Technik Trocken- vs Nasspalette und die Qualität der Farben

Themen über bestimmte Techniken im Tabletop-Hobby

Akiku

Testspieler
Hallo,

bei meinem ersten Malabenteuer habe ich auf eine selbstgebastelte Nasspalette gesetzt. Diese habe ich mittels einer Anleitung aus dem Internet gebaut: mittelgroße Plastikbox, Küchenserviette mit kaltem Wasser eingesogen und in die Box gelegt. Darauf kam dann ein Backpapier.
Eigentlich hat das auch gut funktioniert wie ich finde, also besser als gedacht. Jedoch habe ich manchmal das Gefühl bekommen dass die unverdünnten Farben auf dem Backpapier stetig wässriger wurden und ich neue Farbe auftragen musste um die Konsistenz zu ändern. Zusätzlich hieß es Farben solle man immer extern mit Wasser verdünnen. Letzten Endes wurde, je länger ich an meiner Ork Miniatur saß, die Farbe immer wässriger obwohl ich nur einmal am Anfang mit Wasser verdünnte.

Verstehe ich das richtig, dass eine Nasspalette etwas weniger externes Wasser zum Verdünnen benötigt da ja die Palette...ehm nass ist und das Wasser durch das Backpapier sickert? Mir macht es persönlich nicht viel aus ob nun trocken oder nass, viel wichtiger wäre da eher die Qualität der Farbe. Ich will dass diese an nichts einbüßt. Ich vermute mal die Qualität bleibt gleich ungeachtet der Palette?

Es ist wahrscheinlich nicht mal der Rede wert aber ich habe außerdem bemerkt dass sich beim Prozess des Verdünnens viele kleine Blässchen in der Farbe bilden. Ich presse z.B. bissl Farbe aus der Vallejo Farbdose auf die Nasspalette, tunke mit meinem Pinsel ein kleines bisschen in sauberes Wasser und beginne mit kreisenden Bewegungen Wasser und Farbe zu mischen...schwupps massig kleine Blässchen. In den Youtube Videos hat keiner dieses Problem. Was mache ich falsch?

Danke im voraus für etwaige Tipps.

Peace
 

Ambos

Erwählter
zunächst: Die Blässchen machen nichts, spätestens wenn du den Pinsel abstreifst sind die fort. Aber ich muss zugeben ich habe nicht viele Bläschen, zumindest ist es mir nie negativ aufgefallen.

Zur Nasspalette: Du wirst nicht verhindern können, dass die Farbe ihre Konsistenz verändert. Vor allem wenn du über mehrere Stunden malst. Ist die Farbe sehr verdünnt, verdunstet das Wasser. Ist die Farbe nicht verdünnt kommt mit der Zeit von unten Wasser nach.

Ich persönlich habe das Küchenkrepp in der Nasspalette aber nur feucht, keinesfalls Nass oder sogar regelrecht im Wasser schwimmend wie ich es auch schon mal gesehen habe.
ich gehe so vor: Küchenkrepp einlegen und ordentlich wässern. Dann über Kopf/schräg halten, so dass das Wasser abfließen kann und ordentlich mit der Hand platt drücken um das Wasser 'auszuwringen'. Backpapier drüber: Fertig.
 

Dragunov 67

Tabletop-Fanatiker
Hätte ich jetzt auch nicht anders beantwortet, außer dass ich das Küchentuch schon vor dem einlegen zwischen den Händen ausdrücke. Wie schon erwähnt, für Metallics und Wash benutze ich immer noch den alten Teller bzw Blisterpackungen (die sind auch nach 20 Jahren noch gut). Allzu sehr verwässert die Farbe da nicht, wenn ich es so brauche, wässer ich die Palette an einer Stelle mit ner Pipette nach und gut.
 

Akiku

Testspieler
@Twinkle Tiger Äußerst interessant. Dann werde ich das auch mal probieren und die Farben auf meiner Nasspalette nicht sofort mit Wasser ausdünnen. Da mir das Gefühl für die 'richtige' Konsistenz fehlt, fange ich mal mit der Prämisse weniger ist mehr an.

@Ambos Auch hier mache ich dann wohl lieber etwas weniger Wasser rein. Zugegeben viel Wasser war es bei mir nicht aber speziell darauf geachtet habe ich auch nicht.

Zu den Bläschen: bevor ich die Farbe auf die Palette tue, schüttel ich das Döschen kräftig weil das überall so empfohlen wurde. Eventuell kommt das ja davon.
 

Object303

Bastler
Ich habe so eine Art Hassliebe zur Nasspalette entwickelt...
Ich habe mir, nachdem ich lange komplett ohne Nasspalette gemalt habe, die "Painter Everlasting Wet Palette" von Redgrass geholt. Das Bemalen der ersten Minis mit Nasspalette war ein Traum. Hab mich echt gefragt wie ich je ohne auskam. Die Farben hatten stehts die richtige Konsistenz ohne dass ich erst noch verdünnen musste, ich habe mich selbst viel "lockerer" ans Mischen von Farben herangewagt usw usw. Selbst wenn ich eine Woche lang nicht gemalt habe waren die Farben anschliessend noch nahezu perfekt. Dann habe ich eine Zeit lang Minis bemal bei denen eher Metallic-Farben und Waches zum Einsatz kamen. Beides gehört nicht auf die Nasspalette, weswegen Ichs ie da auch nicht genutzt habe. Als sie dann doch wieder zum Einsatz kam: Ich hab die Farben irgendwie nicht passend verdünnt bekommen, schon einen Tag später alle Farben "gebrochen" und total verwässert usw usw... Ich habe keine Ahnung was ich falsch gemacht habe oder ob es am Wetter lag. Ich werde sie aber trotzdem erst einmal weiter nutzen, denn Übung macht den Meister. :)
Wenn ich allerdings nur wenige, sehr kleine Flächen in einer Farbe bemalen möchte, hol ich die Nasspalette gar nicht erst raus. Das lohnt nicht.

