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  1. #11
    Miniaturenrücker
    Avatar von Steampunk
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    Ich fand Discovery furchtbar.

    Der gesamte Plot ist einfach furchtbar und hat ein riesengroßes Manko und das genau am Anfang.

    Für Was wird Burnham überhaupt verurteilt? OK, versuchte Meuterei, aber ihr den Kriegsausbruch anzuhängen ist lächerlich. Tatsächlich hätte ihr angedachtes Verhalten vermutlich den Angriff der Klingonen sogar gestoppt. Egal.
    Wie Exilant schon schrieb, das macht keinen Sinn, NULL. Selbst versuchte Meuterei hätte nicht sein müssen wenn der fucking vulkanische Botschafter einfach mal mit der KAPITÄNIN des fucking Schiffes gesprochen hätte anstatt daraus eine munkelheimliche Übertragung mit seiner Adoptivtochter zu halten. Burnham hätte daraufhin auch einfach mal der Kapitänin ERKLÄREN können was sie von ihrem Stiefvater erfahren hatte bezüglich eines Erstkontaktes mit Klingonen.

    Aber nein, das tut sie nicht, sie zieht auf eigene Faust diese dumme Meuterei-Scheiße aus... soviel dazu rein rational und logisch erzogen worden zu sein... DAS war genau das Gegenteil davon, es war rein emotional auch wenn in der Serie andauernd versucht wird/wurde ihre Überemotionalität als rationales Handeln zu verkaufen... generell ist sie in fast all ihren Entscheidungen extrem emotional, gerade für einen Menschen der auf Vulkan aufwuchs. Da kann sie noch so stocksteif ein paar logisch klingende Sätze in die Kamera sagen, wenn ihr Verhalten selbst aber rein auf emotionaler Basis fusst, wirkt das einfach nur inkonsequent.

    Somit macht diese ganze "Burnham ist Schuld am Krieg"-Story schon von Anfang an keinerlei Sinn und dieses Sündenbock-Label ist von daher einfach nur Quatsch.

    Ich glaube aber was viel mehr Star Trek Fans an der Serie gestört hat, waren der wirklich überbordende Feminismus und "Frauen sind super stark" Politikzeugs. Fast jeder Mann in der Serie ist entweder ein Weichei, Idiot, Bösewicht oder aber sonst irgendwie unfähig. Als bestes Beispiel in der Hinsicht muss ich an den machohaften Kapitän Pike denken, der zwar immer viel redet und dessen Frisur stimmt, der aber eigentlich nie wirklich was zu sagen hat und zudem eh in der nächsten Szene irgendeine Frau um die Ecke kommt mit ner besseren Idee.

    Auch waren die Charaktere alle, bis auf Saru, alle ziemlich dünn. Ich fand es kam kein wirkliches Crew Feeling auf und nur weil andauernd Frauen auf der Brücke gezeigt werden, die dann aber doch nie was zu sagen haben (denke da an die 2 Damen von den Steuerkonsolen), wird das ganze auch nicht emanzipierter sondern wirkt dadurch nur erzwungen.

    Und dann nehmen die echt aus emotionaler Gefühlsduselei diesen weiblichen Hitler, diese Hitlerella aus dem Paralleluniversum mit und stecken die auch noch in den föderalen Geheimdienst!?! Klar, die Föderation bedient sich einer Massenmörderin die Milliarden über Milliarden von Leben auf dem gewissen hat (in ihrem Universum)... klar...

    Der wohl schlimmste und nervigste Charakter, zumindest für mich, war dieser super intelligente aber absolut nervtötende rothaarige Lockenkopf... uff die sollte vielleicht lustig und aufgedreht rüber kommen, ich fand sie aber nur anstrengend und zudem auch sehr unrealistisch, dass dieser Nervbolzen der eigentlich nur Scheiße labert die ganze Zeit so super intelligent sei.

