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Thema: Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story

  1. #221
    Hintergrundstalker
    Avatar von Nakago
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    Dorn

    "Das ist jetzt nicht so gut gelaufen", meint Shaka, nachdem wir die Jetbikes wieder in den Laderaum der "Vanguard" geladen haben.

    "Eigentlich ist es gut gelaufen. Wir wissen nun viel mehr und können nun einen Plan entwickeln", meine ich dazu und verankere mein Z-74 an der Wand mit einer Magnetklammer.

    "Wir brauchen auf alle Fälle ein größeres Schiff. Ein CR-90 wäre schick", meint Lyn mit einem träumerischen Unterton.

    "So eine Korvette kostet zwischen 600 000 und 1 200 000 Credits", bringe ich einen gewissen Fakt ins Spiel. Die CR-90 war in der Flotte der Allianz weit verbreitet und deswegen kenne ich deren technischen Daten auswendig.

    "Wenn wir zusammenlegen, können wir sie uns leisten", erwidert Lyn und hat damit durchaus recht.

    "Aber wir bräuchten mindestens dreißig Letue für die Crew. Nein. Wir brauchen ein anderes Kaliber als die "Vanguard", aber eine einzelne CR-90 ist nicht die Lösung. Wir brauchen Verbündete, wir brauchen Leute, auf die wir uns verlassen können. Sehen wir der Realität ins Auge. Momentan müssen wir akzeptieren, was wir nicht ändern können und müssen nun daran arbeiten, es später zu ändern, wenn wir die Möglichkeiten dazu haben. Was wir tun könnten und verdammt noch einmal endlich in Angriff nehmen sollten, ist das Abschalten des Nanovirus auf der Mynaros Station!" Dieser Aspekt sollte auch endlich mal gelöst werden. Damals sind einfach alle abgehauen, ohne sich um das Problem zu kümmern und allein konnte ich das eben auch nicht lösen. Besonders da Lyn ja eine entscheidende Rolle darin spielt.

    "Bevor wir uns sinnlos verzetteln, lösen wir das Nanovirenproblem!", meint Scav, der wie gewohnt praktisch denkt.

    "Ach ja, Nilvax hat sich vorhin gemeldet. Auf der Station ist eine Reporterin von Galactic News Service mit dem Namen Vira Oquai eingetroffen und will ein Interview mit uns führen", meint Edna, der in der "Vanguard" als Reserve zurück geblieben ist.

    "Wow!", meine ich dazu, da mir der Name Vira Oquai von GNS durchaus was sagt. Die Frau ist relativ Jung, war aber schon in jungen Jahren als Kriegsreporterin tätig und buchstäblich an allen Fronten im Einsatz.

    "Das ist ja Toll!", meint Shaka und sie meint das ohne Ironie. War klar, dass es sie freut, wenn eine neugierige Reporterin uns interviewen will. Ich sehe die Sache eher kritisch, da es hier viele Dinge gibt, die besser nicht einer breiten Öffentlichkeit bekannt werden. Die Wahrheit ist durchaus Gift und nur die Dosierung macht es erträglich.

    Schnell bildet sich der Konsens, das Problem nach hinten zu verschieben und sich erst einmal um die Nanoviren zu kümmern. Unsere Liste der Dinge, die wir noch tun sollten, wird wahrlich immer länger.

    Es gibt eine längere Diskussion, wie wir das am besten anstellen. Es gibt drei Fabriken für Nanoviren, die auch über die Möglichkeit verfügen, die Viren auch über Entfernung abzustellen. Xios ist außer Reichweite. Varia ist von den Varianern besetzt und die könnten was dagegen haben, wenn wir da herum pfuschen. Also ist Vara die beste Möglichkeit, die Sache leise aus der Welt zu schaffen, ohne groß jemanden zu fragen.

    Schnell ist der Kurs nach Vara berechnet und wir starten von Sybal. Eines kann man auf alle Fälle über das Vergängliche Labyrinth sagen, es wird einem nie langweilig und immer passiert etwas schlimmes. Immer wenn man denkt, es kann nicht schlimmer kommen, wird man brutal eines besseren belehrt.

    Der Transfer verläuft ruhig und Lyn fängt an die Vor und Nachteile verschiedener Raumfahrzeuge aufzuzählen. Schnell werden wir zwei uns einig, uns einen Gozanti Kreuzer zuzulegen. Die Schiffe haben zwar die Ästhetik und Flugeigenschaft eines Backsteines, können aber leichte Turbolaser transportieren und davon gleich vier Stück. Für die 200 000 Credits sind die aber nicht Standardmäßig verbaut. Aber viele Zellen haben Gozanti Kreuzer mit leichten Turbolaser ausgerüstet und waren oft in Verbänden zusammen gefasst. Ein Verband von Zwölf Stück konnte durchaus einen Sternenzerstörer bekämpfen. Allerdings sind die Batterien etwas ungeschickt angebracht, so dass man immer nur eine Breitseite abfeuern kann. Aber das Turbolaser eh eine gewisse Zeit brauchen, bis sie zum einen wieder aufgeladen oder abgekühlt sind, dreht man das Schiff einfach auf den Kopf und schießt die andere Seite ab, während die gerade abgefeuerte wieder auflädt. Dazu eine von Grund auf dicke Panzerung, zwei achtern angebrachte Vierlingslasergeschütze zur Jägerabwehr und einen Protonentorpedowerfer im Bug. Damit sind wir durchaus eine Bedrohung für eine Marodeur Angriffskorvette. Trotzdem hat eine allein schon die doppelte Feuerkraft. Ein Gozantikreuzer alleine wird also nicht reichen. Aber es ist ein guter Anfang.

    Während ein Teil der Besatzung schon mal an die Zukunft denkt, spielt derweil Shaka mit ihrem neuen Spielzeug. Ich habe ein verdammt mieses Gefühl bei Tory. Die Göre hat eine grundlegende verkorkste Einstellung und geht ohne mit der Wimper zu zucken über Leichen. Sie hat genau gewusst, was die Piraten mit ihren Informationen angestellt haben und sie die Folgen eiskalt akzeptiert. Ob es ihr schlicht egal war, was mit den Crewmitgliedern in den Frachtern passiert oder sich gedacht hat, wenn ich die Infos nicht weitergebe, wird jemand anders dafür Credits kassieren und deswegen spielt es keine Rolle, ist mir letztendlich egal. Aber nun ist das Shakas Problem und ich bezweifle ernsthaft ihre Kompetenz in diesem Gebiet.

    Schließlich brechen wir in den Realraum zurück und gehen auf Schleichfahrt. Das ist auch nötig, da sich zwei Kampfdrachen der Königlichen Flotte hier im Orbit von Vara befinden. Seit unserem letzten Besuch hat sich einiges getan. Sind wir damals noch recht unbehelligt zur Pyramide gelangt, so ist die Aktivität hier im System sprunghaft gestiegen. Da wir wissen, wo wir hinwollen und schon die Topographie dieses Geländes kennen, halte ich einen Anflug durchaus für möglich. Allerdings kristallisiert sich schnell heraus, dass dies sonst keiner so sieht. Zu großes Risiko ist der allgemeine Tenor und meine Argumente fruchten hier nicht wirklich. Bedauerlich, aber nicht zu ändern. Nun gut, hören wir uns einfach mal auf Quaria um und versuchen vielleicht über eine schlichte Anfrage an die Hohepriester ganz offen mit der Erlaubnis in die Produktionsanlage zu kommen.

    Also fliegen wir nun nach Quaria. Auch dieser Transfer verläuft ohne Schwierigkeiten. Im hohen Orbit über Quaria liegt eine Korvette der Königlichen Flotte vor Reede. Das ist kein gutes Zeichen. Der Raumhafen ist modernisiert und es wuseln keine Händler mit ihren Ständen mehr auf dem Landefeld herum. Alles hat hier seinen Platz und seine Ordnung. Die Hauptstraße erstrahlt im neuen Glanz. Überall sind Hapaner in Uniform auf Landgang zu sehen. Wachen in neuen Rüstungen mit dem Zeichen des Roten Turms patrouillieren auf den Straßen. Neue Casinos, Cantinas und Orte zweifelhaften Rufes mit Damen des horizontalen Gewerbes haben hier in großer Anzahl aufgemacht. Die Veränderungen sind deutlich überall zu sehen und ich kann sagen, sie mögen mir nicht alle wirklich zu gefallen.

    Der "Rote Turm" ist nicht mehr hermetisch abgeriegelt, sondern jeder Hanswurst darf nun da rein. Das Flair des Exklusiven ist dadurch vollkommen verloren gegangen, dafür sind die Hallen gefüllt mit Spielern aller Rassen. Der Chipbrunnen ist versiegt und man kann nun daraus trinken. Das heißt im Klartext, keine hundert Credits mehr pro Besuch. Das ist natürlich bedauerlich, aber nicht zu ändern.

    Wir finden Zargos Zarbossa in seinem Büro, das nun Glaswände hat. Der Varianer trägt einen teuer aussehenden weißen Anzug. Er ist momentan mit drei Hapanern beschäftigt, die wie vermögende Adlige gekleidet sind. Die Spieler in den Sälen sind meist Menschen aus dem Republikanischen Raum oder Hapaner. An einem Tisch sehen wir den Waffenhändler Yul Varka, der einst ein Waffengeschäft auf der Nilvax Station aufziehen wollte und dann recht schnell wieder abgesprungen ist. Der Bothaner tut so, als ob er uns nicht sehen würde. Nun ja, wir sind nicht auf Streit aus, sondern hier, um Informationen zu sammeln.

    Schon recht schnell hat Zargos Zeit für uns. Er wirkt entspannt und ausgeglichen. Einen Zugang zur Nanovirenfabrik kann er uns keinen besorgen und macht klar, dass wir gar nicht im Tempel fragen müssen. Die Hapaner haben die Fabriken entdeckt und unter ihrer Kontrolle gebracht. Die Forschen nun intensiv mit diesem verdammten Zeug herum. Eine Information, die mir gar nicht zu gefallen mag. Im Klartext heißt das, wir haben unser Zeitfenster verpasst. Gut möglich, dass es schon vorbei war, als wir noch auf der "Sternenheim" festsaßen. Aber vielleicht auch nicht. Schwer zu sagen. Fierfek!

    Nakagos wirre Gedanken

    Der rote Kristall auf Xios wird wohl noch länger aktiv sein. Ebenso die Nanovirenfabriken. Schnell war dann klar, dass unser SL da mauert, weil dieser Schlamassel wohl erst am Ende der Kampagne aufgelöst werden soll.
    Das Schwinden, die ersten drei Bände:
    http://www.gw-fanworld.net/showthread.php?t=133515

  2. #222
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    Esk

    Aber Zargos kennt ein paar weitere Spieler in der Sperrzone, die sich hier nun breit machen. Und zwar die "Erstgeborenen". Vage habe ich mal was über diese Piratenbande von etwa fünfzig Schiffen gehört, die einst von Prinz Isolder angeführt wurde, dessen mutmaßlichen Klon wir auf der Mynaros Station erschlagen haben. Diese Bande adliger Sprösslinge hängt normalerweise auf der Telkov Station herum, über die der wenige reguläre Handel des Hapes-Konsortium mit dem Rest der Galaxis über die Bühne geht. Die investieren hier ebenfalls und es scheint sich dabei um die Hintermänner unserer neuen Partner auf der Nilvax Station zu handeln. Die "Erstgeborenen" haben auf alle Fälle einen deutlich besseren Ruf und genießen im Konsortium hohes Ansehen. Und sie haben hier schon die eine oder andere Kabelei, um es mal ganz vorsichtig auszudrücken, mit dem neu auf Platz agierenden Crimson Dawn gehabt. Das wären vielleicht potente Verbündete, um die Piratenplage Herr zu werden. Das ist ein neuer Ansatzpunkt und wir sind nicht umsonst durch die Gegend geflogen.

