Seite 11 von 11 ErsteErste ... 91011
Ergebnis 101 bis 103 von 103
  1. #101
    Hintergrundstalker
    Avatar von Nakago
    Registriert seit
    01.11.2009
    Beiträge
    1.163

    Rollenspiele

    Episode XIV
    Das Schloss im Himmel
    Aurek

    "Vielleicht sollten wir erst Mal testen, wie hart der Bursche wirklich ist", lenkt Lyn ein. Es ist zwar nicht auszuschließen, das der mutmaßliche Imperiale Agent in unserer Gefangenschaft blufft, aber ich denke das eher weniger.

    "Kann nichts Schaden, ihn von Besh 42 untersuchen zu lassen", erwidere ich, etwas vom Verhalten der Pilotin überrascht. Die Modifikationen die nötig sind, um Folter zu widerstehen sind durchaus nachweisbar. Also hole ich den Medidroide der 2-1B Baureihe. Unser mechanischer Arzt untersucht den Gefangenen gründlich und es kommen die zu erwartenden Modifikationen ans Licht. So würden auch entsprechende Wahrheitsseren nicht wirken. Shaka überlegt laut, die einfach wieder heraus zu operieren. Zu ihrem Leidwesen muss sie einsehen, dass dies den Agenten töten würde, wäre ja auch sonst zu einfach.

    Nun gut, da dies nun abgeklärt ist, machen wir uns auf dem Weg zum "Roten Turm", während Edna zurückbleibt, um auf dem Gefangenen aufzupassen. Mir ist nicht wohl dabei, aber die Mehrheit hat entschieden. Wenigstens besteht niemand mehr darauf, den Kerl gleich zu übergeben, so dass noch alle Optionen offen sind. Ohne Probleme kommen wir in das exklusive Casino hinein. Scav, Lyn und ich bedienen uns beim Springbrunnen und fischen 100 Credits an Chips heraus. Shaka ist sich wieder zu fein dazu. Ich schau mich auf der Suche nach Zargos nach Khador um. Aber leider wieder Fehlanzeige. Offensichtlich hatte ich nur eine Chance, Khador zu stellen und ich habe diese aufgrund von Teamplay verpasst. Das ist wirklich ärgerlich und ich fühle mich schlecht deswegen. Meine kleine Schwester wird mich abgrundtief hassen, sollte ich je in der Lage sein, sie nach so langer Zeit aus ihrer misslichen Lage zu befreien. Vielleicht hat sie mich auch längst vergessen. Wer weiß das schon. Oder sie ist schon seit langer Zeit tot. Auch kein sehr tröstlicher Gedanke.

    Wir finden Zargos Zarbossa beim Spiel. Offensichtlich hat er gerade den Preis bei einer Verhandlung gedrückt und ist entsprechend guter Laune. Der unterlegene Spieler, ein junger Mensch, steht geknickt auf und Shaka nimmt seinen Platz ein. Nach etwas Vorgeplänkel kommt sie gleich zum Kern des Anliegens. Mutmaßliche Imperiale Agenten spielen auf Quaria mit Nanoviren herum und Zollmeister Quiban beherbergt die dafür verantwortlichen Leute. Das der Zollmeister imperiale Agenten beherbergt ist für Zargos in Ordnung, hat er das doch selbst eingefädelt. Irgendwie widerspricht das unseren Informationen über ein Zerwürfnis zwischen ihm und den Imperialen. Aber vielleicht gab es auch mehrere Meinungsumschwünge über die Nützlichkeit des Imperiums als Verbündeter.

    "Das ist natürlich schlecht. Ich brauche einen Tag, um darüber nachzudenken, was wohl die angemessene Reaktion sein dürfte. Und an einem Tag kann sehr viel passieren", meint Zargos kryptisch. Ich übersetze das mal so: Ihr habt 24 Stunden Zeit, dieses Problem aus der Welt zu schaffen.

    Nun gut, wir verabschieden uns von dem mutierten Varianer und gehen nach draußen. Es gibt eine kurze Diskussion darüber, was wir nun tun sollen oder können. Auf dem Weg nach draußen spricht uns einer der Wachposten an.

    "Ich hätte mit dem Zollmeister noch ein Hühnchen zu rupfen! Wir sehen uns in einer halben Stunde in der Cantina "Roter Mond"", raunt uns der stämmige Söldner zu. Sieht so aus, als würden wir Hilfe von ganz oben bekommen. Nun gut, warum nicht?

    "Wir brauchten noch etwas Ausrüstung. Kennt Ihr einen guten Händler?", frage ich einfach mal frech.