    Befremdlich war natürlich auch die extrem weit entwickelte Technologie, vor allem wenn man das in der Timeline mal mit dem Star Trek vergleich was alles zeitlich nach Discovery passiert. Da war vor allem dieser spezielle Antrieb schon irgendwie "too much".
    Auch finde ich das Zeitreise Thema ziemlich ausgelutscht und zudem wird es mittlerweile viel zu inflationär benutzt um Serien zu strecken, das Publikum zu verwirren oder mysteriöse Storyplots zu erschaffen. Das Problem gab es auch schon bei Star Trek: Enterprise (also diese Serie von 2001 oder so, nicht die uralte Raumschiff Enterprise), allerdings hat da die Crew besser funktioniert auch wenn die Silikon-Vulkanierin nicht gepasst hat, da wäre eine natürlich aussehende Frau passend gewesen. Da muss ich auch gerade an die ganzen Terminator Filme (nach dem 2ten) denken die auch immer abstruser und hahnebüchener wurden durch immer "komplexere" Zeitreise-Verwirrungen/-strickungen.

    Mittlerweile wird es mit Zeitreisen einfach übertrieben in Filmen/Serien wie ich finde, da dies immer ein leichter Zug ist um IRGENDWAS IRGENDWIE passieren lassen zu können aber vielleicht ist das auch nur Geschmackssache.

    Allerdings, wenn das die Zukunt ist, also gefühlt 70% der Sternenflotte aus Frauen besteht und die die ganzen Kämpfe austragen, dann können wir Männer ja zuhause inner Kneipe bleiben.


    Edit:
    Mir persönlich gefiel die SciFi Serie "the Expanse" in letzter Zeit am Besten in Hinsicht auf Raumschiff-Serien. Die fand ich wirklich gut gemacht und auch realistisch im Bezug auf physikalische Gesetze. Endlich ist eine Raumschiff-Explosion mal gefährlich durch die ganzen Splitter. Bei Beschleunigung lehnt man sich nicht einfach im gurtlosen Sessel zurück. Knochendichte verändert sich bei langfristigem Aufenthalt (bzw. Geburt) auf anderen Himmelskörpern und so weiter:
    Dort fand ich einzig störend die überbordende Religion die in der 3ten Staffel eingeführt wurde durch diese furchtbare Oberpriesterin oder so. Bis dahin fand ich die Serie aber einfach nur großartig. Ab der 3ten Staffel, naja, man muss die Religion ausblenden, dann gehts schon.
    Geändert von Steampunk (9. September 2019 um 00:13 Uhr)

  2. #12
    Hüter des Zinns

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    Man Sieht einfach was ein Bekannter und für mich beliebter Schauspieler ausmacht !

    der Mann wertet die Atmosphäre gleich um 100% auf

  3. #13
    Testspieler

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    Befremdlich war natürlich auch die extrem weit entwickelte Technologie, vor allem wenn man das in der Timeline mal mit dem Star Trek vergleich was alles zeitlich nach Discovery passiert. Da war vor allem dieser spezielle Antrieb schon irgendwie "too much".
    Das man da "nachbessert" und sich der Realität annähert finde ich gut. Also sagen wir z.B. holograhische Displays - da fehlte halt bisher das Geld/ die Computertechnik um sowas einzubauen. Da wir die Technik im Grunde heute schon haben, habe ich kein Problem dass das dann auch vorkommt. Und bei allem bisherigen Serien "war das dann halt auch schon immer so"

    Nervig ist aber, das sie das "science" in "science fiction" weglassen: Trotz aller "space Opera" zeichnet sich Star Trek eigentlich dadurch aus, dass die zugrunde liegende Technologie nicht einfach Techno-Babble ist, sondern alles auf Konzepten basiert die unseres Wissenstandes nach zumindest theoretisch funktionieren müssten. Bei Discovery kommt aber halt immer mehr "Magie" rein.

    Ansonsten halt volle Zustimmung.

