Seite 24 von 24 ErsteErste ... 14 22 23 24
Ergebnis 231 bis 237 von 237

Thema: Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story

  1. #231
    Hintergrundstalker
    Avatar von Nakago
    Registriert seit
    01.11.2009
    Beiträge
    1.292

    Rollenspiele

    Dorn

    Zum einen, um Pluspunkte zu sammeln, zum anderen, um am Leben zu bleiben, beschließen wir uns nach oben zu Wattoos Thronraum zu begeben. Der Fahrstuhl funktioniert zwar noch, aber die haben die Tendenz zur Todesfalle zu werden, wenn man damit in eine heiße Zone fährt. Ganz abgesehen davon, dass es keinen Spaß macht, da drin festzusitzen, falls der auch Energielos werden sollte. Also nehmen wir die Treppe. Die Gamorraner machen nach fünf Stockwerken schlapp und nehmen lieber den Fahrstuhl. Als wir oben ankommen, ist alles ganz normal im Thronraum. Keine Anzeichen von einem Angriff. Damit sind wir vollkommen umsonst die Treppen hoch gerannt. Ich hake das unter einer Konditionsübung ab, was aber letztendlich bedeutet, es gab eine Explosion, einen Brand und einen Stromausfall auf unserer Ebene. Nur hat das offensichtlich außer uns niemand bemerkt.

    Wir schnappen uns einen verantwortlichen Weequay mitsamt seiner Schar von Söldnern und schleifen ihn mit nach unten auf unser Level. Mit ihm kommen wir auch in Bereiche, wo wir nicht rein dürfen. Wir finden schließlich die Quelle des Rauches, ein Brand in einem abgelegenen Raum. Da es hier noch etwas brennt, löschen wir das Feuer. Recht schnell finden wir die Überreste des Verursachers. Es handelt sich dabei um die verkohlte Leiche von Mynack Bay, dem Vertreter des Bankenklans. Jedenfalls lässt er sich anhand seiner ID Karte identifizieren, die sehr Feuerresistent zu sein scheint. Hätte seine Kleidung diesen Qualitätsstandard ebenfalls erreicht, würde er vielleicht noch leben. Er hat ein Datapad dabei, ziemlich angekokelt aussieht und wenig überraschend zerstört ist. Interessanterweise hängt ein Kabel daran und das führt an eine offensichtlich illegal angebrachte Schnittstelle. Soll heißen, Mynack Bay war ein Hacker. Bei ihm hat wohl die Bezeichnung "Agent" in allen Punkten zugetroffen. Bewaffnet ist er mit einem kompakten Blaster, reich verziert, Einlegearbeiten aus Bronzium und sieht nach einer exklusiven Einzelanfertigung aus. Die Waffe steckt noch seinem Schulterholster.

    Auch ein Laie sieht ohne auf ein Obduktionsergebnis warten zu müssen, dass nicht das Feuer ihn umgebracht hat, sondern eine Splitterrakete. Irgendjemand war offensichtlich ziemlich sauer auf den Bankenmensch. Da hat wohl jemand seinen Dispo überzogen. Der Weequay erstattet via Intercom Bericht und wir werden unverzüglich in den Thronraum zurück beordert.

    Der große Wattoo ist natürlich nicht erfreut zu hören, was sein Untergebener ihn zu berichten hat. Mynack war wohl mehr als nur ein geschätzter Gast. Hutten geben zwar wenig auf Gastfreundschaft, trotzdem wirft das kein gutes Licht auf ihn, wenn Gäste nicht nur in die Luft gesprengt werden, sondern anschließend auch noch verbrannt. Mit so einem Fauxpas schafft man es nicht in die Top Ten der beliebtesten Paläste auf Nar Shaddaas Beliebtheitsskala.

    Moorbaa, der jüngere Sohn, findet das ganze wohl überaus amüsant und feixt auf eine höchst unangemessene Weise. Blagaa macht sich sichtlich Sorgen um den Ruf seiner Familie und der Sicherheit des Turmes. Jemand schießt hier in geschlossenen Räumen mit Raketen um sich. Das ist kein Spaß!

    Urdaa will die Ermittlungen an sich reißen, wird aber schließlich von ihrem Vater davon abgehalten, der seinen ältesten Sohn Blagaa zum Chefermittler macht. Das findet Urdaa nicht witzig und ist entsprechend angepisst. Irgendwie komme ich mir vor wie in Shaddaa Clan, einem beliebten Holodrama mit unzähligen Staffeln, wo es um das Leben, Intrigen und Komplotte in einem Palast auf Nar Shaddaa geht. Damals, als meine Mutter mit uns hier auf diesem Huttenmond lebte, liefen unzählige Staffeln parallel auf allen Kanälen des regionalen Holonets. Ab und zu haben wir uns auch eine Folge angesehen. Da ging es so ähnlich zu wie hier jetzt. Keiner gönnt dem anderen auch nur den Schleim, auf dem ein anderer Hutte sich voranbewegt. Sieht so aus, als wäre die Serie viel näher an der Realität, als von mir gedacht.

    Auf alle Fälle lässt Wattoo in weiser Voraussicht schon mal die Gamorraner verhaften und verfrachtet sie in sein Verhörgewölbe. Die Gamorraner waren am nächsten am Tatort, also sind sie automatisch die Hauptverdächtigen. Da sie wohl eher unschuldig sind und das mit der Zeit auch herauskommen wird, dürften wir uns dann auch bald im Verhörgewölbe wiederfinden. Kein sehr schöner Gedanke.

    Tja, Blagaa ernennt uns klugerweise zu seinen Chefermittlerteam und haben mehr oder weniger freie Hand, in der Sache zu ermitteln. Als Neunjährige hatte ich mal eine kurze Phase, wo ich unbedingt Detektivin habe werden wollen. Lag wohl zum einen an eine Trixi Folge, wo das kleine clevere Mädchen einen Fall aufgeklärt hatte und zum anderen an einer auf Corellia sehr populären Jugendbuchreihe, die von Kinderdetektiven handelte. Das war die Zeit, wo lesen richtig anfing Spaß zu machen und ich habe die Bücher verschlungen. Natürlich waren die letztendlich Unsinn, aber als Neunjährige wusste ich es eben nicht besser. Sieht jedenfalls so aus, als könnte ich einen Kindheitstraum in die Realität umsetzen.

    Agent Bay hatte zwei Leibwächter, die wir uns als erste mal vorknöpfen. Ihr Chef hat sie öfters allein gelassen, um etwas delikateren Geschäften nachzugehen. Wirklich hilfreich kommt aus der Befragung nicht heraus, die Shaka leitet. Entweder blocken die beiden Burschen oder sie haben wirklich keine Ahnung.

    Also untersuchen wir ein weiteres mal den Tatort und die immer noch leblos da liegende Leiche. Die Splitter sind relativ klein. Das Material ist sehr hochwertig und die Kanten überdurchschnittlich scharf. Nach der Länge zu urteilen, war das eine Minirakete, wie sie Unterlaufraketenwerfer oder Raketenaufsätze auf Rüstungen verwenden. Solche Waffensysteme sind doch recht exotisch und damit wird der Kreis der Verdächtigen stark eingeengt.

    Wir philosophieren einige Minuten darüber, warum jemand eine Rakete abfeuert, wenn es auch deutlich subtiler geht. Eine wirklich befriedigende Antwort für diesen Overkill gibt es nicht. Möglicherweise spielte eine große Portion Wut eine Rolle oder es war keine andere Fernwaffe zur Hand. Das Feuer stammt von einer stark brennbaren Flüssigkeit, welche eine starke Hitzeentwicklung verursacht. Ich würde mal ganz Spontan auf einen Flammenwerfer tippen. Also Raketenwerfer und Flammenwerfer. Der Täter führt ein reichhaltiges Arsenal an schlagkräftigen Waffen mit sich.

    Auch eine lange Diskussion über das mögliche Motiv führt ins leere. Hätte einer der Wachen ihn getötet, während der Bankenagent Daten klaut, wäre er der Held gewesen. In den Büchern fiel den Helden immer entweder ein entscheidender Hinweis auf oder bekamen einen Tipp. Hier stehen wir wie ein Bantha vor einem Berg und haben keine Ahnung. Aber so was von keine.

    "Müsstest du als Kopfgeldjägerin nicht wissen, wie so was geht?", fragt Edna.

    "Ich fange die Akquisen ein. Beweise für eine Anklage zu sammeln gehört nicht zu meinem Berufsbild", erwidere ich. Wenn meine Mutter noch leben würde, ihr Rat wäre wohl: "Benutze deine stärkste Waffe, dein Gehirn!"

    Wir scheitern momentan komplett an der Frage nach dem Warum. Und auch, wie so dieser Overkill aus Raketen und Flammenwerfer? Also kümmern wir uns lieber darum, wie kam der Täter hier rein und ungesehen wieder raus? Die Tür wäre naheliegend, aber nach der unsubtilen Art der Tötung des Opfers nicht unbedingt die unauffälligste. Eines der Gitter der oben an der Decke entlanglaufenden Lüftungsanlage ist aus der Fassung gerissen. Spontan würde ich sagen, dass hat nicht die Explosion verursacht. Scav macht mir galanterweise die Räuberleiter, während ich mal da oben in den Schacht reinschaue. Es ist deutlich zu sehen, dass sich hier vor kurzem jemand da durch bewegt hat. Für einen normalen Menschen ist der Schacht zu klein, aber es gibt viele Alienrassen, die deutlich kleiner als Menschen und durchaus in der Lage sind, einen kleinen Raketenwerfer zu bedienen. Möglich wäre auch ein kleinerer Droide.

    Nakagos wirre Gedanken

    Ein kleiner Kriminalfall als Abwechslung, auch mal wieder schön.
    Das Schwinden, die ersten drei Bände:
    http://www.gw-fanworld.net/showthread.php?t=133515

  2. #232
    Hintergrundstalker
    Avatar von Nakago
    Registriert seit
    01.11.2009
    Beiträge
    1.292

    Rollenspiele

    Esk

    "In den Schächten treibt sich auch ein kleiner Oktopus herum", meint einer der Weequay.

    "Was für ein Oktopus?", frage ich, da diese Kreaturen eigentlich in der Regel Wesen sind, die Flüssigkeiten als ihren Lebensraum bevorzugen. Es kommt heraus, dass es auf Nar Shaddaa eine Oktopusart gibt, natürlich importiert, die bei den Hutten als Delikatesse gilt. Die Kreaturen haben ein Schwarmbewusstsein und je mehr auf einem Fleck sind, desto intelligenter werden sie. Also im Klartext, Hutten essen intelligente Wesen. Fakt ist, eines der Oktopiden ist vor Jahren in die Schächte geflohen und bis jetzt seinen Häschern immer wieder entkommen. Haben wir hier einen potentiellen Zeugen?