    "Der beste Waffenhändler dürfte Yal Varka sein. Den findet ihr oben im "Roten Turm". Blöd nur, dass ihr erst wieder in 24 Stunden das Casino betreten dürft", erklärt uns Sol, so heißt der Söldner nämlich, durchaus süffisant. Zum Glück nennt er noch zwei andere, wobei wir einen davon schon kennen. Aber immerhin. Also suchen wir den Händler auf und ich ordere mal ein Jetpack. Dürfte beim Kampf auf einer fliegenden Plattform nicht verkehrt sein. Und ich kaufe gleich mal Werkzeug, um mein Vibromesser besser schleifen zu können.

    Dann gehen wir in die Cantina "Roter Mond", in Sichtweite zum "Roten Turm" gelegen. Dort wartet Sol schon an einem offensichtlich gerade geräumten Tisch im hinteren Ende des Raumes mit drei Kameraden. Zu unserem Glück hat Sol umfangreiche Informationen über das fliegende Anwesen von Quiban zusammen getragen. Die Unterseite wird von drei nach unten gerichteten Repetierblaster mit einem Feuerbereich von 360° abgedeckt. Es gebe mehrere Wartungsluken, durch die man eindringen könnte, käme man den unentdeckt dort an. Die obere Seite wir von vier schweren Repetierblastern gesichert, die einen Radius von etwas weniger als 270° haben. Sie können also weder das Haus selbst noch sich gegeneinander beschießen. Oben auf dem Dach des Hauses befindet sich ein schweres, frei drehbares, wie auch schwenkbarees Blastergeschütz, dass auch Raumschiffe bedrohen kann. Nicht gerade die effektivste Raumschiffabwehrwaffe, aber die kann auch die eigene Plattform bestreichen. Davon sollte man lieber nicht getroffen werden.

    An Bord des Hauses befindet sich neben Quiban und seiner Familie um die zehn Diener und etwa zwanzig Bewaffnete, die meisten davon Menschen, sprich Imperiale Soldaten. Die haben wir ja schon in Aktion gesehen. Allerdings kann Quiban auf eine schwer bewaffnete Straßengang mit einer Mannstärke von etwa fünfzig gut ausgersüteten Kämpfern zurückgreifen, die er mit seiner fliegenden Plattform innerhalb weniger Minuten erreichen kann. Die könnten dann über eine in den Himmel führende Freitreppe dann auf die Plattform überwechseln. Also haben wir beim entern nicht ewig Zeit, bis wird die Steuereinheit übernehmen müssen. Von außen kann man den Computer leider nicht hacken, da dies ein System ohne äußere Zugänge ist.

    Ich schlage einen Anflug von oben vor, da der Höhenvorteil nie verkehrt ist. Ich springe mit dem Jetpack ab und erledige das zentrale Blastergeschütz. Laut Sol ist die Stellung offen und der Schütze nur durch die Frontpanzerung und ein Deflektorschild geschützt. Durch das komme ich zu Fuß problemlos durch. Nach der Sicherung des Blastergeschützes seilt sich der Rest der Crew ab und wir stürmen das Haus. Kämpfen uns dann bis zur Steuereinheit durch und fliegen mit der Plattform über unbewohntes Gebiet. Sol macht uns deutlich klar, dass Zargos ein Absturz der Plattform über bewohntes Gebiet nicht gutheißen würde. Und wir wollen ja den Herrn dieser Welt nicht unnötig verärgern. Ganz abgesehen davon, dass auch wir keinen zivilen Kollateralschaden verursachen wollen.

    Es gibt eine recht lange Diskussion über andere Vorgehensweisen wie das Infiltrieren von unten. Halte ich für zu waghalsig, da wir nicht wissen, welche Sensoren unten verbaut sind und wie sie angeordnet sind. Ganz abgesehen davon, dass es schwierig ist, den Kurs der Plattform im voraus so zu berechnen, dass es über einen fliegt und man sich dann mit einer Enterpistole hochschießt. Dazu noch das Problem mehrere Sekunden komplett im Freien zu hängen, während man in einem Bereich baumelt, der von gleich drei leichten Repetierblastern unter Feuer genommen werden kann. Ich mach den anderen klar, dass dieser Vorschlag zu gefährlich ist. Der erste Fehler tötet da einen.

    Eine Landung mit dem Schiff ist auf der Plattform nicht möglich, da deren Repulsorlifte nicht auf eine solche zusätzliche Belastung ausgelegt sind. Ein externes Hacken ist unmöglich, da das interne System nie Online geht. Es gibt zwar tägliche Versorgungsflüge, aber die starten aus dem Viertel, wo die Quibans schwer bewaffnete Gang das Sagen hat. Also bleibt am Ende nur mein Plan. Shaka drängt darauf, dass wir das in der Nacht machen. Da es sich bei den Gegner um keine Hapaner handelt und die über eine gute Ausrüstung verfügen, bringt uns das keinen wirklichen Vorteil. Als Kompromiss legen wir Sonnenuntergang fest. Das verschafft mir Zeit, mein Vibromesser aufzurüsten.

