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Thema: Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story

  1. #221
    Hintergrundstalker
    Avatar von Nakago
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    Dorn

    "Das ist jetzt nicht so gut gelaufen", meint Shaka, nachdem wir die Jetbikes wieder in den Laderaum der "Vanguard" geladen haben.

    "Eigentlich ist es gut gelaufen. Wir wissen nun viel mehr und können nun einen Plan entwickeln", meine ich dazu und verankere mein Z-74 an der Wand mit einer Magnetklammer.

    "Wir brauchen auf alle Fälle ein größeres Schiff. Ein CR-90 wäre schick", meint Lyn mit einem träumerischen Unterton.

    "So eine Korvette kostet zwischen 600 000 und 1 200 000 Credits", bringe ich einen gewissen Fakt ins Spiel. Die CR-90 war in der Flotte der Allianz weit verbreitet und deswegen kenne ich deren technischen Daten auswendig.

    "Wenn wir zusammenlegen, können wir sie uns leisten", erwidert Lyn und hat damit durchaus recht.

    "Aber wir bräuchten mindestens dreißig Letue für die Crew. Nein. Wir brauchen ein anderes Kaliber als die "Vanguard", aber eine einzelne CR-90 ist nicht die Lösung. Wir brauchen Verbündete, wir brauchen Leute, auf die wir uns verlassen können. Sehen wir der Realität ins Auge. Momentan müssen wir akzeptieren, was wir nicht ändern können und müssen nun daran arbeiten, es später zu ändern, wenn wir die Möglichkeiten dazu haben. Was wir tun könnten und verdammt noch einmal endlich in Angriff nehmen sollten, ist das Abschalten des Nanovirus auf der Mynaros Station!" Dieser Aspekt sollte auch endlich mal gelöst werden. Damals sind einfach alle abgehauen, ohne sich um das Problem zu kümmern und allein konnte ich das eben auch nicht lösen. Besonders da Lyn ja eine entscheidende Rolle darin spielt.

    "Bevor wir uns sinnlos verzetteln, lösen wir das Nanovirenproblem!", meint Scav, der wie gewohnt praktisch denkt.

    "Ach ja, Nilvax hat sich vorhin gemeldet. Auf der Station ist eine Reporterin von Galactic News Service mit dem Namen Vira Oquai eingetroffen und will ein Interview mit uns führen", meint Edna, der in der "Vanguard" als Reserve zurück geblieben ist.

    "Wow!", meine ich dazu, da mir der Name Vira Oquai von GNS durchaus was sagt. Die Frau ist relativ Jung, war aber schon in jungen Jahren als Kriegsreporterin tätig und buchstäblich an allen Fronten im Einsatz.

    "Das ist ja Toll!", meint Shaka und sie meint das ohne Ironie. War klar, dass es sie freut, wenn eine neugierige Reporterin uns interviewen will. Ich sehe die Sache eher kritisch, da es hier viele Dinge gibt, die besser nicht einer breiten Öffentlichkeit bekannt werden. Die Wahrheit ist durchaus Gift und nur die Dosierung macht es erträglich.

    Schnell bildet sich der Konsens, das Problem nach hinten zu verschieben und sich erst einmal um die Nanoviren zu kümmern. Unsere Liste der Dinge, die wir noch tun sollten, wird wahrlich immer länger.

    Es gibt eine längere Diskussion, wie wir das am besten anstellen. Es gibt drei Fabriken für Nanoviren, die auch über die Möglichkeit verfügen, die Viren auch über Entfernung abzustellen. Xios ist außer Reichweite. Varia ist von den Varianern besetzt und die könnten was dagegen haben, wenn wir da herum pfuschen. Also ist Vara die beste Möglichkeit, die Sache leise aus der Welt zu schaffen, ohne groß jemanden zu fragen.

    Schnell ist der Kurs nach Vara berechnet und wir starten von Sybal. Eines kann man auf alle Fälle über das Vergängliche Labyrinth sagen, es wird einem nie langweilig und immer passiert etwas schlimmes. Immer wenn man denkt, es kann nicht schlimmer kommen, wird man brutal eines besseren belehrt.

    Der Transfer verläuft ruhig und Lyn fängt an die Vor und Nachteile verschiedener Raumfahrzeuge aufzuzählen. Schnell werden wir zwei uns einig, uns einen Gozanti Kreuzer zuzulegen. Die Schiffe haben zwar die Ästhetik und Flugeigenschaft eines Backsteines, können aber leichte Turbolaser transportieren und davon gleich vier Stück. Für die 200 000 Credits sind die aber nicht Standardmäßig verbaut. Aber viele Zellen haben Gozanti Kreuzer mit leichten Turbolaser ausgerüstet und waren oft in Verbänden zusammen gefasst. Ein Verband von Zwölf Stück konnte durchaus einen Sternenzerstörer bekämpfen. Allerdings sind die Batterien etwas ungeschickt angebracht, so dass man immer nur eine Breitseite abfeuern kann. Aber das Turbolaser eh eine gewisse Zeit brauchen, bis sie zum einen wieder aufgeladen oder abgekühlt sind, dreht man das Schiff einfach auf den Kopf und schießt die andere Seite ab, während die gerade abgefeuerte wieder auflädt. Dazu eine von Grund auf dicke Panzerung, zwei achtern angebrachte Vierlingslasergeschütze zur Jägerabwehr und einen Protonentorpedowerfer im Bug. Damit sind wir durchaus eine Bedrohung für eine Marodeur Angriffskorvette. Trotzdem hat eine allein schon die doppelte Feuerkraft. Ein Gozantikreuzer alleine wird also nicht reichen. Aber es ist ein guter Anfang.

