Historisch Knight- Pilgrims historische Malecke - Vom Asterixrömer zum seriösen Legionär S.2.

Knight-Pilgrim

Tabletop-Fanatiker
10. Juni 2011
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Nun ist es geschehen. Da Sohnemann mir seit geraumer Zeit in Ohren liegt, dass ich mit ihm doch mal " die Völkerschlacht nachspiele", ist es nun so weit. Liegt wahrscheinlich daran, dass ich quasi auf dem Schlachtfeld wohne. Nun also Napoleonik. Anfangs hab ich mit 1/72 Figuren herumexperimentiert, da dieser Maßstab eigentlich für die Truppenmassen besser passt und trotzdem noch mehr Details bietet als 15 mm. Ich hatte sogar schon begonnen, mir eigene Gussformen zu erstellen, um wenigstens Zinnminis statt Weichplaste bemalen zu können. Aber nach langem Hin und Her hab ich mich dann doch für 28 mm entschieden. Ist einfacher.

Was ist nun der Plan?

Zunächst werde ich wohl je eine generische französische und preußische Brigade ausheben. Die ersten Minis sind schon eingetroffen. Und den Anfang macht ein Bataillon französischer leichter Infanterie, genauer die ersten beiden "Kompanien" Chasseurs. Die restlichen beiden Zentrumskompanien sind schon auf dem Malsockel und grundiert. Als Regelwerk werde ich wohl Blackpowder verwenden. Je nach Speilgröße könnte diese Bataillon dann auch ein Regiment darstellen. Da die französische Infanterie recht einheitlich ist, kann man mit generischen Einheiten recht viel anfangen. Bei Preußens ist es da etwas komplizierter, da dort die Einheiten recht eindeutig identitfizierbar sind.

Doch genug gequatscht. Hier die ersten Bilder
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Sehr schön! Sas Setting würde mich auch mal noch sehr interessieren. Ich habe mich eine Weile intensiv mit dem Thema beschäftigt und auch ein paar Modelle in 1/72 bemalt. Mehr hat sich aber nie ergeben. Ist vielleicht auch besser so, ich habe eh schon viel zu viel Zeug. Aber Anschauen kann ja nicht schaden.
 
Danke sehr. Euch beiden. Mein derzeitiger Fundus besteht bei den Franzosen aus je einer Packung französischer Linieninfanterie von Victrix und Perry und einem Set französischer Obristen zu Pferd. Auf preußischer Seite Ebenfalls ein Set berittener Obristen, ein Set Linieninfanterie von Perry, zwei Sets Zinnfüsiliere und einer Sechspfünderkanone Fußartillerie. Das ergibt zusammen mit dem Plastikset ein Bataillon Füsiliere und Musketiere.

Da mein 1/72 Prjekt bereits recht weit fortgeschritten war, werde ich viellecht mal bei Gelegenheit ein paar Bilder davon nachreichen. Auch wenn ich die schon meinen Sohnemann zum Spielen freigegeben habe.

Was die Ranges diverser Hersteller angeht, so merkt man, dass die primär in England sitzen. Demzufolge sind die kontinentalen Parteien unterbelichtet.
So gibt es bis jetzt kein vernünftiges Plastikset preußischer Landwehr. Die Krüppel von Warlord Games zähle ich mal nicht. Mal abgesehen davon, dass die auch noch für historische Minis sauteuer sind. Die Zinnminis von Perry sind zwar schön, aber für ein Bataillon fast 50 Euronen hinlegen, wenn die Linie fast nur halb so viel kostet. Da hab ich so Bauchschmerzen.
 
@Knight-Pilgrim diese Masse, die du da anstrebst, ist wirklich beeindruckend. Bei mir sind die Menge an zu bemalenden Figuren und der von dir genannte Preis für Zinn, die Gründe, warum ich da zu Systemen mit weniger Figuren tendiere. Da reicht eine Plastikbox Infanterie, eine Kavallerie und ein paar Zinnfiguren für eine ganze Armee. Und da bevorzuge ich dann Perry. Ich mag zwar auch Victrix sehr gerne, aber da sind Flankenkompanien und Center-Kompanien getrennte Boxen, die Perrys bieten immer alles in einer Box. Das ganze Bataillon in einer Box, inklusive Offizieren und Flankenkompanien.

Natürlich ist das schon ein tolles Bild, wenn man hunderte Figuren pro Seite/Armee auf dem Spieltisch hat, das sieht einfach beeindruckend aus.
 
