WHFB Erwählte des Khaine - PDF komplett online

Sorry war an dem tag in eile😀, hatte ganz schön viel um die Ohren in letzter zeit aber jetzt geb ich mir Mühe
Also:
Die Kampfechsen find ich schön beschrieben die Namen sind selbst mir neu(aus einem Darkblade Roman?ich muss mir auch mal eins zulegen)
als Kundschafter hätte ich ehr Schwarze reiter oder Schatten genommen aber naja. Und das sie die Stadt einfach so betrachtet haben so müssten sie eigentlich gesehen werden besser fände ich es wenn sie abgestigen wären und sich liegend angepirscht hätten.

Zu dem Teil mit den Untoten und der Sonne ich dachte mir den Armeen der Untoten ziehen immer dunkle Wolken und Stürme.

In nächster Zeit werde ich mir auf jeden fall mehr mühe mit den Kommentaren geben hatt wircklich nachgelassen (sch... schule "grummel grummel")
 
Freut mich, dass du etwas mehr schreibst.

Zwar war die Sonne hinter dicken Wolken verschwunden, die er beschworen hatte, doch seine Haut reagierte langsam empfindlich auf das Licht und die Wärme.
Du meinst das, oder? Ich habe geschrieben, dass die Sonne hinter Wolken verborgen ist, aber das heißt ja nicht, dass es gleich ganz dunkel ist.

besser fände ich es wenn sie abgestigen wären und sich liegend angepirscht hätten.
stimmt eigentlich. Ich hab es mir so vorgestellt, dass die hinter einem Hügel stehen, über den sie auf dem Rücken der Nauglir (ja Name stammt aus den Darkblade-Büchern) gerade so hinwegsehen können.

als Kundschafter hätte ich ehr Schwarze reiter oder Schatten genommen aber naja.
Ja, ich hatte schon einen Charakter der Schwarzen Garde und wollte vermeiden, noch mehr einzubauen.

Edit: ich versuche, bald weiterzumachen.
 
So hab mal n bischen kreuz und quer gelesen...
Gute Story! Und guter Styl!


2 Bemerkungen:
Elfen haben keine Bärte! Das erwähnst du als Malekith den Offizier der Stadtgarde tötet.


Und Khaine ist glaub ich männlich! Wird auch von den HE als Mannverehrt, es gibt auch eine Textstelle in einem Armeebuch die das beweisst (glaube ich).
 
So hab mal n bischen kreuz und quer gelesen...
Gute Story! Und guter Styl!
freut mich, dass sich noch jemand meldet.

Elfen haben keine Bärte! Das erwähnst du als Malekith den Offizier der Stadtgarde tötet.
erinnere ich mich jetzt nicht so, aber ich werd nochmal nachsehen.

Und Khaine ist glaub ich männlich!
Ich weiß, dass er normalerweise als Mann verehrt wird. Aber er ist ein Gott. Da kann man doch vermuten, dass er auch in anderer Gestalt auftreten kann.
 
So Leute, es geht weiter. Kritik und Lob sind natürlich erwünscht.

Im Schattenreich

Hallen des Khaine, Schattenreich
2567 IC; 7. Abnehmender Mond

Nach diesen Worten blieb es eine Zeitlang vollkommen still. Sisrall war erleichtert, dass er vorerst nicht auf ewig hier bleiben musste und sich an Tar’atris für den Verrat rächen konnte. Aber noch war er hier und das offenbar zu einem bestimmten Zweck. Irgendetwas wollte Khaine noch von ihm. Als wären seine Gedanken gelesen worden, sprach die Frau auf dem Thron erneut.
„Nun Blutklinge. Wie du weißt, steckt dein Volk in ernsten Schwierigkeiten. Du warst in Ghrond dabei. Du hast die Macht des Chaos gesehen und es gibt weitere Feinde. Ich weiß, dass du deinen Brüdern und Schwestern beistehen willst. Das hast du bereits bewiesen, als du die Wehrlosen gerettet und dich geopfert hast. Ich habe dich schon damals wieder zurück gesandt, obwohl du den Abgrund bereits gesehen hattest.“
Sisrall erinnerte sich an die beruhigende Präsenz, die ihm die Kraft gegeben hatte, sich den Schatten anzuvertrauen und ihnen so zu entkommen. Ihm fielen auch die Bilder wieder ein und er fragte danach. Khaine oder dessen Verkörperung runzelte die Stirn und blickte ihn ernst an.
„Erzähl uns von den Bildern, die du gesehen hast.“
„Ich erinnere mich kaum noch und es ging alles viel zu rasch, aber ich werde es versuchen. Erst habe ich Euren Thron gesehen. Er war leer, aber später konnte ich Euch spüren. Ich habe dann das Gefühl gehabt, durch steinerne Gänge zu gleiten, als hätte ich keinen Körper und schließlich habe ich ein steinernes Becken gesehen. Aber es war nicht mit Wasser gefüllt, sondern mit Macht. Zumindest glaubte ich das. Ich weiß nicht, woher dieses Wissen stammt. Das war alles.“
Er hörte, wie die Krieger, die als Statuen um den Altar standen, aufgeregt miteinander tuschelten und spürte ihre Aufregung. Die Frau saß eine ganze Weile still und grübelnd auf ihrem Thron, den Blick in die schattenhafte Ferne gerichtet. Als Sisrall schon überlegte, ob er etwas Falsches gesagt hatte, hob sie die Hand und brachte die Anwesenden somit zum Schweigen.
„Ich bin überrascht, Blutklinge. Dass du den Thron gesehen hast, war zu erwarten, schließlich warst du in mein Reich übergetreten. Aber die anderen Bilder. Sie zeigen dir eine mögliche Zukunft. Du bist also bereit. Aber ich will dir noch nicht zu viel verraten. Die Auserwählten werden dir sagen, was du wissen musst.“
Ohne ein weiteres Wort löste sich ihr Körper in eine Wolke aus Schatten auf und schoss davon. Die elf Krieger traten an ihn heran. Sie schienen kurz zu zögern, dann trat einer von ihnen vor.
„Nun Blutklinge. Wir sind die Auserwählten. Du hast uns als Statuen am Altar der Absoluten Dunkelheit gesehen. Sag uns, was du empfunden hast.“
Sisrall war ein wenig überrascht von dieser Frage, doch er bemühte sich, seine Gefühle in Worte zu fassen. „Ich hatte den Eindruck, ihr alle hättet ein bedeutendes Leben geführt. Hart aber erfolgreich. Ich wollte aus irgendeinem Grunde dazu gehören. Einer von euch sein. Vielleicht könnt ihr mir mehr sagen?“
Einige nickten. Dieses Mal sprach ein anderer. „Ja Blutklinge. Das können wir. Denn wir alle haben Gemeinsamkeiten. Wir alle waren am Anfang nur einfache Krieger. Manche von uns in höheren Schichten der Hierarchie und manche in tieferen. Doch wir alle waren gut. Erschreckend gut. Irgendwann kam immer der Zeitpunkt, an dem wir feststellten, dass fast niemand in der Lage war, uns zu besiegen. Und wir fragten uns, warum.“
Sisrall erinnerte sich an Drrochaal. Selbst der mächtige Chaosgeneral hatte es nicht geschafft, ihn endgültig zu vernichten. Nun erhob ein anderer der Auserwählten das Wort. „Wir alle waren Meister des Schwertes und wir lernten rasch. Doch alle von uns hatten zudem noch eine weitere Gabe. Wir hatten schwache, aber nützliche Fähigkeiten. Wir konnten zaubern. Und wir alle lebten in einer Zeit, in der jede Waffe benötigt wurde, um zu überleben. Immer stand das Volk der Kinder des Khaine, der Druchii, am Rande des Abgrunds. Übermächtige Feinde bedrohten uns und schienen unaufhaltsam.“
„Aber Khaine lässt seine Kinder nicht im Stich“, fuhr ein anderer fort, „niemals greift er direkt ein, aber immer gibt er uns eine Chance. Wir waren gut. Wir alle haben das Geschenk des Khaine gefunden und mit seiner Hilfe schafften wir es, die Feinde zurückzuschlagen. Letztendlich erlagen wir dann zwar dem Alter, aber unsere Hilfe war nicht mehr vonnöten.“
„Und nun ist es wieder so weit.“ Die wunderschöne Frau war auf ihren Thron zurück gekehrt und ihre Stimme hallte durch die deckenlose Halle. „Wieder steht das Volk der Druchii am Abgrund, am Rande des Untergangs. Du, Blutklinge, hast bereits bewiesen, dass du bereit bist, Opfer zu bringen, um deinesgleichen zu retten, obgleich du keinen von ihnen kanntest. Deshalb musst du abermals zurück. Du musst dein Volk retten. Finde die Marilim und nutze ihre Macht. Du wirst deine Aufgabe nicht allein antreten. Gefährten und der Segen des Khaine werden dir helfen. Aber versage nicht. Wir alle schauen auf deinen Weg, denn von dir hängt es ab. Und nun… kehre zurück!“
Sie schloss den Mund und wartete. Sisrall fiel auf, dass er direkt über dem Ort im Raum stand, wo der Boden den Altar mit ihm selbst drauf zeigte. Dann durchzogen plötzlich feine Risse den Marmorboden und verbreiteten sich rasch. Sisrall wollte zurückweichen, doch er konnte sich nicht bewegen. Er musste zusehen, wie der Boden unter ihm wegbracht. Inmitten eines Schauers aus kleinen und größeren Brocken fiel er in die Dunkelheit. Über sich konnte er noch die Stimmen der Elf hören. „Werde einer von uns….“
Dann schlug er hart auf etwas Festes und plötzlich hatte die Realität ihn wieder.

