Studie über amerikanische Tabletopper

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26. Mai 2006
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Ich bin hier auf eine interessante laufende Studie gestoßen, welche die Population der Tabletopper untersucht und mit den gängigen Klischees und Vorurteilen vergleicht:
http://www.belloflostsouls.net/2013/06/academic-study-of-tabletop-wargamers.html
http://www.belloflostsouls.net/2013/06/academic-study-of-tabletop-wargamers_26.html

Ich frage mich wirklich, warum es so etwas nicht schon viel früher gab. Derzeit scheint Tabletop nach einem Wohlstandsphänomen für nerdige Studenten auszusehen, der durchschnittliche amerikanische Tabletopper scheint im Jahr ca. 500 Dollar auszugeben und verbringt ca. 6-8 Stunden pro Woche mit seinem Hobby. Was haltet ihr davon? Von den Deutschen habe ich den Eindruck, daß sie wesentlich zumindest mehr dafür ausgeben.
 
Glaube nur der Statistik die du selbst gefälscht hast!

Irgendwie mag ich dieser Umfrage nicht abnehmen, dass sie wirklich den Kundenkreis des Tabletops umfasst.
Alleine die GW-Jünger, geben LOCKER mehr als 500 Dollar im Jahr für GW aus. Das geht garnicht anderster wenn man aktuell und auf dem neuesten Stand bleiben möchte.

Wenn ich mir den historischen Tabletopbereich anschaue, die Altersgruppe und das Geld was dort einfliesst, kann auch keine Rede mehr von "Studentenhobby" sein.

Alleine die Kickstarter, die in den letzten 12 Monaten durchgeführt wurden - zu teilweise echt sehr hohen Summen - braucht man mir nichts mehr von jungen Nerds erzählen.
Ne, ne... da steckt schon Kohle hinter.
Und GW macht den Fehler auf solche "Umfragen" zu hören 🙄
 
Wenn ich mir den historischen Tabletopbereich anschaue, die Altersgruppe und das Geld was dort einfliesst, kann auch keine Rede mehr von "Studentenhobby" sein.

Der Altersdurchschnitt in unserer historischen Spielergruppe liegt so geschätzt um die 38 bis 40 Jahre. In der Regel steckt da auch ein ganz anderes finanzielles Potential dahinter, wenn man das Hobby ernsthaft betreibt. Viele von uns packen die 500€-Hürde im Jahr locker (einige liegen sogar im 4-stelligen Bereich). Ich arbeite jetzt bereits an der 5. Epoche (Amerikanischer Unabhängikeitskrieg...Mel Gibso in "Der Patriot" lässt grüßen^^) und die 6. Epoche (feudales Japan => Samurai) ist auch schon geplant und da zähle ich meine 10 Fantasyarmeen gar nicht mit.

GM
 
Also das mit den 500 Dollar glaube ich auch nicht. Ich als Azubi der eigentlich gar kein Geld hat, gebe schon so 600 bis 700 Euro im Jahr aus (wahrscheinlich etwas mehr) und da reden wir über Euro nicht Dollar. Wie schon gesagt wurde, steckt da nicht mal finanzielles Potential zum richtig Geld ausgeben dahinter, und das ist bei so einige Hobbisten gegeben.
Da kann man also im Schnitt ehr von so 800 bis 1000 Euro im Jahr ausgehen. Und das viele scheinbar junge Studenten sind will sich mir auch nicht erschließen. Bei uns liegt der schnitt irgendwo bei 25. Gibt aber auch einige die schon ein paar Jahre mehr auf dem Buckel haben und man vergesse ja Hobbyklubs (grade fürs Historische) nicht, wo man ehr im 30 bis 40+ Bereich ist.

So eine Umfrage ist eine interessante Idee, aber sie müsste alle Tabletopper erreichen und nicht nur ein paar Studenten die alle paar Monate mal ein paar Minis und Farben kaufen.
 
Ich habe meine bisherigen Ausgaben in diesem Jahr mal groß überschlagen und komme auf etwa 300 €. Dabei sind jedoch Sachen wie der verfahrene Sprit zu Spieltreffen, Turnieren und Cons und Futter und Getränke noch nicht mitgerechnet. Und selbst mit dem Kleinkram (Farben, Pinsel, Kleber, Zeitschriften, Clubbeiträge) käme ich schon auf 250 € im Jahr, ohne eine einzige Figur gekauft zu haben. Von daher kann ich mir schon vorstellen, dass viele Leute höhere Summen ausgeben.
Natürlich gibt es auch genug Leute, die ein einziges, nicht sonderlich figurenintensives System wie Infinity spielen und von daher recht wenig ausgeben. Aber auch diese Leute sind Wargamer. Ist halt nicht jeder ein Fanatiker. 😉
 
Also das mit den 500 Dollar glaube ich auch nicht.
Ich kann mir das schon gut vorstellen. Ich kenne mittlerweile einige Leute, Ende 20, Anfang 30, die früher viel gekauft haben und heute gut versorgt sind und nur noch wenig pro Jahr ausgeben. Sie bemalen halt ihre über Jahre gehorteten Figuren und spielen noch, sind also immer noch im Hobby aktiv. Bei mir liegen die jährlichen Ausgaben auch nur noch bei 30 bis 60€ (je nachdem ob im entsprechenden Jahr ein neuer Codex rauskam) und wird jetzt gegen Null gefahren (wir bleiben bei den aktuellen Editionen und ich werde also nur noch Pinsel und Farben kaufen und ganz selten mal eine Einzelfigur die so ca. 10€ kostet). Solche Hobbyisten ziehen den Durchschnitt natürlich nach unten. Je nachdem wie groß die verschiedenen Gruppen sind, kommt dann ein entsprechender Wert dabei heraus.
 
Bei mir verhält es sich ähnlich, wie bei NGF - es hat Jahre gegeben, da habe ich gewiss 1000,-€ + für`s Hobby ausgegeben. Mein Bestand ist aber so gesättigt, dass ich zur Zeit weniger als 200,-€ p.a. ins Hobby investiere. Ich bin nicht auf eine Edi festgelegt, aber habe noch genug Minis herumliegen für die nächsten 5 Jahre...
Die Statistik ist nicht wirklich repräsentativ und erfasst nicht umfassend die Hobbyisten. In meinem Alter (47) zähle ich mich auch nicht zu den nerdigen Studenten 😉