Umfrageergebnis anzeigen: Warum besuchst du keine Turniere (mehr?)

Teilnehmer
101. Du darfst bei dieser Umfrage nicht abstimmen
  • Armeelisten sind mir zu hart

    32 31,68%
  • Suppenarmeelisten sind zu hart

    33 32,67%
  • Armeen gefallen mir einfach optisch nicht

    17 16,83%
  • Suppenarmeelisten gefallen mir einfach optisch nicht

    27 26,73%
  • Habe gehört die Spieler sollen dort unangenehm sein

    14 13,86%
  • War dort und habe sehr unangenehme Spieler erlebt

    24 23,76%
  • kompetitive Spiele machen mir keinen Spass - ich spiele nur aus Spass

    39 38,61%
  • Ich spiele nur den Fluff

    13 12,87%
  • Der Aufwand für ein paar wenige Spiele ist mir zu hoch

    20 19,80%
  • Mir ist dieser Aspekt des Hobbies zu teuer

    11 10,89%
Multiple-Choice-Umfrage.
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Ergebnis 51 bis 60 von 184
  1. #51
    Tabletop-Fanatiker
    Avatar von Haakon
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    Mir gefällt tatsächlich der optische Aspekt einfach nicht. Derzeit braucht man Imperium kaum ohne Suppe spielen. Die Balance ist weiterhin Mist, sodass ich nicht das spielen kann, was ich möchte. Daher spiele ich lieber gar nicht als falsch zu spielen
    Ich habe diese Staple-Auswahlen schon bei TCGs gehasst. Ist wie bei Yugioh damals, 30 Karten sind Pflicht, die letzten 10 geben eine Nuance anderes Spielgefühl.

  2. #52
    Erwählter

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    Standard

    Soup existiert nicht mehr? Astra battalion + 3 blood Angel slam captain + knight gallant ist keine soup?
    Craftworld + ynari + drukhari ist keine soup?
    Also es gibt momentan keine einziege top Liste die nicht total soup ist.
    Gibt es eine nicht soup Chaos Liste die erfolgreich in Turnieren ist?
    Sich ne Assassine oder so reinzustellen das ist für mich auch keine soup. Aber betrachtet man mal die letzten 8 großen turniere waren in den top ten nicht eine einziege Liste die sich halbwegs mono nennen kann und das eben weil nur Rosinen gepickt werden. Das ist schon arg öde
    Geändert von Daknallbomb (11. October 2018 um 18:14 Uhr)

  3. #53
    Grundboxvertreter
    Avatar von Shub Niggurath
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    Zitat Zitat von DuderusMcRulerich Beitrag anzeigen

    Wirklich, diese Mentalität ist eher die Ausnahme als die Regel. Ja, die Leute wollen so gut spielen wie sie können. Aber das macht einen Unterschied. Die meisten wollen in erster Linie "für sich" gut spielen, und nicht "dich besiegen". Sie versuchen nicht Regeln zu biegen um dir eine rein zu würgen. Sie wollen mit sich selber zufrieden sein und nen gutes, sauberes Spiel spielen.
    Und zu Events ohne Ranking... kann man machen. Aber am Ende des Tages: Wenn du wie die allermeisten Spieler nicht auf nen Turnier fährst um zu gewinnen, dann ist dir doch egal, wo du am Ende stehst. Juckt doch keinen, da guckt auch keiner drauf.
    Was ist denn auf einem Turnier gutes spielen, wenn nicht gewinnorientiertes spielen? Wenn es nicht um den Sieg geht, warum sind dann praktisch alle Turnierlisten hier so baugleich? Wenn es nur darum ginge für sich selbst gut zu spielen, gäbe es die immer gleichen Metalisten hier im Forum doch gar nicht. Man könnte auch mit einer totalen Sammlung aus Codexleichen noch für sich selbst gut spielen, alleine indem man das Beste aus den schlechten Listeneinträgen herausholt.
    Suche: Vallhallaner, Stahllegion und Tallarner.