Der Übergang kam abrupt. Eben noch war er durch die Dunkelheit gefallen und im nächsten Augenblick steckte er wieder in seinem Körper auf dem Altar der absoluten Dunkelheit. Da Sisrall merkte, dass seine Fesseln verschwunden waren, zögerte er nicht. Die Schatten hatte für ihn keine Kälte mehr und zogen sich zurück. Doch er wusste, dass dreißig Stammeskrieger um den Altar standen. Sein einziger Vorteil war, dass sie ihn wohl für tot hielten. So zog der Assassine seine Schwerter und stürzte sich nach vorn. Vor ihm standen zwei Krieger in Lederrüstungen, die bei seinem Anblick die Augen aufrissen, aber zu langsam reagierten. Noch bevor ihre Hände die Griffe ihrer Schwerter gefunden hatten, hatte Sisralls Klingen ihre Hälse wie vorstoßende Vipern durchbohrt. Während die beiden zu Boden sackten, nahm er sich den nächsten vor. Der zog zwar sein Schwert, fühlte sich aber offenbar unwohl bei dem Gedanken, gegen jemanden zu kämpfen, der eigentlich tot sein müsste und wich zurück. Das kostete ihn das Leben, denn er stieß gegen eine Frau und warf beide zu Boden. Mit zwei langen Schritten war Sisrall über ihnen und trat dem Mann die Waffe aus der Hand. Zwei schnelle Stiche und beide sackten schwer blutend zu Boden. Der Assassine trat über die Leichen hinweg und sah sich einem Krieger mit wutverzerrtem Gesicht gegenüber. Sisrall riss seine Schwerter hoch und parierte zwei Schläge nach Hals und Brust, bevor er sich duckte, um dem dritten auszuweichen. Die gegnerische Klinge pfiff über ihn hinweg und Sisrall jagte dem Krieger ein Schwert von unten in den Bauch. Ein schwacher Schlag traf seinen Helm, zeigte aber nicht mehr Wirkung, als einen kurzen Schmerz im Hals.
Sisrall war sich nur noch seiner Feinde bewusst. Während in seinem Herzen Wut und Hass brannten und ihm Kraft verliehen, war sein Verstand kalt und gnadenlos. Er entging dem Stich eines weiteren Kriegers, indem er zur Seite sprang und dann vorstieß. Dadurch handelte er sich zwar eine Schramme am Brustpanzer ein, aber sein Widersache verlor ein Auge. Er schrie auf und ließ seine Waffe fallen. Ohne ein Zögern stach Sisrall noch einmal zu und beendete die Leiden.
Schon kamen drei Krieger auf ihn zu und schnelle Schritte kündeten von weiteren, die sich hinter seinem Rücken näherten. Der Assassine grinste und reckte den drei Näherkommenden beide Schwerter entgegen. Er konzentrierte sich auf die Macht der Schatten, die durch seinen Körper strichen. Tiefschwarze Wolken bildeten sich um die Klingen und stoben davon. Fast beiläufig umwickelten sie die Stammeskrieger und drangen in Mund und Nase ein. Die Druchii schrien ihre Pein hinaus und verkrampften sich, bevor sie abrupt zusammenbrachen. Sisrall wirbelte herum und sah drei weitere Männer, die mit gezogenen Waffen vorsichtige näherkamen. Einer kam dicht an einer der Statuen vorbei und bevor Sisrall wusste, was geschah, hatte diese ihr gezogenes Schwert durch den Körper des Druchii gejagt, sodass es hinten wieder austrat. Das Steinwesen versuchte, die Leiche abzuschütteln und die beiden Überlebenden blicken angstvoll zwischen ihr und Sisrall hin und her. Der nutzte ihre Ablenkung und schritt auf sie zu. Sie entschlossen sich, lieben gegen einen Feind aus Fleisch und Blut zu kämpfen und griffen an. Der Assassine hatte keine Mühe, ihre verzweifelten Schläge mit ruhigen, präzisen Bewegungen abzufangen. Dann drehte er sich halb, entging dadurch einem Stich nach seinem Hals und rammte einem Krieger den Ellenbogen unters Kinn. Der Mann taumelte zurück und Sisrall blockierte einen weiteren Hieb des zweiten. Dann trat er diesem gegens Knie und streckte den Stürzenden mit einem Streich in den Nacken nieder. Sisrall wollte sich gerade dem Krieger zuwenden, dessen Kinn er getroffen hatte, als dieser mit gebrochenem Schädel zu Boden sank. Die Statue stand über ihm, das steinerne Schwert blutig. Täuschte er sich, oder lächelte sie ihm zu? Egal, entschied er.
Überall um den Altar waren die Steinwesen dabei, die Stammeskrieger niederzumetzeln. Sisrall entdeckte Tar’atris, der sich an die Felswand drückte und langsam zu einem der Obeliskentore schob. Beim Anblick des verhassten Verräters, der nun fliehen wollte, kochte die Wut in ihm hoch und verdrängte die Kälte aus seinem Verstand. Er steckte die Schwerter ein und rannte. Tar’atris sah ihn und wollte davoneilen, doch Sisrall schleuderte ihm ein Wurfmesser entgegen. Ein wenig kühle Berechnung hatte der Zorn übrig gelassen und das Messer zerschnitt das Fleisch des Oberschenkels und ließ den Häuptling stürzen. Sisrall packte ihn am Hals und hob ihn hoch, ohne über seine enormen Kräfte zu staunen. Der andere Druchii schlug mit den Fäusten nach ihm, doch die Panzerung und sein Zorn ließen die Treffer bedeutungslos werden. Sisrall drückte fester zu und bald erlahmte die Gegenwehr seines Feindes.
„Hört mir zu, Tar’atris, Ihr elender Hund. Eure Söhne und alle aus Eurem Stamm, die ich getötet habe, verdienten den Tod. Es waren ehrlose Banditen, die den Worten eines Mannes folgten, der nicht damit zu Rande kam, dass seine Angebetete ihn nicht wollte, was ich nur zu gut verstehen kann. Es mag sein, dass Ihr nicht zu Liebe fähig seid, aber Viverla und ich waren es. Ihr habt es zerstört, alles zu Nichte gemacht, obgleich ich Euch geholfen hatte, diesen anderen Stamm niederzumachen. Und was ist der Dank dafür? Ihr braucht nicht zu antworten. Ich habe es erlebt. Doch Khaine wollte meinen Tod nicht und hat meine Seele zurückgesandt. Dafür danke ich ihm und werde ihm einem Ersatz schenken.“
Er stellte Tar‘atris auf die Platte des Altars und nahm den Stab, der der Schlüssel war, in die Hand. Er wartete, während die Statuen noch weitere Stammeskrieger auf der Platte postierten. Aus den Augenwinkeln sah er, wie einer der Krieger durch eins der Obeliskentore floh, doch es war ihm egal. Der Mann würde eh verbluten, so wie die Spur aussah, die er hinter sich herzog. Die Statuen bildeten einen Kreis mit gezogenen Schwertern und trugen Sorge, dass keiner der angeschlagenen Krieger die Opferplatte verließ. Sisrall schlug den Schlüssel gegen die acht Kanten der Platte und rammte ihn dann Tar’atris in den Bauch. Während der Mann zusammenbrach, peitschten die Schatten wie Schlangen durch den ganzen Felskreis, als wären sie von Sisralls Zorn geleitet. Sie türmten sich auf und ballten sich über der Opferplatte.
Ohne direkten Grund wusste Sisrall, dass er einen Fehler gemacht hatte und stürmte davon. Er wählte das nächstbeste Obeliskentor und rannte den Weg entlang. Als er zurück blickte, sah er, wie die Statuen sich allesamt in seine Richtung verneigten und wieder klangen die Abschiedsworte der Auserwählten durch seinen Verstand. Werde einer von uns….
Dann kollabierte die Dunkelheit und breitete sich aus. Die vier Halbbögen zerbarsten und schleuderten Trümmer in alle Richtungen. Die Statuen blickten ihn noch einen Herzschlag lang an und wurden dann zu Staub zerrissen. Die mächtigen Obelisken zerfielen einfach, doch die Dunkelheit schien den Ring nicht verlassen zu wollen und machte an den Toren Halt. Sisrall atmete erleichtert auf. Er hatte nicht das Bedürfnis, schon wieder ins Reich der Schatten gerissen zu werden, zumal er nicht wusste, wie oft Khaine ihn noch zurück senden würde.
[FONT=&quot] Dann traf ihn eine Welle der Kraft, die auf den Kollaps des Altars folgte und schleuderte ihn gegen eine Felswand. Er fühlte, wie die Rüstung über Stein schrammte, doch hören konnte er nichts mehr. Dann fühlte er auch nichts mehr und sank ins Reich des Vergessens. [/FONT]
 