    Trotzdem bin ich ziemlich nachdenklich, als wir wieder durch die Straßen von Quaria schlendern. Veränderungen sind Normal, aber hier sind sie ziemlich gravierend. Mal sehen, was daraus noch alles erwachsen wird. Wir nutzen die Gelegenheit und kaufen Waren ein. Immerhin bekommen wir über die Hälfte des Laderaums voll. Natürlich könnten wir noch mehr einkaufen, aber wir haben noch ein paar andere Sachen zu tun, wie Crimson Dawn auszulöschen. Und zwar dieses mal für immer.

    Der Transfer zur Nilvax Station verläuft bis auf einen Ausbruchsversuch von Tory so ziemlich ereignislos. Ich verdreh nur die Augen und versuche mich in diesen Blödsinn nicht weiter hinein ziehen zu lassen. Ist ja schön, dass Shaka ein neues Steckenpferd hat, aber hätte es eine Tooka nicht auch getan? Die bringen wenigstens niemanden um, außer Ratten und Nunas. Und die kann man auch streicheln.

    Wir landen und entladen die Ware. Schon recht schnell haben wir nun die kleine quirlige Reporterin Vira Oquai an der Backe. Sie ist etwas kleiner und jünger als ich, aber voller Energie und sie kann reden ohne einmal dabei Luft holen zu müssen. Zwei stämmig aussehende Männer begleiten sie, offiziell ihre Kameramänner, aber wahrscheinlich auch ihre Bodyguards. Als sie mal kurz Inne hält, gelingt es mir, sie auf später zu vertrösten, da wir gerade noch ein paar geschäftliche Dinge regeln müssen. Auch muss die "Vanguard" mal wieder repariert werden. Als Besitzer dieser Station können wir das tun, ohne dafür bezahlen zu müssen. Geht quasi aufs Haus.

    Shaka besteht darauf, Tory mit durch die Gegend zu schleifen, als wir unsere Waren feilbieten. Meine kleine Schwester kommt vorbei und schaut etwas irritiert auf Tory.

    "Und wer ist das?", fragt sie mich.

    "Das ist Tory von Sybal. Auf die musst du aufpassen. Hackerin, Spionin und hat versucht uns zu töten", erkläre ich frei heraus und tu so, als würde Tory das alles nicht hören. Sie tut so, als würde sie gar nicht erst zuhören.

    "Und warum lebt sie dann noch?", fragt meine Schwester nicht zu unrecht. Leute, die uns versucht haben zu töten, haben im Normalfall eine äußerst geringe Lebenserwartung nach ihrer Tat. Es gibt wenige, die eine solche Konfrontation überlebt haben.

    "Das liegt nicht an mir", erkläre ich und deute mit eine Kopfbewegung auf Shaka, die frisch gebackene "Mama" einer pubertierenden Teenagerin in der dunkelsten Phase ihrer ganz persönlichen Rebellion gegen so ziemlich alles.

    "Aha! Ich habe dich im Auge, Tory. Baust du Scheiße, bekommst du es mit mir zu tun!" Eloy spreizt ihre Finger, zeigt damit auf ihre Augen, dann auf Tory. Anschließend fährt meine kleine Schwester mit ihrem Daumen über die Kehle.

    "Mir machst du keine Angst", meint Tory bewusst lässig, aber ich kann sehen, dass sie vorher einen Klos im Hals herunter schluckt.

    "Solltest du aber", antworten Eloy und ich im Chor. Das schreit nach einem High Five zum Abschied. Tory zuckt mit den Schultern und nimmt die Sache augenscheinlich nicht wirklich ernst. So wie auch sonst ziemlich alles. Shaka und ich wenden uns wieder unseren Geschäften zu. Die Göre quatscht ununterbrochen dazwischen, wenn Shaka und ich gerade versuchen unsere Waren zu verkaufen. Mehrmals ermahnt Shaka die Jugendliche, sich ja anständig zu benehmen. Da ihr Verhalten anfängt, auch unsere Kunden zu nerven und wir dadurch Credits verlieren, werde ich etwas ungehalten.

    "Wenn du noch einmal ungefragt dazwischen quatscht, schieße ich dich nieder, Kapiert?", fahre ich sie an.

    "Das traust du dich gar nicht!", meint sie mit vor der Brust verschränkten Armen. Das sie mir dabei nicht noch die Zunge herausstreckt ist alles.

    "Wetten das doch?", sage ich zu ihr noch und drehe mich wieder um. Zwei Minuten gelingt es ihr tatsächlich am Stück die Klappe zu halten, dann reißt sie ihre Kauleiste wieder auf.

    "Wer nicht hören will, muss fühlen!" Mit diesen Worten ziehe ich meine Dragoner aus dem Tiefziehholster, stelle den Wahlhebel auf Betäubung und schieße sie aus der Hüfte nieder. "Wette gewonnen!"

    Unsere Kunden schauen mich an, als hätte ich den Verstand verloren, als ich die Waffe sichere und ins Holster zurück stecke.

    "Sind alle Corellianer so sinnlos brutal wie du?", fragt Shaka mich entgeistert. Das ist die Frau, die sonst gerne Menschen foltert, die das zu mir sagt. - Das gleiche könnte ich auch dich fragen -, denke ich mir da nur, spreche es aber nicht laut aus.

    "Nein, die meisten hätten die Waffe nicht auf Betäubung gestellt!", stelle ich klar und Shaka schaut mich an, als hätte ich behauptet, dass General Solo mein Bruder wäre. Während Tory betäubt zu unseren Füßen liegt, tätigen wir ungestört die restlichen Geschäfte.

    "Was ist mit der Kleinen passiert?", fragt Lyn, als sie mit Scav und Edna im Schlepptau aus dem Trockendock kommt, wo sie noch ein paar Details zur Reparatur geklärt hat.

    "Wollte nicht auf Erwachsene hören und sinniert im Schlaf jetzt über ihr unangemessenes Verhalten", erkläre ich kurz angebunden, da ich keine Lust habe, mich breit über meine drastischen Erziehungsmethoden auszulassen.

    "Wie auch immer. Schlechte Nachrichten. Ein Emissär meines früheren Chefs wartet auf mich in Nilvax Bar."

    "Du meinst den Chef, dessen Ladung du über Bord geworfen hast und der ein Kopfgeld auf dich ausgesetzt hat?", hake ich nach.

    "Genau der", meint Lyn durchaus etwas nervös wirkend.

    "Da du noch lebst, scheint er wohl nur reden zu wollen, schätze ich", meine ich dazu, da ich die Gepflogenheiten der Hutten in dieser Beziehung kenne. Die fackeln nicht lange, sondern schaffen endgültige Tatsachen.

    "Wäre Toll, wenn ihr mir etwas Rückendeckung geben könntet!", wirft Lyn etwas fordernd in die Runde.

    "Geht klar! He, aufwachen, genug geschlafen, du Schlafmütze!", mit ein paar leichten Tritten in ihre Seite, die zu schwach sind, ihr die Rippen zu brechen oder innere Verletzungen zu verursachen, scheuche in Tory auf die Beine. Shaka nimmt sich ihrer an, während der Rest sich dem stellt, was Lyn erwartet.

    Der Unterhändler ist ein Twi´lek, der in einem der VIP Bereiche von Nilvax Bar auf uns wartet. Der blauhäutige Mann stellt sich als Quilan vor. Weitere Leute hat er nicht dabei und ich schätze ihn nicht als Kämpfer ein, sondern eher als Diplomaten. Wir setzen uns auf die bequemen Ledersessel, bestellen Getränke und dann geht es um Lyns Schicksal.

    "Unser geliebter Meister Wattoo ist sehr ungehalten über dein ungebührliches Verhalten, böse, böse Lyn. Anstatt dich deiner gerechten Strafe in aller Demut zu stellen, wie es sich für ein unwürdige Angestellte gehört, bist du einfach in diese höchst unwirkliche Gegend geflohen. Aber in seiner unendlichen Güte hat unser Meister Wattoo dir soweit verziehen, dass er bereit ist, dich in seinem wunderschönen Palast auf Nar Shaddaa zu empfangen, wo es einige neue geschäftliche Dinge zu besprechen gibt. Überdies hat unser geschätzter Meister Wattoo in seiner unendlichen Gnade auch das ansehnliche Kopfgeld auf deinen hübschen Kopf zurückgezogen", verkündet Quilan mit hochgeschraubter Stimme äußerst blumig, als würde er auf einem Markt marinierte Nunas anpreisen. Allein seine Wortwahl lässt mein Blut kochen.

    "Woher der plötzliche Sinneswandel?", hinterfragt Lyn die Angelegenheit. Uns ist allen klar, dass jemand wie Wattoo, wenn er Lyn hätte tot sehen wollen, keinen Emissär sondern ein Killerkommando geschickt hätte. Nar Shaddaa ist voll von diesen Spezialisten. Man bekommt da eher einen hochprofessionellen Attentäter als einen kompetenten Klempner, wie ich aus leidvoller Erfahrung weiß.

    "Die neuen Geschäftspartner unseres geliebten Meisters waren voll der Lobpreisung über deine außergewöhnlichen Taten und die deiner mutigen Crew in dieser gar garstigen Gegend." Irgendwie hat dieser Wattoo wohl nicht ganz zugehört, da wir nicht Lyns Crew sind.

    "Neue Geschäftspartner?", hakt Lyn nach und mir schwant da was ganz böses.

    "Dieser ungehobelte Kapitän der "Vantika" und ein paar äußerst ungebärdige Gamorraner von Anduras I."

    Nakagos wirre Gedanken

    Es ist immer schön, wenn irgendwelche NSC, die man kaum kennt, einen mitten in die Scheiße reiten. Wir waren ja vorgewarnt, da dieser Kapitän Zarosch uns auf seiner "Vantika" schon damals an diesem "lukrativen" Geschäft hat beteiligen wollen. Offensichtlich hat er wohl den Hutten Wattoo ins Boot geholt. Wie man sieht, hat nun Lyn ihre Vergangenheit eingeholt.
    Geändert von Nakago (14. January 2020 um 12:52 Uhr)
    Das Schwinden, die ersten drei Bände:
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  3. #223
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    Standard

    Forn

    Daher weht also der Wind. Offensichtlich hat Lyns Chef, dieser Wattoo, von Kapitän Zarosch von der "Vantika" ein paar Geschichten über uns gehört. Und aufgrund dieser Erzählungen ist er nun bereit, sich mit seiner ehemaligen und Ungnade gefallenen Untergebenen zu versöhnen. Die Rachsucht und der lange Arm der Hutten ist sprichwörtlich. Nicht einmal Shaka kann sie mit ihrer Rachsucht übertrumpfen und das will wirklich etwas heißen. Wenn wir diese "nette Einladung" ablehnen, wird es nächstes mal kein Emissär sein, der Lyn sucht, sondern ein Attentäterteam. Und das wird so lange gehen, bis wir entweder tot sind oder einlenken. Wir sind gut, weit oben in der Pyramide, aber viele Tooka sind des Nuna Tod. Da brauchen wir uns absolut keine Illusionen zu machen.

    Auf der "Vantika" hatten wir ja schon über diese Mission gesprochen. Es ging darum, einen "Krustenknacker" scharf zu machen und die Oberfläche eines Mondes abzusprengen. Auf dem Mond sollte etwas "Piratenpack" wohnen, dass etwas dagegen unternehmen könnte. Damals haben wir abgewunken, da wir keine Monde sprengen wollten. (Siehe Episode XX) Aber so wie es aussieht, hat Lyn wohl gewisse Verpflichtungen zu erfüllen. Sieht so aus, als würden unsere Probleme kein Ende nehmen.

    "Und bis wann erwartet "unser" Meister meine Anwesenheit in seinem bescheidenen Palast?", fragt Lyn einfach mal.

    "In spätestens vier Tagen ist auch die schier endlose Geduld unseres überaus geliebten Meisters Wattoo erschöpft."