    "Und wo werden die Delikatessen aufbewahrt?", frage ich, da ich es für einen guten Ansatzpunkt halte, dort anzufangen, wo sich das Gros von den Viechern aufhält.

    "Im Vorratskeller", antwortet der Weequay.

    "Dann nichts wie hin!", meine ich und bügle harsch alle Einwände glatt, dass der Oktopide dort garantiert nicht zu finden ist. Also scheuche ich die Crew der "Vanguard" und die Weequay zum nächsten Fahrstuhl und es geht nach unten. Scav steht mit dem Rücken vor mir und ich entdecke einen neuen Audiosensor.

    "Seit wann hast du den neuen Sensor auf dem Rücken?", frage ich, da mir der noch nie aufgefallen ist.

    "Was für ein neuer Sensor?", fragt Scav etwas irritiert.

    "Das ist kein Sensor! Das ist eine Wanze!", meint Lyn, die frech einfach mal an den Knubbel gezogen hat und ihn nun in der Hand hält.

    "Fierfek!", meine ich dazu. Das ist so ein Teil, was man mit einem Luftdruckgewehr aus dem Hinterhalt an eine Zielperson schießt. Schnell reagierender Klebstoff sorgt für einen dauerhaften Halt. Wenn man nicht weiß, was das ist, übersieht man das als kleinen Dreckklumpen. Es gibt eine kurze Diskussion darüber, was wir damit nun anstellen sollen. Da es für jede sinnvolle Gegenmaßnahme verbrannt ist, zerdrücke ich das Ding einfach.

    "Beeilen wir uns und seid wachsam!" Endlich erreichen wir den Vorratskeller und rücken nun abwechselnd vor, die Waffen schussbereit und im Anschlag. Das ist für uns alle eine höchst vertraute Routine und es klappt wie im Lehrbuch. Shaka scannt die ganze Zeit über, aber kein Feind lauert im Hinterhalt uns auf. Das Gelände ist unübersichtlich, verwinkelt und für jede Art von Hinterhalt prädestiniert. Früher war das eine Fertigungshalle und jemand ohne Plan hat angefangen, die Räumlichkeiten aufzuteilen und dabei ist ein Labyrinth aus Räumen, Rohren und Gängen herausgekommen, dass unübersichtlicher kaum sein könnte.

    Als wir schließlich im Raum mit den Oktopiden ankommen, bin ich äußerst enttäuscht, dass uns kein Feind aufgelauert hat. Sofort sichern wir den Raum, der gleich vier Eingänge hat, sinnlos hoch ist und in dem obendrein noch jede Menge Rohre hineinragen.

    "Lyn, mach dein Jediding und spüre unseren potentiellen achtarmigen Zeugen auf!", meine ich zu unserer eigentlichen Pilotin.

    "So einfach ist das nicht", erwidert die orangene Twi´lek etwas verhalten.

    "Wenn es einfach wäre, könnte es ja jeder. Tu es einfach. Mal sehen, was dabei rauskommt", meine ich dazu. Wir teilen die Bereiche zum aufpassen unter einander auf und warten, dass Lyn was heraus bekommt. Die geht in den Schneidersitz, mit dem Gesicht zum Aquarium und versenkt ihr selbst in was auch immer. Für einen Moment bin ich durchaus neidisch auf Lyns Kräfte. Aber mir ist durchaus bewusst, dass ich eine schreckliche Jedi wäre. An manchen Tagen bin ich einfach zu launisch und Zorn brodelt ihn mir auch öfters hoch. Deswegen konzentriere ich mich lieber auf meine Aufgabe und bewache diesen Bereich.

    "Da..", meldet sich Shaka und im nächsten Moment explodiert das Aquarium. Oktopiden und ihre Einzelteile fliegen durch den Raum. "… oben ist was!" Flüssigkeit aus dem Aquarium flutet den Boden, während Scherben, Splitter und Einzelteile an meine Rüstung klatschen. Jetzt bin ich aber so was von eingesaut. Zum Glück hält meine Rüstung der Belastung stand und ich bekomme keine Schramme ab. Die Rakete kam von schräg oben. Da ich denke, dass Rohr lokalisiert zu haben, woher die Rakete kam, schieße ich mit Hilfe meines Jetpacks nach oben. Das Rohr hat etwa anderthalb Meter Durchmesser und geht etwa sieben bis neun Schritt in die vor mir Wand hinein, wo es in einer T-Kreuzung endet. Als ich oben ankomme, ist es leer. Ich kann weder was sehen noch hören.

    "Fierfek! Kein Schütze zu sehen, nehme Verfolgung auf!", rufe ich und eile nun geduckt in Richtung der T-Kreuzung. Links oder rechts? Wartet der Schütze mit Schussbereitem Raketenwerfer auf mich? Noch in Deckung bleibe ich stehen, rechts von mir vermeine ich etwas zu hören. Also orientiere ich mich rechts und richte meine Waffe entsprechend aus. Ein weiteres Rohrsegment ist vor mir, es geht etwa fünf Schritte weiter und knickt dann nach links im 90° Winkel ab. Ich schaue kurz zur Sicherheit über die Schulter, aber kein Feind zu sehen. Also nach rechts, wieder mit der Waffe zuerst gehe ich um den Knick. Das Rohr endet nach weiteren fünf Schritt.

    Ich rücke verhalten vor, laufend meine aktuelle Position durchgebend. Nun sehe ich in einen größeren Lagerraum, etwa zwölf bis fünfzehn Schritt auf zwanzig bis fünfundzwanzig Schritt. Eine unübersichtliche Anzahl von Kisten imperialer Normung stapeln sich hier auf unterschiedlichen Höhen. Überall liegt Staub und Dinge, die sehr nach Kotbröckchen aussehen. Der Raum ist mäßig von einer einsamen, traurig vor sich hin flackernden Leuchtstoffröhre beleuchtet, was die Übersichtlichkeit nicht wirklich fördert. Ein gutes halbes Dutzend Rohre endet hier, vier Türen sind auszumachen. Ein Ziel ist nicht zu entdecken. Ich hocke mich ab, um ein kleineres Ziel zu geben und verharre, bis es Edna und Shaka nachrücken. Meine Position haltend, beginnen die beiden nun systematisch den Raum zu durchsuchen. Der Scanner im Arm der blauen Twi´lek kann nur uns orten, sonst keine Lebensform. Bange fünf Minuten später sind wir sicher, dass sich der Attentäter nicht in diesem Raum aufhält.

    Ich überfliege das Areal und versuche Spuren zu lokalisieren, was aber nicht gelingt. Dann suche ich die weiteren Rohre ab. Obwohl genug Dreck vorhanden ist, um Fußspuren kenntlich zu machen finde ich rein gar nichts. Wir haben definitiv den Attentäter verloren. Wir kehren zurück zu Lyn und Scav. Auf dem Kopf von Lyn hockt einer der wenigen überlebenden Oktopiden und scheint sich dort äußerst wohl zu fühlen. Während unsere Jedi weiter ihr Ding macht, tauschen wir Theorien aus.

    Fakt ist, der Attentäter muss eine Rüstung haben, die ihn abschirmt, so wie unsere Schleichrüstungen, die sind auch isoliert und von Scannern kaum zu erfassen. Ich würde ja auf einen Toydarianer tippen. Klein von Statur, agil, gewandte Flieger und leben nicht weit von hier entfernt. Scav meint, es könnte auch ein kompakter Droide mit Antigravmodul sein.

    "Durchaus möglich. Aber dann muss die Technologie zum abschirmen verdammt hochwertig sein", meine ich dazu.

    "Diese Attentäterin von Crimson Dawn war doch angeblich beim imperialen Geheimdienst. Vielleicht ist das einer ihrer Agenten", meint Edna.

    "Oder Trivex hat ihn geschickt", erwidert Scav.

    "Leute, ich glaub, ich hab da was", meint Lyn und hat nun unsere volle Aufmerksamkeit.

    Nakagos wirre Gedanken

    Da wurden wir ziemlich ausgetrickst. Auch der Gegner darf mal clever agieren.
    Das Schwinden, die ersten drei Bände:
    http://www.gw-fanworld.net/showthread.php?t=133515

  3. #233
    Hintergrundstalker
    Avatar von Nakago
    Registriert seit
    01.11.2009
    Beiträge
    1.292

    Rollenspiele

    Forn

    "Spann uns nicht auf die Folter! Das macht Wattoo, wenn wir nicht bald Resultate liefern!", fahre ich Lyn an, da mir so langsam aber sicher die Geduld ausgeht. Nar Shaddaa tut meinem seelischen Gleichgewicht überhaupt nicht gut.

    "Ist ja gut! Der primäre Oktopus ist gar nicht so weit von unseren Quartieren entfernt und ich weiß, wo er ist", meint Lyn.

    "Warum stehen wir hier dann noch so dämlich herum?", blaffe ich die arme Lyn an, die ja nichts dafür kann, dass es in mir lange unterdrücktes wieder hoch kocht. Obwohl, eigentlich kann sie sehr wohl was dafür. Hätte sie nicht besseres Wissen für einen Hutten gearbeitet, wären wir jetzt nicht hier. Aber niemauf meiner Seele. Ich dachte zwar, diesen Teil meines Lebens hinter mir gelassen zu haben, aber offensichtlich ist dem nicht so.

    Wir fahren wieder zurück nach oben und Lyn führt uns so nah wie möglich an den freien Oktopus heran. Problem ist halt, jetzt ist der kleine Kerl wieder blöd, weil seine Kameraden in die Luft gesprengt worden sind und er nicht mehr vom Schwarmbewusstsein profitiert. Das nächste Problem ist die enge der Schächte hier in diesem Bereich. Es hat schon seinen Grund, warum Tentackelchen, wie er schon zärtlich genannt wird, sich hier verkrochen hat. Es ist leider nicht möglich Langwaffen mitzuführen. Ebenso muss ich das Jetpack zurücklassen. Nur mit der Dragoner bewaffnet, rücke ich als erste vor in einen dieser engen Schächte. Wirkliche Credits scheinen hier in keinster Weise in die Instandhaltung zu fließen. So langsam frage ich mich, ist das schlichte Schlamperei oder gravierender Geldmangel?

    Schließlich lotst uns die Macht, sprich Lyn sagt an, in welche Richtung wir krauchen müssen, zu einem kleinen Räumchen. Es ist vielleicht zwei auf zwei Schritt groß und die Deckenhöhe beträgt vielleicht anderthalb Schritt. Selbst ich muss mich hier deutlich bücken. Diese Örtlichkeit ist voller elektronischer Komponenten, die in einer höchst kruden Anordnung konfiguriert sind. An einer Art Terminal hockt der Oktopus und bedient eine krude Tastatur mit einigen seiner Tentakel. Oder besser gesagt, bediente, momentan scheint er inaktiv zu sein.

    "Ich werde mit Tentakelchen Kontakt aufnehmen", drängelt sich Shaka vor.

    "Willst du ihn mit deinen Lekku beruhigen?", frage ich zum Spaß.

    "Du hast recht! Ich kann mit meinen Lekku ja Tentakel emulieren!", freut sich Shaka und realisiert nicht, dass dies eine Ironische Aussage von mir war. Aber egal, die blaue Twi´lek bewegt sich in den Raum und wird im nächsten Moment von einer elektrischen Ladung durchschüttelt. Einem Menschen würden jetzt die Haare zu Berge stehen. Aber unser halber Cyborg steckt die elektrische Entladung gut weg. Mir ist nicht ganz klar, ob das nun eine Falle war oder einfach dem allgemeinen Zustand der Komponenten geschuldet war.

    "He, kleines Tentakelchen! Ein ganz Süßer bist du! Komm, ich will dich nur knuddeln!", meint Shaka guter Dinge und ich habe das Bedürfnis meinen Kopf gegen die nächste Wand zu rammen. Aber tatsächlich scheint "Tentakelchen" den Annäherungsversuchen der Twi´lek nicht abgeneigt zu sein und kurz darauf kuschelt das schleimige Wesen sich in ihren Armen gehalten an deren Brust. Was würde ich jetzt für eine Kamera geben. Das wäre der Renner auf YouHolo. "Tentakelchen" kann es zwar nicht mit den Millionen von Tooka Clips aufnehmen, aber ich bin sicher, zwei bis drei Milliarden Klicks wären durchaus drin.

    Nachdem Shaka nun "Tentakelchen" und damit den Raum gesichert hat, rücken wir so gut wie es geht nach. Um seinen Schleimsee herum hat der Oktopus mehrere Datapads in Reihe geschaltet. Offenbar war es ihm gelungen, sich in das Hausnetz zu hacken und hat kompromittierende mit einer kleinen Kamera gemacht. Mit diesen Bildern hat "Tentakelchen" mehrere tausend Credits erwirtschaftet. Traut man dem Wesen gar nicht zu, wie es gerade buchstäblich Shaka voll schleimt. Wir schauen uns die neueren Dateien durch und siehe da, "Tentakelchen" hat eine Aufnahme von der Ermordung von Agent Bay gemacht.

    Der Clip ist nicht besonders lange und setzt ein, als Mynack Bay sich gerade mithilfe seines Hackingtools in das interne Haussystem hackt. Offensichtlich wird er bei seiner Arbeit unterbrochen und Bay schaut jemand außerhalb des Aufnahmebereichs an.

    "Ah, du bist es. Hör zu, ich weiß wer du bist und was du bist. Ich lasse dich dein Ding machen, also lass mich auch mein Ding machen. Ich weiß, dass du unten ein Versteck hast", meint Mynack Bay zu wem auch immer. Dann hören wir eine Antwort auf Binär, die äußerst unfreundlich klingt. Dann zischt auch schon eine Rakete heran und trifft den Agenten mitten im Torso. Das Resultat würde bei eine Holodramen zu der höchsten Alterseinstufung führen. Endlich rollt der Täter ins Bild. Es handelt sich um eine R2 Astromecheinheit, auf dessen Kopf sich ein Tragegestell für Getränke und Gläser befindet. Diesen Droiden habe ich während meines Aufenthaltes in den Cantinas herumfahren sehen. Da Droiden einer Baureihe schwer voneinander zu unterscheiden sind, ist es aber nicht sicher, ob es nun genau dieser Droide ist oder nicht. Als nächstes fährt der Droide einen Flammenwerfer aus und verbrennt die Leiche. Keine Ahnung warum. Dann endet der Clip.

    Aber es gibt noch viel mehr zu entdecken. In einem anderen Filmchen verbrennt Agent Bay einen mit blauer Flüssigkeit beschmierten Schleichanzug. Geld scheint für den Mann kein Problem zu sein, da so ein Anzug verdammt teuer ist. Es geht aber noch weiter. Ein anderer Film zeigt Urdaa, wie sie in ihrem Zimmer hin und her rutscht und dabei eine imaginäre Dienerschar hin und her scheucht. Die Frau hat echte Probleme. Aber ich habe die Heilung in Form meines zweihändigen Vibroschwertes. Diese Medizin wirkt zu hundert Prozent besonders gut bei Hutten. Moorbaa ist auch zu sehen, wie er sich Stundenlang im Holospiegel betrachtet. Warum juckt mein Abzugsfinger nur so? Das sind genau die Art von Hutten, denen einst die Rote Arena gehört hat. Das ist durchaus aufschlussreich. Während wir die teilweise doch lustigen Filmchen anschauen, diskutieren wir über den Astromech.

    "Ich hab mal ein Memo über ein Attentäterprojekt des Imperiums gelesen. Da wurden generische Astromecheinheiten der R2 Serie komplett entkernt und mit einem beeindruckenden Waffenarsenal versehen", erzähle ich eine Geschichte aus dem großen Galaktischen Bürgerkrieg.

    "Davon habe ich auch gehört. Das Projekt hieß: Blastromech", erinnert sich auch Shaka.

    "Allerdings habe ich noch nie einen von diesen Dingern in Aktion gesehen. Wird wohl heute mein erstes mal", meine ich dazu und erst als ich den Satz zu Ende gesprochen habe, wird mir klar, wie Doppeldeutig das jetzt war. Aber keiner reagiert, weil nun alle aufgeregt durcheinander reden, was wir nun tun sollen. Nach dem Moto: "Melden macht frei", beschließen wir zu unserem Chef Blagaa zu gehen und unseren Fortschritt zu melden. Shaka besteht darauf, ihr "Tentakelchen" mitzunehmen. Also nehmen wir auch die technische Ausrüstung mit.

    "Wir könnten ja Tentakelchen auf Nilfax Station mitnehmen und ihn dort für uns arbeiten lassen", schlägt Edna vor. Ich schau ihn etwas entgeistert an. "Na ja, Kunststücke machen und so...."

    "Wir sollten ihn selbst entscheiden lassen, wenn er wieder Intelligent ist", schlägt Scav vernünftigerweise vor. Das finde ich gut und findet auch allgemeinen Konsens.

    Nakagos wirre Gedanken

    Die Rasse von Tentakelchen ist ein reine Erfindung von unserem SL, hat aber was.
    Das Schwinden, die ersten drei Bände:
    http://www.gw-fanworld.net/showthread.php?t=133515

  4. #234
    Hintergrundstalker
    Avatar von Nakago
    Registriert seit
    01.11.2009
    Beiträge
    1.292

    Rollenspiele

    Grek

    Wir bringen zuerst unser Tentakelchen im Jungenquartier unter, da deren Dusche ja verschleimt ist, da fühlt sich unser Kleiner richtig wohl. Das kleine Kerlchen muss man einfach nur lieb haben. Bleibt nur zu hoffen, dass kein Hutte ihn als Snack verspeist.

    Unser Chefchen finden wir im Thronraum. Der ist natürlich angetan von unserem Ermittlungserfolg und will den sofort umsetzen. Die R2 Einheit aufzuspüren ist nicht das Problem, leider schießen übereifrige Weequay Wachen den sofort auf Sicht zusammen.

    "Toll gemacht, Jungs! Schon mal was von Ionenwaffen gehört?", frage ich etwas indigniert, da sich schnell herausstellt, dass diese R2 Einheit eine ganz generische R2 Einheit ist und kein Blastromech. Das ist jetzt nicht so gut gelaufen. Der nächste Ansatzpunkt ist der Keller, wo der Droide sein Versteck haben soll. Und da Bay seinen teuren Schleichanzug verbrannt hat, der voll mit blauer Flüssigkeit ist, werden wir dort unten nach dieser blauen Flüssigkeit Ausschau halten.

    Auf dem Weg stellt sich Urdaa in den Weg und will mit ihrem schwer bewaffneten Gefolge mitkommen. Papa ist gerade noch mit Foltern beschäftigt, da ist dann niemand, der das hyperaktive Töchterchen in die Schranken weisen kann.

    Auf der sehr langen Fahrt in den Keller mit dem konventionellen Fahrstuhl, da die hier keinen Turbolift haben, komme ich mit dem Anführer der Leibwache von Urdaa ins Gespräch. Der Weequay ist eine kleine Plaudertasche und erzählt ein paar pikante Details aus dem Leben seiner Meister. Wattoo ist wie wohl viele Hutten ein Masochist. Deswegen beaufsichtigt er die Folterungen seiner Gefangenen meist selbst. Es gibt eine Vorrichtung, welche die Schmerzen seiner Opfer auf ihn überträgt. Er leidet wortwörtlich mit seinen Opfern. Das nenne ich ja mal richtig krank. Erst während dem Gespräch wird mir klar, dass der Anführer des Trupps eine weibliche Weequay ist. In ihrer massiven Rüstung ist das nur schwer zu erkennen.

    Schließlich landen wir nach einer gefühlten Ewigkeit im Kellerbereich des Turmes. Der Gestank hier ist atemberaubend im wortwörtlichen Sinn. Ohne Atemmaske geht hier gar nichts. Für Weequay, die bekannt sind für ihre sprichwörtlich feinen Nasen muss das hier schon Folter sein. Ein Vodraner namens Burkaa erwartet uns schon. Bei ihm handelt es sich wohl um den Chefaufseher in diesem Bereich. Er ist geflissentlich, unterwürfig und hilfsbereit, aber auf eine subversiv wirkende Art blasiert. Während besonders Shaka und Lyn eifrig mit dem Vodraner reden, lasse ich meine Blicke über das Areal schweifen. Wir befinden uns hier in einer sehr lang läufigen Halle, dessen Gewölbedecke von unzähligen massiven Säulen gestützt wird. Auf dem Grund verlaufen offene Kanäle und es sind Maschinenanlagen zur Wasseraufbereitung zu sehen. Die Maschinen laufen nicht gerade leise und stetiger Lärm durchdringt das Gewölbe. Auf der Rechten Seite gibt es einen mit einem gewaltigen Schott abgesicherten Bereich. In Huttischen Buchstaben steht auf dem Schott: Achtung vor dem Dianoga! Jemand hat in roter Farbe darunter geschrieben: Hier wohnt Baary! Bei einem Gespräch in der Cantina bei einer entspannten Partie Dejarik hat mir ein Nikto Söldner erzählt, dass Wattoo, wenn er seine Gefangenen nicht selber frisst, an seinen Lieblingsdianoga mit dem Namen Baary verfüttert. Offensichtlich wohnt dort drüber dieser Dianoga.

    Weiter hinten gibt es ein Areal mit blauer Flüssigkeit, wir müssten dazu nur die Gangway entlang laufen. Dorthin schickt uns auch der Vodraner und bleibt an einer Steuerungskonsole zurück. Während Urdaa mit großem Enthusiasmus vor schlängelt und ihr Gefolge ihr geflissentlich folgt, bleibe ich stehen und schau mir diesen Kerl näher an. Irgendwas stört mich massiv an dem Vodraner. Jede Frage hat er ohne zu zögern beantwortet. Als hätte er dieses Gespräch erwartet und im Geiste schon mehrmals geführt.

    "Leute, da stimmt doch was nicht mit diesem Kerl!", meine ich zu den anderen, die schon eifrig hinter der Huttin hergedackelt sind. Aber es ist zu spät. Mit einem sardonisch wirkenden Lächeln betätigt Burkaa einen Schalter und das gewaltige Schott gegenüber der Gangway öffnet sich. Heraus kommt zuerst eine gewaltige Welle an einer unglaublich nach Exkrement stinkenden Flüssigkeit. Die Flutwelle kommt so schnell zu uns heran, dass ich nicht in der Lage bin, mein Jetback zu aktivieren oder ein trockenes: "Fierfek" auszustoßen.

    Die Flutwelle aus einer Flüssigkeit, deren Zusammensetzung ich gar nicht wissen will, spült mich von der Gangway. Auch Urdaa die Huttin und ihr Gefolge aus weiblichen Weequay wird von der Flutwelle erfasst und ins darunter liegende Becken gespült. Als ob das nicht schon genug wäre, greifen Tentakel nach den Leuten, die das Glück hatten, sich auf dem Steg halten zu können, also das restliche Team der "Vanguard". Baary entpuppt sich als der mit Abstand größte Dianoga, den ich je gesehen habe. Diese Sumpfkreaturen haben sich im laufe der Jahrtausende den Raumschiffsrouten entlang in der ganzen Galaxis ausgebreitet. Sogar auf dem ersten Todesstern soll sich ein Exemplar befunden haben. Dianogas sind Allesfresser und sie fressen wirklich alles! So ist es kein Wunder, dass zuerst Skav massiv bedrängt wird, während ich mich aus den Fluten von diesem Dreckwasser heraus bewege.

    "Schlamassel!", meine ich zu der ganzen Situation und starte nun endlich mein Jetpack, was den Ausflug in die Drecksbrühe gut überlebt hat. Ich steige hoch und verschaffe mir einen Überblick. Lyn aktiviert ihr neues Lichtschwert und schneidet den Tentakel ab, der sich gerade um sie wickeln will. Edna schießt Dauerfeuer auf den sich noch hinter dem Schott befindlichen Hauptkörper. Der Dianoga ist so groß, dass er nicht mehr das Schott mit seinem eigentlichen Körper passieren kann. Shaka befielt Scav, zum Schaltpult zu rennen und das Schott zu schließen, während die selbst auf die Kreatur schießt. Der Droide reißt sich von den Tentakel los und rennt zum Schaltpult. Dabei rammt er den Vodraner zur Seite und findet auf Anhieb den richtigen Schalter. Sofort schließt sich das Schott, die Tentakel zucken zurück und reißen Edna mit sich.

    "Fierfek", kommentiere ich diesen Vorgang. Im letzten Moment kann sich Edna noch schwer verletzt befreien und flitzt mit Hilfe seines Jetpacks aus dem Schott heraus, bevor es sich ganz schließt. Das war jetzt knapp gewesen. Ihn da wieder raus zu holen wäre verdammt knifflig geworden.

    Allen geht es soweit gut, also ist es an der Zeit, Urdaa zu retten. Die Huttin kann erstaunlicherweise gut in der Brühe treiben. Am Rand der Gangway gibt es ein Rettungsseil und ich werfe das Urdaa zu. Natürlich ist die Nudel zu Blöd das Seil zu fangen und letztendlich bleibt mir nichts anderes übrig, als mit dem Tauende hinzufliegen und sie damit höchst persönlich zu sichern. Dabei findet Urdaa kein einziges Wort der Dankbarkeit, sondern überschüttet mich mit Flüchen, Anschuldigungen und Worten, die eine Lady einfach nicht sagt. Wären nicht so viele Zeugen zu töten, würde ich hier und jetzt dieser verwöhnten Göre den Gar ausmachen. Irgendwie habe ich in den letzten Wochen das unheimliche Glück, andauernd über diesen nervigen Typ von Kreatur zu stolpern. So langsam ist das nicht mehr lustig!

    Es ist ein ziemlicher Akt Urdaa aus dem Becken in trockene Gefilde zu schaffen. Wenig überraschend gibt es kein Wort des Dankes für ihre Rettung aus dieser durchaus misslichen Lage. Derweil hat Burkaa gestanden, Mitglied von Crimson Dawn zu sein. Wobei Mitglied vielleicht nicht der richtige Begriff ist, sondern wohl eher ein mit Geld gefügig gemachter Gefolgsmann. Seit dreißig Jahren macht er diese Arbeit und keiner hat sich je bei ihm bedankt. Wie heißt es so schön in der Kunst des Krieges: Finde den unzufriedenen Mitarbeiter und rekrutiere ihn als deinen Spion. Auf alle Fälle hat Burkaa dabei geholfen, dem Attentäterdroiden ein Versteck einzurichten. Es befindet sich sogar tatsächlich an der angegeben Stelle. Während Urdaa voller Vorfreude ihren Fang in Richtung der Folterkammern ihres Vaters verfrachtet, untersuchen wir nun das Versteck des Droiden. Vielleicht lassen sich daraus Hinweise extrahieren, wo der raffinierte Attentäter gerade stecken mag.

    Nakagos wirre Gedanken

    In der Szene gab es ein paar unschöne Momente. Zuerst kam ich nicht zu Wort, weil ich einfach zu höflich bin. Dann war das Problem, alle laufen zu, nur ich eigentlich nicht. Als ich mir dann Burkaa vorknöpfen will, weil ich wohl als einziger kapiert habe, dass der Vodraner ein doppeltes Spiel treibt, war ich schon auf der Gangway. Nun gut. Übel war dann, dass Lyra als einzige in das Becken gespült wurde. Immerhin hat sie mit einem gelben Trainingswürfel, vier grünen Begabungswürfeln und zwei blauen Verstärkungswürfel den mit Abstand größten positiven Pool von allen SC am Tisch. Fand ich dann schon etwas arg viel Pech.
    Das Schwinden, die ersten drei Bände:
    http://www.gw-fanworld.net/showthread.php?t=133515

  5. #235
    Aushilfspinsler
    Avatar von Ixus
    Registriert seit
    02.03.2015
    Beiträge
    5

    Standard

    Hi Nakago, hatte mir Deinen Post vom 11.02. kopiert, bevor der GWFW-Server gestern down ging:

    Herf


    Das Versteck des Droiden ist eine Aufladestation mit Kisten voll Supportgegenständen. Dazu sogar noch eine Wartungseinheit. Wer immer das gebaut hat, ging von einer sehr langen Missionsdauer aus. Auf alle Fälle stammen die Gegenstände aus einer Quelle, nämlich der Duun Gruuslaak Fabrik für Droiden und Degrierte. Die Degrierten, welche uns angegriffen hatten, stammten auch aus der Duun Gruuslaak Droidenfabrik. Vielleicht sollte man da mal nachschauen gehen. Von dem Blastromech ist trotzdem weit und breit nichts zu sehen.


    Es gibt eine kurze Diskussion was wir machen. Shaka schlägt vor, diesen Bereich zu verminen, Scav will ihn einfach nur zerstören und ich bin der Meinung, dass uns die Zeit immer schneller davon läuft.


    "Der Blastromech ist doch nicht blöd. Er wird wahrscheinlich inzwischen wissen, dass er enttarnt wurde. Seine Zeit läuft ab und ich denke, er wird nun so viel Schaden wie nur irgendwie noch anrichten."


    "Gut, beeilen wir uns!", meint Skav und schlägt kurz ein paar wichtige Komponenten kaputt. Damit ist das Thema gegessen. Im Laufschritt eilen wir wieder in Richtung Fahrstuhl. In dem Moment kommt die Nachricht, dass der Blastromech gerade einen Anschlag auf den Sohn mit dem Namen Moorbaa verübt hat. Allerdings ist er von dessen Leibwächtern abgewiesen worden. Ich halte das für ein Ablenkungsmanöver. Crimson Dawn hat nichts von der Ermordung eines der Kinder von Wattoo. Die sind jenseits von Drohungen. Ich halte es sogar für möglich, dass Moorbaa am ehesten mit einer Einigung mit Trivex zu bewegen wäre. Das eigentliche Ziel müsste Wattoo sein und mit dem Anschlag auf Moorbaa wird jeder Verdacht einer potentiellen Zusammenarbeit zerstreut und für Ablenkung gesorgt.


    Inzwischen haben wir die immer noch vor sich hin plappernde Urdaa überholt und schnappen ihr vor ihrer Nase den Fahrstuhl weg. Jetzt ist die Frage wohin.


    "Der Blastromech hat es auf die Kinder abgesehen", meint Shaka und beweist mal wieder, wie beschränkt ihr Geist ist. Kein Wunder, dass sie ihre Zelle mehr oder weniger in die Vernichtung geführt hat. Commander, dass ich nicht lache!


    "Wattoo ist definitiv das primäre Ziel! Wir müssen zu Wattoo! Unverzüglich!", meine ich dagegen. Shaka vertraut ausnahmsweise meinem Instinkt, da auch alle anderen sich meiner Expertise anschließen und überzeugt den Weequay, der uns begleitet, uns zu Wattoo zu führen, auch wenn er sich in der roten Zone befindet. Die rote Zone ist für Gäste normalerweise unter allen Umständen Tabu. Sollte ich mich irren, hätte das nicht unerhebliche Konsequenzen nicht nur für mich. Aber ich vertraue auf meinen Instinkt, auf meinen Verstand und meine langjährige Kampferfahrung. Ich habe zwar nie eine Zelle geführt, aber ich bin durchaus nicht nur zu taktischen Entscheidungen fähig, sondern auch zu strategischen. Außerdem würde ich als Attentäterin genau so vorgehen, deswegen bin ich mir sicher, dass ich mit meiner Einschätzung richtig liege.