Hallo?

Gibts hier eigentlich noch Leser? Wenn ja, würde ich mich sehr freuen, wenn die mal was sagen bzw. schreiben würden. Solange es kein Feedback gibt, kommt auch keine Fortsetzung. Es muss ja keine umfassende Bewertung sein, sagt einfach Bescheid, dass hier noch jemand ist, dann mach ich auch weiter.

Ansonsten: flix, wo bleibst du? Hast du jetzt auch Probleme mit deinem Computer wie M.Calgar? (würd mich mal interessieren, wann der seine Probleme in den Griff bekommt)
 
Endlich mal wieder ein Kommentar. Na ich denke, das mit den Kampfszenen ist Geschmackssache, aber schön, dass du das so direkt sagst. Ich für meinen Teil kann gar nicht anders schreiben oder ich hab das Gefühl, etwas zu vergessen, wodurch der ganze Kampf unwirklich erscheint. Aber ok, das ist deine Meinung.
 
Noch was!
Nachdem die erste Steinfigur erwacht und dein Held sich überlegt ob sie ihn anlechelt, würde ich nicht "egal, entschied er" schreiben; sondern etwas in die richtung wie:
Ein Schrei riß ihn aus seinen Gedanken! Sämtliche anderen Steinkrieger hatten sich von ihren Sockeln gelöst und schloßen sich dem Kampf gegen die Schatten an und trieben die angsterfüllten Schatten zur Mitte des Altars!


Bei den Kampfszenen hast du vllt recht mit der Geschmackssache!
Musste den Text ganz schnell lesen!
mvg da lutz😉
 
Hi sorry das ich mich nicht gemeldet hab hatte in letzter Zeit Chemi und Englisch Schulaufgabe.

Eine gute Story die die Puzzleteile etwas näher zusammenrückt
Bloß das: niemals greift er direkt ein, aber immer gibt er uns eine Chance.

Ich find Amocklaufende Steinfiguren sind ein sehr direckter Eingriff😛
Und den Schluß des Teils find ich nicht so gut z.B wieso Lächeln die Steinfiguren wenn sie gleich zerfetzt weirden?
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich bin zwar immer noch nicht weiter gekommen mit dem Schreiben, aber der letzte Teil liegt schon zu weit zurück und ich will euch nicht ewig warten lassen.

Die Verbliebenen

Altar der Absoluten Dunkelheit; westliches Naggaroth
2567 IC; 7. Abnehmender Mond

Darmal blickte über das weite Tal, das sich vor ihm ausbreitete. Die Entbehrungen hatten sich wirklich geloht. Umschlossen von einem weiten Kreis steiler Berge, war der Talkessel von einem dichten Wald bedeckt, den ein breiter, flacher Fluss in der Mitte teilte. Hier würden sie sicher eine Weile überleben. Er blickte über die Schulter. Viertausend waren es, die ihm gefolgt waren und sie alle sahen ausgehungert und entkräftet aus. Viele trugen nach vier Tagen gnadenlosen Marsches nur noch Fetzen einstmals kostbarer Kleidung und die Augen lagen tief in den Höhlen. Doch sie waren am Leben und hatten es bis hierher geschafft. Sie würden ja nicht dauerhaft hier bleiben. In einer Woche war das Chaosheer sicher weitergezogen und sie konnten nach Ghrond zurückkehren. Wie viel dort noch übrig sein würde, daran mochte Darmal im Moment nicht denken. Er trug die Rüstung des Drachau und war für diese Leute ein Vorbild.
Er wartete, bis auch die Letzten aufgeschlossen waren und begann dann, langsam hinabzusteigen. Kalrim, der ehemalige Offizier der Stadtwache hielt sich dicht hinter ihm. Einige Späher, die sie von mehreren Stunden ausgesandt hatten, kamen ihnen entgegen. Sie hatten jedoch nichts Neues zu berichten. Der Wald war dicht und würde viel Holz liefern und mit seinem dichten Blätterdach vielleicht auch gegen Niederschläge Schutz bieten. Es schien Wild sowie Beeren und Obst zu geben, sodass sie sich ernähren konnten. Es würde nicht einfach werden für die Stadtbewohner, doch sie konnten es schaffen. Darmal war recht zuversichtlich.
Die Späher wussten jedoch nicht zu sagen, ob das Tal unbewohnt war. Dazu war es zu groß und sie hatten keine Zeit gehabt, es vollständig zu durchkämmen. Einige meinten aber, das Gefühl gehabt zu haben, dass sie nicht allein waren, aber das war Darmal zu ungenau. Keinem der Späher war etwas passiert und es gab genug Platz. Zumindest hoffte er, dass sie niemanden stören würden. Die Stämme der Berge konnten angeblich sehr unangenehm werden.
Plötzlich hallte ein tiefes Dröhnen von den Bergen im Süden wider. Alle blickten auf und sahen nach einigen Augenblicken eine schwarze Wolke, die sich über die Berggipfel erhob und dann langsam wieder in sich zusammenfiel. Dabei wirkte sie, als bestehe sie aus abertausend lebendigen Schatten. Das Ganze dauerte nur Sekunden, dann war sie wieder verschwunden, aber es war ein Anblick, der nicht für Sterbliche bestimmt war und Darmal bekam eine Gänsehaut. Um Verzweiflung unter den Flüchtlingen zu verhindern, schritt er weiter. Dabei fiel sein Blick auf den Wald und er blieb abrupt stehen. Für die Dauer eines Herzschlages blickte er in ein Gesicht, das dort zwischen den Bäumen kauerte und die Näherkommenden ansah. Dann wandte sich die Gestalt ab und verschmolz mit den Schatten des Waldes.
Darmal sprach leise zu Kalrim. „Wir wurden beobachtet. Jemand weiß, dass wir hier sind.“
„Und was sollen wir tun? Hoffen, dass sie uns nichts tun?“
„Ich fürchte, dass ist die einzige Möglichkeit. Wenn wir weiter durch die Berge ziehen, werden Erschöpfung und Hunger bald größere Tribute fordern. Ich zähle einfach darauf, dass wir zu viele sind, um einfach niedergemetzelt zu werden. Und denk daran: Auch den Spähern ist nichts geschehen. So schwer es mir fällt, das zu sagen, wir müssen uns den Bewohnern des Tals anvertrauen, wenn wir überleben wollen. Also sag den Flüchtlingen nichts. Vielleicht lässt man uns ja auch ganz in Frieden, wenn wir am Rand des Waldes bleiben.“
Kalrim nickte, aber Darmal konnte in seinen Augen die gleichen Zweifel sehen, die er selbst verspürte. Sie waren der Gnade von Fremden ausgeliefert.

