Sci-Fi Warzone Mutant Chronicles: Day of the Doomtrooper

Kaisergrenadier

Tabletop-Fanatiker
22. März 2003
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West^2-falen
Hallo zusammen!

Ich hatte vor ein paar Wochen ein aktuell bei mir laufendes Projekt in der Galerie hochgeladen und wollte immer noch was erläuterndes dazu schreiben. Ich sah dann in Klatschis Warzone-Armeeaufbau die neuen Bilder und dachte, Zeit wird's.

Wie viele Leute meines Jahrgangs war ich Ende der 90er, als Warhammer 40k zum Ende der zweiten Edition etwas auf der Stelle trat, vom neusten heißen Scheiß angetan, der da nach Deutschland kam, und das war Warzone: Mutant Chronicles. Wir fingen Ende 1997 mit der ersten Edition an, haben dann die zweite bis zum Erbrechen gespielt, und waren durch den folgenden Bankrott Target Games' und den de facto Tod des Spiels kalt erwischt worden. Es war die Zeit vor der allgemeinen Verfügbarkeit des Internets, und daher ist zum alten Warzone nicht so viel greifbar wie zu anderen Spielen - analog zur Oldhammer-Bewegung kamen in den letzten Jahren jedoch einige wirklich schöne, moderne Neubemalungen der alten Figuren, z.B. von Manu Miniatures.

Ich hatte noch einiges in meinem Zinnberg (#neverthrowanythingaway), und irgendwann war ein kritischer Punkt erreicht. Mein Hobby ist im wesentlichen "nur noch, worauf ich Lust hab, und jedes Jahr ein Mitmachspiel auf der Kiepencon in Münster präsentieren", und da dachte ich, man könnte mit den Regeln der 1. Edition ein eng umrissenes, moderiertes Dungeoncrawl machen, was dann auch dem ästhetischen Anspruch, den man damals hatte und nie erreichte, ein wenig näher kam. 🙂

Einige Sachen gab und gibt es noch bei Prince August, so bestellte ich als Antagonisten einen Haufen Dunkle Legion, nachdem ich auf ein paar Tabletopflohmärkten im rheinischen Raum ein paar Funde gemacht hatte, dazu noch die Charakterfiguren, die ich damals nicht wirklich verwendete, für das Doomtrooper-Thema aber unverzichtbar sind.

Dieser Thread wird nicht wirklich ein Armeeaufbau sein, da ich das ganze eher lose angehe, aber es werden nach dem ersten Schub jetzt immer wieder mal Sachen hinzukommen.

Ich habe eine Galerie zu dem Thema eingerichtet, in der mehr Bilder als die hier gezeigten zu finden sind: Münsterland NostalGaming: Warzone Mutant Chronicles

Wenn manches besonderes Interesse weckt, gerne hier fragen, dann erzähle ich was dazu.
 
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Ein paar grundlegende Dinge - manche werden sich erinnern, für andere mag das Setting neu sein.

Im Jahr des Kardinals 1276 steht die Menschheit im nicht endenwollenden Kampf gegen die finsteren Horden der Dunklen Legion, einer Mischung aus Höllendämonen, Untoten, blutrünstigen Außerirdischen und unheiligen technologischen Abscheulichkeiten. Diese wurde vor gut 1300 Jahren von Prospektoren auf Pluto (1995 noch ein Planet) entfesselt und hat ihren Hauptstützpunkt auf dem zehnten Planeten, Nero.

Die Menschheit hatte es ein gutes Jahrtausend zuvor geschafft, die Erde zugrunde zurichten, und die verantwortlichen Megakonzerne wanderten mit ihren Getreuen auf Merkur, Venus und Mars aus (sowie den Asteroidengürtel). Im Stil der Zeit sind die Planeten im wesentlichen terrageformt, Merkur eine Höhlenwelt, Venus im Wesentlichen ein Dschungelplanet (wobei das RPG da differenzierter war) und Mars eine rote Wüste.

Um die Dunkle Legion zu bekämpfen, bildete die heilige Kirche der Bruderschaft das sogenannte Kartell, in dem Vertreter aller Megakonzerne sitzen und die das sogenannte Doomtroper-Korps unterhalten, zu dem die besten Krieger der Konzerne abgestellt werden, um in Kommandomissionen Stützpunkte der Finsternis zu infiltrieren und anzugreifen, speziell die Dunklen Zitadellen, die wie Krebsgeschwüre auf den bewohnten Welten in unzugänglichen Regionen wuchern.

Hier die bisherigen Doomtrooper:

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Von links nach rechts Imperial (alte Figuren aus der Rollenspiel-prä-Warzone-Zeit), Capitol (RPG und Warzone 1ed) und Bauhaus (Warzone 2ed und 1ed).

