Wird der Zeitstrang zu sehr vorangetrieben ohne das viel in den Reichen passiert?

EMMachine

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29. August 2011
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Im Rahmen der Soft Reboot Gerüchte, wo ich den Thread schließen musste, weil er sich in einer Balancing Diskussion festgefressen hatte, geht mir ein Thema durch den Kopf


Ich hab die letzten Tage mehrere Videos zu 40k Lore von einem Kanal namens "Announcer of Games angesehen nachdem ich mich die letzten Jahre recht wenig mit 40k beschäftigt hatte und bin über folgende Short in Verbindung mit dem Zeitstrang dort gestolpert:


Ich muss leider zugeben dass ich mich seit der 4. Edition nicht ganz zu viel mir der Lore befasst habe und deswegen auch Sigmarpedia aktuell eher stagniert, hab aber trotzdem das Gefühl dass mit dem Short eine Sache bei mir "Klick" gemacht hat.

Ich hatte ja im Gerüchtethread schon geschrieben dass GW vermutlich die Ausschnitte der Reiche zu groß gewählt hat für vernünftigen Support der Ausgestaltung.

Wir haben ja 8 Scheibenwelten mit den Reichen, theoretisch Planeten. Sie könnten aber von der Größe her auch mit kleinen Sonnensystemen verglichen werden da es teilweise bei jedem Reich mehrere Sonnen, Monde etc gibt.

Das Problem ist jetzt. Alle 3 Jahre wurde mit dem nächsten Großevent der Zeitstrahl vorangetrieben wobei wir nicht wussten wie viel Zeit vergangen ist. Wir wissen derzeit nur, dass mit Sigmars Sturm das Zeitalter Sigmars und die Reichstorkriege begannen, dass in den folgenden Editionen Epochen wie die Zeit des Kummers, die Seelenkriege, die Ära des Konflikts, die Ära der Bestie und mit der 4. Edition die Stunde des Verderbens mit den Skaven kam. Ingame sind seit Sigmars Sturm 133 Jahre vergangen und während in den frühen Editionen viele Gebiete gleichzeitig betrachtet wurden und der Zeitsprung zwischen den Reichstorkriegen und den Seelenkriegen sinnvoll war, dass Städte des Sigmar überhaupt entstehen konnten und z.B in der 2. und 3. Edition Einblicke in Gewisse Konflikte gegeben wurde mit den 2 Spieler Boxen (leider Paywall und auch Limitiert bezüglich der Zeit der Verfügbarkeit) bin ich mir gerade nicht sicher ob in der 4. Edition außer ein paar Lore Schnipseln, den Pfad des Ruhms Büchern und Warhammer Quest abseits dem Edition Start überhaupt viel in den Reichen passiert ist. Warcry war ja auch so ein System mit dem Lore in einem Gebiet vorangetrieben wurde, dass aber aktuell auch ziemlich tot ist.

Eigentlich müsste der Editionszyklus entweder länger sein und mehr Kampagnen vorkommen um die Entwicklung in den genannten Gebieten zu beleuchten oder Age of Sigmar müsste doch mal mehrere Editionen im gleichen zeitlichen Bereich verweilen und andere Events in den Fokus nehmen die in anderen Bereichen der Reiche zur gleichen Zeit passiert sind.

Wie ist eure Meinung dazu?
 
Die Lore finde ich eigentlich immer sehr interessant. Hatte auch das Gefühl, dass GW hier im Zeitstrahl ziemlich Gas gibt und sie könnten es hier etwas ruhiger angehen lassen/bzw. länger in einem bleiben. Auch finde ich es schade, dass nichts mehr auf deutsch erscheint ( außer Regelbücher ) und deswegen ich hier auch nicht mehr wirklich auf dem Laufenden bin.
 
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Warcry war ja auch so ein System mit dem Lore in einem Gebiet vorangetrieben wurde, dass aber aktuell auch ziemlich tot ist.
Es wurde als Spielsystem wie auch Lore technisch halt leider von Spearhead abgelöst. Ich habe auch außerhalb dieses Forums nie mitbekommen, das es in meiner Region von jemanden gespielt oder beworben worden wäre. 🤷🏼‍♂️

Mich würde aktuell z.B. interessieren, wieviel Lore der City of Ash Box beigelegt wurde.

Hier könnten wir nochmal mehr über Glutwacht erfahren, das wir bereits etwas durch WhU kennen.

Und da kommen wir auch zu einen der Probleme.. das wenige Seiten Lore die mal ein bestimmtes Gebiet genauer beleuchtet, dann hinter verschiedenen Paywalls verborgen ist.

Was den Eindruck, wenn man nicht alles gezielt kaufen und lesen kann, verstärkt das die Lore entwicklung in AoS eher recht unrund läuft .
 
Die Reiche sind ja so groß, dass es mmn kaum nötig ist, dass in der Lore viel Zeit vergeht und Events, wenn es jetzt nicht die allumfassende Apokalypse ist, auch zeitlich nah beieinander liegen könnten.

Ist die Frage welche übergeordnete Story GW da verfolgt oder früher verfolgt hatte. Mit wäre es recht wenn nicht ständig das Ende allen Lebens auf dem Spiel steht und wir mit dem Setting eher etwas verfestigen und vertiefen würden. Es muss nicht alles bis ins tiefste aus erzählt werden, eine gewisse Mystik finde ich sehr spannend, aber ich habe das Gefühl dass die 8 Reiche in den letzten 10 Jahren quasi im Pauschalurlaub abgefahren wurden und jetzt evtl eine riesige Veränderung ansteht und der Rest der Reiche und was es dort so gibt gar nicht richtig beleuchtet wurden.

Was ich eigentlich gehofft hatte, dass jede Edition ein anderes Reich etwas mehr Aufmerksamkeit und Story bekommt, oder eben mit entsprechend neuen Fraktionen. Aber dann zu sagen die Fraktion war schon immer da, wurde von den früheren Ereignissen genauso beeinflusst ist irgendwie nicht so spannend (Wo war Gondor als die Westfold fiel!?).

Auch empfand ich es, dass zu viel übergeordnete Story bspw in Aqshy oder Ghur erzählt wurde wo man auch andere Reiche hätte mehr beleuchten können.

Ein weiterer negativer Punkt ist für mich, dass quasi alles überall "Grim Dark" ist oder sein muss. Ich meine irgendwo gelesen oder gehört zu haben, dass die Reiche eigentlich fast ausschließlich vom Chaos (oder auch andere Fraktionen) beherrscht werden und man nur in den Städten Sigmars irgendwo sicher ist. Das empfand ich zur Geschichtserzählung nicht gerade hilfreich. Gibt es dann überhaupt kleinere Siedlungen die nicht ohne eine Armee überleben können? Oder werden diese nach kurzer Zeit gleich überrannt, verfallen dem Chaos oder werden abgeerntet von den OBR. Größere "sichere" Gebiete die in einem Konflikt um jeden Preis verteidigt oder gewonnen werden müssen sind doch viel spannender.

Vielleicht liegt das Problem wirklich an den 8 Reichen zu denen man keinen wirklichen Bezug hat, niemand hat zu jedem Reich eine bestimmte Karte im Kopf und wüsste wo in etwa welche Stadt oder Konflikt liegt. Da die gezeigten Kontinente ja auch nur ein Bruchteil der ganzen Reiche darstellt. Ich finde die Verknüpfung von Kartenmaterial mit dem Hintergrund sehr wichtig und hilfreich dem ganzen zu folgen und auch sich zu merken bzw. wiederzuerkennen. Bei WHFB war mir die Karte damals zu klein als dass es unbekannte Regionen geben könnte wo etwas neues entstehen konnte und auch zu nah an unserer Welt. Da kommt man ja nicht drumherum parallelen zu Gebietsgrößen und Distanzen zu ziehen.

Schon beim Tippen merke ich wie schwierig es eigentlich ist, über das Thema mit seinen Stärken und Schwächen zu schreiben.
 
Gibt es dann überhaupt kleinere Siedlungen die nicht ohne eine Armee überleben können? Oder werden diese nach kurzer Zeit gleich überrannt, verfallen dem Chaos oder werden abgeerntet von den OBR.
Gibt/Gab es schon und wurden über die Editionen immer mal eher in kurzen WD oder WarCom Geschichten erwähnt.

Diese empfand ich bisher auch im schnitt besser geschrieben als die Storys in den eher teuren Kampagnen Büchern..

Aber natürlich erfährt man von diesen Siedlungen hauptsächlich erst dann, wenn da gerade irgend etwas im Busch ist.. jedoch bis dato sich alleine zu helfen und wehren wussten.
 
Also ich persönlich empfand es bisher als die große Stärke von AoS, dass die Reiche so groß sind und es dabei viel "Terra Inkognita" gibt, wo man seine Armee verorten kann, sofern man denn auch kreativ sein möchte. Und für alle anderen gibt es dafür die Karten der "erst-inneren Länder", also der Zentralregionen der Reiche, wo die meiste Action abgeht und wo die namenhaften Armeen und Städte liegen.

Persönlich finde ich es daher nicht gut, wenn sich die Gerüchte als wahr herausstellen sollten. Also das GW für AoS 5.0 bzw. New AoS die 8 Reiche wieder zu einem Planeten kondensieren würde und dabei die bestehenden Karten irgendwie zusammenschnippelt. Das nimmt doch ziemlich viele Freiheiten weg - und bringt uns wieder zu dem bekannten "5 vor 12" Setting aus Warhammer Fantasy.

Die Sache mit der Lore ist was anderes. GW hat jede Edition nach der ersten bisher unter ein Thema gestellt, aber dies wurde maximal in den Battletomes dann angeschnitten bevor es dann mit der nächsten Edition zu den Akten gelegt wurde für die nächste große Bedrohung. Aber während man den Seelenkriegen in Edition 2 noch einen guten Schlusspunkt setzte, mit der Verbannung von Nagash und dem Ende von Arkhan, so gab es für die Ära der Bestie (Edition 3) keinen so wirklich befriedigenden Abschluss. Außerdem ist Kragnos für mich bis heute der unbefriedigendste Ober-Bösewicht gewesen, einfach weil der als "Avatar der Zerstörung" Null zu den Zerstörungsarmeen (Orks, Goblins, Oger) gepasst hat.

Edition 4 brachte jetzt die Skaven als das erste echte "beinahe Untergangs-Event" für die Reiche. Aber auch hier lesen sich die Batteltomes alle so verdammt gleich. "Die Rattendämmerung begann und die Sakven haben der jeweiligen Battletome Fraktion arg zugesetzt. Es gab massive Verluste, ein paar Städte gingen verloren und aktuell kämpft man weiter verbissen gegen die Ratten." Und das ist einfach jammerschade. Da geht einer der wichtigsten Lufthäfen der Kharadron durch die Skaven verloren, aber anstelle daraus ein größeres Event zu machen steht das einfach stumpf im Battletome. Genauso wie eine der großen Städte Sigmar mal in einem Textkasten durch Archaons neuer Waifu Abraxia ausgelöscht wurde.

Mich würde aktuell z.B. interessieren, wieviel Lore der City of Ash Box beigelegt wurde.

Sehr, sehr wenig. Embergard ist an die Skaven gefallen, aber der eine namenfahte Fürst liefert sich mit ein paar verbissenen Getreuen weiterhin Scharmützel mit den Ratten in den Ruinen der Stadt.
 
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Sehr, sehr wenig. Embergard ist an die Skaven gefallen, aber der eine namenfahte Fürst liefert sich mit ein paar verbissenen Getreuen weiterhin Scharmützel mit den Ratten in den Ruinen der Stadt.
Danke dir.
Zumindest muss ich dann dem nicht unbedingt dafür hinter her jagen.

Meine Hoffnung ist, das da eventuell zeitnah ein Roman zu erscheint ähnlich dem wie bei Cursed City. Der war jedenfalls sehr gut !

Und so lange keine Destruction Fraktion dort involviert ist, wäre mir der englische Roman auch recht.


Ist es eigentlich nur Zufall, das der Jorvan Kreel - heir of the Kraken so wirkt als ob es Merkmale eines Dunkelelfischen Korsaren gibt ?!
 
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Also ich persönlich empfand es bisher als die große Stärke von AoS, dass die Reiche so groß sind und es dabei viel "Terra Inkognita" gibt, wo man seine Armee verorten kann, sofern man denn auch kreativ sein möchte. Und für alle anderen gibt es dafür die Karten der "erst-inneren Länder", also der Zentralregionen der Reiche, wo die meiste Action abgeht und wo die namenhaften Armeen und Städte liegen.
Das ist für mich auch eine der Stärken, vielleicht sind die Reiche dennoch zu beliebig in ihrer Geografie, außer vielleicht ein paar Ausnahmen. Große Städte von verschiedenen Fraktionen gibt es ja, aber wo genau diese liegen oder welcher Hauptantagonist dort ist, ist denke ich zu unbekannt. Bei 40k hast du eine Galaxiekarte und die wichtigsten Planeten, setzt man sich genauer damit auseinander weiß man vielleicht noch in welchem Segmentum diese liegen oder wo in etwa in der Galaxie.
Bei AoS wird das etwas schwieriger mit 8 Karten, wovon nur der Kernbereich Lorerelevant ist, aber wo die Städte dann liegen ist dann glaube ich nicht so gut zu merken. Auch sind nur wenige dieser Orte dann so ausgearbeitet, dass man ihre Relevanz in der Lore wirklich begreift. Hammerhal ist da ein gutes Beispiel, aber warum sollte es mich jucken wenn andere Städte einfach dem Erdboden gleich gemacht werden. Anders in 40k, der Fall von Cadia oder der Kampf auf Armageddon sind da schon denkwürdiger. Das Setting ist mit diesen Planeten aber auch schon seit Jahrzehnten etabliert, da ist AoS noch jung dagegen.
 
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