So, ich war fleißig. Heute gibts mal einen Zwischenstand des gegenwärtigen Outputs.
der erste Schwung des 1. schlesischen Infanterieregiments mit angeschlossenem Detachment freiwilliger Jäger.
gefolgt von dem Anteil der Mantelträger aus der Perrybox französischer Linineninfanterie. Leider haut es von der Aufteilung her nicht hin, aus zwei Boxen je ein Bataillon im Mantel und eins in Kampagnenuniform aufzustellen. Hier werd ich wohl notgedrungen noch ein bis zwei Boxen später franösischer Linieninfanterie von Warlord hinzuzufügen. Auf den Grund dafür gehe ich weiter unten ein.
Nebenher hab ich noch eine Kompanie leichter Infanterie weiter bemalt. Es fehlen aber noch ein paar Pinselstriche. Das liegt auch am Wechsel der Bemalungsnmethode. Während ich den ersten Schwung mit Speedpaints auf heller Grundierung bemalt hab, bin ich bei der zweiten Charge auf deckende Grundbemalung umgestiegen. Das Zwischenergebnis sah fürchterlich aus. Aber man kann es mit Ölfarben rausreißen.
Doch nun ein paar Hintergrundinfos zu meinem Projekt. Entgegen dem vorher gefassten Plan, je eine generische preußische und französische Brigade zu bemalen, bin ich zu meiner ursprünglichen Idee zurückgekehrt und werde mich auf eine konkreten Frontabschnitt der Völkerschlacht konzentrieren.
Warum? Schaut man sich die Zusammensetzung der an der Völkerschlacht beteiligten Verbände an, so findet man eigentlich weder auf alliierter noch auf französischer Seite Verbände, die dem jeweiligen Ideal entsprachen. Setzt sich zum Beispiel eine preußische Brigade laut Vorschrift aus zwei Regimentern Linieninfanterie zusammen, die von Kavallerie und Artillerie begleitete wird, finden sich um Beispiel im Yorckschen Korps nicht eine Brigade, die dieser idelaen Zusammensetzung entspricht. Vielmehr hatten die Brigaden diese Korps jeweil zwei Linienbataillone (deutlich unter Sollstärke) und zwei Landwehrregimenter. Die Linienbataillone kamen nicht etwa primär aus Schlesien, wie man bei der schlesischen Armee annehmen könnte, sondern aus unterschiedlichen Provinzen. Generische Brigaden gab es also nicht. Und die Linieninfanterieregimenter waren waren auch eindeutig an der Uniformierung erkennbar.
Bei den Franzosen wiederum herrschte offenkundig bei der Neuaufstellung der Grande Armee nach dem Russlandfeldzug ein heilloses Durcheinander aus bestehenden Linienregimentern, eilig herangeführten Marschbataillonen, die zu provisorischen Linienregimentern zusammengefasst wude, sowie Truppen, aus allen möglichen Garnisonen zum Dienst als Infanterie herangezogen wurden.
Was ist nun der Frontabschnitt, den ich herausgesucht habe? Wenngleich ich quasi auf dem südlichen Schlachtfeld wohne in unmittelbarer Umgebung eines der dortigen Brennpunkte, soll mein Fokus auf dem Norden liegen, weil dort meines Erachtens die Entscheidung für den Ausgang der Schlacht gefallen ist. Genauer gesagt der Kampf um Möckern. Hier stand das 6. französische Korps unter Marschall Marmont und versuchte, das weitere Vordringen der schlesischen Armee Richtung Leipzig aufzuhalten. Da Marmont hier gebunden war, konnte er dem Befehl Napoleons nicht Folge leisten, zu den Hauptkräften im Süden zu stoßen. Insgesamt band die schlesische Armee im Nordne Leipzigs zwei französiche Korps, die Napoleon am Ende des ersten Tages der Schlacht fehlten, das Patt auf dem südlichen Schlachtfeld zu durchbrechen und die Hauptarmee der Verbündeten zu schlagen, bevor deren Verbände vollständig eingetroffen waren. Da das 6. französische Korps zudem in den Kämpfen um Möckern nahezu aufgerieben wurde, war auch die einzige Rückzugsstraße Napoleons nach Westen bedroht.
Das 6. Korps spiegelt den zusammengewürfelten Charakter der Grande Armee zu dieser Zeit wieder. Die Divisionen Marmonts bestaden größtenteils aus Marineinfanteristen und provisorischen Linienregimentern. Also insgesamt aus vermutlich hastig zusammengewürfelten Verbänden aus jungen Rekruten und Auskämmungen diverser Marinestandorte, um Kanonenfutter für die Grande Armee zu gewinnen. Auf preußischer Seite zeigt sich ein ebenso zusammengewürfeltes Bild, siehe oben. Zudem hatte das Yorcksche Korps bereits bei der Forcierung der Elbe bei Wartenburg schwere Verluste erlitten. Insgsamt war das preußische Korps aber den Kräften Marmont zahlenmäßig überlegen. Da sich die Marineinfanterie aber mit Bravour schlug, waren die Preußen gezwungen, sämtliche ihrer Brigaden einzusetzen bevor sie letztlich Möckern nehmen konnten.
Figurentechnisch gibt es jedoch auf beiden Seiten Herausforderungen. auf preußischer Seite ist die die Landwehr. Auf französischer Seite die württembergische Kavallerie der Brigade Normann. Die Landwehr ist deshalb ein Problem, weil man entweder ein Haufen Geld für Zinnfiguren ausgeben muss oder eben hässliche Krüppel aus Plastik von Warlord nehmen muss, die in keinster Weise der Landwehr von 1813 gerecht wird. Das Landwehrproblem werde ich dadurch lösen, dass ich mir eigene Master knete und sie mir selbst gieße. Das Probelm mit der Kavallerie lässt sich denke ich durch Bemalung und Recherche lösen.