirre Gedanken

    Das waren wilde Szenen, aber wir haben sie mit Bravur gut überstanden.
    Das Schwinden, die ersten drei Bände:
    http://www.gw-fanworld.net/showthread.php?t=133515

  5. #135
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    Wir betrachten den hinter dem Sperrgitter liegenden Bereich und kommen zu dem Schluss, dass wir uns in etwa unter den äußeren Verteidigungsanlagen befinden müssen. Mit einem Phasenschweißgerät aus seinem Werkzeugkasten schneidet Scavbot einen Zugang hinein. Wir dringen dadurch in das dahinter liegende Areal ein, da sich hier das Rohr schnell verzweigt und schließlich in ein eine unterirdische Anlage mit offen liegenden Kanälen mündet. Hier schieben mit Blastergewehren bewaffnete Droiden einer mir unbekannten Baureihe wache. Auch sind hier mehrere Repetierblaster und leichte Blasterkanonen in drehbaren Geschütztürmen untergebracht. Das ist wirklich übel! Tarnrüstungen wären jetzt nicht schlecht, aber wir haben Kampfrüstungen dabei.

    Die Kanäle sind eindeutig ein Schwachpunkt bei der Konzeption der Anlage. Dadurch gelingt es uns schließlich durch die Verteidigungsanlage zu schlüpfen. Wir erreichen ein tiefer in die Anlage führendes Rohr, in dem auch ich nur noch gebückt stehen kann. Schließlich erreichen wir eine Rampe nach oben, welche von zwei Varianern gesichert wird. Also nicht die Barbarenversion, sind die knuddeligen blauen Varianer, welche Quaria besiedelt haben. Sie tragen modern wirkende Gefechtsrüstungen und sind obendrein durch ein schimmerndes Kraftfeld gesichert. Shaka kann sie anlocken und ich töte sie mit "Scharfrichter", bevor sie Alarm schlagen können.

    Auf dem Rücken tragen die diese Varianer jeweils einen kleinen Schildgenerator, der sie aber nicht wirklich vor meinem Schwert hat beschützen können. Die Technologie ist etwas seltsam. Scav schraubt eines der Gehäuse auf und wir schauen rein. Ich werde nicht schlau draus und auch der Droide ist ratlos. Trotzdem nehmen die beiden Twi´leks die Schildgeneratoren an sich. Sind ja auch die gegen Feuerwaffen am Anfälligsten unter uns.

    Die Rampe mit der Abflussrinne endet in einen sehr unübersichtlichen Maschinenraum. Ich bin relativ sicher, dass dies keine Fertigungsanlage für Nanoviren ist, da die Maschinen dazu einfach zu krude wirken für so ein Hightechprodukt. Ich übernehme wieder die Spitze und lotse alle ungesehen an einigen bewaffneten Wachen und Arbeitern vorbei. Nach meiner Einschätzung müssten wir jetzt im innersten Ring bei den fünf Pyramiden sein. Also fast schon am Ziel.

    Nach dem Maschinenbereich erreichen wir ein Treppenhaus, dass wir hoch steigen, da es hier auch nicht weiter runter geht. Wir kommen in einen weiteren gesicherten Bereich, aber das Schott hat nichts gegen die Künste von unserem Öffner Scavangerbot 523 entgegenzusetzen. Ein Droide im Team ersetzt einen Dietrich. Wir sind nun in einem Art Museum mit prunkvollen Tempelschätzen. In der Mitte steht eine überlebensgroße Statue von Darth Varak mit einen leuchtenden Lichtschwert in der Hand. Natürlich ist das Lichtschwert nicht echt, sondern nur eine Replika mit Leuchtstab. Das bedeutet, die Priester des Kriegsgottes wussten durchaus, dass sie letztendlich einen sterblichen Sith-Lord angebetet haben. Oder auch nicht. Wie schon so oft, entpuppt sich eine regionale Religion als ein Instrument der Herrschaft. Religiöse Dogmen erleichtern das Regieren der ungebildeten Massen ungemein.

    Nach dem "Museum" geht es über weitere Gänge noch tiefer in die Anlage hinein und ich denke, wir müssten jetzt innerhalb der zentralen oder einer der peripheren Pyramiden sein. Schließlich können wir in einen offenstehenden Raum mit Holoprojektor sehen, in dem sich einige Varianer versammelt haben. Einer davon ist einer der Drillinge, für den wir einen Tempelschatz gehoben haben. Ich fühle mich verarscht. Aber so richtig! Menschen oder gar Imperiale sind hier keine auszumachen. Das ist schlecht, da wir definitiv in keiner imperialen Geheimbasis sind. Aber vielleicht lassen sich hier ja trotzdem noch ein paar Erkenntnisse gewinnen. Wir beschließen, alle Eingänge des Raumes zu sichern, uns zu offenbaren und mit den Leuten hier Klartext zu reden. Falls sie keine Lust mit uns zu reden haben sollten, würden sie ein ernstes Gespräch mit der Mündung meines DLT 19 führen.

    Wir begeben uns in Position und Shaka betritt mit Scav den Raum. Ich halte mich erst noch bedeckt, während alle sich der Twi´lek und dem Droiden zuwenden. Zuerst lässt der Hohepriester Shaka gar nicht erst zu Wort kommen und beschimpft sie als Diebin. Wahrscheinlich denkt er, wir sind hier, um die Tempelschätze aus dem "Museum" zu stehlen. Da Shaka mal wieder versucht, eloquent zu sein, aber nur dämlich herum eiert, betrete ich den zentralen Raum und rede nun Klartext.

    "Wir sind nicht hier, um irgendwelche Schätze zu stehlen. Wäre das der Fall, wäre eure Schatzkammer schon leer. Wir sind hier wegen den Nanoviren! Nennt uns die Position der Produktionsstätte und ihr seid uns wieder los!" Da das nun geklärt ist, entspannt sich die Situation und wir bekommen die Informationen, für die wir hergekommen sind.

    Es stellt sich heraus, dass nicht das Imperium die Nanoviren herstellt, sondern die Varianer selbst. Die Sache war, dass es viele Varianer gab, welche der orthodoxen Priesterschaft nicht mehr folgen wollten, weil sie in etwa die Wahrheit kannten, dass ihr angeblich so allmächtiger Gott nur ein sterblicher Sith-Lord war, der, da seit Jahrtausenden tot, rein gar nichts mehr tun konnte. Das ganze artete in einen bewaffneten Glaubenskrieg aus. Da die Hohepriester merkten, dass sich die Zweifel im Herzen ihrer Anhänger auszubreiten begannen, entschlossen sie sich, die Umwandlung bei den Ketzern rückgängig zu machen. Das kündigten sie groß an und entließen dann die Nanoviren aus ihren Behältern, die sie selbst in uralten Produktionsstätten herstellten, die einst Darth Varak hatte bauen lassen. Allerdings hatten sie das Ausmaß und Wirkungsweise vollkommen unterschätzt. Statt nur die Gegenden zu betreffen, in dem sich die Ketzer zum größten Teil aufhielten, verteilten sich die Viren über die ganze Welt und mutierten dabei auch noch. Wobei es auch sein kann, dass sie die Viren einfach falsch programmierten oder diese schon durch ein Subprogramm in der Anlage so verändert wurden. Die Techniker wussten wahrscheinlich gar nicht, was sie da eigentlich produzierten.

    Aber darüber zu spekulieren ist müßig. Auf alle Fälle wurde das Imperium auf die Veränderungen von Varian aufmerksam und fanden wohl recht schnell heraus, was da passiert ist. Thorne zwang die Varianer zur Mitarbeit. Den Verbindungsoffizier haben wir kennen gelernt und ja vor gar nicht allzu langer Zeit Zargos Zarbossa übergeben.

    Was nun auf der Mynaros Station von Prinz Isolder eingesetzt wird, ist eine mutierte Form der "Gabe" und hier hergestellt. Laut Aussage des Hohepriesters gibt es kein Gegenmittel. Es kann gut sein, dass sie einfach nicht das technische und biologische Wissen dazu haben. Das einzige was hilft, sind diese Schutzfelder, die wir erobert haben. Ich denke, die Neue Republik hat tausende von Welten, zehntausende von Universitäten und Millionen von Wissenschaftler. Also handeln wir mit dem Hohepriester folgen den Deal aus: Wir bekommen Proben von dem Nanovirus und zehn Schutzfelder. Dafür ziehen wir ab und halten Stillschweigen über diese Anlage.

    Nach etwas hin und her geht der Hohepriester darauf ein. Wir bekommen unsere Proben und Schutzfelder. Dafür ziehen wir uns zurück und nehmen auch keine Tempelschätze mit. Damit war die Mission soweit erfolgreich, dass wir ein "Gegenmittel" in Form von Schutzfelder haben. Die halten aber nur zwölf Stunden, bevor sie wieder aufgeladen werden müssen. Das wird dann eng werden, zu Prinz Isolder vorzudringen. Ein richtiges Gegenmittel wäre mir deutlich lieber. Wir verteilen die Schutzfelder, Scav untersucht sie kurz und rücken dann ab.

