Fantasy Odysee

Ja, was soll man sagen, hier und da spukt einen etwas im Kopf herum und dann muss man es aufschreiben. Wohin es genau führt kann ich nicht genau sagen, aber ja, sagt mir was ihr davon haltet 🙂


Inmitten eines endlosen Ödlands, wanderte ein Alter Mann, in einer abgetragenen Tunika gewickelt und seine langen Haare mit einem Lederband zusammengehalten, mit seiner einzigen Begleiterin an seinem Rücken geschnallt, einem Schwarzen Felsen, in Form eines Schwertes gehauen. Inmitten des merkwürdigen Himmels in diesen Landen, der Schwarz wirkte und in dessen tiefsten Tiefen ein Grüner Schein auf das Land strahlte. Mit seinen Sandalen hinterließ der Alte Mann eine einsame Spur, inmitten von Staub und dünnem Gras. Diese Spur war es, die das Gesindel lockte. Sie rochen ihn, sie sahen seine Spuren und tief in ihnen, knurrte der beißende Hunger. Beides sprach von Beute, beides sprach nach einem Ende des Hungers. Auch wenn nur einer, die wenigen Glücklichen, würden einen vollen Magen finden und die anderen, die Knochen zum Nagen. Gehörnte lauerten inmitten zweier Hügel dem Wanderer auf. In den niedrigen Büschen und unter den losen Felsen gut versteckt. Niemand durchschritt die Ödnis, ohne gut gewappnet und stetig wachsam zu sein. Ständig auf der Hut vor all dem Garstigen was die Welt zu bieten hat. Der Alte Mann jedoch, stoisch am weitergehen, blieb erst stehen, als er nur noch Zwanzig Schritt von den Gehörnten entfernt war. Seine Augen, von einem tiefen Grau, in deren Mitte sich ein Grüner Ring befand, blickten auf die Herde. Die Gehörnten kamen reihenweise aus ihren Verstecken, bauten sich auf, umkreisten den netten Fleischbatzen in ihrer Mitte. Fünfzig schienen es zu sein, die sich um ihn versammelt hatten, mit Geifer an den Mäulern. Der Alte Mann erblickte die Mischgesichter von Ziege und Mensch, Stier, Rehbock, Hirsch, Sau, Hase, Wolf, Pferd. Mandibel klickten bei einem scheußlichen Exemplar und ein weiteres, trug aus seinem Hals ragend, das Haupt einer Schlange, über deren Schlangen Maul eine Menschliche, lange Nase thronte. Sie lachten und gackerten in ihrer eigenartigen Sprache, die aus all jenem Lauten zu entspringen schienen, aus denen sie selbst stammten. Sie freuten sich auf Blut, das alsbald ihre Zungen nässen würde. Die Zeit des Fressens war nah.

Der Alte Mann hob die Stimme, laut und kraftvoll, ohne jedem Zittern der Furcht: „Lasst mich durch, Bastarde der Wälder und Steppen. Ihr sollt mich nicht aufhalten, mein Weg endet hier nicht“. Stille. Nach der Stille, der Sturm.

Das Lachen schwoll an und ein großer Gehörnter, in dessen Stirnmitte ein weiteres, drittes Horn zu wachsen schien, geformt wie eine in sich drehende Faust, stieß kehlig aus: „Dein Weg, auch endet hier nicht, Weichhaut. Wenn dich zerfleischen wir, dein Fleisch verzehren, die Knochen aufbrechen, das Mark schlürfen, deine Organe verschlingen, landest dann du in unserem Magen, unsere Kraft. Du wirst unser Fleisch werden, unsere Stärke. Deine dunklen Götter wissen, wir werden dich überall hinbringen“!

„Wisse, Miss geborener, du und die deinen, obwohl mit einem ekelhaften Schicksal geschlagen, wendet euch ab und sucht euch andere Beute. Diese hier, wird euch nicht bekommen und das beenden, was ihr wohl euer Dasein nennt“.

„Quatscher, quatscher, sprechen und posaunen. Keine Kraft und keinen Ruhm. Lügenhirn, zerschlagen wir werden dich. Gumhorn!“

Ein großes Wesen erschien, zuvor hinter einer Hügelkuppe versteckt. Ähnlich einem Tiermenschen, nur auf vier Beinen. Ein Riesiger Hund, mit der Größe eines Pferdes, mit dem Schädel eines Menschen, übermäßig breit und mit Hörnern und Fell bedeckt. Ein hässliches Wesen, die Geifer und Zähne groß und Zackig. Die Kreatur stieß eine Mischung aus Bellen und Schreien heraus. Das Bellen eines großen Hundes, kurz bevor er seine Beute reißt, gemischt mit dem Lustschrei einer Frau, die sich in ihrem Lager rekelt. Danach blieb sie stumm.

Der drei Gehörnte, der anderes erwartet hatte, war kurz am wanken. Er blickte noch genauer auf den Reisenden, blickte auf seine schwache Haut, seine schwachen Muskeln. Blickte auf den Stein, der so schwer schien. Sein Magen stieß einen Befehl aus und der Geist musste sich dem Beugen.

