Inquisitor Cornelius Joschija Fackelman
Ordo Xenos – Diener des Throns, Hüter der Reinheit der Menschheit
Herkunft und Jugend
Cornelius Joschija Fackelman wurde im Glanz und Schatten der Heiligen Terra geboren, auf einer der inneren Ebenen der Makropolen, in denen der Hochadel seit Jahrtausenden über die Reste der alten Menschheit herrscht.
Seine Familie gehörte einst dem niederen Adel an – loyal, wohlhabend, doch letztlich unbedeutend in der schier endlosen Hierarchie der Imperialen Bürokratie.
Als Cornelius sieben Jahre alt war, fiel seine Familie einem politischen Säuberungsbefehl des Administratums zum Opfer.
Offiziell hieß es, sie seien in eine ketzerische Angelegenheit verwickelt, die mit den Xenos-Kulten von Hydraphur in Verbindung stand.
Ob wahr oder nicht – niemand überlebt, wenn der Verdacht erst einmal ausgesprochen ist.
Er wurde der Schola Progenium überstellt, wo Kinder gefallener Imperialer Diener zu Werkzeuge des Glaubens und der Disziplin geformt werden.
Dort lernte er früh, dass Zweifel eine Form der Ketzerei ist, und dass Pflicht über Blut steht.
Ausbildung und Aufstieg
Fackelman zeichnete sich in der Schola durch überragende Intelligenz, analytisches Denken und kompromisslose Härte aus.
Seine Lehrer beschrieben ihn als „einen Geist aus Glas und Stahl – klar, kalt und unerbittlich“.
Mit 24 Standardjahren wurde er vom Inquisitor Livius Darn des Ordo Xenos rekrutiert, der in ihm nicht nur Talent, sondern auch den unerschütterlichen Willen erkannte, der für die Jagd nach den Feinden der Menschheit nötig war.
Als Akolyth diente Fackelman in den Randsektoren von Segmentum Solar,
wo er Xenos-Artefakte untersuchte, verbotene Technologien vernichtete und ganze Kolonien säuberte,
deren Bewohner durch fremdartige Maschinenkulte korrumpiert worden waren.
Seine Methoden waren effizient, aber erbarmungslos – er vertraute weder auf Propheten noch auf Gebete, sondern auf Beweise, Intuition und Feuerkraft.
Als Darn im Kampf gegen einen Jokaero-Schmiedering fiel, übernahm Fackelman mit 46 den Rang eines Inquisitors – ein Aufstieg, der viele seiner Kollegen erstaunte, manche verstörte.
Der Jäger des Verborgenen
In den folgenden Jahrzehnten wurde Inquisitor Fackelman zu einer gefürchteten Gestalt innerhalb des Ordo Xenos.
Seine Feinde waren nicht nur außerirdische Kreaturen, sondern auch jene Menschen, die deren Technologie begehrten.
Er entlarvte mehrere Rogue-Trader-Dynastien, die verbotene Xenos-Relikte schmuggelten, und ließ ihre Schiffe in gerechtem Feuer des Adeptus Arbites vernichten.
Unter seinen Verbündeten galt er als gewissenhaft und unbestechlich –
doch auch als misstrauisch und von einer fast schon krankhaften Vorsicht getrieben.
Er vertraute weder Astropathen noch Techpriestern völlig, denn in seinen Augen konnte alles, was Wissen barg, auch Verderbnis enthalten.
„Wissen ist Licht, doch zu viel Licht verbrennt die Seele.“
— Inquisitor Fackelman, bei der Säuberung von Tiberion-Primus
Der Feldzug nach Ferrion Secundus
Im 93. Jahr seines Lebens empfing Inquisitor Fackelman Berichte des Administratums über Unruhen auf der Bergbauwelt Ferrion Secundus.
Offiziell handelte es sich um das Aufkeimen einer neuen Religion unter den Arbeitern – die Kinder der Erneuerung.
Doch zwischen den Zeilen der Berichte erkannte Fackelman Muster, die ihm nur zu vertraut waren:
verschwundene Beamte, genetische Anomalien, widersprüchliche psychometrische Daten.
Er wusste, dass dies keine gewöhnliche Häresie war. Er sah die Handschrift eines Symbiontenkults – eine Brut, die aus Fleisch und Glaube wuchs,
und deren Ursprung stets dort lag, wo der Mensch am schwächsten war: in Hoffnung.
Mit einer Streitmacht aus Inquisitionsgardisten, Agenten des Officio Assassinorum und einem Deathwatch Kill Team landete Fackelman auf Ferrion Secundus.
Seine Mission war klar:
Erforschung, Isolation und, wenn nötig, Vernichtung.
Charakter und Erscheinung
Fackelman ist ein Mann von ängstlicher Ruhe. Er spricht selten laut, doch seine Worte tragen Gewicht. Sein Blick – kalt, grau und durchdringend – ist berüchtigt selbst unter seinen eigenen Akolythen.
Er ist weder grausam noch mitleidig.
Für ihn ist das Leid des Einzelnen bedeutungslos gegenüber dem Überleben der Menschheit.
Er glaubt, dass Mitleid der erste Schritt zur Korruption ist, und dass selbst Tugend gefährlich wird, wenn sie ohne Disziplin besteht.
Das offene Schicksal
Auf Ferrion Secundus hat Fackelman Spuren entdeckt, die auf etwas weit Tieferes hindeuten, als bloßen Kultglauben oder genetische Verseuchung.
Er spürt, dass der Feind hier anders ist – älter, leiser, hintergründiger.
In den Schatten der Makrominen, in den Gebeten der Arbeiter, hört er das Flüstern eines kollektiven Bewusstseins, das keine Worte braucht, um zu verführen.
Sein Glaube an die Reinheit der Menschheit wird hier auf die härteste Probe gestellt werden –
und sein Schicksal ist noch nicht geschrieben.
„Ich habe gelernt, dass der Mensch nicht aus Fleisch besteht, sondern aus Willen. Wenn der Wille stirbt, ist das Fleisch nur noch Nahrung.“
— Inquisitor Cornelius Joschija Fackelman,
vor der Landung auf Ferrion Secundus