    Eigentlich erwarte ich die ganze Zeit, dass wir in einen Hinterhalt geraten oder unser Gleiter umstellt ist. Aber wir kommen ohne Zwischenfälle dort an. Niemand scheint daran herum manipuliert zu haben und heben dann ab. Auch die "Vanguard" ist noch da und RD 79 versichert uns, dass es zu keinen Zwischenfällen gekommen ist. Wir verstauen die Proben sicher und heben dann ab. Wir steigen aus dem blauen Nebel heraus auf und verlassen dann die Atmosphäre. Irgendwie erwarte ich die ganze Zeit, dass einen Sternenzerstörer auftaucht oder irgend etwas unerquickliches passiert. Aber der Hohepriester scheint ehrlich gespielt zu haben und wir gehen in den Hyperraum. Die Mission war jetzt nicht ganz erfolgreich, da wir kein Gegenmittel haben, aber wir sind einen wichtigen Schritt weiter gekommen.

    Sitzung gespielt am: 27.10.2018
    Anwesende Spieler: Lyra, Shaka, Scav, Edna, Lyn
    Erfahrungspunkte: 15 EP, 10 EP für zweiten Rang in der Fertigkeit Heimlichkeit, 5 Punkte gespart.

    Beute: 25K Credits von Valerie Virin und eine spezille Waffe für Lyn von Haus Virin für Erledigung der Mission "Unter Wölfen". Unmodifizierter Ersatz für Lyras zerstörte Waffen bei der Rettung der Königinmutter.

    Getötete und überwundene Gegner: ein modifizierter Kampfdroide, ein "Drache", sechs Heulerhunde, zwei Varianer, unbekannte Anzahl von Barbaren.

    Gruppenwert: (unverändert)
    Diplomatie: 325
    Schmuggel/Handel: 360
    Militär: 450

    Resümee: Nach langer Pause war es etwas zäh wieder ins System hinein zu finden. In Neuseeland habe ich zwar versucht, in einschlägigen Läden mir noch fehlende Bücher zu ergattern, wurde aber nicht fündig. Nur in einem Laden hat sie ein paar Bücher, aber die hatte ich schon, sonst ist diese Gegend frei von Star Wars. Nur Dungeon and Dragons war da fast überall zu haben. Schade!

    Der Kampf mit dem "Drachen" war etwas unerquicklich, da der SL Probleme hatte, den Kampf mit Fahrzeugregeln und normalen Feuerwaffen auf Planetenoberfläche abzuhandeln. Das ist nun mal kein Kampf im freien Raum. Es wäre besser gewesen, einfach die Werte von einem Rancor zu nehmen, dem Ding Flügel zu verpassen und das ganze mit normalen Regeln abzuhandeln. So war das ganze ein ziemlicher Krampf und hat niemanden wirklich Spaß gemacht.

    Es gab viele Informationen und sehen jetzt in einigen Punkten klarer. Das Rätsel des Blauen Nebels ist gelüftet und das Imperium war Kunde der Varianer Priester und nicht wie von uns vermutet umgekehrt.

    Auch haben sich jetzt neue Erkenntnisse in Bezug auf Darth Varak ergeben. Lyras Suche nach ihrer Schwester stockt leider wieder, da es momentan eben wichtigeres zu tun gibt, wie einen Krieg zwischen Konsortium und Neuer Republik zu verhindern. So gesehen war die Sitzung sehr erhellend.

    15 EP waren für das, was wir gemacht haben, wirklich fair.

    Lyras Entwicklung: Hier habe ich nun die Qual der Wahl. Zur Auswahl stehen viele Talente des Powertechs, Fertigkeiten oder sparen für die nächste Talentebene für 20 Punkte. Nach etwas hin und her habe ich mich entschieden, einen zweiten Rang in Heimlichkeit zu erwerben. Immerhin ist das eines der Kernfähigkeiten von Lyra und nicht immer kann Sie ihre wirklich coole Steahltrüstung tragen. Auch wollte ich dieses mal keine Kampffähigkeit steigern, um Lyra etwas zu fächern, aber doch in ihren Kernkompetenzen stärken.

    Weitere 25 Seiten werden nun in Belastbarkeit investiert, so das Lyras Absorption um eins auf neun steigt, was recht viel ist. Besonders da der Wert unabhängig von der getragenen Rüstung steigt.

    Am Rande des Imperiums: Dawn of the Empire

    Heute will ich das erste erschienene Zeitalterbuch für Star Wars unter der Ägide von Fantasy Flight Games vorstellen: Dawn of the Empire. Dieses Buch handelt von der Zeit vor der Schlacht von Yavin. Es ist vom Fokus sehr stark an die Serie "Rebels" angelegt. Das Vorwort ist von keinem geringeren als Dave Feloni höchst selbst.

    Danach folgen ein paar Seiten mit rudimentären Informationen über die Zeit von etwa vier bis zwei vor der Schlacht von Yavin und das leben unter der Herrschaft des Imperators. Es werden dabei drei verschiedene Leute porträtiert und wie sich jeweils ihr Leben im laufe Zeit vom Ende der alten Republik, den Klonkriegen und dem Aufstieg des Imperiums bis kurz vor der Schlacht von Yavin geändert hat. Da ist der menschliche Kriegsgewinnler in hoher Position, der in einem Luxusapartment auf der Oberfläche von Coruscant wohnt. Der ist natürlich vom Imperium begeistert. Recht, Ordnung und Wohlstand für Menschen der Kernwelten. Das Leid der Aliens interessiert ihn schlicht weg nicht.

    Dann die unabhängige Duro Kapitänin eines Handelsfrachter. Sie profitiert davon, dass die Piratenaktivitäten deutlich nachgelassen haben, wird aber regelmäßig diskriminiert und muss viel von ihrem Gewinn bei Sicherheitsinspektionen abdrücken, um korrupte imperiale Beamte bei Laune zu halten. Die wenigen Vorteile wiegen die mannigfaltigen Nachteile also in keinster Weise auf.

    Am Schluss ein Markthändler auf Ryloth. Ein Twi´lek, der immer größere Probleme hat, an ausreichend Ware zu kommen. Aber er hat immer genug, weil auch viele seiner potentieller Kunden in die Sklaverei verkauft werden. Diesen Blick von unten findet man nur selten. Ich hätte gern mehr solche Alltagsansichten von normalen Bürger bzw. Untertanen bei Star Wars. Erst durch so was wird klar, was so ein Regime für die normale Bevölkerung eigentlich bedeutet.

    Das erste Kapitel stellt ausgewählte Welten vor. Beginnend bei Alderaan, dass es zu der Zeit ja noch gibt. Ein paar regionale Attraktionen werden vorgestellt und auch Prinzessin Lea gibt es als NSC zu bestaunen.

    Die nächste Welt ist Atollon, wo die Rebellen in "Rebels" ihr Basis hatten. Hier gibt es ein paar Informationen zu dem mysteriösen Bendu, einigen einheimischen Kreaturen und auch AP5 bekommt sein Spotlight. Dathomir hat die Werte von Maul zu bieten. Auch wird die letzte überlebende Nachtschwester im Detail vorgestellt. Dathomir ist in dieser Zeit allerdings eher uninteressant. Die nächste "Welt" ist der Todesstern! Ja genau, der Todesstern! Und wenig überraschend gibt es auch Werte für den Todesstern. Nur für seinen Laser nicht. Der braucht auch keine Spielmechanik. Alles was seinen Strahl kreuzt, ist vernichtet. Punkt!

    Hier haben Krennic und seine Todestruppler Werte bekommen. Diese Todestruppler haben nichts mit denen zu tun, mit dem sich die Crew der "Vanguard" in der Sperrzone herumärgern muss. Wobei ich momentan denke, dass die einfach das Rot gegen das Schwarz getauscht haben. Wie auch immer, ein cooles Kapitel.

    Die nächste Welt ist Jedha. Nette Informationen über die Stadt, bevor sie in die Luft fliegt. Dazu hat noch Saw Gerrera ein Profil bekommen. Und zu guter Letzt kommt noch Lothal zu Ehren. Man sieht, der Fokus der Welten ist eindeutig der Serie "Rebels" und dem Film "Rouge One" geschuldet. Macht auch Sinn, spielen die ja genau in dieser Zeit. Alle wichtigen imperialen NSC, die während der Serie auftreten, haben ein Profil bekommen. Weiter gibt es jede Menge Hintergrundinformationen über diese Welt.

    Am Ende gibt es noch kurze Abschnitte über weitere Welten, wie Malachor. Dazu noch ein paar kleinere Kreaturen und deren Werte. Nichts besonders sonst dabei.

    Kapitel II beschreibt die Organisationen dieser Zeit. Der Anfang macht natürlich das Imperium. Seine Struktur und zivile Bürokratie wird beschrieben. Tarkin hat hier sein Profil stehen. Dann kommt der Geheimdienst mit seinen vielen Unterorganisationen. Und ein großer Raum nimmt das Militär ein. Flotte, Armee, Spezialkräfte, etc. Nachdem auch Thrawn seine Werte bekommen hat wird eine imperiale Akademie im Detail vorgestellt. Die hat auch in "Rebels" schon als Kulisse gedient. Viele NSC stehen zur Verfügung.

    Natürlich darf das Imperiale Sicherheitsbüro nicht fehlen und Agent Kallus steht selbst vertretend für alle Agenten der Organisation. Danach geht es weiter mit der Inquisition und jeder in der Serie aufgetauchte Inquisitor hat seine Werte bekommen. Auch der Dunkle Lord Darth Vader höchstselbst hat hier seinen Block mit Werten stehen, die sich wirklich sehen lassen können. Falls man ihn überhaupt mal treffen sollte, schluckt er verdammt viel Schaden und wenn man bei einer Angriffsprobe drei Nachteile oder ein Verhängnissymbol hat, bekommt man den Schaden selber ab. Von Grund auf wird die Probe schon vier mal aufgewertet, die Chance ein Verhängssymbol zu würfeln ist also recht hoch. Das ist ein Gegner, gegen den will man nicht kämpfen.