  4. #54
    Erwählter

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    Ich fahre nur auf Ars Bellica Turniere weil es in der Gegend einfach kaum noch TTM Turniere gibt, und ich (noch) nicht so weit fahren möchte. Außerdem finde ich 2000 Punkte auch zu viel. 1250 bis 1500 mit Beschränkungen empfinde ich als ideal. Auf einem Turnier brauche ich auch keine Superheavies, dass kann ich am Küchentisch schöner haben.

    Die besten Spielerfahrungen habe ich auf Turnieren gemacht. Die schlechtesten am Casual-Tisch. Ich habe dafür viele nette Leute beim Spielen kennen gelernt und ich freue mich jedes Mal die auf den Turnieren wieder zu sehen.

    Vielleicht liegt ja das Problem nicht so an der Nachfrage der Spieler, sondern am Angebot der TO's? Wir haben selber im Club große Probleme ein Turnier zu veranstalten, einfach weil Raummiete, Tische bereitstellen und organisatorische Dinge ein großes Problem für jemanden darstellen, der sowas noch nie gemacht hat. Vielleicht könnten wir ja eine Turnierorganisator-Community aufbauen, wo man sich mit Rat und Tat beiseite steht und wo solche Fragen gezielt beantwortet werden können?

  5. #55
    Malermeister
    Avatar von Legio
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    Das Problem ist im Grunde nicht ob einer ne Suppe, n Eintopf oder whatever zum Turnier schleppt. Das Problem besteht schon viel früher - in der Diskussion was man wie wo und wann spielen darf ohne das man doof ist. Das zeigt sich auch bei den Turnierformaten. Anstatt das man sich als Ganzes darum kümmert n sauberes Format auf die Beine zu stellen wird hier und dort n eigenes Süppchen gekocht und jeder denkt er hat das bessere, tollere und whatever.
    Ich mag viele Ansätze verschiedener Veranstalter, allerdings gibt es bei jedem etwas das irgendwie davon abhält mitzumachen.
    Es würde bereits helfen die olle Suppendiskussion zu stoppen. Wenn jemand drei Fraktionen mischt und es legal ist, dann ist das so. Das ist stärker als die eigene Liste. So what? Ich fordere doch auch nicht den Ausschluss gewisser Spieler im Fußball weil Bayern damit andauernd Meister wird.
    Man sollte sich darum bemühen auch nicht diejenigen zufrieden zu stellen die jetzt bereits auf Turniere gehen/fahren, sondern man soollte mal darauf schauen wieso so viele Leute NICHT auf Turniere gehen und was man tun kann um diese zu mobilisieren.
    Dafür bräuchte es aber den Blick außerhalb der eigenen kleinen Welt und das scheint irgendwie schwer zu sein. Problematisch ist dabei sicherlich, dass es in Deutschland nicht wenig Spieler gibt, aber keine wirklich große Community die alle vernetzt und verbindet.
    || 40k8: Tyranids, Drukhari, Harleys, || Freebooter's Fate: Bruderschaft ||

  6. #56
    Erwählter

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    Also, mein Hauptgrund, warum ich keine Turniere spiele, kommt in der Liste garnicht vor:
    Ich fühle mich nicht (und bin es auch nicht) so regelsicher, dass ich es einem unbekannten Gegenüber zumuten würde, gegen mich spielen zu müssen.

    Ich komme derzeit (was sehr viel ist) auf zwei Spiele im Monat. Das ist mE zu wenig, um wirklich so sicher zu sein, dass es einen flüssigen Spielfluss garantiert. Habe ich erst heute wieder gemerkt, wo ich Einheiten benutzt habe, die ich seltener spiele: Da ist viel zuviel Geblätter dabei, welches MICH ja schon kolossal stört; wie muss es erst beim "Gegner" sein...