Das mit der Trennung zwischen Flankenkompanien und Zentrumskompanien betrifft nur die Sets der Briten. Die Linieninfanterie der Franzosen hat sowohl die Elitenkompanien als auch die Zentrumskompanien. Und ich muss sagen, gerade für Skirmisher sind die Victrix- Sets eigentlich besser, da die viel mehr Variationen ermöglichen. Die Perrysets sind besser für Rank and File, schlicht, weil man sich bei denen das Gepussel mit den verschiedenen Armoptionen sparen kann. Einfach Tornister drankleben und man kann quasi schon im Gussrahmen anfangen, zu malen.

Das erste Perry- Set Linieninfanterie ist auch eher für die Hundertage- Kampagne als für die Zeit davor. Da aber die Völkerschlacht in eine Zeit fällt, als die Franzosen teils noch mit der alten Uniform ausgestattet waren und teils schon die neue Uniform hatten, kann man Victrix und Perries wunderbar zusammen verwenden. Die Victrixfiguren sind einen Hauch größer, aber nicht so groß, dass man die nicht mit den Perries mischen könnte. Wenn die Perries aus dem Gussrahmen raus sind, werde ich mal Vergleichsfotos machen.

Damit aber wenigstens ein wenig Bilderinput dazukommt, habe ich mal meinen Bestand bereits bemalter 1/72 Minis abgelichtet. Insgesamt ist das ein Marschbataillon Franzosen und ein Achtpfünder.
In Linie
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und in Angriffskolonne
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Die Minis mit den blauen Brettchen sind die Originale von Hät. Der Rest sind selbstgegossene Zinnklone. Und bevor Frage dazu aufkommen. Nein ich werde weder Anleitungen zum Gießen erstellen, noch Zinnfiguren davon verkaufen oder sonst wie in Umlauf bringen. Die wurden ausschließlich aus Gründen der Haptik um auf die nötige Zahl Marschierer zu kommen, abgegossen. Und ehrlich, wer glaubt, man käme damit billiger, der irrt.

und zum Abschluss noch die Kanone
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Oh, cool, in dem Maßstab könnte ich nicht bemalen, zu grobmotorisch. 😀

Wegen Victrix: achso, dann passt das ja. Ich habe tatsächlich die Victrix Briten und bei Franzosen dann die Perrys. Bei den Victrix Briten sind mir aber zu wenig Bitz mit drin, zu wenig Optionen an Köpfen und Offiziersposen. Wie gesagt spiele ich eher Skirmisher und da ist es ganz nett solche Details zu haben.
So allgemein gehören Victrix, Perry und Wargames Atlantic zu meinen Lieblingsherstellern, wenn es um Plastikbausätze geht.
 
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Zunächst, wie gewünscht, ein Vergleichsfoto zwischen Victrix und Perry. Die beiden äußeren Figuren sind von Victrix. Die beiden mit Mantel sind aus dem Perryset.
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Nun noch ein paar bereits zusammengebaute aber noch nicht grundierte Minis, alle aus dem Victrix- Set.

Die Adlerwache mit ersten, zweiten und dritten Adlerträger.
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und schließlich eine Tirailleur- Linie aus fünf Schützenrotten.
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So, ich war fleißig. Heute gibts mal einen Zwischenstand des gegenwärtigen Outputs.

der erste Schwung des 1. schlesischen Infanterieregiments mit angeschlossenem Detachment freiwilliger Jäger.
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gefolgt von dem Anteil der Mantelträger aus der Perrybox französischer Linineninfanterie. Leider haut es von der Aufteilung her nicht hin, aus zwei Boxen je ein Bataillon im Mantel und eins in Kampagnenuniform aufzustellen. Hier werd ich wohl notgedrungen noch ein bis zwei Boxen später franösischer Linieninfanterie von Warlord hinzuzufügen. Auf den Grund dafür gehe ich weiter unten ein.
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Nebenher hab ich noch eine Kompanie leichter Infanterie weiter bemalt. Es fehlen aber noch ein paar Pinselstriche. Das liegt auch am Wechsel der Bemalungsnmethode. Während ich den ersten Schwung mit Speedpaints auf heller Grundierung bemalt hab, bin ich bei der zweiten Charge auf deckende Grundbemalung umgestiegen. Das Zwischenergebnis sah fürchterlich aus. Aber man kann es mit Ölfarben rausreißen.
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Doch nun ein paar Hintergrundinfos zu meinem Projekt. Entgegen dem vorher gefassten Plan, je eine generische preußische und französische Brigade zu bemalen, bin ich zu meiner ursprünglichen Idee zurückgekehrt und werde mich auf eine konkreten Frontabschnitt der Völkerschlacht konzentrieren.

