Kurzgeschichten - Thread

Yardis

Schöpfergeist
Moderator
Schön das du dich an eine Kurzgeschichte gewagt hast.
Alles in allem liest sie sich wirklich gut und es gibt beinahe nichts, was ich verbessern bzw. ändern würde.
Alledings finde ich, dass die Hinführung zur Laserpistole etwas dünn. Irgendwie fehlt mir da noch was.
Aber das ist vielleicht auch Geschmackssache.

Gruß
Yardis
 

Käpt`nGolo

Aushilfspinsler
Danke für die Rückmeldung und die Kritik:)

Stimmt, ich habe wirklich nichts über die Pistole zuvor geschrieben, da hätt ich mir eher überlegen sollen was in dem Reliquienschrein drin ist :D

Mit freundlichen Grüßen, Golo
 

wenne81

Testspieler
Nabend..
Da mir der karnevallsrummel doch sehr auf die Nerven geht,versuch ich mich mal an einer kleinen Geschichte..:p

"Warum fängst du wieder damit an? Du hast geschworen nicht mehr davon zu sprechen! Niemals! Ich kann derlei Eidbrüche nicht ewig tolerieren,auch wenn sie von dir kommen.."
Der Zorn in den Augen des Sigiliten glühte mit der Intensität von Sternen, eine Kraft die niedere Männer in den Staub gezwungen hätte.
Der, auf den sie gerichtet war, senkte den Blick und lies die Hände sinken mit denen er noch eben aufgebracht gestikuliert hatte.
Die gewaltige Gestalt wandte sich ab und blickte über den gewaltigen Teil des imperialen Palastes, der von der kleinen Gallerie aus einsehbar war auf der sie sich befanden.
Eine Hand,winzig und schwach wirkend, legte sich auf den muskolösen Unterarm des Riesen.
"Manchmal vergesse ich das ihr auch nur Menschen seid.."
Die Augen des Sigiliten hatten wieder einen Ausdruck von väterlicher Güte angenommen,aller Zorn schien ausgelöscht,als wäre er nie da gewesen.
Der Riese sah mit einem merkwürdig reserviertem Blick auf die Hand des gebeugten Mannes,was diesen zum lächeln brachte.
"Oh das seit Ihr!..Das seit ihr alle gewesen.. .Trotz aller Macht und Stärke die er euch gab, war das was euch ausmachte immer die menschliche Seite. Mit all ihren Stärken und Schwächen."
"Dann verstehst du das ich sie nicht vergessen kann?"
Der Mann blickte beinahe flehend auf die winzige Gestalt des Sigiliten herab.
"Das hat er nie verlangt!" entgegnete dieser resolut.
"Der Schwur den ihr gegeben hat dient nicht dem vergessen wie du weisst.. er soll euch und andere schützen, vor dem was das Wissen um diese Dinge mit sich bringt. ..Selbst Masken und geheime Orte verbergen wenig,wenn der richtige Mann danach sucht nicht wahr?"
"Das..ist nicht dasselbe.. ." Der Riese bemühte sich, dennoch entging dem Sigiliten nicht das Funkeln in seinen Augen.
Er sah noch einen Moment in den Horizont,auf weit entfernte Berge deren Gipfel vor langer Zeit abgetragen worden waren,dann drehte er seinen massigen Körper wieder dem kleinen Mann zu.
Ein resigniertes Lächeln umspielte seine Lippen, um im nächsten Moment wieder die steinerne Härte zu zeigen die ihn ausmachte.
"Sag mir nur eines.."
Die Miene des Sigiliten verhärtete sich augenblicklich.Der Riese ignorierte dies für den Moment und fuhr fort.
"Ist es wahr was er uns gesagt hat? ..Ich hatte immer meine Zweifel wie es geschehen sein soll. ..Ich meine nicht an seinen Motiven damit oder der Notwendigkeit dessen .. .
Was ich sagen will ist : Werde ich meine Brüder je wiedersehen?"
Der Blick des Sigiliten war nicht zu deuten als er den Giganten vor ihm fixierte,als suche er etwas in seinen Augen das nur er finden konnte. Etwas so abgründiges oder so erhabenes das die Worte von Menschen dafür nicht ausreichen würden.Dennoch lächelte er als er antwortete.
"Sanguinius hat mir schon damals die gleiche Frage gestellt.. . Weisst du was ich ihm gesagt habe?
Der Riese zog nur eine Braue hoch.
"Habt Vertrauen zu eurem Vater!"
Damit verließ der Sigilite lachend die Gallerie und überließ einen finster drein blickendem Primarchen seinen Gedanken.

Das Thema lässt mich nicht mehr los... Würde gern mal ne längere Story dazu schreiben.. Würde mich über Anregungen oder Ausgangspunkte/Zeiten sehr freuen!
Ist klar worum es ging oder?;-)
 
Zuletzt bearbeitet:

Tenshi

Archon
Moderator
Ich lese die Geschichten hier so gerne also wollte ich auch mal eine zum besten geben.

Kritik ist erwünscht, positive sowie negative.
Also auf auf zu meiner ersten Kurzgeschichte:

"Sie ahnunen nichts!"
Ein hemäschen Grinsen kam über sein Geicht.
"Herrscher nennen sie sich, welch Dreistigkeit"
Die Vorfreude auf das was gleich geschehen mochte, erfüllte ihn vollkommen.
Über die intere Komunikation gab er seinem Richtschützen bescheid: "Das Ziel ist nah"
Die Antwort kam sofort: "Ärgerlich das wir nicht näher ran können um das bevorstehende besser beobachten zu können"
"Nun, das ist halt so, trotzdem wir das ein Fest!"
Der Stützpunkt war nun genau unter ihnen, und 3000 Unlichbomben fielen zeitgleich.

Inquisitor Ramirez sah verdutzt auf das vor ihm liegende, die Welt hatte 34 Standartjahre keine Rückmeldung gegeben und nun wusste er auch warum.
Auf ihr war kein Leben mehr auszumachen, die Festung die hier mal stand war einfach weg.
"Das ist nicht gut, ganz und garnicht gut", murmelte der Inquisitor vor sich hin.
Ein übles Gefühl beschlich ihn, er erinnerte sich an einen Vorfall für 80 Standartjahren, damals war er noch in der Ausbildung.
Der Einzige der vor einem Angriff der abscheulichen Dark Eldar fliehen konnte.
Gelächter hinter ihm ließ ihn zusammenzucken und sich langsam Umdrehend erkannte er seinen Fehler, er war ihnen auf den Leim gegangen.
"Letztendlich krieg ich immer war ich will und ein Inquisitor ist ein besonderer Leckerbissen, keine Angst dein Gefolge ist nur betäubt.
Wir brauchen sie noch"
Und Ramirez hatte davon nix gemerkt! Bis es zu spät war.
Ein Teil von ihm bewunderte dieses können,
der andere Teil wusste das sein Ende gekommen war, bevor er daran denken konnte sich selbst das Leben zu nehmen, wurde alles schwarz.
 

Tristan

Testspieler
Hi Tenshi,

Du hast leider viele, viele Rechtschreibfehler!

ahnunen=ahnen, hemäschen=hämisches, intere=interne, wir=wird, Unlichbomben=Unlichtbomben,
für 80 Standartjahren=vor 80 Standartjahren, war ich will=was ich will, .....

um nur einige zu nennen.
Zu viel für so einen kurzen Text. Vor dem Reinstellen immer genau durchlesen.
Öfter Punkt statt Beistrich! (Macht beim Lesen oft sehr viel aus)

Ich hab schon verstanden wie du das ansetzen wolltest, mit den DE am Schluss.

Ohne die vielen Rechtschreib-und Grammatikfehler wäre es dir auch ganz gut gelungen!

Nicht aufgeben! Weitermachen! Besser werden!

Dunkle Grüße!

Tristan.
 

Tenshi

Archon
Moderator
Oh ja XD, sorry dafür, inner Schule damals hab ich meine Aufsätze auch immer nur durch den Inhalt gerettet.
Ich weiß das meine Rechtschreibung grauenvoll ist.
Das nächste mal schreib ich in Open Office und nicht im Editor.
 

