Styrodurplatte (leicht) verzogen - Korrektur möglich?

Ecto-Rian

Aushilfspinsler
Grüßt euch liebe Bastelgurus,

ich brauche euren Rat, bzw. eine Entscheidungshilfe.

Problem: Ich baue zur Zeit an einer Spielplatte aus den berühmten 3 Styro-platten. Leider gibt es in meiner Nähe keinen Baumarkt, der mir solche Platten anbieten konnte, selbst auf Nachfrage. Also den etwas weiteren Weg aufnehmen und in den Baustoffhandel. Ergebnis: Platten in allen Varianten, nur eben immer mit dieser geriffelten/strukturierten Oberfläche. Bis dahin ja alles kein Problem.
Da war mir die Geschichte mit dem Fließenkleber etwas zu schwer für die endgültige Platte und ich habe nach einer leichteren Alternative zum Glätten der Oberfläche gesucht. Nach etwas Überlegung hab ich es mit dem typischen Modellbahn-Material versucht: kaschiertes Pappmaché (das kam drauf, nachdem ich mit dünneren Styro-Stücken etwas Erhebungen aufgeklebt habe). Lief auch gut und nach 2-3 tagen trockneten die 4 Schichten gut durch.

Anschließend musste ich feststellen, dass ich meinen Effekt zwar erzielt habe, sich die Platten aber an den Ecken nach oben gewölbt haben. Das ganze so um etwa 1-1,5cm. Mit etwas "sanftem" Druck krieg ich die halbwegs gerade gedrückt.

Wie bekomme ich diese Wölbung/diesen Verzug wieder raus? Geht das überhaupt? Zusatzinfo: selbstgezimmerte "Strukturpaste" ist nun auch drauf. Die habe ich aus Sand, Farbe (Acryl) und Holzleim zu einer Pampe verrührt und aufgetragen.

Meine aktuellen Ideen:
a) Mit 1-2 Schichten Pappmaché auf der Rückseite eine Art Gegenspannung erzeugen. Oder das ich den eventuellen Feuchtigkeitsverzug in die 'andere Richtung' wirken lassen kann...
b) Dünne Holzleisten besorgen und mit der Unterseite verleimen/verpsannen, die der Platte die Ebene 'aufzwingen'.


Vielleicht kommt der ungewollte Nebeneffekt aber auch woanders her? Ich hoffe, euch ist diese Frage nicht zu dumm (nach dem Motto: "Ist doch klar, du hast dies und das verkackt, weiß doch jeder!") und ihr könnt mir irgendwie behilflich sein. Ist mein erster Versuch eine Platte zu basteln. Mein letzter Weg wäre, die zu hoch stehenden Stellen an den Ecken zu verschneiden, würde ich aber als letzten Ausweg nehmen, ändert ja an der Wölbung nichts. :rolleyes:


Vielen Dank im Voraus.

Grüße
Ecto
 

der müller

Miniaturenrücker
... nee nee, sowas passiert früher oder später jedem... :D
vielleicht war die Platte zu dünn? ich benutze für Spielplatten am liebsten 40mm Stärke und selbst die verziehen sich auch ganz gerne n bischen. was ich meist einplane ist auf der Rückseite so ne Art Gegenspannung zu erzeugen, sei es auch mit Pappmache wie die von dir bearbeitete Seite, oder einfach großzügig die Rückseite mit Holzleim einzustreichen. Beides baut wieder ne Gegenspannung auf und zieht die Platten zumindest zum Teil wieder zurück...
Anderes Modell ist, du gehst nochmal in den Bauhandel deiner Wahl und lässt dir dort 5mm MDF - Platten in der Größe deiner Styroplatten schneiden und klebst diese denn auch darauf. Dabei solltest du aber beachten die Platten alle übereinander zu stapeln bis sie durchgetrocknet sind, denn wenn sie sich nun nochmal verziehen kannst du eigentlich nich mehr allzuviel damit anstellen.... :cool:
 
Zuletzt bearbeitet:

Lars_Hl

Aushilfspinsler
icon1.png

Hi, also ich hab beruflich mit Styrodurplatten usw zu tun und eigentlich verziehen die nicht so schnell. Hier kommt es auf die Plattenstärke an. Bei jedoch 4 Schichten Pappmaché ist es denke ich kein wunder das sie verzogen sind. Die Platten bekommen eben einseitig Spannung durch den schmodder ^^
Von der Idee die Gegenseite ebenfalls zu bekleister halte ich persönlich nicht viel nachher platzt eine Seite ab und lockert sich, weil sich das Styrodur entscheiden muss in welche Richtung es geht
:D

Nur mal so am Rande wie dick sind den deine Platten?

