40k Willkommen im Kuhstall - Donnerkalbs Geländebau

Donnerkalb

Tabletop-Fanatiker
Der nächste Meilenstein ist geschafft! Der Bug des Schiffes ist fertig gedruckt. Hat ziemlich gedauert, da alle 3 Teile richtig groß waren, die größten bisher. Besonders die Bugspitze hatte es in sich. Es war ders erste Bauteil welcher über eine großflächige Bodenplatte verfügt und da gabs am Anfang beim Drucken einige Probleme. Ich kann gar nicht genau sagen was es war, weil es beim dritten Versuch dann ganz gut geklappt hat, ohne, dass ich was geändert habe. Das Problem war, dass sich die langen Filamentbahnen zum Teil von der Druckplatte ein kleines Stückchen gelöst haben sodass der Druckkopf beim Hin- und Herfahren das bereits gedruckte Filament wieder von der Druckplatte gerissen hat. Ich vermute mal da müsste ich mit den Settings für den Filamentauftrag oder evtl auch den Temperaturen (Filament sowie Druckplatte) rumspielen. Wie auch immer, beim dritten Versuch hat es dann vernünftig funktioniert, weshalb ich das Thema erstmal ausgeblendet habe.

Zum Druck selbst, es hätte die Möglichkeit gegeben, den kompletten Bug in einem zu drucken, dafür reichte aber der eigentlich recht große Druckraum meines Vipers nicht aus, weshalb ich das Ganze auf drei Drucke aufteilte (gab's auch fix und fertig als 3 STLs). Alle drei Teile dauerten an die 24h, aber jetzt ist es geschafft.

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Hier auch mal der Gesamtüberblick, wie sich das auf der Platte nun darstellt, dient auch zum Größenvergleich ;)


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Ich überlege aktuell noch, ob ich noch die Alternativen für alle drei Bugteile drucke, da das Ding doch recht groß ist. Da sind sowohl die Spitze, als auch die Wände etwas kleiner. Mal schauen, die sollten ja schneller fertig sein.

Ansonsten stehen jetzt noch ein paar Themen an, über die ich mir langsam Gedanken machen muss.

Das Erste ist die Frage, wie ich nun genau mit den Wandsegmenten verfahren will. Aktuell habe ich ja zwei Wände aus jeweils drei Teilen, wobei die eine Seite komplett geschlossen ist und die andere durchgehend mit den Öffnungen für die Waffenstellungen versehen ist. Am liebsten wären mir auf beiden Seite sowohl offene als auch geschlossene Segmente, aber wie letztens schon mal angedeutet, passen die Teile da nicht 100%ig zueinander. Also entweder muss ich basteln, oder ich mache eine Seite so und die andere so oder ich mache mir beide Seiten je einmal offen und einmal geschlossen (was noch jede Menge Drucke und am Ende deutlich mehr "Arbeit" bedeutet).

Im Zuge dessen muss ich mir auch langsam klar darüber werden, wie viele von den jeweiligen Segmenten ich brauche. Aktuell habe ich ja pro Seitenwand ein vollständiges Segment sie ein halbes jeweils links und rechts davon. Ich bin am Überlegen hier zumindest ein zusätzliches, vollständiges Segment hinzuzufügen, sodass dann jede Wand aus vier Segmenten besteht. Eine andere Möglichkeit wäre die Wände aus jeweils drei Segmenten zu belassen und dafür zwei pro Seite zu machen. Das wären dann zwar nochmals sechs Segmente die ich drucken müsste, hätte aber den Vorteil, dass ich relativ flexibel wäre, da ich sowohl 1x3, 1x4 oder 2x3 pro Seite stellen könnte. Außerdem würde ich dann je drei Segmente offen und geschlossen pro Seite machen und müsste mich nicht mit der vorhin gestellten Frage, wie ich das mit offen/geschlossen handhabe, herum schlagen. Hm...ich glaube das werde ich machen :)

Eine weitere Frage die mich schon länger beschäftigt ist, ob ich die Teile mit Magneten ausstatten soll, damit sie am Spielfeld halbwegs stabil zusammenhängen. Natürlich reicht ein "Hinstellen" absolut aus, aber wir alle kennen die Thematik, dass im Verlauf des Spiel Gelände gerne mal ein bisschen wandert und ich will die Dinger nicht permanent wieder zusammenschieben müssen. Normalerweise würde ich da gar nicht groß überlegen, ich bin mir aber nicht sicher, ob die Wände der Teile dick genug sind, um Vertiefungen für Magnete zuzulassen ohne, dass ich gleich ein Loch in die Hülle bohre. Ich denke, ich werde das Mal mit einem der Fehldrucke testen.