Viverla’atar wusste nicht, ob sie jemanden umbringen oder lieber selbst sterben wollte. Sie wollte ihren Vater zur Rechenschaft ziehen, obwohl sie wusste, dass sie das niemals könnte. Warum musste er so engstirnig sein!? Als sie heute Morgen aufgewacht war, hatten mehrere Krieger in ihrem Zelt gestanden und den bewusstlosen Sisrall hinaus geschleift. Sie hatten ihn im Schlaf niedergeschlagen. Ihr Vater hatte ihr erklärt, er verdiene den Tod und keiner der Krieger war anderer Meinung gewesen. Ihr Vater hatte vor, auch sie zu bestrafen, weil sie sich dem Assassinen hingegeben hatte. Sie hatte trotzig erwider, sie würde jede Strafe ertragen, aber ihre Liebe zu Sisrall niemals aufgegeben. Doch alles Zetern und Drohen hatte nichts genützt. Die Krieger hatten verhindert, dass sie zu ihrem Geliebten kam und sie hatte von ihrem Vater gefordert, ihn wenigstens wie einen wahren Krieger hinzurichten. Die dazu übliche Vorgehensweise war eine Opferung auf dem Altar der Absoluten Dunkelheit. Viverla’atar hoffte, dass Blutklinge ihr verzieh, wenn er erfuhr, dass sie ihm diese Todesart eingebracht hatte. Doch so würde er mit Würde sterben und direkt in die Hallen des Khaine einziehen. Was Tar’atris sonst mit dem Tempelkrieger gemacht hätte, wollte sie lieber nicht wissen. Womöglich hätte er ihn einfach vom Rand des Lagers ins Tal werfen lassen.
Viverla’atar seufzte. Sie musste sich damit abfinden. Nach dem Recht des Stammes hatte der Vater über seine Kinder volle Kontrolle. Er durfte festlegen, wen sie als Partner bekommen sollten und wen nicht. Und sie beide hatten sich ohne den Segen Tar’atris‘ zusammen getan. Sie durfte keine Gnade von ihren Stammesbrüdern erwarten. In dieser Hinsicht waren sie schon immer skrupellos gewesen.
Sie dachte an die vergangene Nacht zurück. Da war sie glücklich gewesen. Nun versuchte sie sich einzureden, dass er nicht besser war, als andere Männer und dass sie früher oder später einen anderen finden würde. Es half nicht. Die junge Jägerin schlurfte lustlos durchs Lager und warf hin und wieder einem Unschuldigen böse Blicke zu. Vorerst war es ihr egal, was andere über sie dachten. Schon bald würde das Leben normal weiter gehen, aber im Moment wollte sie einfach allein sein.
Plötzlich erklang ein fernes Dröhnen in den Bergen, das den Fels vibrieren lies. Kleine Steine lösten sich aus der Steilwand und kullerten an ihr vorbei. Ein Schatten verdunkelte die Sonne im Süden, doch sie konnte seine Ursache nicht ausmachen, da sie jenseits der Berggipfel liegen musste.
Von einem Moment auf den anderen verwandelte sich die erschrockene Stille im Lager in ein Feuer aus Stimmengewirr und ängstlichen Rufen. Viverla’atar lief umher und versuchte, die Leute zur Ruhe zu bringen. Sie selbst hatte die Ereignisse des Morges vorerst vergessen. Da ihr Vater und ihre Schwester samt ihrem Partner aufgebrochen waren, um Sisrall zum Altar zu bringen, hatte sie das Sagen. Und es war ihre Aufgabe, für Ruhe zu sorgen, obwohl sie selbst keine empfand.
Langsam ebbte die erste Aufregung ab und die Leute kehrten zu ihren Tätigkeiten zurück, jedoch nervöser als zuvor und miteinander tuschelnd. Viverla’atar war inzwischen auf der obersten Ebene angelangt und überlegte, was sie jetzt tun sollte. Sie wollte möglichst schnell vergessen, was geschehen war. Am besten wäre es, wenn sie etwas zu tun hätte. Eine Arbeit, die sie geistig und körperlich beanspruchen würde, sodass sie keine Zeit für Trauer hätte.
Sie marschierte unschlüssig auf und ab und kam dabei auch an dem schmalen Pass vorbei, der zum Altar führte. Ein Stich des Verlustes durchzuckte sie, aber sie ignorierte ihn. Dann bemerkte sie die Gestalt, die sich durch den Pass näherte und dabei kaum fähig schien, ihr eigenes Gewicht zu tragen. Einen Moment lang glaubte sie, Sisrall hätte sich befreit und wäre zurück gekehrt, doch als sie näher kam, erkannte sie den Partner ihrer Schwester. Seine Haare waren schmierig vom Schweiß und seine Gewänder stanken vor Blut. Als sie ihn erreicht hatte, brach er zusammen und sie fing ihn auf und kniete sich hin, damit er lag. Aus seiner Bauchwunde strömte kaum noch Blut, er war am Ende seiner Kräfte.
„Was ist geschehen?“, flüsterte sie mit bebender Stimme. Irgendetwas Schlimmes war ihm zugstoßen. Obwohl sie ihn nie sonderlich gemocht hatte, war er doch ein ganz ordentlicher Druchii und hatte keinen solchen Tod unter Schmerzen verdient. Und was war mit ihrer Schwester? Er hätte sie doch sicher nicht zurückgelassen? Sie musste wissen, was geschehen war.
„Wir waren beim Altar“, begann er stocken. Blut lief aus den Mundwinkeln. „Blutklinge ist stolz und gerade auf die Platte gestiegen. Er wollte deinem Vater wohl keinen Sieg gönnen…“ Seine Stimme erstarb, als ihm Blut in den Hals lief und er hustete. Viverla’atar empfand Stolz für ihren Geliebten, der aber sofort in Trauer umschlug, als ihr klar wurde, dass er nun wirklich tot war.
„Tar’atris hat auf eine Zeremonie verzichtet. Er meinte, er hätte schon genug Zeit vergeudet. Er führte die Schritte durch und Blutklinge wurde von den Schatten verschluckt. Wir dachten, es wäre vollbracht, doch dann geschah das Unglaubliche. Er kam zurück. Es war, als hätte ihn die Schatten wieder ausgespuckt. Er stürzte sich auf uns und metzelte unsere Krieger nieder. Und dann erwachten auch noch die Statuen zum Leben und erschlugen etliche von uns. Besonders die Armbrustschützen waren ihre ersten Ziele. Sie wollten Blutklinge offenbar beschützen. Er war mächtig geworden. Drei von uns hat er mit einem Zauber erledigt und mir hat er den Bauch aufgeschlitzt. Vorher hat er meine Geliebte einfach abgestochen, als wäre es nichts, wofür man mehr Zeit verwenden müsste. Als ich mich davon geschlichen habe, hat er gerade Tar’atris gepackt. Ich weiß nicht, was mit ihm geschehen ist, aber er hat ungeheure Kräfte gehabt.“ Wieder musste er husten und Viverla’atar wartete begierig darauf, dass er fortfuhr, obwohl es sie erschreckte, was geschehen war.