    Wir machen mit Sol eine Zeit aus, wo er uns seine Jungs dann zu uns an Bord kommen können und wir dann loslegen. Zurück auf dem Schiff bitte ich Scav die Schneide der Klinge meines Vibromessers mit dem besonderen Werkzeug zu schärfen. Das macht die Klinge noch tödlicher. Dann hole ich das bestellte Jetpack ab und fliege damit etwas herum. Von außen sieht es viel einfacher aus, als es wirklich ist. Um meine Ausrüstung zu verstauen, kaufe ich noch eine taktische Weste, da ich nun wegen dem Jetpack keinen Rucksack tragen kann.

    Sol und seine Jungs tauchen zur Verabredeten Zeit auf, besprechen noch einmal den Plan, checken ihn auf Schwachpunkte ab und entwickeln verschiedene Taktiken, um bei veränderten Situationen zeitnah darauf reagieren zu können. Wir nehmen unsere Positionen ein und der Einsatz beginnt. Ich warte als Sturmspitze in der Schleuse und lehne mich an die Wand. Hoffentlich wird die Macht mit mir sein. Das warten auf das finale Kommando zum Angriff ist für mich immer das schlimmste bei einem Einsatz gewesen. Tausend Gedanken gehen einen da durch den Kopf. Verwundung, Verstümmlung oder gar Tod, was wird einen erwarten? Hat man seine vollständige Ausrüstung auch richtig verstaut und ist es auch einwandfrei Einsatzbereit? Wie schlimm wird es werden? Hat die Aufklärung sauber gearbeitet und sind die Informationen falls richtig, überhaupt noch aktuell?

    Nakagos wirre Gedanken

    Und so beginnt das nächste Kommandounternehmen. Das Jetpack ist nicht schlecht und gibt einen einiges an taktische Möglichkeiten.
    Das Schwinden, die ersten drei Bände:
    http://www.gw-fanworld.net/showthread.php?t=133515

  2. #102
    Hintergrundstalker
    Avatar von Nakago
    Registriert seit
    01.11.2009
    Beiträge
    1.163

    Rollenspiele

    Besh

    "Beginne mit dem Anflug! Alles anschnallen oder festhalten!", gibt Lyn durch das Intercom durch. Tief aus der Sonne kommend steigt die "Vanguard" nun steil nach oben und ich öffne die Schleuse. Der Fahrtwind pfeift hinein und ich brauche einen Moment um mich zu orientieren. Gut festhaltend lehne ich mich etwas hinaus, um mir einen Überblick zu verschaffen. Hinter uns geht gerade die Sonne malerisch unter und unter uns kommt die Plattform in Sicht. Das Geschütz des fliegenden Anwesens feuert und trifft leider. Soweit zum Thema Überraschungsmoment ausnutzen.

    Nun sind wir knapp über der Plattform und ich springe ab. Leider falle ich nicht schnell genug. Der Luftstrom aus den Düsen erfasst mich und wirbelt mich mehrmals um die eigene Achse. Unerbittlich zieht die Schwerkraft des großen Mondes mich nach unten. Das Jetpack auf meinem Rücken springt an und der Repulsorlift stabilisiert meine Höhe augenblicklich. Nach wenigen Momenten ist meine Fluglage stabil und ich sause auf die Geschützstellung zu. Ich verschätze mich mit der Geschwindigkeit und komme einen Tick zu schnell auf. Etwas schneller, als ich rennen kann. Mit Karacho komme ich ins stolpern und mich schlägt es voll auf die Fresse, wie man so was im Volksmund nennt. Funkensprühend rutsche ich mit meiner hochwertigen Panzerung auf den metallenen Boden der Dachterrasse. Wie gut, dass das niemand gefilmt hat, dass käme dann ins HoloNet zu den lustigen Fehlschlagclips. Das war zwar keine tolle Landung, aber ich bin unelegant durch den Schutzschild des Geschützes gerutscht.

    Sofort springe ich auf, nehme mein A-280 in Anschlag und eröffne das Feuer auf den Schützen, einen Menschen, wahrscheinlich Imperialer Soldat. Ich treffe ihn aber nicht besonders gut. Er springt auf und stellt leider das Geschütz auf Automatikbetrieb, in dem nun ein Droidengehirn die Steuerung übernimmt. Gerade so gelingt es ihm, aus meinem Schussfeld zu kommen. Ich eile hinter her, folge ihm durch den Schutzschild und erschieße ihn endgültig. Dann laufe ich zurück und deaktiviere das Geschütz. Leider sind wir einmal getroffen worden. Aber laut Aussage von Lyn ist kein internes System beeinträchtigt. Sie fliegt im Bogen zurück. Währenddessen geht die Tür auf, hinter der eine Treppe liegt, die in die unteren Stockwerke führt. Zwei weitere Soldaten rücken in ziviler Rüstung vor. Einer wird von der offenen Ladeluke von Sol erledigt, den anderen schieße ich gekonnt nieder. Aus so einer Position zu treffen ist nicht einfach und macht mir klar, dass Sol sein Söldnerhandwerk beherrscht.