Joshuah

Aushilfspinsler
Orks ;p

Hi Leuts ^.^
Warum schreibt eig hier keiner mehr? Naja, das folgende ist nicht 100% ernst gemeint, aber denke ist trotzdem Okay ;p

------------

"Dat da hintn muss kaputt gemoscht werdn."
Topsuchti starrte gesichtslos in die Ferne. Das? Aber das war ein Berg. Berge erklimmt man, und verkloppt man nicht. Wie überhaupt?
"Aaba... wir ham kein Spalta der so groß is'"
Ein gewaltiger Nackenklatscher ließ Topsuchti für eine Sekunde bewusstlos werden. Als er im
nächsten Moment wieder auf den Beinen war, hörte er nur die erboste Stimme von seinem Boss.
"Du beschoiata Git, ich mein dat wat aufm Berg drauf is, nich den Berg."
Topsuchti brauchte eine Sekunde, bis er schließlich ein glückliches, erleuchtetes Lächeln aufsetzte.
Auf einem Plateau an einem Berghang befand sich ein kleiner Bunker, ein Außenposten der imperialen Armee.
Das wussten die Orks vom Chefoberboss Schräckgästalt aber nicht, das hatte der berüchtigte
Befehlshaber für sich behalten. Nicht, weil das geheim war, sondern weil er nur für den Einsatz wichtige Informationen preiszugeben pflegte, das ließ seine Orks konzentrierter kämpfen - so zumindest seine Logik.
"Ach so. Jaa dat vasteh ich." sagte Tobsuchti in glücklicher Erwartung eines Kampfes.
"Na also." Der Boss stampfte weiter auf eine kleine Anhöhe, um zu seiner Gefolgschaft zu sprechen. Grimmig brüllte er "Ruhe!! Ich sach jetz was!" und die Geräuschkulisse wandelte sich von für einen Menschen unerträglich zu für einen Ork beängstigend ruhig.
"Also ia Madn! Da Boss Schräckgästalt hat gesacht wia moschn dat Ding da hintn kaputt! Un dat machn wa jetz! Kapiat?!"
Die Meute brüllte, und mit einem einmütigen "Waaagh!!" rannte der Mob Orks einem guten Gemosche entgegen.
 

Zim777

Aushilfspinsler
Schreibflash

Fiesen Schreibflash gehabt. Bestimmt nur Einflüsterungen Nimmergeborener die wollen das ich mich lächerlich mache. Macht aber nix. Unbedingter Glaube an unseren Herrn und Erlöser macht das Ego immun gegen schlechte Kritik! Viel Spaß beim lesen.
Kritik fänd ich trotzdem super.