  4. #14
    Miniaturenrücker
    Avatar von Aex
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    Edit:
    Mir persönlich gefiel die SciFi Serie "the Expanse" in letzter Zeit am Besten in Hinsicht auf Raumschiff-Serien. Die fand ich wirklich gut gemacht und auch realistisch im Bezug auf physikalische Gesetze. Endlich ist eine Raumschiff-Explosion mal gefährlich durch die ganzen Splitter. Bei Beschleunigung lehnt man sich nicht einfach im gurtlosen Sessel zurück. Knochendichte verändert sich bei langfristigem Aufenthalt (bzw. Geburt) auf anderen Himmelskörpern und so weiter:
    Dort fand ich einzig störend die überbordende Religion die in der 3ten Staffel eingeführt wurde durch diese furchtbare Oberpriesterin oder so. Bis dahin fand ich die Serie aber einfach nur großartig. Ab der 3ten Staffel, naja, man muss die Religion ausblenden, dann gehts schon.
    Stimme dem zu. Finde nur das die Qualität merklich bergab geht, seit Amazon die Zügel übernommen hat. Plötzlich haben Laser bei Vakuum Gefechten wieder Sound. Ganze Charaktere aus dem Buch fallen der Scherze zum Opfer. Alles irgendwie komplett unnötig. Das dritte Buch wurde in der dazugehörigen Staffel einfach lieblos abgebildet. Da hätte man genau wie bei Staffel1+2 locker auf eine weitere Staffel splitten können, zumal mit "Bull" gleich noch einer der besseren Charaktere den Sprung in die Verfilmung verpasste. Sein Part wurde nahezu komplett in Drummers Rolle integriert. Ashcroft nur eine weich gespülte Version seiner Roman Vorlage. Selbst die langsame Zone, verlor bedingt durch die extreme Komprimierung des Plots immens von ihrem Flair. Da macht The Expanse jedenfalls momentan den gleichen Fehler wie viele anderen Filme. Lieber eine Staffel mehr und die Entwicklung der Charaktere glaubhaft vorantreiben, statt alles per Hauruck. Ansonsten war es bis dato sehr gut und schön anzusehen. Und ich fand auch tatsächlich das The Expanse die bisher bessere Serie als Discovery war - wenn man das denn unbedingt in einen Vergleich zwingen muss.

    Bin eigentlich froh über jede gute Fantasy-SciFi-Saga.

  5. #15
    Miniaturenrücker
    Avatar von Steampunk
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    Das man da "nachbessert" und sich der Realität annähert finde ich gut. Also sagen wir z.B. holograhische Displays - da fehlte halt bisher das Geld/ die Computertechnik um sowas einzubauen. Da wir die Technik im Grunde heute schon haben, habe ich kein Problem dass das dann auch vorkommt. Und bei allem bisherigen Serien "war das dann halt auch schon immer so"
    Ja diesbezüglich gebe ich dir natürlich recht, solche Anpassungen sind mehr als in Ordnung, darauf bezog ich mich auch nicht. Aber halt eher so Sachen wie Antriebstechnologie, humanoide KI die ja erstmalig erst bei "the Next Generation" in Form von Data auftratt. Gerade Letzteres fand ich dann schon sehr unnötig, nimmt es sogar Data seine Besonderheit noch im Nachhinein zum Teil weg indem solch eine KI schon bei Discovery existierte. Vor allem war diese KI auch noch absolut charakterlos, ja wurde erst irgendwann in der 3ten Staffel wirklich vorgestellt in einer Folge... höchst peinlich und schwach wie ich finde. Bis dahin war sie ja einfach nur da und wurde NIE auch nur mal irgendwie am Rande erwähnt.

    Da ist selbst "the Orville" die weitaus bessere "Star Trek" Serie als Discovery.

    @Aex:
    Ich kenne die Bücher über "the Expanse" nicht, daher kann ich diesbezüglich nichts sagen.

    Bin eigentlich froh über jede gute Fantasy-SciFi-Saga.
    Ich an sich auch aber Plot und Charaktere müssen eben auch gut ausgearbeitet sein, was meiner Meinung nach, bei Discovery nicht der Fall war/ist.


    Insofern, lasst uns alle auf Picard gespannt sein.

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