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  1. #131
    Malermeister
    Avatar von MacB
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    Wenn ich aufzählen müsste, wie oft unsere Kämmerer hier in der Stadt (sowohl offiziell wie auch inoffiziell) vollkommenen Bullshit erzählt haben, wäre Chuck Norris nicht mehr der einzige, der bis unendlich gezählt hat.
    Zitat Zitat von Wolkenmann
    Für Schach sind auch schon lange keine neuen Figuren mehr rausgekommen und der Fluff könnte auch überarbeitet werden.
    It's better to burn out than to fade away!
     

  2. #132
    Bastler
    Avatar von GabbaGandalf
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    Zitat Zitat von MacB Beitrag anzeigen
    Wenn ich aufzählen müsste, wie oft unsere Kämmerer hier in der Stadt (sowohl offiziell wie auch inoffiziell) vollkommenen Bullshit erzählt haben, wäre Chuck Norris nicht mehr der einzige, der bis unendlich gezählt hat.
    Aber Chuck hats 2x geschafft.
    Repent!
     

  3. #133
    Hintergrundstalker
    Avatar von Thannock
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    Zitat Zitat von KLEFAZ Beitrag anzeigen
    Man benötigt auch keine seperate Einreiseerlaubnis für Bayern, NRW oder Berlin. So ein Bundesstaat ist schon praktisch, nicht?

    In einer Sache muss dich dir aber Recht geben. Ich hatte das, aus irgendeinem Grund, so verstanden das dein Großvater nach Italien umziehen und dort arbeiten möchte. Du meinst aber nur das verreisen aus touristischen Gründen, oder?
    Woher kommt diese Regelung? Die ist mir neu, das Personen mit einer Aufenthaltsgenehmigung in Deutschland nicht frei im Schengenraum der EU umherreisen dürfen. Meines Wissens nach besitzt jede Person mit einer gültigen Aufenthaltserlaubnis in Deutschland das Recht sich einen begrenzten Zeitraum in einen anderen Staat des EU-Schengenraumes aufzuhalten, und das bereits seit dem 26.03.1995.
    Ich kann nur sagen dass mein Großvater sich bei den deutschen Behörden darüber aus Angst informiert hat und es ihm so geschildert wurde. Er hat eine unbefristete Aufenthaltserlaubnis, lebt in Deutschland, möchte das auch weiterhin, man hat ihm aber nahegelegt die deutsche Staatsbürgerschaft anzunehmen damit ihm beim Reisen innerhalb der EU keine Probleme entstehen.

    https://www.washingtonpost.com/outlo...=.eaed20e35b43



    Dazu: https://twitter.com/faisalislam/stat...33497558122496

    Einfach mal darüber nachdenken was er sagt und wo das Problem liegt.
    Ja, da wird die vorläufige Einigung über die May abstimmen lassen wollte als ihre Idee dargestellt. Das ist aber nicht korrekt. Nur weil ich als Unterhändler irgendwohin fahre und mit einem Vorschlag zurückkomme und über den Abstimmen lasse, weil die Gegenseite nicht zu Zugeständnissen bereit ist, heißt das nicht dass das meine Idee war, das wird aber so dargestellt, ich verweise noch einmal auf meinen Artikel der irischen Seite, dort wird dargestellt wie der Backstop in die Verträge gekommen ist.

    Ich war auch schon einmal in Frankreich zu Verhandlungen über nicht abgenommene Kartoffeln. Die Gegenseite sagte sie möchte 200.000€ von uns. Dies teilte ich meinem Chef mit und lies ihn darüber entscheide, das heißt jedoch nicht dass es meine Idee war.

    Der Dünnpfiff und die um 180° verdrehte Realitätswahrnehmung sind der Grund für den Brexit und dessen Status Quo.

    Die EU hat die Briten nicht genötigt das zu machen, es ist nicht Aufgabe der EU das zu planen (mal die Vertragswerke LESEN und VERSTEHEN bitte) und es war nicht die EU die am morgen danach die Britische Version "Ausländer raus" krakeelt hat. Nö, waren alles die Brexiter und ich war da live dabei. Das genau andersrum zu behaupten ist schon starker Tobak ganz zu schweigen von vollkommen realitätsfern.


    Das ist keine schöne Art. Das muss ich einfach mal sagen. Man kann über vieles diskutieren, aber jemandem vorzuwerfen er wäre von der Realität entrückt um damit seine Meinung zu diskreditieren ist doch keine Diskussionsgrundlage.