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Doomtrooper von Cybertronic und ein Freelancer (RPG-Figuren).

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Einsatzteam der Bruderschaft aus Erzinquistor Nikodemus und zwei Mortificatoren (Warzone 1ed).

Das Spiel wird im wesentlichen so ablaufen, dass die Spieler jeweils ein Zweierteam Doomtrooper spielen und Missionsziele erreichen. Dazu später mehr.
 
Ab hier kommen jetzt "armeespezifische" Posts. Ich hatte eigentlich nicht vor, ganze Armeen aufzubauen, da die Verfügbarkeit vieler Figuren einfach nicht mehr gegeben ist, allerdings braucht man für die 1. Edition nicht viel (die Cybertronic-Einheiten im folgenden laufen auf ca. 1.000 Punkte hinaus, was eine gut spielbare und im Rahmen der Regeln funktionierende Größe ist. Von der Dunklen Legion brauchte ich natürlich Horden für den Dungeoncrawl.

Zuerst einmal die Dunkle Legion.

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Verschiedene Kultisten.

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Untote Legionäre, angeführt von Nekromutanten.

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Noch ein paar Nekromutanten und ein Zenturio.

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"Big guys (and a girl)", Monster und Charaktere für die Dunkle Legion.
 
Cybertronic - eine Fraktion, die ich damals gar nicht hatte, die mir mittlerweile aber umso morbide unterhaltsamer vorkommt. Im Wesentlichen sind das KI-technofeudalistische Techbros, die in einem inszenierten Börsencrash große Teile der anderen Megakonzerne geschluckt haben und damit ihre eigene Megacorp gegründet haben, die, im geradezu ketzerischen Gegensatz zu den Lehren der Bruderschaft, KI für alle möglichen Zwecke einsetzt (Nebenwirkungen nicht ausgeschlossen).

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Cyborgisierte Chasseure, ein Charaktermodell namens Cyril Dent, und eine Klon-Feldsanitäterin (Dr.-Diana-Einheit).

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Menschliche Schocktruppen und ein Chasseur-Sergeant aus der zweiten Edition.

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Machinator-KI-Robotereinheiten.

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Noch ein bisschen Robot-Support, ein Chemiman-Scharfschütze, ein Skorpion-Kampfroboter und ein Machinator mit Maschinengewehr als Truppsupport für die Schwert-Machinatoren.

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Cybertronic muss natürlich einen Eradicator-Todesdroiden mitbringen. Bekommt man aber de facto nur noch für schmerzhafte Summen, daher hab ich ihn mir digital nachgeknetet und gedruckt.
 
Hier ein wenig Gelände. Damit es der "Vision" entsprach (sprich, 1990er-Comic- und Videospiel-Ästhetik, was die jungen Leute heute als Synthwave wiederentdecken), habe ich es mir digital geknetet und dann gedruckt. Bei den Bodenplatten hätte man es auch aus PVC gravieren können, aber meine Handgelenke sind auch nicht mehr die jüngsten.

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Drei Symmetrie-Öfen. Diese produzieren verderbliche Energie, die für das Funktionieren der Technologie der Dunklen Legion notwendig ist, Menschen aber negativ beeinflusst (vom Fluff her, im Spiel kann das ggf. durch Szenarioregeln abgedeckt werden).

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Drei kleine Portale, die im Spiel als Eingangspunkte bzw. "Spawn Points" für die Dunkle Legion dienen werden.

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Ein paar Dingsdas ohne besondere Funktion.

Das übrige Gelände im Hintergrund ist zumeist Multi-Media - die Rohrleitungen bestehen aus Papprohren mit 3d-gedruckten Fittings, die Wände aus Styrodur in mehreren Schichten mit 3d-Gedrucken Endstücken und Details.

Das wäre es erst einmal! Gerne diskutiere ich zu dem Thema. Ich weiß, dass das alte Zinnzeug nicht jedermanns Sache ist, es ist für mich allerdings enorm nostalgisch (noch mehr als Warhammer, da ich eigentlich mit Heartbreaker-Figuren angefangen habe und erst danach zu 40k fand). Viele große Namen wie Kev Adams, Mark Copplestone, Tim Prow und Kev White haben damals für Heartbreaker modelliert - zugegeben mit unterschiedlichem Geschick. 😋

In loser Folge werden hier noch einige Sachen kommen. Unmittelbar in der Schlange sind weitere Capitol-Einheiten und Truppen des Bauhaus-Konzerns, sowie noch ein paar Verstärkungen für die Dunkle Legion.
 
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