    Die "Vanguard" schwebt nun über dem Dach. Scav, Shaka, Sol und seine Freunde seilen sich ab. Unsere "Söldner" sichern das Dach und nehmen die mutmaßlichen Imperialen in den Außenanlagen unter Feuer und halten diese beschäftigt. Derweil werfe ich schon zwei Handgranaten kurz hinter einander die Treppe herunter und erwische drei Soldaten. Das Chaos ausnutzend stürme ich vor, erschieße einen weiteren, den letzten erledigt Scav, wird aber beim Ansturm kritisch vom Abwehrfeuer des Soldaten getroffen.

    Wir sind nun im Oberen Stockwerk. Der große Innenraum liegt vor uns und ist im oberen Stockwerk von einer Empore umgeben, von der weitere Türen zu einzelnen Zimmern abgehen. Shaka motiviert uns mit einer kleinen Ansprache und verkrümelt sich dann, um die Flanke zu sichern. Irgendwann sollte ich dieser Möchtegern erklären, dass Flankensicherung vernachlässigbar ist, wenn die Opposition massiv frontal einem entgegen kommt und zahlenmäßig ausreichend ist, einen mit einem Feuerhagel zu zerlegen. Scav wankt noch frei stehend auf der Stelle, den kritischen Systemtreffer hat er noch nicht kompensieren können. Wahrscheinlich muss er erst einige Systeme neu starten und konfigurieren. Das dauert in dieser Situation viel zu lange. Es sind zwar nur drei Angreifer, aber einer hat ein Disruptorgewehr und der andere ein DLT-19. Der dritte dürfte der Zollmeister Quiban sein und hat nur eine Blasterpistole, die mir im Gegensatz zum Disruptorgewehr und DLT-19 keine Sorgen macht.

    Mir ist es leider unmöglich, Scav rechtzeitig in Sicherheit zu bringen. Auch ist es mir nicht möglich, augenblicklich beide Schützen zu neutralisieren. Das einzige was mir in dieser prekären Situation übrig bleibt, ist eine meiner Rauchgranaten nach unten zu werfen und die Schützen einzunebeln. Trotzdem bezieht Scav massiv Feuer und wird von beiden Waffen trotz des sichtbehinderten Nebels schwer getroffen. Noch einmal solche Treffer und Scavangerbot ist reif für die Schrottpresse. Und das wollen wir ja alle nicht.

    "Fierfek!", fluche ich und feuere nun auf den Disruptorschützen. Ich treffe ihn kritisch, aber nicht tödlich. Trotzdem wirft es ihn zu Boden. Der Reboot von Scavs Systemen ist inzwischen abgeschlossen und geschwind stürmt Scav nach unten und spaltet den Kopf des am Boden liegenden Schützen. Leider bezieht Scav auch weiterhin Feuer vom Schützen mit dem DLT-19. Ich schieße auf den Wächter mit dem schweren Blastergewehr, treffe ihn gut, erledige ihn aber nicht. Unser kampferprobter Droide erzielt leider mit seiner forsch vorangetragenen Angriff keinen Erfolg. Nun sind die Beiden im Nahkampf und ich will Scavangerbot nicht gefährden, also rücke ich nach und lenke den Schützen ab. Leider gelingt es Droiden auch im zweiten Anlauf nicht, den Schützen mit der Axt zu treffen und bekommt weitere Treffer ab. Das ist nicht gut! Seine gute Panzerung schützt Scav zwar, aber viel hält auch der zähe Droide nicht mehr aus. Da ist ein Generalüberholung im Ölbad mehr als überfällig. Ich lasse mein Gewehr am Riemen fallen, ziehe mein Vibromesser und ramme die Klinge in den Nacken des Soldaten. Das tötet ihn auf der Stelle und Zollmeister Quiban ergibt sich unserer Gnade. Draußen haben Sol uns seine Jungs inzwischen ganze Arbeit geleistet.

    "Zur Steuereinheit!", befehle ich und treibe den Varianer an. Er schließt eine Tür im Erdgeschoss auf und dahinter liegt der Steuerraum. Wir sind schon fast im Viertel angekommen, wo die mit Quiban verbündete Gang ihr Unwesen treibt. Einen weiteren intensiven Kampf werden wir nicht ohne eigene Verluste überstehen. Sofort lasse ich einen Kurs anlegen, der uns aus der Stadt heraus bringt.

