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  1. #311
    Testspieler

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    Standard

    Der im Raum hängende Staub vergoldete diesen als Sonnenlicht durch das Ostfenster hereinfiel und die Szenerie hätte eine ganze Heerschar Memoratoren zum Weinen und fiebriger Aktivität gebracht. Sanguinius selbst hätte wohl vielleicht Fulgrim erlaubt die sich bietende Szenerie auf Leinwand festzuhalten wäre er sich dessen bewusst und dieser vor Ort gewesen. Ein kurzes Zucken der riesigen Flügel brachte den Staub dazu tanzende Wirbel zu formen während der Engel ein letztes Mal mit einer Feile die marmornen Konturen nachging ehe er mit schiefgelegtem Kopf einen Schritt zurücktrat. Eine farbige Skizze auf der Werkbank verdeutlichte das Aussehen der Marmorstatue. Dunkles lockige Haar das bis auf die Schultern fiel, ein kleiner Mund mit sanft gewölbten Lippen, dunkle Augen, ein eher schmales ja leicht ovales Gesicht, dazu fließende Roben und ein weites Kopftuch. Sich nähernde Schritte hallten von den Wänden wieder und der Geflügelte Primarch wandte den Kopf nur um seinen Vater neben sich stehen zu sehen. Nicht als jene strahlende Lichtgestalt mit pechschwarzem Haar und goldenen Augen sondern als einen Mann durchschnittlicher Größe und ebensolcher Statur, weder besonders schmächtig noch kräftig. Mit langem dunklem Haar und mäßig gebräunter Haut. Auch das Gesicht harmonierte mit dem Rest, alles zusammen ergab eine so unscheinbare Person das sich auf deren Antlitz nicht der geringste Charakterzug erkennen ließ. Selbst die Augen waren so, weder grau noch braun, weder blau oder grün sondern eine Mischung aus allen Irisfarben. Sanguinius wusste dass sein Vater soetwas wie ein wahres Gesicht oder Gestalt nicht besaß aber dies hier kam dem am Nächsten. Das einzig Auffällige war das was in diesen Augen zu sehen war. Güte, Weisheit und etwas Uraltes das Befremdlichkeit und Demut zugleich weckte. Zumindest war dies bei den bisherigen Malen so gewesen, nun jedoch zeigten sie etwas was ihm durch Mark und Bein ging. So tiefe Traurigkeit dass man meinen könnte selbst die Tiefe des Warp wäre nicht ausreichend sie zu fassen. „Du hast sie hervorragend getroffen.", sagte der Imperator leise ohne den Blick von der Frauenstatue zu nehmen. „Ich sah sie einmal in einer flüchtigen Vision. Sie.. schien mir so vertraut. Wer ist sie?" Der Herr der Menschheit sagte nichts aber sein Schweigen brachte die Grundfesten des Zimmers beinahe zum Beben ehe er sich langsam abwandte. „Jemand der mir einst nahe zur rechten Seite stand." Den Blick zu Boden richtnd wandte er sich ab. „Eine meiner Töchter."