Er brüllte laut und sie stießen vor. Schrien und bellten, jaulten und gaben all jenen, die Ohren hatten zu erkennen, hier wird nun gejagt, hier wird nun erlegt. Der Alte Mann, hob, wie so oft in seinem Verfluchten Leben, die Hand zum Schwerte. Die Schwere Klinge wurde gehoben, die Finstere Geliebte, das Gewicht so vertraut, die schwarze Klinge das Licht fressend. Der Fels sang, als er durch die Luft pfiff, er sang das Lied von Wahnsinn. Von zerbrochenen Dingen, von dem haltlosen und vom Sturz in die große Finsternis. Laut und begeistert lockte es zu eben jenem Tanz, den der Alte Mann so oft schon Tanzen musste. Der Fluch erhob sich erneut und die Götter lachten kreischend und ließen ihn hinaus zum Veitstanz..

Seine Beine stießen nach vorne und der Fels, zerschmetterte eine Keule und zerschnitt den Missgebildeten, dahinter. Obwohl aus scharfkantigem Gestein, zerschnitt es Fein die Haut, einem Messer durch Butter gleich und Fleisch ebenso, zerschlug die schützende Knochenschicht und drang tief, ins innerste vor. Als würde die Klinge an einer unsichtbaren Wand inmitten de Körpers abprallen, schnellte sie wieder aus dem Leib hinaus, bevor sie ihn vollends durchdringen konnte und traf den Schädel eines weiteren Gehörnten. Wie eine überreife Nuss, brach die Schale und der Verstand der Kreatur trat zur Tage. Die Schneide hob und senkte sich, sang das Lied von Wahnsinn und Zerstörung. Obwohl aus Stein, zerstörte die Klinge Eisen, obwohl so unhandlich, war sie flink und edel wie das geschmeidigste Schwert. Die Gehörnten stießen nach vorne, behinderten sich untereinander am vorstoßen und trieben sich gegenseitig in die Verdammnis der Klinge. Der Fels sang auch in ihnen und ließ sie dinge tun, die sie nicht tun sollten. Die gegen dem Widersprach, was ihr Leben, ja das vollkommen Verdrehte Leben in ihnen schrie. Einem Beobachter, vielleicht den Göttern, mag es so scheinen, als würden sie Tanzen. Ein Tanz, den keiner kannte und auch jeder zum ersten mal Tanzte. Sie Schritten wackelig zur Seite und sprangen vor, konnten sich der Melodie, die keiner hören konnte, nicht entziehen. Der Alte Mann, umfasste eine verrostete Axt, schlug mit seinem Schwert dem Besitzer, beide Klauen ab und trieb die Rückseite, der nun frei gewordenen Waffe, mit voller Wucht einem Weibchen gegen den Kiefer. Der Kiefer brach und die Zähne wurden mit einer Wucht aus der Verankerung gerissen, das sie wie Geschosse gleich aus dem Maul flogen. Der Alte Mann schrie, er schrie das Alte Leid, den alten Wahnsinn hinaus. Es klang als würden Zähne aneinander gerieben, als würden Gelenke Knacken, ein Ertrinkender nach Luft schnappen, eine Mutter ihr Totgeborenes beklagen und ein Kind über den schönen Himmel lachen. Es war pure Agonie und es durchdrang den Tanz bis aufs äußerste.

Nur das Chaos, das wirklich wahre Chaos, aus dem sie geborenen wurden, der Widerspruch zu aller Ordnung, schien sie davor zu bewahren, vollends in dem dunklen Tanz aufzugehen. Sich ihrer Natur besinnend, blökten sie vor Furcht auf und nahmen ihre Hufe in die Hand. Die Axt, durchschlug einem Muskulösen, großen Ziegenköpfigen, den Schädel. Damit endete die Schlachtung und das Festmahl war angerichtet. Die Herde stob auseinander, Tote und Schwerverletzte blieben übrig. Der Drei Gehörnte stieß ein schnauben aus, als er zurückblickte. Es war wohl nicht ihr Tag, doch der Hunger würde für all die Lebten wohl heute enden.

Der Alte Mann seufzte, wischte sich Blut vom Schwert und Gesicht an den wenigen Kleidungsstücken der Kreaturen ab. Sein Blick blieb an den zuletzt erschlagenen hängen, an den dicken befellten Stelzen. In seinem inneren rumorte es genauso, wie zuvor bei seinen Jägern im Magen und obwohl vom Wahnsinn einstweilen befreit, dachte er sich, das es streng genommen ja doch eine Ziege war.
 
Das Licht dieses Flammenberges hatte etwas Traumhaftes, als würden die Flammen einen jeden der sie sah zurufen und locken. Man würde hingehen, im festen Glauben daran, das hier nichts geschehen würde, geschehen könnte. Denn es war nur ein Trugbild, die Schweinwelt von Schlaf in der nichts wirklich den Gang ging den es sollte. Alles rief nach tödlicher Furcht, nach verbrennen, nach versklaven, nach verschlingen. Dieses Versprechen an Vernichtung war umhüllt vom sanften Schleier des nicht seins. Die Rauchende Frau war sich fast sicher, ja sie hätte es beschwören können, nichts würde ihr passieren, wenn sie in den Flammenberg hineinschreiten täte. Sirenengesang.

Das war es, nur dass es ein fast Stummes Lied war, ein Gesang bestimmt für andere Sinne des Leibs. Es bestand nur aus weit entfernten Knacken. Vielmehr rief es mit den Augen, die enorme Flammensäule die wie ein Titan zwischen den Hügeln emporragte. Unter dem Himmel des Ödlandes wurde das Orangene Licht Intensiver, noch greller als es eigentlich möglich war und nahm eine Farbe an, die es nicht gab, die man nicht einmal beschreiben konnte. Alles, was der Verstand darüber sagen konnte war wohl, dass es so nicht sein dürfte. Die Farbe sollte nicht gesehen, nicht wahrgenommen, sie sollte es einfach nicht geben. Das bloße Dasein ließ Würmer im Kopf tanzen und den Verstand zerbröckeln. Nur noch Stückchen wo früher ein ganzes gewesen hätte sein sollen.

Die Rauchende Frau kannte das alles. Das, was ihr schwer zu schaffen machte, das Herz zu zerreißen schien, das war der Geruch. Die eigentliche Anziehung. Sie roch das brennende Fleisch aberhunderte Kreaturen die zu diesem Leichen Turm aufgetürmt worden waren. Das Fleisch von Bestien, von Mutanten, von degeneriertem Menschlichen Leben und ganz oben, auf einen Thron Festgenagelt, da war eine Frau. In Rauch gehüllt hätte sie schon längst erstickt und gebraten sein sollen. Doch die Länder des Wahnsinns interessierten sich nicht für das was sein soll. Regeln, Gesetze, alle Formen, alles weg damit. Hier war der Fürst der Schatten, der Rote Stier, der Jäger allem Unendlichem. Hinter der gewaltigen Rauchwolke, die sich im Grünen Licht des Himmels auflöste schien permanent eine Gestalt hinunterzublicken. Dabei war es rauch, dichter unendlicher Rauch doch dahinter schien brennend im dunklen Orange eine Gestalt zu lauern, etwas das sofort hervorschnellen könnte, würde der Rauch nur verschwinden. Doch versuchte man es zu fassend die Gestalt wahrzunehmen, das verschwand sie um sogleich wiederaufzutauchen, immer da und gleichzeitig nicht.

Wer zulange da hineinsah, der wurde in den Rauch selbst gesogen, wurde eins mit ihm und wollte dann nichts anderes als dieses Feuer, diese Opferung immer wieder zu erleben. Sie wagte es nicht noch näher zu kommen.

Aber sie musste.

Die Spuren führten dort hin. Hier war das Übel das sie Verfolgte. Das brennende, gerollte Kraut zwischen den Lippen begann sie einen leisen Singsang, das Gebet das einen schützenden Mantel um sie legen sollte. Sie ließ Betti traben, die nur zu gerne sich von dem vielen Fleisch anlocken ließ. In der Dunkleren Zeit unter diesem Himmel, wann immer diese auch kamen den die Sonne ging nie unter und schien nie wirklich, da waren große Geflügelte Schrecken umhergeflogen, vereinzelt und verschreckt. Blut war von ihnen geflossen, Zähes, Gelb schwarzes Blut.

Mit dem Fernrohr hatte sie die Wunden gesehen, die den Kreaturen zugefügt wurden. Eine Waffe monströsen Ausmaßes, Jenseits dem was ein Mensch führen konnte und sollte. Warum hatten diese elendigen Kreaturen sie nur nicht angegriffen? Es wäre besser gewesen um ihr Leben zu kämpfen, jeden Gedanken nur noch auf das Überleben lenken zu können, als dieser Finsternis entgegenreiten zu müssen.

Trotz des enormen Leichenberges gab es noch Hunderte die davor standen. Schmale, verkrüppelte Kreaturen und daneben Gestalten, vollkommen Nackt bis auf Bronzeplatten die in die Haut hineingeschlagen worden waren. Auf jedem Kopf thronte ein Helm der den Kopf einschloss wie ein Gefängnis. Eine Kugel aus der mehrere Hörner emporragten, Fratzen und Gesichter eingemeißelt wurden. Die Gesichter gab es keine. Messing überzog die Gesichter und verlieh einem jeden das gleiche Gesicht. Eine Gestalt eines Stieres, die aber nicht klar erkannt werden konnte. Hier würde ihr Weg führen, der Weg in Vernichtung und Unfruchtbarkeit. Hier würde kein klarer Gedanke, nie ein sanftes Gefühl entstehen. Hier gab es nur Wahnsinn und sie war die Tochter dessen.
 
Von den öden Felsen und den grauen Boden schlängelte sich die lange Zunge von Betti. Blut und Muskelfetzen wurden von der eifrigen Zunge aufgesammelt. Die Rauchende Frau ließ ihre Glimmstängel dort wo sie waren, auch wenn sie spürte wie die Hektik und Angst sich in ihr brachen. Ohne dem beruhigenden Geschmack war es schwer, sehr schwer. War es den nicht so als würden die Steine unter ihr Gesichter bilden? Fingen die Wolken die Violett leuchteten nicht an zu Flüstern? Selbst die in Fetzen gerissenen Leichen schienen irgendwie miteinander zu quatschen, gesprächig zu sein. Alles schien auf sie zu lenken, auf sie zu zeigen, alles um sie herum anzuschreien das sie hier war. Ein Opfer, bereit für die Gestalt in der Finsternis.

Tief Atmen. Ihre Zähne zusammengebissen blickte sie durch das Fernrohr. Hier konnte sie noch besser auf die Elenden Blicken, zusammengepfercht wie übles Getier. Die Gestalten mit Bronzemasken warfen nicht einfach so immer wieder neue ins Feuer. Sie packten sie, banden die Hände und Füße zusammen und hängten sie an ein Seil das wiederum an einen Holzbalken befestigt war. Es wirkte so, als würde selbst der Balken Gesichter bekommen, Hände und Münder, zum teil beides zugleich und alle Flüsterten, flüsterten ihren Namen aus verfluchten Mündern und riefen zu sie müsse weglaufen, so schnell es ging, egal wer sie hören konnte, sie musste einfach nur weg.

Tief Atmen. Das armselige Wesen quietschte und schrie, weinte und greinte und versuchte sich aus den Fesseln zu befreien. Es wurde hinaufgeschoben durch das Seil, immer höher und immer mehr in die Mitte des Feuers. Am höchsten Punkt, kurz bevor das Holz endete, lösten sich die Fesseln mit einem Schlag, als hätte ein Geist sich daran gemacht.

Schreiend fiel die Kreatur in die Tiefe, traf auf den brennenden Haufen aus Holz, Kleidern und Fleisch. Es schrie, es schrie laut und gellend als sich Flammen durch Haut in die Muskeln und in das Fett gruben. Auch wenn sie es nicht sehen konnte, ja nicht einmal sehen sollte, durch all den Rauch, so erblickte sie es doch klar vor sich. Augäpfel platzten plötzlich aus dem Schädel durch die gewaltige Hitze, das Feuer fraß sich wie ein hungriges Tier in den Köper. Es versuchte zu fliehen, davon zu laufen, aber da war keine Hoffnung, da war kein Ende. Nur Flammen, Flammen überall und das ewige verzehren von Fleisch. Denn auch wenn die dunklen Flammen sich an dem Leib labten, so schien es doch als würde er nicht weniger werden. Ein ewig brennendes stück Fleisch, das denken, fühlen, und schreien konnte. Auch wenn die Schreie wie das singen von Tausenden verschiedenen Vögel vollkommen unterschiedlich klang, so gaben die melodiösen Schmerzens Wimmer und das kreischende aufbrüllen einen einzigen Namen preis. Eine Messe, eine Zeremonie wurde für die Jägerin sichtbar, ein Ritueller Akt größter Ehrfurcht von dem Wesen, das verborgen im Flammen in Schatten lauerte.



„Ha…shhhh,,uuuuuu..t“. So klang es aus dem Haufen brennender Leiber und ein jeder der neu hinzugeworfen wurde stimmte dem Chor an. Ganz oben thronte eine Gestalt und sie erkannte lange Bronzene Nägel die durch Beine und Arme, Brust und Hals in das Holz eines Thrones getrieben worden waren. Auch diese Seele, schrie und rief, wo sie doch längst am rauch erstickt und von der Hitze geröstet hätte sein müssen. Der Boden begann nun wieder zu ihr zu sprechen, zu schmeicheln, versuchte sie zu verführen. Dies waren die Länder des Wahnsinns, dies waren Orte ohne jeden Sinn und Logik. Sie müsse es nur ablegen, all die Dummen dinge die sterbliche und Göttliche Wesen gleichermaßen mit sich trugen, der Glaube an Ordnung, das alles Sinn, alles im Rahmen sich befand. Doch das waren Lügen, dumme Lügen. Alles war Chaos, alles war instabil, alles war unfertig, unvollkommen, ewig wandelbar und nie fertig. Es gab nur den Eros, nur die strahlende Kraft von Trieben und wollen. Es gab nur Zorn, Wissensdrang, Neid, Furcht, Verlangen, all die großen Ströme die den Willen, den einzigen wahren Willen antrieben.

„Der Wille zur Macht führt durch das hingeben. Komm, komm, nimm es an, Kette dich nicht selbst, leg es ab. Sei Frei, so frei wie es nur Wahnsinnige, nur vollkommen vom trieb gelenkte, nur Kinder sein können!“

Während es aus dem Feuer der ewige Gesang erklang und: HASHUT,HASHUT,HASHUT wie Hammerschläge auf das Land prasselten versuchten Hunderte Zungen in ihr einzudringen. Die Jägerin konnte es förmlich spüren, wie sie aus dem Boden, der Luft, dem Himmel, aus allem zu dringen schienen. Zungen die endlos lang waren und um ihren Körper leckten, versuchten in ihre Ohren, in ihren Mund einzudringen und dabei sprachen sie, gaben jede Silbe wie Gift in ihren Körper frei.

„Mach dich frei, mach dich frei Hoffnungslose. Du wirst unser Heim und wir werden deine willigen, ja so willigen Diener sein! Ohhh, bitte, lass uns rein! Wir wollen dich spüren, du willst uns spüren, die Sprengung aller Ketten, das Ende jedes klaren Denkens. Wandle deinen Logos zum Tier, lass ihn fort, gib den Thymos die Freiheit, sich nicht durch Ehre, durch Moral, durch Lächerlichkeit zu binden. Sei ganz Eros, sei einfach Nichts und du wirst alles werden!“



Als sich der Wall in der Jägerin aufzubiegen schien, da passierte etwas seltsames, etwas ganz eigenartiges. Das Hilflose, schmerzhafte Kreischen, ohne Ritual, ohne jegliche Verlockung durchdrang die Luft. Ein Schrei, der nicht wie alle anderen unwirklich waren, wie aus einem Traum oder einer Vorstellung. Ein Laut der vollkommen wirklich war, so wirklich wie es nur irgendwie sein konnte, viel spürbarer als dieser falsche Boden und die trügerische Luft um sie herum. Mit heißer Bronze die dampfend den Schädel eines armseligen, verkrüppelten Dings umgab, wurde ein neuer Diener, ein neuer Feuerträger geboren. Ein Helm wurde für den Kopf gefertigt und eine Maske wurde auf das Gesicht gelegt. Die Jägerin befreite sich von alldem, kroch zurück zur Betti, versuchte so viel Abstand wie möglich zu gewinnen.

Zittrige Hände nahmen nun die Rauchstängel heraus, entzündeten die Feuersteine und ein tiefer Zug, ein verzweifelter Zug kam aus ihren Lippen. Sie musste weiter, musste nach ihm suchen den er war nicht hier.

Ihre Beute konnte nicht in den Flammen sein. Sie hätte seine Stimme gehört.
 
Die Kaiserin aller schönen Dinge, das Kind von Vollkommenheit dessen eigene Mutter sie selbst war, denn kein Wesen hätte je so perfekt sein können, etwas so perfektes wie sie zu gebären, ohne eben sie zu sein, die Kaiserin, wandte sich das erste mal in ihrem Leben zur Flucht. Getrieben von etwas, was nicht schön, nicht edel war, vielmehr nackter Instinkt und damit roh und ungeschliffen. Dabei hatte auch die Panik, die Furcht etwas wahnhaft Wundervolles, etwas Reines. Ihr Leben bäumte sich in ihr auf und hinterließ alles was sie ausmachte, um ein morgen zu erleben, in einem Land in der es nie einen morgen gab.

Der Barbar, der Abschaum aus Menschlichem Fleisch, nie hätte sie daran gedacht die Kinder der Zwietracht, die Boten von Vernichtung in seiner Nähe zu Sehen. Sein Körper war von den unzähligen Hieben gespalten, vollkommen zerfurcht, Knochen, Blut und Gedärm das niemals noch im Verbund hätte sein dürfen. Arme, Beine, ja selbst sein Kopf waren zerteilt und zerschlagen, nichts als zusammenpresster Schlamm. Aber der Ruf des Schwertes und dunkles, schattenhaftes Blut das Orange in sich leuchtete, verbanden all diese teile, formten Bänder die Zwietracht und Wahn riefen. Egal was abgeschlagen oder durchtrennt, es wurde mit dem Leim des Wahnsinns aneinandergekettet um weiter zu morden und die schönsten Abkömmlinge, ihre Söhne und Liebhaber zu zerfetzen. Eine verfluchte Substanz die band, was niemals so eng verflochten werden sollte. Ihre schönen Söhne, die edlen Siegesmund, sie starben, einer nach den anderen, zerschlagen und von roher Kraft zertrennt.

Die Kaiserin, in all ihrer Erhabenheit wäre es ihr nie untergekommen, dass ein solch widerwertiges Wesen solch Pein auslösen könnte. Mögen die verfluchten Götter dieses Landes sich seiner bemächtigen und ihn matern, matern wie es nur der Reichtum des Chaos selbst konnte!

Dieser Gedanke war es, der die Kaiserin sicheren halt fanden ließ, ihn ihrer Perfektheit, in ihrer nicht enden wollenden Wollust sich selbst gegenüber. Der Verfluchte war schon klängst verdammt, mehr im Elend versunken als ein Besessener, ohne Möglichkeit der Umkehr, ohne Hoffnung. Die Kinder der Zwietracht begleiteten nur den, der all das brachte was sie wollten, jede Gefühlsregung und Handlung die entzweite, verfeindete, ausgrenzte und zu üblen Taten sich regen ließ.

Heute, ja heute, war die Kaiserin glücklich, so glücklich wie man auf der Flucht nur sein konnte! Ja, sie hatte ihre Geschöpfe verloren die sie angepriesen und angehimmelt hatten, aber was kümmerte sie das auch nur ein bisschen, wenn doch die Rache für das erlittene so viel besser schmeckte!

So lachte sie glockenhell durch all den Wahnsinn, stieß eine der armseligen Kreaturen aus den Höhlen von sich, als diese von oben auf sie gesprungen kam. Dumme, dumme Geschöpfe. Zugern hätte sie gespielt, Finger abgebissen mit ihren perfekten Lippen und mit bloßen Händen die Leber herausgerissen. Sie konnte das, sie konnte das gut und das ohne das es sterben musste.