Die blass blaue Sonne schickte ihre ersten Strahlen über den Horizont und tauchte die verheerte Landschaft in ein Zwielicht das es den Posten schwer machte zwischen den wenigen verbrannten Bäumen, Panzerwracks und den Stacheldrahtsperren eventuelle feindliche Plänkler zu entdecken, bevor diese nah genug an die Gräben und die wenigen verbliebenen Bunker heran kommen konnten, um mit einer Granate oder einem gut gezielten Feuerstoß noch einen unaufmerksamen Kameraden zu töten.
Obergefreiter Toral Menz starrte deshalb morgens ganz besonders angestrengt durch das Zielfernrohr seiner Waffe auf der Suche nach einer verräterischen Bewegung in den Schatten die seine Ziele entlarven würden.
Er wusste das sie irgendwo dort draußen im Niemandsland langsam in seine Richtung krochen.
Sie waren immer da und warteten geduldig auf die Gelegenheit ihn und seine Kameraden vom siebten tarassischen Infantrieregiment zu töten.
Sie kamen immer in den Morgenstunden wenn feindliche und eigene Artillerie ihr Feuer den Tag über einstellten und bevor sie zu tausenden aus ihren eigenen Gräben herauskletterten um wie von Dämonen getrieben auf die Befestigungen zustürmten in denen sich die Siebte seit Wochen verschanzt hielt.
Seit Wochen starben die Ketzer zu tausenden im Abwehrfeuer aber sie kamen immer wieder. Mit der Regelmäßigkeit und Ausdauer von Wellen auf einem Ozean brachen sie gegen die Siebte und zermürbten sie so langsam aber stetig.
Toral wusste dass im Kampf Ozean gegen Küste immer letztendlich der Ozean gewann. Er hatte als Kind oft an den Stränden seiner Heimat gesessen und in die Wellen geschaut, dabei zugesehen wie das steigende Wasser bei Flut die Sandburgen langsam abtrug, die er bei Ebbe in den Schlick gebaut hatte. Egal wie groß er seine Burgen baute, mit der Flut wurden sie niedergerissen und wenn sich das Wasser zurückzog war es als hätten sie nie existiert.
Toral fragte sich mittlerweile viel zu oft ob es ihm genauso ergehen würde.
Gefreiter zenu Malwin, der zwei Armeslängen neben ihm das Winkelfernrohr bediente brach die Stille.
„Ich hab gehört dass sie die Toten wieder zum Leben erwecken. Deshalb können sie jeden Tag angreifen.“
Toral wäre am liebsten vom Rand zurück in den Schützengräben gerutscht um Zenu seinen Gewehrkolben ins Gesicht zu schlagen. Häretisches Gequatsche war ebenso tödlich wie die zahlreichen anderen Gefahren denen Soldaten auf dem Schlachtfeld begegneten und davon gab es auf diesem thronverlassenen Planeten schon mehr als genug. Der Tod kam als Artilleriegranate, als Laserfeuer, in Form von aufgedunsenen Würmern die im Schlamm am Grund der Gräben gediehen, sich vom Abfall und den Toten ernährten und mit ihren Bissen Krankheiten übertrugen und auch eben in Gestalt der Offiziere und Kommissare die vermeintliche und tatsächliche Pflichtverletzung oder Feigheit gleichermaßen tödlich und unmittelbar bestraften.
Toral bewegte sich aber keinen Millimeter, da er einiges an Zeit und Mühe investiert hatte um sich seine getarnte Feuerposition am Grabenrand einzurichten. Aus der Entfernung sollte der Feind ihn und sein Gewehr nur für einen weiteren Sandsack zwischen Vielen halten und die Tatsache dass er heute noch nicht beschossen worden war zeigte ihm, dass seine Bemühungen bisher jedenfalls erfolgreich waren.
Statt die Ihn schützende Illusion durch Bewegungen zu ruinieren zischte er ein einzelnes Wort durch seine aufeinander gepressten Zähne; „Schwachsinn“.
Zenu konnte er damit zum Schweigen bringen aber Sonius Manz, der unten im Graben hockte und sich bis eben noch vermeintlich schlafend in seinen Mantel gekauert hatte führte den Wortwechsel weiter.
„Die Jungs aus dem Südgraben haben letzte Nacht Lichter zwischen den Linien gesehen. Kränkliches grünes Glimmen in den Kratern. Und ein Gemurmel haben sie gehört. Ketzerische Zauberformeln vielleicht.“
Toral spürte sich seine Nackenhaare aufstellten. Die Gefahr im Graben war jetzt zu akut und viel zu nah um nicht sofort und unmissverständlich darauf zu reagieren. Toral lies sich zurück in den Graben rutschen, holte demonstrativ tief Luft bevor er jedem seiner beiden Kameraden einen wütenden Blick zuwarf und betont langsam aber leise sprach.
„Ihr beiden Idioten habt grade mit eurem Gefasel meine Position kompromittiert.“ Ihm war klar dass dem wahrscheinlich nicht so war weil Beide immerhin klug genug waren um zu flüstern, trotzdem griff er zu dieser Notlüge in der Hoffnung sie endlich zum Schweigen zu bringen, beschloss aber umgehend eventuelle Spannungen mit einem Witz zu zerstreuen.
„Die vom Südgraben schnüffeln nur wieder am Brennstoff für ihren Flammenwerfer und das grüne Leuchten sind Feuer die die Artillerie entzündet hat. Nichts ungewöhnliches. Irgendwelches Metall im Feuer das die Flammen grünlich färbt. Einfache Chemie. Man muss kein Magus des Mechanicus sein um das zu wissen.“
Sonius, dessen Gesicht eben noch Fett hätte ranzig werden lassen können verzog seine Mundwinkel so, dass man fast denken könnte er würde versuchen zu lächeln. Zenu zeigte eine deutlichere Reaktion, vielleicht weil er mit seinen 19 Jahren viel jünger war als der 50 jährige Sonius, und der Schrecken des Krieges noch nicht alles Glückliche in ihm erstickten konnte. Er gluckste regelrecht.
Toral entschied sich gleich noch einen Witz oben drauf zu setzten. Im Schützengraben war ein flüchtiger Moment der Freude viel zu selten.
„Da draußen sind nur Menschen. Nichts das man nicht töten könnte und auch nichts das tot ist und uns trotzdem gefährlich werden kann. Reißt euch zusammen und haltet die Köpfe unten. So lange unser Kommissar nicht anfängt seine Pistole auf den Feind zu richten statt auf unsere Rücken kann die Situation doch gar nicht so schlimm sein. Hab ich Recht oder hab ich Recht“
Er erwartete kein lautes Gelächter, aber die Reaktion seiner beiden Kameraden war ganz anders als erwartet. Sonius wurde kreidebleich und Zenu riss den Kopf herum um wieder durch das Winkelfernrohr zu starren so als ob er dringend gar nicht gehört haben wollte.
Toral brauchte genau zwei Sekunden bevor er begriff. Ganz langsam drehte er sich um und seine schlimmste Befürchtung stand dort, keinen Meter von ihm entfernt, in dem Teil des Grabens dem er eben noch den Rücken zugedreht hatte.
Hätte dort ein Dutzend axtschwingender Orks gestanden, wäre Toral wohl ein erleichtertes Seufzen über die Lippen gekommen aber zu seinem Unglück stand dort Kommissar Wenz der ihm grinsend in die Augen blickte. Toral kannte den Vornamen des Kommissars nicht und zweifelte insgeheim daran dass er einen hatte. Es war viel wahrscheinlicher, dass der kleine untersetzte Mann mit der krummen Nase im kantigen Gesicht der fleischgewordene Bastard aus der unnatürlichen Verbindung von einem Handbuch für Vorschriften und den Schriften der Ekklesiarchie war, als das er aus dem Schoß einer Frau gekommen wäre wie es sich für normale Menschen nun einmal gehörte. Nein, an Kommissar Wenz war gar nichts normal. Er galt selbst für einen Kommissar außergewöhnlich pedantisch und bestrafte schnell und gnadenlos. Toral hatte in dem einen Jahr in dem Wenz sich bei der Siebten befand oft genug gesehen wie der Kommissar Soldaten beim kleinsten Anzeichen von Pflichtverletzung aufs Schärfste bestrafte. Er hatte kurz nach ihrer Ankunft auf Tesion einen ganzen Zug hinrichten lassen, denen er vorgeworfen hatte sich aus Feigheit zurückgezogen zu haben. 30 Soldaten hatte er einen nach dem anderen selbst erschossen obwohl sie um Gnade flehten und beteuerten die Situation hätte kein anderes Vorgehen als den Rückzug zugelassen.
Toral war wie gelähmt als Wenz seine Rechte hob. In der Hand hielt der Kommissar keine Pistole, deshalb flüchtete Toral er würde ihm den Kehlkopf mit bloßer Hand herausreißen. Alles in ihm wollte wegrennen und er überlegte aus dem Graben zu springen um sein Glück in einem einsamen Sturmangriff auf die feindlichen Linien zu versuchen. Die Überlebenschancen kamen ihm im Vergleich zu dem was Wenz mit ihm anstellen würde im Moment recht vielversprechend vor.
Wenz legte ihm aber einfach nur die Hand auf die Schulter und sprach mit ruhiger Stimme, immer noch grinsend; „Obergefreiter“ das Wort zerlegte er regelrecht als er jede Silbe übertrieben betonte. Er sezierte das Wort regelrecht verbal, zweifellos als Andeutung auf das was Toral bevorstand. „Ich würde jetzt sehr gern mit Ihnen sprechen. Nur einen Augenblick. Sofern es ihnen nichts ausmacht. Ja?“
Er wartete die Antwort, die sowieso nicht kommen würde weil Torals Gehirn bereits damit überfordert war Todesgefahr und die völlig deplatzierte Freundlichkeit zu verarbeiten, nicht ab und zog Toral mit sich bis sie beide ein paar Meter von Torals beiden Kameraden entfernt waren. Genau in der Mitte zwischen diesen und dem nächsten drei Mann Posten blieb er stehen.
Hoffnung war eine zarte Pflanze, die Toral auf diesem Schlachtfeld für ausgestorben hielt, doch die Tatsache das er noch immer lebte war ihm Grund genug wenigstens auf eine winzige Überlebenschance zu hoffen. Wenz blickte in beide Richtungen durch den Graben, fast verschwörerisch bevor er sprach.
„Obergefreiter Menz. Ich habe sie im Auge seitdem wir auf diesem Haufen Dreck gelandet sind“ Torals Hoffnungen starben einen grausamen und eigentlich voraussehbaren Tod. „Ich erinnere mich sehr genau. Sie sich auch?“ Toral war noch zu verängstigt um zu erkennen das es sich um eine rein rhetorische Frage handelte aber auch zu verwirrt um zu antworten. „Als der Feind zum ersten Mal seine Artillerie gegen uns gerichtet hat. Als wir noch nur Schützenlöcher hatten. Manche nur knietief. Als wir darin lagen und die Welt um uns herum brannte. Ja? Sie haben das nicht vergessen? Wie könnten sie. Ich hab gerochen wie sie sich eingepisst haben noch bevor ich es gesehen habe. Das haben sie nicht vergessen. Bestimmt nicht.“
Feigheit. Er zählte seine Sünden auf. Toral kämpfte darum bei Bewusstsein zu bleiben. Jede Zelle schrie ihn an jetzt sofort zu flüchten aber seine Muskeln krampften und er stand schwankend im Schlamm der wohl seine letzte Ruhestätte werden sollte. „Die Artillerie hat stundenlang auf uns eingehämmert. Ich war ihnen ganz nah. Nur ein paar Meter entfernt. Das wussten sie gar nicht. Nicht wahr. Ich hab sie gesehen wie sie da gehockt haben. Gezittert haben sie.“ 33 Jahre dachte Toral. 33 Jahre und manche waren gut. Zenu würde wahrscheinlich nicht mal 20 Jahre haben. Nicht hier. Nicht in diesem Fleischwolf aus Schlamm, Dreck und fanatischen Feinden. Er wäre sowieso bald gestorben. Irgendein Ketzer hätte bestimmt bald einen Glückstreffer gelandet. Er wäre schreiend im Schlamm verblutet. Vielleicht war es gut das es jetzt geschehen würde. Schnell. Schmerzlos. „Fast hätte ich auch Angst gehabt aber mein fester Glaube an unseren Herrn und Erlöser den Imperator bewahrt mich vor solch Torheiten. Deshalb brauchen auch sie diesen Glauben Gefreiter. Sie haben sich vor Angst bepisst. Die Granaten gingen überall zwischen uns hoch und Schütze Zegel, fleißiger Mann, der hatte ein schön tiefes Loch gegraben. Hat ja nicht wissen können das es über ihm einstürzt. Hat ihn einfach begraben. Sie erinnern sich?“ Toral erinnerte sich tatsächlich. Wo Zegel in seinem Loch war, war plötzlich nur noch ein Gewehrlauf der aus dem Boden ragte. „Sie sind losgekrochen und haben gegraben. Im Artilleriebeschuss. Eingepisst und zitternd haben sie gebuddelt bis sie seinen Kopf ausgegraben hatten. Ich hab’s gesehen.“
Die Wendung verwirrte Toral nur noch mehr. Das Gespräch verlief nicht wie er sich eine Anklage vorgestellt hatte. Aber da Wenz scheinbar keine Beteiligung von ihm erwartete und einfach weitersprach machte Total sich erst gar keine Mühe irgendetwas zu erwidern. „Ich seh sie auch immer hier vorn. Ich hab sie im Auge. Sie sind hier in den vorderen Gräben mit ihren zwei Kameraden da drüben. Einem grünen Jungen und einem Alten der sein Marschgepäck nicht mehr allein tragen kann. Das hab ich auch gesehen. Gefreiter Malwin wär längst tot wenn sie ihm nicht ständig die Beine wegtreten würden immer wenn er seinen dämlichen Schädel aus dem Graben streckt. Die Hälfte von Obergefreiter Manz Marschgepäck ist in ihrem Rucksack und dem von Malwin. Auch das habe ich gesehen. Sie pissen sich ein und zittern vor Angst aber sie haben immer ein Auge auf dem Feind und ein Auge auf ihren Kameraden. Nicht wahr Obergefreiter?“ Wenz grinste noch etwas breiter und Toral brachte immerhin ein gestottertes. „Ja Herr Kommissar“ heraus bevor dieser weiterredete. „Das ist eine wichtige Eigenschaft die leider viel zu selten zu finden ist. Deshalb habe ich Major Fansaal auch gestern empfohlen sie zum Feldwebel zu befördern. Gestern. Und heute sowas. Weshalb brauchen sie einen unerschütterlichen Glauben? Was hatte ich gesagt?“ Wenz erwartete jetzt eine Antwort und Toral bemerkte das grade noch rechtzeitig trotz seiner weiter zunehmenden Verwirrung. Er versuchte so soldatisch wie möglich zu antworten und wagte es andeutungsweise stramm zu stehen, sofern er dafür nicht Gefahr lief seinen Kopf aus dem Graben zu heben. „Ich brauche den Glauben um keine Angst zu haben Herr Kommissar“ Wenz hob eine Augenbraue und sah plötzlich genervt aus. „Nein Obergefreiter. Sie hören nicht zu. Ich sagte der Glaube schützt vor Torheiten wie Angst. Angst ist aber nicht ihr Problem, sie haben Angst, pissen sich ein und verlassen trotzdem ihr Schützenloch um einen Kameraden, mitten im Artilleriebeschuss auszugraben. Ihr Problem sind andere Torheiten. Sie halten sich für witzig. Ihre Fresse verselbstständigt sich und bevor sie es bemerken stellen Sie die Autorität ihrer Vorgesetzten in Frage und legen so die Keimzelle für Insubordination. Das Obergefreiter ist schlimmer als Angst.“ Torals Hoffnungen starben bei diesen Worten noch einmal, aber nicht gänzlich. Immerhin wurde er soeben gelobt. Aber auch getadelt. Allerdings hatte er nie gesehen das Wenz sich vor einer Erschießung lange mit dem Delinquenten unterhalten hätte.
„Wenn ich sie jetzt aber bestrafe, nachdem ich sie gestern für eine Beförderung vorgeschlagen habe mache ich mich lächerlich. Sie wollen doch auch nicht das ich mich lächerlich mache. Nein?“ Wenz Hand lag immer noch auf Torals Schulter und er zog ihn ein wenig näher. Toral schüttelte den Kopf. „Nein? Hab ich auch nicht geglaubt. Sie sind nämlich ein guter Soldat. Wenn sie ihr loses Mundwerk unter Kontrolle bekommen und noch etwas länger am Leben bleiben, dann wird aus ihnen vielleicht noch mal ein Leutnant. Der Thron weiß dieses Regiment brauch dringend Offiziere die in den einfachen Soldaten mehr sehen als biologisches Verbrauchsmaterial. Jeden Sieg haben wir mit massiven Verlusten erkauft und jetzt nagelt uns der Feind im Schlamm fest weil wir eben nicht unendlich viele Verluste ausgleichen können. Wenn wir Erfolge erringen könnten ohne das das halbe Regiment dafür draufgehen muss wäre auch meine Aufgabe leichter.“ Wenz lehnte sich vor bis sein Mund Torals Ohr fast berührte und flüsterte. „Mit geringeren Verlusten könnte ich nachher viel mehr Feiglinge exekutieren.“ Er klopfte Toral auf die Schulter und zupfte ihm an seinem Mantel herum wie ein Ausbilder der einem Rekruten die Uniform zurechtrückt. Torals Kiefer klappte nach unten und er stand wie ein debiler Idiot da. „So Obergefreiter. Eigentlich suche ich Leutnant Birgel. Wo ist er?“ Toral brauchte ein paar Sekunden um zu reagieren aber Wenz lächelte geduldig auf die Antwort wartend.
„Die hinteren Nordgräben. Der Leutnant ist im Bunker 7 Herr Kommissar“
Wenz nickte und murmelte „Natürlich in den hinteren Gräben. Wo auch sonst“ und wollte grade gehen als Toral beschloss sein Glück noch etwas mehr zu strapazieren. Immerhin hatte er jetzt alles gesehen. Ein Kommissar der gleichzeitig lobt und tadelt, ein Witz gemacht hat und der Meinung ist einfache Soldaten wären mehr als nur Kanonenfutter. Verrückter konnte es nicht werden.
„Herr Kommissar. Warum suchen sie den Leutnant?“ fragte er gradeheraus und bekam zu seiner Überraschung tatsächlich eine Antwort.
„Ich werde den Leutnant fragen ob er noch etwas von diesem sauren Wein hat den er kistenweise am Raumhafen hat mitgehen lassen. Und sollte dieser diebische Drückeberger es tatsächlich wagen mir etwas von seinem gestohlen Fusel anzubieten werde ich ihm nahe legen, dass er den Gegenangriff den er dem Major eingeredet hat gefälligst selbst anführt. Den Mannschaften wird es gut tun einen ihrer furchtlosen Offiziere bei sich zu wissen wenn sie heute nach dem gegnerischen Sturmangriff zurückschlagen.“
Wenz drehte sich um und lies Toral zurück. Dieser schloss die Augen und versuchte sich zu dem Augenblick zurück zu versetzen in dem er seinen Tod bereitwillig akzeptieren wollte, dann drehte er sich um und ging zurück zu Zenu und Sonius die ihm erwartungsvoll entgegensahen.
Zenu lief ihm die letzten Schritte entgegen und sah Toral an als wäre er grade unversehrt durch eine Flammenwand marschiert. Was in Gewisser Weise der Wahrheit nahe kam.
„Was ist? Was hat er gesagt? Bekommst du deine Strafe später?“
Toral überlegte kurz ob er ihnen vom bevorstehenden Gegenangriff erzählen sollte, entschied sich aber dagegen.
„Er hat mir nur einen Witz erzählt“ sagte er stattdessen und schob Zenu in Richtung Winkelfernrohr.
Sonius nahm einen Schluck aus seiner Feldflasche und schüttelte dann beim sprechen den Kopf.
„Kommissare haben keinen Humor. Den schneiden sie ihnen in der Ausbildung heraus“
„Keine Ahnung was sie Kommissaren rausschneiden aber ich hab gehört sie bekommen verbesserte Ohren eingesetzt damit ihnen so dämliche Witze nicht entgehen“ Toral drehte sich verstohlen um nur um zu sehen das Wenz sich am anderen Ende des Grabens ebenfalls umdrehte und bevor er um die Ecke ging hätte Toral schwören können das er ihm zugezwinkerte.
Der Schützengraben füllte sich im Laufe des morgens in Erwartung des Angriffs und wie jeden Tag kamen tausende Ketzer schreiend durch das Niemandsland zwischen den Gräben angerannt. Die Siebte hielt wieder stand und lies die meisten Ketzer im Abwehrfeuer sterben bevor diese sich zurückzogen.
Abgesehen von dem seltsamen Morgen war es bisher ein ganz normaler Tag gewesen für die Siebte. Wäre nicht der Leutnant nach dem Sturmangriff aufgetaucht und hätte kreidebleich mit schlotternden Knien alles für einen Gegenangriff bereit gemacht.
Toral, Sonius und Zenu wollten sich grade auch an die Grabenkante stellen um loszustürmen sobald der Befehl ergehen würde, ihre vielleicht letzten Gebete hatten sie schon gesprochen, da tauchte Kommissar Wenz wie aus dem Nichts zwischen ihnen auf.
„Ihr drei bleibt bei mir. Wir haben andere Pläne. So sehr ich auch einen guten Sturmangriff zu schätzen weiß, müssen wir vier uns doch wichtigeren Aufgaben widmen.“

Hoffentlich war das nicht zu lang. Hab das an einem langweiligen Nachmittag auf dem Handy getippt und seh nicht wirklich wie lang das tatsächlich ist. Wird schon passen. Wenn nicht flehe ich um Vergebung und gelobe Besserung.

Mit freundlichen Grüßen
Zim777
 

Unwissennder

Codexleser
Der im Raum hängende Staub vergoldete diesen als Sonnenlicht durch das Ostfenster hereinfiel und die Szenerie hätte eine ganze Heerschar Memoratoren zum Weinen und fiebriger Aktivität gebracht. Sanguinius selbst hätte wohl vielleicht Fulgrim erlaubt die sich bietende Szenerie auf Leinwand festzuhalten wäre er sich dessen bewusst und dieser vor Ort gewesen. Ein kurzes Zucken der riesigen Flügel brachte den Staub dazu tanzende Wirbel zu formen während der Engel ein letztes Mal mit einer Feile die marmornen Konturen nachging ehe er mit schiefgelegtem Kopf einen Schritt zurücktrat. Eine farbige Skizze auf der Werkbank verdeutlichte das Aussehen der Marmorstatue. Dunkles lockiges Haar das bis auf die Schultern fiel, ein kleiner Mund mit sanft gewölbten Lippen, dunkle Augen, ein eher schmales ja leicht ovales Gesicht, dazu fließende Roben und ein weites Kopftuch. Sich nähernde Schritte hallten von den Wänden wieder und der Geflügelte Primarch wandte den Kopf nur um seinen Vater neben sich stehen zu sehen. Nicht als jene strahlende Lichtgestalt mit pechschwarzem Haar und goldenen Augen sondern als einen Mann durchschnittlicher Größe und ebensolcher Statur, weder besonders schmächtig noch kräftig. Mit langem dunklem Haar und mäßig gebräunter Haut. Auch das Gesicht harmonierte mit dem Rest, alles zusammen ergab eine so unscheinbare Person das sich auf deren Antlitz nicht der geringste Charakterzug erkennen ließ. Selbst die Augen waren so, weder grau noch braun, weder blau oder grün sondern eine Mischung aus allen Irisfarben. Sanguinius wusste dass sein Vater soetwas wie ein wahres Gesicht oder Gestalt nicht besaß aber dies hier kam dem am Nächsten. Das einzig Auffällige war das was in diesen Augen zu sehen war. Güte, Weisheit und etwas Uraltes das Befremdlichkeit und Demut zugleich weckte. Zumindest war dies bei den bisherigen Malen so gewesen, nun jedoch zeigten sie etwas was ihm durch Mark und Bein ging. So tiefe Traurigkeit dass man meinen könnte selbst die Tiefe des Warp wäre nicht ausreichend sie zu fassen. „Du hast sie hervorragend getroffen.", sagte der Imperator leise ohne den Blick von der Frauenstatue zu nehmen. „Ich sah sie einmal in einer flüchtigen Vision. Sie.. schien mir so vertraut. Wer ist sie?" Der Herr der Menschheit sagte nichts aber sein Schweigen brachte die Grundfesten des Zimmers beinahe zum Beben ehe er sich langsam abwandte. „Jemand der mir einst nahe zur rechten Seite stand." Den Blick zu Boden richtend wandte er sich ab. „Eine meiner Töchter."

Sanguinius legte unwillkürlich die Flügel zusammen und brachte seinen Gefieder zum Rascheln als er sie aneinanderrieb, plötzlich hatte er einen trockenen Mund. Er war sich sicher, dass in früheren Gesprächen Andeutungen gewesen waren, ihr Vater sei... Etwas die Schultern hochziehend senkte er den Kopf und kaute leicht auf seiner Unterlippe...der Vater von richtigen Kindern gewesen, welche die er auf die alte Art gezeugt hatte statt über die neue Art. Indem er sich DNA aus dem Körper zog und diese in ein Reagenzglas steckte. Und rein von der Logik her war es bei der Lebensspanne nur natürlich, dass er ganze Armeen aus Nachkommen gezeugt haben könnte. Mit einem Blinzeln stellte er fest, dass er vorher nie über dieses Thema nachgedacht hatte, obwohl ihn seine Brüder und was ihr Vater ihnen über sie erzählte mit der Nase draufgestoß war. Der Imperator lehnte sich gegen die Werkbank, den Blick wieder auf das Bildnis gerichtet. Ein leises Seufzen hallte durch den Raum. „Es war eine der Zeiten in der ich im Grunde ein Normadenleben führte, auch wenn es nicht immer ereignisreiche waren, so gab es nie genug Zeit länger an einem Ort zu bleiben, als für das Werk unbedingt nötig. In jenen Tagen gab es viele Reiche, dass in dem sie aufwuchs schmückte sich mit der Bezeichnung 'Imperium'. Für jene die nur das Heute und die nähere Vergangenheit kennen... eine eitle kindische Bezeichnung. Aber damals nicht zu unrecht. Lange Zeit wusste sie nicht wer und was sie war und ich ließ ihr dies, besuchte sie nur selten. Ihr Leben als Prostituierte führte schließlich zu einem Ereignis in dessen Zuge ich sie schließlich über alles aufklären musste. Danach half sie mir, mal tatkräftig, mal lediglich beratend, bei meiner Aufgabe. Für diese half sie eine gewisse Lehre zu verbreiten, was ihr recht viel Verehrung und Berühmtheit einbrachte." Sein Gesicht wurde düster. „Doch diese Lehre wurde sich selbst entfremdet und zersplittert. Es bekam dem Wohl der Menschheit hinderlich, sodass ich sie und damit das Andenken an Sie vernichten musste." Sanguinius umspielte mit einer Fingerspitze eine seiner Federn während ihm die Gedanken im Kopf kreisten. „Und wie...?" „Genug." Die Stimme des Imperator war leise aber scharf und knapp. „Rühren wir nicht weiter an der Bitternis des Kelchs den ich mir selber zusammengebraut habe!" Kurz schien ein weißes Leuchten von ihm auszugehen und die Statue zu berühren ehe er raschen Schrittes den Raum verließ. Sanguinius blieb mit ihr zurück. Nach einer Weile betrachtete er sie nachdenklich und stellte fest dass seine Arbeit verändert war. Eine einzelne, schwarze Träne prangte nun im Marmor auf der Wange der Frau. Der Engel strich sich flüchtig über die Eigene und als ob es ein Atem wäre der aus großer Tief heraufkam, überfiel ihn ein leichter Schauer.
 
Zuletzt bearbeitet:

Der Badner

Malermeister
Conrad von Nibelle blickte grimmig in den gelblichen Himmel empor, während um ihn herum vom Ruß öliger Schnee zu Boden viel und die Ruinen der zerstörten Stadt noch trostloser wirken ließ. Um ihn herum herrschte geschäftige Eile. Techniker und Servitoren eilten um die kolossalen, humanoiden MK1-Ursus-Kampfanzüge und unterstützten die Piloten mit den letzten Wartungen. Hinter ihm erklang das Stakkato von vielen Stiefeln, als Infanteristen zu ihren neuen Positionen an der Flanke eilten, unterstützt von einem der mächtigen Leman Russ Kampfpanzer. Neben ihm prüften weitere Infanteristen nervös zum hundertsten Mal den Ladestand ihrer Lasergewehr-Energiezellen, gedämpfte Gespräche durch ihre Gasmasken führend. In krassem Kontrast standen die Kurganova-Schwestern, welche sich auf psionischer Ebene miteinander unterhielten, während die Luft um sie flimmerte und so die giftigen Gase von sich fern hielten, die über der Stadt lagen. Priester Simonius predigte laut zu den Soldaten, von Mut und Sieg und dem unsterblichen Glauben an den Imperator, fand aber nur wenig Zuhörer. Conrad schnaubte unter seinem dichten Schnurrbart. Er war kein sehr gläubiger Mann, und er glaubte nicht, dass der Imperator, gesegnet sein Name, den lauten Prediger in der kommenden Schlacht beschützen würde. Sein von den Abgasen grünliches Gesicht strafte seine Worte jedenfalls Strafen. Ein Klopfen an seinem Torso ließ Conrad hinab blicken und ließ ihn instinktiv das Knie beugen, zumindest wenn es ihm möglich gewesen wäre. Er steckte bereits in seinem noch inaktivierten Ursus-MK1-Kampfanzug und überragte die beiden Rabenstrein-Brüder um beinahe das doppelte. „Conrad, sind Ihre Truppen einsatzbereit“, sprach der Oberkommandierende Jonathan von Rabenstein, während sein Bruder, Panzergeneral Benjamin von Rabenstein den Blick über die Linien schweifen ließ. „Sehr bald, meine Herren“, antwortete Conrad mit einem Nicken, während um sie herum mit tiefem Brummen die Ursus gestartet wurden und Energieschilde mit hohem Jaulen aufgeladen wurden. Jonathan nahm dies mit einem zufriedenen Nicken zur Kenntnis. „Wir werden ihren Schlag hier auffangen. Sobald der feindliche Vorstoß zum Halten gekommen ist, werden wir die verderbten Truppen des Feinds umschließen und vernichten. Bruder, du kennst deine Aufgabe, wir sehen uns beim Siegesbankett“. Benjamin von Rabenstein verneigte sich stumm und begab sich zu seinem Fahrzeug. „Conrad, Sie und Ihre Usrus werden der Amboss sein, an dem die feindliche Infanterie zerschellen wird. Den Cognis-Meistern der Aufklärung zufolge besteht das Gros der feindlichen Armee aus einfacher Infanterie. Unser Bombardement hat die inneren Stadtbezirke nahezu unpassierbar für schwerere Panzereinheiten gemacht, sodass…“ Lautes Kreischen und Gebrüll ließ Jonathan innehalten. Dieses Kreischen konnte keinem Lebewesen entweichen. Unter das unablässige Kreischen mischte sich das Klackern von Metall auf Stein und das Fauchen von ausgestoßenen Abgasen. Sofort kam Hektik in die Imperialen Linien, Soldaten sprangen auf und benötigten garnicht die Befehle ihrer Seargents. Die Kurgarov-Zwillinge umarmten sich und Tanja eilte den Soldaten der rechten Flanke hinterher. Jonathan klopfte erneut Conrad auf den Panzer. „Ich vertraue wie immer Ihren Fähigkeiten, Conrad. Zerschmettert sie, egal was kommen mag“. Eine Ruine am Ende des langen Boulevards weit jenseits der imperialen Linien brach zusammen und aus dem Staub krabbelte eine hoch aufragende Gestalt auf einem mechanischen Ungetüm mit vielen Beinen. Weitere, ähnliche Krabbler folgten ihm durch die Lücke und stoßen atonales Kreischen aus. „Hauptsächlich einfache Infanterie, wie?“, meinte Conrad, wohingegen Jonathan nur mit den Schultern zuckte und sich abwandte. Conrad blickte ihm nach, die Luft begann zu vibrieren und Geröll rieselte aus den Ruinen um ihn herum hinab, als der Kommando-Baneblade seine mächtigen Motoren startete und sich in Position begab. Conrad atmete noch einmal tief durch und schmeckte trotz der Filter die ölgesättigte Luft in seiner Maske, als er die Aktivator-Rune seines Anzugs betätigte…


Conrad von Nibelle blickte grimmig in den gelblichen Himmel empor, während um ihn herum vom Ruß öliger Schnee zu Boden viel und die Ruinen der zerstörten Stadt noch trostloser wirken ließ. Um ihn herum herrschte Stille, abgesehen vom Knistern von Feuern, dem Rieseln von Geröll und dem leisen Stöhnen verwundeter Männer. Conrad selbst hockte neben seinem funkensprühenden Ursus-Anzug, welcher geschwärzt und völlig verbeult als stummer Zeuge eines harten Kampfes zeugte. Er ließ den Blick über die ehemalige Imperiale Verteidigungslinie streifen. Zu seiner linken arbeiteten Maschinen des Mechanikum daran, die Leichen seiner ehemaligen Kameraden in riesige Gruben mit brennendem Promethium zu schieben. Ein Jammer, dachte Conrad bei sich. Aber immernoch besser, als das sie erneut auferstehen und sich gegen ihre ehemaligen Kameraden wenden. Bei diesem Feind weiß man nie. Er stand auf und begab sich zu einem großen Haufen aus verdrehtem und kalt verformten Metall. Eine gigantische, mechanische Kreatur lag vor ihm, die insektenartigen Beine von sich gestreckt und aus einer großen Wunde in der Flanke Öl blutend, die ihm ein Schuss aus einer Laserkanone zugefügt hatte. "Oberst Nibelle!". Conrad drehte sich zu dem Rufenden um. Marschall Jonathan von Rabenstein, zerschunden, blutig, aber lebend, gesellte sich neben ihm. Conrad salutierte zackig, wobei ihm ein schmerzhafter Stich durch seine verletzten Brustkorb schoss. "Rühren, Conrad". Jonathan stellte sich vor ihn und blickte zu ihm hinauf. Obwohl die Rabensteins allesamt keine kleinen Männer waren, überragte sein Leibwächter ihn dennoch um einen halben Kopf. Er verbeugte sich leicht vor dem Hünen und fuhr fort: "Ich schulde Euch mein Leben. Erneut. Das wie viele Mal war das nun?" Conrad hielt den Blick ernst an Jonathan vorbei an einen fernen Punkt gerichtet. "Es ist meine Aufgabe, Euch und Eure Familie mit meinem Leben zu schützen. Ich erfülle meine Pflicht mit Freude und Stolz". Jonathan nickte bedeutete Conrad mit einer Geste, ihm zu folgen. Zu stolz, um seine Verletzungen öffentlich zu zeigen, schloss Conrad zu seinem Herren auf. "Mein Herr, darf ich offen sprechen?" "Natürlich. Reden Sie, Conrad". "Mein Herr, ihr Leben verdanken Sie nicht mir." Er drehte sich leicht um und blickte auf die blutrot gefärbten Metallhaufen hinter ihnen. "Diese Ehre gebührt meinen Männern, die Ihr Leben tapfer opferten, als sie diese Höllenmaschinen aufhielten. Und natürlich Ihrem Bruder". Jonathan blickte ebenfalls zurück auf die zerlegten Ursus-Anzügen, aus denen vereinzelt noch menschliche Körperteile zu sehen waren. "Ja, mein Bruder... Ein Glück, dass er heute auf seinen Spleen verzichtete und in seinem Baneblade geblieben ist". Er zeigte auf das rauchende Wrack des Leman Russ. "Benjamin hat uns erneut den Arsch gerettet, indem er die abgelenkten Höllenmaschinen einen nach dem anderen pulverisierte. Aber Sie haben Recht, Conrad, ohne Ihre Männer wären wir alle nicht mehr hier". Er zögerte kurz. "Conrad, die Ehre gebietet es mir, Ihnen dies zu sagen. Wir haben hier den Hammerschlag der feindlichen Offensive abbekommen. Zwar versuchten Trupps des Feindes unsere Linien zu umgehen, aber diese wurden unter hohen Verlusten an Menschen zurückgeschlagen. Aber hier wütete der Kampf am Schlimmsten. Die Cognis-Meister der Aufklärung werden sich persönlich vor mir rechtfertigen müssen". Sie erreichten eine lange Reihe aus Edelstahl-Tischen, auf welchen Leichen aufgereiht waren und mit den Flaggen von Rabenstein bedeckt waren. Unter den Leichen waren Priester Simonius, oder zumindest das, was von ihm übrig blieb, als eine aufgedunsene Monströsität ihn in einem Anfall von Gewalt zerstückelte. Ein bisschen weiter betrauerte Tanja Kurganova laut weinend den Tod ihrer Schwester, während Nebelschwaden der Trauer um sie herum waberten. Jonathan und Conrad blieben neben einer Reihe an Tischen stehen, welche zusätzlich das Banner der Nibelles trugen. "Ich weiß, viele Ihrer Familie dienen in den Sturmregimentern. Sie werden die höchsten Ehren erhalten, als Zeichen ihrer Tapferkeit. Ihre Namen werden in der Halle der Helden gemeiselt werden. Sie starben in voller Ehre im Dienst an den unsterblichen Imperator. Der Imperator beschützt." "Der Imperator beschützt", murmelte Conrad und verbeugte sich vor seinem Herren und den Gefallenen gleichermaßen.
 

Yardis

Schöpfergeist
Moderator
Hier war zwar lange nichts los, ich möchte den Thread gerne wieder aktivieren und auch nach mehreren Jahren Abstinenz wieder etwas posten:
Thousand Sons


ts_brother_.jpg


Sie beobachteten die Gruppe der Feinde nun schon mehr als zehn Minuten. Hin und wieder hatte sie gedacht man hätte sie entdeckt. Jedes mal hatte sich jedoch gezeigt, dass das ein Irrtum war. Flink und ohne auch nur den leisesten Laut zu verursachen schlichen die sieben Tau durch die Ruinen Ihrer zerstörten Heimatstadt. Mühelos Kletterten Sie über Mauern und sprangen geräuschlos auf der anderen Seite herunter. Bald würden Ihre Opfer sie entdecken. Doch dann würde es bereits zu spät sein.​
_ Zarx schritt an der Spitze der Thousand Sons vorwärts die Hände fest um seinen Bolter geschlossen. Aufmerksam beobachtete er die Umgebung konnte aber nirgends jemanden entdecken. Seit ein paar Minuten hatte er das unweigerliche Gefühl beobachtet zu werden. Einige male hatte er bereits Bewegungen registriert, doch als er genauer hingesehen hatte, war auf einmal nichts mehr verdächtiges zu sehen gewesen. Er war sich sicher, dass die Tau ihnen einen Hinterhalt legen würden. Die Umgebung war perfekt und sein Trupp bestand nur noch aus ihm und acht weiteren Thousand Sons.​
_ Als Sie über die nächste Kreuzung schritten rollte zehn Meter weiter vorne ein kleiner Stein auf die Kreuzung. Er war von der rechten Seite einen Schutthaufen herunter gekullert, da war sich Zarx sicher. Er stellte eine telepatische Verbindung zu seinen Truppen her und befahl ihnen wachsam zu bleiben und sich darauf vorzubereiten ein paar von diesen Tau-Schweinehunden zu töten. Kaum hatte er dies getan, als ihnen auch schon Schüsse entgegen schossen. Ein gezielter Schuss sprengten den Helm eines Truppmitglieds von den Metallenen Schultern der Servorüstung und die Seele des Thousand Son entwich in den Warp. Ein weiterer Marine fiel, als ihm mehrere Schüsse der Impulsgewehre die Rüstung auseinander sprengten. Der Rest der Einheit war bereits in Deckung gegangen und obwohl sie Ihre Gegner nicht sehen konnten erwiderten sie das Feuer. Mauern wurden von dem Beschuss in Schutt und Asche verwandelt während sich Zarx einen Plan schmiedete um diese Bastarde fertig zu machen.​
_Ihr Hinterhalt war perfekt. Es waren bereits zwei der Thousand Sons gefallen und nun waren nur noch sieben übrig. Er war ungeschickt aufgetreten und der Stein der auf die Straße gerollt war hatte sie gezwungen die Falle bereits früher zuschnappen zu lassen. Tu´San warf das leere Magazin aus und schob ein neues in seine Waffe. Dann legte er an, entdeckte eine gepanzerte Schulter aus der Deckung ihrer Feinde blitzen und drückte ab. Neben ihm ertönte plötzlich ein Schmerzenschrei und als er herum fuhr sah er wie Jaru´Wan von einem Boltgeschoss in die Brust getroffen wurde. Blut spritzte ihm entgegen und verklebte das Visier seiner Waffe, doch er würde es nicht mehr benötigen. Fünf Meter entfernt brachen vier der Thousand Sons durch eine instabile Mauer. Die Wand barst und Gesteinssplitter flogen in alle Richtungen davon.​
_ Tu´San warf sich zur Seite als ihn eine Salve Boltgeschosse nur knapp verfehlte. Er rollte sich ab und kam hinter einem großen Felsbrocken wieder auf die Beine. Wutentbrannt schoss der Tau aus seiner Deckung und traf die Marines mit mehreren Schüssen, doch diese Schritten weiter als wäre nichts passiert. Beiläufig mähten die gepanzerten Riesen mit ihren Boltgewehren vier weitere Tau nieder. Nun waren nur noch er und Viro´Sun übrig und beide schossen wie Verrückte auf die sich nähernden Thousand Sons.​
_Hätte er es gekonnt hätte Zarx gelacht, als er noch einen dieser Hunde ins Nirvana beförderte, doch sein körperloses Dasein verhinderte dies. Er hatte zwar schon viele Treffer erlitten aber einen Thousand Son konnte man nicht so einfach töten. Der ehrwürdige Ahriman hatte Ihre Körper schon vor sehr langer Zeit vernichtet und nur Ihre Seelen zurück gelassen. Diese waren nun gefangen in den Servorüstungen und nur eine völlige Zerstörung der Rüstung vermochte es die Seele in den Warp hinaus zu lassen. Sie waren gesegnete des Tzeentch. Er entnahm dem Spender an seiner Hüfte eine Granate und warf sie hinter den Felsen den die Tau als Deckung nutzten. Als sie explodierte verstummten sämtliche Kampfgeräusche. Blaues Blut spritze und Zarx war sich sicher, dass alle Tau tot waren. Zufrieden drehte er sich um und richtete ein Dankgebet an Tzeentch.​
C&C sind wie immer erwünscht!​
 

Akktok

Codexleser
Du hast recht. Es ist schade, das der Thread so wenig benutzt wird. Wir brauch wirklich mehr Leute, die eine Geschichte posten, egal ob kurz oder lang.

Zu deiner Geschichte.
Sie es schön kurz und knackig und in sich abgeschlossen. Mir hat der Wechsel zwischen Tu´San und Zarx sehr gefallen. Es wirkte dadurch Dynamischer.

Das Einzige, was ich anmerken würde (es ist nicht negativ gemeint und soll jedenfalls eine Anregung sein).
Ich hätte es etwas besser gefunden, wenn Zarx etwas Verwirrter wäre.

Ehr so wie Gefühlsfetzten oder bruchstückhafte Erinnerungen.
 

Natas

Regelkenner
Eine schöne kurze Geschichte. Wie schon erwähnt ein guter Wechsel an den Fronten.
Man hätte die Atmosphäre vielleicht jeweils noch etwas weiter ausschmücken können. Interessant wäre z.B. gewesen, was Zarx über diesen jämmerlichen Planeten und seine Bewohner so denkt ;-)

Und bitte bei der nächsten Geschichte ein bisschen mehr auf die Setzung der Kommata achten, das macht das Lesen am Ende einfacher (y)
 

Yardis

Schöpfergeist
Moderator
So, da hab ich mal wieder was für den Thread. Ich hoffe ihr habt Spaß beim Lesen.
Seit vielen Jahren diente Valtos bereits dem Imperator und seine Loyalität war unerschütterlich. Doch in all seinen Jahren, in denen er Tod über die Feinde des Imperators gebracht hatte, hatte er noch nie einen solch schrecklichen Gegner bekämpft. Die Chaos Space Marines waren, genau wie er selbst, genetisch veränderte Menschen. Mit einem gewaltigen Unterschied. Sie waren dem Chaos verfallen, wohingegen er im Namen des Imperators bei den Ultramarines seinen Dienst verrichtete.​
Seit vor zwei Wochen der Krieg durch die Chaos Space Marines nach Cagar getragen wurde, waren ihm täglich neue Wesen begegnet. Eines widerwärtiger und abstoßender als das andere. Ausgeburten der Hölle, deren Züge so verzogen waren, dass man oftmals nur raten konnte, was sie einst gewesen waren. Momentan bewegte er sich mit vier weiteren Ultramarines durch die Gänge alter Katakomben, unterhalb der Hauptstadt Ragnan. Vor zwei Tagen hatten Sie den Befehl erhalten, in diesen Gängen nach Feinden zu suchen, da sich in letzter Zeit Meldungen über Chaos Space Marines häuften, die plötzlich aus den unterirdischen Tunneln auftauchten und eine Massaker unter den Zivilisten anrichteten. Es war ein gigantisches Netzwerk aus unterirdischen Tunneln, Räumen und Hallen. Hinter jeder Ecke konnte der Feind lauern. Aufmerksam druchsuchten sie jeden Winkel und hatten ihre Waffen in der Hand, den Finger am Abzug.​
Eine Bewegung am Rand seines Blickfeldes riss ihn aus seinen Gedanken. Blitzschnell wandte er sich nach rechts. Zuerst dachte er, er hätte sich getäuscht, doch dann registrierte er das Sergeant Weyl in der Mitte des Gangs schwebte. Seine Rüstung begann zu glühen und der Sergeant fing an vor Schmerzen zu schreien. Obwohl er nichts erkennen konnte, feuerte in den Gang vor ihnen. Das glühen der Servorüstung wurde sehr schnell immer heller. Als die Rüstung schließlich weiß glühte begann sie zu schmelzen. Die Schmerzensschreie des Sterbenden waren nun so laut, das sie nicht nur über das Kom zu hören waren, sondern sogar druch die Rüstung drang und in dem Gang widerhalten. Dann wurde es still. Innerhalb von wenigen Augenblicken, war von dem Ultramarine nur ein kümmerlicher Haufen aus flüssigem Metall übrig. Die unsichtbare Kraft gab ihn frei und das flüssige Metall fiel auf den den schmutzigen Boden und verdampfte eine Pfütze. Der Geruch nach verbranntem Fleisch war überwältigend.​
Wut erfüllt rannte der restliche Trupp, bestehend aus Valtos selbst und drei weiteren Space Marines, den Gang entlang um das zu finden, was ihren Freund getötet hatte. Als sie um die nächste Ecke bogen, explodierte, mit einem ohrenbetäubenden Knall, Mortens Kopf. Teile des Helms, Blut und Gehirnmasse spritzen auf die anderen. Umittelbar darau platzte Jons Rüstung über der Brust auf. Sein Rumpf wurde in einem Schwall aus Blut und Innereien aus der Rüstung gerissen und prallte mit einem lauten Krachen gegen die felsige Wand. Der Rest von ihm fiel vorüber in Matsch und blieb regungslos liegen. Das Ganze dauerte etwa vier Sekunden. Plötzlich waren nur noch er und Larchus übrig. Er drehte sich um und lies seinen Blick durch den finsteren Gang streifen. Eigentlich hätte er, aufgrund seiner verbesserten Sehkraft, sehr viel mehr sehen müssen und seinen Kameraden konnte er nirgends entdecken. Ein Surren warnte ihn gerade rechtzeitig. Er duckte sich und das heranfliegende Geschoss, ein Ball aus verbogenem Metall, Fleisch und Knochen, verfehlte ihn nur knapp.​
Nun wusste er was mit Larchus geschehen war. Valtos war sich bewusst das er keine Chance hatte. Ohne Verstärkung wäre er verloren und sicherlich in wenigen Augenblicken tod. Er kam aus der Hocke hoch und wollte sich zurück ziehen, doch eine unsichtbare Kraft hielt ihn in fest. Trotz all seiner Kraft die er aufbrachte, bewegte sich kein Muskel. Die Servorüstung ächzte, konnte jedoch nichts an seiner Situation ändern. Es war ihm nicht einmal möglich zu blinzeln. In seinem Kopf dröhnte mit einem Mal eine laute Stimme. Sie sprach in einer ihm unbekannten Sprache und er konnte kein Wort verstehen, dennoch beeinflusste sie ihn auf eine Art und Weise die ihm verborgen blieb. Er wollte schreien, doch er brachte keinen Ton heraus. Die Stimme war allgegenwärtig.​
Angestrengt und nicht im Stande etwas anderes zu tun, mühte er sich ab etwas in dem dunklen Gang erkennen zu können. Obwohl seine verbesserte Sehkraft ihn unterstütze, konnte er nicht weiter als fünf Meter sehen. Es konnte sich nicht um eine natürliche Dunkelheit handeln. Nach einigen Sekunden gab die Finsternis einen Schemen rei, der Valtos immer näher kam. Aus dem Schatten trat ein Chaos Space Marine. Er trug eine Rüstung, welche stark verformt war. Zacken säumten die Schultern, Arme und Bein der blutroten Rüstung. Zusätzlich trug sein Gegenüber einen schwarzen Umhang, der bis zum Boden reichte und sein Gesicht verbarg. In seiner linken Hand hielt er einen langen, tiefschwarzen Stab, welcher über und über mit unreinen Runen bedeckt war. Der widerlich verformte und vor dämonischer Energie knisternde, Space Marine kam auf ihn zu und die Stimme in seinem Kopf wurde immer lauter.​
Er wollte sein Schwert ziehen und das Leben seinen Feindes beenden, konnte aber immer noch keinen Finger rühren. Sein ganzes Leben hatte er für den Imperator gekämpft und jetzt sollte er hier sterben? Er spürte die dämonische Macht, welche auf ihn einströmte und in seinen Geist eindrang. Sein Widerstand wurde nach und nach schächter. Da erkannte er was der Chaos Hexer ihm sagen wollte. Der Fremde öffnete ihm seinen Geist, der in all seinen Lebensjahren für die Wahrheit verschlossen gewesen war.​
Plötzlich verstand er die Stimme in seinem Kopf, die immer wieder das gleiche wiederholte: „Tod dem Falschen Imperator. Tod dem falschen Imperator. Tod dem falschen Imperator....“. Nun sah er endlich klar. Sein Leben und sein Glauben waren eine Lüge. Er spürte einen Hass in sich aufsteigen. Einen Hass gegen alles, für was er bisher gekämpft hatte. Doch ab jetzt würde er den Tod unter denen sähen, die dem Imperator als Marionetten dienten. So würde er ihnen den rechten Weg weisen. Sein Leben sollte von nun an dazu dienen, den Ungläubigen die Sinnlosigkeit ihres Daseins aufzuzeigen. Tod dem falschen Imperator!​
 
Zuletzt bearbeitet:

Akktok

Codexleser
Eine kurze und knackige Geschichte, die sich gut lesen lässt. Hat mir sehr gefallen.

Das mit der schnellen Korrumption von Valtos, fand ich persönlich nicht störend.
Klar ging das ziemlich fix. Doch das Chaos ist hinterlistig. Es kommt ja auch immer auf mehrere Faktoren an. Wie empfänglich zum Beispiel ist der Betroffene oder in dem Fall von Valtos war der Chaos-Hexer sehr mächtig. Ich denke mal, das spielt auch eine wichtige Rolle. Ich denke auch, dass man mit der dunklen Sprache auch viel mehr rüberbringt als mit Hochgotisch, denn wir wissen ja, dass Wörter in der dunklen Sprache, die kraft haben, zum gewissen Grad die Realität zu beeinflussen
 
Oben