GW Lawsuit gegen Ghamak

WIe ich schon schrieb, sollte GW vollen Erfolg haben, besteht die Frage, inwiefern GW sich angreifbar macht, wenn man GW Figuren für andere Systeme nutzen kann.

Eine Büchse der Pandora.
Ja, an der Stelle wird es dann sehr schwammig. Vor allem wenn Ghamak selbst sagt dass die Minis (auch) für OPR gedacht sind, wird es schwer das Gegenteil zu beweisen.
 
... bleibt abzuwarten, inwiefern ein Urteil halt auch Grundsatzwirkung hat.

Ich glaube ein Urteil wird kaum Grundsatzwirkung haben.
Aber ein Erfolg von GW wird vermutlich eine ziemlich abschreckende Wirkung haben.
So abschreckend, dass einfache Briefe/Abmahnungen von GW in Zukunft eine deutlich höhere Erfolgsquote haben werden.
 
Also im Video sagt er ja schon dass die Modelle auch für OPR einsetzbar sind, was sicherlich auch ein schlauer Schachzug ist.
Na ja. Zu sagen dass die Modelle für ein Regelsystem verwendbar sind, dass dazu gedacht ist alle möglichen Modelle vielerlei Herstellen und auch selbst kreierte zu verwenden, kompatibel ist, ist... dünn.

WIe ich schon schrieb, sollte GW vollen Erfolg haben, besteht die Frage, inwiefern GW sich angreifbar macht, wenn man GW Figuren für andere Systeme nutzen kann.

Eine Büchse der Pandora.
Inwiefern? Es geht nicht um irgendwelche Systeme, sondern um bestimmte Designs und ein sehr spezifisches Spiel. GW hatte mal die Lizenzen für Star Trek, DnD, LotR (später dann wieder) und einigen anderen, wird sich aber hüten, außer generischen Designs heutzutage irgendetwas offensichtlich an einer anderen IP angelehntes zu produzieren (außer sie kamen schon immer damit durch, etwa bei Arbites). Bei LotR sind sie etwa im ständigen Austausch, was sie dürfen und was nicht.
 
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GWs Meinung ist, dass jegliche Miniatur, die man in einem GW Spiel benutzen kann, unfairen Wettbewerb darstellt.

Es geht also nicht um Copyright direkt, denn da sind sicherlich einige Miniaturen die Ghamak überarbeiten sollte, was er GW auch angeboten hat, worauf GW aber nicht reagiert hat.

Wenn also GW Recht erhält, bedeutet dies, dass jedes Unternehmen A ein anderes Unternehmen B verklagen kann, wenn man die Miniaturen von B in einem Spiel von A verwenden kann.

So könnte z.B. Mantic Games GW dann verklagen, weil man Skaven bei Kings of War benutzen könnte oder OPR könnte GW verklagen, weil man Necrons bei OPR benutzen kann, ... .

GW hat im Chapterhouse Prozess auch behauptet, dass der Begriff Space Marine ihnen gehört und z.B. Starshiptroopers, was deutlich vor 40k diesen Begriff verwendet, einen Rechtsverstoß darstellt.

Dies wurde natürlich einkassiert und hat dazu geführt, dass GW sämtliche Begriffe wie z.B. Eldar oder Troll in GW eigene, vom Recht geschützte, Namen verändert hat.

Aber was der Prozess gegen Ghamak bringen wird, werden wir hoffentlich schon 2026 erfahren.

Edit, da ich mich nur auf einen Teil des Rechtstreits bezogen habe, der in meinen Augen die größten Auswirkungen auf mich haben wird, denn ob es Ghamak gibt oder nicht ist für mich nicht relevant, wenn es aber keinerlei Drittanbieter mehr geben darf, sofern ihre Miniaturen bei einem GW Spiel eingesetzt werden könnten, dann betrifft mich dies durchaus.

GW wünscht auch eine Klarstellung bezüglich angeblicher IP Verletzungen von Ghamak, weitere Punkte bitte der Klageschrift GWs S. 5-7 in der Zusammenfassung entnehmen.
Quelle
 
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Das ist leider richtig.