    "Dann müssen wir spätesten Morgen um elf Uhr Stationszeit aufbrechen, um mit der "Vanguard" pünktlich zu erscheinen", wirft Skav ein, der wohl schon im Geiste eine Route nach Nar Shaddaa kalkuliert hat.

    "Und wenn ich alleine komme?", fragt Lyn, da die restliche Crew der "Vanguard" rein gar nichts mit diesem ominösen Wattoo zu tun hat.

    "Das wäre äußerst unvorteilhaft für die zukünftigen Gespräche mit unserem geliebten Meister Wattoo, der nicht nicht so leicht verzeiht wenn man ihn aus nichtigen Gründen verärgert, wie du ja nur zu gut weißt", erwidert Quilan und die Drohung am Ende ist deutlich heraus zu hören. Entweder wir kommen alle oder Lyns nächster Besuch wird großzügig Grüße aus sonnenheißem Plasma von ionisiertem Tibanagas in unsere Körper stanzen. Kein sehr angenehmer Gedanken. Tja, Ruhm hat auch seine Schattenseiten.

    "Wäre es möglich, uns kurz untereinander zu beraten?", frage ich höflich, auch wenn ich gerade für eine andere Antwort zu haben wäre. Aber das wäre Kontraproduktiv und ich bin erwachsen genug, um vernünftig mit einer solchen Situation umzugehen.

    "Wenn es denn der schnellen Entscheidungsfindung dienlich ist", meint Quilan und zieht sich sich zurück. Shaka taucht auch gerade wie aufs Stichwort auf.

    "Wo ist dein Mündel abgeblieben?", frage dich die blaue Twi´lek, da Tory aus ihrem Schatten verschwunden ist.

    "Tory meint, sie wäre besser alleine dran und ich gebe ihr nun die Gelegenheit, Erfahrungen zu sammeln", erwidert Shaka und grinst dabei selbstgefällig. Nilvax Station ist relativ sicher für herumstreunende Teenager, trotzdem ist das eine Situation die mir nicht behagt. Aber momentan haben wir wichtigeres zu besprechen.

    "Das ist mein Problem und ich will euch da nicht mit hineinziehen", macht Lyn gleich mal klar. Ich schätze diese Geste durchaus, da wir alle anderen rein gar nichts mit diesem Wattoo zu schaffen haben. Aber ich denke, dieser Raumtransport ist schon längst losgeflogen. Die orangene Twi´lek ist nicht nur eine geschätzte Kameradin, sondern auch meine Freundin. Es ist für mich klar, wenn Lyn in Schwierigkeiten steckt, boxe ich sie da raus. Und wenn ich dafür in die Dienste eines Hutten treten muss, akzeptiere ich das, auch wenn mir das überhaupt nicht gefällt. Aber eine aufrichtige Freundschaft und wahre Kameradschaft bedeutet eben auch, für seine Freunde durchs Feuer zu gehen.

    "Nein, dass ist nun Dank Kapitän Zarosch unser aller Problem. Gehen wir wie Erwachsene mal die Möglichkeiten durch. Du gehst allein zu Wattoo, er nimmt dich als Pfand und wir kommen um zu dienen oder er tötet dich auf äußerst qualvolle Weise. Wir ignorieren diesen hochtrabenden Twi´lek und in einer Woche stehen wir im Blasterfeuer von ein paar wahrscheinlich eher billigen Söldnern oder Kopfgeldjägern aus der dritten Reihe als ernstgemeinte Warnung. Und ich denke, selbst wenn wir den ersten Anschlag überleben sollten, dass wird kein Ende nehmen, bis wir nachgeben. Entweder weitere Teams, die kompetenter sind oder ein fettes Kopfgeld, was ein Aufenthalt auf dieser Station für uns unmöglich macht. Dein Problem ist jetzt unser Problem", fasse ich die Problematik dieser Verkündigung zusammen.

    "Ich gebe Lyra recht. Wir sind nun involviert", meint auch Scav.

    "Ich wollte schon immer nach Nar Shaddaa", meint Shaka. "Aber ich muss noch meine Tour machen. Das könnte sich überschneiden." Die blaue Twi´lek hat sich die Pflicht aufgebürdet, die Asche der gefallenen Mitglieder der Allianz zu ihren Familien zurück zu bringen. Immerhin hat Admiral Thorne ja einige geklont gehabt, um dass Attentat auf Ta´a Chume auf Calfa der Neuen Republik in die Schuhe zu schieben.

    "Die Toten können warten, denn sie haben nun eine Ewigkeit Zeit!", meine dazu nur, da ich diesen Termin jetzt bei all unseren Problemen nicht wirklich relevant finde. Natürlich müssen die Toten der Allianz für ihre Verdienste im großen Bürgerkrieg geehrt werden, aber ob in fünf Tagen oder fünf Monaten spielt nicht wirklich eine Rolle.

    "Das ist schon wichtig!", beharrt Shaka, erklärt sich aber bereit, es darauf ankommen zu lassen. Lyn sollte wichtiger sein als ein Termin für Asche in Urnen.

    "Die Wege der Macht sind unergründlich und ich frage mich, ob es nicht der Wille der Macht ist, dass wir uns dieses Problems auch noch annehmen. Damals auf der "Vantika" fand ich den Gedanken äußerst abstoßend, einen Mond zu sprengen um Bergbau betreiben zu können. Damals wurde was von Piratenpack auf dem Mond erzählt. Ich frage mich, ob das vielleicht eine weitere Fraktion von Crimson Dawn ist?" Schon seltsam, dass diese Problematik ein weiteres mal auftaucht und nun direkt mit Lyn zusammen hängt.

    "Anhören können wir uns die Sache allemal", meint Edna locker und man merkt, dass er keine Erfahrung mit Hutten hat. Wir hören uns die Sache nicht an, wir werden da unsere Befehle empfangen und vielleicht, aber nur vielleicht am Ende, wenn wir diesen Schlamassel überlebt haben, auch ein paar Credits sehen. Aber alle anderen Alternativen sind nun mal wie schon erläutert nicht wirklich erstrebenswert.

    Also holen wir Quilan wieder zurück an den Tisch und verkünden ihm unsere Entscheidung, Wattoos unglaublich großzügiges Angebot auf Nar Shaddaa einfach mal "unverbindlich" anzuhören. Möglicherweise ist es sogar in unserem Interesse.

    "Das wird unser großer Meister Wattoo mit entzücken vernehmen, dass ihr euch so bereitwillig einverstanden erklärt habt, sein großzügiges Angebot anzuhören", meint Quilan selbstgefällig. Ich stelle mir bildlich vor, wie ich ihm die Lekku heraus reiße und ihn damit tot prügle, was ebenfalls ein Lächeln auf meine Lippen zaubert.

    Nakagos wirre Gedanken

    So schnell kann man in die Fänge der Hutten geraten. Man beachte den allgemeinen Konsens innerhalb der Gruppe, Lyn in dieser Situation beizustehen. Das wird später noch eine größere Rolle spielen.
    Das Schwinden, die ersten drei Bände:
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  4. #224
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    Grek

    Kaum ist der Twi´lek Emissär von Wattoo weg, schneit die quirlige Reporterin von GNS herein und will uns unbedingt interviewen. Shaka ist sofort bereit, dass zu tun und auch ich mach mit, um zu verhindern, dass die blaue Twi´lek zu viel erzählt. Vira Oquai scheint recht gut schon über uns informiert sein, da sie recht viele Detailfragen stellt. Besonders unser Verhältnis zu General Gale versucht sich auszuleuchten und weiß auch darüber Bescheid, dass er am Ende ein Klon war, der auf Calfa gestorben ist. Sie hat definitiv Zugriff auf die Nachrichten des Hapes-Konsortium gehabt. Das Klonthema ist da ja recht offiziell und prominent. Zwar wurde nie bekannt gegeben, dass über Calfa ein Klon von General Gale abgeschossen wurde, aber Vira demonstriert hier deutlich, dass sie zwischen den Zeilen lesen kann und Querverbindungen zwischen verschiedenen Ereignissen recht präzise zieht. Die Frau ist gut in ihrem Beruf und ich beschließe, diese Vira Oquai nicht zu unterschätzen.

    Da Shaka recht viel trinkt, um ihre Stimme zu ölen, muss sie schließlich auf die Toilette und ich nutze die Gelegenheit ein paar eindringliche Worte mit der mir sehr sympathischen Vira zu wechseln.

    "Ich sehe, du bist ziemlich gut informiert. Aber vieles, was du ansprichst ist äußerst heikel und sollte in der momentanen Situation nicht unbedingt an die Öffentlichkeit gelangen." Wir haben soviel getan, um einen heißen Krieg zwischen dem Hapes-Konsortium und der Neuen Republik zu verhindern, da wäre es kontraproduktiv, wenn die breite Öffentlichkeit von einem Netzwerk eines seit Jahrtausenden toten Sith-Lords erfährt, dass in der Lage ist, die Ionennebel auszudehnen, Nanoviren herzustellen und Klone zu fabrizieren, die in er Lage sind, jeden Beliebigen lebensecht zu imitieren.

    "Geheimnisse kommen früher oder später immer ans Licht! Und es ist besser, wenn diese aus erster Hand bekannt gegeben werden. Nichts hält die Wahrheit auf!", verkündet Vira mit fester Stimme und ich glaube ihr, dass sie wirklich an das glaubt, was sie da sagt. Sie hat keine Ahnung, an was sie da herum schnüffelt und was dabei alles schlimmes passieren kann. Senatoren von Welten, die an das Konsortium angrenzen, wie Onderon, könnten diese Nachrichten dazu verwenden, einen präventiven Krieg vom Zaun zu brechen, wenn sie annehmen müssten, dass jederzeit ihre Welt vom Ionennebel verschluckt werden könnte und wir haben ja an einigen Welten im Vergänglichen Labyrinth gesehen, welch verheerende Folgen das haben kann. Wir sitzen auf einem Gassilo voll Tibanagas und die kleine Reporterin hat das Potential zu einem Thermaldetonator zu werden. Sprich, wenn sie die Wahrheit auf der Spur kommt und diese dann veröffentlicht, haben wir eventuell doch noch einen Krieg.

    "Ich will dir nicht drohen, verstehe mich nicht Falsch, sondern nur eindringlich warnen. Aber du rührst hier an Dingen, die mehrere Nummern zu groß sind und dich töten können. Die ein Potential haben, einen Flächenbrand auszulösen. Mein Rat, verlasse das Vergängliche Labyrinth und suche dir eine andere Geschichte, die dich nicht umbringen wird", teile ich ihr zum Abschied mit. Aber ich merke, dass ich mit meinen Worten ihre Neugier nur noch mehr anfache. Die Wahrheit ist wahrlich ein gefährliches Gut in diesen Zeiten.

    Shaka kommt zurück und hat nicht vor, jetzt schon zu gehen. Ich dagegen schon. Die Reporterin ist mir sympathisch, aber ich fürchte, sie wird hier ihr Ende finden. Oder ich darf sie retten. Kann durchaus auch passieren. Das war für heute recht viel und ich treffe Lyn, die aus der Ferne über Tory wacht, die verzweifelt versucht, bei jemanden Arbeit zu finden.

    "Das wird kein gutes Ende mit ihr nehmen", unke ich zu Lyn, die offensichtlich auch einen Narren an Tory gefressen hat.

    "Die Kleine ist Zäh. Die wird sich schon noch machen", erwidert die Twi´lek und ich schüttle nur den Kopf. In meiner Wohnung werfe ich mich erst einmal auf das Sofa und lehne mich zurück. Das ist heute alles nicht gut gelaufen. So einen beschissenen Tag hatte ich schon seit Monaten nicht mehr. Das ganze hat die betrüblichen Dimensionen von unserem Einsatz von Cyphera, wo wir einen zweiten Anlauf brauchten, um noch Erfolgreich zu sein. Da hat auch wenig am Anfang geklappt. Ich schenke mir einen corellianischen Whiskey ein und versuche meine Gedanken zu ordnen. Dann bekomme ich noch eine Nachricht, dass ich mich morgen früh noch mit Silvana treffen muss, um ein paar Detailfragen zu klären. Wahrscheinlich hat das aber eine tiefere Bedeutung und es geht um die Aktivitäten von Crimson Dawn.