    "Warum habt ihr meine Plattform geentert?", fragt uns Quiban erschüttert.

    "Zargos Zarbossa hat etwas gegen eure Gäste, da diese sich in letzter Zeit daneben benommen haben", erkläre ich freundlicherweise.

    "Aber Zarbossa hat es ausdrücklich erlaubt, dass ich diese Leute beherberge!", verteidigt er sich vehement.

    "Offensichtlich hat Zargos das sich anders überlegt", erwidere ich. Mir ist schon klar, dass wir gerade die Drecksarbeit für Zarbossa erledigt haben. Wir haben das Problem aus der Welt geschafft, ohne das er direkt involviert war. Mir gefällt das ganz und gar nicht, aber ist nicht zu ändern. Manchmal muss man eben in den sauren Apfel beißen.

    "Ich habe Valerie Virin gefunden! Sie ist oben in einem Zimmer im Koma. Wir sollten sie von Besh 42 untersuchen lassen", schlägt Shaka vor und es ist wirklich selten, dass ein vernünftiger und nachvollziehbarer Vorschlag aus ihrem Mund kommt. Wir stellen erst Mal das Haus auf dem Kopf. Im Kellergeschoss gibt es die Quartiere der Imperialen. Nach ihren Marken sind das keine Truppen, die offiziell unter Admiral Thorne gedient haben. Wahrscheinlich sind die schon seit vielen Jahren im geheimen in diesen Breiten aktiv. Wir finden eine Aufbewahrungseinheit für verschiedene Nanoviren und wie es aussieht, habe die verschiedene Feldversuche in den Slums gestartet. Einem davon sind die Bothanischen Söldner anheimgefallen.

    Außer etwas Ausrüstung finden wir noch eine Kriegskasse von immerhin 10 000 Credits. Die teilen wir gleich unter uns vier auf. Interessant ist auch eine Kommunikationskonsole, die auf zwei Empfänger und Sender eingestellt ist. Einer ist im System, vermutlich auf der Oberfläche von Varian. Der andere irgendwo in der Sperrzone, mutmaßlich Cyphera. Sol hat zwei der Imperialen Wachen gefangen genommen. Zeit mit denen zu reden.

    "Der Imperator ist tot, dass Imperium besiegt und die jämmerlichen Reste seiner einst stolzen Flotte verstecken sich im Wilden Raum, hier in der Sperrzone und im Äußeren Rand. Eure Niederlage ist endgültig, also warum kämpft ihr in einem längst verlorenen Krieg weiter?", frage ich einfach mal, da mich das doch Interessiert.

    "Das würdest du nie verstehen!", meint einer der Soldaten.

    "Probiere es einfach mal", muntere ich ihn auf.

    "Die Neue Ordnung existiert auch ohne Imperator und Imperium. Die Neue Ordnung ist die Heilung für ein korruptes System, dass sich selbst überlebt hat."

    "Die Neue Republik wird nicht die gleichen Fehler machen wie die Alte Republik. Dafür werden Mon Mothma und Leia Organa schon sorgen", erwidere ich. "Und die Neue Ordnung? Ihr meint die Herabstufung von Nichtmenschen zu Sklaven würde Wohlstand für alle Menschen bringen? Die Alte Republik mag korrupt gewesen sein, aber das Imperium war es noch viel mehr auf allen Ebenen der Administration. Die Neue Ordnung war nur für all jene von Vorteil, die Teil der korrupten Verwaltung oder Kriegsgewinnler waren. Für die breite Masse hat die Neue Ordnung nur Armut und Ausbeutung gebracht."

    "Ich sag ja, ihr werdet das nie verstehen", meint der Imperiale, ohne auf meine Argumente einzugehen. Viele Operationen gegen das Imperium waren nur möglich, weil an gewissen Stellen geschmiert wurde. Ich habe mehrere Treffen mit korrupten Beamten durch unsere Agenten abgesichert und immer waren die Leute bestechlich, egal wie vielen Imperialen Soldaten die Weitergabe der Information das Leben gekostet hat. Ich denke, die Soldaten hier sind so stark konditioniert, dass sie gar nicht mehr in der Lage sind, Propaganda und Realität auseinander zu halten. Die glauben an etwas, dass so gar nie existiert hat. Die Neue Ordnung ist nur ein ideologisches Deckmäntelchen um der gnadenlosen Terrorherrschaft der Sith scheinbar ein höheren Sinn zu geben. Wie auch immer, Sol will sie haben, er bekommt sie.

