Ethik beim Medienkonsum

NightGoblinFanatic

Tabletop-Fanatiker
Ja, rausgepickt, weils ideologisch gerade passt, aber dass auch cis-Frauen vergewaltigen und ja, auch andere Frauen, und auch im Knast wird hier unter den Teppich gekehrt.
Niemand kehrt hier etwas unter den Teppich, das passiert in deiner Phantasie, wenn du über das Problem "auch cis-Frauen vergewaltigen" diskutieren möchtest, können wir das gerne tun. Wie lang muss der Disclaimer denn dann bitte werden, der alle weiteren Themen auch erwähnt, damit du einem nicht vorwirfst, man würde diese Themen unter den Teppich kehren!? Mach mir mal bitte eine Liste, was ich alles mit in die Diskussion einbeziehen muss, damit ich mich dem Thema "Mann definiert sich als Frau, vergewaltigt dann Frau in Frauen-Safe-Space" mit deiner Erlaubnis widmen darf, ohne von dir den Vorwurf des "unter den Teppich kehren" anderer Themen/Probleme abzubekommen. Du merkst selber, dass du dich da nur auf Ausreden zurück ziehst, oder? Unter keinem Umstand darf es für mich oder J.K. Rowling legitim sein, dieses Thema anzusprechen. Es ist für dich kein reales, oder relevantes Problem, also müssen alle anderen es auch so sehen.

Auch dieses "weils ideologisch gerade passt" ist eine Unterstellung, ein Totschlagargument, weil man dem Gegenüber etwas unterstellen kann (dessen vermeintliche Gedanken, die ihn einer Ideologie zuordnen), ohne das konkrete Thema zu diskutieren. Übrigens ein interessanter Punkt, der Respekt den du für jeden unter jedem Umstand einforderst ("steht so im Grundgesetzt"), wird mir (und Rowling) verwehrt, indem man eine Unterstellung tätigt. Wenn du Respekt vor mir hättest, würdest du davon ausgehen, dass ich die Wahrheit sage ich selbst am besten weiß welche Meinung ich vertrete, mir zu unterstellen etwas aus ideologischen Gründen zu tun (und nicht aus den Gründen die ich selbst benenne), ist respektlos.
Ich hätte da schon konkrete Diskussionsbeiträge, wie man das Thema Transsexuelle Person mit männlichem Geschlechtsteil in Frauenräumen (egal ob jetzt der konkrete Gefängnis-Vergewaltigungs-Fall, oder Umkleideräume), angehen könnte, was man da für Sicherheitsmaßnahmen für die biologischen Frauen überlegen könnte. Aber ich denke das ist jetzt nicht Gegenstand dieses Threads und führt uns zu sehr auf Abwege.*

Und ich wette auch Frau Rowling blendet dieses Thema ("auch cis-Frauen vergewaltigen") aus ihrem Leben nicht aus, sondern ist bereit zu passender Gelegenheit und an passendem Ort darüber zu sprechen.

Das von dir ist halt ein Whataboutism bester Güte. Um sich dem unangenehmen Thema (es gibt auch Menschen die unseren Kampf für die Gute Sache missbrauchen, dieses Problem gilt es zu lösen) nicht widmen zu müssen, kommt "aber die cis-Frauen die vergewaltigen", oder die Relativierung darauf, dass es im Grunde ja nur aufgebauschte Einzelfälle sind. Um "die cis-Frauen die vergewaltigen" geht es bei Rowling aber nicht und muss es auch nicht, da sie keine extra Erlaubnis braucht sich einem einzelnen Aspekt eines Themas (Oberthema Vergewaltigung, mit Unterpunkt "per Penetration mit männlichem Geschlechtsteil in Frauenraum") zu widmen. Und ihr dann Motive zu unterstellen, warum sie sich angeblich nur diesem Aspekt widmet (angeblich Homophobie), ist auch sehr hellseherische Spekulation, die es zu belegen gilt.

Es mag ein Nischenthema sein, die Anzahl der Opfer mag klein sein, trotzdem lassen weder J.K. Rowling noch Ich (und ebenso viele andere) sich den Mund verbieten, dieses Thema anzusprechen. Dabei ist es mir am Ende auch egal ob mir irgendein Fremder im Internet dabei irgendwelche Motive und Ideologien unterstellt, warum ich angeblich dieses Thema heraus picke und andere angeblich unter den Teppich kehre. Dabei weißt du ja gar nicht, ob ich z.B. letztes Wochenende mit Freunden eine intensive Diskussion über Frauen die sexuellen Missbrauch begehen, gehabt habe und jetzt einfach mal einen anderen Punkt des Themas sexueller Missbrauch/Vergewaltigung thematisieren möchte (nein, das war nicht der Fall, aber unten beim *-Absatz findest du eine Motivation [die Dokureihe] dafür, was mich gerade beim Thema sexueller Missbrauch bewegt).
Zumal es hier ja konkret um J.K. Rowling ging, es wäre schon sehr befremdlich gewesen, wenn ich das Thema damit begonnen hätte, darüber zu schreiben, dass ja auch Frauen ihre Kinder sexuell missbrauchen, oder sich gegenseitig im Frauengefängnis vergewaltigen.

Mach doch bitte einmal das, worum exilant schon gebeten hat: suche ein konkretes Rowling Zitat heraus, das Homophob oder Transphob ist. Ich kann da nichts anderes finden, als einen überempfindlichen Shitstorm gegenüber einer an sich integren Feministin, die tolle Bücher geschrieben hat (ich habe das auch intensiv verfolgt, Rowlings Tweets gelesen usw.). Um den Bogen zum Hauptthema des Threads zu schlagen: es gibt Personen bei denen ich damit hadere ihre Medien zu konsumieren und es mir schwer fällt das Werk vom Schöpfer zu trennen, J.K. Rowling gehört sicher nicht dazu.