„Er hat deinen Vater fast erwürgt und wie ein Stück Fleisch auf den Altar getragen. Die Statuen haben noch andere auf die Platte gestellt und dann hat Blutklinge den Schlüssel genommen, gegen die Kanten geschlagen und deinen Vater abgestochen. Ich konnte seinen Hass beinahe fühlen. Ich bin losgerannt und hab nicht mehr zurück gesehen. Irgendwann hat sich dann eine dunkle Wolke über dem Altar erhoben und eine Welle der Kraft durchlief das Gebirge. Ich fürchte, der Altar wurde zerstört. Ich bin der einzige. Alle anderen sind tot.“
Er schloss die Lider und Viverla’atar spürte, wie ihre Augen feucht wurden. Sie hatte ihre Schwester gemocht und selbst ihr Vater hatte ihr etwas bedeutet. Und jetzt waren sie tot. Doch es gab noch etwas.
„Und Sisrall?“
Der Mann schlug die Augen wieder auf und blickte sie mit flackerndem Blick an. „Er stand direkt an der Platte. Hoffe nicht, Viverla. Es tut mir Leid, aber ich wollte, dass es einer erfährt.“
Seine Stimme brach ab und mit einem letzten, röchelnden Husten beendete er sein Leben. Damit war Viverla’atar die Letzte aus der Familie. Sie konnte es nicht fassen. Ihr Geliebter tot. Ihre Schwester und ihr Vater tot. Ihre ganze Familie war von einem einzigen Mann ausgelöscht worden. Ihr fiel die Prophezeiung wieder ein, die sie Sisrall erzählt hatte. Dass der Auserwählte Khaines erst den Schlüssel zum Sieg eines der Stämme bringen würde. Sie hatte ihm das Ende verschwiegen, weil sie es selbst nicht hatte deuten können. Nun verstand sie es. Es bedeutete, dass dieser eine den Preis fordern würde. Und dieser Preis waren die Herrscher des Stammes. Und so war es gekommen. Blutklinge hatte ihnen den Sieg gebracht und dann zuerst die Söhne des Häuptlings und dessen potentiellen Schwiegersohn erschlagen, sie selbst verführt und dann alle anderen getötet. Keiner war verschont geblieben, obwohl Viverla’atar natürlich noch lebte. Aber sie war am Boden zerstört. Sie wusste nicht einmal, ob die Sisrall nachtrauern oder ihn hassen sollte, für das, was er getan hatte. Sie war innerlich völlig leer. Was für einen Sinn hatte es, überhaupt noch zu leben? Sie würde den Stamm führen müssen, aber sie hatte keinerlei Erfahrung darin, da es eigentlich die Aufgabe der Männer war. Und sie würde vergessen müssen, was in den letzten Tagen geschehen war. Konnte sie das? Konnte sie Sisrall Blutklinge vergessen? Ihre Familie, die er getötet hatte?
Eilige Schritte erklangen hinter ihr. Zwei Männer in den Gewändern von Jägern kamen hinter ihr zum Stillstand. Sie sahen die Leiche in ihren Armen und die Tränen, die ihr über die Wange liefen. „Verzeiht, Mylady. Wir kommen später wieder.“, meinte er eine beschämt und wollte sich abwenden. Viverla’atar stand auf und wischte die Tränen beiseite. Jetzt war nicht der richtige Zeitpunkt dafür. „Was gibt es?“, fragte sie etwas harscher, als beabsichtigt. Die Männer tauschten einen Blick und dann antwortete der rechte.
„Ich war am Ostrand des Tals im Wald unterwegs. Ich sah einige fremde Jäger umherstreifen, die offensichtlich keine Erfahrung darin hatten. Sie haben mich nicht bemerkt und ich bin ihnen gefolgt. Sie kamen zu einer großen Schar und haben einem Mann in silbergrauer Rüstung Bericht erstattet. Dann kam diese Wolke über die Berge und ich war einen Augenblick abgelenkt. Als ich wieder zu den Ankömmlingen blickte, hatte mich der Anführer bemerkt. Ich bin dann so schnell wie möglich hierher gekommen.“
Viverla’atar seufzte. Es sah so aus, als würde sie die Aufgabe bekommen, die sie sich gewünscht hatte. Also gut. „Wisst Ihr, was sie hier wollen? Und wie viele sind es?“
„Ich habe nicht alle gesehen, da sie hinter einem Kamm verborgen waren. Aus dem, was die Späher ihrem Anführer berichtet haben, schließe ich, dass sie eine Weile hier leben wollen. Sie sprachen von Wild und Obst und von Feuerholz. Ansonsten kann ich nur sagen, dass sie nicht wie Eroberer wirken. Zwar sind da zwei, die gut gerüstet sind, aber die Späher und die anderen, die ich zu Gesicht bekam wirkten ausgezehrt und schwach. Außerdem schienen sie nicht ausgebildet worden zu sein. Selbst für Stadt-Druchii waren es erbärmliche Späher.“
Viverla’atar überlegte kurz. Ihr Stamm war stark geschrumpft. Sie hatten zu viele Krieger verloren. Erst in den Kämpfen gegen ihre Feinde und dann am Altar. Zwar waren etliche Überlebende des anderen Stammes zu ihnen gekommen und hatte geschworen, sie wollen sich ihnen friedlich und ohne Sinn nach Rache anschließen, aber es blieben trotzdem zu wenige, um gegen Eindringlinge vorzugehen. Außerdem mussten viele erst noch die Wunden der Schlacht versorgen. Die junge Jägerin traf eine Entscheidung. Sie wandte sich an den Linken. „Ich möchte, dass du die Leiche begräbst. Dann informier die Ältesten. Ich werde zu den Eindringlingen gehen und herausfinden, was sie wollen. Wir können uns momentan keine Feinde leisten, egal, wie ausgehungert sie sind. Wenn ich morgen um diese Zeit nicht zurück bin, bereite die Verteidigung vor. Verstanden?“
Der Jäger nickte und machte sich sofort an dem Toten zu schaffen. Viverla’atar befahl dem anderen, sie zu führen und versuchte, sich ganz auf die vor ihr liegende Aufgabe zu konzentrieren. Sie konnte sich keine Trauer erlauben. Wenn sie eine Einigung mit den Neuankömmlingen erzielen wollte, musste sie stark sein. Und das würde sie. Sie war nun Häuptling und hatte dementsprechend auch die Verantwortung zu tragen. Unterwegs forderte sie einige Jäger auf, sie zu begleiten und weihte sie kurz ein. Eine kleine Leibgarde würde sicher Eindruck schinden und sie brauchte eine gute Verhandlungsbasis, um die Interessen ihres Stammes zu vertreten. Es sah ganz so aus, als wolle Khaine prüfen, ob sie ihrer Rolle gewachsen war.
 
