40k Der Bilarea-Feldzug: Custodes vs Dämonen

So, alles frisch macht der April. Ich möchte endlich richtig in der Kampagne um Ferrus Magna mitmischen und habe viel vor in den kommenden Monaten.

Hier ein kleiner Lore-Schnipsel zum Auftakt:
Ich kniete nicht vor dem Thron.

Nicht aus Mangel an Glauben, sondern weil ich fürchtete, dass meine Beine unter der Last dessen nachgeben würden, was ich zu berichten hatte. Selbst ein Custodes ist nicht frei von Gewicht, und Ferrus Magna war kein Ort, den man einfach hinter sich lässt. Er haftet an einem. In Gedanken. In Bildern. Vielleicht sogar in etwas Tieferem.

„Sprecht, Shield-Captain Nikodemus.“

Die Stimme war ruhig. Unerschütterlich. Terra selbst schien durch sie zu sprechen. Und doch… selbst hier, im Herzen aller Gewissheit, spürte ich den Nachhall.. Sie verlangte keine Ausschmückung, keine Rechtfertigung, nur Wahrheit. Doch Wahrheit ist auf Pyrrhatis zu etwas geworden, das sich nicht mehr eindeutig greifen lässt.

„Wir wurden entsandt, um zu schützen.

Ein Kardinal, ein Diener des Imperators, dessen Leben unter normalen Umständen kaum die Entsendung eines ganzen Schildheeres gerechtfertigt hätte. Und doch war die Entscheidung gefallen worden, und wir folgten ihr ohne Zögern, denn wir waren der Aquilanische Schild. Als wir Ferrus Magna erreichten, war die Stadt noch intakt. Gewaltig, ehrfurchtgebietend, erfüllt vom Lärm der Industrie und den Gesängen des Glaubens. Die Kathedrale der drei Sonnen war ein Ort der Ordnung, ein Bollwerk gegen Zweifel, und ihr Licht war klar und ungebrochen.

Dann erschien der Hohlmond.

Ich kann nicht mit Gewissheit sagen, wo er war. Er hing nicht einfach am Himmel, wie ein natürlicher Himmelskörper es tun würde. Vielmehr wirkte es, als hätte sich etwas über die Realität selbst gelegt, ein Schatten, der nicht nur gesehen, sondern gespürt wurde. In dem Moment, als wir ihn wahrnahmen, veränderte sich die Welt.

Die Zeit verlor ihre Verlässlichkeit.

Was folgte, entzieht sich jeder linearen Beschreibung. Für jene außerhalb mögen es Monate gewesen sein, doch für mich und meine Brüder war es eine Abfolge von Zuständen, die sich nicht in Stunden oder Tagen messen lassen. Wir standen, bewegungslos, doch unser Geist war nicht untätig. Ich war mir meiner selbst bewusst, und dennoch gefangen in einer Abfolge von Visionen, die sich nicht wie Träume anfühlten, sondern wie unausweichliche Wahrheiten.

Ich sah Ferrus Magna in unzähligen Variationen ihres Untergangs. Ich sah ihre Türme wachsen und sich verformen, bis sie wie Wunden im Himmel wirkten. Ich sah Menschen beten, bis ihre Stimmen sich veränderten und etwas anderes daraus wurde, etwas, das nicht mehr menschlich war. Ich sah Licht, das nicht erhellte, sondern verzehrte. Und über allem lag das konstante Gefühl, beobachtet zu werden. Nicht von einem Feind, nicht von einer wohlwollenden Macht, sondern von etwas, das jenseits solcher Kategorien existiert.

Als wir schließlich erwachten, war nichts mehr, wie es gewesen war.

Die Kathedrale stand noch, doch sie hatte ihre Natur verändert. Räume schienen größer zu sein, als ihre Mauern es zuließen. Schatten widersprachen dem Licht, das sie warf. Stimmen hallten durch die Hallen, ohne dass sich ihre Quelle bestimmen ließ. Es waren Gebete, doch sie hatten keinen Ursprung mehr. Es waren Beichten, doch es gab keine erkennbaren Sünder.