*Ich würde das ganz gerne mal konkretisieren, damit jeder versteht was gemeint ist. Ja, das was ich jetzt beschreibe ist erstmal ein Einzelfall, der sicher nicht soo oft auftritt. Auf der anderen Seite, wenn man bedenkt wie hoch der prozentuale Anteil an Frauen/Mädchen ist, die im Laufe ihres Lebens sexuellen Missbrauch erleben, dann passiert es vermutlich an solch öffentlichen Orten öfters als man denkt, dass sich Frauen unwohl fühlen, wenn sie selbst nackt in der Nähe eines nackten Männerkörpers sind (Umkleidekabine), unabhängig davon wie sich die Person in diesem Körper selbst definiert, welche Geschlechtsidentität diese Person hat. Nun konkret:
Neulich gab es die erschütternde Dokumentationsreihe zu den Missbrauchsfällen in Lügde, das Mädchen das als Pflegekind beim Haupttäter war, äußerte bei einem Amtsbesuch, dass es den Geruch von Männern nicht mehr ertragen würde. Und nun stellen wir uns mal vor, jemand wie Georgine Kellermann würde sich nach ordentlich Sport neben diesem Mädchen in der Umkleidekabine im Sportverein umziehen. Natürlich riecht diese Person noch nach Männerschweiß, weil es sich um eine Person handelt, die recht spät im Leben dazu gefunden hat, sich als Frau zu definieren, keine Hormone in der Jugend genommen hat. Kann das richtig sein? Für mich passt das nicht zusammen, man braucht andere Lösungen. Und noch zur Sicherheit der Disclaimer: ich unterstelle da niemandem irgendwas, bevor wieder ein Schlaumeier heraus liest, dass für mich alle Transsexuellen (oder gar die als Beispiel genannte Politikerin, deren Name mir nur einfach als erstes eingefallen ist) Kinderschänder seien, oder sowas ähnliches. Es geht darum, dass biologische Frauen Schutzräume vor biologisch männlichen Geschlechtsteilen/Ausdünstungen usw. brauchen. Ohne dabei den Menschen, der als Transsexueller seinen Platz in der Gesellschaft finden möchte, irgendwie herab zu würdigen, oder in seiner Identität nicht anzuerkennen. Ich hoffe alle können diesen Punkt nachvollziehen.
 

Naysmith

Tabletop-Fanatiker
So, jetzt kommen wir wieder zur Dudenzückerei, diesmal Ausgabe "Respekt"...
Wo ist denn die Dudendefinition, wenn Du sie schon anführst, hätte ich mich gefreut, wenn ich jetzt nicht wieder googeln müsste um herauszufinden ob ich einen Fehler mache oder nicht (ich überprüfe das gerne, weil ich halt Fehler mache).

Der Eifachheit halber Wikipedia


Als Respekt oder Achtung wird die „anerkennende Berücksichtigung des Wertes“ von etwas, im Standardfall einer anderen Person bezeichnet. Respekt in diesem Sinne kann jedoch auch Regeln (insbesondere moralischen Regeln) entgegengebracht werden, Institutionen oder Abstraktionen (dem Fremden, bestimmten Gruppen, Kulturen etc.). Dabei schwankt die Bedeutung von Respekt in der bloßen Berücksichtigung der angenommenen Eigeninteressen und der Eigenheiten des Respektierten bis hin zur Bewunderung.

‚Wieder-Schau‘ als wörtliche Übersetzung des lateinischen respectio bezieht sich auf die wiederholte Betrachtung und gründliche Beurteilung eines neuen Eindrucks, um die Begrenztheit und Oberflächlichkeit des ersten Blickes zu korrigieren. Erst nach kritischer Würdigung des ersten Eindrucks gelangt man zu einer anerkennenden Einschätzung und damit zu Respekt.[1]

Respekt wird oft durch Symbole ausgelöst oder verstärkt und bezieht sich auf unterschiedliche Verhaltensformen, so etwa:


  • Achtung vor der anderen Person oder Höflichkeit ihr gegenüber.
„Ich behandle jeden Menschen mit Respekt.“
„Ich habe großen Respekt gegenüber dem Politiker, der einen Fehler offen zugibt.“
„Ich habe Respekt vor meinem Vorgesetzten.“
  • Angst vor der Macht einer übergeordneten Person.
„Durch Strenge und drakonische Bestrafungen verschaffte er sich Respekt.“
  • Toleranz gegenüber der anderen Person.
„Ich respektiere es, wenn jemand vor dem Priester nicht niederkniet.“
  • Vorsicht bei Handlungen gegenüber Personen, die kränken oder Unfrieden stiften könnten.
„Aus Respekt den Eltern gegenüber würde ich sie – um des lieben Friedens willen – nicht in der Gegenwart ihrer Kinder zurechtweisen. Nicht, dass die Kinder danach noch quengeln.“

https://de.wikipedia.org/wiki/Würde (Würde)

Würde (lateinisch dignitas) bezeichnet zumeist einen moralischen oder allgemein in einer Werthierarchie hohen Rang bzw. eine Vorrangstellung von Personen, die Achtung gebietet. Traditionell wird Würde Institutionen ebenso wie Personen zugesprochen, auch Funktionen (Ämter) oder ein bestimmter sozialer Status oder Stand konnten Träger gewisser Würde sein. Dem Grad der Würde entsprechen dabei verschieden abgestufte Erwartungen an das Verhalten der Träger der Würde sowie an den Respekt, der ihnen entgegenzubringen sei.

Mit dem Begriff der Menschenwürde wird diese Vorstellung ausgeweitet und an eine besondere Bestimmung des Daseins geknüpft, die jeden Menschen von allen anderen Lebewesen unterscheiden soll. In jüngerer Literatur wird auch von einer Würde von Tieren oder der Natur gesprochen, die der Menschenwürde gleichgestellt sein oder diese sogar mit umfassen soll.[1]

Im modernen Gebrauch wird die auf intrinsischen Eigenschaften beruhende Würde als „innere Ehre“ von der (äußeren) Ehre unterschieden.[2] Von der Vorstellung der Würde selbst ist ihre Anerkennung in Form von Prestige zu unterscheiden. Die Verleihung oder Zuschreibung von Würde als Tätigkeit, wird als würdigen oder Würdigung bezeichnet.

Würde hat unterschiedliche, miteinander zusammenhängende Bedeutungen:


  • Im allgemeinen Sprachverständnis bezeichnet Würde den Achtung gebietenden Wert eines Menschen und die ihm deswegen zukommende Bedeutung.
  • Von Würde im Sinne von Erhabenheit spricht man im Zusammenhang von Ritualen, Institutionen und dergleichen („eine würdige Feier“, „die Würde des Staates“).
  • Von Würde wird auch im Zusammenhang mit einem Titel, bestimmten Ehren und/oder mit hohem Ansehen verbundenen Ämtern gesprochen (vgl. die „Würde des Amtes“, etwa des Bundespräsidenten, die „nicht beschädigt werden darf“).[4] Dementsprechend werden, besonders im gehobenen Sprachgebrauch, die Träger besonderer weltlicher wie geistlicher Ämter als Würdenträger bezeichnet.