    Während ein Teil der Besatzung schon mal an die Zukunft denkt, spielt derweil Shaka mit ihrem neuen Spielzeug. Ich habe ein verdammt mieses Gefühl bei Tory. Die Göre hat eine grundlegende verkorkste Einstellung und geht ohne mit der Wimper zu zucken über Leichen. Sie hat genau gewusst, was die Piraten mit ihren Informationen angestellt haben und sie die Folgen eiskalt akzeptiert. Ob es ihr schlicht egal war, was mit den Crewmitgliedern in den Frachtern passiert oder sich gedacht hat, wenn ich die Infos nicht weitergebe, wird jemand anders dafür Credits kassieren und deswegen spielt es keine Rolle, ist mir letztendlich egal. Aber nun ist das Shakas Problem und ich bezweifle ernsthaft ihre Kompetenz in diesem Gebiet.

    Schließlich brechen wir in den Realraum zurück und gehen auf Schleichfahrt. Das ist auch nötig, da sich zwei Kampfdrachen der Königlichen Flotte hier im Orbit von Vara befinden. Seit unserem letzten Besuch hat sich einiges getan. Sind wir damals noch recht unbehelligt zur Pyramide gelangt, so ist die Aktivität hier im System sprunghaft gestiegen. Da wir wissen, wo wir hinwollen und schon die Topographie dieses Geländes kennen, halte ich einen Anflug durchaus für möglich. Allerdings kristallisiert sich schnell heraus, dass dies sonst keiner so sieht. Zu großes Risiko ist der allgemeine Tenor und meine Argumente fruchten hier nicht wirklich. Bedauerlich, aber nicht zu ändern. Nun gut, hören wir uns einfach mal auf Quaria um und versuchen vielleicht über eine schlichte Anfrage an die Hohepriester ganz offen mit der Erlaubnis in die Produktionsanlage zu kommen.

    Also fliegen wir nun nach Quaria. Auch dieser Transfer verläuft ohne Schwierigkeiten. Im hohen Orbit über Quaria liegt eine Korvette der Königlichen Flotte vor Reede. Das ist kein gutes Zeichen. Der Raumhafen ist modernisiert und es wuseln keine Händler mit ihren Ständen mehr auf dem Landefeld herum. Alles hat hier seinen Platz und seine Ordnung. Die Hauptstraße erstrahlt im neuen Glanz. Überall sind Hapaner in Uniform auf Landgang zu sehen. Wachen in neuen Rüstungen mit dem Zeichen des Roten Turms patrouillieren auf den Straßen. Neue Casinos, Cantinas und Orte zweifelhaften Rufes mit Damen des horizontalen Gewerbes haben hier in großer Anzahl aufgemacht. Die Veränderungen sind deutlich überall zu sehen und ich kann sagen, sie mögen mir nicht alle wirklich zu gefallen.

    Der "Rote Turm" ist nicht mehr hermetisch abgeriegelt, sondern jeder Hanswurst darf nun da rein. Das Flair des Exklusiven ist dadurch vollkommen verloren gegangen, dafür sind die Hallen gefüllt mit Spielern aller Rassen. Der Chipbrunnen ist versiegt und man kann nun daraus trinken. Das heißt im Klartext, keine hundert Credits mehr pro Besuch. Das ist natürlich bedauerlich, aber nicht zu ändern.

    Wir finden Zargos Zarbossa in seinem Büro, das nun Glaswände hat. Der Varianer trägt einen teuer aussehenden weißen Anzug. Er ist momentan mit drei Hapanern beschäftigt, die wie vermögende Adlige gekleidet sind. Die Spieler in den Sälen sind meist Menschen aus dem Republikanischen Raum oder Hapaner. An einem Tisch sehen wir den Waffenhändler Yul Varka, der einst ein Waffengeschäft auf der Nilvax Station aufziehen wollte und dann recht schnell wieder abgesprungen ist. Der Bothaner tut so, als ob er uns nicht sehen würde. Nun ja, wir sind nicht auf Streit aus, sondern hier, um Informationen zu sammeln.

    Schon recht schnell hat Zargos Zeit für uns. Er wirkt entspannt und ausgeglichen. Einen Zugang zur Nanovirenfabrik kann er uns keinen besorgen und macht klar, dass wir gar nicht im Tempel fragen müssen. Die Hapaner haben die Fabriken entdeckt und unter ihrer Kontrolle gebracht. Die Forschen nun intensiv mit diesem verdammten Zeug herum. Eine Information, die mir gar nicht zu gefallen mag. Im Klartext heißt das, wir haben unser Zeitfenster verpasst. Gut möglich, dass es schon vorbei war, als wir noch auf der "Sternenheim" festsaßen. Aber vielleicht auch nicht. Schwer zu sagen. Fierfek!