    Ich quetsche von Quiban 20 000 Credits Aufwandsentschädigung für die "Säuberung" seines Haues von Kriegsverbrechern ab. Dazu noch ein Lagerhaus, Wasserfässer und die Kontakte zu "Wasserfarmern", welche in Asteroiden Eis abbauen, was hier als Trinkwasser verwendet wird. Schließlich müssen wir von irgendwo her Wasser bekommen, dass wir nach Sybal zu den Clans schmuggeln können und Quaria ist da recht nahe dran.

    "Seid Ihr mit Quiban fertig?", fragt mich Sol, nachdem alles unter Dach und Fach ist.

    "Ich denke schon...?", erwidere ich langgezogen. Bevor ich eingreifen kann, zieht Sol geschmeidig seine Blasterpistole, hält sie dem Varianer an den Kopf und drückt sofort ab. Mit einem rauchenden Loch im Schädel sackt der tote Zollmeister zusammen. Damit ist eine Ära zu Ende gegangen. Tja, dass ist wohl nicht zu ändern. Wir übergeben Sol noch unseren gefangenen Geheimdienstoffizier und damit haben wir unsere Schuldigkeit getan. Ich schätze mal, Zargos will ein kleines Unterpfand haben, wenn er wieder mit dem Imperium Geschäfte welcher Art auch immer macht. Auch die Nanoviren werden "beschlagnahmt". Das ganze gefällt mir nicht wirklich und hinterlässt einen schalen Beigeschmack.

    Nakagos wirre Gedanken

    Scav hat in dem Gefecht einiges abbekommen und konnte von Glück reden, dass er nicht als Schrott geendet ist. Die Landung mit dem Jetpack war wegen mangels Erfolgen Dank vieler Vorteile doch noch erfolgreich, wenn auch äußerst holprig.
    Das Schwinden, die ersten drei Bände:
    http://www.gw-fanworld.net/showthread.php?t=133515

  3. #103
    Hintergrundstalker
    Avatar von Nakago
    Registriert seit
    01.11.2009
    Beiträge
    1.163

    Rollenspiele

    Cresh

    Nun gut, Zeit zu plündern. Im oberen Stockwerk gibt es eine Bibliothek mit Reiseliteratur. Sprich Berichte von Hapanern welche die Sperrzone verlasen haben und "phantastische" Abenteuer im Republikanischen Raum erlebt haben. Neunzig Prozent dürfte rein erfunden sein. Letztendlich stoße ich nur auf eine interessante Aufzeichnung, in der tatsächlich Khador erwähnt wird. Vor zwei Jahren war er Bestandteil eines von Zargos Zarbossa zusammen gestellten Teams. Was die aber tun sollten und wohin sie gegangen sind, ist nicht daraus zu lesen. Diese Information hatte ich ja schon aus anderer Quelle gehabt, aber auch hier ist nichts weiter führendes herauszufinden. Das ist frustrierend, auch wenn ich nun die Information aus einer zweiten unabhängigen Quelle verifzieren konnte!

    Dafür finden wir einen gut versteckten Tresor im Boden der Bibliothek. Den zu knacken ist anspruchsvoller als gedacht, aber schließlich bekommen wir ihn geöffnet, da Scav sich mal wieder selbst übertrifft. Was würden wir nur ohne Scav machen? Wahrscheinlich einen großen Strahlenbohrer mit uns herumschleppen.

    Weitere 35 000 Credits finden wir in dem massiven Tresor. Da wir nicht so sind, überlassen wir der Witwe von Quiban noch 5000 Credits als Starthilfe. Vielleicht hilft das ihr, mit ihren Kindern zu überleben. Inzwischen ist Besh 42 auch mit seiner Analyse fertig, was Valerie Virin fehlt. An der Frau sind Experimente mit verschiedenen Nanoviren vorgenommen worden. Allerdings konnte ihr Körper die jeweils gut bekämpfen. Sie ist immer noch an einer Apparatur angeschlossen, welche sie mit Viren infiziert. Scav gelingt es, diese abzustellen. Vorsichtig entkoppelt Besh 42 die Patientin von der Maschine und wir transportieren sie mit Hilfe einer Trage, Seilen und einer Winde auf unser Schiff. Wir nehmen noch einige Waffen mit und evakuieren dann endgültig das schwebende Schloss über Quaria. Scav sucht unverzüglich sein Ölbad am Rand des Laderaums auf, um seine massiven Schäden zu reparieren.