Was als würdig oder nichtswürdig (würdelos, schändlich) empfunden wird, ist weder allgemein definierbar noch konstant, sondern unterliegt wie alle Wertvorstellungen ständigem sozialen Wandel. Vgl. dazu immerhin Friedrich Schillers Gedicht Würde der Frauen.[5] Welches eigene Verhalten ein Mensch als mit seiner Würde vereinbar ansieht, ist individuell verschieden.

Umgangssprachliche Redewendungen sind etwa:


  • Unter jemandes Würde sein – Bsp.: Das ist unter meiner Würde.
  • Die Würde von jemandem/etwas mit Füßen treten – Bsp.: Da wird die Würde dieses Volks mit Füßen getreten.

Der Unterschied zu Ehre oder Ruhm ist zu beachten: Während Ehre und Ruhm einen äußeren, etwa durch eine Gesellschaft vermittelten Wert darstellen, liegt der Wert der Würde im Inneren eines jeden Menschen selbst.


* *


Wir sehen. Es mag Überschneidungen in der Anschauung geben, jedoch ist Respekt ungleich Würde. Natürlich wird sowas gerne vermischt, besonders heute wo der Hang zur Verkürzung und indifferenter Betrachtung immer stärker zu werden scheint.

Darum geht es überhaupt nicht. Sie hat unterschwellig (und ja, das war subtil und ist streitbar) homophobe Tendenzen gezeigt. ... Andererseits muss man wenn man entsprechend durch seine Berühmtheit im Fokus der Öffentlichkeit steht halt etwas besser aufpassen was man sagt. Das ist halt so.
Jetzt ist sie schon Homophob. Erst Transfeindlich dann noch Homophob (Der Super-Held Dumbledore ist schwul aber sie ist Homophob, echt jetzt?) Was einem so alles ans Bein gestrickt wird weil man sagt das xy nicht gleich xx ist, ist wirklich bemerkenswert. Nochmal, solange sie nicht sagt: Transmenschen sind eine Bedrohung und gehören weggesperrt, ist sie nicht transfeindlich, sondern sagt es gibt Unterschiede, lasst uns mehr Kategorien benutzen.
Sie macht ja auch Milliarden mit Ihrer Berühmtheit. Und im Umkehrschluss kann man bei entsprechend berühmten Leuten mit ein bisschen Grips in der Birne (den ich ihr jetzt mal unterstelle) erwarten, dass sie sehr wohl wissen was sie da sagen, und sich bewusst vaage ausdrücken. Und die eigentliche Meinung, die sie so nicht voll ausformuliert öffentlich zugeben würden viel drastischer ist.
Du unterstellst. Du negierst einfach was sie sagt. Was ist das? Ich gehe jetzt hin und sage, Du bist doch nur misogyn und neidisch auf ihren Erfolg und vor allem die Kohlen. Dann kommst Du und erklärst stimmt nicht, weil... Und dann gehe ich hin und sage, Du willst es nur nicht zugeben, ich erkenne das!!!111elf. Sorry, das ist vollkommen PlemPlem und führt nur zu Krieg. Kann man machen, aber bitte nicht ärgern wenn es irgendwann weh tut.
Momentan wird daher eher über die genaue Deutung des Gesagten spekuliert.
Genau Spekulation! Keiner außer ihr weiß was wahr ist. Aber alle anderen wissen es besser! Das ist ja fast schon religöser Eifer. Glaube heißt nicht zu wissen was wahr ist. Wie kann ich jemanden Verurteilen wenn ich nicht weiß was wahr ist? Das ist echt maximal daneben.

cya
 
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NightGoblinFanatic

Tabletop-Fanatiker
Und die eigentliche Meinung, die sie so nicht voll ausformuliert öffentlich zugeben würden viel drastischer ist. Momentan wird daher eher über die genaue Deutung des Gesagten spekuliert. Und genau so funktioniert rechter Populismus: etwas sagen was nicht ganz eindeutig ist aber in eine spezielle Richtung geht, und wenn man darauf angesprochen wird, schnell den Rückzieher machen, war ja nicht so gemeint, die böse linke Mainstreampresse interpretiert wieder den Nazi irgendwo rein.
Anders herum wird ein Schuh draus. Die andere Seite (ich verwende hier bewusst nicht das links-rechts Schema) hat keine Argumente und muss deshalb immer die vermeintlich wahren Motive unterstellen (und den Diskussionsgegner dann in die rechte homophobe, transphobe Ecke stellen), weil sie an sich kein Gegenargument für die sachliche Diskussion hat.
Denn Fakt ist: Vergewaltigung ist scheiße, immer! Fakt ist auch, ohne Kampf für Transrechte, zu denen auch das Recht auf die Unterbringung im entsprechenden Gefängnis gehört, kann kein Insasse mit Penis eine Frau im Frauengefängnis vergewaltigen (nur Wärter können das dann). Das ist die Realität der man sich stellen muss und für die man in der gesellschaftlichen Diskussion Lösungen finden muss. Davor wird man sich auf Dauer auch nicht drücken können, indem man es als bedauerliche Einzelfälle deklariert, oder den Gegner in eine Ecke stellt.
 

Barnabas-Basilius

Tabletop-Fanatiker
@Naysmith: Sorry, aber die Zitate von mir passen nicht zu dem was Du drunter geschrieben hast, bzw. Du liest irgendwie das Gegenteil von dem was da steht (ja in dem Text, den Du von mir reinkopiert hast; schau mal nach), was mir zeigt, dass Du nicht im Ansatz verstanden hast was ich meine. Ansonsten, danke für die Arbeit, aber Deine Abhandlung belegt ja meine Sichtweise von Respekt die Würde des Nächsten.

@NightGoblinFanatic: Du fühlst Dich hier zu unrecht persönlich angesprochen. Ich meinte nicht, dass Du homophob bist und die anderen Dinge, die Du scheinbar auf Dich beziehst sind auch mehr gegen die Sichtweise von Frau Rowling gegangen. Alles was ich zu dem Thema sagen möchte und das ist vielleicht untergegangen, ist: Die Rowling wirft ein Thema auf, dass ein Einzelfall von Einzelfällen einer Minderheit ist. Und wenn ich jetzt sage, dass dieses "Problem", dass Transfrauen in Frauengefängnissen verhältnismäßig einfach Sexualverbrechen begehen können, im Verhältnis keins ist, dann ist das nicht automatisch Whataboutism, sondern ich versuche die Verhältnismäßigkeit in Relation zu setzen. Daher mein Ansatz, doch einmal entgegenzusetzen wie viel Gewalt und Erniedrigung in (in diesem Fall) Frauengefängnissen von cis-Frauen begangen werden, diese werden exorbitant größer sein (und jetzt böttö nicht nach der Statistik fragen, denn ich habe keine, das wäre aber hier auch Haarspalterei).
Damit möchte ich solche und solche Fälle nicht schön- oder kleinreden, aber wir haben wichtigere Probleme als der Minderheit Verbrechen vorzuwerfen, die der absolute Großteil nicht begangen hat oder je begehen wird, und sollten uns stattdessen anschauen wie diese Minderheit tagtäglich überall auf der Welt und auch in D diskriminiert, erniedrigt und verletzt wird. Und wenn ich mal diese beiden Zustände gegeneinander aufwiege stellt sich mir halt die Frage warum die Frau Rowling so ein Thema mit so einem sehr speziellen Beispiel ins Spiel bringt, wenn sie nicht damit eine Diskussion auslösen will die in Richtung "böse Transleute" geht. Es gibt nunmal genug Leute, die diese Menschen hassen.