    Sanguinius legte unwillkürlich die Flügel zusammen und brachte seinen Gefieder zum Rascheln als er sie aneinanderrieb, plötzlich hatte er einen trockenen Mund. Er war sich sicher, dass in früheren Gesprächen Andeutungen gewesen waren, ihr Vater sei... Etwas die Schultern hochziehend senkte er den Kopf und kaute leicht auf seiner Unterlippe...der Vater von richtigen Kindern gewesen, welche die er auf die alte Art gezeugt hatte statt über die neue Art. Indem er sich DNA aus dem Körper zog und diese in ein Reagenzglas steckte. Und rein von der Logik her war es bei der Lebensspanne nur natürlich, dass er ganze Armeen aus Nachkommen gezeugt haben könnte. Mit einem Blinzeln stellte er fest, dass er vorher nie über dieses Thema nachgedacht hatte, obwohl ihn seine Brüder und was ihr Vater ihnen über sie erzählte mit der Nase draufgestoß war. Der Imperator lehnte sich gegen die Werkbank, den Blick wieder auf das Bildnis gerichtet. Ein leises Seufzen hallte durch den Raum. „Es war eine der Zeiten in der ich im Grunde ein Normadenleben führte, auch wenn es nicht immer ereignisreiche waren, so gab es nie genug Zeit länger an einem Ort zu bleiben, als für das Werk unbedingt nötig. In jenen Tagen gab es viele Reiche, dass in dem sie aufwuchs schmückte sich mit der Bezeichnung 'Imperium'. Für jene die nur das Heute und die nähere Vergangenheit kennen... eine eitle kindische Bezeichnung. Aber damals nicht zu unrecht. Lange Zeit wusste sie nicht wer und was sie war und ich ließ ihr dies, besuchte sie nur selten. Ihr Leben als Prostituierte führte schließlich zu einem Ereignis in dessen Zuge ich sie schließlich über alles aufklären musste. Danach half sie mir, mal tatkräftig, mal lediglich beratend, bei meiner Aufgabe. Für diese half sie eine gewisse Lehre zu verbreiten, was ihr recht viel Verehrung und Berühmtheit einbrachte." Sein Gesicht wurde düster. „Doch diese Lehre wurde sich selbst entfremdet und zersplittert. Es bekam dem Wohl der Menschheit hinderlich, sodass ich sie und damit das Andenken an Sie vernichten musste." Sanguinius umspielte mit einer Fingerspitze eine seiner Federn während ihm die Gedanken im Kopf kreisten. „Und wie...?" „Genug." Die Stimme des Imperator war leise aber scharf und knapp. „Rühren wir nicht weiter an der Bitternis des Kelchs den ich mir selber zusammengebraut habe!" Kurz schien ein weißes Leuchten von ihm auszugehen und die Statue zu berühren ehe er raschen Schrittes den Raum verließ. Sanguinius blieb mit ihr zurück. Nach einer Weile betrachtete er sie nachdenklich und stellte fest dass seine Arbeit verändert war. Eine einzelne, schwarze Träne prangte nun im Marmor auf der Wange der Frau. Der Engel strich sich flüchtig über die Eigene und als ob es ein Atem wäre der aus großer Tief heraufkam, überfiel ihn ein leichter Schauer.

  2. #312
    Hintergrundstalker
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    Conrad von Nibelle blickte grimmig in den gelblichen Himmel empor, während um ihn herum vom Ruß öliger Schnee zu Boden viel und die Ruinen der zerstörten Stadt noch trostloser wirken ließ. Um ihn herum herrschte geschäftige Eile. Techniker und Servitoren eilten um die kolossalen, humanoiden MK1-Ursus-Kampfanzüge und unterstützten die Piloten mit den letzten Wartungen. Hinter ihm erklang das Stakkato von vielen Stiefeln, als Infanteristen zu ihren neuen Positionen an der Flanke eilten, unterstützt von einem der mächtigen Leman Russ Kampfpanzer. Neben ihm prüften weitere Infanteristen nervös zum hundertsten Mal den Ladestand ihrer Lasergewehr-Energiezellen, gedämpfte Gespräche durch ihre Gasmasken führend. In krassem Kontrast standen die Kurganova-Schwestern, welche sich auf psionischer Ebene miteinander unterhielten, während die Luft um sie flimmerte und so die giftigen Gase von sich fern hielten, die über der Stadt