Warum? Schaut man sich die Zusammensetzung der an der Völkerschlacht beteiligten Verbände an, so findet man eigentlich weder auf alliierter noch auf französischer Seite Verbände, die dem jeweiligen Ideal entsprachen. Setzt sich zum Beispiel eine preußische Brigade laut Vorschrift aus zwei Regimentern Linieninfanterie zusammen, die von Kavallerie und Artillerie begleitete wird, finden sich um Beispiel im Yorckschen Korps nicht eine Brigade, die dieser idelaen Zusammensetzung entspricht. Vielmehr hatten die Brigaden diese Korps jeweil zwei Linienbataillone (deutlich unter Sollstärke) und zwei Landwehrregimenter. Die Linienbataillone kamen nicht etwa primär aus Schlesien, wie man bei der schlesischen Armee annehmen könnte, sondern aus unterschiedlichen Provinzen. Generische Brigaden gab es also nicht. Und die Linieninfanterieregimenter waren waren auch eindeutig an der Uniformierung erkennbar.

Bei den Franzosen wiederum herrschte offenkundig bei der Neuaufstellung der Grande Armee nach dem Russlandfeldzug ein heilloses Durcheinander aus bestehenden Linienregimentern, eilig herangeführten Marschbataillonen, die zu provisorischen Linienregimentern zusammengefasst wude, sowie Truppen, aus allen möglichen Garnisonen zum Dienst als Infanterie herangezogen wurden.

Was ist nun der Frontabschnitt, den ich herausgesucht habe? Wenngleich ich quasi auf dem südlichen Schlachtfeld wohne in unmittelbarer Umgebung eines der dortigen Brennpunkte, soll mein Fokus auf dem Norden liegen, weil dort meines Erachtens die Entscheidung für den Ausgang der Schlacht gefallen ist. Genauer gesagt der Kampf um Möckern. Hier stand das 6. französische Korps unter Marschall Marmont und versuchte, das weitere Vordringen der schlesischen Armee Richtung Leipzig aufzuhalten. Da Marmont hier gebunden war, konnte er dem Befehl Napoleons nicht Folge leisten, zu den Hauptkräften im Süden zu stoßen. Insgesamt band die schlesische Armee im Nordne Leipzigs zwei französiche Korps, die Napoleon am Ende des ersten Tages der Schlacht fehlten, das Patt auf dem südlichen Schlachtfeld zu durchbrechen und die Hauptarmee der Verbündeten zu schlagen, bevor deren Verbände vollständig eingetroffen waren. Da das 6. französische Korps zudem in den Kämpfen um Möckern nahezu aufgerieben wurde, war auch die einzige Rückzugsstraße Napoleons nach Westen bedroht.

Das 6. Korps spiegelt den zusammengewürfelten Charakter der Grande Armee zu dieser Zeit wieder. Die Divisionen Marmonts bestaden größtenteils aus Marineinfanteristen und provisorischen Linienregimentern. Also insgesamt aus vermutlich hastig zusammengewürfelten Verbänden aus jungen Rekruten und Auskämmungen diverser Marinestandorte, um Kanonenfutter für die Grande Armee zu gewinnen. Auf preußischer Seite zeigt sich ein ebenso zusammengewürfeltes Bild, siehe oben. Zudem hatte das Yorcksche Korps bereits bei der Forcierung der Elbe bei Wartenburg schwere Verluste erlitten. Insgsamt war das preußische Korps aber den Kräften Marmont zahlenmäßig überlegen. Da sich die Marineinfanterie aber mit Bravour schlug, waren die Preußen gezwungen, sämtliche ihrer Brigaden einzusetzen bevor sie letztlich Möckern nehmen konnten.

Figurentechnisch gibt es jedoch auf beiden Seiten Herausforderungen. auf preußischer Seite ist die die Landwehr. Auf französischer Seite die württembergische Kavallerie der Brigade Normann. Die Landwehr ist deshalb ein Problem, weil man entweder ein Haufen Geld für Zinnfiguren ausgeben muss oder eben hässliche Krüppel aus Plastik von Warlord nehmen muss, die in keinster Weise der Landwehr von 1813 gerecht wird. Das Landwehrproblem werde ich dadurch lösen, dass ich mir eigene Master knete und sie mir selbst gieße. Das Probelm mit der Kavallerie lässt sich denke ich durch Bemalung und Recherche lösen.
 