Und insgesamt können wir das Thema Rowling auch langsam lassen, denn wie ich schon sagte hat sie sich ja bewusst kryptisch ausgedrückt, was Spielraum zur Interpretation lässt und somit werden wir nicht herausfinden was sie nun gemeint hat. Meine Meinung dazu habe ich gesagt: sie hätte das vielleicht nicht sagen sollen. Fertig. Wenn andere das anders sehen, meinetwegen. Aber bitte nicht immer hinter anderen Leuten Aussagen verstecken im Sinne von "wird man doch noch sagen dürfen", wenn man selber lieber hier nicht sagen will, dass man selbst die ganze gesellschaftliche Entwicklung um Akzeptanz von Transmenschen ablehnt.
 
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NightGoblinFanatic

Tabletop-Fanatiker
Und insgesamt können wir das Thema Rowling auch langsam lassen[...]
Ja, das sollten wir, das führt eh zu nichts.

Ich habe mich ehrlich gesagt auch nicht persönlich angegriffen gefühlt, also alles gut. Wobei ich eigentlich ja gekränkt sein müsste, wenn ich mir einen Vorwurf in einer Internetdiskussion immer zu herzen nehmen würde. Denn meiner Meinung nach sind deine Schlussfolgerungen keine logischen, sondern Widersprüche über Widersprüche. Zum Beispiel sage ich, dass ich Rowlings Meinung teile, du wiederum nennst sie Homophob, aufgrund ihrer Meinung. Logisch kann nur sein, dass ich dann auch in deinen Augen homophob sein müsste, alles andere wäre ein Logikbruch (der eine kann exakt die gleiche Meinung haben, kommt aber in eine andere Schublade, wobei doch eigentlich die Meinung der Gradmesser dafür ist, in welche Schublade jemand kommt). Da ich die Logikbrüche allerdings bei dir am Laufenden Band sehe (Naysmith hat es ja auch gerade kurz und knapp wieder per Zitat im Beitrag über mir deutlich gemacht), habe ich da auch wenig Hoffnung, dass wir hier per Diskussion irgendwie auf einen sinnvollen gemeinsamen Nenner kommen.

Den Punkt Rowling können wir also ruhig abhaken.
 

Barnabas-Basilius

Tabletop-Fanatiker
Du bekommst schon mit was Du da machst oder?

cya
Lies einfach mal Deinen Post 5 Posts weiter oben was Du da zu meinen Zitaten geschrieben hast aufmerksam durch, dann reden wir weiter.
Vielleicht schaltest Du auch mal in Deiner Ausdrucksweise einen Gang runter. Ich finde das ziemlich beleidigend.

Ja, das sollten wir, das führt eh zu nichts.

Ich habe mich ehrlich gesagt auch nicht persönlich angegriffen gefühlt, also alles gut. Wobei ich eigentlich ja gekränkt sein müsste, wenn ich mir einen Vorwurf in einer Internetdiskussion immer zu herzen nehmen würde. Denn meiner Meinung nach sind deine Schlussfolgerungen keine logischen, sondern Widersprüche über Widersprüche. Zum Beispiel sage ich, dass ich Rowlings Meinung teile, du wiederum nennst sie Homophob, aufgrund ihrer Meinung. Logisch kann nur sein, dass ich dann auch in deinen Augen homophob sein müsste, alles andere wäre ein Logikbruch (der eine kann exakt die gleiche Meinung haben, kommt aber in eine andere Schublade, wobei doch eigentlich die Meinung der Gradmesser dafür ist, in welche Schublade jemand kommt). Da ich die Logikbrüche allerdings bei dir am Laufenden Band sehe (Naysmith hat es ja auch gerade kurz und knapp wieder per Zitat im Beitrag über mir deutlich gemacht), habe ich da auch wenig Hoffnung, dass wir hier per Diskussion irgendwie auf einen sinnvollen gemeinsamen Nenner kommen.

Den Punkt Rowling können wir also ruhig abhaken.
Also jetzt mal stopp: Ich sage was über jemand anderen und weil Du für Dich selbst sagst, Du teilst dessen Meinung, solltest Du Dich von mir beleidigt fühlen, weil ich dann ja Dich analog mitbeleidigt habe?? Das ist aber doch Deine eigene Definition. Du bist doch nicht sie.
 

NightGoblinFanatic

Tabletop-Fanatiker
Also jetzt mal stopp: Ich sage was über jemand anderen und weil Du für Dich selbst sagst, Du teilst dessen Meinung, solltest Du Dich von mir beleidigt fühlen, weil ich dann ja Dich analog mitbeleidigt habe?? Das ist aber doch Deine eigene Definition. Du bist doch nicht sie.
Das ist doch nur logisch. Wenn du Meinung X bei Person Rowling dazu hernimmst, zu beweisen, dass sie homophob sei, dann muss jeder der diese konkrete Meinung teilt auch homophob sein, das ist doch logisch. Und da Homophobie als Vorwurf zu verstehen ist (zu Recht!), kann man daraus nur schließen, dass die Person angegriffen wird, wenn sie sich selbst nicht als homophob ansieht (außer sie sieht sich selbst als homophob und sieht dies nicht als negative Eigenschaft). Da eine zu unrecht gemachte Beschuldigung als Angriff auf einen selbst gewertet wird. Das ist ja bei jedem negativ besetzen Thema so. Wirfst du jemandem vor eine schlechte Eigenschaft zu haben, die er bei sich selbst nicht sieht, fühlt er sich angegriffen. Das halte ich für eine normale Reaktion im menschlichen Miteinander. Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, wie man so eine grundlegende Logik nicht sofort erkennt. Einfache Logik: Meinung X zeugt von Homophobie, also muss jeder der diese Meinung teilt/vertritt homophob sein. Du kannst doch nicht sagen: Rowling hat Meinung X, das ist homophob, sie ist damit homophob; der User NGF im Forum stimmt ihr bei dieser Meinung zu, der ist aber nicht homophob, der meint das ja irgendwie anders oder so... Siehst du das nicht?