lagen. Priester Simonius predigte laut zu den Soldaten, von Mut und Sieg und dem unsterblichen Glauben an den Imperator, fand aber nur wenig Zuhörer. Conrad schnaubte unter seinem dichten Schnurrbart. Er war kein sehr gläubiger Mann, und er glaubte nicht, dass der Imperator, gesegnet sein Name, den lauten Prediger in der kommenden Schlacht beschützen würde. Sein von den Abgasen grünliches Gesicht strafte seine Worte jedenfalls Strafen. Ein Klopfen an seinem Torso ließ Conrad hinab blicken und ließ ihn instinktiv das Knie beugen, zumindest wenn es ihm möglich gewesen wäre. Er steckte bereits in seinem noch inaktivierten Ursus-MK1-Kampfanzug und überragte die beiden Rabenstrein-Brüder um beinahe das doppelte. „Conrad, sind Ihre Truppen einsatzbereit“, sprach der Oberkommandierende Jonathan von Rabenstein, während sein Bruder, Panzergeneral Benjamin von Rabenstein den Blick über die Linien schweifen ließ. „Sehr bald, meine Herren“, antwortete Conrad mit einem Nicken, während um sie herum mit tiefem Brummen die Ursus gestartet wurden und Energieschilde mit hohem Jaulen aufgeladen wurden. Jonathan nahm dies mit einem zufriedenen Nicken zur Kenntnis. „Wir werden ihren Schlag hier auffangen. Sobald der feindliche Vorstoß zum Halten gekommen ist, werden wir die verderbten Truppen des Feinds umschließen und vernichten. Bruder, du kennst deine Aufgabe, wir sehen uns beim Siegesbankett“. Benjamin von Rabenstein verneigte sich stumm und begab sich zu seinem Fahrzeug. „Conrad, Sie und Ihre Usrus werden der Amboss sein, an dem die feindliche Infanterie zerschellen wird. Den Cognis-Meistern der Aufklärung zufolge besteht das Gros der feindlichen Armee aus einfacher Infanterie. Unser Bombardement hat die inneren Stadtbezirke nahezu unpassierbar für schwerere Panzereinheiten gemacht, sodass…“ Lautes Kreischen und Gebrüll ließ Jonathan innehalten. Dieses Kreischen konnte keinem Lebewesen entweichen. Unter das unablässige Kreischen mischte sich das Klackern von Metall auf Stein und das Fauchen von ausgestoßenen Abgasen. Sofort kam Hektik in die Imperialen Linien, Soldaten sprangen auf und benötigten garnicht die Befehle ihrer Seargents. Die Kurgarov-Zwillinge umarmten sich und Tanja eilte den Soldaten der rechten Flanke hinterher. Jonathan klopfte erneut Conrad auf den Panzer. „Ich vertraue wie immer Ihren Fähigkeiten, Conrad. Zerschmettert sie, egal was kommen mag“. Eine Ruine am Ende des langen Boulevards weit jenseits der imperialen Linien brach zusammen und aus dem Staub krabbelte eine hoch aufragende Gestalt auf einem mechanischen Ungetüm mit vielen Beinen. Weitere, ähnliche Krabbler folgten ihm durch die Lücke und stoßen atonales Kreischen aus. „Hauptsächlich einfache Infanterie, wie?“, meinte Conrad, wohingegen Jonathan nur mit den Schultern zuckte und sich abwandte. Conrad blickte ihm nach, die Luft begann zu vibrieren und Geröll rieselte aus den Ruinen um ihn herum hinab, als der Kommando-Baneblade seine mächtigen Motoren startete und sich in Position begab. Conrad atmete noch einmal tief durch und schmeckte trotz der Filter die ölgesättigte Luft in seiner Maske, als er die Aktivator-Rune seines Anzugs betätigte…


    Conrad von Nibelle blickte grimmig in den gelblichen Himmel empor, während um ihn herum vom Ruß öliger Schnee zu Boden viel und die Ruinen der zerstörten Stadt noch trostloser wirken ließ. Um ihn herum herrschte Stille, abgesehen vom Knistern von Feuern, dem Rieseln von Geröll und dem leisen Stöhnen verwundeter Männer. Conrad selbst hockte neben seinem funkensprühenden Ursus-Anzug, welcher geschwärzt und völlig verbeult als stummer Zeuge eines harten Kampfes zeugte. Er ließ den Blick über die ehemalige Imperiale Verteidigungslinie streifen. Zu seiner linken arbeiteten Maschinen des Mechanikum daran, die Leichen seiner ehemaligen Kameraden in riesige Gruben