    Als nächstes kommt die Rebellenallianz. Ein kurzer Abriss über deren Geschichte und erste Mitglieder. Ein paar Tipps, wie man eine lokale Rebellenzelle ins Spiel bringen kann. Dann kommt Fulcrum aka Ahsoka mit einem ausgearbeiteten NSC Profil. Für alle Fans von Ahsoka ist das natürlich ein Fest. Es gibt auch ziemlich viele Bilder von ihr im Buch. Als nächstes wird die Phönix Zelle vorgestellt, dann kommen alle sechs Geister zu Ehren. Einschließlich der Ghost, den beiden Phantoms und Sabines TIE Fighters. Zum Schluss ist noch Captain Rex zu finden.

    Dann wird ein Syndikat mit dem Namen Broken Horn vorgestellt. Weiter geht es mit dem Ryloth Free Movement, mit Heras Papa und Numa, die als kleines Kind in der ersten Staffel in The Clone Wars zu sehen war. Weiter geht es mit ein paar unabhängigen NSC wie Hondo Onaka oder Lando Calrissian.

    Kapitel III behandelt Spieleroptionen. Es gibt gleich vier neue Rassen, die mit Rouge One aufgeploppt sind. Drabatan, Gigoran, Iakaru und Tognath stehen zur Auswahl. Wobei ich Drabatan nicht zuordnen kann. Der Gigoran ist das weiße Pelzding mit dem großen Blaster in Rouge One, Ein Iakarau war Bordschütze bei dem einen U-Wing, der zur Unterstützung nach Scarif geschickt wurde. Tognath können visuell leicht mit Gand verwechselt werden, waren wohl aber für Rouge One nicht cool genug. Das waren die Typen mit den Atemmasken, die bei Saw herumhingen und auch in Solo bei Enfys Nest.

    Anschließend gibt es gleich mehrere neue allgemeine Spezialisierungen: Force Adherent, Imperial Academy Cadet, Padawan Survivor, Pirat, Captain und Klonsoldat im Ruhestand.

    Force Adherent ist ein Anhänger der Kirche der Macht. Seine Berufsfertigkeiten sind: Nahkampfwaffen, Disziplin, Wachsamkeit und Altes Wissen. Er hat sehr viele Defensive und unterstützende Talente. Davon sind ein paar ziemlich cool.

    Der Kadett einer Imperialen Akademie hat als Berufsfertigkeiten: Führungsqualität, Pilot Raum, Wissen Kriegskunst und Leichte Fernkampfwaffen. Weitere Berufsfertigkeiten für Waffen werden über Talente erlangt. Diese Spezialisierung ist ziemlich cool. Sie hat einige unterstützende Talente, welche der gesamten Gruppe zu gute kommt. Auch hat er zwei gute Pilotentalente. Eine ziemlich gute Ergänzung für Berufe, die Kampfsituationen sonst nicht unterstützen.

    Der überlebende Padawan gibt wie alle Machtsensitiven Spezialisierungen keine Berufsfertigkeiten, dafür gibt es bei ihm immerhin noch Disziplin und Lichtschwert über Talente zu kaufen. Er hat meiner Meinung nach die stärkeren Talente als die beiden anderen allgemeinen Spezialisierungen für Machtanwender allein schon wegen 2 x Parade und 1 x Ablenkung. Weitere Talente sorgen dafür, dass man unter dem Radar bleibt. Wenig überraschend stand Kanan dafür Pate.

    Pirat ist stark an die Figur des Hondo Onaka angelegt, nicht umsonst ziert sein Artwork die Seite. Einschüchterung, Täuschung, Infiltration und Wissen Unterwelt sind seine Berufsfertigkeiten. Die Talente gehen sehr in Richtung Labertasche. Der raubt die Leute nicht aus, der labert sie so lange in Grund und Boden, dass sie Freiwillig ihre Wertsachen rausrücken, nur um ihn wieder los zu werden. Ist Nett für Leute, die mit sozialer Interaktion punkten wollen.

    Captain ist mit dem Artwork von Hera verstehen und bietet eine gute Mischung aus vielen Führungs- und zwei Pilotentalenten. Wenig überraschend sind die Berufsfertigkeiten: Charme, Führungsqualität, Verhandeln und Pilot Weltraum.

    Klonsoldat im Ruhestand hat gleich mal sechs zusätzliche Berufsfertigkeiten: Disziplin, Widerstandskraft, Leichte und Schwere Fernkampfwaffen, Kriegskunst und Wachsamkeit. Er punktet zusätzlich mit einer sehr guten Mischung aus Offensiven, Defensiven und Unterstützenden Talenten. Einen Klonsoldaten zu spielen ist kein Fehler. Ist halt eine Spezialisierung und braucht zusätzlich eine primäre Berufsfertigkeit. Macht die Sache etwas teuer.

    Anschließend kommen einige Waffen aus Rouge One und Rebels. Darunter die Todestrupplerversion des DLT-19D, die leichter, mit Präzise und Durchschlag zwei und einem eingebauten Zielfernrohr daherkommt. Dafür bleibt aber nur ein Hardpoint für weiteres Zubehör übrig. Haben will, jetzt.

    Weiter geht es mit Werten für Droiden, darunter auch die der KX Serie. Weiter geht es mit Fahrzeugen und Raumschiffen, fast alle aus Rouge One. Der TIE-Fighter der Minengilde aus Rebels ist da schon die einzige Ausnahme.

    Kapitel IV richtet sich an den Spielleiter und hat als Doppelseitiges Artwork den Kampf zwischen Ahsoka und Darth Vader auf Malachor. Wie üblich ziemliches cooles Bild. Das Kapitel ist recht kurz. Etwas über Kampangenaufbau. Antagonist bauen leicht gemacht. Und wie eine autarke Rebellenzelle funktioniert und was man alles für Abenteuer damit machen kann.

    Auf 144 Seiten haben die Macher recht viele Informationen rein gepackt. Für Fans von Rebels und Rouge One sicherlich besonders interessant, da man die dort gezeigte Ausrüstung und Fahrzeuge zur Verfügung bekommt. Wenn man in dieser Zeit spielen will, kommt man um das Buch nicht herum. Für alle anderen gibt es coole Spielzeuge. Ist inzwischen für knapp 40 Euro zu haben. Also klare Kaufempfehlung.
    Das Schwinden, die ersten drei Bände:
    http://www.gw-fanworld.net/showthread.php?t=133515

  6. #136
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    Episode XIX
    Sturm über Mynaros
    Aurek

    Bevor wir noch in den Raum der Neuen Republik fliegen, haben wir ein Rendezvous mit einem Kampfdrachen, der noch loyal zur Königinmutter steht, wo wir eine Probe der Nanoviren und ein Schutzfeld als Muster abgeben. Das verläuft ohne Komplikationen und wir fliegen in Richtung des Republikanischen Raumes. Ich hoffe nur, dass dies die richtige Entscheidung war, den Hapanern Proben dieser fortschrittlichen Waffe zu geben.

    Zum ersten mal seit gut einem Jahr verlassen wir die Sperrzone in Richtung Heimat. Die Mynaros Station ist von einer kleinen Flotte der Neuen Republik unter dem Kommando von Admiral Hoyt auf seinem Flaggschiff, einem MC 80 Sternenkreuzer der Freiheitsklasse mit den Namen "Overseers", abgeriegelt. Die zwei Dutzend Schiffe sind ein wildes Sammelsurium aus CR 90 Korvetten und EF76 Fregatten der Nebulon Klasse mit ein paar imperialen Bautypen wie ein Schwerer Kreuzer der Vergelter Klasse.

    Wir werden sofort angefunkt und wir geben unsere Kennung, wie auch unser Anliegen durch. Sofort werden wir zur "Overseers" geleitet und fliegen in einen der geräumigen Hangars ein. Sofort fühle ich mich quasi zu Hause, als ich mit der restlichen Crew aussteige und die vertrauten Uniformen erblicke. Die Soldaten gaffen uns alle mehr oder weniger offen an. Wahrscheinlich haben sie tolle Geschichten über uns gehört, von der die eine oder andere vielleicht sogar der Wahrheit entspricht. Ein Leutnant mit einem Trupp Kommandosoldaten nimmt uns in Empfang. Der Leutnant von etwa Mitte Zwanzig spricht Shaka mit Commander Blen an. Wie auch immer, wir werden zu Admiral Hoyt geleitet, der gerade in einer Besprechung ist und wir müssen etwas warten. Leider gibt es keine Sitzgelegenheit und wir warten stehend, was etwas nervig ist, da wir ja noch ein paar Sachen zu erledigen haben.

    Schließlich werden wir zu Admiral Hoyt vorgelassen, eine etwa 60 Jahre alten Offizier, der noch in der alten Republik für den Zoll gearbeitet hat, dann in den Klonkriegen gedient und für einige Zeit für das Imperium gekämpft hat. Wie viele Offiziere der Allianz ist auch er schließlich zur Rebellion übergelaufen. Er ist hochdekoriert und hat in allen wichtigen Schlachten mitgekämpft. Endor, Commenor, Kuat, Corellia und Jakku. Das zeigt, die Neue Republik nimmt die Bedrohung durch Thorne durchaus ernst.

