40k Ferrus Mortis - Deck 115 Beta

Harald der Haarige

Testspieler
14. Januar 2015
197
8
6.754
Hallo zusammen,
nach längerer Zeit möchte ich euch einmal wieder ein größeres Geländeprojekt vorstellen. Ziel ist der Bau einer modularen 120 x 120 cm großen Sci-Fi-Spielplatte, die sowohl für Warhammer 40.000, Kill Team, Necromunda als auch andere Science-Fiction-Systeme genutzt werden kann.
Die Platte soll einen stark genutzten Industriekomplex darstellen: verwitterte Stahlplatten, Rost, Schmutz, Wartungsbereiche und die Spuren jahrzehntelanger Nutzung. Dabei war mir wichtig, dass die Oberfläche nicht bunt oder überladen wirkt, sondern einen möglichst glaubwürdigen und atmosphärischen Eindruck vermittelt.
Ein besonderer Fokus lag auf der Bemalung. Die Metalloptik wurde bewusst ohne Metallicfarben umgesetzt. Stattdessen kamen verschiedene Schichten, Farbmodulationen, Washes und Pigmente zum Einsatz, um den Eindruck von gealtertem Stahl zu erzeugen.
Die Platte besteht aus mehreren modularen Segmenten, die zunächst grundiert, anschließend mit Roststrukturen versehen und danach Schritt für Schritt gealtert wurden. Ergänzt wird das Ganze durch einzelne Warnmarkierungen, Gullys und weitere Details, die später zusammen mit Gebäuden und Scatter Terrain das Gesamtbild abrunden sollen.
In diesem Thread möchte ich den Entstehungsprozess dokumentieren – von den ersten grundierten Segmenten bis zur fertigen Spielplatte. Dabei werde ich regelmäßig Bilder, Arbeitsschritte und verwendete Techniken zeigen.
Über Anregungen, Kritik und Fragen freue ich mich natürlich jederzeit.
Viel Spaß beim Mitverfolgen!
 

Anhänge

  • file_00000000936071f4ab8ee8a284e68a12.webp
    file_00000000936071f4ab8ee8a284e68a12.webp
    355,1 KB · Aufrufe: 8
  • Party
Reaktionen: printbuildpaint
1000085202.webp


Ferrus Mortis – Deck 115 Beta

Der Bau eines imperialen Industriekomplexes für Warhammer 40.000, Kill Team & Necromunda
Ave Imperator!

Nach mehreren kleineren Geländeprojekten wollte ich mich endlich an etwas Größeres wagen: eine vollständig modulare Industrieplatte im Grimdark-Stil des 41. Jahrtausends.

Die Idee hinter Ferrus Mortis – Deck 115 Beta ist ein vergessener Verlade- und Wartungsbezirk tief in den unteren Ebenen eines imperialen Manufactorums. Ein Ort, an dem Förderbänder längst stillstehen, Maschinengeister nur noch flüsternd antworten und Rost langsam die Arbeit des Omnissiah zurückfordert.

Die Platte soll sowohl für Warhammer 40.000, Kill Team, Necromunda als auch andere Sci-Fi-Systeme nutzbar sein. Ziel war eine möglichst atmosphärische Industrieumgebung mit starkem Fokus auf:

  • modularem Aufbau
  • realistischer Alterung
  • industrieller Optik
  • hohem Wiedererkennungswert auf dem Spieltisch

Die Anfänge
Den Anfang machten zahlreiche gedruckte Bodenmodule. Noch in den unterschiedlichsten Farben direkt vom Drucker kommend, war von einer späteren Industrieanlage kaum etwas zu erkennen.

Danach folgte die Grundierung aller Segmente in Schwarz. Bereits hier wurde deutlich, wie viele einzelne Platten letztendlich für die Spielfläche benötigt werden würden.

Anschließend begann der eigentliche Spaß: Roststrukturen, Farbmodulationen, Schmutz, Pigmente und erste Warnmarkierungen sollten die sterile Kunststoffoberfläche Schritt für Schritt in jahrzehntealte Industrieanlagen verwandeln.

Besonders wichtig war mir dabei eine glaubwürdige Metallwirkung – und das komplett ohne Metallicfarben.

Geplante Elemente
  • Industriehallen
  • Rohrleitungen
  • Förderanlagen
  • Scatter Terrain
  • Wartungs- und Ladezonen
  • Gullys und Versorgungsschächte
  • Hazard-Markierungen
  • umfangreiche Alterungs- und Verschmutzungseffekte

Im weiteren Verlauf dieses Threads möchte ich die einzelnen Bauabschnitte dokumentieren und zeigen, wie aus einem Stapel Kunststoffplatten langsam Ferrus Mortis – Deck 115 Beta entsteht.
Kritik, Anregungen und Ideen sind wie immer willkommen.


Der Omnissiah beschützt. ⚙️☠️
"From the weakness of the flesh, steel shall endure."
 
  • Party
Reaktionen: printbuildpaint

Die ersten Spuren des Verfalls​


Nachdem die ersten Farbmodulationen aufgebracht waren, begann der Teil des Projekts, auf den ich mich besonders gefreut hatte: Rost, Korrosion und die ersten echten Gebrauchsspuren.

IMG_20260614_171922.webp

Für diesen Arbeitsschritt wurden ausgewählte Bodenplatten mit Strukturpaste und verschiedenen Rosttönen bearbeitet. Ziel war es nicht, die gesamte Oberfläche verfallen wirken zu lassen, sondern einzelne Bereiche hervorzuheben, in denen sich über Jahrzehnte Feuchtigkeit, Schmutz und chemische Rückstände gesammelt haben könnten.


Gerade bei Industrieanlagen gefällt mir der Gedanke, dass nicht jede Platte gleich stark beansprucht wird. Einige Bereiche bleiben relativ intakt, während andere langsam vom Zahn der Zeit zurückerobert werden.


In diesem Stadium wirkte die Oberfläche noch sehr roh. Die Rostflächen erschienen stellenweise fast zu dominant und die Übergänge waren noch recht hart. Doch genau das gehört für mich zum Weathering-Prozess dazu. Viele Effekte entfalten ihre Wirkung erst in den folgenden Schritten, wenn Schmutz, Pigmente und weitere Farbschichten alles miteinander verbinden.


Langsam begann die sterile Kunststoffoberfläche zu verschwinden und Deck 115 Beta bekam erstmals eine eigene Geschichte.


"Rost ist nichts anderes als der langsame Sieg der Zeit über den Stahl."





Arbeitsschritt:


  • Farbmodulation abgeschlossen
  • Strukturrost auf ausgewählten Segmenten aufgebracht
  • Erste Korrosionszonen definiert
  • Vorbereitung für Pigmente, Washes und weitere Alterungseffekte