Außer du hast jetzt zusätzlich zu diesem Trans-Vergewaltigung-im-Gefängnis-Thema noch weitere Aussagen von ihr, die erst in der Summe aus ihr eine Homophobe Person machen. Aber dann wäre es wirklich mal an der Zeit mit ihren Zitaten zu kommen und nicht im Allgemeinen zu verbleiben, weil ja die öffentliche Meinung sowieso in der Breite gegen sie ist, das Urteil schon gefällt ist. In dem Fall würde ich mich ja noch von ihr unterscheiden, außer ich stimme diesen weiteren Aussagen auch noch zu. Das gälte es dann zu klären, wenn du wissen möchtest wo du mich einordnen müsstest (zu Rowling in die Schublade, oder in eine vorgefertigte, oder komplett eigene Schublade). Logisch bleibt so oder so: wenn Meinungen und Standpunkte X Mensch A zu einem homophoben Menschen machen, dann tun sie es auch bei Mensch B.
 

beetlemeier

Malermeister
Respekt sollte es sehr wohl umssonst geben. Steht sogar im Grundgesetz.

Nicht dass wir da "nicht diskriminieren" mit "Respekt" verwechseln?

Nur zur Klarstellung:
Weder die Wörter "Respekt" noch "Nichtdiskriminierung" findet man wortwörtlich in den Grundrechten, auch nicht zB in Artikel 3 GG (falls nicht wieder was geändert wurde!;))

Grundsätzlich sind die Grundrechte Abwehrrechte des Bürgers gegen den Staat und dessen Handeln. Das bedeutet dann auch, dass es zwar das Allgemeine Persönlichkeitesrecht aus Artikel 1, Artikel 2 I GG gibt, dadurch aber erstmal nur der Staat gebunden ist, also der Privatperson mit "Respekt" gegenübertreten muss. Das gilt so direkt nicht im normalen zwischenmenschlichen Bereich, wenn sich Privatpersonen untereinander begegnen. Dieser Umgang miteinander ist dann durch andere Regelwerke, Gesetze und Prinzipien ausgestaltet.

Deswegen ist die Aussage:
Artikel 1 Satz 1.
Um das umzusetzen was da steht muss man alle Mitmenschen respektieren.
in dieser konkreten Formulierung so nicht haltbar; das sieht man ja schon in Absatz 1 Satz 2, der sich ausdrücklich auf die "staatliche Gewalt" im Kontext zur Menschenwürde im Satz davor bezieht...

(Disclaimer: Das ist natürlich alles stark verkürzt erklärt)
 

senex

Tabletop-Fanatiker
Und Du hast Deinen Post nicht gelesen.
Das ist doch albern. Er hat seinen Post geschrieben, da wird er wohl wissen was drin steht. Du kannst doch nicht so tun, als wären andere in der Diskussion unzulänglich, nur weil Dir Gegenrede nicht passt.
Das passt aber zu dem Respekt-Gerede. Es ist heute zu vielen gar nicht mehr vermittelbar, dass selbst harte Gegenrede und fundamentale Kritik Respekt ausdrücken kann, man will Zustimmung und likes, sonst wird maximal zurückgeschossen.
 

exilant

Erwählter
Das schöne ist, dass die Probleme die die woke (ja ich benutze das ganz bewußt ^^) Geisteshaltung verursacht. auch wenn es im Grunde eine marxistische Erungenschaft ist, die die Woken über Gebühr anwenden, hier wunderbar aufgezeigt werden, obwohl behauptet wird das diese Probleme gar nicht existieren. ^^
Da kann ich eigentlich nur den (leider 2004 verstorbenen) Professor Dietrich Schwanitz zitieren:
Es gibt also Theorien, die »in« sind, und solche, die »out« sind. Es gibt Etikettenschwindel und Imitation von Markenartikeln, unlauteren Wettbewerb und Billigangebote, Nostalgien, Recyclingwellen, Räumungsverkauf und Ramsch; es gibt Booms und Depressionen, Pleiten und Aufschwünge. Um sich da zurechtzufinden, braucht man einen Marktüberblick. Man muß die Firmen kennen, die Seriosität der Anbieter auf dem Theoriesektor, die Aktienkurse, die Preise, die Profitmargen, die Zulieferer und den Publikumsgeschmack. Und man muß eine Nase für Theorietrends haben.

Der allgemeine Ideologieverdacht
Im folgenden soll ein Überblick über die Anbieter mit ein paar Tips zur Orientierung verbunden werden.
Zunächst einmal: Die Mode hat auf dem Theoriemarkt so schnell Fuß fassen können, weil die Theorien selbst schon auf Konkurrenz hin angelegt sind. Machen wir uns das noch mal anhand des Marxismus klar (Marx und Kant). Der Marxismus enthält eine Theorie über das Bewußtsein seines Gegners: Es ist notwendig falsch, weil seine Klassenlage ihn dazu konditioniert, als Kapitalist zu denken. Bewußtsein ist also nur Maskierung von Interessen. Das ist auch beim Marxisten so, aber sein Interesse ist identisch mit dem der Menschheit selbst. Deshalb ist sein Bewußtsein das richtige.
Das hat eine furchtbare Konsequenz zur Folge: Es gibt kein unschuldiges Bewußtsein mehr. Bewußtsein ist moralisch oder unmoralisch. Wer das falsche Bewußtsein hat, macht sich schuldig. Das macht Aufklärung zur heiligen Pflicht. Sie wurde Ideologiekritik genannt, weil im dialektischen Marxismus Ideologie immer falsches Bewußtsein ist (nach eigenem Verständnis war also der Marxismus keine Ideologie). In dieser Lage entwickelte fast jede Theorie eine Abteilung für allgemeine Verdächtigung aller anderen Theorien. Die Theorien waren sozusagen von Geburt an polemisch. Jede Theorie entdeckte bei der anderen latente (verdeckte) Strukturen, auf die hin sie sie relativieren konnte. Die Konkurrenz der Theorien untereinander wurde zum Spiel »Ich sehe was, das du nicht siehst, und das sind die Strukturen hinter deinem Rücken, die dein Denken konditionieren«.