So die erste Fleißübung ist abgescchlossen. Ich hab mich nunmehr auf französischer Seite durch ein Linienbataillon und ein leichtes Bataillon durchgefressen. Franzosen werden keine Fahnentücher erhalten, da die Adler in der Schlacht das Feldzeichen waren und nicht die Fahnen. Das hat auch den Vorteil, dass die Einheiten generisch bleiben.
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Auf preußischer Seite habe ich die Bemalung des schlesischen Grenadierbataillons abgeschlossen. Wie weiter oben schon angedeutet, sind die Linienregimenter Preußens eindeutig identifizierbar. Ein generischer Ansatz kommt hier also nicht in Betracht. Deswegen erhalten die Grenadiere zunächst keine Fahne, da ich erst noch recherchieren muss, ob die Grenadierbataillone überhaupt Fahnen führten und wenn ja welche. Bei den Preußen gab es Leibfahnen und Ordinärfahnen. Meines Wissens wurde die Leibfahne von der ersten Kompanie des Regiments geführt. Der Rest hatte die Ordinärfahne. Da die Grenadierbataillone aber aus den je zwei Grenadierkompanien zweier Schwesterregimenter gebildet wurden, stellt sich die Frage, welche Fahne sie dann geführt haben.
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Mal ein paar Gedanken zur Basierung. Bei den Franzosen stellen jeweils sechs Figuren eine Kompanie dar. Diese stehen in zwei Gliedern. Damit ergibt sich ein französches Bataillon aus 36 Mann. Bei den Preußen bin ich anders vorgegangen. Da die Preußen in Linie dreigliedrig standen, stehen hier je neun Mann für eine Kompanie. Das Bataillon bestand aus vier Kompanien zu rund 200 Mann. Das preußische Bataillon hatte weniger Kompanien, die aber jeweils eine höhere Mannstärke hatten (Sollstärke versteht sich).

Der Vorteil von Blackpowder ist die Skalierbarkeit der Frontbreite von Einheiten. Es wird nur zwischen winzigen, kleinen normalen und großen Einheiten unterschieden. Die im Regelbuch angegebenen Frontbreiten für die jeweiligen Einheitengrößen sind eine Empfehlung, die bei Bedarf auch angepasst werden kann. Der im Regelwerk verwendete Terminus Brigade ist lediglich ein Verband mehrerer Truppenkörper und hat wenig mit tatsächlichen Brigaden zu tun. Zudem ist der Begriff Brigade auch unscharf. Eine preußische Brigade in Kriegszeiten entspricht ungefähr einer französischen Division und hatte auch eine ähnliche Führungsstruktur. Aber egal welche Armee der napoleonischen Zeit man nimmt, in der Regel war der taktische Grundbaustein immer das Bataillon. Die Regimenter ware her administrative Einheiten denn tatsächliche Truppenkörper.

Bei der Aufstellung der oben gezeigten Einheiten hatte ich die Idee im Hinterkopf, dass man im Bataillon die einzelnen Kompanien erkennen kann. Das hat aber den Nachteil, dass das Ganze auch sehr viel Platz benötigt, wenn man denn ein Gefecht auf Divisionsebene spielen wollte. Mit der oben verwendeten Skalierung wäre bei mir auf Brigadeebene Schluss. Als Beispiel würde eine Brigade des Korps Marmont schon rund zehn Infanterie-einheiten umfassen. Die anderen Waffengattungen kämen darin gar nicht vor. Hier wäre ein Ansatz, eben doch die Regimenter als Grundeinheit zu nehmen, die einer jeweiligen Brigade angehörten und deren Stärke jeweils durch unterschiedliche große Einheiten darzustellen. Ich könnte also zum Beispiel das oben gezeigte Grenadierbataillon einfach halbieren und durhc eine weitere Kommandoeinheit ergänzen und schon wird daraus das 1. und 2. Schlesische Infanterieregiment.
 
Ist nur eine Frage der Technik. Ich grundier die schwarz, bürste sie mit grau und anschließend mit weiß und dann schägt die Stunde des Cheaters! Speedpaints! Nix mit Gurte malen. Die sind doch schon weiß. Also nur die anderen Farben auftragen und schon hast gut aussehende Minis mit einem Farbauftrag. Ich verweden die Speedpaints von Armypainter. Der Grundauftrag geht dait wirklich flott von der Hand. Ich hab hier noch im Anschluss mit Ölfarbe die Schattierung verstärkt. Das ist aber kein Muss. Man muss halt im Hintergrund behalten, dass es nicht auf die perfekte Einzelmini ankommt, sondern auf den Gesamteindruck.
 