    Zu dem Thema "Ausländer raus". Das stimmt doch nicht. Niemand will Ausländer aus Großbritannien werfen und es ist doch ein zentrales Anliegen dass Arbeitskräfte, Studenten, etc. bleiben können.

    Ich zitiere mal meinen Zeit Artikel:

    In dem Vertragsentwurf werden nun auch die Rechte der gut drei Millionen Menschen aus anderen EU-Staaten geregelt, die derzeit im Vereinigten Königreich leben. Sie haben das Recht zu bleiben, zu arbeiten oder zu studieren. Auch Ansprüche bei Krankenversicherung, Renten und sonstigen Sozialleistungen werden garantiert. Dasselbe gilt für Bürgerinnen und Bürger, die erst während der Übergangsphase ankommen. Alle dürfen laut Barnier Familienmitglieder wie Ehe- oder Lebenspartner, Kinder oder Eltern "während der gesamten Lebenszeit" nachholen.
    Für mich hört sich das nicht nach Ausländer raus an.

    Und als einer dessen Leben dadurch massiv beeinträchtigt wurde: Die Briten haben alles und noch mehr verdient was jetzt kommt. YOU made your bed, now lay down in it.

    Man hat es ihnen fast drei Jahre lang gepredigt, sie haben es nicht geglaubt. Da ist nicht die EU schuld. Einschränkung der Freizügigkeit - aber bitte nicht für uns Briten. Da hat die EU schon recht Cameron den Vogel zu zeigen. Alle Annehmlichkeiten aber keine Nachteile oder Kosten, hier bitte ist die Tür - bitte von aussen schliessen.

    Falls es den Briten tatsächlich gelingt mehrere tausend Jahre Logik und Ökonomie zu widerlegen, meine Hochachtung, alleine die Daten und meine Beobachtuung lassen mich zweifeln. Die Ausländer folgen der Aufforderung "fuckoff", dumm nur das die alle wichtige Jobs innehaben... Aber ist halt einfacher "die EU" und "die Ausländer" zu krakeelen als sich an die eigene Nase zu fassen oder gar ECHTE Zahlen zu verstehen (die Ausländer zahlen mehr ein als sie kosten, massiv sogar).

    Dumm nur das "die Elite" sich den Brexit leisten kann, das Fußvolk aber nicht. Auch das ist nicht das Problem der EU.

    Um abschließen die Brexit Helden zu zitieren: "Vielleicht sind wir dann ärmer, aber wir sind frei". Geht, geht mit Gott, aber geht. Soviel Realitätsverlust kann man nicht mehr mit Worten korrigieren.


    Wie gesagt, ich kenne die Situation in Großbritannien. Viele Städte dort bluten aus. Ich fahre mein ganzes Leben zurück dorthin. Ich kann nicht sehen dass es den Menschen dort besser geht. Was ich sehe das ist verfallende Industrie, sterbende Städte, florierender Drogenhandel, Menschen die wenig Perspektive haben. Wenn ich die Entwicklung der letzten 20 Jahre anschaue dann geht es bergab.

    Dass Statistiken etwas anderes sagen können, geschenkt. Man kann sich etwas mit dem Warenkorb beschäftigen oder damit wie er über die Jahre verändert wurde, mit Kriminalitätsstatistiken und damit dass es bei deren Erfassung in den letzten Jahren über 200 Änderungen gab, damit wie "Arbeitslose" erfasst werden und wer rausgerechnet wird. Natürlich kann es sein dass mein BIP steigt und mein Pro-Kopf Einkommen. Das sagt aber, ähnlich wie in Deutschland nichts über die Verteilung aus.

    Ich habe mittlerweile das Gefühl dass man sich fragen muss, ist der Freihandel wirklich das was uns als Gesellschaft nach vorne bringt? Oder ermöglicht er erst eine noch stärkere, subtilere Ausbeutung, da ich immer die Möglichkeit habe Jobs und Gewinne ins Ausland zu verlagern? Wie sehr ist der Freihandel und die Globalisierung tatsächlich an unserem Wohlstandsgewinn beteiligt und wie viel sind technische Entwicklung? Und läuft das was wir sehen, immer höhere Arbeitsbelastung der Arbeitsbevölkerung bei ständiger Erreichbarkeit nicht den Erwartungen entgegen die man aufgrund der steigenden Technisierung haben müsste?