mit brennendem Promethium zu schieben. Ein Jammer, dachte Conrad bei sich. Aber immernoch besser, als das sie erneut auferstehen und sich gegen ihre ehemaligen Kameraden wenden. Bei diesem Feind weiß man nie. Er stand auf und begab sich zu einem großen Haufen aus verdrehtem und kalt verformten Metall. Eine gigantische, mechanische Kreatur lag vor ihm, die insektenartigen Beine von sich gestreckt und aus einer großen Wunde in der Flanke Öl blutend, die ihm ein Schuss aus einer Laserkanone zugefügt hatte. "Oberst Nibelle!". Conrad drehte sich zu dem Rufenden um. Marschall Jonathan von Rabenstein, zerschunden, blutig, aber lebend, gesellte sich neben ihm. Conrad salutierte zackig, wobei ihm ein schmerzhafter Stich durch seine verletzten Brustkorb schoss. "Rühren, Conrad". Jonathan stellte sich vor ihn und blickte zu ihm hinauf. Obwohl die Rabensteins allesamt keine kleinen Männer waren, überragte sein Leibwächter ihn dennoch um einen halben Kopf. Er verbeugte sich leicht vor dem Hünen und fuhr fort: "Ich schulde Euch mein Leben. Erneut. Das wie viele Mal war das nun?" Conrad hielt den Blick ernst an Jonathan vorbei an einen fernen Punkt gerichtet. "Es ist meine Aufgabe, Euch und Eure Familie mit meinem Leben zu schützen. Ich erfülle meine Pflicht mit Freude und Stolz". Jonathan nickte bedeutete Conrad mit einer Geste, ihm zu folgen. Zu stolz, um seine Verletzungen öffentlich zu zeigen, schloss Conrad zu seinem Herren auf. "Mein Herr, darf ich offen sprechen?" "Natürlich. Reden Sie, Conrad". "Mein Herr, ihr Leben verdanken Sie nicht mir." Er drehte sich leicht um und blickte auf die blutrot gefärbten Metallhaufen hinter ihnen. "Diese Ehre gebührt meinen Männern, die Ihr Leben tapfer opferten, als sie diese Höllenmaschinen aufhielten. Und natürlich Ihrem Bruder". Jonathan blickte ebenfalls zurück auf die zerlegten Ursus-Anzügen, aus denen vereinzelt noch menschliche Körperteile zu sehen waren. "Ja, mein Bruder... Ein Glück, dass er heute auf seinen Spleen verzichtete und in seinem Baneblade geblieben ist". Er zeigte auf das rauchende Wrack des Leman Russ. "Benjamin hat uns erneut den Arsch gerettet, indem er die abgelenkten Höllenmaschinen einen nach dem anderen pulverisierte. Aber Sie haben Recht, Conrad, ohne Ihre Männer wären wir alle nicht mehr hier". Er zögerte kurz. "Conrad, die Ehre gebietet es mir, Ihnen dies zu sagen. Wir haben hier den Hammerschlag der feindlichen Offensive abbekommen. Zwar versuchten Trupps des Feindes unsere Linien zu umgehen, aber diese wurden unter hohen Verlusten an Menschen zurückgeschlagen. Aber hier wütete der Kampf am Schlimmsten. Die Cognis-Meister der Aufklärung werden sich persönlich vor mir rechtfertigen müssen". Sie erreichten eine lange Reihe aus Edelstahl-Tischen, auf welchen Leichen aufgereiht waren und mit den Flaggen von Rabenstein bedeckt waren. Unter den Leichen waren Priester Simonius, oder zumindest das, was von ihm übrig blieb, als eine aufgedunsene Monströsität ihn in einem Anfall von Gewalt zerstückelte. Ein bisschen weiter betrauerte Tanja Kurganova laut weinend den Tod ihrer Schwester, während Nebelschwaden der Trauer um sie herum waberten. Jonathan und Conrad blieben neben einer Reihe an Tischen stehen, welche zusätzlich das Banner der Nibelles trugen. "Ich weiß, viele Ihrer Familie dienen in den Sturmregimentern. Sie werden die höchsten Ehren erhalten, als Zeichen ihrer Tapferkeit. Ihre Namen werden in der Halle der Helden gemeiselt werden. Sie starben in voller Ehre im Dienst an den unsterblichen Imperator. Der Imperator beschützt." "Der Imperator beschützt", murmelte Conrad und verbeugte sich vor seinem Herren und den Gefallenen gleichermaßen.
    Mein Armeeausbau: 158. Rabenstein-Regiment
    Mein Verkaufsthread: Des Badner Base- und Geländebasar

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