3D Drucker

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Ich habe einen Ultimaker2.
Ums kurz zusammen zu fassen: Ist super um Spielhilfen wie Schablonen usw. zu drucken. Auch eigene Geländestücke wie Ruinen z.B. lassen sich damit gut machen. Auch einzelne Teile für Umbauten gehen ganz gut.
Bei Fahrzeugen stößt man da schon langsam an die Grenzen, je nach Bauteil, organische Modelle kann man größtenteils vergessen. Also "mal eben" einen Trupp Space Marines drucken ist einfach nicht.
Dem steht schon der zeitliche Aufwand im Weg. Das Modellieren dauert, und der Druck erst Recht. Ein 28mm Modell in höchster Druckqualität braucht schnell mal 10-15 Stunden.
Mit den Modellen für den Consumer Bereich bekommt man aber auch die Details in dem Maßstab nicht ausreichend hin.

Und preislich rechnet sich das sowieso nicht.
Wenn Du es (wie ich) als Hobby ansiehst, ist das aber auch kein Problem. Ich meine, andere Leute kaufen sich für 2000 Euro Alufelgen, die haben im Prinzip auch keinen Mehrwert gegenüber den 08/15 Felgen...
 
Ich war grad auf der Rapid.Tech in Erfurt (3D Druck und Scan Messe) und hab mich da mal so umgehört was die Maschinen so kosten die für uns in Frage kommen (Stereolithographie mit 25-50 mikrometer schichtdicke). Das günstigste was ich so gefunden hab waren Drucker von iGo3D.com für 3300 bis 4000€ und von YOUNG Optics (Firma aus Jena) http://www.yo-europe.de/ bei 4000€ und aufwärts. Gab auch viele ähnliche "Desktop"-Drucker die zu Mondpreisen angeboten werden... 12-17k€ (unter anderem wegen irgendwelchen gimmicks wie touchpad display und "tolles design" und solche scherze).

Preis für das Resin liegt bei rund 25-30€/kg (ist nach oben offen, gibt auch welche für 300€/kg für zahntechnik).


Ob man damit Massenproduktion betreiben kann, weiß ich nicht. Hängt hautpsächlich vom verwendeten Resin ab, da hab ich mich nicht groß erkundigt bisher. Wenn das genauso teuer ist wie normales "Gussresin" und vergleichbare Eigenschaften hat, könnte man sich das Geld und Zeit für die Gussform und Abguss sparen. Muss dann aber mit extrem niedriger Produktivität leben. Für den Eigenbedarf aber sicher ausreichend. Wenn ein Modell rauskommt, hat man das vorherige schon komplett bemalt und gebased. 😀

Wenn man damit nur ab und zu sein eignes Modell ausdruckt um Gussformen zu erstellen, lohnts sich wohl eher da einen Dienstleister ranzuholen. Muss man halt bissel durchkalkulieren ab wann sich sohn Drucker amortisiert.
 
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Massenproduktion nein niemals nicht. Das heisst immer noch rapid prototyping....
Rapid Manufacturing wird schon länger betrieben. Nur nicht wirklich mit Stereolithographieverfahren...
Ob man Zeit spart oder nicht hängt ja davon ab wie groß das Teil ist, wieviel man haben will, und welche Schichtdicke man nimmt. Weil Formen machen und abgießen kostet ja auch Zeit und material. Besonders für Kleinstteile wie Waffen, Köpfe o.ä. könnte ich mir gut vorstellen das sich das eher lohnt alles auf dem Drucker zumachen (jedenfalls für den Eigenbedarf).
 
Im Flugzeugbau wird 3D Druck bereits in Serie eingesetzt z.B. von Airbus (Doppelwandige Benzinrohre aus Titan), in Zukunft werden bis zu 10% der Airbusersatzteile hauseigen im 3D Druck hergestellt, zumindest ist die Entscheidung dafür schon durch. Zahnmedizin will ich nicht unbedingt als "Serienproduktion" aufführen, aber auch hier haben 3D Drucker bereits einen ordentlichen Teil der C&C Fräsen ersetzt. Canto Ingenieur GmbH aus Lüdenscheid bietet als Service die Kleinserienproduktion bis mehrere tausend Stück, via Lasersintern an (Teile für den Interieurbereich, für Autokonzerne und Brillengestelle), laut Berichten von der letzten großen 3D Druckmesse in Erfurt sind die auch gut ausgelastet.
Audi benutzt ebenfalls 3D Sinterdruck für Aluminium und Stahl Bauelemente, man prüft dort derzeit weitere Einsatzmöglichkeiten für die Serienproduktion.

