Hallo an alle. Folgend meine erste Geschichte. Wegen Arbeit, Frau und Kindern bin ich lange nicht dazu gekommen, sie fertigzustellen. Jetzt hab ich´s geschafft. Ich hoffe ihr habt viel Spaß beim Lesen. Lob und Kritik sind willkommen
Gruß, Eisengarde
Nur ein totes Xenos…
In der tintig schwarzen Dunkelheit der Nacht bewegte sich Karl Seitz, der auf Grund seiner geringen Körpergröße von seinen Kameraden den Spitznamen „Shorty“ erhalten hatte, kriechenderweise durch die verbrannten Ruinen der ehemaligen imperialen Industriestadt „Thanatos Prime“ vorwärts.
Die Stadt war erst kürzlich durch einen aufflackernden Konflikt mit Xenos der Eldar-Rasse durch diese in Schutt und Asche gelegt worden. Da hier ein wichtiger Teilbereich der Leman-Russ-Kampfpanzerproduktion des Subsektors beheimatet war, reagierte das Imperium auf diesen Affront mit ungewohnter Geschwindigkeit und verlegte sofort mehrere Regimenter der Imperialen Armee in das Konfliktgebiet. Unter anderem auch Shortys Regiment.
Er wäre lieber zu Hause bei seiner Frau und seiner gerade geborenen Tochter geblieben. Schmunzelnd erinnerte er sich noch an seine feixenden Kameraden, die ihn bei der Nachricht, dass seine Frau ein Kind erwarte, grinsend damit aufgezogen hatten, dass wohl doch nicht alles an ihm so klein sei…
Aber das alles war Vergangenheit, die für ihn in diesem Moment unendlich lang zurücklag.
In Gedanken verfluchte er diesen Planeten, diese Stadt, den Xenos-Abschaum der Eldar und diesen „Konflikt“. Krieg war es, reiner Krieg, aber da anscheinend noch nicht genug Leben in diesem „Konflikt“ ausgelöscht worden waren, nannte man es eben nur „Konflikt“ und nicht „Krieg“.
Shorty hasste dieses verdrehte Gerede. Die höheren Offiziersränge beherrschten solcherart Wortklauberei in allen Spielarten nur zu gut. Hielten sie eine inspirierende Rede, fand man sich anschließend frohgemut und fröhlich pfeifend auf dem Weg in ein Himmelfahrtskommando wieder.
So war es auch dieses Mal gewesen. Als er zu seinem kommandierenden Offizier Feldwebel Heinrich Wagner gerufen worden war, hatte dieser ihm mitgeteilt, dass er eine spezielle Aufgabe für ihn habe. Diese könne nur von dem besten Scharfschützen des Zuges erledigt werden. Er habe die Möglichkeit, dem Feind einen so schweren Schlag zu versetzten, dass dieser Konflikt (oh, wie er dieses Wort hasste…) schnell und nur mit marginalen Verlusten (zu denen er wahrscheinlich selbst mit einem leichten Anflug des Bedauerns gezählt werden würde…) beendet werden könne.
In einem Punkt seines Vortrages hatte Feldwebel Wagner recht: Er war der Beste. Und wenn er etwas perfekt konnte, dann war es zu töten!
Verdammter Wagner! Verdammte Xenos!
Langsam kroch er weiter durch den grauen Schutt und die schmutzigen Krater, aus denen die einstmalige Industriestadt nun bestand. Zentimeterweise näherte er sich seiner avisierten Stellung, einer Ruine, von der er aus ein großes und freies Schussfeld mit optimaler Deckung für ihn selbst haben würde. Sein Präzisionsscharfschützengewehr, ein Hochenergie-Lasergewehr aus der Manufaktur ´-Relkeh-´ seines Heimatplaneten, ruhte dabei sicher in seiner Armbeuge.
Der Nachrichtendienst hatte gemeldet, dass anhand der gesammelten und ausgewerteten Aufklärungsdaten eine fünfundsiebzigprozentige Wahrscheinlichkeit bestand, in diesem Sektor auf infiltrierende, den Angriff der Eldar vorbereitende feindliche Scharfschützen zu treffen.
Feldwebel Wagner hatte ihn gefragt, ob er weitere Informationen über sein Ziel haben wolle. Dies hatte er jedoch abgelehnt, es reichte ihm völlig aus, wenn ihm gesagt wurde, wohin er zu gehen und was er zu töten hatte. Er hatte in der Vergangenheit gelernt, dass es umso einfacher war, abzudrücken, je weniger er über seine Ziele wusste.
