Har Ganeth

Hi, ich werde in diesem thread mich ausführlich mit der DE-Stadt Har Ganeth auseinandersetzen, die bekannt für ihre Henker und ihre brutalen Foltermethoden ist. Ich werde jetzt in unregelmäßigen Abständen kleine Stücke meines Werkes hierreinposten und somit mit der Zeit einen ausführlichen Katalog über Har Ganeth und alles was dazugehört entstehen lassen. Vieles davon wird auf der Basis meiner eigenen Ideen enstehen, doch wird es niemals von der warhammerchronologie abweichen und niemals im kontrast zur warhammerwelt stehen... B)

über kritik freue ich mich natürlich und wenn euch was auffällt, was zeitlich oder sonstwie nicht stimmen kann, dann schreit ganz laut!!!!


ich fange heute mal an mit einer einleitung von Lord Vraneth, dem Älteren, einem inzwischen verstorbenen herrscher über Har Ganeth:


„Wie gerne denke ich an diese glorreiche Zeit der Druchi zurück. Es war die Zeit der Wahrheit und der Erkenntnis. Der Erkenntnis darüber, dass unsere feigen Brüder uns über Jahrtausende hinweg belogen und betrogen hatten, wo sie nur konnten. Doch nun waren wir eines besseren belehrt worden und hatten die Möglichkeit unter unserem glorreichen Heerführer Malekith Rache zu nehmen an den erbärmlichen Asur!!!
Zwölf Jahre waren seit der großen Abspaltung vergangen als der mächtige Lord Elandor Ganeth seinem Herren und Meister König Malekith, rechtmäßiger Thronerbe von Ulthuan, versprach ein Corps aus den fähigsten und grausamsten aller Druchi zusammenzustellen und diese in den Krieg gegen die Asur zu führen um über diese zu „richten“. Er begann durch ganz Naggaroth zu ziehen und die besten und kaltblütigsten Krieger zu rekrutieren, die er finden konnte. Mehrere Jahrezehnte lang die Ausbildung eines ausgewählten Druchi nur mit einer Waffe: dem Draich.
Ja, da waren die also: die gefürchteten Henker der Dunkelelfen. Die Priester des Todes. Die Richter über Leben und Tod!
Es vergingen mehre Jahre bevor Malekith zum Kampfe aufrief und die Truppen der Druchi sammelte um die verhassten Asur zu besiegen und das Land, das rechtmäßig uns zusteht zurückzuerobern. Jahre, in denen aus dem Corps der dunklen Richter eine Armee geworden war. Eine Armee, die Tod und Verderben über ihre Feinde bringen sollte!!!
So begab es sich also, dass Lord Ganeth mit seinem todbringenden Gefolge dem Schlachtruf Malekiths folgte und nach Ulthuan zog. Der Anfang einer Reihe glorreicher Kriege unserer Henker...“

- Lord Vraneth, der Ältere
 
und hier die fortsetzung:

"Ich war dabei, als die Henker das erste Mal im Kampfe zu sehen waren. Auch ich war einer dieser finsteren Krieger. Ich kämpfte an der Seite von Lord Ganeth persönlich. Mit einer Kaltblütigkeit und einem unstillbaren Hass gegen die Asur, der selbst für einen Dunkelelfen ungewöhnlich war, führte er uns durch Ulthuan. Ein Sieg folgte dem anderen und die Köpfe Verräter rollten zu Tausenden über den Boden.
Doch trotz der verheerenden Kampfkraft von uns Henkern gelang es unserem König nicht das Land, das rechtmäßig ihm gehörte, zurückzuerobern. Schuld daran waren die feigen Asur, die sich hinter ihren Mauern und Toren verkrochen und darauf hofften, dass der Sturm den wir entfesselt hatten vorüberziehen würde. Malekith gab den Befehl zum Rückzug – natürlich nur um mit einer noch mächtigeren Armee wiederzukommen – und wir kehrten nach Naggaroth zurück.
Unsere Arche ging früher an Land, als die anderen, denn Lord Ganeth hatte große Pläne: Er wollte eine Festung errichten, die ausschließlich den Henkern Einlass gewähren sollte. Die zahllosen Hochelfensklaven, die wir aus Ulthuan mitgebracht hatten, sollten diese Aufgabe bewältigen. In den nächsten zehn Jahren verbrachten wir Henker unsere Zeit damit unsere Kampffertigkeiten noch zu verbessern, wenn nicht zu perfektionieren und neue Schüler auszubilden. Denn die legendären Taten der Henker machten ihre Runde und es gab viele Druchi, die sich uns anschließen wollten um über die Asur zu richten. Auch verbrachten wir viel Zeit damit die Sklaven, die mit dem Bau der Stadt beschäftigt waren, zu quälen und zu demütigen – dass dabei viele Sklaven ums Leben kamen brauche ich wohl nicht zu erwähnen.
Mit Stolz denke ich noch heute an den Tag, an dem die Festung fertiggestellt worden war und wir feierlich durch die Straßen zogen um die Festung einzuweihen. In jener glorreichen Nacht dankt wir Khaine ,unserem Kriegsgott, und opferten die Sklaven, die die letzten zehn Jahre überlebt hatten. Anschließend bestrichen wir die Wände der Khainetempel und den Turm der Henker mit ihrem Blut. Die Feier, die darauf folgte war unbeschreiblich und noch in manchen Nächten träume ich von diesem Höhepunkt meines Lebens...
Nie werde ich vergessen wie ich die Festung in ihrer vollen Pracht erblicken durfte: ein uneinnehmbarer Ring aus schwarzem Gestein mit Mauerdicken Zinnen, zahllosen Türmen, die wie Speere bedrohlich in den Himmel ragen und im Zentrum dieses alptraumhaften Gebildes der Turm der Henker, größer und bedrohlicher als alles um ihn herum. Jener Turm, von dem ich aus später herrschen sollte... “


- Lord Vraneth, der Ältere
 
natürlich könnte ich das im turm posten, aber ich finde, das können ruhig alle lesen!!! B)

okay, hier kommt teil nummer 3, viel spaß beim lesen, wie gesagt; kritik ist erwünscht:


"Allerdings, bis dahin sollte noch viel Zeit vergehen: Die Stadt wuchs schnell. Aus ganz Naggaroth zogen die Druchi heran um sich in der neugegründeten Stadt niederzulassen. Auch viele Adelshäuser, die teilweise noch aus Zeiten vor dem Bruderkrieg stammten, ließen sich bei uns in Har Ganeth – so hatte man die Stadt getauft – nieder. Anfangs sah ich das Zuziehen der Adligen mit freudigen Augen. Denn nicht nur, dass sie durch ihre Anwesenheit die Wichtigkeit von Har Ganeth beweisen, sondern auch brachten sie Geld und Sklaven in unsere Stadt. Dieser Zufluss an neuen Mitteln nutzte Lord Ganeth dazu, um unsere Truppen besser zu rüsten und um einen Hafen samt Angriffsflotte zu bauen, von dem aus wir unsere Truppen gegen die ganze bekannte Welt schicken konnten...
Doch schon bald erkannte ich das Übel, dass die Adligen über die Stadt der Henker brachte: Intrigen und Machtrangeleien breiteten sich über die gesamte höhere Schicht von Har Ganeth aus. Ich musste erkennen, dass ich und meine Familie, die immer treu an der Seite des Hauses Ganeth gedient hatte, nicht mehr die unangefochtenen Mitherrscher von Har Ganeth waren. Vor allem die Vertreter des Hauses Eshai waren mir schon nach wenigen Jahren ein Dorn im Auge. Sie waren eine noch recht neue Adelsfamilie, die während der ersten großen Invasion zu Ruhm und vor allem zu Geld und Sklaven gelangt war. Nun breiteten sie sich von Naggaroth aus wie die Ratten. Mit dem Ziel zu noch mehr Macht und noch mehr Reichtum zu gelangen...
Immer wieder versuchten sie sich bei Lord Ganeth beliebt zu machen indem sie Gelder und Sklaven für den Bau des Hafens zu Verfügung stellten. Ihre Absichten lagen klar auf der Hand: Sie wollten mich und meine Familie aus ihrer Position verdrängen. Doch das würde ich mir nicht gefallen lassen; denn ich war es gewesen, der Schlacht für Schlacht an der Seite von Lord Ganeth gekämpft hatte, ich war es gewesen, der Hunderte von Henkern ausgebildet hatte, und ich war es gewesen, der Ganeth mehr als einmal vor dem Tod bewahrt hatte.
Ein dreckiger, langwieriger Machtkampf mit den Eshai stand bevor...“


- Lord Vraneth, der Ältere
 

Elrond de Gravenesse

König von Bretonia
Sehr schön geschrieben, gut formuliert und vor allem stylisch.


Heißt es es eigentlich Ganeth(mit englischem Ti Äitsch)
oder Ganeet(also das h-als Vokalverläbgerung)?
 
also früher habe ich ganeet gesagt, aber inzwischen sage ich gänes (also mit dem englischen "th"), denn das spiel kommt ja auch aus england.

so und hier der äh ich glaube vierte teil:


Zu jener Zeit, wo die Eshai nach der Macht über Har Ganeth strebten, wurde ich Vater. In einem Abstand von zwei Jahren schenkte mir meine Frau Ladalar, die Tochter von Lord Ganeth persönlich, zwei Söhne. Somit kam für mich neben den Aufgaben eines Heerführers auch noch die Aufgaben als Elternteil hinzu. Ich schwor meinen Söhnen das Vorbild eines perfekten Druchi zu sein und sie zu lehren was es heißt einen Asur zu hassen.
Beide entwickelten sich prächtig: Der Ältere, Julio, zeigte schon in jungen Jahren sein Talent für Intrigen und Politik. Der Jüngere, Thetur, hingegen war weniger ein Denker, als ein Krieger. Schnell war für ihn klar, dass er ein Henker von Har Ganeth werden würde. Meine Söhne erfüllten mich mit viel Stolz, denn ich durfte erleben wie sie, jeder in seinem Metier, zu Größe und Ruhm gelangte. Bald schon konnte ich sie als würdige Vertreter des Hauses Vraneth ausschicken um ihr Talent zu beweisen.
Thetur, der in das Corps der Henker aufgenommen worden war und nun auch mit dem Draich kämpfte, war mit der schwarzen Arche „Jadepalast des Schmerzes“ nach Ulthuan gezogen, um gegen unsere verhassten Brüder zu kämpfen.
Seinen Bruder hingegen hatte ich nach Ghrond gesandt, um mich bei einem Treffen mit dem Hause der Ubrishan zu vertreten. Oh, wie bereue ich diese Entscheidung; ich hätte ihn niemals ausgesandt, hätte ich gewusst, was ihn dort erwartet hätte. Denn sein Aufenthalt überschnitt sich mit der „Todesnacht“, jener schrecklichen Nacht, in der die wilden Hexenkriegern durch die Straßen ziehen und unsrem Gott Khaine seine eigenen Kinder opfern. Julio wurde eines dieser Opfer...
Allerdings vermutete ich schon damals mehr als nur einen unglücklichen Zufall hinter dem Tod meines ältesten Sohnes. Später sollte ich erfahren, dass die Eshai ihre Finger im Spiel gehabt hatten. “


- Lord Vraneth, der Ältere
 
und hier teil 5, hat ein bischen gedauert:

"Thetur, der bald darauf von Ulthuan zurückkehrte um neue Druchi zu rekrutieren, änderte seine Pläne sofort, als er von dem Tod seines Bruders erfuhr. Er entschied sich auf Naggaroth zu bleiben und in die Fußtapfen seines Bruders zu treten: Er wollte sich vom einfachen Kampf abwenden und neue Wege finden seinen Hass auszudrücken. Er entwickelte schnell ein Gespür für Lügen, Intrigen und Verrat und verstand sich bestens darauf diese zu seinen Gunsten und gegen seine Gegner einzusetzen. Hierfür machte er sich seine Kontakte zu den Henkern zu Nutze, um seinen Forderungen und Wünschen den richtigen Ton zu verleihen. Dabei ging er nicht dumm oder in irgendeiner Form primitiv vor: Nie drohte er offen mit der Gewalt der Henker, sondern suggerierte seine Verbindungen mit einfachen Hilfsmitteln und versteckten Hinweisen. Sehr bald hatte er den Erfolg von Julio übertroffen und war ein bekannter und angesehener Machthaber in Har Ganeth.
Dies waren unruhige Zeiten. Ich erinnere mich noch sehr gut: Unsere Truppen wurden endgültig aus Ulthuan zurückgedrängt; ein großer Teil vernichtend geschlagen. Noch heute frage ich mich wie es unseren hinterhältigen Brüdern gelingen konnte unsere unglaublich große Streitmacht zu besiegen. Den größten persönlichen Verlust, den ich in dieser Zeit zu überwinden hatte, war der Tod von Lord Elandor Ganeth. Einer der besten Heerführer und geschicktesten Druchi überhaupt war im Kampf gegen die Asur gefallen. Das letzte Mal, dass man von ihm persönlich hörte, war, als er mit seinen Truppen auszog um gegen Tor Lehan zu ziehen. Diese letzte Schlacht des Erbauers von Har Ganeth ist bekannt für die Grausamkeit mit der beide Armeen gegeneinander vorgingen: Nicht ein Elf überlebte an diesem Tag in Tor Elan. Kundschafter fanden Lord Ganeth später, durchlöchert von Pfeilen. Sein Schwert jedoch steckte in einem toten Asur. Bis zum Schluss hatte er für seinen Hass gelebt..."


- Lord Vraneth, der Ältere
 

Fulgrim

Eingeweihter
wirklich sehr gut geschrieben. weiter so. ich find nur das julio nicht so wirklich der passende name für einen dunkelelfen ist aber ist natürlich geschmackssache.
 
deswegen stirbt er ja auch
. bin halt in namensgebung nicht so der held. meine kinder heißen später bestimmt Christian und Peter...

so und hier teil nummer... äh ach keine ahnung: der nächste teil halt:

"Direkt waren die Eshai – wie sollte es bei diesem feigen Hause auch anders sein – zur Stelle und stellten Ansprüche auf die Stellung des Stadthalters. Sie begründeten diese Ansprüche mit diversen Geschäften, die sie im Laufe der Jahre zum Wohle Har Ganeths getätigt hatten wie den Bau des Hafens und der Kriegsflotte. Doch ich wusste es besser. Es waren nicht Geld oder Ländereien, die einen würdigen Herrscher von Har Ganeth ausmachten, sondern seine Liebe zu dieser Stadt und zu diesen Soldaten; den ehrwürdigen Henkern. In diversen Schreiben an den großen Malekith und in öffentlichen Reden erinnerte ich meine treuen Dienste an der Seite von Lord Ganeth und meine enge Verbindungen zu den Henkern. Der alte Machtkampf der beiden größten Häuser von Har Ganeth entbrannte zu neuem Leben: Malekith schien es zu gefallen. Er erklärte er wolle keine direkte Einmischung von seiner Person: Die Zeit würde den besseren Herrscher an die Macht bringen. Was das im Klartext bedeutete ist einfach gesagt: Der mit dem besseren Assassinen und der fähigeren Leibwache würde neuer Herrscher von Har Ganeth und Führer der Henker werden.
Das Chor der Henker, in dem sich aus beiden Häusern Familienmitglieder befanden, erklärte seine Neutralität in diesem Wettstreit. Mit der Unterstützung geschärfter Draichs konnte ich also nicht rechnen.
Doch ich bekam Hilfe von unerwarteter Seite: Eines Abends, als ich an meinem Schreibtisch saß, vertieft in diverse Manuskripte, erschien eine der finsteren Druchimagierinnen in meinem Gemach. Im ersten Moment dachte ich an einen Mordanschlag von Seiten der Eshai und wollte die Wache rufen, aber die junge Schönheit deutete mir zu schweigen. Sie erklärte, sie sei eine Schülerin von Morathi persönlich und habe eine Botschaft für mich: Morathi schien der Machtkampf in Har Ganeth brennend zu interessieren und sie hoffe darauf, dass das Hause Vraneth den Sieg davontragen würde. Weiterhin erklärte sie, es würde bald schon zu einer Entscheidung kommen würde, auf die sie persönlich Einfluss nehmen werde. Bevor sie wieder verschwand sagte sie einen Satz, dessen Sinn ich einige Monate später verstehen sollte: Deine jüngste Brut weckt großes Interesse bei mir. Ihr werdet noch von mir hören, Lord Vraneth..."


- Lord Vraneth, der Ältere
 
SO, DIE BAUSTELLE IST VORBEI. HIER KOMMT DER NÄCHSTE TEIL:

"Am darauffolgenden Tag erreichte mich ein Schreiben aus Naggarond von Malekith persönlich. Darin erklärte er, dass er sich dazu entschieden hätte, den politischen Machtkämpfen und Intrigen in Har Ganeth ein Ende zu setzen, da sie ihn langweilten. Stattdessen sollten alle Adelshäuser, die Anspruch auf den Posten des Stadthalters von Har Ganeth erhoben, einen Vertreter aussenden, damit dieser an einem Turnier teilnehmen sollte. Der Sieger des Turniers würde neuer Stadthalter von Har Ganeth werden. Was oder besser gesagt wer dahinter steckte wurde mir schlagartig klar. Die weise und mächtige Morathi hatte ihren Sohn umgestimmt und dazu gebracht den Herrscher von Har Ganeth durch einen Kampf zu ermitteln. Dies bewies mir, dass sie wirklich auf meiner Seite stand, denn ich war der beste und gefährlichste Kämpfer von ganz Har Ganeth. Schließlich war ich es gewesen, der die ersten Henker trainiert hatte und meine Kampfkünste waren weit über die Stadt hinaus bekannt.
Wenige Wochen später, nachdem diverse Adelshäuser ihren Favoriten bekannt gegeben hatten – natürlich trat ich für das Haus Vraneth an – begannen die Vorbereitungen für das Turnier: Vor der Stadt wurde eine gigantische Holztribüne errichtet, kreisrund, mit dem Kampffeld im Zentrum. Auch ich traf erste Vorbereitungen und nahm mein altes Kampftraining wieder auf. Gemeinsam mit meinem Sohn Thetur kämpfte ich vom Morgengrauen bis zur Mittagsstunde jeden Tages. Es war ein gutes Gefühl, das Gefühl der Macht, das Gefühl der Mordlust. Mein Draich und ich wurden wieder eins; eine perfekte Kampfmaschine, nur dazu da um zu töten...“

- Lord Vraneth, der Ältere
 
und es geht schon wieder weiter:

Bald darauf erschien Malektih und Morathi persönlich um dem Wettkampf beizuwohnen. Sie besichtigten die Stadt und das Heer und zum Stolze aller Einwohner von Har Ganeth hielt unser oberster Herrscher eine Rede im Turm der Henker. Er lobte die Stadt und ihre Truppen aufs Höchste und nannte uns ein Vorbild für jeden Druchi.
In der letzten Woche vor dem Turnier begann eine mysteriöse Serie von Morden und Anschlägen: Einige der Teilnehmer des Turniers verschwanden spurlos. Andere wurden tot in den Gassen aufgefunden, mit einem Dolch in Rücken oder von Gift zerfressen. Ich lies meine Bewachung verdoppeln; Schließlich wollte ich nicht ein ebenso schändliches Ende finden wie meine Konkurrenten. Wer hinter diesen Anschlägen steckte war wurde zwar nie genau geklärt, aber ich bin mir sicher, dass das Hause Eshai seine Finger mit im Spiel hatte...
So kam es, dass am Tage des Wettkampfes nur noch vier Adelshäuser gegeneinander antraten. Die Ränge waren voll von Druchi aus ganz Naggarond, an jedem Ausgang waren die Henker postiert und ebenfalls in der Arena standen sie entlang der Zuschauerränge. Stumm und kalt wie die Manifestierung des Todes; wie eine Mahnung dafür, dass an diesem Tage die drei schwächsten der vier Wettkämpfer sterben würden...
Inmitten dieses ganzen saß Malekith mit seiner Mutter: erhaben, stolz und mit eisernem Blick musterten sie mich und meine Konkurrenten. Wir trugen keinerlei Rüstungen, nur unsere Schwerter (der Draich war mir aus Fairnessgründen verwehrt wurden) und die Tuniken in den Farben unserer Häuser.
Meinen ersten Kampf trug ich gegen Hebeon vom Hause Ashari aus. Er war ein guter Kämpfer und hatte sich bei der Schlacht gegen das Chaos in Ghrond profiliert. Es hieß er sei ein Liebling Malekiths und ich legte all mein Vertrauen in den Einfluss Moriathis auf ihren Sohn, dass dieser seinen Champion nicht begünstigen würde. Es schien als wäre mein Vertrauen gerechtfertig gewesen: Hebeon und ich kämpften ohne den Einfluss einer fremden Macht gegeneinander. Beide waren wir geübte Krieger, fehlerlos im Umgang mit ihrer Waffe. Doch am Ende war ich Hebeon überlegen. Unter dem Jubel und Geschrei des Publikums enthauptete ich meinen Gegner mit einem Schlag, der nur in der Schule der Henker gelehrt wird. Hebeon war tot und ich war meinem Ziel ein Stückchen näher gerückt. Mein Gegner, der als Sieger aus seinem ersten Kampf hervorgegangen war, hieß Ujilan von Eshai. Es schien als sollten die Eshai und die Vraneth an diesem Tage endgültig entscheiden wer der unangefochtene Herrscher von Har Ganeth werden sollte. Ich war bereit...“

- Lord Vraneth, der Ältere
 

Malekith

Grundboxvertreter
Sehr gute Geschichte
, aber dadurch das du Sie nicht ins DE-Forum geschrieben hast hatte ich sie jetzt erst gefunden
, mach wenn du nochmal so eine Geschichte schreibst (meine ne neue Story) einen Verweis ins DE-Forum.
 

Awatron

Tabletop-Fanatiker
Wow, geile geschichte! Aber eine kleine anmerkung hätte ich doch: der Druchi, aber die Druchii
plural mit zwei i! Aber ansonsten echt krass!

Da muss ich meine geschichte ja auch bald posten, "alter freund"
 
hey danke "alter freund" für den hinweis und das lob. von dir freut mich das besonders... B)
vielleicht werde ich den fehler mal editieren, wenn ich zeit und lust finde.

jetzt gehts aber erstmal weiter:

"Es heißt immer es gibt nichts gegen das ein Druchi mehr Hass entwickeln sollte als gegen einen Asur, doch ich schwöre, dass mein Hass gegen den Eshai den Hass gegen die Asur an diesem Tage überbot. Möge mir Khaine verzeihen.
Meinen Sohn hatten sie mir genommen, doch mein Leben und mein Recht auf Har Ganeth würden sie mir nicht nehmen können!
Es muss ein beispielloses Ereignis gewesen sein zwei Druchii, noch dazu beide ausgebildet als Henker, als Boten des Todes, kämpfen zu sehen. Ich weis nicht wie lange wir kämpften, doch ich erinnere mich noch genau an das Gesicht von Ujilan, als der Kampf endete:
Er schaute etwas unglaubwürdig, fast dümmlich, als ich einen Angriffsfehler von ihm ausnutze und ihm mein Schwert in die Brust rammte...
Ich war, wovon ich solange geträumt hatte: Ich war Herrscher von Har Ganeth!!!
Malekith erwies mir den entsprechenden Respekt und sprach offiziell als Stadthalter der Stadt der Henker aus und kehrte nach Naggarond zurück. Er schien wenig beeindruckt oder überrascht von meinem Sieg. Für ihn war es einfach so. Wahrscheinlich hatte er ihn schon Wochen vorher kommen sehen...
Einige Monate später, nachdem ich mein Amt bezogen hatte und sich das Leben in Har Ganeth beruhigt hatte schenkte mir meine Frau eine Tochter. Sofort viel mir der Satz der Magierin wieder ein, die mich vor knapp einem Jahr besucht hatte, ich war gespannt auf das was „meine jüngste Brut“ so interessant für eine Dienerin Morathis war. Zu Ehren Khaines und dem ruhmreichen Elandor Ganeth nannte meine Tochter Elada Khaina aus dem Hause Vraneth. “

- Lord Vraneth, der Ältere
 
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