    Darüber hinaus werde ich alt, und spätestens nach zwei Spielen lässt dann bei mir auch die Konzentration/Lust nach.

    Schließlich habe ich persönlich auch keine echte Motivation für ein Turnier:
    -Spielen kann ich im Freundeskreis. dafür muss ich nicht groß durch die Gegend fahren.
    -"Lernen" kann ich auch im Freundeskreis, dafür usw.
    -"Gewinnen" werde ich mit meinen skills und der Mono-SM-Armee ganz sicher nix.

    Bleibt die "soziale Komponente", aber auch dafür muss ich kein WH-40K-Turnier aufsuchen.

    Unabhängig davon:
    Gibt es keine Überlegungen, wie man Leuten, die zwar neugierig sind, sich aber nicht trauen, Zugang zu einem Turnier gewährt? So in der Art von Zuschauer/"Sekundant"/"Besucher"?
    Ich hab auch keine Ahnung, wie das konket aussehen soll, aber ich kann mir schon vorstellen, dass da bei einigen ne gewisse Hemmschwelle besteht, die man damit vielleicht umgehen könnte...

  7. #57
    Codexleser

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    Moin.
    Ich denke das jeder der Tuniere meidet, wird sich in irgendeinen deiner Punkte wiederfinden.
    Seit Jahren höre ich mir beide Seiten der Spielerschaft an.
    Man wird es nie jeden recht machen können.
    Darum gibt es ja unter den Tunieren auch so eine vielfältige Form sie auszutragen (z.B. TTM, AB, Highland Regeln etc)

    Tuniere sind halt ein Aspekt des Hobbys für sich.

    Ich zu meinen Teil, kann nervige spiele bei den Tunieren die ich besucht habe, an einer Hand abzählen kann.
    Unfähigkeit, Armeeliste, Regelf....rei oder Aroganz waren bei solchen Spielen bestimmend, meist eine Kombi davon.
    Dazu das fehlenden Talent der Mitspieler gewinnen und/ oder verlieren zu können.
    Sowas kann schnell abschreckend wirken, und einen Erstling davon abhalten erneut ein Tunier zu besuchen.

    Natürlich hoffe ich auch auf meinen künftigen Tunieren mehr neue Gesichter zu sehen um dort mit anderen Püppischuppsern ein paar spannende Spiele zu genießen.

    MfG
    P.S. An alle Nordlinge veranstaltet bitte mal mehr tuniere und besucht sie fleißig

  8. #58
    Aushilfspinsler
    Avatar von Warmachine90
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    Warum ich nicht hinfahre? Weil ich einfach keine Zeit habe und für einen Tag kilometerweit Spritgeld zu verfahren plus Gebühr momentan nicht drin sind. Ich mache z.Z. eine Ausbildung und verdiene mal locker tausend Euro weniger als vorher. Selbst mal eine neue Box muss schon wohl überlegt sein. Ist halt leider so, hat aber ein Ende.

    Ich hatte bisher nur kleine Turniere im Mayener Fantasyland und beim damaligen Spielerkreis besucht. Kleine Punktzahl mit vielen Beschränkungen, bei denen gefühlt eher die Underdogs (natürlich neben den, trotz der Beschränkungen, ausgemaxten Listen) viel erreichen konten. Da waren auch viele Armeen sehr schön bemalt, was dann mit einem Best Painted - Preis geehrt wurden.
    Machte mir auch viel Spaß, da ich eh nicht so regelfest war und auch nicht sonderlich gut war. Trotzdem hat man viele Leite kennengelernt (darunter auch Psychoandy aus Bedburg) und viel gelernt. Unangenehm Momente...hatte ich ehrlich gesagt nur einen. Ein Spieler hatte den Turniersieg nicht erreicht, weil ihm für die unbemalte Armee Punkte abgezogen wurden und nam das recht gleichgültig hin. Der Augenblick blieb mir in Erinnerung, weil ich mich dieser Teil des Hobbies abschreckte. Nur auf Sieg zu spielen, ohne schön bemalte Armeen usw., fand und finde ich bisher eher...unschön.

    Danach hats sich dann einfach nicht mehr ergeben und ich hatte mir viele Videos von z.B. Imothek angesehen. Auch da musste ich die Art zu spielen unter „nichts für mich“ einordnen. Listen mit z.B. nur großen Dämonen oder Spamlisten kichernd als lustig und bunte Tüten zu bezeichnen, hatte ich immer mit meinem Erlebnis verknüpft.

    Da mein neuer Spielerkreis auch eher härter austellen kann und ein paar auch Turniere mögen, hatte ich mich mal an eine Tour nach Bedburg angeschlossen. Kein Tournier, nur mal zocken. Da ich Psychoandy ja noch kannte, freute ich mich auch schon. Er organisierte mir einen Gegner, der wirklich sehr nett und ein angenehmer Gegner war. Und das trotz einer harten Liste die mit sicherheit nicht für B&B. Er hatte einen Centurionstar mit drei Psykern und einer Demi-Battle Company gespielt. Ende der 7. also.
    Ich hab natürlich eins auf die Mütze bekommen, aber hatte trotzdem Spaß, da ich nicht abgezogen wurde. Das war ein Moment, bei dem ich mir dachte, dass die Turnierszene trotz der..sagen wir mal komischen Armeekonzepte vielleicht nicht so schlimm ist, wie ich immer annahm.

    Naja...Turniere hab ich seitdem trotzdem keine mehr Besucht (Zeit, Armee nicht aktuell, zu weit weg...you name it) und bin durch YouTube wieder an dem Punkt, das ich abgeschreckt bin. Das liegt zum Teil an den bunte Tüte - Rosinenpickerlisten und der Art der Kommunikation der Channels liegt. Als Beispiel sei da WhiteFairy genannt, bei deren hotornot Listen vieles (gefühlt) hochnäsig als „kann nix“, „zu schlecht“ usw. abgestempelt wird. Da frag ich mich immer ob so die Szene aussieht und ich mit solchen Leuten spielen mag.

    Andererseits und da muss ich sie einfach lobend erwähnen, gewinnt der Gedanke Turniere zu besuchen gerade duch TAB immer mehr an zustimmung. Gerade weil sie mit viel Witz und Spaß das Turniermeta beleuchten und auch mal etwas kritisieren, ohne gleich abzuheben.


    Hui...ist ja doch mehr als Gedacht. Aber vielleicht finden sich ja einige, die hier noch nichts geschrieben haben, weil sie ähnlich denken, wieder. Das ist jedenfalls mein Standpunkt. Als Fazit: Hätte ich wieder die Zeit und müsste nicht so knickig mit dem Zaster sein, würde ich schon gerne mal hinfahren und einfach mal spielen. Ob ich dann auch mal „Suppen“ und bunte Tüten spielen werde...who knows.

    @ die erwähnten YouTube-Kanälem
    Kein Angriff meinerseits. Ihr habt mit nur als Beispiele gediehnt. Danke für Euer Engagement und den tollen Kontent. Ihr bereichert unser Hobby immens!
    Mein Handeln ist nicht hochgradig vorschriftswidrig. ICH bin hochgradig vorschriftswidrig.
    +++ Kommissaroberst Ibram Gaunt +++

  9. #59
    Hintergrundstalker

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    Zitat Zitat von Shub Niggurath Beitrag anzeigen
    Was ist denn auf einem Turnier gutes spielen, wenn nicht gewinnorientiertes spielen? Wenn es nicht um den Sieg geht, warum sind dann praktisch alle Turnierlisten hier so baugleich? Wenn es nur darum ginge für sich selbst gut zu spielen, gäbe es die immer gleichen Metalisten hier im Forum doch gar nicht. Man könnte auch mit einer totalen Sammlung aus Codexleichen noch für sich selbst gut spielen, alleine indem man das Beste aus den schlechten Listeneinträgen herausholt.
    Ich nehme diesen Post mal zum quoten, antwort bezieht sich aber auf mehrere.

    Was ist gutes Turnierspiel, wenn nicht gewinnorientiertes spielen:
    Ich muss meine Aussage vllt etwas klarer formulieren. Klar möchte man gewinnen. Es gibt da aber 2 Mentalitäten:
    A) Die WAAC (win at all costs) fraktion. Das ist das Bild was hier vom Turnierspieler vorherrscht. Spieler, die jeden Pfennig 2 mal umdrehen. Die anfangen zu diskutieren, wenn ein Modell nicht mehr mit der Base auf ner Geländezone steht, vllt weils runtergerutscht ist. Die Spieler die beim Marker erziehlen das Maßband nochmal rausnehmen und dem Gegner den Marker verweigern wenn er nicht 2,99999999" sondern 3,00000001 entfernt ist, obwohl die Bewegung eh gereicht hätte. Leute die es beim Gegner mit den Regeln übergenau nehmen. Leute die einem Areal spotter verweigern, weil man es verbaselt hat und schon 1 trupp rekruten geschossen hat. Die Zeitspiel betreiben (bei ars bellica zum glück kein problem
    Kurz gesagt: Die, die mit grenzwertigen bis unsportlichen Mitteln um den Sieg spielen. Solche Spieler sind auch unter Turnierspielern verhasst. Siehe den Eklat beim LVO. Da hat das ein Spieler gemacht (er hat dem Gegner die Bewegungsphase beendet, weil er zu früh geschockt ist). Er war von jetzt auf gleich die meist gehasste Person. In der Turniercommunity. Alex war sofort die meist-gefeierte Person. Auch andere große Namen wie Nick, Reece und Brandon machen Podcasts und Blog darüber wie der gentlemans-code auf Turnieren ist. Und selbst an Top Tables bei NOVA oder sonstwo sieht man, wie die "Pros" auch mal 5 gerade sein lassen, playing on intend machen usw. Entspannt spielen halt. Das ist auch das was man hier erlebt.

    B) Spieler die genau das nicht wollen. Spieler die durch ihr eigenes Können gut spielen wollen. Die sich über nen Sieg, den man mit den o.g. Mitteln erzielt, nicht freuen können. Spieler die nach ner Niederlange die Hand geben und trotzdem zufrieden sind, wenn sie sagen können: Ich habe so gut gespielt wie es geht, leider hat es aus Grund XY nicht geklappt. Sei es Zeit, Würfelpech oder auch, dass der Gegner besser gespielt hat.

    Spieler Typ A) findest du kaum. Spielertyp B) massenweise. Auf dem letzten Turnier gegen Chessie und DJ1010 war so ein Spiel B). Es war flüssig sauber. Wir haben verloren, aber auch probs vom Gegner für die Leistung bekommen. Knackpunkt der Niederlage war die Zeit (die ist halt bei teamturnieren immer knapp, das lässt sich nicht vermeiden). Auch wenn wir verloren haben, war es für uns ein erfolgreiches Spiel. Wir haben gequatscht hinterher, reflektiert und sind mit Feedback zum Schluss gekommen, dass das ne super Leistung war. Und damit war unser Anspruch erfüllt. Am Ende auf dem Treppchen zu stehen ist dann die Belohnung wenn alles ganz rund läuft, aber es ist nicht Bedingung für Zufriedenheit. Diese Attitude ist die, die am allermeisten vertreten ist.


    These: Alle Turnierlisten sind baugleich.
    Ein Gerücht, dass sich wacker hält, aber mitnichten der Wahrheit entspricht. Ja die Knight Meta war groß, und in ITC war viel Netlisting, weil die so gut waren. Ist aber halt vorbei und ist hier auch nicht so groß. Das ist eine Filterwahrnehmung. Denn über die Liste die grade am vermeintlich krassesten ist wird am meisten geschrieben. Das selbst diese Liste maximal 5% der Turnierlisten ist fällt nicht auf. Die Warhnehmung ist: "Es gibt nur noch diese Liste".
    Wenn du mal hier in die Listenthreads schaust, dann siehst du, dass hier sehr viel Wechsel stattfindet. Das heftigste was ich erlebt habe bei den Turnieren die ich besuche war ein 20 Mann Turnier mit 4 fast identischen Dark Eldar listen und jetzt das Tac Team Turnier mit 44 Leuten und 6 Pask-Listen. Die Turnierlisten sind unfassbar bunt aktuell. Bei nem TTM Finalturnier oder ner ETC sieht das vllt etwas anders aus. Aber bei den "normalen" Turnieren kann man wirklich nicht von statischem Meta oder copy and paste listen reden. Davon kann sich wie gesagt jeder überzeugen, der sich einfach die Listenthreads anschaut. Jetzt beim Tacteam haben wir ja im endeffekt 6 Gegner gehabt: 2x Tyraniden (aber unterschiedliche konzepte mit und ohne swarmlord), 1x Tau, 1x Astra, 1x chaos demons, 1x heretic astartes. es waren 6 verschiedene Listen mit 5 verschiedenen Fraktionen....
    Das sich "Listentypen" ähneln ist klar. Jeder der ne Hordenarmee spielt hat mechanismen gegen Moralprobleme. Jeder der ne Gunline spielt hat (wenn sein codex das hergibt) etwas screen infanterie um das zu schützen. Jeder der Nahkampflisten spielt hat Mechanismen um seine Truppen zu beschleunigen. Das ist für mich aber nicht copy and pasten, das ist das Spiel spielen.

    So wie das bei uns im kleinen stimmt, stimmt es in Amerika im großen. Natürlich gibts da ne Meta. Aber jüngst hat Nick Nanavati beim Battle for Salvation mit 2000 Punkten Spacemarines (nur 3 assasinen, keine guard dabei nur marines), Platz 4 gemacht. Vor ihm waren 2 unterschiedliche Aeldari Konzepte und eine Knight liste. 4 völlig verschiedene Armeen in den Top 4.

    These: Ginge es nur um einen selber, gäbe es keine Metalisten.
    Ist nen gutes Konterargument, aber das Problem ist Folgendes. Ich hab zB mit Monomarines angefangen. Konnte sie in dem Format aber nicht all zu gut ans laufen bringen. Es macht natürlich nen Reiz mit Handicap zu spielen und zu schauen wie sehr man die Fraktionen die objektiv stärker sind ärgern kann. Für mich persönlich war der Grund des Wechsels, dass ich das Gefühl hatte ich hindere mich daran mich zu entwickeln und besser zu werden. So wie man auf billig Instrumenten schlecht musizieren lernt, so ist es auch mit schwachen Fraktionen schwer sein Skill in Warhammer zu verbessern und ich muss noch viel verbessern. Wenn man mal richtig krass gut ist, wird man auch mit Marines bei nem großen Event in Amiland vierter. Davon bin ich - wie 99% der Spieler - aber noch weit entfernt.
    Netlisten sind beliebt, weil sie es einfacher machen gut zu spielen. In der Regel verzeihen sie viele Fehler, haben viel mehr gute als schlechte matchups und so weiter. Sie sind aber nicht der einzige Weg zum Sieg. Ynnari hatten trotz Castellan-Meta die besten Statistiken in ITC. Waren aber nicht bei den meist gespielten Fraktionen. Warum? Weil es wirklich schwer ist sie perfekt zu spielen. Eine der Anspruchsvollsten Armeen. Sie verzeihen die keine Fehler. Daher taugen sie nicht zur Netlist, weil man vieeel zu viel Übung braucht um sie zu perfektionieren.

    These: Man könnte auch mit Codexleichen gut spielen und dann zufrieden sein.
    Das geht nicht. Wenn ich ne Armee nur aus Terminatoren aufstelle, weil ich sie geil finde, dann kann ich nicht gut mit den spielen weil ich nicht viel tun kann. Viele Gegner schießen mich in einer Runde von der Platte, da bleibt mir keine Zeit zu spielen. Egal wie skilled ich vermeintlich bin. Terminatoren brauchen Jahre um sich durch 120 Mann screen zu fressen. Diese Armee ist so limitierend, dass man da spielerisch nichts mit machen kann.
    Es gibt aber sehr wohl Nieschen-Einheiten die gespielt werden. Company veterans. 2x5 mit Sturmbolter und Sturmschild hatte Nick zB dabei. Sie sind grundsätzlich etwas teuer und nicht so effizient, aber für seinen Gameplan genau das was er brauchte. In anderen Marinesetups funktionieren sie wiederum garnicht. Man sieht sie auch eigentlich nie in ner Marine Liste, sind also vermeintliche Codexleichen.


    Was ich interessant fände wäre mal eine Umfrage: Was sollen Turnierorganisatoren machen, damit ihr Bock kriegt auf Turniere. Denn da draußen sind TOs die dich, dich und dich in ihren Clubs am Tisch sehen wollen und sich über jedes neue Gesicht freuen. Das ganze Ars-Bellica Projekt ist nur entstanden, weils bei uns in der Gegend ne große Hand voll Leute gab die sagen: Ich hab schon Bock auf Turniere, aber TTM ist mir zu hart. So schnell kannst gehen.
    Wenn jetzt hier 2 Hände voll Leute sagen:
    Ich würde schon gerne, aber ich ertrage graues Plastik nicht. Für mich nur mit Bemal- und Basepflicht, oder
    Ich hasse Fraktions gemische. Aber 2000 Punkte wo man sich für exakt 1 Codex entscheiden muss hätte ich bock, oder
    Ich hasse die dicken Dinger (castellan, shadowsword, magnus). Für mich nur ohne LOW,
    Dann wird was passieren. Vllt nicht gleich ne Turnierserie, aber da geht sicher nen TO mal hin und sagt: Passt auf Jungs, wegen der hohen Nachfrage ist Turnier XY jetzt mit 100% bemalpflicht.
    Aus so einer Umfrage könnte man was gewinnen, denn die TOs wollen den "Nachwuchs" in den Clubs haben.
    Geändert von DuderusMcRulerich (11. October 2018 um 22:07 Uhr)

  10. #60
    Tabletop-Fanatiker
    Avatar von Medjugorje
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    Standard

    Zitat Zitat von Zorg Beitrag anzeigen
    Ditto. Das würde mich auch interessieren.
    Die paar wenigen Turnierspieler in München sind halt alle voll TTM Fans..
    "leider"

    - - - Aktualisiert - - -

    Zitat Zitat von Ikarus dV Beitrag anzeigen
    Mich stören Suppen, nach aktuellen Regeln, schon sehr. Ich verstehe die Grundidee, mehr Listenvielfalt zu ermöglichen, durch das Kombinieren verschiedener Fraktionen.
    Aber wie es nun mal so auf Turnieren ist, wird zum absoluten Maximum Rosinen gepflückt, was zur Folge hat, dass die Armeelisten dadurch noch einheitlicher werden. In 3 verschiedenen Codizies gibt es jeweils eine Killercombo/ OP unit, nehme ich mit. Also mehr Listenoptionen endet leider in weniger Listenvielfalt.
    eigentlich genau das gleiche Problem wie in der 7tn Edition.
    "You will die as your weakling father died. Soulless. Honourless. Weeping. Ashamed." Sigismund last words.

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