    "Du hast aber eine miese Laune", meint Eloy, als sie auch nach Hause kommt. Fraglich, wie lange das noch unser zu Hause sein wird.

    "Vielleicht wäre es wirklich sinnvoller gewesen, einfach alles stehen und liegen zu lassen, die Credits zu nehmen und zurück nach Corellia zu fliegen", meine ich zu ihr und erzähle ihr dann die neusten Entwicklungen mit Crimson Dawn, den Piraten, die Nanoviren, den Hutten Wattoo, die quirlige Reporterin Vira Oquai und alles was in den letzten Stunden so alles auf mich eingestürzt ist. Und dann noch diese verdammte freche Göre mit dem Namen Tory, die mich wirklich wütend macht.

    "Eigentlich kann dir Tory egal sein, eine unbedeutende Hackerin. Wenn sie es nicht getan hätte, wäre es jemand anders gewesen, die die Informationen an die Piraten weiter gegeben hätte", versucht Eloy mich etwas auf ihre ungelenke Art aufzumuntern.

    "Das ist genau die Art von Argumentation, die ich hasse. Wenn ich es nicht getan hätte, dann halt jemand anders. So hat auch diese kleine hinterlistige Göre argumentiert. Es wäre besser gewesen, sie den Piraten zu überlassen. Das wäre eine poetische Strafe gewesen."

    "Das meinst du nicht wirklich Ernst", erwidert Eloy, die sich mir gegenüber hinsetzt.

    "Doch, irgendwie schon. Dieser Vigor Pharos hätte sie vielleicht eine Zeitlang beschützt, aber ich glaub nicht, dass sie auch nur halb so gut ist, wie sie denkt. Das System von Sektor I zu hacken ist nichts besonderes wenn man bedenkt, dass dort keiner wirklich Erfahrung auf dem Gebiet der Cybersicherheit hat. Die wäre schnell auf dem Boden der Tatsachen gelandet und wäre dann bei den Huren gelandet", erwidere ich verbittert.

    "Es ist aber nicht Tory, um die es dir wirklich geht, nicht wahr?", stochert meine kleine Schwester weiter.

    "Doch, es ist Tory, die mit ihrem Verhalten drei Besatzungen in den sicheren Tod oder in die Sklaverei geschickt hat. Die dafür gesorgt hat, dass drei Schiffe geentert wurden. Und das schlimmst ist, die ist nicht so naiv zu glauben, dass den Besatzungen dabei nichts passiert. Sie hat genau gewusst, was sie da anrichtet und es ist ihr schlicht egal. Und das macht mich einfach verdammt wütend! Als ob ich nicht noch andere Probleme hätte", schimpfe ich mir meinen Frust von der Leber weg.

    "An wen erinnert dich Tory?", bohrt Eloy weiter, ohne auf meine Worte einzugehen.

    "Etwas an mich, kurz nachdem ich endlich aus der Roten Arena fliehen konnte. Da war ich eine Zeitlang auch mit meinem Leben äußerst unzufrieden und so ziemlich auf jeden wütend. Auf Papa, weil er es alleine noch nicht einmal geschafft hat, mich ohne fremde Hilfe aufzuspüren. Obendrein hat er noch eine andere Frau geheiratet. Auf die war ich auch wütend. Auf die CBF, weil ich zuerst wie jeder andere auch einen Durchlauf durch verschiedene Stationen machen musste. Und allgemein auf die gesamte Galaxis. Ich kann Tory bis zu einem gewissen Grad verstehen. Und auch ich habe schlimme Dinge getan. Aber wenigstens habe ich meine Opfer selber getötet!", stelle ich klar.

    "Das ist es nicht, Lyra. Das ist es nicht. Stelle dich deinen Gefühlen. Wem gilt deine Wut wirklich?", fragt Eloy eindringlich. Mit ihren Machtsinnen kann sie wohl tiefer blicken als es mir selber möglich ist. Ich schließe die Augen und ein Bild kommt in mir hoch.

    "Es ist Mama, an die Tory mich fatal erinnert!", bricht es aus mir heraus und dann kommen die Tränen.

    Nakagos wirre Gedanken

    Ich fürchte, diese kleine Reporterin wird uns noch viel Ärger bereiten. Oder uns weiter helfen. Mein Tipp wäre, zuerst bereitet sie uns eine Menge Ärger, dann gibt es die wichtige Info, die uns weiter bringt.
    Das Schwinden, die ersten drei Bände:
    http://www.gw-fanworld.net/showthread.php?t=133515

  5. #225
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    Herf

    "Es ist Mama, an die Tory mich erinnert!", stoße ich schluchzend ein weiteres mal hervor.

    "Wie kommst du den darauf?", fragt Eloy mich nun doch überrascht. Offensichtlich hat sie eine andere Antwort erwartet. Vielleicht dachte sie, Tory würde mich an sie erinnern. Aber meine Schwester musste um zu überleben sich anpassen und dabei schlimme Dinge tun. So wie ich auch in der Roten Arena. Tory dagegen hat ihre Untaten ohne wirkliche Not begangen. Langeweile und ein eintöniges Leben sind nun mal keine Not!

    "Es hat lange gedauert, bis ich begriffen habe, wer Hylia Askana wirklich war. Sie ist nicht die treusorgende Mutter gewesen, wie wir immer dachten." Ich habe mich halbwegs wieder im Griff und kann ohne zu heulen reden.

    "Das verstehe ich jetzt nicht ganz. Meinst du ihre geheimen Aktivitäten auf Nar Shaddaa?" Eloy macht einen deutlich irritierten Eindruck. Sie war damals eben noch sehr klein und hat wenig von dem mitbekommen, was außerhalb ihrer kleinen Welt passiert ist.

    "Nicht nur, kannst du dich an die Geschichte erinnern, warum wir auf Nar Shaddaa waren, die ich dir als kleines Kind immer wieder erzählte?"

    "Klar, die vom bösen alten Mann auf Coruscant, der immer schlechte Laune hatte", bestätigt Eloy mit einem lächeln im Gesicht. Ich wische mir die Tränen aus den Augen und konzentriere mich nun auf das wesentliche.

    "Genau und warum wir Corellianer etwas dagegen tun mussten. Und wie Mama und Papa Snacks an die Streikenden verteilt haben. Diese Geschichte habe ich auch immer von Mama gehört bekommen, aber sie hat einige Details ausgelassen. Mama war nicht einfach nur eine Streikende, die ein paar Snacks verteilt hat. Sie war zwar kein Führungsmitglied, aber sie war auf Coruscant durchaus bekannt. Für viele war sie ein strahlendes Vorbild, welche trotz ihrer kleinen Kinder an ihren Überzeugungen festhielt und dem Imperium die Stirn bot. Während meiner Zeit in der Allianz kamen immer wieder total Fremde auf mich zu, klopften mir auf die Schulter und erzählten mir, was für eine Inspiration Hylia Askana für sie gewesen war. Mama war vielleicht keine Initiatorin, kein Führungsmitglied im Komitee, aber sie war eine Ikone, ein strahlendes Vorbild für viele", erzähle ich mit bebender Stimme. Wobei ich selbst nicht weiß, ob vor Stolz oder Wut. Von beidem etwas, würde ich mal sagen.

    "Und was macht dich daran jetzt so wütend?", fragt Eloy weiter nach.

    "Du hast nie das alte Corellia gesehen. Du kannst dich nicht an unser Haus in den Bergen erinnern. Es war schön dort, ich hatte ein eigenes großes Zimmer mit einem Balkon. Jeden Morgen kitzelte die Sonne mich wach. Wir hatten ein gutes Leben, unsere Eltern hatte gute Jobs und ein hohen Verdienst. Aber dann hat Mama beschlossen, dass sie sich engagieren muss."

    "Ist es nicht genau das, was sie uns gelehrt hat? Für die Schwachen einzutreten? Für die kämpfen, die nicht selbst kämpfen? Aufzustehen, wen Unrecht geschieht?"

    "Doch, das hat sie uns gelehrt und auch danach gelebt. Aber sie hat auch bewusst das Risiko in Kauf genommen, dass sie mit ihrer Familie in den Untergrund gehen musste. Mama hat immer genau gewusst, was sie tat. Und sie hat auch bewusst unser aller Leben aufs Spiel gesetzt."

    "Und das macht dich jetzt immer noch wütend?", hinterfragt Eloy sanft meine Gefühle.

    "Mich macht wütend, dass sie für ihre Überzeugungen unser Leben vernichtet hat", bricht es aus mir heraus. "Hätte sie klein beigegeben und nichts unternommen, wir hätten ein normales und behütetes Leben auf Corellia gehabt. Niemand hat sie gezwungen, aufzustehen und gegen ein Unrechtsregime zu kämpfen. Und sie war es, die das entschieden hat. Papa war nie so willensstark wie Mama. Sie hat das entschieden und dafür ist sie gestorben. Ist Papa gefallen. Dafür bist du in die Sklaverei verkauft und wurdest vom Imperium zu dem ausgebildet, was du jetzt bist. Und ich wurde zu Tode in der Roten Arena verurteilt", bricht es aus mir heraus. Am liebsten würde ich es heraus schreien, herum toben und etwas zerschlagen, weil ich das so lange stillschweigend mit mir herum getragen habe.

    "Du gibst Mama also die Schuld an dem, was uns widerfahren ist?"

    "Fierfek! Ja, genau das tu ich. Es waren letztendlich ihre Entscheidungen, ihre Taten, ihr Plan, der uns in die Falle geführt hat, die uns alles gekostet hat. Die ersten Tage, nachdem wir zwei getrennt waren, bin ich beinahe verrückt vor Sorge über dich geworden. Ich machte mir solche Vorwürfe, dich nicht beschützt zu haben. Fühlte mich als totale Versagerin. Aber ich war damals gerade mal elf Standardjahre alt. Ich habe getan, was ich konnte und es war leider nicht genug. Es gab Momente in der Roten Arena, da habe ich gedacht, ich würde für mein Versagen dir gegenüber durchaus den Tod verdienen. Die ersten Tage waren die Schlimmsten, da wurden die Ungeschickten, Schwachen und Lernunfähigen in grausamen Tests ausgesiebt. Die meisten starben dabei recht qualvoll. Mir hat da keiner geholfen, jeder war sich selbst der Nächste. Ich war so allein und so voller Angst." Meine Stimme versagt, da gegen meinen Willen einige Bilder wieder hochgespült werden, von denen ich glaubte, sie schon längst vergessen zu haben. Ich kann dazu die markerschütternde Schreie hören. Kann das Blut, den Kot, das Urin und die Innereien wieder riechen. Der Tod ist so würdelos. Eloy steht auf, kniet vor mir nieder und nimmt meine Hände in die ihre.

    "Du hast nicht versagt! Du hast mich bis zuletzt beschützt und warst dabei so unglaublich mutig! Ich mache dir jetzt und auch nicht davor je einen Vorwurf gemacht. Es war nicht deine Schuld! Lass die Vergangenheit ruhen, hake sie ab, blicke nach vorne. Geschehen ist geschehen, dass können wir nicht mehr ändern. Und was Mama betrifft. Ich habe sie als aufrechte Person in Erinnerung, die so gelebt hat, wie sie es uns gelehrt hat. Sie und auch du haben mich gelehrt, was es heißt, ein Corellianer zu sein. Niemals aufgeben, immer wieder aufstehen, anderen helfen, nach vorne sehen. Mama konnte nicht wissen, was uns widerfahren wird. Das konnte niemand!" Ihre Stimme ist eindringlich und doch auch tröstend. Nach ihrer Rede setzt sie sich neben mich und nimmt mich in den Arm. Eigentlich sollte ich sie trösten, weil ich die Ältere bin. Aber ich nehme ihre Hilfe an, weiß ihre Geste zu schätzen und zum ersten mal seit dem Tod meiner Mutter fühle ich mich in ihren Armen geborgen und geschützt. Langsam verraucht meine Wut auf Tory, auf Mutter und auch auf mich. Eloy hat recht, Mama hat so gelebt, wie sie es uns selbst immer gepredigt hat. Sie war niemand, der Wasser predigt und Whiskey trinkt. Ich denke, Mama war vielleicht die mutigste Person die je kennen gelernt habe. Sicherlich hatte sie auch ihre Fehler, aber sie hat alles für ihre Überzeugungen gegeben. Ihr Leben und auch uns. Das ist der Preis, den man bezahlt, wenn man den Sith die Stirn bietet. Und letztendlich war es nicht umsonst.