Nun sind die Hauptpersonen schon nah beieinander und alles fügt sich zu einem Zusammen doch nicht zu schnell sondern langsam das finde ich sehr gut ich kann mir schon fast vorstellen wie es ausgeht:lol:
Ich bin gespannt was weiter passiert.

Aber auch Stadt duruchi sind fast alle Gute Kämpfer denn fast die Ganze Armee wird aus ihnen Rekrutiert und so gut wie jeder Duruchi lernt Kämpfen.
 
Ah, rasch wie immer. Schön.

Nun es freut mich, dass du das Zusammenfinden so gut findest. Allerdings: Viverla'atar ist keine Hauptperson. Dieses Kapitel war das einzige, das bisher (und wohl auch im Folgenden) aus ihrer Sicht geschrieben wurde. Und Darmal hatte Sisrall ja schon gesehen. Aber sie kommen langsam zusammen, das stimmt.

Ich habe nie bezweifelt, dass Stadt-Druchii gute Kämpfer sind. Im Text ging es darum, dass sie schlechte Jäger sind. Wenn ich mich jetzt falsch erinnere, sag mir das ruhig, aber ich glaube, immer nur von Jägern geschrieben zu haben.
 
Geht nicht. Der Wettbewerb ist für Kurzgeschichten, die extra dafür geschrieben wurden. Ansonsten wäre es eine gute Idee. Na, ich werde wohl in nächster Zeit wieder weitermachen müssen, nicht wahr? Ich werde es versuchen. Danke für deine Treue, Flix, auch wenn es in letzter Zeit nicht so voran geht.
 
So, auch wenn ich mir mehr Feedback wünschen würde, mach ich mal weiter, ich glaube, ich sollte meine👎 Leser nicht so lange warten lassen.

In den Bergen

Altar der Absoluten Dunkelheit; westliches Naggaroth
2567 IC; 7. Abnehmender Mond

Langsam klärte sich die Schwärze und wich einem Licht. Sisrall schlug die Augen auf. Über sich konnte er einen leicht gräulichen Himmel sehen und die Sonne schien auf ihn hinab. Doch irgendwie lag seine Umgebung im Schatten. Der Assassine konzentrierte sich auf seinen Körper. Sein Rücken schmerzte vom Aufprall auf den Fels und zahlreiche Muskeln waren gezerrt. Doch alles in allem schien er glimpflich davon gekommen zu sein. Er erinnerte sich noch gut an die Ereignisse im Schattenreich und den Kampf danach. Er bereute seine Dummheit, Tar’atris mit dem Schlüssel abzustechen. Aber der verdammte Häuptling hat es eindeutig verdient. Wer mich erst in seinen Dienst zwingt und mich verurteilt, weil ich mich gegen seine verräterischen Söhne gewehrt habe, brauch nicht auf Gnade zu hoffen. Nun schmort er an meiner statt im Reich der ewigen Dunkelheit.
Sisrall stemmte sich mühsam hoch. Er brauchte unbedingt eine Pause. Die letzten zwei Tage hatten nur aus Läufen und Kämpfen bestanden. Doch er hatte eine Aufgabe. Khaine selbst erwartete von ihm, dass er mithalf, die Druchii zu retten. Und die Auserwählten, die Statuen um den Altar, wollten, dass er einer der ihren wurde. Das war auch sein Ziel. Khaine hatte von etwas namens Marilim gesprochen, doch Sisrall hatte keine Ahnung, was das sein sollte.
Als erstes muss ich aus diesen Bergen, dachte er. Er sah sich um. Nicht weit entfernt lag hinter einigen Felsen eine Wolke aus schwärzester Dunkelheit, wie ein Loch in der Welt. Er hatte den Altar der absoluten Dunkelheit zerstört. Die einstmals mächtigen Obelisken waren zu Staub geworden und er wusste nicht mehr, durch welches der drei Tore sie gekommen waren und durch welches er geflohen war. Aber es spielte keine Rolle. Auch wenn er fühlte, dass die Schatten seine Verbündete waren, wollte er nicht überprüfen, was geschehen würde, sollte er in die Dunkelheit treten. Nein, der Weg war ihm versperrt. Also wandte er sich in die andere Richtung und setzte sich in Bewegung. Viel Auswahl gab es nicht. Am Anfang wurde er schmale Weg auf beiden Seiten von hohen Felswänden begrenzt und später ging die linke in eine bodenlose Schlucht über.
Sisrall schätzte, dass er etwa nach Osten wanderte, doch genau wusste er es nicht. Er wanderte in einem gleichmäßigen Tempo, das er lange durchhalten konnte, ohne zu langsam zu werden. Auf der anderen Seite der Schlucht sah er ebenfalls hohe, steinerne Wände, die schnell in zerklüftete Gipfel übergingen. So verging die Zeit recht eintönig. Irgendwann nach einigen Stunden Wanderung endete die Schlucht neben dem Weg und wechselte sich übergangslos mit einer weiteren Felswand ab. Während des Marsches sah er weder Tiere noch Bäume oder Büsche. Nur einige Moose und Flechten klammerten sich in Risse im Gestein.
Als die Dunkelheit über die Berge hereinbrach und Sisrall völlig im Schatten der hohen Berge wanderte, übersah er beinahe die Höhle in der östlichen Felswand. Er kehrte um und sah noch einmal genauer hin. Tatsächlich! Dort klaffte ein Spalt im Gestein, kaum breit genug für zwei Druchii nebeneinander. Es war ein dunkles Loch und Sisrall wünschte sich eine Fackel. Er überlegte. Der Weg hatte inzwischen die Richtung geändert und führte ihn nach Süden, tiefer ins Eisengebirge. Aber dort gab es nichts, was ihn interessiert hätte. Er wollte seinem Volk beistehen und die Schlachten würden im Osten, im Herzen von Naggaroth, ausgetragen werden. Also betrat er vorsichtig das dunkle Loch. Indem er sich mit einer Hand an der Wand entlang tastete, folgte er dem Verlauf der Höhle tiefer ins Gestein.
Nach einiger Zeit ging ihm auf, dass die Moose in den Wänden der Höhle ein sanftes Licht verbreiteten, gerade genug für seine empfindlichen Augen, um Umrisse zu erkennen. Er dankte seinen Ausbildern, dass sie darauf bestanden hatten, den Tempel dunkel zu halten, um die Novizen an derartige Verhältnisse zu gewöhnen. Für Sisrall verlor die Zeit jede Bedeutung, als er immer tiefer ins Dunkel wanderte, immer einen Schritt vor den anderen setzend, bis er müde und erschöpft von den Kämpfen der letzten Tage zu Boden sank und sich an eine Wand lehnte. Er schloss die Augen, war aber viel zu nervös, um schlafen zu können. Er wusste, dass er das dringend nötig hatte, doch er konnte sich nicht dazu zwingen. Also entspannte er seine Muskeln und dachte nach. In den letzten zwei Tagen war einfach zu viel passiert.
