verzögern Sie Ihre erste Mahlzeit / Kalorien bis 10 Uhr und essen Sie nicht nach 19 Uhr
Das ist halt eine der größten Lügen überhaupt. Das man nicht direkt vor dem Schlafen gehen eine üppige Mahlzeit zu sich nehmen sollte, mag stimmen. Grundsätzlich ist aber die gesamte Kalorienzufuhr entscheidender als die Uhrzeit an der sie erfolgt. Ich habe im Bekanntenkreis einige Personen mit Magenband oder ähnlichem. Die haben drastisch an Gewicht verloren weil sie gar nicht mehr soiviel essen konnten wir vor der OP, nicht weil sie plötzlich nach 19 Uhr nichts mehr gegessen hätten. Hier gilt im übertragenden Sinne der Grundsatz "Die Dosis macht das Gift", nicht der Zeitpunkt.
Was mich, hinsichtlich kochen am meisten stört ist nicht die Zeit, sondern das "was koche ich heute", noch dazu muss dabei ja berücksichtigt werden das man u.U. gar nicht alleine lebt und wenn man dann auch noch den Geschmack der anderen Haushaltsmitglieder berücksichtigen muss, wird das verdammt anstrengend.
Was ich dem frisch alleinstehenden Tabletoper hier empfehlen würde ist Hello Fresh oder ähnliches. Natürlich auch nicht die günstigste/gesündeste Lösung, aber man spart sich die Zeit zum Einkaufen, die Gedanken zum "was könnte ich kochen" etc. pp. und teilweise kommt man mit den Rezepten etwas aus seiner Komfort-Zone.
Die Rezepte kann man sich im übrigen aufheben, wenn es besonders lecker war. Um eventuell nach ein paar Monaten sich für die Woche anhand der Rezepte (per Zufall) selbst einen Plan für die Woche zu machen.
Ambulante Reha hatte ich mal, wegen eines Arbeitsunfalls, jetzt alle paar Jahre gelegentlich als etwas Lymphdrainage und KG, aber nur bei Bedarf. Ohne die Reha wäre mein Sprunggelenk sicherlich nicht so verheilt. Aber geht es hier wirklich um Reha maßnahme oder eine "einfache" (Abnehm-)Kur?
Grundsätzlich ist am Vorhaben etwas für seine Gesundheit zu tun nur gutes. Was mMn allerdings nicht hilft sind Diäten, sondern verschlimmern durch den üblichen JoJo-Effekt nur alles. Kalorien zählen und bewusstes Essen (ess-Tagebuch) und trinken ist hier zielführender. Diäten führen (neben dem JoJo-Effekt) durch die oft dann recht Einseitige Ernährung zu Mangelerscheinungen, was nicht gesundheitsförderlich ist.
Dazu kommt oft hochangesetzte "schnell zu erreichende" Ziele, welche eben genau das nicht sind. Das nicht erreichen deprimiert und führt im schlimmsten fall zu einer Depression (inklusive Fressattacke). "Etwas mehr Bewegung" reicht dabei, vor allem bei massivem Übergewicht, vollkommen aus. Treppe statt Fahrstuhl oder zumindest mal ins erste OG die Treppe nehmen und erst ab da mit dem Fahrstuhl... eventuell ein Stockwerk früher aussteigen und das letzte laufen. und nach ein paar Tagen/Wochen, wenn einem das leichter fällt einfach nach und nach steigern.
Nach Möglichkeit eventuell auch einfach eine S-Bahn/Bus Haltestelle früher aussteigen und den Rest gehen.
Aber das wichtigste ist halt echt im Auge zu behalten, dass das ganze eine LANGFRISTIGE Anpassung der Lebensgewohnheiten ist und kein Sprint.