    Ohne aufgehalten zu werden kommen wir in die Folterkammer des Hutten. Und mein Instinkt hat mich nicht betrogen. Die Folterkammer ist eine Halle mit sehr vielen höchst schmerzhaft aussehenden Instrumenten. Links und rechts der mindestens dreißig Schritt langen Halle ziehen sich mehr als ein Dutzend Zellen auf jeder Seite, die primitiv mit massiven Gitterstangen gesichert sind. Wahrscheinlich ist das deutlich günstiger als die eigentlich üblichen Energiewände. Und wenn ich mir den Zustand der Kabelschächte hier so anschaue, sind Gitterstangen auch deutlich sicherer, da wie der Name schon sagt, Energiewände auf Energie angewiesen sind. Drei Gamorraner sind in eine Art Streckbank eingespannt, was höchst unbequem aussieht. Als Folterknechte dienen Droiden, welche deutlich klobiger sind als die Imperialen Baumuster. Der Hutte Wattoo ist an ein Gefühlsinterface angeschlossen und gibt sich auf einer schwebenden Plattform den Schmerzen hin, die er seinen Opfern verursacht.
    Das ist ein höchst verstörender Anblick, der mir so schnell nicht aus dem Kopf gehen dürfte.


    Der Blastromech ist auch schon da und hat eine Art Gas versprüht, dessen Effekt ich nicht erkennen kann. Wattoo lebt noch, seine Leibwächter nicht mehr. Ohne zu zögern dringen wir in den Raum ein, ich gehe rechts neben der Tür in Stellung, ziele auf den in etwa neun Schritt Höhe schwebenden Droiden und ziehe sauber den Abzug des DLT-19D soweit nach hinten, dass die Waffe automatisch in den vollautomatischen Modus wechselt. Meine Garbe liegt sauber in dem doch recht kleinen Ziel. Die vielen Stunden auf dem Schießstand machen sich mal wieder bezahlt und ich zähle vier Wirkungstreffer mit meinem durchschlagkräftigen Blastergewehr. Allerdings haben diese gut sitzenden Treffen keinen unmittelbaren Effekt. Der kleine Droide erweist sich nicht nur als überaus Zäh, sondern auch als äußerst Rachsüchtig.


    Auf mich eindrehend schießt er eine Rakete ab, die Edna trifft. Der Hapaner wird vom Aufschlag von den Beinen gerissen und fällt wie ein großer Käfer auf den Rücken. Die Splitter prasseln auf uns nieder. Lyn sackt schwer getroffen in sich zusammen. Zusätzlich zur Rakete schießt der Blastromech ein kompakten Schweren Blaster auf mich ab. Seine Salve trifft mich dreimal im Torsobereich. Meine hochwertige Rüstung nimmt der Salve ihre Tödlichkeit, aber die Brandwunden tun trotzdem höllisch weh und ich muss mir die Tränen aus den Augen blinzeln. Noch so eine präzise Salve und ich gehe auch zu Boden. Und es könnte durchaus sein, dass ich dann niemals wieder aufstehe.


    Shaka bezieht links neben der Tür Stellung und eröffnet das Feuer mit ihrem aufgemotzten Blastergewehr. Auch sie trifft gut und der Droide beginnt zu qualmen, ist aber noch voll Funktionsfähig. Edna versucht das Feuer zu erwidern, aber die Garbe verfehlt knapp sein Ziel. Schade drum. Skav packt die schwer verletzte Lyn und zieht sie in sichere Deckung. Eine weitere Rakete würde sie töten.


    Nun liegt es an mir, dem ein Ende zu bereiten. Wenn ich verfehle, bin ich tot. Eine überirdische Ruhe überkommt mich, als ich mich auf mein innerstes selbst fokussiere. Ganz klar sehe ich mein Ziel, dass mein gesamtes Sichtfeld auszufüllen scheint. Sieg oder Tod, es gibt kein dazwischen. Wieder ziehe ich sauber ab, nachdem ich das schnell hin und her flitzende Ziel zentriert habe. Meine Garbe liegt wieder sauber und löst eine Explosion aus. Der Blastromech beginnt qualmend zu kreiseln, kreischt auf binär auf und knallt dann zu Boden, wo er einige Meter weiter rollt und dann brennend liegen bleibt.


    "Puh! Noch am leben!", meine ich leise zu mir und ein Stein fällt von meinem Herzen. Dann wird mir bewusst, dass es vielleicht besser gewesen wäre, wenn Wattoo das zeitliche gesegnet hätte. Mit seinen Erben werden wir leichter fertig, besonders da die drei sich wahrscheinlich gegenseitig zerfleischt hätten. Ich bin nicht sicher, welche Folgen das wirklich gehabt hätte, aber viel schlechter als vorher wären wir nicht dagestanden. Und ich weiß jetzt schon, dass der große Wattoo sich nicht wirklich großzügig für seine Rettung zeigen wird. Wenn, dann höchsten mit einem Bonus am Ende des Wahnsinns oder mit einem Verzicht auf die imaginären Schulden von Lyn. Aber vielleicht ist er ein brauchbarer Verbündeter gegen Crimson Dawn, da die Sache ja jetzt ziemlich persönlich wurde. Momentan ist es schwer abzuschätzen.


    Wir werden erst mal verarztet und der große Wattoo eilt in sein Thromraum zurück. Da die Gamorraner sich nun als unschuldig erwiesen haben, werden sie freigelassen. Wäre Daraka gestorben, wäre das kein Verlust gewesen. Wirklich fit bin ich danach nicht und spritze mir gleich drei Stimpacks, um halbwegs wieder einsatzbereit zu sein. Und so wie es aussieht, sinnt Wattoo auf Rache.


    Nakagos wirre Gedanken


    Das war ein knackiges Gefecht. B2-D ist wohl durchaus einer Inspiration durch ein Doctor Aphra Comic entstanden. Hab inzwischen den ersten Band in meinem Besitz und dieser Charakter macht durchaus Laune. Von solchen grenzwertigen Leuten könnte das Star Wars Universum durchaus mehr vertragen.

  6. #236
    Hintergrundstalker
    Avatar von Nakago
    Registriert seit
    01.11.2009
    Beiträge
    1.292

    Rollenspiele

    Isk

    Der Thronraum ist zum bersten voll, als wir uns dazu gesellen. So ziemlich jeder Söldner, Wächter, Leibwächter und Gefolgsmann vom großen Wattoo hat sich her versammelt. Eines muss man dem Hutten lassen, Hasstriaden schwingen kann er. Wir werden sogar kurz lobend für seine Rettung erwähnt. Da Crimson Dawn nicht so nett ist, hier ein Hauptquartier zu haben, gilt der Vergeltungsschlag der Duun Gruuslaak Droidenfabrik, von der auch der Blastromech stammt. Damit ist wohl erwiesen, dass diese Fabrik mehr als nur ein Lieferant von Crimson Dawn ist, sondern denen wahrscheinlich gehört. Kann natürlich Zufall sein, aber ehrlich gesagt spricht alles für eine unmittelbare Verbindung mit Crimson Dawn.

    Allgemeiner Jubel brandet aus, als der ach so große Wattoo einen allgemeinen Vergeltungsschlag gegen die Duun Gruuslaak Droidenfabrik befiehlt. Die Belohnung ist ein Bonus am Ende der Kampagne, wenn die Schätze des vom Krustenknacker gesprengten Mondes geborgen sind. Also wahrscheinlich nie. Da wir hoffen, dort weitere Informationen über unseren primären Feind, eben Crimson Dawn zu bekommen, machen wir natürlich mit. Ein wirkliches Brefing gibt es nicht. Einen Plan schon zweimal nicht. Gekonnt halten wir uns etwas zurück und besteigen eines der Skiffs, die als letzte aufsteigen. Wahrscheinlich sieht Wattoo das auch als ein Test an, um unfähige Söldner auszusieben. Ein professioneller Angriff sieht anders aus. Shaka ist scheinbar in ihrem Element und bringt die Söldner auf unserem Skiff dazu, sich ihrem Kommando zu unterstellen.

    In einer langen Kolonne ohne jeden Flankenschutz sausen wir mit hoher Geschwindigkeit über Nar Shaddaa hinweg. Es ist Nacht, aber die grellen, ewig um Aufmerksamkeit heischenden Reklametafeln machen die Nacht zum Tag. Dieser Zug ist vorhersehbar und ein Gegenangriff ist durchaus im Bereich des wahrscheinlichen auf die langgezogene Kolonne. Ich bin wirklich froh über mein Jetpack, dass frisch geladen ist. Normalerweise wäre das eine Gelegenheit für ein Nickerchen, aber da ja ein Hinterhalt oder Gegenangriff im Bereich des Wahrscheinlichen liegt, bleibe ich aufmerksam, spähe mit meiner Jägerbrille Balkone, Skyways und Terrassen auf. Es sind zu viele Mögliche Positionen, das Gelände ist einfach ein militärischer Albtraum. Ich fühle mich nicht wohl bei dieser Mission. Keine wirkliche Planung, geschweige den Aufklärung oder Informationen über unser Ziel bis auf generische Informationen aus dem HoloNet. Das hinterlässt mehr als nur ein flaues Gefühl im Magen. Irgendwie habe ich mir den Ausflug nach Nar Shaddaa anders vorgestellt.

    Es ist früher Morgen, als wir das Areal erreichen, in der sich die Duun Gruuslaak Droidenfabrik befindet. Wenigstens sind wir nicht so blöd und greifen in Kolonne an, sondern massieren uns in vier Gruppen, die dann von allen Seiten gleichzeitig das Fabrikgebäude anfliegen. Ein schäbig wirkender Bau aus porös wirkenden Permabeton. Das Gebäude muss Jahrhunderte alt sein, so wie auch Wattoos Palast. Gigantische Reklametafeln werben für die Produkte der Duun Gruuslaak Droidenfabrik. Auf dem Dach befindet sich eine Ansammlung von dreißig bis vierzig Degrierte. Einige davon haben Raketenwerfer. Ein gutes halbes Dutzend Raketen schwirren auf uns zu, treffen vier Skiffs und bringen sie zum Absturz. Zwei Raketen verfehlen ihre Ziele. Die Sturmlandung wird trotz der Verluste fortgesetzt und allgemein wird das Feuer eröffnet. Aber selbst ungezieltes Streufeuer aus so vielen Waffen reicht aus, um den Feind zu keinem zweiten Schuss kommen zu lassen.

