Ich habe den White Dwarf jetzt etwas intensiver durchgelesen und kann einige Hintergrundinfos zu den Kharadrons anbieten. Daher hier mal was zum Fluff - für die interessierten.
Als das Chaos die 7 Reiche überrannte, wurden auch die Duardin im Reich Chamon in ihren Bergfestungen belagert.
(Ja, es sind die guten, alten Zwerge, ich weis. Aber ich verwende doch zähneknirschend die neue Terminologie...)
Die Bergfestungen fielen mit der Zeit und einige Duardin flohen immer weiter die Berggipfel hinauf. Dort gab es Ankerplätze für Flugschiffe und die ersten fliegenden Minenstationen, die Aether-Gold abbauten. Besagtes Aether-Gold ist Grundlage der Flugtechnologie und Quelle der arkanen Energie aller heutigen Maschinen der Kharadrons.
Die Duardin retteten sich also auf diese Minenstationen und gründeten in den folgenden Jahrhunderten relativ sicher vor dem Chaos ein Reich in den Wolken, gestützt auf den Abbau von Aether-Gold. Da sich dieses Material beim Einsatz in Flugmaschinen und jeder sonstigen Technologie verbraucht, ist man auf einen konstanten Nachschub von dem Zeug angewiesen. Zum Glück ist es reichlich vorhanden und so konnten sich 6 große fliegende und blühende Städte etablieren, zusammen mit vielen kleineren fliegenden Handelshäfen. Da die Städte irgendwann in Konflikt miteinander gerieten, wurde ein Kodex aufgesetzt und eine lose, gemeinsame Regierung gegründet, die das Verhalten innerhalb der neu gegründeten Nation der Kharadrons regelt - natürlich mit genug Interpretationsspielraum für gute Geschäfte.
Heute sind die Kharadrons stark und mächtig und nachdem seit Sigmars erstem Einsatz der Stormcasts viele Jahre vergangen sind, haben diese Nachkommen der Duardin nun der Sache der Ordnung angeschlossen, wobei sie natürlich immer noch profitablen Geschäften (oder dem ein oder anderen Raubzug) nicht abgeneigt sind.
Zu den Fraktionen innerhalb der Kharadrons ist aktuell folgenden zu erwähnen:
Die Arkanauten stellen die Masse der Matrosen und Schiffsbesatzungen. Da der Abbau von Aether-Gold auch das eine oder andere fliegende Monster anlockt und man auch auf Raubzüge geht, sind sie allesamt bewaffnet und für den Kampf ausgerüstet. Tatsächlich ist jeder Matrose zu einem kleinen Teil Gesellschafter seines Schiffes und bei einer erfolgreichen Fahrt erwirtschaftet auch ein Deckschrubber der Regel sehr gute Profite. Die Kharadrons kennen keinen Adel oder Standesgrenzen. Jeder Arkanaut kann theoretisch bis zum Admiral aufsteigen - aber er kann auch schnell wieder fallen. Meist reicht schon eine größere Niederlage aus, um wieder so tief zu fallen, wie man aufgestiegen ist.
Die Miniatur mit dem Zylinder, die an einem großen und zwei kleinen Ballons hängt ist ein besonderes Admirals-Charaktermodell
Die Grundstocks sind professionelle Söldner, die sehr gut ausgerüstet sind und gegen großzügige Bezahlungen Fahrten der Kharadrons beschützen.
Die Gilde der Navigatoren stellt Personal ab, dass die Schiffe sicher durch die magisch aufgeladenen Himmel steuert. Dabei verwenden die Navigatoren auch Technologie, die ihnen den kontrollierten Einsatz von Magie erlauben.
Die Aether-Khemysten sind als einzige Gruppe in der Lage, verlässlich Aether-Gold in den Himmeln aufzuspüren, weswegen ihre Dienste immer wieder in Anspruch genommen werden müssen, wenn Abbaufahrten die Flugstädte verlassen.
Endrineure bauen die gesamte Flugtechnik der Kharadrons und sind außerdem geschickte Handwerker und Schmiede. Mitglieder dieser Gilde, die auf langen Fahrten die Flugschiffe reparieren können, sind immer gerne gesehen.
Zu den Flugschiffen:
Der Grundstock Gunhowler ist ein Schiff der besagten Söldnerkompanie und wird als Geleitschutz angeheuert.
Die Fregatte ist das Arbeitstier der Flotten und wird neben der Variante als Kampfschiff auch als Frachter, Minenschiff, etc. eingesetzt.
Jeder Ironclad ist eine große Investition und verschlingt im Bau viele Ressourcen. Daher ist jeder Verlust schmerzhaft und hat fast immer den Abstieg des kommandierenden Admirals zur Folge (sofern der den Absturz seine Schiffes oder die dazugehörige Schlacht überlebt, natürlich).
Es werden auch noch größere Schlachtschiffe erwähnt, diese sind aber selten und es gibt in jeder großen Stadt nur ein paar davon.
Regeltechnisch erfahren wir wenig. im Spielbericht konnten viele der Infanterieeinheiten auf den Schiffen starten und erst später abgeseilt werden. Dies hatte aber zur Folge, dass der Gegner anfangs nur wenige Ziele hatte und so ging eine Fregatte gleich zu Beginn des Spiels unter.