Wenigstens musste er dieses Mal nicht auf einen Menschen schießen. Nicht dass es ihm etwas ausgemacht hätte, auf einen anderen Menschen zu schießen (schließlich hatte er das auch schon hunderte Male getan) aber es war noch viel einfacher, ein Xenos zu töten…
“Nur ein totes Xenos ist ein gutes Xenos!“ Dieser Satz stahl sich seit der Übernahme der Mission immer wieder in seine Gedanken. Er konnte sich gar nicht mehr daran erinnern, wann er ihn zum ersten Mal gehört hatte, wahrscheinlich irgendwann als kleines Kind. Seitdem hatte er ihn tausendfach, wenn nicht zehntausendfach immer wieder gehört und dieser Satz, diese Wahrheit hatte sich in sein innerstes Selbst gebrannt.
Zähflüssig verrann die Zeit, während er die Ruine erreichte und seine Stellung einrichtete. Dabei bewegte er sich so langsam, dass die Bewegungen einer terrestrischen Schnecke dagegen wie ein Hundertmeter-Sprint gewirkt hätten.
Immer wieder sah er nun in gleichbleibenden Zeitabständen durch sein Scope und lies den Blick langsam, ganz langsam von einer Seite zur anderen schweifen. Ganz so, wie man es ihm in der Scharfschützenausbildung der Imperialen Armee beigebracht hatte. Mit der Restlichtverstärkung seines Scopes würde ihm dadurch auch nicht die kleinste Bewegung entgehen.
Irgendwie wusste er, dass er sich den richtigen Platz ausgesucht hatte, um auf sein Ziel zu warten. Er fühlte, es wusste es einfach.
„Heiliger Gottimperator, steh mir bei. Führe meine Hand, dass sie nicht zittert. Stärke meinen Mut, dass ich nicht verzage und deinen Willen ausführe. Nimm mich auf, an deiner Tafel, wenn ich falle…“
Gebetsmühlenartig wiederholte er in seinem Geist diese Litanei, um sich von dem nun obligatorisch aufkommenden Verlangen nach einem LHO abzulenken.
Wiederum ließ er langsam den Blick über das umliegende Gelände schweifen und da war es auf einmal! Der Hauch, die Andeutung einer Bewegung. Nicht viel mehr als ein Schemen, ein kurz flackernder Schatten.
„Hab dich!“ murmelte er und unterdrückte mühsam die aufkeimende Erregung. Dann schaltete er
das Scope von Restlichtverstärker auf Infrarot um. Der Infrarotmodus ließ ihn sein Ziel trotz der Dunkelheit problemlos anvisieren. Ganz eindeutig identifizierte er das Ziel seiner Physiognomie nach als ein Eldar-Xenos. Ohne den Blick abzuwenden, drehte er langsam mit Daumen und Zeigefinger seiner linken Hand den Regler des Hochenergie-Lasergewehrs auf Maximalstärke. Fast meinte er, ein leises Summen wahrzunehmen, das nun von der Energiezelle seiner Waffe ausging, obwohl er wusste, dass dies unmöglich war. Der Zeigefinger seiner rechten Hand, der vorher lang am Abzug gelegen hatte, berührte diesen nun und krümmte sich Millimeter für Millimeter dem kommenden Schuss entgegen. Sein Atem ging langsam und kontrolliert. Unmittelbar vor dem Schuss ein kurzes Innehalten, dem nach dem Schuss ein langes, leises Ausatmen folgen würde…
Jetzt hatte er den Druckpunkt erreicht. Nur noch ein leichtes Muskelzucken und das Xenos wäre Geschichte.
Unnatürlich laut peitschte der scharfe Knall eines Schusses durch die Stille der Nacht…
Leise Schritte näherten sich dem verkrümmt am Boden liegenden Körper. Eine schlanke Gestalt hockte sich auf den Fußballen federnd neben die auf dem Bauch liegende Leiche und drehte sie herum.
Deutlich war das Loch in der Stirn des Toten zu sehen, wo das Projektil des Scharfschützengewehrs eingedrungen war. Ebenso das größere Loch, wo das deformierte Geschoss wieder aus dem Schädel ausgetreten war und einen Teil der Schädeldecke weggerissen hatte. Wie geplant, war das Kleinhirn des Ziels getroffen worden und hatte so jedwede weitere Muskelaktion im Ansatz unterbunden.
Forschend sah die Gestalt in die leblosen, gebrochen blickenden Augen des Toten neben ihr.
Was der Chem-Pan-Sey wohl gedacht hatte, bevor er getroffen wurde? Hatte er, sich seines Erfolges sicher, schon im Geiste triumphiert? Hatte der Chem-Pan-Sey aus Hass oder Pflichtgefühl gehandelt?
Der Weltenwanderer schüttelte die Gedanken über seinen gefallenen Feind wie Staub ab, der vom Wind fortgetragen wird und ging davon.