    Das Besprechungszimmer ist etwas unordentlich. Überall liegen Unterlagen und Chipstapel herum. Das zeigt mir, dass der Admiral momentan viel um die Ohren hat und etwas verstreut ist. Auch er kennt Shaka von früher und erzählt, dass er vor knapp einem Jahr Commander Skywalker empfohlen hat, aktiv in der Sperrzone einzumarschieren, um den abtrünnigen General Gale wie auch Commander Kahn zu jagen. Commander Skywalker war aber der Meinung, das lieber dem Hapes Konsortium zu überlassen. Nett, wie wenig vertrauen man in unsere Integrität gesteckt hat. Dann bekommen wir einen Vortrag zu hören, dass die Zeit der Rebellenallianz und der Alleingänge endgültig vorbei ist. Das auch für Söldner so langsam die Zeit abläuft und wir uns einen legalen Job suchen sollen. Wir sind ja keine Söldner, die werden nämlich bezahlt. Schließlich bekommen wir ja noch nicht einmal Geld für unsere Mühen. Wir tun das ja nur aus Loyalität gegenüber der Neuen Republik, jedenfalls der Großteil von uns. Da kann sich der hochnäsige Admiral seine Sprüche sparen. Ohne uns würden die gar nichts über die Nanoviren wissen. Ich hätte nicht übel Lust, dem arroganten Admiral einfach nur die Proben der Viren und die Schutzfelder zu übergeben und anschließend einfach wieder zu verschwinden. Aber ich ich halte meinen Mund und denk mir nur meinen Teil. Selbst ich habe gelernt, dass es manchmal einfach nur Ratsam ist, die Klappe zu halten.

    Des weiteren bekommen wir zu hören, dass wir nur Glück hatten, rein zufällig in ein Wespennest zu treten. Es ist nur dem glücklichen Umstand zu verdanken, dass wir nun von der Liste der gesuchten Terroristen gestrichen wurden, weil wir dieses Komplott aufgedeckt haben. Ein Jedi würde nun sagen: "So etwas wie Glück gibt es nicht!" Und auch denke, dass dies der Wille der Macht ist. Wir sind hier, um eine neue Bedrohung im Keim zu ersticken. Das ganze hier ist so unglaublich komplex, dass selbst ich die ganze Tragweite noch nicht mal im Ansatz begreife. Admiral Thorne vollstreckt noch immer den absoluten Willen des Imperators und von dem kam noch nie etwas gutes. Ich muss mir auf die Zunge beißen, um auch weiterhin Shaka das reden zu überlassen. Schließlich ist es nicht meine Aufgabe, diesen ignoranten Admiral von der Wahrheit zu überzeugen. Die Wahrheit wird sich noch früh genug offenbaren. Also lausche ich nun den konkreten Ausführungen des Admirals, was bis jetzt alles unternommen wurde, um die unhaltbare Situation auf der Mynaros Station zu ändern.

    Ein paar Wissenschaftler unter der Führung einen Professor Lykas, einem renommierten Experten für Nanowaffen, haben ein Feldlabor im Geschäftsbereich der Station aufgebaut und forschen vor Ort nach einem Gegenmittel. Leider sind die Wissenschaftler auch infiziert. Der Nanovirus wirkt aber nur bei etwa 10 % der Infizierten tödlich. Rodianer und Gamorraner scheinen wie Hapaner fast immun gegen die Auswirkungen zu sein. Rodia ist ein Planet der Neuen Republik, einfach ein Kommando aus Angehörigen dieser Rasse zusammen zu stellen dürfte ja nicht so das Problem sein. Ist es aber wohl doch, obwohl Prinz Isolder nur etwa zwanzig bis dreißig ihm treu ergebene Dragoner bei sich hat.

    Selbstverständlich meint der Admiral trotz aller Einwände, dass es unser Job ist, die Sache zu bereinigen. Prinz Isolder kontrolliert eigentlich nur den Reaktorbereich. Der befindet sich im Innern der Station im Zentrum des Ringes. Die Mynaros Station ist eine sogenannte Ring Station. Im Zentrum ist eine Spindel, an der sechs Speichen abgehen, die ein Rad halten. Die Speichen sind aufgefüllt mit verschiedenen Segmenten und modularen Bauten. Der Reaktorbereich hat nur einen einzigen Zugang, der über einen zwanzig Meter breiten Abgrund führt. Dahinter liegt ein Sicherheitsschott mit Schleuse. Es gibt nur diesen einen einzigen Zugang. Der Reaktorbereich ist von sechs Meter starken Wänden aus Durastahl ummantelt. Es gibt zwar im unteren wie auch oberen Bereich Rohre für die Wärmetauscher, aber sind zu schmal, als das ein Menschen großes Wesen sie passieren könnte, ganz abgesehen von der immensen Hitze.

    Wir sprechen mehrere Möglichkeiten durch, über die Brücke zu kommen. Mein erster Gedanke ist, einen Trupp Dragoner heraus in einen Hinterhalt zu locken. Mit Hilfe von Holoprojektoren nehmen wir deren Gestalt an und passieren so die Brücke. Scav gibt zu bedenken, dass die vielleicht eine Parole haben, die ausgetauscht werden muss. Möglich, können wir aber aus Zeitgründen nicht in Erfahrung bringen. Leider gibt in dieser Flotte keine Holoprojektoren für Spezialmissionen. Die müssten wir kaufen. Die sind aber zum einen sehr schwer zu bekommen und zum anderen kostet allein einer schon mehr als unser Bargeldvorräte, die in letzter Zeit sehr geschrumpft sind. Also fällt dieser Ansatz komplett weg.

    Nun gut, uns profan mit normalen Mittel zu verkleiden ist auch keine Option, also auch keine Alternative. Wir rechnen durch, wie lange es dauert, uns durch 6 Meter Durastahl zu arbeiten und was dafür notwendig wäre. Auch hier scheitert es an der Finanzierung entsprechendes Gerätes und Sprengen ist nicht möglich. Über zwei Stunden gehen wir teilweise sehr esoterische Ansätze durch und letztendlich ist die einzige Möglichkeit ein ganz primitiver frontaler Angriff über die Deckungslose Brücke. Dazu ist der Zugang noch mit einen Ionenschild geschützt, was heißt, kein Droide kommt da durch, auch Shaka nicht. Tja, da werden nur ein paar Rauchgranaten für Deckung sorgen müssen.

    Ein weiterer Knackpunkt ist, dass der Reaktor wahrscheinlich zur Sprengung vorbereitet wurde. Es gibt mehre Möglichkeiten das zu bewerkstelligen. Zum einen durch externe Sprengsätze, die eine Reaktion herbei führen würden. Dann ein ständiges Überladen, was innerhalb einer Minute zur Sprengung führen würde. Als letztes eine Überlastung, die etwa acht Minuten bis zur Detonation braucht. Eine externe Sprengung wäre sehr teuer und setzt ein gewisses Know How voraus. Ich bin der Meinung, wenn man genug Zeit hat, wie hier der Fall, kann man ganz ruhig die notwendige Mittel ohne große Fachkenntnisse nach einer Anleitung ausführen. Der Feind wusste ja sicherlich im Vorfeld, was für ein Reaktortyp die Station hat und was nötig ist, diese zur Explosion zu bringen. Das ist ja keine spontane Aktion des Feindes, sondern sicherlich von langer Hand vorbereitet. Wahrscheinlich war das nur Plan B, aber ich halte die Imperialen für Professionell genug, die Mission trotzdem akribisch vorbereitet zu haben. Als Gegenmaßnahme bekommen wir einen R3 Droiden mit eingebauten Störsender gestellt, um eine Sprengung via drahtloser Fernzündung zu unterbinden.

    Letztendlich einigen wir uns auf folgenden Plan: Wir landen an, schlagen uns zu Dr. Lykas durch, übergeben in die Proben des Nanovirus und unser Wissen über dessen Herstellungen. Dann arbeiten wir uns zur Brücke durch, stürmen drauf, deaktivieren das Ionenschild, sprengen oder hacken uns durch die drei Türen bis zum Reaktorkern. Da entschärfen wir die Bombe und/oder verhindern eine Überladung des Kerns. Nebenbei töten wir jeden Dragoner der uns über den Weg läuft. Am Ende beseitigen wir Prinz Isolder, der garantiert nur ein Klon ist, auch wenn er nicht auf der Liste stand. Hört sich doch recht simpel an, trotzdem habe ich ein verdammt mieses Gefühl bei dieser Selbstmordmission.

    Nakagos wirre Gedanken

    Ich hasse es, wenn NSC zum einen unsere Hilfe brauchen, aber ihre Klappe weit aufreißen und einen mit Beschuldigungen überhäufen.
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  7. #137
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    Besh

    Das ist einer der Momente, wo ich mich ernsthaft Frage, warum mache ich das hier eigentlich? Admiral Hoyt hat uns vor einer halben Stunde klar gemacht, dass der Galaktische Bürgerkrieg aus ist und es keine selbstständigen operierenden Zellen der Rebellenallianz mehr gibt. Die größte Stärke der Allianz waren eigentlich immer die selbstständig operierenden Zellen, die sich dann für größere Aktionen flexibel zusammen geschlossen haben. Im laufe des Krieges wurden die Strukturen sicherlich starrer, weil es nach Endor dann zu den großen Entscheidungsschlachten gekommen ist, wo eben Masse und nicht individuelle Raffinesse gefragt war.

    Aber letztendlich habe ich zwar die Wahl, aber ich entscheide mich einfach weiter zu machen. Wir sind für den Job die qualifiziertesten und wenn wir Prinz Isolder töten, der wahrscheinlich nur ein Klon ist, lösen wir die Krise am geschicktesten. Das ist dann nicht das Werk der Neuen Republik oder des Hapes Konsortium, sondern das von freien Unternehmern. Auch wenn wir dafür von niemanden bezahlt werden, den Ruf von ruchlosen Söldnern haben wir wohl weg. Damit kann ich durchaus leben. Also gehen wir es an.

    Als moralische Unterstützung bekommen wir ein Team von vier Kommandosoldaten in Sturmrüstungen gestellt. Ich bin zwar dagegen, weitere Leute mitzunehmen, aber die anderen sind von der Idee angetan. Es handelt sich dabei um Menschen und lang gediente Veteranen des Galaktischen Bürgerkrieges. Jeder hat ungefähr die gleiche Kampferfahrung wie ich auch und es handelt sich um Freiwillige. Der Sergeant ist ein etwa 40 Jahre alter Rotschopf aus Coruscant. Die schwere Waffenspezialistin mit einem leichten Repetierblaster ist aus Corellia und wie ich auch ein ehemaliges Mitglied der CBF. Der Sanitäter ist ein Alderaner mit blonden Haaren. Der braunhaarige Sprengstoffspezialist und Techniker stammt von Chandrila, der Heimatwelt der amtierenden Kanzlerin Mon Mothma. Wir stimmen uns kurz ab und legen eine Route fest, wie wir vorgehen werden. Auch wir wir am Besten dann die Brücke nehmen und wie wir im Innern des Reaktors vorgehen werden. Die Leute machen einen soliden Eindruck und ich denke, die wissen wirklich, auf was sie sich einlassen.

    Der Lademeister bittet uns, etwas "Schrott" zu entsorgen. Sprich, wir bekommen Ersatzteile im Wert von knapp 8000 Credits als kleiner Bonus für unsere Mühen. Auch werden wir gefragt, wo Jungs und Mädels hier in der Sperrzone etwas Dampf ablassen können. Shaka labert dämliches Zeug von Cyphera, was momentan gar nicht angeflogen werden kann.

    "Ich empfehle Sybal. Eine nette kleine trockene Minenwelt voll von imperialen Kollaborateuren, die einen Krieg gegen die Indigene Bevölkerung führt, um diese für ihre Minen zu versklaven. Aber Obacht beim Anflug, die Welt ist mit Kampfsatelliten abgeriegelt. Und Wasser ist ein gern gesehenes Gastgeschenk", empfehle ich stattdessen und damit dürfte alles gesagt sein.

    Wir gehen an Bord, verteilen die Schutzfelder und überprüfen ein letztes mal den vollen Ladestand der Schilde. Wenn alles klappt wie gedacht, brauchen wir etwa fünf Stunden. Also sollten zwölf Stunden gut ausreichen. Der Außenbereich ist quasi gesichert, da es keine Möglichkeit der Besetzter gibt, die Waffen abzufeuern oder auf die Sensoren zuzugreifen. Ich hoffe, diese Information ist noch nicht überholt. Entsprechend vorsichtig fliegen wir in Schleichfahrt auf die Station zu. Misstrauisch beobachte ich die Türme mit Lasergeschützen, welche am äußeren Rad in regelmäßigen Abständen zur Selbstverteidigung angebracht sind. Aber nichts bewegt sich und wir werden nicht unter Feuer genommen. Lyn bringt die "Vanguard" in eine stabile Parkposition. Edna bleibt mit RD 79 und Besh 42 zurück, um unseren Rückzugspunkt zu verteidigen. Wir anderen steigen in Raumanzüge und setzen auf die Oberfläche der Station über mit Magnetstiefeln laufen wir an der Oberfläche entlang und gelangen durch eine Notschleuse ins innere eines Hangars. Die Schutzfelder scheinen zu halten, ich kann keine Veränderung spüren.

    "Möge die Macht mit uns sein!", bete ich trotzdem, als ich die Station betrete.

    An einem Terminal versucht Scav sich in das System einzuhacken, um die Kameras auf unserer Route in Schleife zu setzen. Leider wird er von einem Sicherheitsspezialisten aufgespürt und aus dem System geworfen. Für einen kurzen Moment erwäge ich, die Position zu halten und einen Hinterhalt zu legen, aber da hier die tiefer in die Station führende Zugänge verschlossen werden, denke ich, die wollen den Bereich fluten. Wir versiegeln wieder unsere Raumanzüge und schon werden die Hangartore geöffnet. Wir können uns mit den Magnetstiefeln auf dem Boden verankern und werden nicht wie viele herumliegende Dinge in den freien Raum gezogen. Beinahe werde ich noch von einer lose auf dem Boden gelegenen Stange getroffen, kann aber im letzten Moment noch ausweichen. Uns bleibt nichts anderes übrig, als diesen Bereich zu verlassen und suchen uns einen neuen Zugang. Das kostet nicht ganz eine halbe Stunde, dann sind wir nächsten Hangar. Dieses mal gelingt es Scav sich erfolgreich in das System zu hacken und wir haben eine freie Passage. Wir steigen aus unseren Raumanzügen und gehen in Formation voran. Wir wissen von Sprengfallen und sind entsprechend vorsichtig.

    Hier und da sind Infizierte zu sehen, die schrecklich mutiert sind. Aber die bemerken uns entweder nicht oder sind schlicht nicht in der Lage, uns in irgend eine Art zu gefährden. Ich hoffe nur, dass es den Wissenschaftlern gelingt, aus der Probe von diesen Nanoviren schlau zu werden und auf deren Grundlage ein Gegenmittel zu kreieren. Prompt werden wir beschossen, als wir das Basislager der Wissenschaftler erreichen.

    "Nicht schießen! Wir gehören zur Neuen Republik!", rufe ich und Shaka klärt die Sache schließlich auf diplomatische weise. Die wo uns beschossen haben, sind vollkommen mutierte Kommandosoldaten der ersten Welle. Sie sind kaum noch in der Lage ihre Waffen zu bedienen, halten aber Tapfer auf ihrem Posten aus. Dr. Lykas entpuppt sich als ein Gand, der zwar auch etwas mutiert ist, aber sonst noch voll einsatzfähig ist. Er ist sehr angetan von der Probe und der Beschreibung dessen, von wem die überhaupt stammt. Der Urstamm dieser Nanoviren hatte ja die Prämisse, die aggressiven Varianer in deine gefügsamer Sklavenrasse zu verwandeln. Was ja auch gelungen ist. Die Nanoviren waren also auf einem bestimmten Metabolismus abgestimmt und hatten die Aufgabe, dass Aggressionslevel zu senken, die geistigen Fähigkeiten zu erhöhen und den Körperbau zu verändern. Diese veränderte Form macht immer noch das, was es einst sollte. Die Infizierten sind deutlich Intelligenter als vorher. Aber der Preis dafür ist einfach zu viel hoch.

    Dr. Lykas ist auf alle Fälle sehr optimistisch, mit Hilfe des Ausgangsmaterials und dieser Informationen nun ein Gegenmittel kreieren zu können. Auch lassen wir eines der Schutzfelder hier, das wir noch über hatten. Das sollte auch helfen. Damit wäre dieser Teil der Mission erfolgreich abgeschlossen. Jetzt geht es ans eingemachte, nämlich einen Prinzen zu töten. Und das ist etwas, was ich noch nie vorher gemacht habe.

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    Das Vorspiel ist nun vorbei, jetzt geht es an das eingemachte.
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  8. #138
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    Cresh

    Wir rücken nun in Kolonne auf die Spindel der Station vor. Hier und da treffen wir auf von Infizierten ausgelöste Sprengfallen. Scav entdeckt zum Glück eine noch scharfe und entschärft diese. Weitere Zwischenfälle gibt es auf dem Weg dahin nicht. Schließlich erreichen wir den Abgang zum Eingangsraum. Die Treppe sieht sauber aus und wir rücken nun etwas aufgefächert vor. Leider ist doch eine sehr gut getarnte Sprengfalle am Fuß der Treppe angebracht und ich löse sie aus. Eine Splitterhandgranate detoniert und scharfkantige Splitter prallen an meiner Rüstung ab. Gerade noch einmal gut gegangen.

    "Hab eine Sprengfalle gefunden", meine ich dazu trocken, als wir auch schon von drei Dragonern mit Schwertern in den Händen angegriffen werden. Wir machen ihnen klar, in dem Shaka, Lyn und ich ihnen demonstrieren, dass Blaster mächtiger als Schwerter sind. Es gibt sicherlich eine Zeit für Schwerter, aber das ist sie nicht und ich habe keine Skrupel, einfach mein DLT-19 zu benutzen. Das Überraschungsmoment haben wir offensichtlich verloren. Der Zugang zur Brücke ist wie befürchtet von einem Ionenschild geschützt. Auf der anderen Seite der Brücke steht ein schwer gepanzerter B2 Kampfdroide aus den Klonkriegen. Über dem Eingang ist ein automatischer Repetierblaster angebracht. Besser wird die Situation nicht mehr. Also werfe ich eine Rauchgranate auf die Brücke vor dem B2 Kampfdroiden und rücke mit Lyn und den Kommandosoldaten vor. Scav und Shaka bleiben in Deckung zurück, da sie ja nicht durch das Ionenfeld können. Für einen kurzen Moment sind unsere Waffen deaktiviert und es dauert einige bange Augenblicke, bis sie wieder Einsatzbereit sind. Lyn schaut sich um, aber ich bin es, der den Projektor in etwa zehn Meter Höhe entdeckt. Sofort nehme ich den mit meinem DLT-19 unter Feuer und zerstöre ihn mit einer zielsicheren Garbe. Funkensprühend gibt der seinen Geist auf und fängt an zu qualmen. Die Soldaten nehmen den B2 Kampfdroiden unter Feuer und beschädigen ihn.