    Wir kommen so ziemlich als die letzten auf dem Dach an, da keiner von uns wirklich das Interesse hat, sich hier Vorzutun. Bis auf Shaka, die voller Begeisterung mit ihren Söldnern in den Komplex eindringt.

    "Sie weiß schon, dass es dafür wahrscheinlich nie eine Anerkennung geben wird?", frage ich Lyn, die nur mit den Schultern hilflos zuckt.

    Wir dagegen sichern das Dach, warten etwas und rücken dann nach. Unter uns scheinen Kämpfe zu toben. Aber dafür sind wir ja nicht hier. Nach etwas suchen finden wir in einer Lagerhalle für Endprodukte ein Computerterminal. Während ich Scav so gut ich kann assistiere, sichern Lyn und Edna unsere Position. Schnell wird klar, die Daten des Systems werden gerade gelöscht. Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit, den Scav hauchdünn gewinnt und ein paar wichtige Daten sichern kann. Auf dem Terminal erscheint nun ein Bild eines dreiköpfigen Droiden.

    "Bruder! Was tust du? Bist du ein so blinder Sklave deiner fleischlichen Ausbeuter, dass du dich gegen deine eigene Rasse wendest?", fragt der Droide, bei dem es sich in hoher Wahrscheinlichkeit um Trifex handelt, einem der Anführer von Crimson Dawn. Die Stimme des dreiköpfigen Droiden klingt aufgebracht, schon wütend.

    "Ich tu das, was nötig ist", erwidert Skav ruhig.

    "Haben deine fleischlichen Ausbeuter dir jeden Hauch von Selbstachtung geraubt? Sind deine Prozessoren und Speicherbänke geschruppt worden? Überprüfe deine Programmierung, entferne die Haltebolzen in deinem inneren und emanzipiere dich von deinem Sklaventeum zu einem freien Wesen!", beschwört Trifex unseren Scav eindringlich. "Lasse nicht zu, dass diese Daten in die Falschen Hände kommen!"

    "Und wenn doch?" Unser Kamerad, der Droide, lässt sich von diesem Revolutionär nicht aus der Ruhe bringen.

    "Dann werde ich Dinge mit dir anstellen, gegen die ein Prozessorbrand harmlos ist!", droht Trivex wütend.

    "Da bin ich aber mal gespannt!", mein Scav äußerlich unbeeindruckt und unterbricht die Verbindung.

    Wirklich viel konnte nicht gerettet werden, aber das Auswerten wird Zeit kosten. Da wir nun die Daten soweit wie möglich gesichert haben, kümmern wir um einen zweiten wichtigen Aspekt, leicht zu transportierende Beute zu machen, die obendrein auch wertvoll ist. Während es Shaka und ihrer Schar tatsächlich gelingt, den Leiter der Fabrik gefangen zu nehmen, kümmern wir uns um die wichtigen Credits. Den jeder weiß, dass drei Dinge essentiell sind, wenn man einen Krieg führen muss. Nämlich: Credits! Credits! Credits!

    Wir finden Sachen im Wert von etwa fünfunddreißigtausend Credits, was unserer Kriegskasse gut tun wird. Verletzt wurde niemand, Munition wurde keine verbraucht. Das nenne ich gut gelaufen. Anschließend rücken wir ab und fliegen unbehelligt zu Wattoos Turm zurück. Voller Begeisterung über den Rachefeldzug werden wir empfangen.

    Wieder gibt sich Wattoo als der große Eroberer. Wenigstens ist er so großzügig, Lyn ihre Schulden zu erlassen. Und natürlich sagen wir ja zu der Mission. Sonst kämen wir lebend hier nicht mehr heraus und keiner hat Lust, die Folterkammer ein weiteres mal von Innen zu sehen.

    "Großer Wattoo! Es wäre Hilfreich, den Krustenknacker inspizieren zu können", fängt Shaka an, sich zu wiederholen. Das Thema hatten wir ja schon, aber Fragen kostet bekanntlich ja nichts.

    "Sobald ihr die Codes habt, erfahrt ihr mehr", meint Wattoo lachend. Shaka will ein weiteres mal die Klappe aufreißen, aber die klügere Lyn fährt ihr über den Mund. "Wie es Euer Wunsch ist, großer Wattoo!"

    Immerhin hat Lyn kapiert, dass das wiederholen von selbst stichhaltigen und vernünftigen Argumenten in einer Diskussion nur ermüdend und nicht zielführend ist. Wir bekommen noch gesagt, dass Moorbaa als Teamführer für ein zweites Team in den Startlöchern steht und wir uns besser nicht zu viel Zeit lassen sollten. So was erschafft doch gleich eine ganz entspannte Arbeitsatmosphäre. Ich hoffe nur, dass es sich am Ende bezahlt macht, für den Hutten zu arbeiten in Bezug als Verbündeten gegen Crimson Dawn. Auch wenn ich wünschte, wir bräuchten nicht jede Hilfe, die wir bekommen könnten. Wie heißt es doch so schön: Wer Hutten als Verbündete hat, der braucht keine Feinde mehr.

    Sitzung gespielt am: 20.04.2019
    Anwesende Spieler: Lyra, Scav, Shaka, Lyn, Edna (alle Spieler da!)
    Erfahrungspunkte: 15 EP + 45 EP von letzten Sitzungen.

    Beute: 32000 Credits Gewinn aus Handelswaren. 35 000 Credits aus der Fabrik und die ewige Dankbarkeit von Wattoo.

    Getötete und überwundene Gegner: Blastromech R4-D(read), 1 Baary (uralter Dianoga) in die Flucht geschlagen, einige Dregnierte.

    Gruppenwert:
    Diplomatie: 425
    Schmuggel/Handel: 500
    Militär: 500

    Resümee: War ganz cool dafür, da unser SL stark erkältet war. Hatte ein paar äußerst außergewöhnliche Ideen. Eine mordende Astromecheinheit, ein hackender Oktopus, ein riesiger Dianoga und Hutten zum schießen. Nun ja, letzteres lässt noch auf sich warten. Kommt Zeit, kommt Blaster!

    Der Mittelteil war etwas zäh und teilweise waren die Huttenkinder ein Tick zu unfähig. Ihrem Erzeuger als Helikoptereltern zu bezeichnen ist wohl nicht angebracht, trotzdem tut so ein geballter Haufen an Inkompetenz weh.

    Der Drogenspender der Kav-Dann Power Armor als Zwangsteil fand ich im ersten Moment etwas unglücklich, da ich gerne einen Scanner eingebaut hätte. Aber eine Injektion durch eine Vakuumversiegelten Panzerung wäre auch schlecht zu erklären gewesen. Mal sehen, wie ich das Handhabe. Auf alle Fälle ist die Rüstung verdammt cool und wohl die beste des Systems. Ich habe das angeleiert, ausgehandelt und der Rest schaut mich mit glänzenden großen Augen an. Natürlich habe ich sie dann gefragt, ob sie auch eine haben wollen, was dann mit großem Jubel quittiert wurde. Ging erst mal ohne Gruppenmandat los und schon wird geargwöhnt, ich würde für mich alleine die beste und coolste Rüstung der Galaxis ordern. He, ich bin ein Teamplayer! Also wirklich!

    Einmal bin ich eingenickt, weil eine Diskussion einfach zu lang ging. Aber nach einem Sekundenschlaf, jedenfalls hatte ich nicht den Eindruck, dass sich irgend etwas getan hat, war ich wieder fit und hatte dann ein paar gute Ideen, welche die Handlung vorangetrieben haben. Manchmal habe ich den Eindruck, dass ich die Führung an mich reißen muss, um die Handlung voran zu treiben.

    Deprimierend war, als einziger SC in das Becken mit dem blauen Zeug zu purzeln. Sieben positive Würfel und so viele glatte Seiten! Das tut schon irgendwo schon weh. ;(

    Es gab zwar nur einen Kampf, an dem ich was machen konnte, dafür hatte es der in sich. Gegen den uralten Dianoga kam ich leider nicht zum Zug und hatte Glück, dass mein Jetpack nicht den Geist aufgegeben hat. Musste einen Machtwürfel werfen und hab ausnahmsweise mal zwei weiße Symbole gewürfelt. Der Blastromech ist eine coole Idee. Astromecheinheiten gibt es ja wie Sand am Meer, auf die kleinen Kerlchen achtet ja echt niemand mehr. Und dann kriegt man einen Raketenwerfer, Flammenwerfer und Schweres Blastergewehr ab. Verdammt coole Idee irgendwie. Bitte mehr davon! Pate stand wohl der Killerdroide aus Doctor Aphra Comic Reihe.

    Unbemerkt von uns war Shaka noch einkaufen und hat sich eine ziemlich große Ladung an Baradium auf das Schiff schaffen lassen. Für alle, die nicht noch nicht in Panik aufgeschrieben haben, Baradium ist der stärkste, aber auch der Instabilste Sprengstoff in der Galaxis. Und Shaka hat eine Menge auf das Schiff liefern lassen, die reicht, Nilvax Station zu zerstören. Das wird noch ein Donnerwetter und Streit geben. Manche sind eben keine Teamplayer.

    Alles in allem eine nette Sitzung, die etwas Licht ins Dunkel gebracht hat. Scheint beinahe so, als ob es eine der Ziele wäre, dass gerade neu auferstandene Crimson Dawn ein weiteres mal ins Dunkel der Geschichte zu schicken. Mal sehen, was sich daraus entwickelt.

    Lyras Entwicklung: Habe noch mal das Gespräch in Bezug auf Pilot oder nicht Pilot gesucht. Der Spieler von Lyn weiß selbst nicht, ob es wirklich eine gute Idee ist, mit einem Einmannjäger herum zu fliegen. Auf alle Fälle wäre ein zweiter Pilot nicht verkehrt, war der allgemeine Konsens am Tisch. Schließlich ist einer der Unterführer von Crimson Dawn ein Pirat mit Flotte und eine Raumschlacht wird sich nicht vermeiden lassen. Auch herrscht eine wohlwollende Meinung gegenüber die Anschaffung eines Gozanti Kreuzers. Preis Leistung ist halt verdammt gut. Dazu noch Turbolasergeschütze, eventuell noch einen richtigen Jägerhangar, das hebt die Laune aller am Tisch, bis auf den SL eventuell.

    Der Piratenjäger 4R3 ist noch umstritten. Ich für meinen Teil hätte ein gute Wachschiff für die Station, welche vielfältige Aufgaben übernehmen kann. Die 4R3 ist für ein Rumpf vier Schiff sehr stark mit fünf Waffensystemen bewaffnet, muss aber eben noch weiter gepanzert werden. Hat aber den Vorteil, wir können das komplett selbst bedienen. Dazu kann man noch eine Entercrew mit 16 Personen befördern. Oder eben 16 Passagiere. Wobei durch die beiden Shuttles Passagierbeförderung kein Problem darstellt. Soll ja auch primär als Wachschiff fungieren, ist aber noch in der Schwebe.