Die letzte Frage zum Thema Druck ist, wie ich mit den "FensterN" verfahren will. Für die geschlossenen Fensterbögen die auf sämtlichen Wandsegmenten (Bug, Seite, Heck) zu finden sind gibt es theoretisch Einsätze mit unterschiedlichsten Motiven vom Totenkopf bis zum Schwert. Die zu drucken wäre nicht das Problem, ich bin mir aber gar nicht sicher, ob es das überhaupt braucht. Was meint ihr?

Folgende Motive hätte ich zur Auswahl (ich hoffe man kann das in der Ansicht halbwegs erkennen). Die obere Reihe sind die Mitgelieferten, die untere Reihe sind ein spezielles Wh40k-Paket.

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Donnerkalb

Tabletop-Fanatiker
Während der Drucker weiterhin durch läuft, nutze ich die Zeit im an einem anderen Geländebauprojekt weiterzuarbeiten. Nachdem ich zuletzt schon Wälder für meine Graslandplatte gebaut habe, sollten nun welche für die Wüstenplatte folgen. Allerdings wollte ich dieses Mal kein Base aus Styrodur machen, da mir diese etwas zu dick war, obwohl ich Styrodurplatten mit "nur" 2cm Stärke genommen hatte. Daher holte ich mir aus dem Baumarkt eine MDF-Platte mit 3mm Stärke (das hätte ich schon bei den Wäldern für die Graslandplatte machen soll, aber was solls ^^)

Da sich auf einer Wüstenplatte natürlich keine Laub- oder gar Nadelbäume wiederfinden, hatte ich mir schon vor einer Ewigkeit Palmen gecheckt, die ich dafür verwenden wollte. Die Wälder die ich zuletzte gebaut hatte waren von der Größe her alle vier realtiv identisch, dieses Mal wollte ich lieber unterschiedliche Größen machen.

Zuerst schnitt ich mit ein 30cm lange Stück von der MDF-Platte ab, damit ich nicht die ganze Zeit mit dem riesigen Ding (~100x 130cm) handtierne musste. Danach malte also ein paar grobe Formen wie Ovale, Achter und noch ein paar andere als Vorlage auf das Stück und sägte sie mit der Stichsäge aus. Die Kanten wurden mit einer Feile glättet, damit das Ganze auch schon sauber aussehen würde.

NUn war die Frage welche Seite ich für die Oberseite verwenden würde, denn schließlich was das MDF auf einer Seite "furniert" (in weiß, so wie man das von den Ikea-Schrankwänden kennt). Ich dachte mir, dass die furnierte Seite vermutlich weniger Flüssgigkeit "ziehen" würde und somit kein Verformen der Bases passieren sollte.

Als nächstes verteilte ich die Packung Palmen auf die insgesamt fünf Bases um sicherzustellen eine halbwegs gleichmäßige Verteilung zu haben. Dann begann ich auch schon mit dem Anbringen der Palmen. Diese hatten auf der Unterseite relative Lange Zinken (~1,2 cm) welche natürlich viel zu lang für die dünne MDF-Platte waren. Ich knipste diese mit dem Seitenschneider ab, ließ aber einen kleinen Stummel stehen. Dann bohrte ich ganz kleine Vertiefungen ins MDF, gerade tief genug, damit die "Stummel" hineinpassten. Durch diese Ministifte erhoffte ich mir etwas mehr Halbtbarkeit der Palmen. Nun kam die Heißklebepistole zum Einsatz und die Palmen wurden auf die Bases geklebt. Damit wären wir auch schon beim ersten Foto ;)

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Ich wusste, dass ich die Bases letzten Endes sanden wollte, aber um die etwas interessanter zu gestalten gab's nun eine Runde Felsen für alle Bases. Große bzw mehrere Felsen für die großen Bases und kleinere Felsen für die kleinen Bases. Dabei verwendete ich den Zierschiefer aus dem Gartenbauhandel, welchen ich auch schon bei den Bases meiner Emperors Children und auch bei anderen Geländestücken verwendet hatte.

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Nun ging's auch bereit's ans Sanden. Ich verwendete dafür wieder eine Mischung aus feinem und groben Vogelsand sowie den Bruch der beim Zerkleinern der Schiefersteine entstanden war. Ich strich die Bases mit einer 1:1 Mischung aus Wasser und Leim ein, musste aber feststellen, dass die wasserabweisende Eigenschaft der Furnier, dafür sorgte, dass sich die Flüssigkeit recht schnell "zusammenzog", d.h., dass sich trockene Stellen überall auf der Base bildeten. Ich entschied daher auf reinen Leim zu setzen, da das Problem mit diesem nicht auftreten sollte. Gesagt getan, ich brachte also den Leim Base für Base auf und bestreute jedes direkt im Anschluss mit dem Sand-Stein-MIx. Das Ganze muss jetzt über Nach trocknen und dann geht's morgen mit der Versiegelung und Grundierung weiter.

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Donnerkalb

Tabletop-Fanatiker
Nach ein paar Tagen Pause (nicht nur für mich, auch für den Drucker ^^), bin ich endlich dazu gekommen, an den Wüstenwäldern weiterzuarbeiten. Es ging an die Bemalung und ich habe mit einer Schicht Zandari Dust aus der Spraydose begonnen. Dabei haben natürlich die Palmen auch etwas abbekommen, aber das störte mich nicht, da ich ohnehin vor habe, sowohl die Stämme, als auch die Blätter noch zu bemalen bzw zumindest etwas aufzuhübschen.

Als nächstes folgte ein Schicht Wash. Da ich nicht meine spärlichen Vorräte an Agrax Earthshade für das Projekt aufbrauchen wollte, beschloss ich mich selbst ein Wash zu mischen. Zum Glück hatte ich ja zuletzt ein paar Tuben Acrylfarbe im 1€-Shop erstanden. Ich mischte also schwarze Acrylfarbe, Wasser und Airbrushthinner im Verhältnis 1:1:1 und bekam ein schönes Nuln Oil. Fällt euch was auf? Richtig! Gerade eben war noch die Rede von Agrax und nun sind wir bei Nuln Oil. Leider fiel mir diese Fehler an der Stelle nicht auf und ich strich alle Bases mit dem Wash ein. Ich wunderte mich sogar noch, warum die so dunkel gerieten :rolleyes::ROFLMAO: Erst 1-2 Tage später, als das Wash getrocknet war, wurde mir mien Fehler bewusst. Ich überlegte dann kurz nochmal einen Schritt zurückzugehen und die Bases nochmal mit Zandari Dust zu übersprühen, da ich in der Vergangenheit keine guten Erfahrungen mit Wüstenfarben und Schwarz gemacht habe (das wird dann recht schnell als sehr olivefarben statt bräunlich/beige), entschied mich dann aber mein Glück zu versuchen und das Beste daraus zu machen.

Es folgten also mehrere Durchgänge Trockenbürsten wobei ich die Farbe mit jedem Mal etwas heller machte. Zuerst kam ein Durchgang mit Zandari Dust. Hier verwendete ich wirklich viel Farbe um das Schwarz bestmöglich zu übertünchen und nur in den Vertiefungen zu belassen. Beim nächsten Durchgang misste ich einen ordentlichen Schuss gelb und auch etwas Knochenfarbe in den Grundton. Der Grund für das Gelb war, dass meine Gamingmat im Wüstendesign einen relativ starken Gelbstich hat und die Geländeteile natürlich möglichst gut dazu passen sollten. Der dritte Durchgang Trockenbürsten wurde dann mit rein Knochenfarbe gemacht.

Hier das Ergebnis:

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Als nächstes kommt dann eine Schicht Rhinox Hide auf die Stämme der Palmen (auf dem letzten Foto sieht man bereits meinen Test den ich bei einer Palme durchgeführt habe), welche im Anschluss ebenfalls noch gebürstet werden. Was die Wedeln der Palmen betrifft bin ich momentan noch etwas unschlüssig. Klar ist, dass die ebenfalls noch irgendeine Art der Behandlung brauchen. Da es aber jede Menge Wedeln sind und diese teilweise auch nicht vollständig mit einem Pinsel erreichbar sind, muss ich mir noch überlegen wie ich vorgehe. Evtl gibt's nur eine ganz schnelle Runde Trockenbürsten und mehr nicht.
 

hammerhand

Codexleser
versuch mal die Palmwedel mit einem matten, transparenten Spray zu behandeln. Das nimmt das unnatürliches Glänzen raus.
Falls du Zugang zu einer Airbrush hast könntest du noch ein wenig Farbspiel reinbringen. Die Blätter haben ja in Wirklichkeit nie denselben Grünton. Ich mache das meist bei den Aquariumpflanzen da funktioniert es ganz gut
 
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