    Ich richte eine unsere Passagierkabinen her und bette die Adlige vom Mond Vrin in eine Schlafnische. Besh 42 bleibt bei ihr, um ihre Vitalfunktionen zu überwachen. Morgen wird sie wohl ansprechbar sein. Lyn fliegt uns zurück zu unserem gmieteten Landeplatz und damit ist der heute Ausflug wohl beendet. In meiner Kabine dusche ich ausgiebig und lege mich dann im Schlafanzug in meine Schlafnische. Das Adrenalin des Kampfes lässt mich zuerst nicht zur Ruhe kommen. Heute habe ich wieder direkt acht Leben genommen. Ich fühle durchaus etwas bedauern, aber nicht wirklich viel. Wie oft werde ich noch töten können, bevor ich endgültig meine Seele verliere? Immer wenn ich tötet, stirbt auch ein kleiner Teil von mir. Ich habe Angst davor, eines Tages nur noch eine leere Hülle zu sein, die sich nur dann lebendig fühlt, wenn sie tötet. Wie heißt es so schön, nur die Toten haben das Ende des Krieges gesehen, ich kämpfe ihn immer noch.

    Am nächsten Morgen fokussiere ich mich auf das Gespräch mit Valerie Virin, dass ich für wichtig halte. So wichtig, dass ich Shaka nicht das reden überlassen werde. Besh 42 weckt sie langsam auf und schließlich öffnet die wie üblich verdammt gut aussehende Hapanerin ihre Augen. Verwirrt blickt sie um sich.

    "Keine Angst, Fräulein Virin, Ihr seid in Sicherheit auf unserem Schiff. Wir haben Euch im Auftrag Eures Onkels aus den Händen von imperialen Agenten befreit", erkläre ich ihr. Langsam klärt sich ihr Blick und sie setzt sich vorsichtig auf. Anfangs kämpft sie gegen Schwindel und braucht einen frischen Schluck Wasser, um klar reden zu können. Als letztes kann sie sich erinnern, dass sie bei den bothanischen Söldnern war. Ich bringe sie kurz auf dem neusten Stand, dass ihr Onkel praktisch Lyn mit der Suche beauftragt hat und frage dann das, was uns allen auf der Zunge brennt.

    "Aus welchem Grund habt ihr Söldner angeworben?", frage ich Valerie Virin.

    "Dazu muss ich etwas ausholen. Meine Schwester Nora gehört einem königlichen Inspektionsteam an, welches die Aufgabe hat, Aktivitäten jeglicher Art in der Sperrzone zu überwachen. Besonders die Aktivitäten ehemaliger Imperialer Kräfte auf Cyphera. Seit Nora diese Aufgabe hat, liegt ein dunkler Schatten auf ihrer Seele. Sie muss Dinge gesehen haben, die sie belasten. Aber offensichtlich kann sie darüber nicht reden, weil sie meiner Meinung nach mit irgend etwas erpresst oder unter Druck gesetzt wird. Ich kenne die Position einer Anlage, nach deren Besuch sich ihr Verhalten radikal geändert hat. Diese will ich besuchen und offen legen, was die da dort treiben. Deswegen wollte ich Söldner anwerben", erzählt Valerie frei heraus. Shaka gibt Anfangs störende Kommentare dazu ab, die aber verstummen, nachdem ich sie leise zurecht gewiesen habe. Ich merke, dass die Twi´lek daraufhin eingeschnappt ist, aber mir sind die Befindlichkeiten von Shaka Blen inzwischen so was von vollkommen egal.

    "Irgend einen Verdacht, was in der Anlage getrieben wird?", frage ich nach.

    "Keine Ahnung, aber es muss was schwerwiegendes sein. Da fällt mir ein, da ihr im Auftrag meines Onkels hier seid, kann man Euer Team sicherlich anwerben? Meine letzte Anwerbung hat das nicht überlebt, aber die Mission steht immer noch im Raum. Wären 25 000 Credits Aufwandsentschädigung genehm?", fragt Valerie. Ich blicke kurz in den Raum und alle nicken bestätigend. Jetzt wäre der Moment zu verhandeln, aber da auch ich weitere Informationen will, unterlasse ich das.

    "Abgemacht! Auf nach Cyphera!", meine ich und schlage ein. Shaka fragt, ob wir uns um die hinterlistige Verräterin Scaffa und ihren Kameraden Z6 kümmern sollen. Rachsucht ist in der Tat ein massives Problem der blauen Twi´lek. Aber Valerie Virin winkt ab und beweist deutlich Reife. Rache ist nie profitabel und sorgt nur für noch mehr Ärger. Auf der anderen Seite würde das sicherlich jedem klar machen, dass mit uns nicht gut Bolbifrüchte ist, wenn man uns hintergeht. Aber die meisten begehen ja Verbrechen in dem Glauben, dass sie damit davon kommen werden. Also wäre es letztendlich nur eine Verschwendung von Zeit und Ressourcen. Die meisten von uns sind auch geistig erwachsen und können so was einfach wegstecken, ohne jetzt einen Rachefeldzug von Zaun brechen zu müssen.

    Leider können wir noch nicht sofort losfliegen, da wir alle noch Zargos Zarbossa unsere Aufwartung machen wollen und auch mit dem Waffenhändler Yal Varka zu reden wäre bestimmt nicht verkehrt. Also tauchen wir pünktlich nach Ablauf der 24 Stunden am "Roten Turm" auf und gehen hinein. Zargos Zarbossa scheint uns schon in seinem Büro zu erwarten. Er gratuliert uns mehr oder weniger, ehrlich gesagt eher weniger, zu unserem Beitrag, das Problem zu lösen. Als kleine Belohnung erklärt er sich bereit, uns Yal Varka vorzustellen, der unter anderem auch Geschäfte mit General Gale macht. Und mit dem sollen wir ja in Kontakt treten, um ihn wieder auf einen Weg zu bringen, der keinen Krieg mit der Neuen Republik und dem Hapes Konsortium beinhaltet.

    Obwohl ich schon mal gefragt habe, versuche ich es noch einmal und frage Zargos nach Khador. Aber wieder ist seine Antwort abschlägig. Das ist nicht gut. Wenn ich diesen verdammten Khador nicht in dieser Ebene aufspüren kann, muss ich womöglich wirklich in den Traum hinein. Davor habe ich ziemlichen Respekt. Und was backt Zargos da ganz heimlich zusammen, dass er so einschlägige Söldner und Piraten wie Khador dafür braucht? Auch eine Frage, die bisher unbeantwortet bleibt. Auf alle Fälle braucht er Khador dafür, da er den ja extra mit Söldnern aus seinem Exil und Ruhestand geholt hat. Was ist an Khador wiederum so besonders, dass er extra reaktiviert wird?

    Yal Varka entpuppt sich als braun bepelzter Bothaner. Er ist etwa einen halben Kopf kleiner als ich und damit für seine Rasse ziemlich groß. Er begrüßt uns freundlich an seinem Spieltisch und wir nehmen daran platz.

    "Die Crew der "Vanguard". Ich habe schon viel von euch gehört. Gratulation zur Eroberung der Nilvax Station. Das war gute Arbeit." Offensichtlich hat der Bothaner in der Sperrzone ein gutes Informationsnetzwerk. Was anderes ist von einem Bothaner auch nicht zu erwarten. Spionage liegt ihnen in den Genen. Er hat mehrere Angebote für uns. Zum einen würde er gern einsteigen und dort eine Niederlassung für sein Geschäft gründen. Also eher Lagerräume und weniger ein Ladengeschäft. Da wir durch die neusten Ausbauarbeiten etwas Raum frei haben, ist er durchaus willkommen. Ein Waffenlager zur Verfügung zu haben ist in unserem Interesse. Auch hat er schwere Waffen für Abwehrmaßnahmen der Station zur Verfügung. Wir sprechen mehrere Optionen für die nördliche, sprich obere Verteidigung durch. Da hier durchaus klotzen und nicht kleckern angesagt ist, nehmen wir am Ende drei tarnbare, sprich ausfahrbare, leichte Turbolaser. Damit machen wir auch einem größeren Kampfschiff durchaus Ärger.

    Da wir schon mal beim Einkaufen sind, ordern wir Cortosisgeflechte für unsere Rüstungen, die in ein paar Tagen dann auf der Nilvax Station zum einbauen wären. Für mich bestelle ich ein Vibrorapier, einen sogenannten Cherkahänder, einen Zweihänder mit Vibrofunktion und eine Dragoner Blasterpistole. Diese Seitenwaffe kann mit ein paar Handgriffen zu einem Karabiner mit Schulterstütze umgebaut werden. In der Allianz waren die bei Fahrzeugbewaffnungen sehr beliebt. Leicht, platzsparend und fast so effektiv wie ein richtiger Karabiner. Das Rapier kann er nicht besorgen, da seine Klientel eher auf andere Waffen steht. Kann ich verstehen, brauch das auch eher als Seitenwaffe für Calfa, um mich dort den örtlichen Gebräuchen anzugleichen.

    Wir sollen dann in drei Tagen auf der Nilvax Station aufschlagen, weil dort die Versorgungsgüter für General Gale und seine Truppen umgeladen werden. Dabei sollten wir seine Leute nicht zu lange warten lassen. Ich hoffe mal, wir können unsere Mission auf Cyphera schnell hinter uns bringen. Nachdem wir Berge von Chips haben liegen lassen, da alles nur gegen Vorkasse geliefert wird, brechen wir auf.

    Nakagos wirre Gedanken

    Etwas aufräumen, Beute machen und schon haben wir einen neuen Auftrag. Dieser eigentlich kleine Nebenauftrag nimmt immer größere Ausmaße an.
    Das Schwinden, die ersten drei Bände:
    http://www.gw-fanworld.net/showthread.php?t=133515

Seite 11 von 11 ErsteErste ... 91011

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1)

Stichworte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •