Männerträume a.k.a. Geländeplatte bauen

Dr.Zahnfleisch

Erwählter
16. Januar 2008
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Hallo zusammen,

es ist soweit, keine Ausreden mehr - Die Geländeplatte wird jetzt gebaut. Was in der Kindheit in Grasstreu-Asthma und Styroporkonfetti geendet ist, wird jetzt ordentlich gemacht.
Das Ganze soll hier dokumentiert und diskutiert werden. Kraftausdrücke werden nicht nur toleriert, sondern sind ausdrücklich erwünscht.:catachan:

In einem beispiellosen Impulskauf habe ich mir heute das lang ersehnte Airbrush-Set bestellt, denn man lebt schließlich nur einmal und Geld wird sowieso überbewertet.
Nachdem meine bessere Hälfte mich mit einem "Mach doch was du willst" abgespeist hat, werde ich dieser Ansage als gehorsamer Mann natürlich Folge leisten und sämtliche Schritte in die Wege leiten.

Heute geht es nach Feierabend also erst einmal in den Baumarkt!

Das Konzept ist folgendes:




Die Platte wird aus mehreren zusammensteckbaren Teilen bestehen. Dadurch wird die Lagerung vereinfacht und die Anordnung flexibel: Zwischen ABCD, ACDB, BCDA, CDAB etc. zu variieren sollten genug Abwechslung bieten.
Die Verbindung wird wahrscheinlich über eine Kombination aus Stiften und Magneten hergestellt. Vorschläge sind hier natürlich gern gesehen! Als Grundlage werden Styrodurplatten dienen.

Auf der Spielfläche der jeweiligen Segmente soll es mehrere Steckplätze mit münzgroßen Magneten geben, auf die man die Geländestücke verteilen kann. Alternativ könnte man auch eine Schicht Magnetfolie über die komplette Fläche spannen, um wirklich überall "andocken" zu können. Die Frage ist jedoch, ob der Magnet stark genug ist, wenn auf der Folie erst einmal Sand usw. aufgetragen wurde.

Da sich die Geländestücke in Form und Größe stark unterscheiden werden und frei ausrichtbar sein sollen, muss ich die Grundfläche bis auf ein paar Ausnahmen möglichst eben und neutral halten. Höhenunterschiede werden ausschließlich durch das Gelände erzeugt.

Hier wartet dann auch schon die nächste Herausforderung: Die Gebäude. Als Herzstücke möchte ich pro Segment mindestens ein mehrstöckiges Gebäude bauen. Der Clou an der Sache ist, dass die Etagen ebenfalls per Magnet verbunden sind, sodass man nach belieben die Decke abnehmen und das Spiel im Innenraum fortsetzen kann. Hier bietet sich dann auch sehr viel Spielraum für kleine Details, wie z.B. Möbel, Befestigungen, Treppen etc, die das Deckungsspiel versüßen
(Die Platte soll vornehmlich für Skirmisher im 28mm Maßstab verwendet werden).




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Soviel zum Konzept - Jetzt geht's ans Eingemachte! :lesen:


In einer Stadt gibt es Straßen, aber wie baut man so etwas im Modellbau-Maßstab? Einfach auf das Styrodur aufmalen will mir irgendwie nicht gefallen. Ich möchte mehr Struktur und naja...asphaltieren eben :getlost:
Hier werden dringend Ratschläge benötigt, also immer her mit euren Erfahrungen/Ideen.

Für die Geländestücke wird gekitbashed was das Zeug hält. Straßenlaternen, Sandsäcke, Krater, Wracks etc.

Für die Häuser wird es wohl auf Styrodur + Platicard hinauslaufen. Das Styrodur als Beton und Plasticard für Verzierungen, Tür-/ Fensterrahmen etc.


Als Untergrund möchte ich eine Mischung aus Sand, Gitterböden, Metallplatten und Pflastersteinen verwenden. Auch hier sollten die Komponenten nicht allzu schwer zu finden sein.


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Das war's jetzt erstmal. Reichlich viel Gelaber und nix zum Vorzeigen - Das fängt ja schon mal gut an, was?

Heute Abend gibt's ein Update und jetzt kommt ihr!
 
Zuletzt bearbeitet:
😀 .... schöne detailierte vollmundige Ankündigung, damit hast du die Messlatte natürlich auch schon hoch angelegt.....😀
... wir werden dich beobachten ... 😎

... mit deinen ersten Zweifeln an den Magneten könntest du schon mal recht haben, wahrscheinlich solltest du mal ein paar Tests machen. Neodym-Magnete gibts ja in allen Größen und Stärken..... ist halt nur ne Kostenfrage....😉
.... es bleibt spannend!! 😀
 
In einer Stadt gibt es Straßen, aber wie baut man so etwas im Modellbau-Maßstab? Einfach auf das Styrodur aufmalen will mir irgendwie nicht gefallen. Ich möchte mehr Struktur und naja...asphaltieren eben
Hier werden dringend Ratschläge benötigt, also immer her mit euren Erfahrungen/Ideen.

Struckturpasten könnten dir da helfen. Die Schleifpapiernummer die hier angesprochen wurde ist ne ziemlich dumme Idee (aus naheliegenden Gründen) und sieht bescheiden aus.


Die Platte wird aus mehreren zusammensteckbaren Teilen bestehen. Dadurch wird die Lagerung vereinfacht und die Anordnung flexibel: Zwischen ABCD, ACDB, BCDA, CDAB etc. zu variieren sollten genug Abwechslung bieten.
Die Verbindung wird wahrscheinlich über eine Kombination aus Stiften und Magneten hergestellt. Vorschläge sind hier natürlich gern gesehen! Als Grundlage werden Styrodurplatten dienen.

Na denn viel Glück stifte und magnete in Styrodur, das dürfte ungefähr null mal halten.

Und warum Rechteckige Platten?
Quadratische wären viel besser, einfach im Baumarkt MDF auf 610mm x 610mm x 5mm (entspricht 24") zuschneiden lassen kosted dich etwa 3€ die Platte, dazu passende Leisten für den Unterbau als Stabilisierung und Sytrodur oben drauf, super stabil und deutlich sinnvoller als die Längs Platten (und in die leisten kannst du Löcher für Splitte bohren das hält dann bombe) und du kannst deutlich mehr variieren.
 
Ich habe für meine Platten 30 mm Styrodur mit Versatz genommen, die schmalen Kanten mit Kiefernleisten abgeklebt. Die verrutschen beim spielen auch nicht, da durch die Leisten ein Verschieben nach oben und unten unmöglich wird und zur Seite hin im Normalfall keine Kräfte auf die Platte wirken.
Auf solche Späße wie Magnete oder Holzstifte würde ich verzichten.

Für eine Betonoberfläche würde ich feinen Quarzsand nehmen und den entweder aufkleben oder direkt eine Strukturfarbe damit anrühren. Der extrem feine Sand passt da finde sehr gut für die Optik. Das Zeug gibts im Deko-Laden (z.B. Depot) in relativ großen Packungen (ca. halber Liter) für so 3,00 - 4,00 €.
 
Die Sonne scheint in die Wohnung und es du-huftet nach Holz - Was will man mehr?

Die ersten Materialien sind gekauft:

- 2 x 126cm x 61cm x 8cm Jackodur-Platten in trendy Violett
- 2 x passend geschnittene MDF-Platten
- Holzleisten für den Unterbau



Erst einmal danke für die hilfreichen Antworten, es wurde entsprechend umdisponiert. Anstelle der 4 kleineren, rechteckigen Module habe ich jetzt 2 große, rechteckige Module, die man theoretisch noch in 4 quadratische umbauen kann. Da die Platten bereits mit Verschnitt produziert wurden, würde das aber herzlich wenig Sinn machen, da in bestimmten Konstellationen das Gelände auf dem Kopf stünde, damit es mit den anliegenden Teilen zusammenpasst.

Hier gilt es sich also zu entscheiden: 2 Platten, die ineinander passen und damit Modularität opfern (die durch das vollmodulare Gelände wider kompensiert wird)
oder 4 Platten, bei denen die Verschnitte abgesägt werden müssen, um sie passend zu machen, dann aber in Ausrichtung und Anordnung flexibler.

Ich werde wohl erst eine grobe Konzeptzeichnung des "Stadtbildes" machen müssen, um mir das Ganze vor Augen zu führen. Wenn das Gelände beliebig platziert werden kann, muss man auch nicht unbedingt sofort einen Rubiks Cube aus der Platte machen. Auf diese Weise kann man auch Details wie Straßenführung/Geländeslots etc. besser planen.
 
Für Straßen kannst du auch ein wenig Sand in die Grundschicht(vermutlich schwarz) geben. Musst nur zusehen dass du das richtig gut durchmischt und sich der Sand nicht nur auf dem Boden des Mischbehältnisses absetzt. Leim schadet hier auch nicht, dann hält der Sand besser. Außerdem nur in Fahrtrichtung streichen. Dann je nach dem wie die aussehen sollen leicht in verschiedenen Grautönen trockenbürsten, auch wieder in Fahrtrichtung.
 
Für Straßen kannst du auch ein wenig Sand in die Grundschicht(vermutlich schwarz) geben. Musst nur zusehen dass du das richtig gut durchmischt und sich der Sand nicht nur auf dem Boden des Mischbehältnisses absetzt. Leim schadet hier auch nicht, dann hält der Sand besser. Außerdem nur in Fahrtrichtung streichen. Dann je nach dem wie die aussehen sollen leicht in verschiedenen Grautönen trockenbürsten, auch wieder in Fahrtrichtung.