Den Kardinal fanden wir nicht.

Was wir fanden, war sein Thron – und die unausweichliche Gewissheit, dass etwas darauf gesessen hatte, das nicht mehr er gewesen war.

Im Gegenteil.

Die Stadt war zu einem Sammelpunkt geworden. Einem Knotenpunkt, der Dinge anzog, die niemals hätten zusammenfinden dürfen. In den äußeren Sektoren begegneten wir Kräften, die sich gegenseitig hätten vernichten müssen – und es auch taten, doch ohne jede erkennbare strategische Logik. Xenos und Verräter, uralte Feinde und namenlose Schrecken: Necron-Dynastien, die aus der Tiefe erwachten, Schwärme der Tyraniden, die selbst im Tod weiterkrochen, Orkhorden, die in den Ruinen nach immer neuen Schlachten suchten.

Und zwischen ihnen bewegten sich unsere eigenen verlorenen Brüder im Imperium – nicht als Verbündete, sondern als weitere Akteure in einem Krieg, der keiner mehr war.

In der Kathedrale jedoch… war der Krieg von anderer Natur.

Dort trafen wir auf Verräterlegionen, auf Chaos Space Marines, die sich nicht wie Eroberer verhielten, sondern wie Pilger. Sie kämpften nicht nur gegeneinander, sondern auch gegen etwas, das wir nicht sehen konnten, und zugleich schienen sie von der Kathedrale selbst angezogen zu werden, als wäre sie ein Herz, das sie rief.

Im Tempelviertel Varn wiederum vermischten sich die Einflüsse. Dort trafen die Kräfte des Chaos auf die Aeldari, deren Bewegungen und Ziele sich jeder klaren Deutung entzogen. Es war kein gewöhnlicher Konflikt. Es wirkte vielmehr wie ein Ringen um etwas, das tiefer lag als Territorium oder Macht – als würden alle Parteien versuchen, eine Wahrheit zu erreichen, die sich ständig entzog.

Meine Brüder… viele von ihnen waren nicht mehr zurückzuholen. Sie standen dort, wo sie erwacht waren, ihre Körper unversehrt, ihre Haltung unverändert, doch ihre Augen verrieten, dass ihr Geist nicht mehr Teil dieser Wirklichkeit war. Es war notwendig, Entscheidungen zu treffen, die ich nicht leichtfertig getroffen habe.

Ich übernehme die volle Verantwortung dafür.

Ferrus Magna lässt sich nicht in taktischen Begriffen erfassen. Es gibt keine klare Front, keinen eindeutigen Feind und keine Strategie, die auf bekannten Prinzipien beruht. Die Stadt ist zu etwas geworden, das sich unserem Verständnis entzieht, und jede Interaktion mit ihr birgt die Gefahr, dass man selbst Teil dieses Zustands wird.

Und dennoch gibt es eine Gewissheit, an der ich festhielt.

Die Kathedrale der drei Sonnen ist der Schlüssel.

Nicht nur, weil sich dort die feindlichen Kräfte sammeln, nicht nur, weil die Anomalien dort ihren Höhepunkt erreichen, sondern weil ich sie gesehen habe. In den Visionen. In jenen Zuständen, in denen Zeit und Wirklichkeit ihre Bedeutung verloren.

Ich habe gesehen, was sie war. Und was sie sein könnte.

Wenn es einen Weg gab, Ferrus Magna zurückzugewinnen… dann begann er dort.


Was hab ich diesen Monat vor:
1. Kurzgeschichte schreiben warum meine Custodes überhaupt auf Ferrus Magna sind
2. 3 x 5 Custodian Guards (4 Speer, 1 Schwert/Schild) modellieren für individuelle Posen, drucken und bemalen. Es wird übrigens wohl das Lila-Farbschema, natürlich mit den frisch modellierten Modellen

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