    "Danke, Eloy!", bedanke ich mich bei meiner Schwester, als ich den uralten Ballast endlich abwerfe und nun nach vorne blicken kann, ohne einen gigantischen Klotz aus Schuld, Wut und Angst mit mir herum zu schleppen. Zuerst habe ich Eloy vor sich selbst gerettet, jetzt hat meine Schwester das gleiche mit mir getan.

    "Bitte Lyra, dass habe ich gerne gemacht."

    Nakagos wirre Gedanken

    Diese Sequenz haben wir nicht ausgespielt, aber ich fand es passend, hier mal Lyra zusammen brechen zu lassen und über ihre Vergangenheit zu reflektieren.
    Das Schwinden, die ersten drei Bände:
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  6. #226
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    Isk

    Am frühen Vormittag treffen wir uns mit Silvana und ihrer Chefin im VIP Bereich von Nilvax Bar. Die hochrangige Vertreterin der "Erstgeborenen" ist die wohlbekannte Fechterin Neira Velcoum, für deren linke Hand es ein fünfstelliges "Kopfgeld" oder ihrem wohl eher ein "Handgeld" gibt. Ich schätze sie mal um die vierzig Jahre alt und in ihrem Wehrgehänge baumelt neben einer schweren Blasterpistole ein ebenso reich verziertes Vibroschwert hapanischer Bauart. Nach dem schnellen klären von ein paar Detailfragen über den immer noch stattfindenden Ausbau der Südspindel kommen wir schnell zum Thema Crimson Dawn.

    "Viel könnt ihr momentan nicht beitragen mit einer E-9, zwei Lambda Shuttles und einem ganzen Manteljäger", besonders das Wort Manteljäger betont sie so, als würde man einen herzigen Welpen beschreiben. Die haben angeblich fünfzig Schiffe in ihrer Flotte, wir vier. Schon klar, dass wir nicht gerade auf Augenhöhe sind. Besonders da wir noch nicht mal eine reguläre Crew für die Shuttles haben.

    "Wo die herkommen, gibt es noch mehr", meine ich unverbindlich, da ich keine Schiffe konkret versprechen kann, die noch nicht gekauft sind.

    "Etwas mehr wäre in der Tat angebracht. Sonst sehen wir uns gezwungen, für Sybal den gleichen Tribut zu fordern wie diese Emporkömmlinge von Crimson Dawn", meint die berühmte Duellantin trocken.

    "Wie gesagt, wir arbeiten schon daran, unsere Feuerkraft zu verstärken", gibt Shaka ihren Senf dazu.

    So bleiben die Verhandlungen erst einmal sehr vage, bekommen aber signalisiert, dass wenn wir mehr Schiffe aufbieten, sie uns auch entgegen kommen würden. Also sind sie schon mal umgänglicher als Crimson Dawn. Es könnte schlimmer sein, aber auch besser. Nach unserem Besuch auf Nar Shaddaa wissen wir mehr. Wir versichern uns gegenseitigen Respekt und machen aus, dass wir uns melden, wenn wir mehr Schiffe haben. Und Schiffe allein gewinnen auch keine Schlachten, sondern die Männer, Frauen und Droiden hinter den Geschützen, Pilotensesseln und im Maschinenraum.

    Nun heißt es die letzten Vorbereitungen für unseren Ausflug nach Nar Shaddaa zu treffen. Also gehen wir auf den Markt und kaufen typische Waren des Hapes-Konsortium ein, die hier relativ günstig zu haben sind. Damit bekommen wir den Großteil das Laderaums voll. RD-79 ist jedenfalls vollauf beschäftigt, die Ware zu verstauen. Das macht dem Droiden sichtlich Spaß seit langer Zeit mal wieder richtig gefordert zu sein. Unserer Reparaturteams haben inzwischen ganze Arbeit geleistet und die "Vanguard" erstrahlt in neuem Glanz.

    Bei der zweiten Fuhre mit einem Frachtskiff vom Markt zum Hangar gibt es einen kleinen Tumult und ich kann sehen, wie aus Eloys Hand grüne Blitze schießen, die einen flüchtigen Taschendieb zu Boden werfen. Der wird kurz von einer grünen Korona umhüllt, bleibt dann lebend vor sich hin zuckend liegen. Zwei der Drallbrüder begleiten wie üblich meine kleine Schwester und schleifen den kleinen Tunichtgut einfach über den Boden in Richtung der Arrestzellen. Da nur Durchreisende dem Spektakel Aufmerksamkeit schenken, scheint meine kleine Schwester diese Kraft schön öfters eingesetzt haben, da die Einheimischen dem keine weitere Beachtung schenken. Das ist nicht Gut! So eine Art von Aufmerksamkeit können wir alle hier nicht brauchen, schon gar nicht meine kleine Schwester. Ich spreche sie darauf an, meint aber nur lakonisch, dass dies ihre Sache sei, wie sie ihre Kräfte einsetzt und nicht. Das mag sicherlich stimmen, aber so eine öffentliche Zurschaustellung von Macht kann auch nach hinten los gehen.

    Schließlich ist auch die dritte Fuhre an Waren verladen und viel mehr Platz haben wir auch nicht mehr auf der "Vanguard", ganz abgesehen davon, dass Scav auf einen baldigen Aufbruch drängt, da unser Zeitfenster nicht berauschend groß ist. Just in dem Moment kommt meine Schwester um die Ecke und hat was dabei, was sie uns zeigen muss.

    "Schaut mal, was ich hier in einem Raumschiff gefunden habe. Ein blinder Passagier!", meint sie mit einem breiten grinsen und zerrt am Ohr haltend eine äußerst unwillig wirkende Tory hinter sich her.

    "Hat wohl doch nicht so ganz geklappt, einfach mal so legale Arbeit zu finden", meint Lyn schnippisch.

    "Vergiss nicht, Kleines, ich hab dich lieb!", meint Shaka und mir klappt die Kinnlade herunter. Manchmal schafft selbst Shaka noch, sich zu unterbieten.

    "Danke, Mama, darauf habe ich schon lange gewartet", antwortet Tory und zeigt Shaka den Stinkefinger. Inzwischen habe ich die Herrschaft über meine Wangenmuskeln wiedererlangt und meinen Mund geschlossen. Wobei mich Torys freche Aktion mit dem Finger doch zum schmunzeln bringt.

    "Was soll ich mit ihr machen?", fragt nun Eloy und schaut mich dabei an.

    "Ist noch eine Arrestzelle frei?", stelle ich eine Gegenfrage.

    "Aber klar doch", meint Eloy immer noch grinsend.

    "Dann packe Tory da rein, bis wir wiederkommen", meint Shaka und wendet sich direkt an Tory: "Das ist nur zu deinem Besten."

    "Aber sicher doch, geliebte Frau Mama!", meint Tory und macht ein erbrechendes Geräusch. Irgendwie ist Tory schon amüsant auf ihre ganz eigene Art. Dann fällt mir wieder ein, dass sie ohne mit der Wimper zu zucken drei Frachtschiffe ans Messer geliefert hat und dann ist das Ganze hier nicht mehr wirklich lustig. Auch scheinen die anderen vergessen zu haben, dass diese kleine Göre auf höchst kreative Art versucht hat uns zu töten. Und hätten ihre Kameraden sie nicht in einem Anfall gesunden Menschenverstandes überwältigt, hätte es Tote gegeben. Und ich bin nicht wirklich sicher, was eher eingetreten wäre, die Tötung von Tory durch uns oder ob der Bohrer uns wortwörtlich zermalmt hätte. Ich bin nicht sicher, was die anderen jetzt so in ihr sehen, was besonders Schützenswert wäre.

    Auch wenn inzwischen meine Wut verraucht ist und ich wieder klarer sehen kann, Tory halte ich immer noch für eine rücksichtslos und selbstsüchtige Verbrecherin, die bereit war, zu töten. Ob sie sich ändern kann und wird? Ich weiß es nicht, manche Wesen sehen ihre Fehler ein, ziehen Lehren daraus und entwickeln sich weiter. Ob Tory dazu gehört? Die Zeit wird es zeigen. Oder sie findet einen Weg, uns alle zu töten.

    "Gute Reise euch allen und kommt an einem Stück wieder nach Hause", wünscht meine kleine Schwester und zeiht Tory nun einfach mit. Nun können wir uns um die wichtigen Sachen in unserem Leben kümmern.

    "Bleib sauber und mach nichts, was ich nicht auch machen würde!", rufe ich Eloy nach und sie winkt mir mit der freien Hand. "Euch ist schon klar, dass es mit Tory wohl kein gutes Ende nehmen wird?"

    "Das kannst du gar nicht wissen. Ich mag die Kleine, dass wird schon noch", meint Shaka optimistisch. Nun ja, vielleicht sehe ich das ganze auch zu schwarz. Aber ich denke, wir haben genug Probleme, um die wir uns kümmern müssen und brauchen da nicht noch einen aufmüpfigen Teenager, der nur Scherereien bedeutet. Die Ladung ist verstaut, die Tanks voll aufgetankt und es kann losgehen.

    Wie üblich begebe ich mich zu Sitz des Copiloten und mach mit Lyn den Checkup. Alles System laufen nominal und zu unserer vollkommenen Zufriedenheit. Die "Vanguard" hebt ab und ich ziehe die Landestützen ein. Unsere E-9 gleitet mit surrendem Repulsorliftantrieb aus dem Hangar und wir sind im freien Raum, wo wir auf die Unterlichttriebwerke umschalten. Zügig entfernen wir uns von Nilvax Station und ich frage mich, ob wir diese wieder sehen werden. Das Vergängliche Labyrinth leuchtet in seinen bläulichen Farben des Ionennebels. Skav hat den Kurs berechnet und wir den Sprungpunkt erreicht. Wir treten in den blauen Tunnel ein. Nach einem kurzen Flug treten wir an der Mynaros Station aus dem Hyperraum wieder hinaus. Diese ist immer noch Sperrgebiet und wir nehmen die nächste Etappe von hier aus nach Onderon in Angriff. Seit über einem Jahr verlassen wir nun das Vergängliche Labyrinth und sind wieder in unserer Heimat. Wir haben einiges von unserem Geld dabei, da wir vorhaben, groß in Nar Shaddaa einzukaufen. Es ist eine Tatsache und auch Sprichwörtlich: Wenn man es auf Nar Shaddaa nicht kaufen kann, dann kann man es nirgendwo kaufen. Hier bekommt man so ziemlich alles. Unter anderem auch das was man braucht um einen Krieg zu gewinnen.

    Nach Onderon drehen auf die Untere Lantillian Route ein, nehmen wir Kurs auf Umbara, dann passieren wir Kashyyyk, die berühmte Heimatwelt der Wookiees. Von hier aus ist es nur noch ein Tookasprung bis in den Huttenraum. Unsere E-9 kann endlich mal ihr überlegenes Hyperraumtriebwerk zur Geltung bringen. So lange waren wir noch nie mit ihr im Hyperraum und die "Vanguard" spult die Parsec nur noch so herunter.