Die Perfektion in Fleisch hatte seit sie denken konnte verändert und gewandelt, hatte Fleisch neu geformt und erschaffen. Sie tat es zwar gern mit Messern und Peitschen, mit brechenden Knochen durch schweres Holz, aber das Gefühl, mit Fingern die Eingeweide jeder niederen Kreatur zu formen, sie zu verschmelzen, das war herrlich. Aber keine Zeit, keine Zeit hier im zeitlosen Gefilden. Der Verfluchte würde sich nicht von ihrer Perfektion aufhalten lassen, er war ein Zerstörer, nur dafür da und dazu verdammt all das zu vernichten was gut und richtig war. Was Rechtens war.

Die Kaiserin spürte den kalten Zug, als würde etwas die Wärme ihres so überwältigenden Körpers wegziehen. Der Wahn trieb ihn, er trieb ihn zu ihr. Wie konnte auch nur ein bestehender Gedanke, auch nur ein Funken von Logos in dieser Sauerrei von Fleisch noch drinstecken? Wie war das nur möglich? Sie brauchte ein versteck, sie brauchte etwas wo sein Streich sie nicht treffen konnte.

Ihre Augen huschten wild hin und her, ihre Ohren richteten sich auf und ihre Nasenlöcher wurden weit. Sie nahm es auf, alles, die Stimmen aus dem Himmel, die Schreie aus dem Boden, der Geruch einer Farbe die niemand sehen konnte aber dennoch alles übermalte.

Da sah sie die Rettung, die Rettung in tiefen Schatten. Sie sprang von einem Felsen, bewegte sich mit der Anmut einer Tänzerin über Geröll, stieß achtlos eine weitere Kreatur weg die sich gerade auf eine Frau geworfen hatte, die wohl mal ein grünes Kleid getragen hatte, nun aber völlig nackt war. Wie stumpf doch der Trieb anderer war, im vergleich zu ihrer Vollkommenheit. Sie hätte weinen können, doch ihre Tränen wären Verschwendung, wären Segen für unwürdige.

Sie trat ein in die Höhle und sprach ein einziges Wort. Doch dieses Wort, sie sprach es nicht nach außen. Sie sprach es in sich hinein und in einem stetigen Widerhall ging e sin ihren Körper durch, vom Kopf bis zum Fuß, in die Hände und Füße, von ihrer Scham bis zur Zunge. Ihr Körper selbst wurde das Wort, ein ewig umherpeitschendes Ding das sobald ihr Körper nicht mehr war, leicht zwischen den Höhlenwänden und Schatten hin und her ging.

Inmitten der Dunkelheit war Ewigkeit selbst, kein Wandel und kein Wechsel. Ewig gleich und nie veränderbar, der Weg zur Perfektion. Doch etwas dunkleres trat, ein, Schwärzer als jede Finsternis, selbst vollkommen entferntes Licht schien noch heller zu sein wie das, in dessen innersten ein Oranges Licht zu leuchten schien, wie der Untergang einer Sonne, kurz bevor sie starb. Sterbendes Sternenlicht, das bist du. Das sprach nun die Dunkelheit die einst einen Körper besessen hatte, aber nun keine eigene Stimme mehr besaß. Nicht mehr wirklich.



„Ist Jemand hier“? sprach eine grauenvolle Stimme, nicht aus seinem Menschlichen Hals den dieser zwar zerschnitten und Matsch zusammen mit dem Schädel. Die Worte kamen nicht von diesem Körper. Das Schwert sprach sie. Klirrend, als würde Eisen gegen Stein schlagen.

„Hier, Hier“, ließ sich die Kaiserin, die Dunkelheit zwischen Felsenhöhlen vernehmen.

Schweigen, suchendes, zischendes Fauchen.

„Komm“! Peitschte der Befehl aus dem Schwert, es sang es, es sang es wie das schönste, schrecklichste Lied, das Ohren bluten ließ und Sterblichen vor Wonne sich die Kehle aufreißen ließ.

Die Kaiserin konnte nicht anders, drehte sich, bewegte sich in der Finsternis, nahm die vielen Begleiter des Ungeheuers war das nach ihr suchte.

„Komm, Komm“! rief sie voll Verlangen aus, übergoss ihn mit ihrem Willen zu ihm zu gelangen.

Ein seltsames Knirschen erklang, ein Stöhnen aus dem Körper des Barbaren, wo stück für stück sich die Kehle aus dem Brustkorb wieder bewegte und Knochen und Knorpel sich wieder zusammensetzten.

„WARUM, meidest du mich“? wie ein Donnerschlag wurde das erste Wort von Schwert hinausgebrüllt, der Berg tobte, die Erde schien zu brechen.

„Meidest du mich, meidest du mich“? Flüsterte die Kaiserin voll verlangen aus der Finsternis, suchte die Nähe zum Schwert, zu dem Schlächter der sie doch so sehr rief und solch wunderbare Musik erklingen ließ. Wie sehr verzehrte sie sich danach…

„Lass uns hier zusammenkommen“, forderte erneut die Stimme des Schwertes, leiser nun, aber umso forscher, umso williger. Der Schwarze Fels wollte sie, sie ganz allein, wollte das ihr Fleisch von ihm durchstochen wurde, sich vereinigte. Wie warf sie sich umher, von Felswand zu Felswand und ließ erklingen: „Hier zusammenkommen!“

Doch es ging nicht. Die Finsterste Schwärze, das Licht das nur Dunkelheit brachte, es konnte sie nicht erkennen, war nicht dazu in der Lage. Wie lachten die Kinder der Zwietracht, wie Bogen sie sich, glucksten voller Begeisterung.

Das Schwert knirschte einmal noch, dann war es still und mit ihm, die Musik, dieser kalte Sog der unaufhörlich dazu aufrief, sich hineinzuwerfen. Die Leiche bewegte sich, setzte sich stück für Stück zusammen und ging hinaus.

Sie verschwand, im dunstigen grünen Licht.
 
Soooooo, das ganze Projekt ist ja eher eine Spielerei von mir, zwar schon mit klaren Ziel (Also die Handlung soll schon mal enden^^), jedoch wollte ich dabei mich ein wenig erproben, ob ich einen Pathos wie in Griechischen Mythen aufbauen kann. Da ich in letzter Zeit in Genuss gekommen bin Dante Alligeris Göttliche Komödie etwas rein zu lesen, habe ich mich an ein kleines Experiment gewagt und den nächsten Teil in Reimform gebracht. Ich bin kein guter Dichter meines Erachtens, also habe ich mich mit der KI beschäftigt und diese Korrektur Lesen lassen. Wäre interessant was ihr davon haltet, verändert man das Werk völlig oder ist es eher als würde ein Freund Ratschläge erteilen?

Naja, ich habe jedenfalls einmal das von mir geschriebene und immer wieder ausgebesserte und dann eine von der KI geschriebene Version. Bin gespannt was ihr dazu sagt.

Viel Spass beim Lesen, theroretisch kann man es auch Singen 😅


Mit leichtem Schritt und ohne Laut,

schleichend sich im Schatten verbirgt,

eine einsame Frau sich zur Hölle traut,

von Zorn getrieben in die Finsternis dringt.



Da erfühlt, ja hört, sie doch allerlei,

von brennenden, schmelzenden Körpern,

von fürchterlich verzehrtem Geschrei,

dem stillen Jubeln der Feurigen Mördern.



Nur mit Wagnis kann erringen,

was so lange schon in der Seele greint,

Nur dies allein kann ihr die Erlösung bringen,

wenn sie hinabsteigt, wo der Wahnsinn freudig scheint.



Die Farbe, die man kann nie erblicken,

erfüllt den Himmel, die Erde, die Luft,

Niemand könne jemals hier erringen,

auch nur einen Hauch von Vernunft.



Gebete murmmelnd an die große Bitterin,

im dröhnenden Klang der Opfer Trommeln,

Der Jägerin Augen, der finsteren Ritterin,

sind geklebt zu den erschlagenen Köpfen hin.



Ein Zopf, den sie zu packen hat,

den all die Jahre war sie sich gewiss,

auch wenn alles andere sich verändern tat,

Dieses eine Zeichen war ihrer Beute Biss.



So ertastete, sah, fühlte, roch und schmeckte,

Hunderte erschlagene auf blutigem Felsen zum Opfer gebracht,

Von boshaften Ungeheuern, abgemagerte Menschen, die noch Krümel von Boden leckten`,

und vernarbte, entstellte Argonauten, die hier das Opfer erhielten.



Nirgends war die Beute,

sie schien wohl entronnen,

der dem Feuer so zugeneigten Meute,

war so der Jägerin Griff entnommen.



Bei allen Finsteren Mächten,

bei allen schwarzen Himmeln,

bei allen hilflos gerächten,

bei allen Wahnsinns Murmeln.



Wenig Licht schien auf der Jägerin Haupt,

noch weniger tat es das Glück mit ihrer Hatz,

allein im Finstern wo Wahnsinn schraubt,

vernahm sie erneut, wie sich Stimmen aus Felsen erheben tat.



Gut verborgen in einem Felsenverstecke,

die Stimmen des Wahnsinns schrill in ihren Ohren singend,

(Da!)

Ein flehender Laut erklang, so klar: „Errettet mich“!

der sogleich ließ ihr die Augen übern Felsen blickend.



Nackte in Messing und Gold geschmolzene Leiber,

den Kopf des Metallenen Stieres mit Nägeln in Schädel gerammt,

hielten sich gefangen wohl eines der armen Weiber,

packten es und zeigten Freud über das Opfer das nun das Feuer nimmt.



Mit Finsteren Herzen und harten Griff,

sich schleichend und der Vernichtung im Angesicht,

trieb sie weit springend ihre kurze Klinge dem Kleineren ins Augenlicht,

der andere sich sogleich, brüllend, sabbernd wollt sie dafür richten.



Hart traf ihr Fuß das linke Knie,

ließ Heulen den verbrannten Feuerzündler mit Lust,

stieß mit dem Schwerte Hefte so stark wie nie,

durch Eisen und Haut hinein in die verunstaltete Brust.



Eilend, Eilend, packt sie nun,

Rauchend und schnaufend um klaren Geist bemüht,

die nun Befreite durch ihr Blutig Tun,

schleppte sie zu dem aus der Erde, Wachsenden Stalagmit.



„Fragen habe ich, Unglückselige, und das nicht zu knapp,

gib kluge Rede im Austausch für dein nicht im Feuer beendeten Leben,

erlöse die Sehnsucht in meinem Herzen mein, die brennt wie finster Feuerschein,

hast du erblickt jenen Mann, getragen vom Fluch, der nur Vernichtet und nimmer Schöpfen kann“?


Hier die KI Version:

Die Jägerin im Feuergrund


Mit leichtem Schritt und ohne Laut,
schleicht sie, im Schatten tief verborgen;
die einsame Frau, von Zorn erbaut,
dringt in der Finsternis Morgen.


Da fühlt, ja hört sie allerlei –
brennende, schmelzende Körper,
verzehrtes Geschrei, ein heiseres Schrei’n,
das Jubeln der feurigen Mörder.


Nur Wagnis kann Erringung sein,
was lang in ihrer Seele greint;
nur dies allein bringt Gnade ein,
wenn sie hinab, wo Wahnsinn scheint.


Die Farbe, die kein Auge sah,
durchtränkt die Luft, das Erdgetriebe;
kein Geist gewann hier je, o ja,
auch nur den Hauch der Liebe.


Gebete murmelt sie, die Frau,
zur großen Bitterin der Opfer,
im Klang der schwarzen Trommeln rau,
der tiefen, hallenden Schöpfer.


Die Jägerin, die Ritterin,
die Augen fest auf Köpfe heften,
sie wandelt schweigend mittendrin
durch Schrecken, Rauch und Mächten.


Ein Zopf – das Zeichen ihrer Spur,
das einst in Träumen sie vernommen;
an ihm erkennt sie, rein und nur,
dass sie ans Ziel gekommen.


So sah, so roch, so schmeckte sie
der Toten brennend Opferfleisch,
die Bestien über ihr, und wie
die Armen krochen leis und bleich.


Nirgends war die Beute mehr,
sie schien dem Feuer entronnen;
der Höllenmeute heiß Begehr
ward ihr aus Griff genommen.


Bei allen finstren Mächten,
bei allen schwarzen Himmeln,
bei allen hilflos Gerächtnen,
bei allem Wahnsinnsgrimmeln!


Wenig Licht auf ihrem Haupt,
noch minder Glück auf ihrer Hatz;
allein im Dunkel, das sich schraubt,
vernahm sie Klang und Satz.


Verborgen in des Felsens Schoß,
die Stimmen schrill, die Sinne wirr,
da klang ein Laut, so klar, so groß:
„Errette mich – hab Gnad mit mir!“


Da blickt sie übern Felsenrand,
erblickt die glühend nackten Leiber,
mit Stierhaupt, Nägeln fest verbannt,
sie schleppen eines armen Weiber.


Mit hartem Griff, mit finstrem Mut,
springt sie hervor aus Stein und Nacht;
ihr kurzes Schwert in Feuerblut
fährt auf, von Zorn entfacht.


Den einen trifft sie in das Aug,
der andre brüllt, von Speichel blind;
sie tritt ihm hart ins brennend Kraug,
das Feuer leckt im Wind.


Ihr Schwert, so schwer, so scharf, so treu,
durchschlägt das Eisen, Haut und Brust;
das Heulen bricht, der Sturm ist neu,
die Jägerin voll Lust.


Eilend, rauchend, atemlos,
die Befreite bei der Hand,
zerrt sie sie fort, hinauf, hinaus,
zum Stalagmitenrand.


„Fragen hab ich, Unglückselige,
und nicht zu knapp, sprich Leben dir!
Erlöse, was in mir verglühte,
so brenn wie finstrer Feuers Zier!


Hast du gesehn den einen Mann,
verflucht, der nimmt und nimmer kann?
Der alles löscht und nie erschafft –
den, der mich ruft aus dunkler Kraft?“
 
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Hmm, hab mir jetzt beide Versionen mehrmals zu Gemüte geführt. Ich finde Deine Version minimal besser.
Die Version der KI ist teilweise etwas merkwürdig und konstruierter (Wahnsinnsgrimmeln und Kraug sind meinem bescheidenen Wissen nach keine Wörter).
Hallo, Danke das du dir so viel Zeit genommen hast! 🙂

Bei der KI Version merkt man das die Reimform viel besser eingehalten wird, auch wenn die Sätze zeitweise weniger Sinn ergeben. Bei dem von mir geschriebenen hab ich zwar Korrekturlesen lassen, habe aber immer versucht nicht direkt die Vorschläge zu übernehmen. Dafür ist die Reimform längst nicht so ausgeglichen und liest sich da nicht ganz flüssig.
Ist glaube ich immer gut zu wissen das die ganzen KI generierten Dinge eben doch Schwierigkeiten haben sich wirklich gut anzuhören.

Beim nächsten mal wird es aber vermutlich wieder in der üblichen Struktur geschrieben sein, Versforme sind nicht ganz meine stärke^^
 
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