    Ich kann es ehrlich nicht sagen, aber ich habe da so ein Gefühl dass sich aus meinen Beobachtungen gepaart mit meinem Verständnis für wirtschaftliche Zusammenhänge zusammensetzt.


    Wir haben steigendes Pro-Kopf Einkommen, eine angeblich positive Netto-Lohn Entwicklung und die geringsten Arbeitslosenzahlen seit Ewigkeiten. Zeitgleich aber eine enorme Armutsgefährdung, immer mehr Menschen die von ihrer Rente nicht leben können und die höchsten Transferleistungen und Beschäftigte bei den Arbeitsagenturen und Jobcentern. Wir haben Fachkräftemangel, zeitgleich aber geringe Löhne. Den größten Bundeshaushalt aller Zeiten, aber trotzdem nicht genug Geld in den Kassen?

    da muss einem doch eine große Diskrepanz auffallen

    EDIT: Und wer daran zweifelt dass es Probleme geben wird mit unserem maroden Wirtschaftssystem, der IWF überlegt jetzt schon wie man bei Strafzinsen auf Buchgeld die Leute davon abhalten kann auf Bargeld auszuweichen...

    https://m.focus.de/finanzen/boerse/w..._10306882.html
    Geändert von Thannock (12. February 2019 um 15:48 Uhr)
     

  4. #134
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    Zitat Zitat von Thannock Beitrag anzeigen
    Ich kann nur sagen dass mein Großvater sich bei den deutschen Behörden darüber aus Angst informiert hat und es ihm so geschildert wurde. Er hat eine unbefristete Aufenthaltserlaubnis, lebt in Deutschland, möchte das auch weiterhin, man hat ihm aber nahegelegt die deutsche Staatsbürgerschaft anzunehmen damit ihm beim Reisen innerhalb der EU keine Probleme entstehen.
    Und dieser Rat kann natürlich nicht damit zusammen hängen, dass ab Brexit für Briten in der EU die Lage extrem ungewiss ist?

    Und zwar, weil die Briten in ihrem Parlament nicht zurande kommen, sich auf was zu einigen, wohlgemerkt.
    Das muss Angstmacherei seitens der EU/Deutscher Behörden sein, richtig?


    Ja, da wird die vorläufige Einigung über die May abstimmen lassen wollte als ihre Idee dargestellt. Das ist aber nicht korrekt. Nur weil ich als Unterhändler irgendwohin fahre und mit einem Vorschlag zurückkomme und über den Abstimmen lasse, weil die Gegenseite nicht zu Zugeständnissen bereit ist, heißt das nicht dass das meine Idee war, das wird aber so dargestellt, ich verweise noch einmal auf meinen Artikel der irischen Seite, dort wird dargestellt wie der Backstop in die Verträge gekommen ist.

    Ich war auch schon einmal in Frankreich zu Verhandlungen über nicht abgenommene Kartoffeln. Die Gegenseite sagte sie möchte 200.000€ von uns. Dies teilte ich meinem Chef mit und lies ihn darüber entscheide, das heißt jedoch nicht dass es meine Idee war.
    "It consequently seems essential for the UK to commit to ensuring that a hard border on the island of Ireland is avoided, including by ensuring no emergence of regulatory divergence from those rules of the internal market and the Customs Union which are (or may be in the future) necessary for meaningful North-South cooperation, the all-island economy and the protection of the Good Friday Agreement."
    Zitiert aus einem entsprechenden Artikel, der sich mit dem Thema beschäftigt.

    Hier noch mal ein Link (weil du deswegen gemault hast ) https://www.rte.ie/news/brexit/2018/...tony-connelly/

    Und hier ein zentraler Satz aus dem Artikel:

    Firstly, London was positing the full resolution of the border through the future relationship, not the divorce.
    Alles was dann zum Backstop führte basiert auf den Prämissen aus London und stellt einfach eine logische Weiterführung ihrer Ideen dar. Es gibt nur innerhalb der Koalition von Mays Regierung 90 Parlamentarier, denen das die eigene Tour versauen würde. Daher deren Widerstand.