Marxismus
Die größte Durchsetzungskraft am Markt hatten die Theorien, deren Verdachtsabteilungen am besten funktionierten: Lange Zeit, genaugenommen seit 1968, hatte der Marxismus auf dem Theoriemarkt in Deutschland eine beherrschende Stellung, weil er im Bereich des Ideologieverdachts unschlagbar war. Seine Stärke kann man daran ermessen, daß seine Kurse auch dann immer noch unverändert hoch notiert wurden, als unübersehbar wurde, daß er in der real existierenden Wirklichkeit eine Katastrophe anrichtete. Allerdings muß man zugeben, daß er auch im Bereich »Sinngebung« eine sehr breite Angebotspalette hatte. Jeder Kunde wurde mit einem grandiosen Szenario beliefert, in dem er eine heroische Rolle spielen konnte. Und da das Angebot vor allem Intellektuelle ansprach, die ihre Sinnbedürfnisse durch eifrige Missionstätigkeit befriedigen, sorgte der Marxismus durch Verkaufserfolge wieder für seine eigene Verbreitung bei gleichzeitiger Verdächtigung des Gegners. Nach dem Zusammenbruch des real-existierenden Sozialismus kam es aber zu einer unübersehbaren Krise. Da sich der Marxismus bisher gegenüber Widerlegungen in der Realität als immun erwiesen hatte, war das nicht vorhersehbar. Aber nun ist er out. Ob er sich wieder erholt, ist schwer zu sagen. Vielleicht nicht in der alten Form, und wahrscheinlich wird es Radikalisierungen, Sektenbildung und theoretische Metamorphosen (Verwandlungen) geben. Im Augenblick sind selbst die besten Marktbeobachter zurückhaltend
Ist von 1999. Was gerade passiert ist im wesentlichen nur das vermutete Comeback unter bunter bzw. grüner Flagge.
 

Barnabas-Basilius

Tabletop-Fanatiker
@NightGoblinFanatic: Das ist absurd. Du weißt doch gar nicht wie die Rowling das wirklich sieht. Daher kannst Du doch garnicht genau ihrer Meinung sein, bzw. treffen auf Dich logischerweise nicht die Eigenschaften zu, die ich ihr zuschreibe. Und um eine klare Position zu haben hat sie sich viel zu vage ausgedrückt.
Und nochmal: ich habe Dir nicht Homophobie vorgeworfen. Sondern Rowling. Und das mache ich nicht an allein ihren Aussagen fest, sondern an dem Kontext, der Alleinstellung der Aussage (vor dem Hintergrund, dass sie auch was über z.B. Missstände bei Bananenerntern in der dritten Welt hätte kritisieren können), und den darauffolgenden halbherzigen Dementi. Wenn Du das anders siehst, ok. wie gesagt, sie hat es schlau doppeldeutig gemacht. Das hat mit dem was Du hier schreibst eigentlich nichts zu tun.
Können wir das Thema Rowling mangels zweideutiger Sachlage jetzt bitte ruhen lassen?

@beetlemeier: Ok, wieder was gelernt. Danke für die Klarstellung. Allerdings sehe ich meine Aussage, dass die Welt eine bessere wäre wenn sich alle immer mit Respekt für den anderen begegnen würden, als eine Art Grundsatz im Leben. Man muss sich manchmal selbst dran erinnern, aber es gäbe wesentlich weniger Konflikte (große und kleine) wenn alle so denken würden.
 

Naysmith

Tabletop-Fanatiker
@Barnabas-Basilius wenn Du Dich beleidigt fühlst nehme ich gerne dazu Stellung um evtl. Missverständnisse (Fehlinterpretationen) aus der Welt zu schaffen.

Ich werde allerdings nicht raten womit ich Dich beleidigt haben könnte, da ich nicht in Deinen Kopf gucken kann, eine vorsorgliche Entschuldigung (ohne Basis) kann ich also nicht geben.

cya
 

NightGoblinFanatic

Tabletop-Fanatiker
@NightGoblinFanatic: Das ist absurd. Du weißt doch gar nicht wie die Rowling das wirklich sieht. Daher kannst Du doch garnicht genau ihrer Meinung sein, bzw. treffen auf Dich logischerweise nicht die Eigenschaften zu, die ich ihr zuschreibe. Und um eine klare Position zu haben hat sie sich viel zu vage ausgedrückt.
Du musst einfach akzeptieren, dass es auch Leute gibt, die der Meinung sind, dass sie sich klar genug ausgedrückt hat und deshalb auch für sich entscheiden, ihr voll zustimmen zu können. Auch aus dem Kontext heraus, den du unterstellst, sehe ich Rowling nicht als homophob an. Und damit sind wir wieder am gleichen Punkt wie zuvor. Ich mache mir den Standpunkt, mit allem dazugehörigen Kontext, von Rowling gemein und du magst mich beim besten Willen nicht mir ihr in einen Topf werfen, was vollkommen okay wäre.
Und du siehst den Widerspruch schon wieder nicht, oder? Auf der einen Seite hast du in dieser Diskussion ziemlich klar gesagt, dass sie homophob ist, jetzt sind es plötzlich nur Zuschreibungen, weil sie ja gar nicht so deutlich ausdrückt, was sie wirklich meint (und woher weißt du was sie wirklich meint?). Aber dann ist da ja doch irgendwie ein Kontext, der es dann zumindest soweit verfestigt, dass du dir zutraust ihr Homophobie vorzuwerfen.
Gleichzeitig sprichst du mir ab, zu verstehen was sie wirklich sagen will, weil sie sich angeblich zu vage äußert, du kannst es anscheinend, sonst würdest du ihr keine Homophobie vorwerfen, hast du Informationen die mir fehlen!?
Das ist doch das wirklich absurde. Ich lasse mir nicht von dir sagen, was ich an Rowlings Aussagen, die sie in der Öffentlichkeit äußert, verstanden habe und was nicht. Das kann ich selbst beurteilen. Und falls jemand meint, ich hätte was falsch verstanden/interpretiert, dann kann man über konkrete Zitate und deren Einordnung in einen Kontext diskutieren (da sind wir wieder bei der Forderung von exilant, mal Beweise zu bringen, welches Zitat von ihr ist in Kombination mit welchem Kontext denn jetzt der Beweis, dass sie Homophob ist?).

Wir haben hier also zumindest zwei User, exilant und mich, die Rowling nicht für homophob halten, exilant hat sogar ein schönes Beispiel verlinkt [edit: war kein Link, sondern die Erwähnung eines Artikels, vielleicht findet exilant den bei Bedarf ja schnell wieder], wo genau dieser Beweis der Homophobie erbracht werden sollte, dies aber nicht gelungen ist. Also erleuchte uns bitte, bring bitte bitte ein Zitat und den, wenn nötig, Kontext, der dich dazu bewogen hat, ihr eine Homophobie zu unterstellen. Kommt da nichts, gehe ich davon aus, dass ich ihre Aussagen richtig verstanden habe und sie nicht homophob ist und du derjenige bist, der fehlerhaft interpretiert und unberechtigte Zuschreibungen macht.
 
Zuletzt bearbeitet:

Wargrim

Große Brennessel
Moderator
Meinst Du damit das schwedische Model/Gesetzl, wo vor dem Geschlechtsverkehr eine Abmachung getroffen werden muss/soll?
Nein, ich meinte damit die nationalen Varianten unseres (gegen das Grundgesetz verstoßenden) Transexuellengesetz.

Die "nur ja heißt ja" Gesetze mögen auch nicht perfekt sein. Aber zumindest schonmal deutlich besser als der spanische Vorgänger bei dem es z.B. durch die Anwendung von K.O.-Tropfen schlichtweg keine Vergewaltigung mehr geben könnte.

Da du ja als professionelle Hilfe da mehr weißt, gibt es da ne grobe Abschätzung wann die Leute sich an euch wenden? Das durch eure Hilfe vielleicht schneller/überhaupt ne Anzeige gestellt wird, war ja schon Thema. Aber ich vermute mal so wie die wenigsten wohl am nächsten Tag zur Polizei gehen, werden sie eher auch nicht direkt professionelle Hilfe suchen?

Grundsätzlich: ja, stimmt irgendwie schon. So lebe ich das auch.

Allerdings gilt auch: Respekt muss man sich verdienen.

Vielleicht bin ich jetzt auch jemand, der unberechtigt über einen Kamm schert (und somit die gesellschaftliche Situation falsch einschätzt), aber man hat da manchmal schon den Eindruck, dass gewisse, öffentlich sehr präsente Minderheiten Respekt wollen, einfach nur weil sie eine Minderheit sind, einer bestimmten ("Opfer")Gruppe angehören. Nein, sorry, ich bewerte dich nach deinem Verhalten, deinem Charakter, nicht danach in welche Schublade du dich einordnest, oder eingeordnet wirst. Ist das abgeklärt gibt es Respekt, Gleichgültigkeit, Abneigung, manchmal sogar Mitleid (wenn derjenige sich lächerlich macht).
Ah ja, also natürlich nicht die Leute die man kennt, sondern nur die Minderheiten an sich verlangen unverdienten Respekt. Würdest du vielleicht kurz erläutern welche Minderheiten mehr Respekt verlangen als die "normale" Bevölkerung bekommt?
Nur mal um das Niveau des Respekts (Toleranz, Annerkennung, Kentnissnahme oder welcher Ausdruck auch immer keine Diskussion über Semantik auslöst) den die Minderheiten bekommen zu verdeutlichen: Was passiert 2022 wenn man Heteros todeswürdige Verbrecher, Kinderschänder, Parasiten und Krebsgeschwüre der Gesellschaft nennt? Also wenn man es über Schwule sagt, dann gibt es nen Freispruch. Weil ist ja keine Beleidigung sondern eine legitime Meinungsäußerung zu so einem kontroversen Thema.
Es wird nicht für mehr Respekt gekämpft als einem Zusteht (was meinetwegen das neutrale Level ist), sondern dafür überhaupt aus dem negativen Bereich rauszukommen.

Das es davon ab trotzdem Idioten gibt, ist recht klar und wenig überraschend. Sammeln sich genug Menschen hat man irgendwann auch immer Idioten, Kriminelle etc. dabei. Garantiert gibt es auch in diesem Forum jemand Kriminelles (und garantiert auch für jeden seinen persönlichen Idioten 😂)
Die Message der meisten Minderheiten ist deswegen eben nicht besser oder Heilige zu sein, sondern den selben Respekt, Würde whatever, zu verdienen. Und sind absolut zufrieden mit einem einfachen "ach, so. Schön wenn das für dich passt", denn auf Normalität wird eben hingearbeitet.

Das man in Zeitung und Fernsehen eher "schillernde" Charakter vorgesetzt bekommt ist auch nicht überaschend. Wenn das also das Maß für Minderheiten sein soll, darf ich Annehmen das Bohlen, die Geissens und der Wendler stellvertretend für die Mehrheitsgesellschaft* stehen. Natürlich nicht für jeden, aber doch zumindest für die öffentlich präsente Mehrheit.


Den Vorwurf das die Schauspieler Rowling canceln, finde ich in der Folge durchaus interessant. Denn auf der einen Seite wird Meinungsfreiheit verlangt und argumentiert das man sich Respekt verdienen muss, man sich aber eben Abneigung ebenso verdienen kann und damit dann eben Leben muss das man Kritik dazu erntet bzw. ignoriert wird. Von den Schauspielern wird jetzt allerdings erwartet das sie ihre Meinung für sich behalten und sich zur Zusammenarbeit mit einer Person verpflichten, mit der sie nichts mehr zu tun haben wollen.
Das bezieht sich nicht nur auf diesem expliziten Fall. Das man nichts mehr sagen darf und die Meinungsfreiheit gefährdet ist, höre ich doch meist von denen die gerade sehr viel ihrer Meinung gesagt haben und sich jetzt die Meinung anderer dazu verbitten weil das ja sonst ein Sprachverbot wäre. Denken wir nur an Sarrazin der auf allen Buchmessen war und sich auch in der 8000. Fernsehsendung beschweren durfte das man ihn Mundtot macht.



*Wobei die angesichts von nur grob angedeuteten "öffentlich präsenten Minderheiten"" schwer zu definieren sind. Gerne werden ja Rechte der Queere Community oder Ausländern gegen die armen Kassiererin Mittelstand etc. ausgespielt. Geflissentlich ignorierend das erstere Teil von den Zweiteren sind.
 

NightGoblinFanatic

Tabletop-Fanatiker
Ah ja, also natürlich nicht die Leute die man kennt, sondern nur die Minderheiten an sich verlangen unverdienten Respekt. Würdest du vielleicht kurz erläutern welche Minderheiten mehr Respekt verlangen als die "normale" Bevölkerung bekommt?
Ich vermute das war missverständlich. Es geht ums Individuum, nicht die Gruppe. Mein Beitrag bezog sich ja eindeutig auf eine Aussage (aus Naysmith Beitrag), die sich auf den privaten Kontakt bezog, wie man es selbst handhabt. Es bezog sich nicht auf die ganze Minderheitengruppe an sich. Also auf den Einzelkontakt mit einem Mitglied einer solchen Minderheiten Gruppe, das erwarten muss an seinem Verhalten beurteilt zu werden und nicht an seinem Opferstatus, oder seiner Gruppenzugehörigkeit.
 

beetlemeier

Malermeister
Da du ja als professionelle Hilfe da mehr weißt, gibt es da ne grobe Abschätzung wann die Leute sich an euch wenden? Das durch eure Hilfe vielleicht schneller/überhaupt ne Anzeige gestellt wird, war ja schon Thema.