    Nakagos wirre Gedanken

    Unsere erste große Reise mit der E-9. Endlich kommt der wirklich gute Hyperraumantrieb zur Geltung. Und wir fliegen an einige der bekannteren Welten des Star Wars Universums vorbei, was auch nicht schlecht ist. Tory hat auch hier ziemlich viel Raum eingenommen. War aber teilweise schon sehr lustig, wie unser SL sie gespielt hat. Freche Gören liegen ihm einfach.
    Das Schwinden, die ersten drei Bände:
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  7. #227
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    Rollenspiele

    Jenth

    Wir werden recht früh von Flugkontrolle von Nar Shaddaa angefunkt und bekommen einen Anflugvektor übermittelt. Zuerst trudeln im Milisekundentakt Angebote für Stellplätze und Landeplattformen ein, die Daten flimmern schließlich in einer selbst für Scav unlesbaren Geschwindigkeit über das Display. Dann bekommen wir von Wattoo, natürlich nicht direkt von ihm selbst, einen Landeplatz zugeordnet und danach kommen keine Angebote mehr, was uns aller Nerven schont.

    Von oben betrachtet hat Nar Shaddaa sich nicht verändert, immer noch der vollkommenen zugebaute Mond, Coruscant kleiner bösartiger schmutziger Bruder, wie dieser Mond auch gern genannt wird. Für Wesen sinis+trer Gesinnung das Paradies, für alle die nicht genug Credits haben oder ein Sklavenhalsband tragen, die Inkarnation der Hölle. Ich hätte nie gedacht, dass ich noch einmal freiwillig zu diesem Ort zurückkehren werde. Anfangs war ich erpicht darauf, hier nach Eloy zu suchen oder eben dabei zu helfen. Jetzt ist da nur noch der Ort, wo meine Mutter getötet und ich von meiner kleinen Schwester getrennt wurde. Und natürlich ist dies auch der Schauplatz meiner Kämpfe in der Arena gewesen. Ich hoffe nur, dass die Hutten nicht wirklich nach mir suchen lassen. Offiziell gab es nie eine Flucht, weil aus der Roten Arena noch nie jemand erfolgreich fliehen konnte und ich hoffe mal, dass dieser Nimbus nicht dadurch gefährdet wird, dass man Jagd auf mich macht.

    Der orbitale Raum um Nar Shaddaa ist voll von Raumschiffen jeder Größe und Bauart. Mehrmals passieren wir andere Schiffe in unter hundert Schritt Entfernung und das ist ziemlich knapp. In großer Anzahl sind Gruppen von HH-87 Starhopper Sternenjäger zu sehen, die wohl am weitest verbreiteten Jäger im Huttenraum. Diese behäbig wirkenden, schwer gepanzerten Raumschiffe sind wie Manteljäger auch vollkommen Atmosphären tauglich und verfügen sogar serienmäßig über einen schnellen Hyperraumantrieb. Allerdings sind sie mit zwei Serienmäßig verbauten leichten Lasergeschützen unterbewaffnet, können aber Problemlos mit Protonentorpedowerfern oder Erschütterungsraketen nachgerüstet werden.

    Wir beginnen nun mit dem Landeanflug und die Oberfläche des Mondes scheint uns regelrecht anzuspringen. Selbst aus großer Höhe sind die riesigen Sternenkratzer zu unterscheiden. Wer an der Spitze lebt, gehört zu den Superreichen. Je weiter es nach unten geht, desto erbärmlicher geht es zu. Riesige Reklametafeln preisen alles mögliche an. Von ganz legalen Gleitern bis hin zu Drogen, Waffen und Kybernetischen Ersatzteile.

    Schließlich landen wir auf einer Plattform in einem mittleren Segment eines Sternenkratzers. Die Unterseite ist eine Reklametafel für einen Sklavenhändler. Schon an der offenen Schleuse weht uns der Gestank dieser Welt entgegen. Wenn man darauf lebt, gewöhnt man sich mit der Zeit daran, aber nach so langer Abstinenz trifft es mich wie ein Schlag. Mein Magen krallt sich regelrecht zusammen und für einen kurzen Moment glaube ich mich wieder als Kind in der Roten Arena wieder zu finden. Aber dieser Eindruck verflüchtigt sich so schnell wie er gekommen ist. An der Wand öffnet sich zischend eine Tür und Quilan erscheint in Begleitung von zwei Söldnern. Beide sind schwer gerüstet, bewaffnet und gut ausgerüstet. Einer ist ein Weequay mit dem seinem Volk so typischen Blasterlanze, der andere ist ein Rodianer, der ein kompaktes schweres Blastergewehr trägt.

    "Schön das ihr es habt einrichten können, unseren geliebten Meister Wattoo in seinem prächtigen Palast zu besuchen", begrüßt uns der Twi´lek auf seine typische Art und hochgestochene Sprechweise, die mich irgendwann in den Wahnsinn treiben wird. Aber ich denke, bevor das passiert, stopfe ich sein Mundwerk mit einem seiner Lekku.

    "Sieht nicht so prächtig aus", merke ich an.

    "Dummerchen! Das ist ja auch nicht der prächtige Palast unseres geliebten Meisters, des großen und von seinen Feinden gefürchteten Wattoo!", macht mich Quilan auf diesen Umstand aufmerksam. Mit seiner Zurechtweisung macht er das Szenario, dass er bald an seinem eigenen Lekku erstickt, etwas wahrscheinlicher. Ich blicke Lyn von der Seite an und sie zuckt mit den Schultern. "Ich war nie in dessen Bude, keine Ahnung wo der haust."

    "Folgt mir doch bitte, da unser geliebter Meister, der große Wattoo, schon höchst sehnsüchtig auf euch alle wartet, um endlich zu glorreichen Taten schreiten zu können."

    "Na dann", meine ich verhalten und frage mich, warum wir dann abseits gelandet sind, wo dieser Wattoo doch so sehnsüchtig auf uns wartet. Wir betreten das Gebäude und nehmen einen verdreckten Turbolift nach unten. Nach der Fahrzeit schätze ich mal, wir sind nun etwas zwischen fünfhundert und tausend Schritt tiefer. Nach einem Gang mit sich automatisch öffnenden Schott erreichen wir eine Plattform, wo zwei Skiffs und weitere Bewaffnete auf uns warten. Insgesamt zehn Mann unterschiedlicher Rassen. Ihnen ist allen die gute Ausrüstung und ein professionell wirkendes Verhalten gemein. Quilan, zwei Söldner und wir nehmen das eine Skiff, dass andere beherbergt die restlichen Kämpfer mitsamt Edna, der von uns getrennt wird. Das schlanke Skiff hat nur einen Sitzplatz für den Piloten, der Rest kann sich auf der offenen Fläche am Geländer festhalten, da jemand die durchaus übliche mittige Bank entfernt hat. Wahrscheinlich werden hier entweder hauptsächlich Waren transportiert oder Wattoo will es seinen Gästen nicht besonders bequem machen.

    "Haben wir mit einer bewaffneten Opposition zu rechnen?", frage ich Quilan und behalte wachsam die Umgebung im Auge. Ich nehme einfach mal an, dass diese Eskorte nicht nur dazu dient, uns einzuschüchtern. Die Skiffs nehmen fahrt auf und steigen etwas in der Höhe. Ich blicke nach unten und kann den Boden nicht erkennen. Wer hier fällt, hat einen sehr langen Weg nach unten vor sich, bis er schließlich auf den harten Tatsachen landet. Ich bin äußerst froh über den Umstand, dass ich mein Jetpack auf dem Rücken mit mir herum trage. In einer solchen Situation ist das ein äußerst beruhigender Gedanke.

    "Das ist nur eine simple Vorsichtsmaßnahme, da es doch ein paar missgünstige Subjekte gibt, die unserem geliebten Meister Wattoo auf wirklich gar üble Weise gesonnen sind."

    "Ahaaaa!", meine ich dazu nur. Wir können hier nicht offen reden, aber ich schätze mal, Ärger ist im Anflug. Kaum habe ich den Gedanken zu Ende gedacht. Sehe ich eine Rakete auf unser Skiff zufliegen. Den Abschusspunkt kann ich nicht lokalisieren, könnten aber von einem der vielen anderen Gleitern oder Skiffs auf uns abgefeuert sein. Oder von einem Gebäude. Das geht so schnell, dass ich gerade als ich "Rakete! Ein Uhr!" rufen will, wir schon getroffen werden. Der Flugkörper schlägt im hinteren Drittel unten in den Rumpf ein. Genau da steht Quilan und die beiden Söldner, von denen einer das Skiff gesteuert hat. Alle drei sind sofort tot, während scharfkantige Trümmerteile auf meine Rüstung prasseln. Unmittelbar darauf giert das Skiff steuerlos nach links und kippt in genau diese Richtung. Scav und Shaka werden über Bord geschleudert. Sofort reagiere ich und erwische gerade so noch den ausgestreckten Arm von dem Droiden. Sein immenses Gewicht zerrt mich ebenfalls in die Tiefe. Mit der freien linken Hand bekomme ich das Geländer zu fassen und halte mich fest. Ein starker Ruck und ich habe Scav vor dem Abstürzen bewahrt. Da meine Rüstung teilweise die Wucht auffängt, kugel ich mir auch nicht das Schultergelenk aus. Aber auch wenn ich fest halte, gibt das Geländer nun nach und wird aus der Verankerung gerissen. So werden wir nun beide vom Skiff geschleudert. Aber das ist nicht so schlimm, denn das Skiff rast gerade unkontrolliert auf die nächste Hauswand zu. Lyn bleibt nichts anderes übrig als mit Shaka über Bord zu gehen, bevor dies sie an die Wand klatscht.

    Das Skiff rammt die Hauswand und zerschellt in mehrere große Trümmerteile, die nun nach unten regnen. Dort an der Gebäudewand sind in regelmäßigen abständen Reklametafeln angebracht, in die nun auch die beiden Twi´leks krachen. Derweil habe ich das Jetpack gezündet und sacke kontrolliert in die Tiefe. Die Triebwerke des Jetpack heulen protestierend auf, da Scav zu viel Zusatzgewicht auf die Waage bringt. Ich kann einen großen Balkon mit einem Becken ausmachen, der mit einer braunen Flüssigkeit gefüllt ist. Zwei insektoide Wesen stehen am Rand und rühren dort herum. In dieses Becken fallen die beiden Twi´leks, was die beiden Insektoiden nicht so lustig finden und in einer mir unbekannten Sprache auf die beiden Damen ein brüllen. Irgendwie scheinen die nicht zu begreifen, dass Humanoide nicht freiwillig in diese Brühe springen, um darin ein Schönheitsbad zu nehmen. Ich schaffe es dort auf dem Laufsteg mit Scav zu landen und bin froh wieder festen Boden unter den Füßen zu haben. Wäre die Rakete nur ein paar Meter weiter vorne eingeschlagen, ich wäre jetzt nicht mehr hier. Das ist mir durchaus bewusst und ich kann mich glücklich schätzen, noch am Leben zu sein. Nar Shaddaa bringt mir einfach kein Glück.

    Derweil hat das zweite Skiff die Angreifer verscheucht oder gar vernichtet. Auf alle Fälle ist das Gefecht vorbei, da ich die Angreifer weder tot oder lebendig entdecken kann. Das war jetzt knapp gewesen. Fluchend arbeiten die beiden Mädels sich aus dieser braunen Brühe heraus.

    "Ihr seht echt Scheiße aus", meine dazu nur, was die nicht witzig finden. Ist es ja auch nicht. Auf alle Fälle ist das wirklich ein beschissener Anfang. Und ich bin sicher, es wird noch schlimmer kommen. Denn das ist immer so, wenn man es mit verdammten Hutten zu tun hat!

    Nakagos wirre Gedanken

    Das Bad in der brauen Brühe fanden die Spieler der beiden Twi´lek Damen nicht amüsant, alle anderen am Tisch schon. Und wieder sind wir auf Nar Shaddaa, einer der berüchtigsten Welten des Star Wars Settings, auch wenn es nie in einem der Filme vorkam. Hier schließt sich auch ein Kreis, da die Geschichte ja auf diesem Mond begonnen hat.