    Das ist keine schöne Art. Das muss ich einfach mal sagen. Man kann über vieles diskutieren, aber jemandem vorzuwerfen er wäre von der Realität entrückt um damit seine Meinung zu diskreditieren ist doch keine Diskussionsgrundlage.
    Wenn jemand sich weigert, Fakten als solche anzuerkennen (und bislang macht sich nur eine Seite in diesem Thread dessen schuldig...und es ist nicht die Remain-Seite), dann ist eine Diskussion eh zum scheitern verurteilt. Weil man nicht miteinander redet, sondern nur zueinander.
    Und ja, das ist nicht schön. Aber es ist nichts desto trotz die Wahrheit. Und den Schuh werden sich Brexiteers zeitlebens anziehen müssen und nicht loswerden können.

    Zu dem Thema "Ausländer raus". Das stimmt doch nicht. Niemand will Ausländer aus Großbritannien werfen und es ist doch ein zentrales Anliegen dass Arbeitskräfte, Studenten, etc. bleiben können.
    Niemand? Also ist das ganze Gerede von Souveränität und "wir wollen unsere Grenzen selber kontrollieren" und "wir wollen keine Afrikaner hier" nie passiert? Nett dass du einen Artikel dazu gefunden hast. Schon mal in eine Brexit-Commentarsektion geschaut?
    Es ging nie um Ausländerfeindlichkeit mein Arsch

    Genau sowas meinen Leute mit "weltfremd" und "Realitätsverweigerung"

    Niemand unterstellt dir, Ausländerfeindlichkeit sei dein Antrieb gewesen. Aber innerhalb der Leave-Kampagne war es einer der ausschlaggebensten Faktoren.


    Wie gesagt, ich kenne die Situation in Großbritannien. Viele Städte dort bluten aus. Ich fahre mein ganzes Leben zurück dorthin. Ich kann nicht sehen dass es den Menschen dort besser geht. Was ich sehe das ist verfallende Industrie, sterbende Städte, florierender Drogenhandel, Menschen die wenig Perspektive haben. Wenn ich die Entwicklung der letzten 20 Jahre anschaue dann geht es bergab.

    Und deine erste Vermutung ist, das ist Schuld der EU? Basierend auf welchen Fakten?

    Möchtest du wissen, wer mehr in Standortentwicklung für benachteiligte Regionen in GB ausgibt, die britische Regierung oder die EU? UK plant momentan die Finanzhilfen für ihren Agrarsektor innerhalb von 7 Jahren zu ersetzen, um das auszugleichen, was ab dem 01.03.2019 nicht mehr von der EU kommt. Und das ist nur der Agrarsektor.
    Mal nen Blick in Bildung werfen? Raten, wer momentan zum Großteil die Forschung an britischen Unis sponsort? Kleiner Tipp...es ist nicht GB. Na, kommst drauf?

    Richtig. Die böse böse EU.


    Wenn dir Brexiteers erzählen, wie viel GB jährlich in die EU einzahlt, weißt was sie dir dabei verschweigen? Wie viel davon direkt von der EU zurück in Projekte zur Unterstützung benachteiligter Regionen in UK zurückfließt.

    Dass Statistiken etwas anderes sagen können, geschenkt. Man kann sich etwas mit dem Warenkorb beschäftigen oder damit wie er über die Jahre verändert wurde, mit Kriminalitätsstatistiken und damit dass es bei deren Erfassung in den letzten Jahren über 200 Änderungen gab, damit wie "Arbeitslose" erfasst werden und wer rausgerechnet wird. Natürlich kann es sein dass mein BIP steigt und mein Pro-Kopf Einkommen. Das sagt aber, ähnlich wie in Deutschland nichts über die Verteilung aus.
    Dann fragen wir doch einfach die echten Profis. Ignorieren wir die Statistiken. Warum denkst du, haben bereits jetzt über 200 bedeutendere Firmen (Stand vor 4 Wochen) ihren Haupt-Sitz von UK nach EU oder andere Länder verlegt UND den Brexit als Hauptgrund dafür angegeben?
    Alle doof?