Davon mal ab: Was für Farben benutzt Du? Hier im Forum gab es schon öfter zu lesen dass die GW-Farben schnell Wasser saugen sollen und daher für Nasspaletten eher ungeeignet wären. Meine "erste" Nasspalettenerfahrung konnte das zwar so gar nicht bestätigen, die zweite aber schon eher. Vielleicht ist da also doch etwas dran...
 

Akiku

Testspieler
Davon mal ab: Was für Farben benutzt Du? Hier im Forum gab es schon öfter zu lesen dass die GW-Farben schnell Wasser saugen sollen und daher für Nasspaletten eher ungeeignet wären. Meine "erste" Nasspalettenerfahrung konnte das zwar so gar nicht bestätigen, die zweite aber schon eher. Vielleicht ist da also doch etwas dran...
Ich benutze das Vallejo Game Color Starter Set https://acrylicosvallejo.com/en/product/hobby/sets/basic-en/introduction-72299/ und kann das mit den Metallfarben sogar einbissl bestätigen: die Goldfarbe hat sich nach dem Verdünnen extrem bizarr angefühlt, die Konsistenz wurde total merkwürdig, nicht nur wässrig...sondern wie die Konsistenz von Quecksilber. Ich musste gefühlt hinter der Goldfarbe herrennen, die hat gefühlt ein Eigenleben entwickelt.

Btw, ist zwar off-topic aber ich habe keine Lust einen neuen Thread extra für eine Frage zu posten: Kann mir jemand Tipps geben wie ich halbwegs natürliche Hauttöne mit meinem Vallejo Starter Set mischen kann? Der Blood Angels Terminator Sergeant hat keinen Helm und ich kriege bei Hauttönen die absolute Krise 😫
Die werten Blood Angels sind ja ungemein blass wegen dem Defekt, idealerweise also helle/ungesunde Hauttöne. Ich dachte da an Bronze Flesh und Bone White...? Ich teste grad an meinem Dummy, wäre aber über Tipps dankbar.
 
Zuletzt bearbeitet:

Akiku

Testspieler
Das oder eventuell mit dem Stonewall Grey und ganz wenig Ultramarine Blue
Wooooooooow, das sieht so gut aus. Grad probiert. Wie kommt man denn darauf? 😯
In 100 Jahren wäre ich niemals auf sowas gekommen. Ein Schüsschen bläuliche Farbe mit grau-weiß et voila kränklich helle Haut.

Ich mische mal gold mit silber, vielleicht kriege ich dann Alabaster-weiß. Was eine schwarze Magie hier. Das erklärt dann auch die 4 in Kunst bei mir aufm Zeugnis.
 

Object303

Bastler
Ich benutze das Vallejo Game Color Starter Set https://acrylicosvallejo.com/en/product/hobby/sets/basic-en/introduction-72299/ und kann das mit den Metallfarben sogar einbissl bestätigen: die Goldfarbe hat sich nach dem Verdünnen extrem bizarr angefühlt, die Konsistenz wurde total merkwürdig, nicht nur wässrig...sondern wie die Konsistenz von Quecksilber. Ich musste gefühlt hinter der Goldfarbe herrennen, die hat gefühlt ein Eigenleben entwickelt.
Die Vallejo Farben sollen angeblich für Nasspaletten besser geeignet sein, also ist es wohl kein Farbproblem.

Bei den Metallicfarben geht es eher um Verunreinigung. Die gehören nicht auf die Nasspalette, weil die Metallpigmente/-flocken u.U. durch das Papier in den Schwamm eindringen könnten und dann auch wieder auf andere Farben übertragen werden könnten. Gut, bei Küchenkrepp und Backpapier vielleicht weniger ein Problem da das Küchenkrepp auch öfter ersetzt werden muss, aber ansonsten lieber sein lassen. :)
 

Dragunov 67

Tabletop-Fanatiker
Bei Eigenbau NP auch das Papier testen, hatte schon welches, da haben sich kleine Fasern gelöst und waren dann an der Mini unterwegs (Bigboy WB). Metallics mit zuviel Wasser hatte ich auch schon, Pigmente und etwas Medium =>ein Blob, der Rest eie weiße Suppe.
@Akiku, wenn du Gold und Silber mischen willst, kommt zwar kein Hautton raus, aber etwas für Kantenakzente bei Gold :D.
 

Tobbeele

Aushilfspinsler
Was ich sehr empfehlen kann, sind diese bunnten Schwammtücher anstatt Küchenrolle zu benutzen. Die Oberfläche von denen sind viel glatter und man kann die eingesetzte Wassermenge super einfach regulieren.
 
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