    Sitzung gespielt am: 30.03.2019
    Anwesende Spieler: Lyra, Scav, Shaka, Lyn,
    Erfahrungspunkte: 15 EP + 10 EP von letzter Sitzung + 20 EP von Reduzierung von "Tödlicher Präzision" also 45 EP auf dem Konto.

    Beute: hm, nix, aber 10 500 Credits Gewinn aus Handelswaren.

    Getötete und überwundene Gegner: Tatsächlich niemand. Außer die arme Tory, mit einem Betäubungsschuss nieder gestreckt.

    Gruppenwert:
    Diplomatie: 425
    Schmuggel/Handel: 500
    Militär: 500

    Resümee: Vor dem Spiel hatten wir eine längere Diskussion über das Balancing, bzw. das eben nicht vorhandene Balancing des Spiels. Nach etwas hin und her wurde der Automatikmodus so belassen, wie er bis jetzt gehandhabt wurde, da unser SL das nicht so als Problem wahrgenommen hat. Es bleibt wie in den Regeln, bzw. mit Ansage der Trefferverteilung schon vor dem Würfeln.

    Die Rüstungsaufwertung "Cortosisgeflecht" schützt nicht mehr komplett vor Durchschlag und Panzerbrechend, sondern halbiert sie nur noch, was es deutlich entschärft. War zwar mit 10 000 Credits und zwei Hardpoints recht teuer, aber dafür einfach zu effektiv. So ist es auf alle Fälle etwas fairer.

    Am meisten Umkämpft war die "Tödliche Präzision", da besonders Shaka davon überdurchschnittlich stark profitiert hat. Wurde zuerst von dem Spieler versucht es durch Erschöpfung zu regulieren oder es für die komplette Begegnung durch einen Schicksalspunkt zu aktiveren. Beide Vorschläge wurden abgelehnt, da Erschöpfung besonders durch einige seiner Fertigkeiten sehr leicht abgebaut werden kann, Lyra kann das ebenfalls. Auch Vorteilsymbole können zu leicht in Erschöpfungsabbau umgewandelt werden. Und für ein Schicksalspunkt ist die Aktivierung für die gesamte Begegnung zu stark und für einmal aktivieren zu teuer. Letztendlich wurde mein Vorschlag angenommen: Einmal pro Begegnung kann es nach einem Treffer als Freie Aktion für zwei Erschöpfung aktiviert werden. Ist von den Punkten nun deutlich zu teuer, bin gerade am verhandeln, nun die Kosten für dieses Talent entsprechend zu senken. Und es wird nun um 10 Punkte gesenkt. Hatte zwar eine generelle Reduzierung auf zehn Punkte vorgeschlagen, da es einmal 25 und dann 20 Punkte gekostet hat.

    Ich hoffe, dass diese Maßnahmen die Kämpfe wieder ansprechender und spannender machen. Mal sehen, was sich daraus entwickelt. Konnten das leider während der Sitzung nicht testen, da wir im einzigen Kampf mit herunter fallen beschäftigt waren. Das ging recht glimpflich ab, hätte durchaus zu toten SC führen können, da Sturzregeln in dem System durchaus tödlich und auch willkürlich sind.

    Der Anfang verlief etwas holprig und durchaus suboptimal. War ein Fehler, den Namen der "Vanguard" zu verraten, so dass die Piraten eins und eins zusammen zählen konnten. Hat das unvermeidliche aber wohl nur beschleunigt. Fand das aber trotzdem ärgerlich, besonders da dies auf meine Kappe ging. Der zweite Funkspruch war ebenfalls ein Fehler, aber war nicht mein Fehler, da ich ausdrücklich davon abgeraten hatte. Blöd gelaufen. Aber wohl vom Plot her auch so vorgesehen.

    Bin froh, dass wir dann Inplay die Sache haben ausdiskutieren können und zusammen dann einen praktikablen Plan aus klamüsert haben. Das war eine recht lange Diskussion. Auf die vereinigte Flotte zu treffen war dann schon ein Schock. Letztendlich blieb uns nichts anderes übrig, als das Angebot von Crimson Dawn anzunehmen, weil man das nicht ablehnen konnte.

    Die Episode mit Tory war dann zwischen nervig und amüsant. Wäre vielleicht das Beste gewesen, sie einfach den Piraten zu überlassen. Ist zwar Nett zu sehen, wie Shaka als "Mama" immer wieder komplett versagt, nimmt aber auch viel Zeit in Anspruch. Bin in der Beziehung durchaus ambivalent. Auch befürchte ich, dass sich die Kleine noch zur Katastrophenauslöserin entwickeln wird.

    Der Strang mit der Reporterin kann ich noch nicht einschätzen, halte sie aber für eine tickende Zeitbombe und ich denke, über kurz oder lang wird deren Schnüffelei unliebsame Konsequenzen haben. Oder die Story vorantreiben Wie man sieht, liebt es unser SL ab und zu kleine quirlige Nervensägen seinen Spielern auf den Hals zu hetzen. Hatte in der Vergangenheit in Shadowrun wie auch in Freihändler mit ähnlich nervigen/amüsanten Charakteren zu tun.

    Irgendwie kriegen wir immer wieder die gleiche Mission mit den Krustenknacker vorgesetzt. Mal sehen, was sich daraus noch entwickelt. Scheint auf alle Fälle auch ein Centerpoint der Kampagne zu sein. Hier kann man sehen, dass das Verpflichtungssystem recht schnell dem SL ermöglicht, die SC dahin zu scheuchen, wo das Abenteuer stattfindet. Ein für den SL äußerst praktischer Mechanismus. So langsam bin ich äußerst neugierig, was uns da genau erwartet und wie das alles miteinander zusammenhängt.

    Die Sache mit der Virusfabrik und dem Heilmittel für die Mynaros Station kommt nicht voran. Bin nicht sicher, warum unser SL da so blockt. Offensichtlich spielt das für später noch eine wichtige Rolle.

    Die Aktionen meiner Schwester mochten zu gefallen. Gerne mehr davon. Auch wenn es nicht wirklich subtil ist, mit Machtblitzen in der Öffentlichkeit herum zu werfen. So blöd sollte Lyras kleine Schwester eigentlich auch nicht sein.

    Es gab lange Diskussionen darüber, wie wir die Piraten von Crimson Dawn kleinkriegen. Die Flotte der Erstgeborenen könnte Abhilfe schaffen. Aber wir werden wohl weiter viel Geld investieren müssen. Anfangs war die Rede davon, eine CR-90 Corvette zu kaufen. 1 200 000 Credits sind eine stolze Summe. Der Knackpunkt, wirklich viel Feuerkraft hat die auch nicht und wir müssten mindesten dreißig Leute anheuern. Mein Favorit wäre ein Gozanti Kreuzer und ein 4R3 als Piratenjäger zu kaufen. Zwar sind beides keine Großkamfschiffe, haben aber Protonentorpedos Standardmäßig geladen. Und der Gozanti kann man mit leichten Turbolasern ausrüsten. Damit können wir dann fünf Schiffe in die Waagschale werfen, auch wenn wir dann noch die entsprechenden Crews auftreiben müssen. Aber das sollte sich bewerkstelligen lassen. Hoffe ich zumindest.

    Lyras Entwicklung: Das einfache zuerst. Durch fleißiges Schreiben sind wieder 50 Seiten zusammen gekommen, also 50 EP zum verteilen beim Rigger. 25 EP kostet das Talent "Verstärkter Rahmen", was ganz unten am in der vierten Spalte zu finden ist. Es gibt der "Vanguard" die Sonderfähigkeit "Massiv". Das heißt, die Schwelle für Kritische Treffer wird um ein Punkt angehoben, was sehr praktisch ist. Das nächste Talent heißt "Angepasste Kühlanlage", findet sich auf der vierten Ebene der zweite Spalte und erhöht die Systembelastung um gleich zwei Punkte. Da das Systembelastungslimit bei den meisten Fahrzeugen bis auf wenige Ausnahmen meist deutliche niedriger ist als die Rumpfpunkte, ist das ein ziemlicher Vorteil. Das dritte Talent wird für 5 EP "Abgehärtet", also zwei zusätzliche Lebenspunkte für Lyra. Nach dem Cortosisgeflecht nicht mehr so gut schützt, ist das sicherlich nicht verkehrt das etwas vorzuziehen. Damit hat Lyra nun satte 23 Lebenspunkte und man kann davon nie genug haben.

    Jetzt kommen wir zum schwierigen Teil. 45 Punkte zum verteilen und damit viele Möglichkeiten. Durch den "Zwang" nun in Richtung Pilot zu gehen und egal welche Klasse ich nun nehme, kostet mich der nächste Baum 60 Punkte. Raumgefechte werden wohl in Zukunft durch den Schwerpunkt von Crimson Dawn auf Raumkampf öfters als bisher vorkommen. Lyn ist immer noch mehr oder weniger auf den Trip unbedingt mit einem Raumjäger durch die Galaxis zu fliegen und damit muss jemand anders die "Vanguard" steuern. Altes Thema, ich weiß. Dem ganzen stehe ich halt ziemlich ambivalent gegenüber. Auf der einen Seite würde ich Lyra gern auf ihre Kernkompetenzen weiter fokussieren, auf der anderen Seite kann es durchaus unglaublich spaßig sein, mit einem Raumschiff im Gefecht herum zu flitzen. Der Knackpunkt ist, dass kann nicht jeder. Für viele Aktionen braucht man nicht unbedingt ein Talent, aber für manche Manöver braucht man eine gewisse Geschwindigkeit und da ist die "Vanguard" mit einem Wert von drei um genau einen Punkt zu langsam. Also ist "Vollgas" überlebenswichtig, um die notwendige Geschwindigkeit zu generieren, um wiederum die wichtigsten Kampfmanöver ausführen zu können.

    Letztendlich kommen da nur Fahrer oder Pilot in Frage. Zum einen will ich Pilot nicht nehmen, weil dieser Beruf in der Gruppe schon vorhanden ist, aber er ist eben wie der Namen schon sagt, der bessere Pilot. Der Fahrer kann ähnliches, aber eben teilweise nur mit Fahrzeugen und nicht mit Raumschiffen. Allerdings kann der Fahrer die wirklich essentiellen Talente schneller erlangen und er hat Coolness als Spezialisierungsfertigkeit. Das hat der Pilot nicht. Auch würde der Fahrer mehr Varianz in die Gruppe bringen, da er auch ein paar Sachen kann, was der Pilot wiederum nicht kann. Allerdings ist es fraglich, ob diese Talente jemals gebraucht werden.

    Der nächste Punkt ist, niemand kann momentan sagen, wie lange die Kampagne überhaupt noch dauert und wann die große Raumschlacht ansteht. Vielleicht in zehn Sitzungen, dass wären etwa 150 bis 200 EP. Vollgas kostet voll ausgebaut beim Pilot 70 EP und beim Fahrer 75 EP. Also nur minimaler Unterschied. Aber die ebenfalls äußerst wichtigen Talente, bzw. dass erlangen dieser Talente wie "Defensive Steuermanöver" und "Schwer zu treffen" kosten beim Piloten weitere 85 EP, beim Fahrer 25 EP, wobei eines schon bei den 75 EP für Vollgas drin ist, also 100 EP zu 155 EP. Darin ist jeweils eine Stufe von begabter Pilot mit drin, die zweite Stufe kostet beim Pilot 5 EP, beim Fahrer 20 EP.

    Auf den Punkt gebracht, der Fahrer liefert schneller, aber der Pilot ist auf längerer Sicht deutlich besser als der Fahrer für einen Raumkampf geeignet. Pilot hat halt noch "Brillantes Ausweichmanöver", "Geborener Pilot", "Flugkünstler" und "(Verbessertes) Eiskalt erwischt". Der Fahrer hat "Vollbremsung". Dazu noch "Fahrkunst" und "Rennfahrer", was halt nur bei planetaren Fahrzeugen was bringt und fast gar nichts im Raumgefecht. Und eben Coolness, was ich unbedingt haben will. Das ist eine schwere Entscheidung, über die ich noch weiter nachdenken werde. Da noch alles in der Schwebe ist, speichere ich die 45 Punkte einfach für später.

    Am Rande des Imperiums – Lords of Nal Hutta

    Da wir nun gerade auf Nar Shaddaa gelandet sind, bietet es sich an, über das dazugehörende Quellenbuch zu schreiben. Lords of Nal Hutta ist der zweite Regionenband des Systems Am Rande des Imperiums und einer von vier insgesamt. Wie alle Regionalbände hat auch dieses 144 Seiten und hat regulär 39.95 Dollar gekostet. Ich habe schon früh für 40 Euro gekauft, inzwischen läuft es auf Amazon so zwischen 55 und 70 Euro. Es ist ganz klar eines der begehrteren Bücher, wobei es bei den Amis deutlich günstiger zu haben ist. Allerdings zahlt man da halt ordentlich Porto und noch Zoll drauf, was es im Endeffekt nur minimal günstiger macht. Das Buch gliedert sich in vier Kapitel.

    Das erste heißt: "Criminal Empires". Der Fluff ist natürlich noch der Alte und auch die Geschichte der Hutten ist zwar schön detailliert aufgezeichnet, aber Dank Disney inzwischen leider mehr oder weniger nicht mehr kanonisch. Danke Disney! Danke Georg! Weiter geht es mit den kriminellen Strukturen und einer detaillierten Beschreibung verschiedener Organisationen, sprich Verbrecherfürsten und deren Klans.

    Ab Seite 30 geht es dann um die kriminellen Aktivitäten im Überblick, vom Sklavenhandel, über Drogengeschäfte zu Glücksspiel und Piraterie. Eigentlich lassen die Hutten kaum was aus, was im großen illegalen Maßstab irgendwie Credits erwirtschaftet. Abschließend noch je ein Unterkapitel über die politischen und geschäftlichen Verbindungen zum Imperium und der Allianz.

    Kapitel II heißt sinnigerweise "Hutt Space" und genau um den geht darin dann auch wenig überraschend. Als erstes wird Nal Hutta vorgestellt, dem Sumpf der neuen Heimat. Ein Abriss über die Geschichte und Profile der typischen Bewohner dieser Welt. Darunter auch drei Hutten in verschiedenen Lebensaltern. Gleich darauf kommt dann Nar Shaddaa zum Zuge, dem ein ziemlich umfangreiches Unterkapitel gewidmet ist. Kein Wunder, ist der Ruf dieses berüchtigten Mondes legendär. Allein hier auf diesem Moloch könnte man eine Kampagne über Jahre am laufen halten, ohne das einem die Themen ausgehen.

    Anschließend geht es weiter mit einigen mehr oder weniger bekannten Welten wie Varl, Saki, Toydaria und einigen anderen mehr oder weniger interessanten Schauplätze des Huttenraumes. Neben geographischen und geschichtlichen Aspekte werden zu jeder Welt mehr oder weniger gefährliche Kreaturen vorgestellt. Unter anderem bekommt man hier nun Werte von jungen und alten Dianoga, wo doch ein mittelalter Dianoga schon in den Grundbüchern Erwähnung findet. Fall in keinen Müllschacht rein, könnte ein Dianoga drinnen sein.

    Am Schluss werden auf zwei Seiten noch ein paar weitere Welten in je einem Abschnitt abgehandelt, darunter Mimban (Solo) und Teth (The Clone Wars Kinofilm).

    Weiter geht es mit Kapitel III, Player Options! Darauf haben wir ja alle nur gewartet. Hier gibt es gleich vier neue Spezies zum spielen. Der Hutte dürfte der bekannteste sein. Ja, man kann hier wirklich einen Hutten spielen. Dazu gibt es noch den Nikto, Gank und Sakiyan. Normalerweise haben etwa 80 % aller Spielerrassen als Ausgangswerte für ihre sechs Attribute eine Quersumme von zwölf. Hier ist das bei drei von vier anders. Zwei haben 13, einer tatsächlich 12 und eine nur 11. Dazu später noch mehr.

    Fangen wir mit dem Hutten an. Er hat gleich zwei dreier Werte, aber nur einen Einser Wert. Dazu noch 13 Lebenspunkte als Bonus statt der durchschnittlichen 10 und auch sein Erschöpfungslimit ist mit 11 um eines höher. Dafür hat er nur 70 EP zur Ausgestaltung übrig. Das Artwork zeigt einen Hutten in einer Art Polizeiuniform mit Waffengürtel. Sieht cooler aus als es sich anhört. Die Rasse halt den Nachteil, dass sie verdammt groß ist und nicht besonders agil auf den Beinen ist. Dazu sind sie halt auch Spieltechnisch äußerst langsam unterwegs. Man muss nicht schneller laufen können als ein Rancor, aber schneller als der langsamste der Gruppe. Und das ist man als Hutte dann automatisch. Auch hat man natürlich gegen viele Vorurteile zu kämpfen und darf sich als Spieler sicherlich viele dumme Witze anhören.

    Der Gank ist eine Rasse von Cyborgs. Ihr Limit was Cyberware anbelangt ist um drei Punkte höher und sie bekommen 5000 Credits als Startguthaben für Cyberware. In dem Buch gibt es auch einige kostengünstige Cyberware, da die sonst recht teuer ist, sobald sie wirklich gute Boni gibt. Er hat wie ein Mensch 110 EP zum verteilen, dafür aber in Charisma nur einen Wert von eins, ohne einen dreier Wert zu haben, dass ist der mit der Quersumme von elf. Ich habe von der Rasse noch nie vorher gehört, sollten aber mal in Episode V erwähnt werden, aber der Text wurde umgeschrieben. Inzwischen sind die sogar Kanonisch, warum auch immer. Wahrscheinlich dient diese Rasse in diesem System primär dazu, Spielern zu ermöglichen, gleich am Anfang einen Cyborg zu spielen. Nun, wer es mag?

    Der Nikto hatte seinen ersten Auftritt in Episode VI und einer der Charaktere in dieser neuen Animationsserie Resistance ist ein Angehöriger dieser eigentlich Humorlosen Rasse. Dank Disney dürfen sie nun als Witzfigur herhalten. Sie sind stark, aber eben nur Charisma eins. Um Verwirrung zu stiften, gibt es gleich mal fünf Unterrassen, die alle unterschiedliche Specials haben.

    Die vierte Rasse ist die der Sakiyans. Sie sind besonders Listenreich und haben eine Quersumme von 13, aber dafür nur 80 EP zum ausgeben. Auch haben sie mit acht Lebenspunkten recht wenig für eine normal große Rasse die letztendlich aussieht wie ein grünhäutiger Mensch. Nach ihrem Hintergrund sind das erfahrene Jäger und einer war wohl in der Cantina Szene zu sehen. Hab sie mir erst kürzlich noch einmal angesehen, aber mir ist die Rasse dabei jetzt nicht aufgefallen.

    Anschließend kommt die Ausrüstung und wie üblich beginnen wir mit den Waffen. Bei den Fernwaffen gibt es fünf Blaster, drei Geschosswerfer und zwei Spezialwaffen. Die hier vorgestellten Blaster haben alle etwas spezielles, entweder sie sind gut zu verstecken, haben Automatikmodus oder es handelt sich um die Gewehrlanze der Weequay. Bei den Geschosswerfern gibt es eine Art Luftpistole, die drei mit Giftdosen versehene Dartpfeile verschießt. Inzwischen gibt es da besseres. Bei den Spezialwaffen gibt einen Säuresprüher, der ziemlich eklig sein kann. Als letztes gibt es noch ein Granate für gasförmige Kampfstoffe. Der Anteil an hinterlistigen Waffen ist hier recht groß. An welcher Rasse das wohl nur liegen mag?

    Weiter geht es mit Nahkampfwaffen, die alle mehr oder weniger besonders sind. Die Arg´garok ist die fette Axt der Gamorraner, die in Jabbas Palast herum gelaufen sind. Sie hat wohl den höchsten Schadensbonus einer Nahkampfwaffe die kein Lichtschwert ist mit +5. Eine normale Vibroaxt hat Stärke +3. Auch gibt es hier Werte für die Neuronenpeitsche, die zwar nicht unbedingt für den Kampf geeignet ist, trotzdem möchte man nicht mit dem falschen Ende der Peitsche in Berührung kommen. Der Morgukai Stab ist eine Anti Machtanwenderwaffe aus Cortosis mit der Eigenschaft Panzerbrechend und einem feststehenden Schadenscode von acht, was verdammt gut ist. Die Tuskbeast Pike könnte Pate für die Waffe von Enfys Nest gestanden sein, da die auch so eine Niederwerfenfähigkeit hat.

    In der Rüstungssektion gibt es nur zwei Rüstungen. Eine davon ist eine leichte Schleichrüstung, die zwei blaue Verstärkungswürfel für Heimlichkeitsproben dank ihrer lichtschluckenden Eigenschaft generiert. Die andere ist eine Rüstung für Hutten, die schlappe 25 000 Credits kostet. Dafür kann sie in bis zu fünf Meter Höhe schweben.

    Es gibt zwei Zusätze für Waffen, ein Schalldämpfer für Blaster und ein Giftspender für Klingenwaffen, beides sehr Huttisch. Für Rüstungen gibt es noch einen Bedrohungsmonitor, welcher einen Vorteil bei Initiativeproben generiert.

    Auf zwei Seiten werden nun gleich acht neue Cyberimplantate vorgestellt. Die meisten geben hier und da einen Boni in bestimmten Situationen. Nichts was wirklich essentiell wäre.

    Danach kommen typische huttische Gebrauchsgegenstände, wie gezinkte Karten, Sklavenhalsbänder mit Schockfunktion, explodierende Ketten, Gifte und Drogen. Alles was der Hutte von Welt so braucht, um außerhalb seines Sumpfloches zu überleben oder seine Sklaven zu dominieren.

    Dann kommt die Fahrzeugsektion, beginnend mit den Fahrzeugen aus "Rückkehr der Jediritter" auf Tatooine. Also die Barke von Jabba und die Skiffs. Dazu eine fliegende Sänfte für den Hutten mit Stil. Wer will schon auf Schleim kriechen, wenn er cool schweben kann? Als letztes gibt es noch eine Art Sumpfgleiter. Drei Sternenjäger stehen zur Auswahl und alle davon sind Mandolorianische. Keine Ahnung, was die da zu suchen haben. Bei den Frachtern gibt es einige interessante Exemplare zu bestaunen. Luxusyachten und einen Sklaventransporter für 1200 Sklaven, aber man kann auch 2400 reinstopfen, wenn man kreativ stapelt. Zum Abschluss gibt es dann noch eine richtig große Yacht und ein Großkampfschiff. Wirklich große Auswahl ist das nicht, aber meist doch zum Thema passend.

    Kapitel IV bietet dem SL mit "Modular Ecounters" die Möglichkeit Miniabenteuer in seine Kampagne zu integrieren. Davon gibt es fünf Stück an verschiedenen Örtlichkeiten.

    Fazit: Ein sehr brauchbares Buch für Abenteuer im Huttenraum und wenn man nach Hintergrundinformationen zum alten Fluff sucht. Das Artwork ist wie üblich hochwertig und passend. Die vorgestellten Gegenstände passen alle zum Thema. Klare Kaufempfehlung für Spielleiter, da viele der Spielzeuge eher für NSC geeignet sind. Auch gibt es sehr viele Hintergrundinformationen, mit denen man schön fiese Abenteuer kreieren kann. Wie sagt unser SL immer so passend: Des Spielleiters Freud ist des Spielers Leid. ;D
    Das Schwinden, die ersten drei Bände:
    http://www.gw-fanworld.net/showthread.php?t=133515

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