    Ich habe mittlerweile das Gefühl dass man sich fragen muss, ist der Freihandel wirklich das was uns als Gesellschaft nach vorne bringt?
    Vergleiche, wann ein Land wirtschaftlich einen Aufschwung erlebt (Hinweis, Freihandelsabkommen spielen eine massive Rolle, oder es ist der größte Zufall aller Zeiten) und die Frage beantwortet sich von selbst. Ohne wirtschaftlichen Aufschwung kann eine Gesellschaft sich nur negativ entwickeln, weil das Geld für Fortschritt fehlt.
    Oder ermöglicht er erst eine noch stärkere, subtilere Ausbeutung, da ich immer die Möglichkeit habe Jobs und Gewinne ins Ausland zu verlagern? Wie sehr ist der Freihandel und die Globalisierung tatsächlich an unserem Wohlstandsgewinn beteiligt und wie viel sind technische Entwicklung? Und läuft das was wir sehen, immer höhere Arbeitsbelastung der Arbeitsbevölkerung bei ständiger Erreichbarkeit nicht den Erwartungen entgegen die man aufgrund der steigenden Technisierung haben müsste?
    Und um sowas zu verhindern ist es eine brillante Idee, eine enorm mächtige Organisation, die unter anderem gerade zum Schutz vor solchen Dingen besteht und Werkzeuge dafür hat (EUGH zB.) in den Wind zu schießen und statt dessen auf so Perlen der Philanthropie wie Lord Rees-Mogg zu setzen (das ist der Arsch der Brexit gepusht hat, um davon persönlich finanziell zu profitieren), die deshalb den Brexit wollten, weil die EU ab dem 01.04.19 neue Regularien für Finanzgeschäfte in der EU einführen wollte. Härtere Regularien.



    Ich kann es ehrlich nicht sagen, aber ich habe da so ein Gefühl
    Ich habe mir mal erlaubt, das Problem in dieser Debatte hervorzuheben. GENAU DAS ist hier das größte Problem. Gefühle über Fakten und Logik zu stellen. GENAU DAS.


    Wir haben steigendes Pro-Kopf Einkommen, eine angeblich positive Netto-Lohn Entwicklung und die geringsten Arbeitslosenzahlen seit Ewigkeiten. Zeitgleich aber eine enorme Armutsgefährdung, immer mehr Menschen die von ihrer Rente nicht leben können und die höchsten Transferleistungen und Beschäftigte bei den Arbeitsagenturen und Jobcentern. Wir haben Fachkräftemangel, zeitgleich aber geringe Löhne. Den größten Bundeshaushalt aller Zeiten, aber trotzdem nicht genug Geld in den Kassen?

    da muss einem doch eine große Diskrepanz auffallen
    Oh das fällt auf. Trotzdem wählen genau die Leute, denen das auffällt und die mit am meisten betroffen sind genau die Parteien, die dafür verantwortlich sind (CDU/Torries). Oder noch schlimmer, genau die Parteien, die alles noch schlimmer machen wollen (AfD/UKIP)

    Der beste Weg, dem entgegen zu wirken, ist Institutionen zu stärken, welche die Macht haben, dem entgegen zu wirken. Dieses Jahr sind EU-Wahlen. Wäre evtl. sinnvoll, da mal den Hintern hochzukriegen und sich anzusehen, wer deine Interessen vertreten möchte von den Kandidaten. Und nicht die eigenen.
    Geändert von Veritas II (12. February 2019 um 19:00 Uhr)
     

  5. #135
    Eingeweihter

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    Zitat Zitat von Veritas II Beitrag anzeigen
    [/COLOR]Der beste Weg, dem entgegen zu wirken, ist Institutionen zu stärken, welche die Macht haben, dem entgegen zu wirken. Dieses Jahr sind EU-Wahlen. Wäre evtl. sinnvoll, da mal den Hintern hochzukriegen und sich anzusehen, wer deine Interessen vertreten möchte von den Kandidaten. Und nicht die eigenen.
    So recht möchte man das leider nicht an einer Partei erkennen. Alles Seilschaften, hat man das Gefühl. Ja weniger Gefühl, mehr Recherche. Wahlprogramme sind leider aber auch nicht mehr das was sie mal waren. Und am Ende nur Absichtserklärungen.
    Am liebsten möchte ich eine neue Partei gründen. Aber alleine läßt sich das auch nicht machen. Nicht ohne Unterstützer. Also wohl erst mal klein anfangen.
    An der Basis erkennt man die Partei möchte ich behaupten. Leider sind die an der Spitze der Parteien nicht unbedingt das was sich die Basis wünscht. Ja man wählt den kleinsten gemeinsamen Nenner an die Parteispitze. Die entscheiden dann für einen und das muss nicht das sein was man möchte. Politik ist Konvolut an Kompromissen und wer kann bringt sein Schäfen ins Trockene. Man wünscht sich fast einen Politker mit einer Vision. Aber welche Vision? Ja, werde wählen gehen, nicht wählen ist schlimmer, weil das eine Stimme für die ist, deren Vision man nicht möchte.
     