Jo, so in etwa habe ich mir das vorgestellt. Ich muss mich nur nach feinem Sand und Farbe umsehen, die nicht gerade 8€/100ml kostet.

Der Airbrush ist eingetroffen und ich habe natürlich vergessen, den Ventiladapter mitzubestellen. Conrad in Düsseldof hat den natürlich nicht vorrätig, also muss ich wohl noch 1-2 Tage warten, bis ich das Gerät in Betrieb nehmen kann.

Aufgebaut habe ich es trotzdem schon:



Bei der Verpackung des Kompressors waren Styropor-Einlagen dabei, die ich sicherlich noch gebrauchen kann. Musste beim Auspacken schon ein wenig schmunzeln:
 
Hast Du nochmal über die Verbindungen nachgedacht? DeusexMachina hat da schon recht, das hält null. Ich stehe oder stand vor dem selben Problem. Bei mir sind seit Monaten 3 Styrodurplatten im Bau, die auch zusammengesetzt werden sollen. Ich klebe mit Montagekleber (5 Piepen die Kartusche) Kanthhölzer um jedes Element, Bohre diese links und rechts im Innenbereich jeweils an, und Gewindeschrauben mit Flügelmuttern halten diese dann zusammen. So zumindest der PLan.. halb gebaut ist das ganze ja schon ewig 😉
 
Hast Du nochmal über die Verbindungen nachgedacht? DeusexMachina hat da schon recht, das hält null. Ich stehe oder stand vor dem selben Problem. Bei mir sind seit Monaten 3 Styrodurplatten im Bau, die auch zusammengesetzt werden sollen. Ich klebe mit Montagekleber (5 Piepen die Kartusche) Kanthhölzer um jedes Element, Bohre diese links und rechts im Innenbereich jeweils an, und Gewindeschrauben mit Flügelmuttern halten diese dann zusammen. So zumindest der PLan.. halb gebaut ist das ganze ja schon ewig 😉

Klappverschlüsse wären vielleicht eine Lösung:


Die müssten dann natürlich auch an einen Rahmen und nicht an das Styrodur selbst angebracht werden.
 
Oha darauf bin ich noch nocht gekommen, das könnte auch für mich interessant sein, da ich mit der Flügelmutter Geschichte noch nicht völlig glücklich bin. Denke um das verstärken der Platten kommt man eh nicht rum.. nimmt aber wieder viel Platz und wird schwerer. Meine Platten liegen zwar zu 75% auf dem Tisch auf, aber son Styrodur Eck ist halt auch mal schnell weg wenn sich der geneigte Biertrinker mal aufs Eck lehnt 🙂)
 
Meine Devise lautet: Wer lehnt, der löhnt!

Das Gewicht ist natürlich so 'ne Sache. Die MDF-Platten haben sich im Nachhinein auch als zu schwer herausgestellt - die fungieren jetzt als Arbeitsfläche.

Adapter für den Airbrush, Strukturpaste und Acrylfarbe wurden versandt und sind (hoffentlich) morgen da, damit es richtig losgehen kann.
Ich habe schonmal eines der Styropor-Häuser zurechtgeschnitten und das Dach entfernt, welches als Boden für den abnehmbaren Aufsatz genutzt werden soll.




Eine Vorstellung, was das mal werden soll, habe ich auch: Eine Art Wachhaus (Arbites o.Ä.) mit Geschützturm und Hinterhof. Durch eines der Löcher im Dach kann man eine Treppe/Leiter auf die obere Plattform führen, auf der das Geschütz angebracht ist. Das große Loch an der Hinterwand wird ein Garagentor, durch das man in den Hinterhof gelangt. Vielleicht finde ich ja noch irgendjemanden, der eine alte, kaputte Chimäre abzugeben hat, die man als Wrack in den Hof stellen könnte.
 
Kleines Update:

Habe mich in den letzten Tagen ein wenig mit dem Airbrush auseinandergesetzt und bin soweit sehr zufrieden.
Die Häuser auf Styroporbasis sind für eine ordentliche Bearbeitung wohl nicht geeignet. Zu flexibel und asymmetrisch das Ganze.

Angenommen ich würde meine Hausteile selber gießen wollen, welches Material würdet ihr mir empfehlen? Ich dacht an Resin in selbstgebauten Lego-Formen, aber habe sowas in der Praxis noch nie gemacht.

Damit es überhaupt was zu sehen gibt, sind hier noch zwei Bilder von einem, der auf der neuen Platte zum Einsatz kommen wird:


 
Es geht auch günstiger als resin. Schau dich mal um und suche nach abform Gips etc. Da gibt es auch eine breite Palette die eher erschwinglich ist. Übrigens mit sehr guten Details! Richtig angemischt ist das Zeug ziemlich fest.

Übrigens sehr tolle Sachen hier.

Ich kann ja mal ein Bild von dem machen was ich da habe wenn ich wieder daheim bin