Ich könnte mir vorstellen das Holzleisten keinen positiven Effekt erzielen da sich Holz ebenfalls verziehen kann sobald Flüssigkeiten im Spiel sind.
Vielleicht wäre es ja für dich eine Hilfe Alu- Profile einzuarbeiten in die Platten, ich habs zwar noch nicht getestet und würde da keine Garantie geben.
Ich kann mir aber gut vorstellen das wenn man z.B. ein Aluminium T-Profil etwa 20 auf 20 mm mit einer Materialstärke von etwa 1-2mm, je nachdem was man halt bekommt, nimmt dann seitlich einen Schlitz mit dem Cuttermesser in die Platte macht (nur Messerklingenstärke, nicht mehr!!!) und in diesen Schlitz das T-Profil reindrückt sich das Problem löst. Der schlitz sollte natürlich horizontal mittig ausgeführt werden.
Eventuell bittet es sich an etwas Klebstoff auf die Leiste zu machen nicht das sie sich später mal löst. Denk hier aber dran das du etwas wie Leim oder etwas ohne Lösungsmittel verwenden muss da sich ansonsten das Styrodur auflöst.

Alle Angaben natürlich ohne Erfolgsgarantie

Ich hoffe aber ich konnte dir ein wenig helfen.

Gruß Lars​
 

Dark Warrior

Hüter der Wahrheit
Ich habe meinen Platten (die auch ziemlich verzogen waren) einen Rahmen aus Holzleisten spendiert, wobei ich die Platten vorher mit langen stabilen Kanthölzern und Schraubzwingen in Form gebracht habe. Die Rahmenleisten sind verschraubt und verleimt und halten das Styrodur perfekt in Form. Der Vorteil ist auch, dass die Listen die Ecken und Kanten sehr gut schützen und auch den späteren Leim und Farbauftrag mitmachen, ohne dass sich irgendwas verbiegt.
 

Ecto-Rian

Aushilfspinsler
Ich danke euch für die Tipps!

Das mit dem Alu wäre einen Versuch wert, ich werde mal darüber nachdenken.

Die Plattendicke: 2x 50mm; 1x 60mm (die 60er hat ein stärkeres Relief mit Vertiefungen und höheren Erhebungen)
- die Erhebungen wurden alle mit 20mm dicken Platten gemacht, kleine Stückchen in Form geschnitten und verklebt, teilweise 2 übereinander (terrassenförmige Erhöhungen, irgendwie klar, oder!?) :happy:
Also scheint das Pappmaché ordentlich zu spannen. Was Zeitungen und Tapetenkleister doch für ein starkes Team sind! :happy:

Auf den Holzrahmen hätte ich natürlich auch kommen sollen... etwas früher am besten. Jetzt muss ich zusehen, wie ich die wieder gerade bekomme.
Zudem habe ich versucht die 3 Platten modular zu gestalten, dass sie in beliebiger Anordung platziert werden können (dabei aber immer 3 nebeneinander, keine "T-Form"). Aber ein bündiger Holzrahmen, einfach mitbemalen, dürfte da nicht groß stören...!?

Vielleicht bleibt mir aber wirklich nichts 'schonenderes' übrig, als die Platten so zu belassen und die Ecken etwas anzugleichen/beschneiden. Gibt vielleicht einen 'lustigen" Geländeeffekt.

Naja, sei es drum. Die erste Platte wird wohl immer die schwierigste und auch kein Meisterstück! :D
Ich brauch nur endlich etwas Battleground.


Grüße

Nachtrag @Dark Warrior: Jetzt hab ich erst gelesen, dass du deine Platten auch erst nachträglich mit dem Rahmen versehen hast, habs erst gar nicht gerafft! :rolleyes:
 
Zuletzt bearbeitet:

Ecto-Rian

Aushilfspinsler
Nachdem ich in diversen Baumärkten keine wirklich geeigneten Holzleisten fand und mir die Bestellung mit den Aluprofilen etwas zu lange gedauert hätte und über 30€ auch etwas viel sind, für so ein paar "Geradezieher", dacht ich mir, ich leg es drauf an und versuch die "Pappmaché auf die Rückseite"-Methode. Dabei habe ich darauf geachtet, die Rückseitenschicht maximal halb so dick zu machen (also höchstens 2-3 lagen Papier). Siehe da! Die Platten sind an den Ecken auf ein erträgliches Maß zurück. Dabei ist das Pappmaché tatsächlich gerissen. Aber auf der Rückseite (da dünner) und das tut keinem was. Die Spannung reichte trotzdem, die Platten etwas zurückzuziehen.

Nochmals Danke für eure Tipps. Mit dem Post wollte ich die Geschichte nur zu einem Abschluss bringen und mitteilen, was nun geworden ist.
 
Oben