  6. #136
    Tabletop-Fanatiker
    Avatar von Haakon
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    Wie gesagt, ich kenne die Situation in Großbritannien. Viele Städte dort bluten aus. Ich fahre mein ganzes Leben zurück dorthin. Ich kann nicht sehen dass es den Menschen dort besser geht. Was ich sehe das ist verfallende Industrie, sterbende Städte, florierender Drogenhandel, Menschen die wenig Perspektive haben. Wenn ich die Entwicklung der letzten 20 Jahre anschaue dann geht es bergab.
    Ja, aber woran machst du fest, dass der Brexit die Lösung des Problems ist? Das Problem verfallender Innenstädte gibt es hier genauso wie in GB. Das "Problem" ist halt ein wirtschaftlicher Strukturwandel. Und was die Lausitz treffen wird, das hat vorher eben auch britische Städte getroffen. Ich habe mich sehr nett mit Menschen vom Loch Fyne unterhalten, die wollten vom Brexit nichts wissen, berichteten aber lebhaft davon, dass auf der Ecke nicht so tote Hose war, als man noch mit Schießpulver geschossen hat, oder Straßen mit Kopfsteinpflaster gedeckt hat. Da haben sie ihr Kopfsteinpflaster bis nach Glasgow verkauft und ihre Steinquader bis nach Deutschland verkauft. Heute gibt es auf der Ecke nicht mehr viel, außer guten Whisky und Tourismus. Nun fürchte ich jedoch, dass du den Geist der Globalisierung nicht durch Grenzschließungen in die Flasche zurück bekommst. Du selber möchtest Miniaturen aus GB haben. Ich bin da vielleicht einfach pessimistischer. Ich glaube halt nicht, dass die edle Porzellanfabrik in einem kleinen Nest in GB wieder aufmachen wird, wenn man nur die Grenze schließt und alle nun statt Geschirr bei Ikea zu kaufen, das heimische Unternehmen beleben und finanzieren.

    Wir haben steigendes Pro-Kopf Einkommen, eine angeblich positive Netto-Lohn Entwicklung und die geringsten Arbeitslosenzahlen seit Ewigkeiten. Zeitgleich aber eine enorme Armutsgefährdung, immer mehr Menschen die von ihrer Rente nicht leben können und die höchsten Transferleistungen und Beschäftigte bei den Arbeitsagenturen und Jobcentern. Wir haben Fachkräftemangel, zeitgleich aber geringe Löhne. Den größten Bundeshaushalt aller Zeiten, aber trotzdem nicht genug Geld in den Kassen?
    Nun, wir akzeptieren auch die individuellen Stärken und Schwächen jedes Einzelnen, zumindest tun wir so, bis zu 9., 10. oder 12./13. Klasse. Guter Unterricht läuft binnendifferenziert an die Stärken und Schwächen der Schüler angepasst an (im besten Fall). Der Mensch der dort heraus kommt hat im besten Fall den Rahmen seiner Möglichkeiten ausgeschöpft und unter dem Einfluss seines Elternhauses, der Förderung die ihm zuteil wurde und seiner Biologie einen Schulabschluss erworben.
    Nun kommt der Arbeitsmarkt und die Akzeptanz ist komplett vergessen. Die Berufswahl ist eingeschränkt und selbst jemand, der aufgrund familiärer Probleme usw. einen "schlechteren" Abschluss vorzuweisen hat wird an eben dem gemessen. Ich sehe es wie du, Arbeit findet er trotzdem und ich muss dir auch was die geringen Löhne angeht, Recht geben. Aber wo ist der Sinn dahinter, zunächst die Stärken und Schwächen anzuerkennen und am Ende zu sagen: "du verdienst mit recht weniger, denn du hast dich weniger angestrengt. Ich verdiene mit recht mehr, denn ich habe studiert und mich mehr angestrengt". Ich bin Akademiker und sage dir, ich möchte das nicht. Ich würde mir wünschen, wenn mein Studium mir am Ende eine gleichwertige Rente einbringt, aber nicht mehr? Mit welchem Recht auch? Ich wurde in eine Familie geboren, die sich ein paar Bücher für mich leisten konnte, Sprachreisen oder Musikunterricht wäre aber schon knapp geworden. Ansonsten hatte ich keine Probleme im Elternhaus und konnte dank des Bafögs trotz alleinerziehender Mutter studieren. Lernen fiel mir immer leicht, ich war nichtmal besonders fleißig und habe einen sehr guten Abschluss hingelegt. Ich sehe daran nicht, wo ich mich mehr angestrengt haben sollte als jemand, der mehr familiäre Probleme hatte als ich.
    Ich sehe es gar als Hohn und modernen Sozialdarwinismus zu sagen "du hast dich einfach nicht genug angestrengt". Allein vor diesem Zusammenhang dürfte man "Geringverdiener" gerne in "Geringbezahlter" umbenennen.
    Lange Rede kurzer Sinn, wir haben ein Verteilungsproblem. Und das nicht dank der EU, sondern dank der CDU.