Richtig gut! Irgendwann hätte ich sowas auch gerne mal. Aber in einer überschaubareren Menge, auch wenn das Setting ja eigentlich genau das ausmacht. Vielleicht geht ja SAGA mal diese azeit an, das wäre wohl perfekt für mich.
SAGA ist vermutlich nicht so gut geeignet. Da dominiert Nahkampf, ich kann mir das mit Musketen als Hauptbewaffnung und Fernkampf als häufigste Aktion nur schwer vorstellen. Ich gehe nicht davon aus, dass da so etwas überhaupt kommen würde. Zumal die Leute von Studio Tomahawk mit Muskets & Tomahawks ihr eigenes System für diese Zeitperiode haben.
Ich kann auf jeden Fall Muskets & Tomahawks, mit der Erweiterung Tschakos und Bajonette, empfehlen. Da reicht jeweils eine Box Infanterie und Kavallerie der Perrys um genug Punkte für ein Spiel zu haben. Es gibt zwei Spielmodi, einmal bis 500P auf 48*48 Platte und 501+P auf einer 48*72 Platte.
 
Da dominiert Nahkampf, ich kann mir das mit Musketen als Hauptbewaffnung und Fernkampf als häufigste Aktion nur schwer vorstellen.

Eigentlich war gerade in der napoleonischen Zeit er Nahkampf das, was die Entscheidung eines Gefechts brachte. Wir reden hier von Massenarmeen mit Rekruten, die kurz eingedrillt wurden. Viele Neuerungen, die in den Revolutionskriegen zum Standard der Infanterietaktik wurden, waren ein Notbehelf, die dem geringen Ausbildungsstand der Konscribierten Rechnung trugen. Das Tirraillieurgefecht war war ein Notbehelf, weil den jungen Rekruten die Disziplin und das Können fehlten um in geschlossener Linie mit Salvenfeuer gegen gut gedrillte Soldaten stand zu halten. Die Kolonne kam in Mode, weil diese Blöcke leichter im Gefecht zu führen und zusammenzuhalten waren als die Linie mit ihren komplizierten Evolutionen. Das Tirraillieurfeuer war aber nicht in der Lage, eine gegnerische Formation durch den Schock des Feuers aufzubrechen und die Kolonne war darauf ausgelegt, das Gefecht im Massenstoß zu entscheiden. Plänkler brauchten auch immer eine geschlossene Formation als Rückhalt, da sie gegen Kavallerie und entschlossen vorgehende Infanterie nicht bestehen konnten.

Im Grunde könnte man also schon SAGA modifizieren. Es gab zahllose kleinere Gefechte zwischen Streifscharen. Das ist aber meines Erachtens trotzdem nicht typisch für die napoleonische Epoche. Weil selbst Streifscharen eher aus Bataillonen und Schwadronen bestanden.

Ich bevorzuge deshalb Blackpowder, weil sich damit tatsächlich Gefechte auf Kompanieebene bis hin zum Korps darstellen lassen. Mit dem Ansatz je eine Box Infanterie und Kvallerie von den Perries pro Seite kann man sa auch spielen. Einfach weil die Einheit eben nur ein abstraktes Rechteck ist. Die Figuren sind keine Lebenspunktmarker.

Eine beliebte Diskussion unter Napoleonikern und Freunden des amerikanischen Bürgerkriegs in diesem Zusammenhang ist ja auch die Frage nach dem richtigen Figurenmaßstab. Es gibt da Vertreter, die meinen je größer das Gefecht desto kleiner müssten die Figuren sein. Das geht dann bis zu solchen Maßstäben wie 6mm. Aber da es sowieso notwendig ist, einen Zahlenschlüssel festzulegen für wieviele Soldaten eine Figur steht, weil eine Darstellung der Zahlenverhältnisse in den meisten Fällen den verfügbaren Platz sprengen würde, kann man auch gern abstrahieren, so das dann 6 Mann eben für 600 stehen.
 
Dass die auch Muskets & Tomahawks machen, war mir gar nicht bewusst. Das macht es sicher etwas unwahrscheinlicher.
Ansonsten finde ich es aber gar nicht so unpassend. Ja, die allermeiste Infanterie hat Fernkampfwaffen. Aber dafür hatte jede Armee auch genügend Reiterei, teils auch für den Nahkampf. Dragoner oder Hussaren gehen da zum Beispiel sehr gut. Und die Infanterie kann auch Bajonettangriffe laufen. Da würde ich nicht wirklich das Problem sehen. Der Maßstab wäre natürlich so eine Sache. Aber SAGA scheint ja auch für die Antike gut zu funktionieren. Und so eine griechische Phalanx bestand auch aus mehr als 4-12 Personen. 😉
Rein optisch fände ich auch Epic Battles sehr reizvoll. Da passt dann auch der Maßstab. Aber da malst du dich ja wirklich tot mit den ganzen Details.