Denn schließlich war nur ein toter Chem-Pan-Sey ein guter Chem-Pan-Sey!...
Gruß, Eisengarde
Nur ein totes Xenos…
In der tintig schwarzen Dunkelheit der Nacht bewegte sich Karl Seitz, der auf Grund seiner geringen Körpergröße von seinen Kameraden den Spitznamen „Shorty“ erhalten hatte, kriechenderweise durch die verbrannten Ruinen der ehemaligen imperialen Industriestadt „Thanatos Prime“ vorwärts.
Die Stadt war erst kürzlich durch einen aufflackernden Konflikt mit Xenos der Eldar-Rasse durch diese in Schutt und Asche gelegt worden. Da hier ein wichtiger Teilbereich der Leman-Russ-Kampfpanzerproduktion des Subsektors beheimatet war, reagierte das Imperium auf diesen Affront mit ungewohnter Geschwindigkeit und verlegte sofort mehrere Regimenter der Imperialen Armee in das Konfliktgebiet. Unter anderem auch Shortys Regiment.
Er wäre lieber zu Hause bei seiner Frau und seiner gerade geborenen Tochter geblieben. Schmunzelnd erinnerte er sich noch an seine feixenden Kameraden, die ihn bei der Nachricht, dass seine Frau ein Kind erwarte, grinsend damit aufgezogen hatten, dass wohl doch nicht alles an ihm so klein sei…
Aber das alles war Vergangenheit, die für ihn in diesem Moment unendlich lang zurücklag.
In Gedanken verfluchte er diesen Planeten, diese Stadt, den Xenos-Abschaum der Eldar und diesen „Konflikt“. Krieg war es, reiner Krieg, aber da anscheinend noch nicht genug Leben in diesem „Konflikt“ ausgelöscht worden waren, nannte man es eben nur „Konflikt“ und nicht „Krieg“.
Shorty hasste dieses verdrehte Gerede. Die höheren Offiziersränge beherrschten solcherart Wortklauberei in allen Spielarten nur zu gut. Hielten sie eine inspirierende Rede, fand man sich anschließend frohgemut und fröhlich pfeifend auf dem Weg in ein Himmelfahrtskommando wieder.
So war es auch dieses Mal gewesen. Als er zu seinem kommandierenden Offizier Feldwebel Heinrich Wagner gerufen worden war, hatte dieser ihm mitgeteilt, dass er eine spezielle Aufgabe für ihn habe. Diese könne nur von dem besten Scharfschützen des Zuges erledigt werden. Er habe die Möglichkeit, dem Feind einen so schweren Schlag zu versetzten, dass dieser Konflikt (oh, wie er dieses Wort hasste…) schnell und nur mit marginalen Verlusten (zu denen er wahrscheinlich selbst mit einem leichten Anflug des Bedauerns gezählt werden würde…) beendet werden könne.
In einem Punkt seines Vortrages hatte Feldwebel Wagner recht: Er war der Beste. Und wenn er etwas perfekt konnte, dann war es zu töten!
Verdammter Wagner! Verdammte Xenos!
Langsam kroch er weiter durch den grauen Schutt und die schmutzigen Krater, aus denen die einstmalige Industriestadt nun bestand. Zentimeterweise näherte er sich seiner avisierten Stellung, einer Ruine, von der er aus ein großes und freies Schussfeld mit optimaler Deckung für ihn selbst haben würde. Sein Präzisionsscharfschützengewehr, ein Hochenergie-Lasergewehr aus der Manufaktur ´-Relkeh-´ seines Heimatplaneten, ruhte dabei sicher in seiner Armbeuge.
Der Nachrichtendienst hatte gemeldet, dass anhand der gesammelten und ausgewerteten Aufklärungsdaten eine fünfundsiebzigprozentige Wahrscheinlichkeit bestand, in diesem Sektor auf infiltrierende, den Angriff der Eldar vorbereitende feindliche Scharfschützen zu treffen.
Feldwebel Wagner hatte ihn gefragt, ob er weitere Informationen über sein Ziel haben wolle. Dies hatte er jedoch abgelehnt, es reichte ihm völlig aus, wenn ihm gesagt wurde, wohin er zu gehen und was er zu töten hatte. Er hatte in der Vergangenheit gelernt, dass es umso einfacher war, abzudrücken, je weniger er über seine Ziele wusste.