    @ Sniperjack: Inwiefern bist du denn politisch engagiert?
    Geändert von Haakon (12. February 2019 um 19:54 Uhr)
     

  7. #137
    Blisterschnorrer

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    Zitat Zitat von Sniperjack Beitrag anzeigen
    So recht möchte man das leider nicht an einer Partei erkennen. Alles Seilschaften, hat man das Gefühl. Ja weniger Gefühl, mehr Recherche. Wahlprogramme sind leider aber auch nicht mehr das was sie mal waren. Und am Ende nur Absichtserklärungen.
    Am liebsten möchte ich eine neue Partei gründen. Aber alleine läßt sich das auch nicht machen. Nicht ohne Unterstützer. Also wohl erst mal klein anfangen.
    An der Basis erkennt man die Partei möchte ich behaupten. Leider sind die an der Spitze der Parteien nicht unbedingt das was sich die Basis wünscht. Ja man wählt den kleinsten gemeinsamen Nenner an die Parteispitze. Die entscheiden dann für einen und das muss nicht das sein was man möchte. Politik ist Konvolut an Kompromissen und wer kann bringt sein Schäfen ins Trockene. Man wünscht sich fast einen Politker mit einer Vision. Aber welche Vision? Ja, werde wählen gehen, nicht wählen ist schlimmer, weil das eine Stimme für die ist, deren Vision man nicht möchte.
    Ich denke ich weiß was du meinst.

    Vermutlich könnte man das zusammenfassen mit "wen soll ich wählen, alles das selbe in grün, alles Abzocker".

    Aber das stimmt nicht. Bestes Beispiel gerade in Bayern. Dort hat ein Volksbegehren stattgefunden. Läuft morgen die Frist ab. Es geht darum, das Insektensterben zu bekämpfen. Früher hätte sich die CSU einen Dreck drum gekümmert.
    Aber als abzusehen war, dass das Volksbegehren vorzeitig die 10% Hürde nehmen wird, hat Söder bereits gestern angekündigt, einen runden Tisch einberufen zu wollen. Hätte die CSU früher nie getan.
    Aber bei der Landtagswahl haben die Grünen fast 20% geholt. Söder musste mit den Freien Wählern ein Bündnis eingehen, aber wenn von denen mal 2-3 Abgeordnete quer schießen, fehlt ihm die Mehrheit. Also muss er sich mit den Grünen gut stellen.
    Und wie durch ein Wunder entdeckt Söder seine Liebe zu den Bienen. Weil er einen heiden Schiß hat, nächste Wahl noch mehr Stimmen an die Grünen zu verlieren, wenn er jetzt nichts unternimmt, so lange er noch halbwegs die Dinge lenken kann.
    Und die Bauern merken auch, woher der Wind weht und kommen aus heiterem Himmel plötzlich mit eigenen Lösungsvorschlägen, weil sie fürchten, dass man ihnen sonst Lösungen aufzwingt, die ihnen noch weniger gefallen.

    Wahlen haben Konsequenzen. Wäre das anders, würden Konservative weltweit nicht versuchen auf Teufel komm raus innerhalb ihrer Grenzen (und in manchen Fällen drüber hinaus) diese Wahlen zu begrenzen oder zumindest zu leiten. Die wissen nämlich recht genau...wenn die Mehrheit mal wirklich unzufrieden ist, können sie Änderung nicht mal eben so aufhalten.
     