Die "Revolution" wird kommen, nur nicht so wie gedacht.
 
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Ach das Airbusbeispiel wieder,

da im Engeren Familienkreis mehre an dem Projekt (oder dessen Umfeld beteiligt sind) weiß ich dass das ganze 90% Marketing bla bla ist, der 3D "Drucker" der da benutzt wird ist Irre teuer pro Betriebsminute und hat ein Wartungsverhältnis von 1 zu 5 (also für 1std betrieb kommen 5std wartung zusammen), was gut ist zum anfang war man bei 1 zu 30 und bis 2020 will man auf 1 zu 1 kommen.

Airbus pumpt viel in die Entwicklung in diesem Bereich aber die Verantwortlichen wissen alle das hier eigentlich nicht produziert sondern für die Zukunkft entwickelt wird.

Canto Ingenieur GmbH aus Lüdenscheid bietet als Service die Kleinserienproduktion bis mehrere tausend Stück, via Lasersintern an (Teile für den Interieurbereich, für Autokonzerne und Brillengestelle), laut Berichten von der letzten großen 3D Druckmesse in Erfurt sind die auch gut ausgelastet.

Das klingt nach Teilen die auch ohne 3D Druck keine super riesige auflage haben wo sich das wieder lohnen mag...

Audi benutzt ebenfalls 3D Sinterdruck für Aluminium und Stahl Bauelemente, man prüft dort derzeit weitere Einsatzmöglichkeiten für die Serienproduktion.

Das machen die aber auch schon paar Jahre, hier ist der Kosten und Zeitfaktor wieder so eine sache.
 
da im Engeren Familienkreis mehre an dem Projekt (oder dessen Umfeld beteiligt sind) weiß ich dass das ganze 90% Marketing bla bla ist, der 3D "Drucker" der da benutzt wird ist Irre teuer pro Betriebsminute und hat ein Wartungsverhältnis von 1 zu 5 (also für 1std betrieb kommen 5std wartung zusammen), was gut ist zum anfang war man bei 1 zu 30 und bis 2020 will man auf 1 zu 1 kommen.

Was nutzen die da für Drucker wenn die pro Arbeitsstunde 5 Stunden gewartet werden müssen. Im Zahnmedizinischen Bereich werden die 3D Sinterdrucker für Titanimplantate im 3 Schichtbetrieb verwendet, die Wartung ist dort sogar recht gering. Also Wartungsprobleme kenne ich da nicht. Mir sind eher die typischen Probleme bekannt, wenn große Metallteile gefertigt werden sollen, da die Temperatur im Bauraum nicht gleichmäßig und es damit zu schwankender Qualität kommt.

Das klingt nach Teilen die auch ohne 3D Druck keine super riesige auflage haben wo sich das wieder lohnen mag...
Jap, Kleinserien bis ca. 3000 Teile, ich denke auch das dies der Platz für 3D Drucker ist, Einzelstücke wie in der Medizin, oder Kleinserien/Design-Kram. Wenn es irgendwann einmal so weit ist, das die Drucker auch Schaltkreise oder sagen wir einfach verschiedene Materialien auf einmal drucken können, würde sich das ganze vielleicht im größeren Rahmen anbieten, aber das dauert wenigstens noch 15 Jahre.
 
Zeig mir bitte ein Beispiel vom Manufacturing, mal abgesehen das dies im wortwörtlichem Sinne nicht geht.

Ja Formen kosten Material und zeit aber viel weniger als der Druck und billiger ist es auch.

Die Viel beschworene Revolution der Fertigung ist ausgefallen und die nächste Chance wird noch lange auf sich warten lassen

Nur weil es nicht überall sinnvoll ist, heißt nicht, dass es das nicht gibt. Hat ja auch niemand gesagt das das alle bekannten Verfahren ablöst, oder das es die eierlegende Wollmilchsau ist, oder das man damit 100% aller Produkte fertigen sollte, oder das es für jedwede Stückzahl geeignet ist. Ist natürlich ein Schock für schwarz-weiß-denker 😴
 
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Auf der Seite vom Ultimaker sind die 300 mm/s als "Travel Speed" angegeben, d.h. so schnell kann sich der Druckkopf maximal bewegen. Drucken kann der bei der Geschwindigkeit nicht (bzw. klar kann er dabei auch Filament rausquetschen, aber mehr als ein langer, dünner Faden kommt dabei nicht raus).
Da sollte man sich keine Illusionen machen. Ich habe so einen Ultimaker 2 und die Druckgeschwindigkeit ist arschlangsam.