Ich bin kein Strafrechtler, habe aber zumindest während des Referendariats bei der Staatsanwaltschaft in einer Abteilung gearbeitet, welche auch Sexualdelikte ermittelt und angeklagt hat.
Aus dieser sehr kleinen persönlichen Expertise heraus und Gesprächen mit entsprechenden Fachleuten kann ich sagen:
Für zB Vergewaltigungsopfer ist es eigentlich zwingend erforderlich, sich an eine Kanzlei mit Spezialisierung in diesem Bereich zu wenden, da braucht es Fachleute, die sich sowohl strafrechtlich wie auch medizinisch/psychologisch mit der Materie gut auskennen; also das, was man allgemein als "Opferanwalt" kennt. Da muss jeder andere seriöse Jurist bei so einer Anfrage sofort sagen: "Sorry, da bin ich nicht kompetent, wenden sie sich an Kollegin/Kollege XY; ich kann gerne sofort vermitteln, aber das Mandat nicht selber übernehmen".

Und auch dann kommt diese anwaltliche Unterstützung MEISTENS erst auf einer Art "sekundären" Ebene ins Spiel. Nämlich dann, wenn es darum geht, den/die Mandantin bei der weiteren Ermittlung durch Polizei/Staatsanwaltschaft zu begleiten; in einem eventuellen Prozess gegen den Täter als sog. Nebenklagevertreter vor Ort zu sein, zivilrechtliche Ansprüche wie Schmerzensgeld usw. zu prüfen oder durchzusetzen usw.
Die Anzeige an sich zu stellen ist nicht das Problem, weil die Ermittlungsbehörden da schon von sich aus verpflichtet sind, weiter zu ermitteln, sobald sie von Straftaten dieser Art überhaupt Kenntnis bekommen.

THEORETISCH am wichtigsten ist und bleibt die "primäre" Ebene, also das, was sehr kurz nach der Tat passiert: Da ginge es oft darum, das Opfer zu überzeugen, sich bitte nicht zu waschen/umzuziehen, sondern sich in dem Zustand zu lassen wie während des Übergriffs und dann direkt gemeinsam zur Polizei zu fahren, damit die Spurensicherung möglichst schnell und effektiv erfolgen kann.
Aus den o.g. Gesprächen mit Spezialisten weiß ich aber, das dies nicht der Realität entspricht: Das Opfer eines Sexual-Verbrechens ist meistens traumatisiert, und kann die vielen notwendigen Dinge wie medizinische Erstversorgung, Verständigung eines rechtlichen Begleiters, den Gang zur Polizei, darauf weitere Untersuchungen im Intimbereich/Drogenscan, erste Befragung, bestenfalls bruchstückhaft, geschweige denn in einer sinnigen Reihenfolge alleine durchführen oder in sinnvoller Reihenfolge organisieren.

Aber ich vermute mal so wie die wenigsten wohl am nächsten Tag zur Polizei gehen, werden sie eher auch nicht direkt professionelle Hilfe suchen?

Wie gesagt, meine persönliche Erfahrung in diesem Bereich ist sehr gering, aber -JA- das, was Du da schilderst, ist mit eines der Hauptprobleme bei solchen Delikten. Wer -auf welche konkrete Weise auch immer- vor kurzem Opfer eines Sexual-Verbrechens wurde, hat alles mögliche im Kopf, aber nicht die Muße, sich um anwaltliche Beratung zu kümmern. Trauma und oft Scham stehen da oft im Wege; Unkenntnis im Bereich "Was kann ich tun", Sprachbarrieren, soziale Hemmnisse kommen da noch zusätzlich dazu...
 

senex

Tabletop-Fanatiker
Die Message der meisten Minderheiten ist deswegen eben nicht besser oder Heilige zu sein, sondern den selben Respekt, Würde whatever, zu verdienen.

oder welcher Ausdruck auch immer keine Diskussion über Semantik auslöst

Whatever kann jeder kriegen. Da ich aber Heterosexuellen auch keinen Respekt für ihre sexuelle Orientierung, Einstellung oder Vorstellung erweise, bekommen den andere auch nicht. Das ist das "Normal" für mich und darüber raus, also wenn wer Respekt für das Normale verlangt, da kommen wir zu "mehr verlangen".
Vielleicht macht ein bisschen Semantik (keine Angst, so schwer ist es nicht, seinen Begriffsapparat ein bisschen zu ordnen) eben doch Sinn, wenn man darüber redet, was man will. Ich habe schon erklärt, dass ich das Wort Respekt mit deutlich positiver Konnotation sehe und was ich nun positiv sehen will statt neutral, das bleibt immer mir selbst überlassen. Ich habe dabei auch den Eindruck, dass ich nicht der Einzige bin, der Respekt positiv besetzt sieht und nicht als Ausdruck neutraler Akzeptanz. Möglicherweise entsteht da ein Geschmäckle, was man vermeiden könnte.

Und genau so, ohne extra Respekt für seine sexuelle Orientierung, habe ich mit meinem schwulen Kollegen jahrelang in einem 2er Büro prima zusammengearbeitet, wie mit jedem Anderen. Man wusste, dass er schwul ist, er hat zu manchen Anlässen seinen Mann mitgebracht, alles fein, alles easy, aber keiner hat extra Respekt gefordert oder bekommen, zumindest nicht wegen dem Thema sexuelle Orientierung. Für einen guten Job oder andere Sachen gabs schon Respekt, alles wie bei allen anderen.
Wenn er nun einen großen Zirkus um sein Schwulsein gemacht hätte und Respekt dafür gefordert hätte, wär es schwieriger geworden, übrigens genauso wie mit einem Hetero-Hengst, der Respekt erwartet für seine berichteten "Leistungen" oder einer Kollegin, die Respekt erwartet für ihre unwillkommenen Avanchen. Gibt es vermutlich in ähnlicher Häufigkeit wie offensiv Respekt verlangende LGBTTIQQ2SA und riskiert die gleiche Ablehnung des "mehr verlangens".
 
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