Die wichtigste Frage war, was er jetzt tun sollte. Er hatte eine Aufgabe, aber keine Idee, wo oder wie er anfangen sollte. Er hatte sich entschlossen, nach Osten zurück zu kehren und die Eisenberge zu verlassen. Aber war das richtig? War es vielleicht ein Fehler gewesen, den Altar zu vernichten? Das war in jedem Fall ein Fehler gewesen, da es ihn fast das Leben gekostet hatte. Er beschloss, keine Trübsal zu blasen. Viverla’atar war wahrscheinlich tot, aber er hatte sie gerächt. Khaine und seine Auserwählten hatten etwas Besonderes in ihm gesehen, sonst hätten sie ihm die Aufgabe nie gegeben. Also musste es einen Weg geben. Die Zerstörung des Altars ließ sich nicht rückgängig machen, aber womöglich war das auch nicht nötig. Er würde schon einen Weg finden.
Ein Geräusch riss ihn aus seinen Überlegungen. Ein leises Grollen und Schnüffeln. Es klag gar nicht so fern und sehr bedrohlich. Sisrall erhob sich und schlich den Gang entlang, der weg vom Urheber des Geräuschs führte. Seine Schritte machten keinen Laut, doch das Schnüffeln hinter ihm machte ihm klar, dass das Wesen, das dort in der Dunkelheit lauerte, andere, feinere Sinne hatte. Sisrall trat plötzlich gegen einen kleinen Stein, der krachend gegen die Wand flog. Sofort hörte das Schnüffeln auf und das leise Grollen wurde durch ein markerschütterndes Brüllen abgelöst. Während Sisrall so schnell rannte, wie ihn seine müden Beine trugen und dabei hoffte, nicht gegen die Tunnelwand zu knallen, ertönten hinter ihm schwere, donnernde Schritte. Sie kündeten von beträchtlicher Masse und Kraft. Und sie kamen immer näher. Sisrall sah nicht über die Schulter. Er blickte angestrengt in die Finsternis voraus. Das schwache Licht der lumineszierenden Moose ermöglichte es, die Umrisse der Höhle zu erkennen, sodass er wenigstens den Weg fand. Aber offenbar war er nicht der einzige. Seine Verfolger schlugen zwar immer wieder geräuschvoll gegen den Stein, doch der Assassine vermutete, dass sie das eher mit Schwänzen oder ihren Rümpfen taten als mit dem Kopf voran.
Immer, wenn Sisrall an eine Abzweigung kam, wählte er ohne zu zögern, doch er konnte die Wesen hinter ihm nicht abhängen. Aus dem Klang ihrer Schritte hatte er inzwischen geschlussfolgert, dass es mehrere sein mussten. Sisrall war kein schlechter Läufer und die Rüstung behinderte ihn nicht. Er kam sich wahnsinnig schnell vor, wie er durch die Höhle rannte, und wollte lieber nicht daran denken, was geschehen würde, sollte er in der Geschwindigkeit gegen die Felswand prallen. Doch seine Geschwindigkeit reichte offenbar nicht. Seine Verfolger holten stetig auf und ermüdeten im Gegensatz zu ihm nicht. Es waren wirklich gefährliche Jäger.
Sisralls Beine wurden immer schwerer. Jeder Atemzug brannte in seiner Lunge. Offenbar war die Luft in der Höhle staubig. Außerdem fühlte er die Erschöpfung. Die letzten Tage waren zu viel gewesen. Und dann geschah, was er befürchtetet hatte. Mit einem Scheppern krachte er gegen stabilen Fels und seine Verfolger konnten keine fünfzig Schritt mehr entfernt sein, so deutlich klag ihr dröhnender Atem. Sisrall betastete panisch das Hindernis vor ihm. Eine Wand ragte quer durch den Tunnel. Halt! Nicht ganz. Dort war ein schmaler Spalt, kaum groß genug für einen Elfen. Er bezweifelte, dass er dort mitsamt der Rüstung schnell genug durchkommen würde, doch er hatte keine Wahl. Aufgeben und den unbekannten Höhlenbestien zum Opfer fallen, wollte er nicht. Er schob zuerst einen Arm hindurch. Die Barriere war nicht dick, er würde sich nicht lange hindurch quetschen müssen. Also ließ er schnell das Bein folgen und zwängte sich in die Lücke, doch er kam nicht weit. Ohne über die Schulter zu blicken, änderte er seine Vorgehensweise und steckte zuerst den Kopf hindurch und ließ den Körper dann folgen. Das ging, doch die Verfolger waren inzwischen unangenehm nah. Noch einmal würde er nicht umdrehen können. Er zog sich mühsam mit den Händen voran und schaffte die Beine durch den Spalt. Doch seine Füße waren noch auf der anderen Seite und der linke Stiefel klemmte fest. Er zog und zerrte, doch ohne zu sehen, woran der Fuß hing, hatte er keine große Hoffnung. Dann hörte er das Brüllen der Verfolger keine zwei Schritt hinter sich. Mit einem ohrenbetäubenden Lärm schlugen die schweren Wesen gegen die Felsbarriere und schnappten auch nach seinem Fuß. Er fühlte eine heiße Schnauze, die nach seinem Stiefel zuckte. Der Treffer ließ ihn keuchen, die Wesen hatte wahrlich eine teuflische Kraft. Doch der Fuß war frei gekommen und nur gestreift. Die Zähne der Bestie hatten ihn nicht zu fassen bekommen. Sisrall zog sich schwer atmend weiter. Schnell stand er wieder auf. Seine Verfolger schlugen lautstark gegen die Felsbarriere. Sie rochen ihre Beute und wurden wahnsinnig, weil sie ihn nicht erreichten.
Da Sisrall nicht daran zweifelte, dass sie früher oder später durchbrechen würden, beeilte er sich, Abstand zu gewinnen. Hier gab er keine leuchtenden Moose mehr, doch er setzte schnell einen Schritt vor den anderen. Aber er kam nicht weit. Ohne Vorwarnung ging ein Schritt ins Leere, als der Boden nicht mehr vorhanden war. Er verlor den Halt und stürzte vornüber. Zu seinem Glück fiel er nicht tief. Schon nach einem Meter tauchte er mit einem Klatschen in kaltes Wasser. Obwohl er oben kein Plätschern gehört hatte, war die Strömung gewaltig. Sisrall kämpfte sich an die Oberfläche, hatte aber keine Chance, seine Richtung zu verändern. In haltlosem Tempo ging es abwärts und der Assassine wurde gnadenlos mitgerissen. Er konnte nichts sehen und das Rauschen des unterirdischen Baches übertönte alle anderen Geräusche. Nur einmal glaubte, das Brüllen seiner wütenden Verfolger zu hören. Doch er war keineswegs gerettet. Er kannte weder die Richtung des Wassers, noch wusste er, ob er nicht im nächsten Moment gegen einen Felsen geschleudert werden würde.
Er konnte nur hoffen und zu Khaine beten.