    Nakagos wirre Gedanken

    Der rote Kristall auf Xios wird wohl noch länger aktiv sein. Ebenso die Nanovirenfabriken. Schnell war dann klar, dass unser SL da mauert, weil dieser Schlamassel wohl erst am Ende der Kampagne aufgelöst werden soll.
    Das Schwinden, die ersten drei Bände:
    http://www.gw-fanworld.net/showthread.php?t=133515

  2. #222
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    Esk

    Aber Zargos kennt ein paar weitere Spieler in der Sperrzone, die sich hier nun breit machen. Und zwar die "Erstgeborenen". Vage habe ich mal was über diese Piratenbande von etwa fünfzig Schiffen gehört, die einst von Prinz Isolder angeführt wurde, dessen mutmaßlichen Klon wir auf der Mynaros Station erschlagen haben. Diese Bande adliger Sprösslinge hängt normalerweise auf der Telkov Station herum, über die der wenige reguläre Handel des Hapes-Konsortium mit dem Rest der Galaxis über die Bühne geht. Die investieren hier ebenfalls und es scheint sich dabei um die Hintermänner unserer neuen Partner auf der Nilvax Station zu handeln. Die "Erstgeborenen" haben auf alle Fälle einen deutlich besseren Ruf und genießen im Konsortium hohes Ansehen. Und sie haben hier schon die eine oder andere Kabelei, um es mal ganz vorsichtig auszudrücken, mit dem neu auf Platz agierenden Crimson Dawn gehabt. Das wären vielleicht potente Verbündete, um die Piratenplage Herr zu werden. Das ist ein neuer Ansatzpunkt und wir sind nicht umsonst durch die Gegend geflogen.

    Trotzdem bin ich ziemlich nachdenklich, als wir wieder durch die Straßen von Quaria schlendern. Veränderungen sind Normal, aber hier sind sie ziemlich gravierend. Mal sehen, was daraus noch alles erwachsen wird. Wir nutzen die Gelegenheit und kaufen Waren ein. Immerhin bekommen wir über die Hälfte des Laderaums voll. Natürlich könnten wir noch mehr einkaufen, aber wir haben noch ein paar andere Sachen zu tun, wie Crimson Dawn auszulöschen. Und zwar dieses mal für immer.

    Der Transfer zur Nilvax Station verläuft bis auf einen Ausbruchsversuch von Tory so ziemlich ereignislos. Ich verdreh nur die Augen und versuche mich in diesen Blödsinn nicht weiter hinein ziehen zu lassen. Ist ja schön, dass Shaka ein neues Steckenpferd hat, aber hätte es eine Tooka nicht auch getan? Die bringen wenigstens niemanden um, außer Ratten und Nunas. Und die kann man auch streicheln.

    Wir landen und entladen die Ware. Schon recht schnell haben wir nun die kleine quirlige Reporterin Vira Oquai an der Backe. Sie ist etwas kleiner und jünger als ich, aber voller Energie und sie kann reden ohne einmal dabei Luft holen zu müssen. Zwei stämmig aussehende Männer begleiten sie, offiziell ihre Kameramänner, aber wahrscheinlich auch ihre Bodyguards. Als sie mal kurz Inne hält, gelingt es mir, sie auf später zu vertrösten, da wir gerade noch ein paar geschäftliche Dinge regeln müssen. Auch muss die "Vanguard" mal wieder repariert werden. Als Besitzer dieser Station können wir das tun, ohne dafür bezahlen zu müssen. Geht quasi aufs Haus.

    Shaka besteht darauf, Tory mit durch die Gegend zu schleifen, als wir unsere Waren feilbieten. Meine kleine Schwester kommt vorbei und schaut etwas irritiert auf Tory.

    "Und wer ist das?", fragt sie mich.

    "Das ist Tory von Sybal. Auf die musst du aufpassen. Hackerin, Spionin und hat versucht uns zu töten", erkläre ich frei heraus und tu so, als würde Tory das alles nicht hören. Sie tut so, als würde sie gar nicht erst zuhören.

    "Und warum lebt sie dann noch?", fragt meine Schwester nicht zu unrecht. Leute, die uns versucht haben zu töten, haben im Normalfall eine äußerst geringe Lebenserwartung nach ihrer Tat. Es gibt wenige, die eine solche Konfrontation überlebt haben.

    "Das liegt nicht an mir", erkläre ich und deute mit eine Kopfbewegung auf Shaka, die frisch gebackene "Mama" einer pubertierenden Teenagerin in der dunkelsten Phase ihrer ganz persönlichen Rebellion gegen so ziemlich alles.

    "Aha! Ich habe dich im Auge, Tory. Baust du Scheiße, bekommst du es mit mir zu tun!" Eloy spreizt ihre Finger, zeigt damit auf ihre Augen, dann auf Tory. Anschließend fährt meine kleine Schwester mit ihrem Daumen über die Kehle.

    "Mir machst du keine Angst", meint Tory bewusst lässig, aber ich kann sehen, dass sie vorher einen Klos im Hals herunter schluckt.