Ich habe dies mit dem Vorgehen gegen den Autoren M.C.A. Hogarth verwechselt.

Mein Fehler, werde in Zukunft immer mit Quellen arbeiten, da mein Gedächnis anscheinend nachlässt.

Korrekt ist:

Games Workshop hat von Amazon verlangt, dass das eBook Spots the Space Marine von M.C.A. Hogarth nicht mehr verkauft, weil GW den Tradmark Space Marine für sich beansprucht.

Quelle 1
Quelle 2
 
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GWs Meinung ist, dass jegliche Miniatur, die man in einem GW Spiel benutzen kann, unfairen Wettbewerb darstellt.

Es geht also nicht um Copyright direkt, denn da sind sicherlich einige Miniaturen die Ghamak überarbeiten sollte, was er GW auch angeboten hat, worauf GW aber nicht reagiert hat.

Auch nicht richtig...

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Das ist aus dem was Ghamak veröffentlicht hat... er reitet nur auf Punkt 2 rum... Punkt 1 ist das was hier am meisten diskutiert wird... IP und Trademark Verletzungen...

Lest ihr das alle nicht durch, kaut ihr nur wieder was andere darüber sagen? 😉
 
Auch nicht richtig...

Anhang anzeigen 326773

Das ist aus dem was Ghamak veröffentlicht hat... er reitet nur auf Punkt 2 rum... Punkt 1 ist das was hier am meisten diskutiert wird... IP und Trademark Verletzungen...

Lest ihr das alle nicht durch, kaut ihr nur wieder was andere darüber sagen? 😉
Also Ghamaks Videobotschaft nach waren die IP/Trademark Verletzungen doch "nur" Bestandteil des ersten Anschreibens woraufhin Ghamak diese auch entfernt hatte (sowohl Texte als auch geschützte Symbole an den Modellen wurden geändert laut seiner Aussage). GW hat da ja dann angeblich nicht drauf reagiert.
Es wäre jetzt wirklich mal interessant zu wissen welche Trademarks Ghamak aktuell noch verletzen soll.
 
Also Ghamaks Videobotschaft nach waren die IP/Trademark Verletzungen doch "nur" Bestandteil des ersten Anschreibens woraufhin Ghamak diese auch entfernt hatte (sowohl Texte als auch geschützte Symbole an den Modellen wurden geändert laut seiner Aussage). GW hat da ja dann angeblich nicht drauf reagiert.
Es wäre jetzt wirklich mal interessant zu wissen welche Trademarks Ghamak aktuell noch verletzen soll.
Tja, deshalb geb ich nichts auf die Mimimi-Videobotschaft, in der nur er das Opfer ist, und diskutier seit Wochen nicht mehr mit, ich warte einfach das Urteil ab...
Aber wenn Ghamak sagt, er wird nur wegen "Unlauterem Wettbewerb" verklagt, und veröffentlicht dann etwas, wo etwas anderes drin steht...
und die fehlenden Seiten, und geschwärzten Teile...

Ich trau dieser Epigone genau so weit, wie ich sie werfen kann...
 
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Das ist leider richtig.

Ich habe dies mit dem Vorgehen gegen den Autoren M.C.A. Hogarth verwechselt.

Mein Fehler, werde in Zukunft immer mit Quellen arbeiten, da mein Gedächnis anscheinend nachlässt.

Korrekt ist:

Games Workshop hat von Amazon verlangt, dass das eBook Spots the Space Marine von M.C.A. Hogarth nicht mehr verkauft, weil GW den Tradmark Space Marine für sich beansprucht.

Quelle 1
Quelle 2
Wobei immer noch fragwürdig ist, weshalb sich GW hierfür an eine US-Plattform wendet und nicht per Abmahnung an den Verlag bzw. die Autorin?
Amazon macht sowas tatsächlich selbständig und täglich zu zig Artikeln, da reichen zunehmende Beschwerden von Kunden, z.B. weil die Schlagwortsuche "falsche" Ergebnisse liefert...

Aber das ist kalter Kaffee, btt!
 
[…]
Wenn also GW Recht erhält, bedeutet dies, dass jedes Unternehmen A ein anderes Unternehmen B verklagen kann, wenn man die Miniaturen von B in einem Spiel von A verwenden kann.

So könnte z.B. Mantic Games GW dann verklagen, weil man Skaven bei Kings of War benutzen könnte oder OPR könnte GW verklagen, weil man Necrons bei OPR benutzen kann, ... .

[…]
Also erstmal kann Heute, in der EU jeder, jeden zivilrechtlich verklagen. Ob ein Gericht die Klage annimmt hängt von der Klageschrift mit Bezug auf den Rechtsverstoss oder den Verstoß gegen einen geschlossenen Vertrag ab. Ob man Recht bekommt hängt von der Beweislage ab. - Ob ein Prozess geführt wird hängt übrigens ausschließlich von den Parteien ab, da kein Staatsanwalt involviert ist.

Zweitens gilt dabei die Rechtsgrundlage und ggf. die Vertragsgrundlage als Basis. Es wird also individuell verhandelt und am Ende eine Einzelfallentscheidung getroffen. Ähnlich gelagerten Fälle können während der Prozessvorbereitung als Bewertungs- und Orientierungshilfen dienen (macht eine Klage Sinn und wie sind Erfolgschancen?) und werden ggf. Als Argumentationshilfe vor Gericht herangezogen. Dies greift aber der Einzelfallentscheidung nicht voraus und ändert auch nichts an der Rechtsgrundlage Gesetz und Vertrag.

Drittens bezweifle ich ganz stark das OPR , GW verklagen wird, da ihre Spielsysteme und Welten/Armeen auf den Systemen und der Lore von GW basieren (natürlich möglichst so, das GW sie nicht verklagen kann). Eher wird es andersherum laufen.
 
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Wobei immer noch fragwürdig ist, weshalb sich GW hierfür an eine US-Plattform wendet und nicht per Abmahnung an den Verlag bzw. die Autorin?
Amazon macht sowas tatsächlich selbständig und täglich zu zig Artikeln, da reichen zunehmende Beschwerden von Kunden, z.B. weil die Schlagwortsuche "falsche" Ergebnisse liefert...

Aber das ist kalter Kaffee, btt!
Naja, GW macht das so, weil es erstmal einfacher ist und schneller geht.
 
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ich warte einfach das Urteil ab...
Das kann übrigens vielleicht in ein paar Wochen schon erledigt sein oder sich bis weit nach 2026 rein verschleppen (nur die 1. Instanz):
Keine Ahnung, wie überlastet die italienische Justiz ist, konkret das zuständige Gericht, wie lange Verfahren dieser Art überhaupt ungefähr dauern, ob man eventuell einen oder mehr Sachverständige braucht. Meine grundsätzliche Tendenz wäre eher Monate als Wochen.

Ist halt zu allen anderen Verständnisproblemen blöd, wenn ausschließlich eine Partei mit ihrer (zwangsläufig) einseitigen Darstellung an die Öffentlichkeit geht. Bei sowas wird ruck zuck aus den Behauptungen der Beklagten ne Tatsache; je nachdem, wie man "ideologisch" zu GW steht.
 
"Die sagen ich hätte da geklaut. Dabei haben DIE doch DA geklaut"

Der Typ ist mir unsympathisch, keine Ahnung. Bin in der Sache iwie befangen. Aber für mich wirkt es nur so als wäre die Strategie seiner Anwälte die öffentliche Meinung in so ne Grundsatzfrage zu ragebaiten.

GW hat halt zu einer Zeit geklaut wo es iwie nicht so Kommerz war? Wisst ihr wie ich meine?
Das Necronkrieger wie der Terminator aussehen war ja uns allen klar. Und vermutlich auch beabsichtigt. Aber das hat damals mehr als Hommage wahrgenommen anstatt als Diebstahl. War ja nicht als hätten die Perry Brüder damit versucht James Cameron Marktanteile wegzunehmen...