Unterweltmeer; Unterwelt
2567 IC; 8.Neumond

Während Yetail die ältere Zauberin, die sich gerade als ihre Mutter offenbart hatte, nur anstarren konnte, wurde die Stille um sie herum jäh zerrissen. Ein wütendes Zischen ertönte, als Armbrustbolzen durch die Luft fegten, achtern erklangen Schreie. Schwerter wurden gezogen und Befehle gebrüllt. Doch für all das hatte Yetail keinen Blick. Denn plötzlich sackte Erlais nach vorn und warf sie beinahe um. Nur mit Mühe gelang es der jungen Hexe, die Erzzauberin zu halten. Sie spürte, wie ihn eine warme Flüssigkeit durch die Finger rann und auf die dunklen Planken tropfte. Rasch holte sie ihre Lichtkugel dichter. Aus Erlais‘ Rücken ragte ein gefiederter Bolzen. Sie wollte danach greifen, doch es war schon zu spät. Das Herz der Druchii hatte aufgehört zu schlagen und auch die Lunge war in Mitleidenschaft gezogen worden. Erlais war innerhalb eines Augenblicks tot gewesen und Yetail wusste, dass niemand ihr mehr helfen konnte. Sie retten vielleicht nicht, aber sie zu rächen, ist noch möglich.
Sie spürte die Hitze des Zorns in ihr und konzentrierte sich darauf, zog Kraft daraus. Im Schein der Feuer sah sie eines der Piratenschiffe, das sich neben ihres legte. Die Schützen in den Mastkörben luden bereits ihre Armbrüste nach. Yetail breitete die Arme aus und zog Magie aus der Umgebung ab. Schlagartig wurde es kühler, doch das war ihr egal. Ihr Körper brannte förmlich. Sie sammelte jeden Funken arkaner Kraft, den sie zu fassen bekam und sandte die Energie in ihre Fingerspitzen, die sie zusammenpresste. Als sie sie wieder löste, schlugen gleißende Flammen zwischen den Kuppen umher, die immer heller und dünner wurden, je weiter Yetail ihre Hände trennten.
Dann machte sie eine Bewegung, als wolle sie mit beiden Händen Steine werfen. Als ihre Finger in Richtung des feindlichen Schiffes zeigten, genügte ein einziger mentaler Befehl. Bögen aus gleißenden Flammen peitschten durch die Luft und schlugen funkensprühend in Planken und Leiber. Sie konnte sehen, wie der Mann am Heck noch einen Abwehrschirm erzeugte, der jedoch wie Glas unter dem Treffer des Feuers zerbarst. Mit aufgerissenen Augen wurde der Hexer getroffen und verbrannte zu Asche. Das ganze Schiff brannte inzwischen, doch Yetails Zauber hatte noch immer Kraft.
Plötzlich ertönte wieder dieser Klang aus der Tiefe, der ihre Knochen vibrieren ließ. Ein Schatten schoss durchs Wasser und dann schnellte ein riesiges Wesen durch die Oberfläche. Yetail hielt den Atem an. Es war ein Drache der Tiefe und er warf sich zwischen sie und das Piratenschiff. Dann griff er an. Mit titanischer Kraft rammte er das überladene Schiff. Etliche gingen über Bord, doch es war noch nicht vorbei. Mit einem Schlag seiner gewaltigen Flossen katapultierte sich das Wesen aus dem Wasser. Als er über dem Schiff hing, konnte Yetail rot funkelnde Schuppen und messerscharfe Zähne erkennen. Trotz seines Gewichts schnellte das Wesen über ihr Schiff hinweg und zerschmetterte den mittleren Mast als wäre er ein dünner Zweig.
Die junge Zauberin lenkte voller Verzweiflung die feurigen Bögen, die noch immer aus ihren Finger schossen, gegen das Untier. Es dröhnte vor Schmerz und etliche Schuppen schmolzen unter der Hitze. Mit Schrecken sah Yetail, wie einer der Bögen direkt ins Maul der Bestie schlug und dort verheerenden Schaden anrichtete. Dann erlosch ihr Zauber und sie fühlte sich ausgelaugt. Einige Bögen hatten ein weiteres Schiff angesengt, doch die Piraten hatten die drei verfolgten Schiffe aufgebracht und enterten sie. Als einige der Seeräuber vorsichtig auf sie zukamen, zog Yetail ihr Schwert.
Sie trat zu Erlais Leichnam und riss ihr das Amulett vom Hals. Sie wusste, dass sie es nehmen sollte. Sie steckte es in eine Tasche und spürte dort das kleine Buch. Doch die Seedrachen beherrschen mit ihren Flossen die Elemente, besonders natürlich das Wasser, wie kein zweites Wesen. Deshalb wird auch ein Stück einer eben dieser Flossen benötigt. Sie blickte sich um. Neben dem Mitteldeck des Schiffes trieb der Seedrache. Er rührte sich nicht mehr. Yetail packte ihr Schwert fester und rannte los. Sie trat einem der Piraten gegen das Knie und wehrte den Hieb eines anderen ab. Den dritten ließ sie einfach stehen. Sie stürzte sich ins Gemenge auf dem Hauptdeck und versuchte, zur Reling zu kommen. Sie drückte Druchii beiseite und stach hin und wieder zu. Mehrmals entging sie nur knapp einem Treffer, aber sie schaffte es. Sie blickte nicht nach unten, sondern sprang einfach. Etwas unsanft prallte sie auf die Schuppenhaut des regungslosen Seedrachens. Sie war sich sicher, dass er nur bewusstlos war, wollte also nicht zu viel Zeit auf ihm verbringen. Rasch rannte sie zur Rückenflosse. Es war wie bei einem Fisch eine dünne Membran, jedoch ungleich größer und kräftiger. Dicke Adern hoben sich deutlich vor der blassen Oberfläche ab. Yetail hob ihr Schwert und trennte ein Stück aus der Flosse. Sie war so dick wie ihre Finger und obwohl das Stück klein war, lag es schwer in der Hand. Sie steckte es ebenfalls in eine Tasche.
Mit einem Klatschen landete sie im Wasser, als sich der Seedrache aufbäumte. Er stieß erneut einen dröhnenden Laut aus, der von Schmerz kündete und schlug um sich. Die Kälte des Wassers sandte kribbelnde Krämpfe durch Yetails Körper und vor Überraschung und Schock öffnete sie den Mund. Sie schluckte eisiges Wasser und kam prustend und würgend wieder an die Oberfläche. Als sie ihre Atmung wieder unter Kontrolle hatte, sprach sie einen Zauber gegen die Kälte und blickte zurück. Die Schiffe wurden geentert und das eine der Piraten war nur noch ein Wrack. Dann bemerkte sie mit Entsetzen, dass der Seedrache verschwunden war. Sie entschied sich für eine Richtung und schwamm los. Obwohl sie kräftig war, ließ sie die Kälte und die Erschöpfung, sowie die Trauer über Erlais‘ Tod sie schnell ermüden. Außerdem keuchte sie noch immer vom Wasser, das sie geschluckt hatte.
Hinter ihr hörte sie ein leises Plätschern und beschleunigte ihre Schwimmzüge. Doch sie sah weder ein Ufer noch ein anderes Ziel, das ihr Rettung geboten hätte. Sie wusste, dass sie es nicht mehr schaffen würde. Dennoch schwamm sie weiter. Nach mehreren langen Minuten kam ihr der Verdacht, dass der Seedrache sie womöglich gar nicht verfolgte. Er hätte sie doch schon längst erreichen müssen. Oder spielte er mit ihr? Der Gedanke ließ sie schnell weiter schwimmen. Doch dann hörte sie den seltsamen Laut der Drachen aus der Tiefe. Er kam direkt von unten.
Völlig in Panik strampelte Yetail um sich und erwischte dabei etwas Festes mit den Fingern. Land! Sie schwamm näher und fühlte eine Kante. Sie war nicht hoch. Yetail wollte sich hochziehen, doch sie war am Ende. Ihr Zauber war immer schwächer geworden und nun kroch die Kälte unbarmherzig in ihre Gliedmaßen. Sie schaffte es nicht mehr, sich auf den Fels zu ziehen. Der Seedrache würde sie gleich packen. Sie konnte schon die Wirbel im Wasser spüren, die seine Annäherung verrieten. Doch selbst die Furcht vor dem Tod konnte ihr keine Kraft mehr geben. Ihre Finger rutschten von der rettenden Kante und sie sank ins Wasser. Kälte schlug über ihr zusammen und sie schluckte. Ihre Lungen brannten und sie sank langsam tiefer.
Ein letzter Gedanken zuckte ihr durch den Kopf. Verzeih mir, Mutter.
 
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Einfach wunderbar die Geschichte*wild applaudier*!!
Dein Stil ist echt gut und ich finde nicht, dass die Kampfszenen irgendwie zu flüchtig beschrieben werden. Ich finde, dass man Kampfszenen nicht immer mit "Er trennte ihm den Arm ab und genoss den Schmerzensschrei und das Blut, dass seine Rüstung benetzte. Dann trennte er ihm mit einer flüssigen Bewegung den Kopf vom Hals..." beschreiben muss. Fantasy-Romane sind ja kein reines Gemetzel.
Ich freu mich jetzt schon auf den nächsten Teil.

MfG Caesar
 
Ich freu mich jetzt schon auf den nächsten Teil.
Sollst du bekommen. Ich bin gerade in einer Phase, wo es mir wieder richtig Spaß macht, zu schreiben.

Freut mich, dass es dir gefällt und du auch was schreibst. Ist ein wenig karg hier mit "offiziellen" Lesern.
Zu den Kampfszenen: ich glaube, du hast was falsch verstanden. Weiter oben ging es darum, dass meine Kampfbeschreibungen vielleicht zu detailliert sind. Aber ich mag es so, wenn es zu flüchtig wird, wirken die Charaktere so imba (" er griff sie an und tötete sie der Reihe nach" oder sowas.)

Na, ich würde mich freuen, wenn du noch öfters schreibst und sich auch flix mal wieder meldet. Aber morgen gibts auf jeden Fall den nächsten Teil,in dem dann auch wieder Nerglot vorkommt (ganz anders, als erwartet):vampire:
 
Moin!

Zu den Kampfszenen: Da hab ich mich vielleicht auch ein wenig schlecht ausgedrückt. Ich meinte nicht, dass sie total flüchtig seien sollen, weil die Charaktere dann wirklich imba wirken. Aber ich finde, dass man halt nicht unbedingt in einem Fantasy-Roman schreiben muss, wie viel Blut da jetzt spritzt usw.

MfG Caesar