    "Über Euch!" brüllt Skav, der nun nachrückt und in der Tat stürzt sich ein Protokolldroide der 3PO Baureihe der Cybot Galactica auf uns. Besser gesagt, der wahnsinnige Droide fliegt ein kleines Skiff und steuert genau auf mich zu. Einer der Kommandosoldaten schubst mich weg, kommt dadurch aber selber nicht schnell genug aus dem Zerstörungsradius des zerschellenden Skiffs. Sein Treibstoffbehälter explodiert und Trümmerstücke regnen auf uns herab. Der Großteil der Wucht nimmt meine gute Rüstung auf, werde aber trotzdem etwas durchgeschüttelt. Obendrein werde ich nun vom B2 und dem Repetierblaster unter Feuer genommen. Ich rolle von der Brücke herab und falle in die Tiefe. Einen Augenblick später zünde mein Jetpack. Ist das auch mal zu was nütze.

    Ich steige wieder hoch und schau auf den Schlamassel. Mit großem Bedauern betrauere ich den Tod des Soldaten, der mir das Leben gerettet hat. Da er eine gleichwertig gute Rüstung getragen hat, hätte mich die meine wohl auch nicht vor dem Tod bewahrt. Natürlich bin ich Froh, noch am leben zu sein. Aber diese hinterlistige Taktik macht mich wirklich wütend. Nicht das ich schon vorher sauer auf den geklonten Prinz Isolder und seine Dragoner gewesen wäre. Sie haben über zehntausend Bürger der Neuen Republik einer heimtückischen Nanowaffe ausgesetzt. Aber jetzt ist es persönlich geworden.

    Etwas überhastet nehme ich im Vorbeiflug das Geschütz unter Feuer, aber meine Garbe ist etwas zu hoch und stanzt nur oberflächliche Brandlöcher in die dicke Panzerung. Dafür werde ich nun weiter vom B2 beharkt, der mich wohl als sein primäres Ziel ansieht. Der trifft mich mit einem Streifschuss, der trotzdem weh tut. Im Gegenzug schieße ich auf ihn und verwandle ihn in ein qualmendes Wrack. Hat er nun davon! Lyn schießt nun den Repetierblaster aus der Halterung und die Brücke ist genommen. Damit wäre der Flaschenhals in unserer Hand. Jetzt müssen wir nur noch das Sicherheitsschott kommen.

    Skav rückt nun endgültig über die mit Trümmerstücken übersäte Brücke zum Sicherheitsschott vor. Überraschenderweise gelingt es uns tatsächlich von außen einen Zugang zu legen und Skav kann sich einstöpseln. Ich hätte ja dieses System komplett nach innen verlegt. Aber vielleicht ist die Schwachstelle auch Absicht, um in genau solchen Situationen einen Gegenangriff zu ermöglichen. Was weiß ich schon von Sicherheitsdesign? Es dauert etwas, dann öffnet Skav beide Schleusentore. Dahinter ist ein Gang und fünf Dragoner stürmen uns entgegen. Mit meinem DLT-19 gebe ich Sperrfeuer und erledige immerhin zwei Stück mit einer Garbe. Das hat gesessen! Leider sind sie nun heran und erschlagen den Sergeanten mit einem Streich. Auch Skav wird kritisch getroffen und ungesund aussehender Qualm quillt aus seinem Torso. Auch ich werde erfolgreich attackiert, aber meine hochwertige militärische Panzerung schützt mich vor dem schlimmsten. Da war die Macht mit mir!

    Die orangene Twi´lek rächt augenblicklich den Tod des Sergeanten, in dem sie seinen Kontrahenten gekonnt über den Haufen schießt. Ihre neue Pistole ist sehr treffsicher und hat ordentlich Dampf dahinter. Sollte sie auch haben, wenn man bedenkt, was wir dafür eingesetzt haben. Immerhin haben wir dafür Valerie Virin aus den Klauen des sogenannten Imperiums befreit. Skav erledigt seinen Gegner mit einem brutalen Hieb, der den Dragoner beinahe in zwei Hälften teilt. Das spritzende Blut irritiert Shaka so sehr, dass sie knapp an mir und meinem Gegner vorbei schießt. Danke auch. Wer solche Kameraden hat braucht keine Feinde mehr.

    Ich lasse mein DLT-19 am Riemen fallen und ziehe mein zweihändiges Schwert "Scharfrichter". Mit einem brutalen Hieb schmettere ich meinen Gegner zu Boden, der aber noch lange genug lebt, um von den restlichen beiden Soldaten erschossen zu werden. Damit hätten wir auch dieses Gefecht gewonnen und haben einen weiteren Verlust zu beklagen. Mir wäre es wirklich lieber gewesen, wenn keine Soldaten mitgekommen wären. Aber die Mehrheit hat anders entschieden. Nun ist auch dieser Veteran eins mit der Macht.

    "Selbstzerstörungsroutine initiiert! 120 Sekunden bis zur kritischen Reaktorüberlastung. Evakuieren Sie sofort diesen Bereich und haben Sie noch einen schönen Tag!", meldet sich eine automatische Stimme. Wer immer das programmiert hat, der hat wirklich einen kranken Sinn für Humor. Wir rennen sofort zur nächsten Tür den Gang entlang von der wir wissen, dass sie in den Kontrollraum führt. Der Sprengstoffexperte legt seine Ladung und ein paar Sekunden später sprengt er damit das Schott auf, da es hier von außen keinen Zugang für einen Hacker gibt. Mir klingeln die Ohren trotz meines Helmes und den integrierten Dämpfern.

    Das Schott ist nun offen. Dahinter stürmen uns drei Dragoner entgegen, als wir den Raum betreten wollen. Die beiden Twi´leks schießen je einen der prächtig gekleideten Soldaten nieder. Für einen kurzen Moment frage ich mich, ob das nun Klone sind oder fanatische Originale, die wirklich den Unsinn glauben, welcher der falsche Kronprinz Isolder von sich gibt. Aber das ist rein akademisch und ich strecke den letzten mit "Scharfrichter" nieder. Nun haben wir den Kontrollraum und sehen durch wand hohe Sichtscheiben den Reaktor. Auf dem Schalterpult davor zählt eine holographischer Countdown gnadenlos herunter. Ein weiterer Protokolldroide ist dort und dirigiert ein paar Wartungsdroiden, welche wohl dafür Sorgen sollen, dass es nicht mehr möglich ist, die Selbstzerstörungsroutine zu stoppen. Ich wechsele auf mein DLT-19, öffne eine Luke, lehne mich heraus und zerstöre innerhalb weniger Sekunden den Protokolldroide und alle Wartungsdroiden. Jetzt haben wir den Kontrollraum unter unser Kontrolle. Skav hat sich schon erfolgreich in das System gehackt.

    "Das können wir nur noch manuell stoppen!", meint er nach einem kurzen Moment.

    "Noch sechzig Sekunden bis zur Selbstzerstörung! Wenn Sie den Bereich bis jetzt nicht evakuiert haben, dann ist dies die letzte Minute Ihres Lebens. Genießen Sie die Zeit, die Ihnen noch bleibt!" Wir ignorieren die Stimme und sind schon hektisch dabei, etwas gegen die Reaktorüberlastung zu unternehmen. Shaka darf uns etwas koordinieren und jeder tut sein Bestes, die Selbstzerstörung aufzuhalten. Ich beobachte verschiedene Skalen und drücke schließlich nach Scavs Anweisung auf ein paar Knöpfe, während Lyn an mehreren Hebeln zieht. Erbarmungslos läuft der holographische Timer ab. Noch sechs Sekunden bis ich eins mit der Macht werde.

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    Wer wollte nicht schon immer eine Bombe im Mission Impossible Stil entschärfen? Dazu noch eine sarkastische KI?
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  9. #139
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    Dorn

    Hektisch drückt nun Skav in schneller Folge drei Knöpfe, betätigt zwei Schalter und zieht an einem Hebel. Der Holographische Countdown zeigt nun eine Drei. Eine Sekunde vergeht und die Drei bleibt stehen und verfärbt sich dann Grün, bevor die Anzeige erlöscht.

    "Selbstzerstörungsroutine gestoppt! Reaktor fährt auf Normallast herunter. Ihnen noch ein schönes langes Leben!", meldet die automatisierte Stimme und ich hätte nicht übel Lust, mit dem Programmierer ein paar Takte zu reden. Am besten über den Lauf meines DLT-19, damit er mich besser versteht. Ich drehe mich gerade um, als ich sehe, wie Prinz Isolder heranstürmt. Unsere zwei überlebenden Soldaten halten zwar an der Tür Wache, aber ihre Aufmerksamkeit ist immer noch in unsere Richtung gerichtet.