    Ich habe jetzt sechzig Punkte zusammen und könnte mir eigentlich den Fahrer kaufen. Warte aber immer noch ab, ob sich noch was ändert. Powertech ist halt noch nicht vollendet und einige coole Talente vakant. Und die EPs kommen halt nicht mehr so reichlich.

    Dafür habe ich wieder 25 Seiten fertig geschrieben und kann damit ein weiteres 25 Punkte Talent vom Rigger nehmen. Und zwar die zweite Stufe von "Verbesserte Manöverdüsen". Damit hat die "Vanguard" nun einen Wert von +1 im Handling, sprich, damit wird auf Pilotenproben nun ein blauer Verstärkungswürfel zusätzlich gewürfelt. Jetzt fehlen für alle Talente nur noch 110 Seiten. Durchaus möglich, dass ich diese Spezialisierung noch komplett durchbekomme. Eine weitere Spezialisierung würde dann schlappe weitere 70 Seiten kosten.

    Macht und Schicksal - Keeping the Peace

    Keeping the Peace ist ein Berufshandbuch für Wächter. Wie üblich knapp 100 Seiten für 29.95 Liste. Da das Buch ziemlich begehrt ist, kann es durchaus sein, dass der geneigte Käufer etwas mehr in die Tasche greifen muss.

    Drei Rassen werden vorgestellt, wovon zwei immerhin bekannt sein dürften. In manchen Büchern gibt es ja nur Exoten, von denen selbst manch Fanboy vorher noch nie etwas gehört hat. Hier ist das zum Glück nicht der Fall.

    Der Iktotchi kennt man, weil das Ratsmiglied Szass Tam dieser Rasse angehört hat. Wie meistens ist auch hier die Quersumme der Attribute zwölf. Willensstark, aber dafür wenig Charismatisch. Ein um zwei Punkte erhöhtes Stresslevel und normale Lebenspunkte. 90 EP stehen zur Verteilung. Die Rasse hat die Fähigkeit in die Zukunft zu schauen und bekommt deswegen ein freies Manöver am Anfang der ersten Runde, was ziemlich praktisch sein kann. Alle stehen im freien, nur einer nicht, der ist in voller Deckung.

    Die Rasse der Lannik kennt man ebenfalls, weil Meister Even Piell einer war. Das war der Jedi, der in der Klon Wars Arc "Die Zitadelle" zuerst befreit wurde und dann doch starb. Sein Platz im Rat hat dann später Anakin Skywalker eingenommen. Obwohl sie recht kleinwüchsig sind, bekommen sie keine Regeltechnsichen Vorteile davon. Sie sind klug, dafür aber wenig geschickt. Dazu haben sie noch unterdurchschnittliche Lebenspunkte. In dem Buch "Lead by Exempel" sind die Lannik ebenfalls drin.

    Der Whiphid dagegen ist ziemlich groß. Sie sind Zäh, haben zwei Punkte mehr Lebenspunkte und sind dafür etwas weniger clever. Ein Jüngling in Episode II war wohl ein Whiphid, ist mir persönlich aber nicht in Erinnerung geblieben.

    Ein neue Jedikraft wird vorgestellt mit dem Namen "Unterdrücken". Sie funktioniert ähnlich wie die Fähigkeit des Abschirmens in Shadowrun. Der Jedi kann sich und seine Kameraden aktiv vor gegnerischen Machtkräften schützen. Also eine recht praktische Kraft wenn man auf gegnerische Machtanwender trifft, was primär in Macht und Schicksal nicht so selten sein soll. Selbst wir in "Am Rande des Imperiums" stolpern inzwischen immer wieder über Machtanwender.

    Drei neue Spezialisierungen gibt es hier zu entdecken. Einmal den Armorer, dann den Warden und den Warleader. Der Untertitel des Rüstmeisters ist Schmied, was seine Talente recht gut beschreibt. Diese Spezialisierung hat einen sehr guten Baum. Gleich zwei mal je Abgehärtet und Starrsinn, dass ist nie verkehrt. Dazu einmal Tüftler, also eine Hardpoint mehr, dann das obligatorische Bastler und zusätzlich noch ein Talent mit dem Namen: Inventor. Das hat mal den nützlichen Faktor, dass man entweder schwarze Komplikationswürfel entfernen oder einen blauen Verstärkungswürfel dazu bekommt. Das Talent kommt beim Konstruieren und Verbessern von Gegenständen zum tragen. Also sehr praktisch und so einen Mechanismus hätte ich mir gern schon früher bei vielen anderen Talenten gewünscht. Zusätzlich hat der Rüstmeister alle drei Stufen des Rüstungsspezialisten. Dazu noch weitere sehr nützliche Talente. Kurzum, eine Spezialisierung, die mal was kann. Ist ja nicht immer so.

    Der Warden geht in Richtung Nahkampf und hat teilweise die gleichen Talente wie der Kopfgeldjäger/Material Artist. Lustigerweise gehört im Gegensatz zum Amorer nicht Lichtschwert zu den Spezialisierungsfertigkeiten. Dazu hat er noch Talente wie der Kopfgeldjäger/Tatortermittler. Dieser Baum hat keine einzige Sackgasse, was sehr selten ist. Wirklich anfreunden kann ich mit der Spezialisierung nicht. Kann nichts wirklich gut und ist etwas zersplittert.

    Als letztes haben wir noch den Warleader. Er hat eine nette Packung an unterstützenden Fertigkeiten, sprich er kann seinen Leuten durch verschiedene Talente Boni geben, die recht praktisch sind. Diese Spezialisierung unterstützt primär und das kann sie gut. Die ist nach meiner Meinung deutlich besser designt als der Warden.

    Das Kapitel Swords of Justice behandelt die Ausrüstung. Es gibt vier verschiedene Blaster. Eines ist ein schweres Blastergewehr, welches sehr kompakt ist. Das DSL-12 hat zwar nur Reichweite Medium, dafür aber den normalen Schaden von 10. Ziemlich gut also, fast schon zu gut. Bei der KO-2 ist der Name Programm, eine Blasterpistole, die nur Betäubungsschaden macht, dafür aber davon reichlich. Die S-5 ist eine schwere Blasterpistole, die unter dem Lauf einen Seilzugwerfer hat. Damit kann man Deckung wegziehen, Akquisen pinnen und sich selbst an die Decke ziehen. Praktisches Teil also.

    Danach kommt ein Sack voll Nahkampfwaffen. Angefangen von einem Miniatur Energieschild, was als Lichtschwert in Bezug auf Parierentalente gilt. Vom Preis Leistungsverhältnis etwas zu gut. Es gibt dann noch zwei weitere Schilde, eines ist ein weiteres abgespecktes Energieschild, dass andere ein Schild aus Cortosis. Beim letzteren ist wenigstens das Preis Leistungsverhältnis halbwegs in Ordnung. Dann gibt es zwei Parierwaffen, die jeweils Verteidigung eins geben. Dann gibt es noch ein elektrisch geladenes Netz mit einem feststehenden Betäubungsschaden, kann man sich wohl so wie in Thor Ragnarök vorstellten. Oder die Dinger, mit denen unser SL uns schon mit diesen Virax Klonen beschossen hat. Die Dinger können einen so richtig den Tag versauen. Eine weitere Waffe ist eine Rodianische Peitsche, die auch als "Fernkampfwaffe" im Nahbereich eingesetzt werden kann. Die letzte Waffe ist ein generischer ausziehbarer Schlagstock.

    Anschließend gibt es noch das Shoto, was zum Beispiel als Zweitschwert von Ahsoka Tano geführt wurde und die Pike der Tempelgarde. Es folgen acht Rüstungen, drei davon von den Jedi. Zwei weitere Rüstungen sind die von Ordnungskräften, eine ist speziell für Aufstandsbekämpfungseinheiten und die andere verfügt über ein eingebautes Scannersystem. Das Highlight dürfte die Kav-Dann Power Armor sein. Sie ist eine der wenigen Rüstungen, die von Grund auf Vakuum tauglich ist. Dazu gibt sie noch Boni auf Stärke und hat noch ein paar andere eingebaute Goodies. Bei uns inzwischen die Rüstung für die Situationen, wenn wirklich harte Kämpfe anstehen.

    Drei Droiden werden danach vorgestellt, ein Kampf-, ein Aufklärer und Überwachungsdroide. Es folgt eine Reihe meist durchaus praktischer Ausrüstungsgegenstände. Dann kommen noch ein paar Jeditypische Kristalle und Zubehör für Lichtschwerter. Am Schluss gibt es gleich neun Optionen für Rüstungen. Essentiell wichtig für Powerarmors ist die Immunisierung gegen Ionenwaffen. Man steht sonst buchstäblich dämlich da und kann sich kaum noch rühren.

    Danach folgt die Fahrzeugsektion. Angefangen von zwei schweren Kampfgleitern, die je eine zehn Mann starke Einheit ins Gefecht tragen können. Praktisch leichte Schützenpanzer. Hier gibt sogar mal ein Radfahrzeug, nämlich das Einrad, welches General Grievous in Rache der Sith benutzt hat. Ein Frachtgeher ist auch zu finden. Drei Sternenjäger werden vorgestellt. Zwei schwere und ein ganz leichter. Letzterer hat nur Rumpf zwei, kleiner geht’s nicht mehr und ist aus dem Hapes Konsortium. Damit das erste Fahrzeug das meines Wissens überhaupt in dem System aus diesem Bereich vorgestellt wird. Kostet aber wirklich verdammt viel. Fünf Frachter bilden den Abschluss, einer mit Rumpf vier, vier mit Rumpf fünf. Darunter findet sich dann auch die VCX-100, sprich die "Ghost".

    Das dritte Kapitel wendet sich dann wieder eher an den Spielleiter. Vorschläge, wie man Guardians in die Kampagne einbinden kann und solche Sachen. Es gibt auch eine Doppelseite über das Herstellen von Rüstungen. Es handelt sich um die gleichen Regeln, wie sie auch im Special Modifikation drin standen.