    "Solltest du aber", antworten Eloy und ich im Chor. Das schreit nach einem High Five zum Abschied. Tory zuckt mit den Schultern und nimmt die Sache augenscheinlich nicht wirklich ernst. So wie auch sonst ziemlich alles. Shaka und ich wenden uns wieder unseren Geschäften zu. Die Göre quatscht ununterbrochen dazwischen, wenn Shaka und ich gerade versuchen unsere Waren zu verkaufen. Mehrmals ermahnt Shaka die Jugendliche, sich ja anständig zu benehmen. Da ihr Verhalten anfängt, auch unsere Kunden zu nerven und wir dadurch Credits verlieren, werde ich etwas ungehalten.

    "Wenn du noch einmal ungefragt dazwischen quatscht, schieße ich dich nieder, Kapiert?", fahre ich sie an.

    "Das traust du dich gar nicht!", meint sie mit vor der Brust verschränkten Armen. Das sie mir dabei nicht noch die Zunge herausstreckt ist alles.

    "Wetten das doch?", sage ich zu ihr noch und drehe mich wieder um. Zwei Minuten gelingt es ihr tatsächlich am Stück die Klappe zu halten, dann reißt sie ihre Kauleiste wieder auf.

    "Wer nicht hören will, muss fühlen!" Mit diesen Worten ziehe ich meine Dragoner aus dem Tiefziehholster, stelle den Wahlhebel auf Betäubung und schieße sie aus der Hüfte nieder. "Wette gewonnen!"

    Unsere Kunden schauen mich an, als hätte ich den Verstand verloren, als ich die Waffe sichere und ins Holster zurück stecke.

    "Sind alle Corellianer so sinnlos brutal wie du?", fragt Shaka mich entgeistert. Das ist die Frau, die sonst gerne Menschen foltert, die das zu mir sagt. - Das gleiche könnte ich auch dich fragen -, denke ich mir da nur, spreche es aber nicht laut aus.

    "Nein, die meisten hätten die Waffe nicht auf Betäubung gestellt!", stelle ich klar und Shaka schaut mich an, als hätte ich behauptet, dass General Solo mein Bruder wäre. Während Tory betäubt zu unseren Füßen liegt, tätigen wir ungestört die restlichen Geschäfte.

    "Was ist mit der Kleinen passiert?", fragt Lyn, als sie mit Scav und Edna im Schlepptau aus dem Trockendock kommt, wo sie noch ein paar Details zur Reparatur geklärt hat.

    "Wollte nicht auf Erwachsene hören und sinniert im Schlaf jetzt über ihr unangemessenes Verhalten", erkläre ich kurz angebunden, da ich keine Lust habe, mich breit über meine drastischen Erziehungsmethoden auszulassen.

    "Wie auch immer. Schlechte Nachrichten. Ein Emissär meines früheren Chefs wartet auf mich in Nilvax Bar."

    "Du meinst den Chef, dessen Ladung du über Bord geworfen hast und der ein Kopfgeld auf dich ausgesetzt hat?", hake ich nach.

    "Genau der", meint Lyn durchaus etwas nervös wirkend.

    "Da du noch lebst, scheint er wohl nur reden zu wollen, schätze ich", meine ich dazu, da ich die Gepflogenheiten der Hutten in dieser Beziehung kenne. Die fackeln nicht lange, sondern schaffen endgültige Tatsachen.

    "Wäre Toll, wenn ihr mir etwas Rückendeckung geben könntet!", wirft Lyn etwas fordernd in die Runde.

    "Geht klar! He, aufwachen, genug geschlafen, du Schlafmütze!", mit ein paar leichten Tritten in ihre Seite, die zu schwach sind, ihr die Rippen zu brechen oder innere Verletzungen zu verursachen, scheuche in Tory auf die Beine. Shaka nimmt sich ihrer an, während der Rest sich dem stellt, was Lyn erwartet.

    Der Unterhändler ist ein Twi´lek, der in einem der VIP Bereiche von Nilvax Bar auf uns wartet. Der blauhäutige Mann stellt sich als Quilan vor. Weitere Leute hat er nicht dabei und ich schätze ihn nicht als Kämpfer ein, sondern eher als Diplomaten. Wir setzen uns auf die bequemen Ledersessel, bestellen Getränke und dann geht es um Lyns Schicksal.

    "Unser geliebter Meister Wattoo ist sehr ungehalten über dein ungebührliches Verhalten, böse, böse Lyn. Anstatt dich deiner gerechten Strafe in aller Demut zu stellen, wie es sich für ein unwürdige Angestellte gehört, bist du einfach in diese höchst unwirkliche Gegend geflohen. Aber in seiner unendlichen Güte hat unser Meister Wattoo dir soweit verziehen, dass er bereit ist, dich in seinem wunderschönen Palast auf Nar Shaddaa zu empfangen, wo es einige neue geschäftliche Dinge zu besprechen gibt. Überdies hat unser geschätzter Meister Wattoo in seiner unendlichen Gnade auch das ansehnliche Kopfgeld auf deinen hübschen Kopf zurückgezogen", verkündet Quilan mit hochgeschraubter Stimme äußerst blumig, als würde er auf einem Markt marinierte Nunas anpreisen. Allein seine Wortwahl lässt mein Blut kochen.