    "Isolder! 6 Uhr!", brülle ich, da die Soldaten mit dem Rücken zu dem Prinzen stehen. Beide Soldaten hechten in den Raum hinein und öffnen so den Weg für den sehr wütend aussehenden Klon, trotzdem wird einer der Soldaten noch von einem Hieb getroffen. Der Schwertkämpfer ist vielleicht mal schnell. Bevor Shaka ebenfalls reagieren kann, ist sie schon Opfer seines Schwertes geworden. Schwer verletzt taumelt sie vor ihm weg, aber er bleibt auf Tuchfühlung. Davon lässt sich Lyn nicht schrecken und schießt eiskalt in den Nahkampf. Die Macht ist mit ihr und sie trifft den Klon und nicht Shaka. Ich lasse wieder mein DLT-19 am Riemen fallen und ziehe Scharfrichter. Mit einem Ausfallschritt bin ich mit dem berühmten Schwertkämpfer im Nahkampf. Das ist sicherlich Wahnsinn, sich mit einem der besten Fechter des Hapes-Konsortium zu messen, aber mir ist klar, dass Shaka alleine sich nicht aus dem Nahkampf wird lösen können. Noch so einen Treffer überlebt sie nicht. Auch wenn ich Shaka nicht besonders mag, sie ist immerhin ein Crewmitglied der "Vanguard" und ich kann sie in dieser Situation nicht hängen lassen. So was macht man einfach nicht!

    Also gehe ich mit Prinz Isolder in Nahkampf und mein Schlag kommt von schräg oben nach unten. Mein Schlag wird leider vom Kraftfeld an seinem Arm abgelenkt und er taumelt etwas zurück. Darauf hat Skav nur gewartet und erledigt ihn mit einem heftigen vertikalen Schlag, welchen den Prinzen beinahe köpft. Das war es dann für Prinz Isolder. Kaum geht der Prinz zu Boden, rücken weitere Dragoner nach. Sofort decke ich den verwundeten Soldaten, der von seinem Kameraden verarztet wird. Ich werde von zwei Dragonern gleichzeitig bedrängt und kann nicht zurückweichen, da ich sonst über den Verwundeten stolpern würde. Den ersten strecke ich nieder, blocke den zweiten Angreifer und hefte dessen Klinge mit der meinen. Es gibt ein kurzes Gerangel und ich kann mir so etwas Luft nach vorne verschaffen. Dann lösen sich unsere Klingen und ich erschlage ihn mit einem schnellen Hieb auf seinen Torso. Auch die anderen haben inzwischen ihre Gegner niedergekämpft und damit ist der Spuk zu Ende. Wir melden Vollzug beim Admiral und sammeln alle Waffen und wertvollen Ausrüstungsgegenstände ein. Der Verwundete Soldat ist stabil, so das es bei zwei Totalverlusten bleibt. Wir unterbrechen die Propagandasendung, in dem wir den Hyperraumsender deaktivieren.

    Wir durchsuchen noch kurz den Bereich, ob sich noch weitere feindliche Elemente hier aufhalten und finden noch einen Droiden, den wir verschrotten. Damit ist wohl die feindliche Okkupation der Mynaros Station beendet. Auch finden wir noch die Verstäubungsanlage, die wir schon auf der einen Sithwelt Utaris gesehen haben, von der wir dachten, sie würde auf Calfa zum Einsatz kommen. Wir verschließen den Bereich und rücken ab. Die Leiche von Prinz Isolder führen wir mit uns. Ohne Zwischenfälle verlassen wir die Station, kontaminieren uns und gehen dann an Bord der "Vanguard". Damit ist diese Krise gelöst, ohne das eine Seite weder ihre Gesicht verloren oder einen Kriegsgrund geliefert hat. Ich drücke Dr. Lykas beide Daumen, dass es ihm gelingt, ein Gegenmittel für diese Heimtückische Waffe zu finden. Wir liefern die beiden Überlebenden Soldaten auf der "Oversees" ab. Den Admiral treffen wir nicht noch einmal, darüber bin ich nicht traurig. Die Leiche von Prinz Isolder liefern wir bei einem Kampfdrachen ab, der hier als Beobachter vor Reede liegt. Eine Belohnung fordern wir nicht ein, auch wenn ich mal in die Runde frage, ob es nicht angebracht wäre, neue Barmittel zu erlangen. Dem wird allgemein abschlägig entschieden, in der Hoffnung, mit jetziger Bescheidenheit im Endeffekt mehr zu bekommen. Nun gut, ein paar Credits haben wir ja noch und es könnte durchaus zutreffen, dass wir später für unsere Verdienste so reicher beschenkt werden. Besonders da nun auch gleich eine Einladung der Duchta von Calfa kommt, uns mit ihr in ihrem Palast zu treffen. Damit wäre die Mission für uns abgeschlossen.

    Wir hatten ja schon vor längerer Zeit über die Möglichkeit philosophiert, einen der Erzfrachter von Sybal aus zu verfolgen, in dem wir an einem oder zwei Container einen Hyperraumpeilsender anbringen. Damit können wir dann nachvollziehen, wohin die fliegen. Unsere Vermutung ist ja, entweder zu einer Welt, wo das Erz verhüttet und dann zu Normalien verarbeitet werden. Oder eben direkt zur Werft, wo es dann nach der Verhüttung sofort weiter verarbeitet wird. Es gibt also die Möglichkeit entweder eine weitere Welt oder gar die Werft selbst zu entdecken. Nach etwas hin und her nehmen wir die Sache in Angriff. Es gibt zwar noch das Angebot nach Calfa zu fliegen und uns dort ein weiteres mal mit der Duchta zu treffen. Vielleicht gibt es dann eine kleine Belohnung für unsere Mühen oder einen weiteren Auftrag.

    Aber zuerst fliegen wir zur Nilvax Station, die uns ja mehr oder weniger gehört. Inzwischen denke ich, wir haben uns da etwas übernommen, aber hinter her ist man immer schlauer. Damals erschien es mir eine gute Gelegenheit zu sein. Wir haben sagenhafte 700 Credits eingenommen. Besser als gar nichts, dafür fallen auch keine weiteren Gebühren an. Auf der Station ist ziemlich viel los und ich habe den Verdacht, dass viele eingenommene Gebühren wohl einfach versickert sind. Ist die Tooka aus dem Haus tanzen die Nuna auf dem Tisch. Nun ja, wenigstens ist der Schwarzmarkt gut bestückt und wir bekommen zwei Hyperraumpeilsender erstanden. Ich kaufe mir noch eine Jagdbrille.

    Wir nehmen noch Wasser auf, um die Rebellen milde zu stimmen und uns deren Unterstützung zu sichern. Ein Schmuggler nennt uns einen gängigen Treffpunkt, um mit den Rebellen auf Sybal ins Geschäft kommen zu können. Der Transfer nach Sybal klappt gut und inzwischen wissen wir, wie man sich an den Wachschiffen und Satelliten vorbei schleicht. Wir haben aus den Fehlern vom letzten mal gelernt und uns gelingt es unbemerkt auf die Oberfläche vorzustoßen. Schließlich erreichen wir den Treffpunkt in den Bergen südlich von Sektor I. Wir tarnen unser Schiff mit entsprechenden Netzen und müssen eine Zeitlang warten, bis ein Trupp der Rebellen zum Handeln auftaucht.

    Schnell kommen wir ins Gespräch und Wasser ist immer willkommen. Für das Wasser erklärt sich die Rebellenzelle bereit uns in den Sektor 1 zu führen, da sie unterirdische Schleichwege kennen. Wir laden die Wassercontainer auf, die auf Lasttiere verladen werden. In diesem Fall junge Rancore. Es gibt so viele Lasttiere in dieser Galaxis, ich versteh einfach nicht, warum es ausgerechnet Rancore sein müssen, die hier die Lasten schleppen.

    Wie auch immer. Der Krieg läuft nicht besonders gut, dass wissen wir ja schon aus einer sekundären Quelle. Anfangs konnten sie einige Erfolge erzielen, berichtet unser Führer, ein Klanmann von nicht mal dreißig Jahren, stolz. Aber die Corporation hat einfach immer mehr Droiden eingeflogen und setzt auch Kampfgas gegen sie ein. Irgendwie sind das in etwa meine Prognosen, die so eingetroffen sind, wie ich es voraus gesehen habe. Man muss auch kein Genie sein, um diesen Ablauf vorhersagen zu können. Das ist eine Blaupause und in der Galaxis sicher schon tausende von malen passiert. Rebellen erheben, erzielen ein paar Anfangserfolge und werden dann nach und nach zurückgeschlagen. Wer die größeren Reserven hat, gewinnt einen solchen Konflikt und das sind in der Regel nicht die Aufständischen.

    Nach acht Stunden Marsch erreichen wir einen Stützpunkt der Rebellen, der sich tief in einer Mine befindet. Überraschenderweise gibt es hier so etwas wie eine militärische Struktur aus ausgebauten Stellungen und die Unterkünfte machen einen durchgeplanten Eindruck. Neben Kämpfern gibt es hier auch noch viele Zivilisten. Dieser Klan glaubt noch an einen militärischen Erfolg ihres Aufstandes, da die Hoffnung bekanntlich zuletzt stirbt. Zuvor sterben halt die Alten, die ganz Jungen, die Schwachen, die Kranken und irgendwann auch die Kämpfer.

    Es gibt Neuigkeiten zu erfahren. Acht Kämpfer aus dem Raum der Neuen Republik sind heute gefangen genommen worden, die wohl hier etwas Krieg spielen wollten. Ich nehme an, dass sie die Leute, von dem der Quartiermeister erzählt hat. Und ich schätze mal, es liegt an uns, diese zu befreien. Momentan sind sie im Untersuchungsgefängnis in einem der sechs Hochhaustürme von Sektor I. Die da raus zu holen ist auch für uns eine Nummer zu groß, besonders da ich die Schleichrüstung trage und nicht auf ein lang anhaltendes Feuergefecht ausgerüstet bin. Aber in drei Tagen sollen die Gefangenen planmäßig nach Sektor II verlegt werden.

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    Nach etwas Action geht es gleich weiter mit dem nächsten Problem. Den lange verschleppten Konflikt auf Sybal.
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  10. #140
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    Esk

    Es herrscht schnell Einigkeit darüber, dass wir die acht gefangenen Soldaten der Neuen Republik auf dem Transport in einem Unterirdischen Zug befreien werden. Das gibt uns auch einen "Grund", warum wir in Sektor I auftauchen werden. Als kleines Ablenkungsmanöver von unserem primären Ziel, zwei Hyperraumpeilsender anzubringen.

    Die Wassercontainer werden hier entleert und ein nicht unerheblicher Teil an die Zivilbevölkerung verteilt. Uns zu Ehren, da wir ihnen ja das Wasser mehr oder weniger kostenlos für den Austausch eines Gefallen, der ja auch in ihrem Interesse ist, überlassen haben, wird ein kleines Fest ausgerichtet. Wahrscheinlich ist hier jeder Anlass zur Ablenkung willkommen. Wir nehmen an einer langen Sitzbank platz und werden mit einheimischen Spezialitäten, sprich unterirdisch wachsenden Pilsen und Fleisch von irgendwelchem Getier verwöhnt. Das ganze Essen schmeckt doch recht gut, auch wenn es etwas unappetitlich aussieht.

    Auch hier ist der Krieg gegen die Suul-Tanca Corporation das beherrschende Thema. Es sieht so aus, als würden einige Schmuggler ihnen mehr als nur Wasser und medizinische Güter liefern, sondern auch Waffen. Was den Leuten fehlt, sind nicht Waffen, sondern eine erfolgversprechende Strategie. Aufstände gegen einen übermächtigen Gegner können von Erfolg gekrönt sein, der Große Galaktische Bürgerkrieg ist ja ein Paradebeispiel dafür, aber solche regionale Konflikte werden von Aufständischen meist innerhalb weniger Tage durch koordinierte Aktionen gewonnen. Aber der Aufstand begann hier damit, dass sich die Klans einfach in ihre unterirdischen Stützpunkte zurück gezogen haben. Das war der erste große Fehler. Der zweite, dass es ausreichen wird, unterirdisch zu operieren und sich auf die bessere Ortskenntnis zu verlassen. Noch nie wurde ein Konflikt dadurch gewonnen, dass eine Seite sich nur versteckt hat.

    Wie auch immer, wir ruhen uns danach etwas auf, da wir anschließend eine gefühlte Ewigkeit durch dunkle Tunnel marschieren und oft auch klettern. Die Rebellen kennen einen geheimen Zugang in Sektor I, zu dem sie uns nun führen. Wir brauchen sechzehn Stunden, bis wir in der Nähe von Sektor I sind. Wir nutzen die Zeit bis zur Nacht an der Oberfläche um zu schlafen und uns auszuruhen. Schließlich brechen wir auf und mit Hilfe einer Karte gelangen wir zu einem unterirdischen Ausgang in ein Lagerhaus in der Nähe des Landefeldes, zwischen den sechs Hochhäusern und dem Raumhafen gelegen.

    Auf dem Weg dorthin passieren wir einen Bereich, der mit Kampfgas geflutet ist. Die Rebellen haben uns Gasmasken mitgegeben, aber die schützen nicht zu hundert Prozent. Nachdem wir durch das Feld durch sind, muss Scav mir ein Antidot verpassen, sonst hätte ich mir Lunge aus dem Hals gehustet. So ein Dreckszeug!

    Schließlich erreichen wir unentdeckt den geheimen Zugang und drücken eine Bodenplatte hoch. Da ich eine Schleichrüstung trage, bin ich die Vorhut und schaue, ob die Luft hier rein ist. Es handelt sich hierbei um ein Lagerhaus für Ersatzteile für die Fahrzeugflotte der Corporation. Momentan ist niemand hier und ich hole den Rest an die Oberfläche. Nun wird es schon etwas kniffliger. Wir verlassen das Gebäude und huschen durch eine Reihe abgestellter kleiner Transportcontainer zu einer Werkstatt. Von dort aus ist es nicht mehr weit bis zu den Lagerhäusern, in denen die großen Transportcontainer mit dem Erz stehen. Auf dem Landefeld stehen leider keine zum Abtransport bereit. Just in dem Moment kommt ein Gleiter angeflogen. Es handelt sich um ein ursprünglich ziviles Fahrzeug, auf dem fachmännisch Panzerplatten angebracht wurden und nun mit einem schweren Repetierblaster auf der Ladefläche bewaffnet ist. Sechs bewaffnete Sicherheitsdroiden tummeln sich auf der Ladefläche. Wir gehen sofort hinter dem offenstehenden Eingang der Werkstatt in volle Deckung. Einer der Droiden ist der Meinung, der Repulsorlift würde sich seltsam anhören. Ich kann an dem Antrieb keine Anomalie heraushören, als der Gleiter landet. Aus der Tiefe der Werkstatt aktivieren sich zwei Wartungsdroiden und stampfen in unsere Richtung. Wir können unsere Position nicht mehr schnell genug wechseln, um nicht gesehen zu werden. Also ziehe ich meine Dragoner, klappe den Anschlagschaft aus und schieße beide Droiden lautlos nieder. Für mich war das trotzdem recht laut, aber die Sicherheitsdroiden da draußen scheinen sich auf die Geräusche des Antriebs zu fokussieren.

    Nach einigen bangen Minuten ziehen sie unverrichteter Dinge ab, als sich kein Wartungsdroide blicken lässt. Um keine Spuren zu hinterlassen, landen die beiden zerstörten Droiden in einer Recyclingpresse und werden zu handlichen Würfeln gepresst. Damit wäre dieses Problem auch erledigt.

    Da es nun darum geht, freies Feld zu überwinden und man nur eine Person braucht, um die Peilsender anzubringen, eile ich alleine im Schutze der Dunkelheit dank meiner Schleichrüstung fast unsichtbar über das offene Feld zu den Lagerhäusern. Skav sucht sich derweil schon mal einen Zugang, um eine Falsche Spur zu legen. Immerhin soll die Corporation glauben, dass wir die Daten durch einen illegalen Datenzugriff erlangt haben und nicht über Kontaktleute der Rebellen, die sie hier trotz allem noch haben.

    Ich husche von Deckung zu Deckung auf mein Ziel zu. Mein DLT-19 ist geschultert, aber die Dragoner mit dem Schalldämpfer halte ich in Pirscherhaltung schussbereit vor mir. Diese Waffe muss ich bei nächster Gelegenheit noch weiter modifizieren. Schließlich stehe ich unentdeckt an der Wand des ersten Lagerhauses. Ich habe zwar ein Jetpack, aber das will ich nicht aktivieren, da es doch einen gewissen Geräuschpegel erreicht und eine entsprechende Energiesignatur aufweist. Aber für was kann ich klettern? An einer Ecke finde ich genug Haltepunkte und arbeite mich hoch. Schließlich erreiche ich das Dach und bewege mich vorsichtig auf ein Oberlicht zu. Das zu öffnen ist keine Schwierigkeit. Die Sicherheit lässt hier deutlich zu wünschen übrig. Da jeder Erzkontainer hunderte von Tonnen wiegen dürfte, kann man die schlecht durch ein Oberlicht schieben. So gesehen macht das wiederum Sinn. Ich lasse mich auf einen Container herunter fallen und laufe auf ihm Entlang. In einer Nut bringe ich den ersten Sender an und aktiviere ihn. Für einen kurzen Augenblick leuchtet eine rote Diode auf. Damit wäre der erste Container präpariert. Falls der gefunden oder ausfallen sollte, verstecke ich an einem weiteren Erzfrachtbehälter einen zweiten Sender. Das sollte hoffentlich reichen.

    Mit einem kurzen Impuls des Jetpacks fliege ich zurück zum Oberlicht, klettere heraus, verschließe es hinter mir wieder sorgfältig und klettere herunter. Den letzten Meter lasse ich mich unspektakulär zu Boden fallen und husche sofort in den nächsten Schatten. Nichts rührt sich und ich melde Vollzug der Aktion. Damit wären wir einen wichtigen Schritt weiter. Als ich an der Werkstatt zurück bin, löst gerade Scav den Alarm aus, was so abgemacht war, um jeden Verdacht auf Insider innerhalb der Corporation zu zerstreuen. Leider ist schnell der Rückweg verbaut, da ein Gleiter auf unserer direkten Route zu Boden geht. Der Alarm hat eine stärkere Reaktion zur Folge als von uns erwartet. Um weitere Operation in Sektor I zu ermöglichen, dürfen wir den geheimen Zugang in dem Lagerhaus nicht offenbaren. So lassen wir uns zuerst einmal zurück fallen und umgehen den Gegner so weit wie möglich. Leider landen weitere Gleiter und drängen uns so noch weiter ab. So wird das nichts!

    Nakagos wirre Gedanken

    Eine weitere kleine Geheimoperation. Trotz gewisser fataler Würfelergebnisse sind wir unentdeckt geblieben. Es leben die Vorteilsymbole, wenn man mal wieder das Pech hatte, einfach keine Nettoerfolge zu generieren.
    Das Schwinden, die ersten drei Bände:
    http://www.gw-fanworld.net/showthread.php?t=133515

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