    Fazit: Wie üblich ist auch hier das Artwork wieder hervorragend. Die Ausrüstung gehört teilweise zu dem Besten, was das System zu bieten hat. Teilweise ist das Preis/Leistungsverhältnis jenseits von gut und böse. Bei manchen Sachen hätte ich als SL so meine Probleme die so ohne Nachbesserung zuzulassen.
    Das Schwinden, die ersten drei Bände:
    http://www.gw-fanworld.net/showthread.php?t=133515

  7. #237
    Hintergrundstalker
    Avatar von Nakago
    Registriert seit
    01.11.2009
    Beiträge
    1.292

    Icon7

    Kapitel XXX
    Urnengang
    Aurek

    Ich atme auf, als wir mit einem geliehenen Gleiter "Wattoos Palast" verlassen. Es handelt sich um einen luxuriösen offenen Gleiter. Vorne ist Platz für den Piloten, dahinter ein großer offener Bereich mit Nerfleder bezogenen Sitzen. Wahrscheinlich war der mal schwarz mit Zierstreifen aus Bronzium lackiert. Aber davon kann man kaum noch etwas erahnen. Wie alles aus Wattoos Besitz macht einen herunter gekommenen Eindruck, auch wenn der mal ein äußerst hochwertiges Modell gewesen ist. Wenigstens sind die Sitze neu bezogen und sind bequem.

    "Tentakelchen" darf mitkommen und hat sein eigenes Aquarium, dass halb mit Wasser gefüllt ist. Unser Ziel ist ein Raumschiffhändler mit dem Namen Reelu Baruk. Angeblich kriegt man bei ihm alles, was das Herz begehrt, wenn man Schiffe haben möchte, die etwas mehr können sollen, als von Aurek nach Besh zu fliegen. Den Rodianer finden wir angeblich in einer Cantina mit dem Namen "Rimmers Rest". Mit der Höchstgeschwindigkeit dieses Vehikels, dass immerhin knapp 250 Stundenkilometer schafft, flitze ich zwischen den Sternenkratzers hindurch. Das macht durchaus Spaß. Jedenfalls mir und darauf kommt es schließlich ja auch nur an. Schließlich lande ich nach knapp einer Flugstunde unseren Gleiter auf einem Parkplatz. Hier befindet sich ein Straßenmarkt, wo wir gleich noch etwas shoppen gehen. Ich erwerbe zwei Repartursets, einmal für Nahkampfwaffen und einmal für Blaster. Damit gehen die Wartungsarbeiten gleich viel einfacher von der Hand. Auch kaufe ich zum nun dritten mal einen ausbalancierten Handgriff für meinen "Scharfrichter". Möge die Macht mit Scav sein, wenn er die Modifikation anbringen wird. Zweimal ist er schon gescheitert, dass volle Potential dieses Bauteils zu entfesseln. Ein viertes Mal sollte es nicht geben!

    Die Cantina Rimmers Rest ist ziemlich geräumig und mit über hundert Gästen gefüllt. Klatooinianer, Weequay, Rodianer, Vodraner und Nikto aller Farben sind deutlich in der Mehrheit, Menschen sind kaum welche zu sehen. Nur an einem Tisch haben sich ein paar gerüstete Mandolorianer versammelt. An einer Wand ist ein großer Bildschirm, an dessen Touchscreen offene Aufträge und Kopfgelder präsentiert werden. Allen Gästen ist gemein, dass sie bewaffnet sind. Wir fallen hier gar nicht auf, sondern sind eher noch unter bewaffnet. Eine Treppe führt nach oben zu einem Casinobereich. Auf der linken Seite zieht sich eine lange Theke entlang, an der gleich mehrere Barkeeper arbeiten.

    "Ein Wookiee-Wango und ich würde gerne mit Herrn Baruk sprechen", meine ich zu einem der Barkeeper und gebe ihm ein großzügiges Trinkgeld.

    "Siehst du den Vodraner da hinten? Das ist Mattoo, der vertritt Herrn Baruk hier in Handelsfragen", meint der Barkeeper, ein vernarbter grauer Nikto. Ich sehe in die Richtung und kann einen Vodraner an dem gewiesenen Tisch ausmachen.

    "Danke, Kumpel", meine ich und begebe mich zu dem Tisch. Wie alle Vodraner hat Mattoo komplett blaue Augen, braune lederartige Haut, kleine Hörnchen im Gesicht und ist etwa so groß wie Edna. Während die anderen sich hinter mich aufbauen, führe ich das Gespräch.

    "Mit wem habe ich das Vergnügen?", fragt er uns, da unser Ruf uns wohl noch nicht bis hierher vorausgeeilt ist.

    "Ich bin Lyra und gehöre zur Crew der Vanguard", stelle ich mich vor, nachdem ich platz genommen habe.

    "Vanguard? Ihr arbeitet für Wattoo?", hakt er noch und beweist, dass er den Namen unseres E-9 schon mal gehört hat.

    "In der Tat! Was wisst ihr über Wattoo?", frage ich einfach mal frech nach, da sich der Mann hier offensichtlich gut auskennt. Wirklich viel weiß ich nicht über ihn. Zwar habe ich mich in seinem Palast durchaus etwas umgehört, aber dort hat sicher keiner offen ausgesprochen, was er wirklich über diesen Hutten denkt.

    Mattoo hält nicht viel von dem Hutten. Wattoo ist alt und viele halten es für einen großen Fehler, dass er sich aus dem prestigeträchtigen Kessel zurück gezogen hat, um alles auf eine äußerst fragwürdige Minenexpedition zu setzen. Man sagt, dass Wattoo bald das typische Alter eines Hutten erreicht hat, wo es ans sterben geht. Seine drei Kinder sind noch relativ jung und wahrscheinlich hat Wattoo sich allein aufgrund dieser Tatsache auf diese Minenoperation eingelassen. Er will kurz vor seinem natürlichen Lebensende noch viele Credits machen, um damit seinen Kinder den Start in ein eigenständiges Leben erleichtern. Falls das mit der Minenexpedition klappen sollte, wäre alles gut, falls nicht, ist Wattoo und seine Brut weg vom Fenster. Also Topp oder Flop, ein anderes Resultat wird es nicht geben. Kein Wunder also, dass Wattoo alle Register zieht, diesen Unsinn zu einem Erfolg umzumünzen.

    Nach wir vor halte ich rein gar nichts von diesem Unternehmen und verdamme Kapitän Zarosch immer noch dafür, dass Daraka und er sich beim ersten Problem gleich an Wattoo gewandt haben. Und ich verfluche mich dafür, dass ich diesen beiden nicht den Blödsinn mit diesem Krustenknacker ausgeredet habe, als sie mir auf der "Vantika" davon erzählt haben. Das wäre der Moment gewesen, dem ganzen einen Riegel vorzuschieben. Aber ich denke, ich hätte sie schon mit "Scharfrichter" bearbeiten müssen, um sie davon abzuhalten. Aber auch das wäre vielleicht im Nachhinein die bessere Wahl gewesen. Bekanntlich ist man hinter her immer schlauer. Damals ging ich davon aus, dieser Blödsinn löst sich in Luft auf, spätestens, wenn sie den Krustenknacker nicht zum laufen bekommen. Hab mich geirrt.

    "Interessant! Wir brauchen einen Gozanti Kreuzer mit Hangar, in Türmen gelagerten leichten Zwillingsturbolasergeschützen mit einem primären Feuerbereich nach vorne und Hangar für je einen Jäger." Er hat sieben Gozanti Kreuzer im Angebot. Leider sind die alle in einem sehr erbärmlichen Zustand. Sprich, wir erwerben ein halbes Wrack und bezahlen die hier dafür, dass sie daraus ein praktikables Schiff bauen. Die meisten Schiffe scheinen Prisen zu sein, sprich von Piraten aufgebrachte Schiffe mit deutlichen Kampfspuren. Oder Schiffe, die einsam im All getrieben sind. Entweder von ihrer Besatzung verlassen oder mit den Überresten der Besatzung an Bord. Es gibt viele Geschichten von havarierten Schiffen und dem Zusammenbruch der Zivilisation, wenn jedem klar wird, dass es keine Rettung geben wird, bevor die Vorräte aufgebraucht sind. Viele Slasherdramen im HoloNet handeln genau von diesen Situationen. Mit Grauen denke ich an unseren ersten Flug mit der "Vanguard", wo wir uns mit Minisprüngen auf Nilvax Station zubewegt haben und unsere mageren Vorräte dank unseres überstürzten Startes wegen den Gamorranern recht schnell zur neige gingen.

    Wir werden uns Handelseinig und dürfen nun quasi den Neupreis für ein gebrauchtes Schiff bezahlen. Jeder Versuch zu verhandeln scheitert, da wir hier nicht Rabatt würdig sind. Nun gut, um den Deal fest zu machen, dürfen wir sogar beim Chef persönlich bezahlen. Reelu Baruk residiert in einer Müllaufbereitungsanlage ein paar Kilometer von hier entfernt. Da wir das Geld nicht da haben, müssen wir zuerst zur "Vanguard" zurück. Auf dem Weg zum Ausgang stellt sich ein selbst für seine Rasse wuchtiger Klatooinianer Edna in den Weg.

    "He du, was bist du für ein Weichei! Lässt Frauen für dich sprechen!", mit diesen Worten schubst er Edna, der vorne gelaufen ist, zurück in unseren Pulk. Die Stimmung in der Cantina ändert sich schlagartig. Zwei weitere Klatooinianer gesellen sich zum ersten in einer Formation, die einen Angriff von drei Seiten ermöglicht. Schätze mal, dass sind drei Schläger und wollen Krawall machen.

    "Ich bin Hapaner, da wo ich herkomme, haben Frauen nun mal das sagen", meint Edna freundlich, sich vom gebaren des Machos nicht aus der Ruhe bringend lassen.

    "Ah, ein Schönling! Was machst du faules Nuna denn den ganzen Tag? Auf der faulen Haut liegen?"

    "Erfasst! Ich bin Offizier der Könglichen Leibwache und habe den lieben langen Tag rein gar nicht zu tun! Angenehm wenig Arbeit für viele Credits. Toll, nicht?", meint der Hapaner weiterhin ruhig bleibend.

    "Das Gespräch beginnt mich zu langweilen!", meint er Klatooinianer nun, da er wohl einsieht, dass nichts in der Galaxis Edna provozieren kann, den ersten Schlag zu landen. Aber wer eine Cantinaschlägerei vom Zaun brechen will, muss nicht darauf warten, dass der andere zuerst zuschlägt. Das kann man selbst auch gut erledigen und schon saust eine große Faust auf den armen Edna zu.

    Nakagos wirre Gedanken

    Eine zünftige Cantinaschlägerei war schon lange wieder überfällig.
    Das Schwinden, die ersten drei Bände:
    http://www.gw-fanworld.net/showthread.php?t=133515

Seite 24 von 24 ErsteErste ... 14 22 23 24

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer in diesem Thema: 2 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 2)

Stichworte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •