Was lest ihr aktuell?

beetlemeier

Eingeweihter
Hab gerade "Die drei Sonnen" von Liu Cixin beendet.
Respekt, ich hatte mEn ca. auf Seite 200 aufgegeben... ;)
Hab da weder inhaltlich noch sprachlich einen Zugang zu gefunden.

Ich weiß nicht mehr, ob das eine Direktübersetzung aus dem Chinesischen ins Deutsche war oder eine mit dem Umweg Mandarin-Englisch-Deutsch?! Hatte letztens so ein Buch gelesen (1. Band der "18/4"-Reihe), und da frag ich mich immer, was da vom Original-"Ton" des Autors wirklich noch übrig bleibt...
 

Object303

Hintergrundstalker
Ich weiß nicht mehr, ob das eine Direktübersetzung aus dem Chinesischen ins Deutsche war oder eine mit dem Umweg Mandarin-Englisch-Deutsch?! Hatte letztens so ein Buch gelesen (1. Band der "18/4"-Reihe), und da frag ich mich immer, was da vom Original-"Ton" des Autors wirklich noch übrig bleibt...
In einem anderen Forum in dem ich bin sind ein paar Leute die es auf englisch gelesen haben. Unter anderem auch ein chinesisch-kundiger (keine Ahnung ob Chinese oder nur gelernt) der es auf chinesisch wie auch auf englisch gelesen hat und meint dass der holprige Sprachstil der englischen Version auch schon im chinesischen Original genau so zu finden sei.
 

Valravn

Grundboxvertreter
Als nächstes

Stichling - Florian Schwarz

Beschreibung: Im Sommer 1916 beschließt der junge August, sein behütetes Zuhause in einem abgeschiedenen Tal zu verlassen und freiwillig in den Ersten Weltkrieg zu ziehen. Der Roman STICHLING erzählt seine Geschichte, von Hoffnung und von der Unerbittlichkeit des Krieges, von Heimweh, von Einsamkeit und Liebe, von Leben und Tod.

Bin mal gespannt
 

Vassius

Eingeweihter
Hab gerade "Die drei Sonnen" von Liu Cixin beendet. Der Roman hat ja ein paar Auszeichnungen bekommen und nicht wenige sind voller Lobeshymnen auf diesen Roman aber.. puh... Ich fand ihn in vielen Dingen einfach vorhersehbar und belanglos. Die vorkommenden Personen haben größtenteils absolut keine Tiefe und keinen "Charakter" (Das Buch ist generell SEHR chinesisch. der einzelne Mensch zählt halt nicht, gibt ja genug. fast wie in 40K. :p ), die Story wirkt als hätte man da 50-80 Seiten Story gehabt und die dann mit einer Mischung aus Belanglosigkeiten und wissenschaftlichen Abhandlungen auf fast 600 Seiten gestreckt. Da wird das halbe Buch auf etwas hingearbeitet, dann erreicht man quasi sein Ziel und es heisst nur "Oh, danke, brauchen wir nicht mehr, wir machen das jetzt anders" und das Thema ist erledigt. Als ob dem Autor mitten im Buch eine andere, neue Idee gekommen ist. Erst in dem letzten Drittel bis Viertel des Buches passiert endlich mal was und es wird spannend. Das aber dafür dann auch gleich so dass ich mir trotz allem direkt Band 2 beim örtlichen Buchhändler geordert habe. 🤭

Zur Überbrückung bis ich es endlich abholen kann, habe ich jetzt "Tiere" von Simon Beckett angefangen. Mal gucken was das wird.

Habe von dem Autoren auch mal ein Buch angefangen zu lesen, "Die wandernde Erde". Sind einige Kurzgeschichten,
in denen er mit wissenschaftlichen Ideen spielt, aber puuuh.
Bin ja so einiges gewohnt und habe sogar das Simarillion durchgelesenen, aber nach den ersten 3 Geschichten oder so habe
ich aufgehört. Mit Wissenschaft scheint der Mann sich ja auszukennen, aber teilweise sind die Geschichten so menschenverachtend
und einiges komplett an den Haaren herbeigezogen, was das Sozialverhalten angeht. Nicht mal 40k ist
so emotionslos. Und ich stimme dir da völlig zu, die Figuren, die der Autor erschaft sind flach und und man kann
sich nichtmal ansatzweise mit ihnen identifzieren und am Ende ist der GRoßteil der Geschichte völlig belanglos und
es hätte gereicht, eine die Story auf einer oder 2 Seiten abzuhandeln.

Derzeit lese ich nun 16 Wege eine Stadt zu verteidigen, hab geraden die ersten 100 Seiten hinter mir und
ich bin schon voll in der Geschichte drinn.
(Habe davor "Grausiges Mahl und "Die Wolfszeit" gelesen, wobei mir der Warhammer Krimi
wieder gut gefallen hat)
 

Dragunov 67

Tabletop-Fanatiker
Mit Wissenschaft scheint der Mann sich ja auszukennen, aber teilweise sind die Geschichten so menschenverachtend

Und ich stimme dir da völlig zu, die Figuren, die der Autor erschaft sind flach und und man kann
Beides habe ich schon öfter bei chinesischen Autoren festgestellt und wage mal die Vermutung,daß es vlt an der Prägung durch das herrschende System liegt.🤔
Flache Figuren sind wahrscheinlich ebenfalls ein Spiegel der Gesellschaft,denn Individualismus und andere für uns "Gweilo's" wichtige Eigenschaften sind in China nicht wirklich gern gesehen.😉
 

Vassius

Eingeweihter
Die Vermutung hatte ich auch, das herrschende System muss dann aber schon krass unterdrückend sein,
wenn der Autor das so in seine Geschichten einfließen lässt. Oder er ist einfach kein guter Autor,
was die menschliche Seite einer Geschichte betrifft.
Aber das ist beides nur Spekulation, da ich (glücklicherweise) nie in so einem System gelebt habe
und auch nicht den Autor kenne, um das beurteilen zu können.

Ich bin ja auch recht nüchtern an die Geschichte rangegangen, da ich annahm, dass die Bücher
durch irgendeine Instanz in China geprüft werden, sodass keine versteckte Systemkritik geäußert wird.
Daher habe ich da jetzt auch keinen Individualismus erwartet oder "westliche" Werte oder so,
aber zumindest solide Science Fiction. Und vom wissenschaftlichen Standpunkt schien mir das
was er schrieb ganz nachvollziehbar. Aber in der einen Geschichte war eine für mich völlig
absurde und nicht nachvollziehbare Szene:

Da wurde eine unterirdische Stadt evakuiert, weil ein Lavafluss die Wände zu durchbrechen drohte.
Nun hat sich die Bevölkerung ganz brav und ohne panisch zu werden in Reihen vor den Fahrstühlen
aufgestellt, um an die Oberfläche in Sicherheit gebracht zu werden.
Dabei gab es eine festgelegte Reihenfolge, je jünger, desto weiter vorne in der Reihe war man.
Was dazu führte, dass am Anfang nur kleine Kinder standen, am Ende die Rentner.
(Soweit so logisch, wenn du eine Bevölkerung retten willst, dann immer die mit dem meisten Potential).
Und nun kommt der für mich absurde Teil. Die Babys und Kleinkinder, die nicht laufen konnten,
wurden von Androiden getragen und an die Oberfläche gebracht, die Mütter mussten sich ihrem Alter entsprechend
in der Reihe anstellen. Gut, Regeln sind Regeln, aber logisch ist das nicht. Statt Androiden, die man jederzeit ersetzen
konnte die Babys/Kleinkinder übernehmen zu lassen, hätten das doch wohl die Mütter/Väter erledigen können.
Zum einen rettet man so gleich zwei Menschen, zum anderen kann der Android noch so gut sein,
er wird nie die Rolle der Eltern übernehmen können.
Und der Android ist schnell neu gebaut, Menschen lassen sich nicht so leicht ersetzen.
Mal ganz davon ab, das waren nur Babysitter Droiden, die waren nicht dazu da,
groß was zu bauen, Landwirtschaft zu betreiben oder Wissen zu bewahren und zu vermitteln.
Also total verzichtbar.
Daher ergibt das für mich keinen Sinn, nicht mal mit Blick auf ein politischens System,
indem der Einzelne nicht viel zählt.

Ich bin ja von 40k auch einiges gewohnt, da zählt ein Mensch auch nicht viel. Aber im Zweifel
werden die noch vor den Servitoren gerettet.
 

Dragunov 67

Tabletop-Fanatiker
Über die Qualität des Autors kann ich nur spekulieren,aber das System geht (oder ging zumindest in den 90ern) schon sehr in Richtung von 40k(in einigen Bereichen). KA ob es besser geworden ist. Generell ist auch die Mentalität ganz anders, für uns tw unverständlich. Die Masse wird tatsächlich zum Mittelmaß und Gehorsam erzogen.Aussprüche von Kon-Fu-Tse wie "..der lauteste Hahn wird geschlachtet..","..der höchste Baum wird zuerst gefällt.." haben (oder hatten hoffentlich)noch immer Gewicht. Über intelligenten Leuten schwebt wahrscheinlich immer noch das Damoklesschwert "Kulturrevolution" und viele sind das,was wir als "Fachidioten" bezeichnen würden.Ich kenne einige Emigranten, die gerade mit freier Entscheidung und Selbstständigkeit die größten Schwierigkeiten hatten. Aber genug OT,Fazit ist,daß ich immer schaue aus welchem "China" der Autor stammt. Taiwanesische Autoren sind für uns Europäer leichter zu lesen.😁
 

beetlemeier

Eingeweihter
Hatte letztens von Ian Manook "Das Grab in der Steppe" gelesen; ein Krimi mit Setting in Ulan Bator.
Aus dem ungewöhnlichen Hintergrund hätte man definitiv was machen könnnen, aber im Endeffekt hat sich da ein "Schimanski auf speed" durch die Mongolei und eine völlig überfrachtete, unlogische und wirre Handlung (unter anderem mit mongolischen Neo-Nazis und einem geheimen Shaolin-Kloster -JA, echt- in den dortigen Bergen) auf über 600 Seiten gewütet...

Da sollte man als interessierter Leser trotz der vielen gewonnenen Preise und guten Kritiken genau hinsehen, ob das wirklich etwas für den persönlichen Geschmack ist... ;)
 

senex

Tabletop-Fanatiker
Bei mir ist gerade Michael Moorcock "Warrior of Mars" dran, das ist ein Omnibus aus The City of the Beast, Lord of the Spiders und Masters of the Pit, genannt auch die Michael Kane Saga. Erschienen in meinem Geburtsjahr😩... 1965.. habs damals verpasst 🤣.
 
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