Wenigstens musste er dieses Mal nicht auf einen Menschen schießen. Nicht dass es ihm etwas ausgemacht hätte, auf einen anderen Menschen zu schießen (schließlich hatte er das auch schon hunderte Male getan) aber es war noch viel einfacher, ein Xenos zu töten…
“Nur ein totes Xenos ist ein gutes Xenos!“ Dieser Satz stahl sich seit der Übernahme der Mission immer wieder in seine Gedanken. Er konnte sich gar nicht mehr daran erinnern, wann er ihn zum ersten Mal gehört hatte, wahrscheinlich irgendwann als kleines Kind. Seitdem hatte er ihn tausendfach, wenn nicht zehntausendfach immer wieder gehört und dieser Satz, diese Wahrheit hatte sich in sein innerstes Selbst gebrannt.
Zähflüssig verrann die Zeit, während er die Ruine erreichte und seine Stellung einrichtete. Dabei bewegte er sich so langsam, dass die Bewegungen einer terrestrischen Schnecke dagegen wie ein Hundertmeter-Sprint gewirkt hätten.
Immer wieder sah er nun in gleichbleibenden Zeitabständen durch sein Scope und lies den Blick langsam, ganz langsam von einer Seite zur anderen schweifen. Ganz so, wie man es ihm in der Scharfschützenausbildung der Imperialen Armee beigebracht hatte. Mit der Restlichtverstärkung seines Scopes würde ihm dadurch auch nicht die kleinste Bewegung entgehen.
Irgendwie wusste er, dass er sich den richtigen Platz ausgesucht hatte, um auf sein Ziel zu warten. Er fühlte, es wusste es einfach.
„Heiliger Gottimperator, steh mir bei. Führe meine Hand, dass sie nicht zittert. Stärke meinen Mut, dass ich nicht verzage und deinen Willen ausführe. Nimm mich auf, an deiner Tafel, wenn ich falle…“
Gebetsmühlenartig wiederholte er in seinem Geist diese Litanei, um sich von dem nun obligatorisch aufkommenden Verlangen nach einem LHO abzulenken.
Wiederum ließ er langsam den Blick über das umliegende Gelände schweifen und da war es auf einmal! Der Hauch, die Andeutung einer Bewegung. Nicht viel mehr als ein Schemen, ein kurz flackernder Schatten.
„Hab dich!“ murmelte er und unterdrückte mühsam die aufkeimende Erregung. Dann schaltete er
das Scope von Restlichtverstärker auf Infrarot um. Der Infrarotmodus ließ ihn sein Ziel trotz der Dunkelheit problemlos anvisieren. Ganz eindeutig identifizierte er das Ziel seiner Physiognomie nach als ein Eldar-Xenos. Ohne den Blick abzuwenden, drehte er langsam mit Daumen und Zeigefinger seiner linken Hand den Regler des Hochenergie-Lasergewehrs auf Maximalstärke. Fast meinte er, ein leises Summen wahrzunehmen, das nun von der Energiezelle seiner Waffe ausging, obwohl er wusste, dass dies unmöglich war. Der Zeigefinger seiner rechten Hand, der vorher lang am Abzug gelegen hatte, berührte diesen nun und krümmte sich Millimeter für Millimeter dem kommenden Schuss entgegen. Sein Atem ging langsam und kontrolliert. Unmittelbar vor dem Schuss ein kurzes Innehalten, dem nach dem Schuss ein langes, leises Ausatmen folgen würde…
Jetzt hatte er den Druckpunkt erreicht. Nur noch ein leichtes Muskelzucken und das Xenos wäre Geschichte.
Unnatürlich laut peitschte der scharfe Knall eines Schusses durch die Stille der Nacht…
Leise Schritte näherten sich dem verkrümmt am Boden liegenden Körper. Eine schlanke Gestalt hockte sich auf den Fußballen federnd neben die auf dem Bauch liegende Leiche und drehte sie herum.
Deutlich war das Loch in der Stirn des Toten zu sehen, wo das Projektil des Scharfschützengewehrs eingedrungen war. Ebenso das größere Loch, wo das deformierte Geschoss wieder aus dem Schädel ausgetreten war und einen Teil der Schädeldecke weggerissen hatte. Wie geplant, war das Kleinhirn des Ziels getroffen worden und hatte so jedwede weitere Muskelaktion im Ansatz unterbunden.
Forschend sah die Gestalt in die leblosen, gebrochen blickenden Augen des Toten neben ihr.
Was der Chem-Pan-Sey wohl gedacht hatte, bevor er getroffen wurde? Hatte er, sich seines Erfolges sicher, schon im Geiste triumphiert? Hatte der Chem-Pan-Sey aus Hass oder Pflichtgefühl gehandelt?
Der Weltenwanderer schüttelte die Gedanken über seinen gefallenen Feind wie Staub ab, der vom Wind fortgetragen wird und ging davon.
Denn schließlich war nur ein toter Chem-Pan-Sey ein guter Chem-Pan-Sey!...