  8. #138
    Hintergrundstalker
    Avatar von Thannock
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    Ich kann gerade nur kurz antworten, aber wen wollt ihr denn wählen?

    SPD und Grüne? Ich werfe nur mal das Teilzeit- und Befristungsgesetz, Agenda 2010, das Gesetz welches die Gewerkschaften endgültig getötet hat, das Netzwerkdurchsetzungsgesetz, Bankenrettung, Kohleausstieh und damit verbundenem Einkauf von Atomstrom und Kohlestrom aus dem Ausland, steigende Mehrwertsteuer („unsozial“ steigt dann um 1% mehr als die CDU geplant hatte) und und und...

    Quasi zu allen Problematiken unserer Zeit haben SPD und Grüne das ihrige beigetragen.

    Lasst euch doch bitte nicht so veräppeln... zu dem Rest schreibe ich später noch etwas.
    Geändert von Thannock (13. February 2019 um 08:21 Uhr)
     

  9. #139
    Testspieler

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    bisher sah ich noch keinen, der von den Migranten aus seinem Haus vertrieben wurde.
    Will es gar nicht vertiefen, aber doch genau dies ist passiert.
    https://www.rtl.de/cms/mieter-muesse...k-2464673.html
    https://www.sueddeutsche.de/politik/...wird-1.2664735 (typisch Alpen-Prawda: nach der Nachricht kommt die Relativierung )
    https://www.focus.de/immobilien/miet...d_5011547.html (gleicher Fall, ohne Prantl-Moralismus)

    Die Sachlage ist relativ einfach: Gemeinden haben die Pflicht angemessene Unterkünfte für zugewiesene Asylanten zu stellen. Eine vergleichbare Fürsorgepflicht für Deutsche gibt es nicht.
    entsprechend werden halt Mieter aus Gemeindeeigenen bzw. Sozialwohnungen geworfen um Asylbewerber unterzubringen.

    Dieser Link zur jungen Freiheit (Trigger-Warnung!!!) ist bezüglich der Rechtslage am erhellensten. https://jungefreiheit.de/politik/deu...UNps0WOEadzROw
    Das Amtsgericht Göttingen urteilte schon Anfang der neunziger Jahre, eine Gemeinde könne einem Mieter die Wohnung für die Unterbringung von Flüchtlingen kündigen, wenn andere Möglichkeiten dafür ausgeschöpft seien. Das Interesse der Gemeinde an der Unterbringung von Flüchtlingen überwiege

    Und angesichts der Tatsache, dass es bei Wohnraum keinerlei Zubau gibt, aber aktuell immer noch eine Stadt größer als Leverkusen, Potsdam oder Heidelberg via Asyl zuwandert (185.853 Personen in 2018) wird sich das eher verschärfen.
    Und ja, das ist nicht primär Schuld der Asylanten, sondern des deutschen Rechtssystems, macht die Sache aber für die betroffenen nicht besser.

    Zum Rest kann ich einfach nichts sagen ohne ausfällig zu werden. Wer ernsthaft behauptet in den letzten 4 Jahren hätte sich in Deutschland nix verändert ist lügt bewusst oder kommt nie aus seinem Provinznest raus oder ist shclciht zu jung ums anders zu kennen. Ich reise beruflich sehr viel und oft mit der Bahn. Und ja, Städte wie Duisburg oder Frankfurt waren schon lange verloren. Aber jetzt sieht es z.T. selbst an ehemals idyllischen kleineren Groß- und Mittelstädten aus wie in einem franz. Banlieu.
     

  10. #140
    Tabletop-Fanatiker

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    Zitat Zitat von Thannock Beitrag anzeigen
    Ich kann gerade nur kurz antworten, aber wen wollt ihr denn wählen?
    Man kann immer nur das kleinste Übel wählen dass zu einem passt. Eine Partei finden zu wollen die 100% die eigene Meinung vertritt ist illusorisch.

    @ Exilant

    gibt es dazu was aktuelles oder nur den alten kram? Sprich kannst Du nachweisen, dass es heute auch noch so ist?

    cya
    Geändert von Naysmith (13. February 2019 um 16:48 Uhr)
    Motto 2018: Nicht nur Tierarten sind vom Aussterben bedroht! Auch Intelligenz, Höflichkeit, Respekt, Treue, Vertrauen, Ehrlichkeit und Zusammenhalt!
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