    "Woher der plötzliche Sinneswandel?", hinterfragt Lyn die Angelegenheit. Uns ist allen klar, dass jemand wie Wattoo, wenn er Lyn hätte tot sehen wollen, keinen Emissär sondern ein Killerkommando geschickt hätte. Nar Shaddaa ist voll von diesen Spezialisten. Man bekommt da eher einen hochprofessionellen Attentäter als einen kompetenten Klempner, wie ich aus leidvoller Erfahrung weiß.

    "Die neuen Geschäftspartner unseres geliebten Meisters waren voll der Lobpreisung über deine außergewöhnlichen Taten und die deiner mutigen Crew in dieser gar garstigen Gegend." Irgendwie hat dieser Wattoo wohl nicht ganz zugehört, da wir nicht Lyns Crew sind.

    "Neue Geschäftspartner?", hakt Lyn nach und mir schwant da was ganz böses.

    "Dieser ungehobelte Kapitän der "Vantika" und ein paar äußerst ungebärdige Gamorraner von Anduras I."

    Nakagos wirre Gedanken

    Es ist immer schön, wenn irgendwelche NSC, die man kaum kennt, einen mitten in die Scheiße reiten. Wir waren ja vorgewarnt, da dieser Kapitän Zarosch uns auf seiner "Vantika" schon damals an diesem "lukrativen" Geschäft hat beteiligen wollen. Offensichtlich hat er wohl den Hutten Wattoo ins Boot geholt. Wie man sieht, hat nun Lyn ihre Vergangenheit eingeholt.
    Geändert von Nakago (14. January 2020 um 12:52 Uhr)
    Das Schwinden, die ersten drei Bände:
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  3. #223
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    Forn

    Daher weht also der Wind. Offensichtlich hat Lyns Chef, dieser Wattoo, von Kapitän Zarosch von der "Vantika" ein paar Geschichten über uns gehört. Und aufgrund dieser Erzählungen ist er nun bereit, sich mit seiner ehemaligen und Ungnade gefallenen Untergebenen zu versöhnen. Die Rachsucht und der lange Arm der Hutten ist sprichwörtlich. Nicht einmal Shaka kann sie mit ihrer Rachsucht übertrumpfen und das will wirklich etwas heißen. Wenn wir diese "nette Einladung" ablehnen, wird es nächstes mal kein Emissär sein, der Lyn sucht, sondern ein Attentäterteam. Und das wird so lange gehen, bis wir entweder tot sind oder einlenken. Wir sind gut, weit oben in der Pyramide, aber viele Tooka sind des Nuna Tod. Da brauchen wir uns absolut keine Illusionen zu machen.

    Auf der "Vantika" hatten wir ja schon über diese Mission gesprochen. Es ging darum, einen "Krustenknacker" scharf zu machen und die Oberfläche eines Mondes abzusprengen. Auf dem Mond sollte etwas "Piratenpack" wohnen, dass etwas dagegen unternehmen könnte. Damals haben wir abgewunken, da wir keine Monde sprengen wollten. (Siehe Episode XX) Aber so wie es aussieht, hat Lyn wohl gewisse Verpflichtungen zu erfüllen. Sieht so aus, als würden unsere Probleme kein Ende nehmen.

    "Und bis wann erwartet "unser" Meister meine Anwesenheit in seinem bescheidenen Palast?", fragt Lyn einfach mal.

    "In spätestens vier Tagen ist auch die schier endlose Geduld unseres überaus geliebten Meisters Wattoo erschöpft."

    "Dann müssen wir spätesten Morgen um elf Uhr Stationszeit aufbrechen, um mit der "Vanguard" pünktlich zu erscheinen", wirft Skav ein, der wohl schon im Geiste eine Route nach Nar Shaddaa kalkuliert hat.

    "Und wenn ich alleine komme?", fragt Lyn, da die restliche Crew der "Vanguard" rein gar nichts mit diesem ominösen Wattoo zu tun hat.

    "Das wäre äußerst unvorteilhaft für die zukünftigen Gespräche mit unserem geliebten Meister Wattoo, der nicht nicht so leicht verzeiht wenn man ihn aus nichtigen Gründen verärgert, wie du ja nur zu gut weißt", erwidert Quilan und die Drohung am Ende ist deutlich heraus zu hören. Entweder wir kommen alle oder Lyns nächster Besuch wird großzügig Grüße aus sonnenheißem Plasma von ionisiertem Tibanagas in unsere Körper stanzen. Kein sehr angenehmer Gedanken. Tja, Ruhm hat auch seine Schattenseiten.

    "Wäre es möglich, uns kurz untereinander zu beraten?", frage ich höflich, auch wenn ich gerade für eine andere Antwort zu haben wäre. Aber das wäre Kontraproduktiv und ich bin erwachsen genug, um vernünftig mit einer solchen Situation umzugehen.

    "Wenn es denn der schnellen Entscheidungsfindung dienlich ist", meint Quilan und zieht sich sich zurück. Shaka taucht auch gerade wie aufs Stichwort auf.

    "Wo ist dein Mündel abgeblieben?", frage dich die blaue Twi´lek, da Tory aus ihrem Schatten verschwunden ist.

    "Tory meint, sie wäre besser alleine dran und ich gebe ihr nun die Gelegenheit, Erfahrungen zu sammeln", erwidert Shaka und grinst dabei selbstgefällig. Nilvax Station ist relativ sicher für herumstreunende Teenager, trotzdem ist das eine Situation die mir nicht behagt. Aber momentan haben wir wichtigeres zu besprechen.

    "Das ist mein Problem und ich will euch da nicht mit hineinziehen", macht Lyn gleich mal klar. Ich schätze diese Geste durchaus, da wir alle anderen rein gar nichts mit diesem Wattoo zu schaffen haben. Aber ich denke, dieser Raumtransport ist schon längst losgeflogen. Die orangene Twi´lek ist nicht nur eine geschätzte Kameradin, sondern auch meine Freundin. Es ist für mich klar, wenn Lyn in Schwierigkeiten steckt, boxe ich sie da raus. Und wenn ich dafür in die Dienste eines Hutten treten muss, akzeptiere ich das, auch wenn mir das überhaupt nicht gefällt. Aber eine aufrichtige Freundschaft und wahre Kameradschaft bedeutet eben auch, für seine Freunde durchs Feuer zu gehen.

    "Nein, dass ist nun Dank Kapitän Zarosch unser aller Problem. Gehen wir wie Erwachsene mal die Möglichkeiten durch. Du gehst allein zu Wattoo, er nimmt dich als Pfand und wir kommen um zu dienen oder er tötet dich auf äußerst qualvolle Weise. Wir ignorieren diesen hochtrabenden Twi´lek und in einer Woche stehen wir im Blasterfeuer von ein paar wahrscheinlich eher billigen Söldnern oder Kopfgeldjägern aus der dritten Reihe als ernstgemeinte Warnung. Und ich denke, selbst wenn wir den ersten Anschlag überleben sollten, dass wird kein Ende nehmen, bis wir nachgeben. Entweder weitere Teams, die kompetenter sind oder ein fettes Kopfgeld, was ein Aufenthalt auf dieser Station für uns unmöglich macht. Dein Problem ist jetzt unser Problem", fasse ich die Problematik dieser Verkündigung zusammen.

    "Ich gebe Lyra recht. Wir sind nun involviert", meint auch Scav.

    "Ich wollte schon immer nach Nar Shaddaa", meint Shaka. "Aber ich muss noch meine Tour machen. Das könnte sich überschneiden." Die blaue Twi´lek hat sich die Pflicht aufgebürdet, die Asche der gefallenen Mitglieder der Allianz zu ihren Familien zurück zu bringen. Immerhin hat Admiral Thorne ja einige geklont gehabt, um dass Attentat auf Ta´a Chume auf Calfa der Neuen Republik in die Schuhe zu schieben.

    "Die Toten können warten, denn sie haben nun eine Ewigkeit Zeit!", meine dazu nur, da ich diesen Termin jetzt bei all unseren Problemen nicht wirklich relevant finde. Natürlich müssen die Toten der Allianz für ihre Verdienste im großen Bürgerkrieg geehrt werden, aber ob in fünf Tagen oder fünf Monaten spielt nicht wirklich eine Rolle.

    "Das ist schon wichtig!", beharrt Shaka, erklärt sich aber bereit, es darauf ankommen zu lassen. Lyn sollte wichtiger sein als ein Termin für Asche in Urnen.

    "Die Wege der Macht sind unergründlich und ich frage mich, ob es nicht der Wille der Macht ist, dass wir uns dieses Problems auch noch annehmen. Damals auf der "Vantika" fand ich den Gedanken äußerst abstoßend, einen Mond zu sprengen um Bergbau betreiben zu können. Damals wurde was von Piratenpack auf dem Mond erzählt. Ich frage mich, ob das vielleicht eine weitere Fraktion von Crimson Dawn ist?" Schon seltsam, dass diese Problematik ein weiteres mal auftaucht und nun direkt mit Lyn zusammen hängt.

    "Anhören können wir uns die Sache allemal", meint Edna locker und man merkt, dass er keine Erfahrung mit Hutten hat. Wir hören uns die Sache nicht an, wir werden da unsere Befehle empfangen und vielleicht, aber nur vielleicht am Ende, wenn wir diesen Schlamassel überlebt haben, auch ein paar Credits sehen. Aber alle anderen Alternativen sind nun mal wie schon erläutert nicht wirklich erstrebenswert.

    Also holen wir Quilan wieder zurück an den Tisch und verkünden ihm unsere Entscheidung, Wattoos unglaublich großzügiges Angebot auf Nar Shaddaa einfach mal "unverbindlich" anzuhören. Möglicherweise ist es sogar in unserem Interesse.

    "Das wird unser großer Meister Wattoo mit entzücken vernehmen, dass ihr euch so bereitwillig einverstanden erklärt habt, sein großzügiges Angebot anzuhören", meint Quilan selbstgefällig. Ich stelle mir bildlich vor, wie ich ihm die Lekku heraus reiße und ihn damit tot prügle, was ebenfalls ein Lächeln auf meine Lippen zaubert.

    Nakagos wirre Gedanken

    So schnell kann man in die Fänge der Hutten geraten. Man beachte den allgemeinen Konsens innerhalb der Gruppe, Lyn in dieser Situation beizustehen. Das wird später noch eine größere Rolle spielen.
    Das Schwinden, die ersten drei Bände:
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  4. #224
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    Grek

    Kaum ist der Twi´lek Emissär von Wattoo weg, schneit die quirlige Reporterin von GNS herein und will uns unbedingt interviewen. Shaka ist sofort bereit, dass zu tun und auch ich mach mit, um zu verhindern, dass die blaue Twi´lek zu viel erzählt. Vira Oquai scheint recht gut schon über uns informiert sein, da sie recht viele Detailfragen stellt. Besonders unser Verhältnis zu General Gale versucht sich auszuleuchten und weiß auch darüber Bescheid, dass er am Ende ein Klon war, der auf Calfa gestorben ist. Sie hat definitiv Zugriff auf die Nachrichten des Hapes-Konsortium gehabt. Das Klonthema ist da ja recht offiziell und prominent. Zwar wurde nie bekannt gegeben, dass über Calfa ein Klon von General Gale abgeschossen wurde, aber Vira demonstriert hier deutlich, dass sie zwischen den Zeilen lesen kann und Querverbindungen zwischen verschiedenen Ereignissen recht präzise zieht. Die Frau ist gut in ihrem Beruf und ich beschließe, diese Vira Oquai nicht zu unterschätzen.

    Da Shaka recht viel trinkt, um ihre Stimme zu ölen, muss sie schließlich auf die Toilette und ich nutze die Gelegenheit ein paar eindringliche Worte mit der mir sehr sympathischen Vira zu wechseln.

    "Ich sehe, du bist ziemlich gut informiert. Aber vieles, was du ansprichst ist äußerst heikel und sollte in der momentanen Situation nicht unbedingt an die Öffentlichkeit gelangen." Wir haben soviel getan, um einen heißen Krieg zwischen dem Hapes-Konsortium und der Neuen Republik zu verhindern, da wäre es kontraproduktiv, wenn die breite Öffentlichkeit von einem Netzwerk eines seit Jahrtausenden toten Sith-Lords erfährt, dass in der Lage ist, die Ionennebel auszudehnen, Nanoviren herzustellen und Klone zu fabrizieren, die in er Lage sind, jeden Beliebigen lebensecht zu imitieren.

    "Geheimnisse kommen früher oder später immer ans Licht! Und es ist besser, wenn diese aus erster Hand bekannt gegeben werden. Nichts hält die Wahrheit auf!", verkündet Vira mit fester Stimme und ich glaube ihr, dass sie wirklich an das glaubt, was sie da sagt. Sie hat keine Ahnung, an was sie da herum schnüffelt und was dabei alles schlimmes passieren kann. Senatoren von Welten, die an das Konsortium angrenzen, wie Onderon, könnten diese Nachrichten dazu verwenden, einen präventiven Krieg vom Zaun zu brechen, wenn sie annehmen müssten, dass jederzeit ihre Welt vom Ionennebel verschluckt werden könnte und wir haben ja an einigen Welten im Vergänglichen Labyrinth gesehen, welch verheerende Folgen das haben kann. Wir sitzen auf einem Gassilo voll Tibanagas und die kleine Reporterin hat das Potential zu einem Thermaldetonator zu werden. Sprich, wenn sie die Wahrheit auf der Spur kommt und diese dann veröffentlicht, haben wir eventuell doch noch einen Krieg.

    "Ich will dir nicht drohen, verstehe mich nicht Falsch, sondern nur eindringlich warnen. Aber du rührst hier an Dingen, die mehrere Nummern zu groß sind und dich töten können. Die ein Potential haben, einen Flächenbrand auszulösen. Mein Rat, verlasse das Vergängliche Labyrinth und suche dir eine andere Geschichte, die dich nicht umbringen wird", teile ich ihr zum Abschied mit. Aber ich merke, dass ich mit meinen Worten ihre Neugier nur noch mehr anfache. Die Wahrheit ist wahrlich ein gefährliches Gut in diesen Zeiten.

    Shaka kommt zurück und hat nicht vor, jetzt schon zu gehen. Ich dagegen schon. Die Reporterin ist mir sympathisch, aber ich fürchte, sie wird hier ihr Ende finden. Oder ich darf sie retten. Kann durchaus auch passieren. Das war für heute recht viel und ich treffe Lyn, die aus der Ferne über Tory wacht, die verzweifelt versucht, bei jemanden Arbeit zu finden.

    "Das wird kein gutes Ende mit ihr nehmen", unke ich zu Lyn, die offensichtlich auch einen Narren an Tory gefressen hat.

    "Die Kleine ist Zäh. Die wird sich schon noch machen", erwidert die Twi´lek und ich schüttle nur den Kopf. In meiner Wohnung werfe ich mich erst einmal auf das Sofa und lehne mich zurück. Das ist heute alles nicht gut gelaufen. So einen beschissenen Tag hatte ich schon seit Monaten nicht mehr. Das ganze hat die betrüblichen Dimensionen von unserem Einsatz von Cyphera, wo wir einen zweiten Anlauf brauchten, um noch Erfolgreich zu sein. Da hat auch wenig am Anfang geklappt. Ich schenke mir einen corellianischen Whiskey ein und versuche meine Gedanken zu ordnen. Dann bekomme ich noch eine Nachricht, dass ich mich morgen früh noch mit Silvana treffen muss, um ein paar Detailfragen zu klären. Wahrscheinlich hat das aber eine tiefere Bedeutung und es geht um die Aktivitäten von Crimson Dawn.

    "Du hast aber eine miese Laune", meint Eloy, als sie auch nach Hause kommt. Fraglich, wie lange das noch unser zu Hause sein wird.

    "Vielleicht wäre es wirklich sinnvoller gewesen, einfach alles stehen und liegen zu lassen, die Credits zu nehmen und zurück nach Corellia zu fliegen", meine ich zu ihr und erzähle ihr dann die neusten Entwicklungen mit Crimson Dawn, den Piraten, die Nanoviren, den Hutten Wattoo, die quirlige Reporterin Vira Oquai und alles was in den letzten Stunden so alles auf mich eingestürzt ist. Und dann noch diese verdammte freche Göre mit dem Namen Tory, die mich wirklich wütend macht.

    "Eigentlich kann dir Tory egal sein, eine unbedeutende Hackerin. Wenn sie es nicht getan hätte, wäre es jemand anders gewesen, die die Informationen an die Piraten weiter gegeben hätte", versucht Eloy mich etwas auf ihre ungelenke Art aufzumuntern.

    "Das ist genau die Art von Argumentation, die ich hasse. Wenn ich es nicht getan hätte, dann halt jemand anders. So hat auch diese kleine hinterlistige Göre argumentiert. Es wäre besser gewesen, sie den Piraten zu überlassen. Das wäre eine poetische Strafe gewesen."

    "Das meinst du nicht wirklich Ernst", erwidert Eloy, die sich mir gegenüber hinsetzt.

    "Doch, irgendwie schon. Dieser Vigor Pharos hätte sie vielleicht eine Zeitlang beschützt, aber ich glaub nicht, dass sie auch nur halb so gut ist, wie sie denkt. Das System von Sektor I zu hacken ist nichts besonderes wenn man bedenkt, dass dort keiner wirklich Erfahrung auf dem Gebiet der Cybersicherheit hat. Die wäre schnell auf dem Boden der Tatsachen gelandet und wäre dann bei den Huren gelandet", erwidere ich verbittert.

    "Es ist aber nicht Tory, um die es dir wirklich geht, nicht wahr?", stochert meine kleine Schwester weiter.

    "Doch, es ist Tory, die mit ihrem Verhalten drei Besatzungen in den sicheren Tod oder in die Sklaverei geschickt hat. Die dafür gesorgt hat, dass drei Schiffe geentert wurden. Und das schlimmst ist, die ist nicht so naiv zu glauben, dass den Besatzungen dabei nichts passiert. Sie hat genau gewusst, was sie da anrichtet und es ist ihr schlicht egal. Und das macht mich einfach verdammt wütend! Als ob ich nicht noch andere Probleme hätte", schimpfe ich mir meinen Frust von der Leber weg.

    "An wen erinnert dich Tory?", bohrt Eloy weiter, ohne auf meine Worte einzugehen.

    "Etwas an mich, kurz nachdem ich endlich aus der Roten Arena fliehen konnte. Da war ich eine Zeitlang auch mit meinem Leben äußerst unzufrieden und so ziemlich auf jeden wütend. Auf Papa, weil er es alleine noch nicht einmal geschafft hat, mich ohne fremde Hilfe aufzuspüren. Obendrein hat er noch eine andere Frau geheiratet. Auf die war ich auch wütend. Auf die CBF, weil ich zuerst wie jeder andere auch einen Durchlauf durch verschiedene Stationen machen musste. Und allgemein auf die gesamte Galaxis. Ich kann Tory bis zu einem gewissen Grad verstehen. Und auch ich habe schlimme Dinge getan. Aber wenigstens habe ich meine Opfer selber getötet!", stelle ich klar.

    "Das ist es nicht, Lyra. Das ist es nicht. Stelle dich deinen Gefühlen. Wem gilt deine Wut wirklich?", fragt Eloy eindringlich. Mit ihren Machtsinnen kann sie wohl tiefer blicken als es mir selber möglich ist. Ich schließe die Augen und ein Bild kommt in mir hoch.

    "Es ist Mama, an die Tory mich fatal erinnert!", bricht es aus mir heraus und dann kommen die Tränen.

    Nakagos wirre Gedanken

    Ich fürchte, diese kleine Reporterin wird uns noch viel Ärger bereiten. Oder uns weiter helfen. Mein Tipp wäre, zuerst bereitet sie uns eine Menge Ärger, dann gibt es die wichtige Info, die uns weiter bringt.
    Das Schwinden, die ersten drei Bände:
    http://www.gw-fanworld.net/showthread.php?t=133515

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