Die verteufelte Ungeduld - Ich will endlich fertig werden

'Man' wahrscheinlich eher nicht.
Ich zb sehe da überhaupt keinen Unterschied (und vor allem nicht deutlich). Ich bin jetzt aber auch keiner, der mit der Lupe vor dem Regal steht, um die Figuren zu betrachten. Die 10 Monate waren eher dahergesagt, in dem Sinne, dass ich keinen Unterschied zwischen 2 und 10 Monaten feststelle. Da stellt sich für mich wirklich nicbt die Frage, ob mich das motivieren würde oder ob ich dafür Geduld hätte. Definitiv nein!

Uh. Ja ne, mich würde das wahnsinnig machen, noch so viel von der Figur noch blank zu sehen die ganze Zeit. Und Farbtheorie und Lichteinfall hat man ja auch ohne für Wettbewerbe zu malen (es sei denn, man hält es wirklich ganz simpel).
 
Achja, dass mit der Ungeduld kenne ich auch. Wobei es bei mir unterschiedlich ist, wann
ich mit einem Modell oder einer Einheit ungeduldig werde.
Wenn ich schon relativ lange an etwas male, will ich damit fertig werden, weil es mich nervt,
ewig lange an einer oder mehreren Figuren zu sitzen.
Allerdings bin ich auch schnell mal genervt und ungeduldig, wenn ein großes Modell viele Details
oder unterschiedliche Bereiche hat, die viel Zeitaufwand erfodern.

Dann verliere ich die Konzentration und setze meist einen Pinselstrich und höre dann auf,
weil ich weiß, jetzt geht es nicht mehr. Dann kommt das Modell erst mal vom Tisch,
bevor ich durch Ungeduld irgendwas versaue.
Ich mache dann mal ein zwei Tage Pause, eventuell länger, bevor ich wieder was anmale.
Erst dann mache ich weiter, nicht unbedingt mit der letzten Figur. Ich habe für mich gelernt, dass es manchmal besser ist,
eine Figur zu einem anderen Zeitpunkt weiter zu bemalen. Dann habe ich einen anderen Blick und bin motivierter,
hab vielleicht eine neue Idee wie das Modell aussehen soll.

Wichtig ist, sich keinen Streß zu machen. Malen soll mich entspannen, da bringt es nichts ungeduldig zu arbeiten
um dann hinterher wieder alles zu entfärben.
Für mich habe daher mehrere Punkte, die mir helfen. Das Farbschema muss mir gefallen und nicht zu aufwändig sein,
sonst fehlt die Motivation. Die Bemalung erfolgt in mehreren Schritten und muss nur mir gefallen.
Mir egal wie andere meine Figuren finden, will damit ja keinen Preis gewinnen.
Ich bemale Standard Einheiten simpler als Charaktere oder besondere Modelle, Goblins oder Marines fliegen halt schnell
vom Feld und Panzer oder Monster müssen halt besser aussehen als der Rest.
Die Bemalung muss nicht perfekt sein. Ich kann sie immer noch verbessern oder aufwerten,
wenn ich was neues gelernt habe, eine neue Technik kenne usw. Hab das schon öfter gemacht,
dass ich Einheiten / Modelle, die ich mal vor Jahren bemalt habe noch mal über arbeitet habe.
Dabei reicht das Spektrum von kleinen Verbesserungen bis hin zum entfärben und neu bemalen.
Ist ein gutes Gefühl, sowas zu machen, das zeigt mir, wie ich über die Jahre immer besser geworden bin.
Ich schau mir auch immer mal wieder meine liebsten Modelle an und begeistere mich so für das malen,
weil ich stolz darauf bin, wie gut ich manche Modelle schon bemalt habe.

Es gab auch schon Zeiten, auch wenn das echt selten ist, da habe ich viel Freizeit und Lust mal was Verrücktes zu machen.
Dann kann ich völlig im Malen aufgehen und eine groß Zahl Figuren bemalen. Ist aber echt selten und dann muss ich echt
ausgeruht und hoch motivert sein.
So habe ich mal 100 Nachtgoblins für eine 100 Mann Einheit bemalt (Warhammer Fantasy 8. Edition,
da durfte man sowas stellen). Eigentlich absurd, aber der Anblick meiner Mitspieler war die lange Arbeit echt wert.
Sogar der Skaven Spieler erblasste vor Neid.

Oder als ich den irren Plan hatte, 100 Black Legion Marines zu haben, weil meine Mitspieler auch immer das Ziel
hatten, eine komplette Kompanie Space Marines zu haben. Haben die meisten ja auch, nur eben nicht bemalt.
Ich habs durchgezogen, war zwar verdammt anstrengend, aber ich bin stolz auf die Armee.
Und das motiviert mich heute noch, wenn ich so wie jetzt vor 6 Noise Marines sitze und mir denke,
GW du musst es mit den Details echt nicht übertreiben, aber gut, ich hab die 100 geschafft,
da sind die 6 ja ein Klacks.
 
Washes verwende ich kaum noch.
Hört sich ja an als wären Washes etwas schlechtes wären. Dabei sind sie elementarer Bestandteil des Hobbys. Mal ne Frage, wie bekommst du Filter hin, wenn du keine Washes verwendest? Irgendwie steht das auch im Gegensatz zu:
Bis jetzt habe ich Maltechniken ehrlichgesagt noch nie nach höher- oder minderwertig eingestuft und wende idR auch verschiedene davon beim jeweils aktuellen Projekt an.
Wash verwenden ist nicht gleich Wash verwenden,
genauso wenig wie Trockenbürsten gleich Trockenbürsten ist.

Beide Techniken können vollkommen beschissen aussehen, beide Techniken können bei richtigem Einsatz und Umgang auch saubere geniale Farbverläufe als Ergebnis liefern.
 
Hört sich ja an als wären Washes etwas schlechtes wären. Dabei sind sie elementarer Bestandteil des Hobbys. Mal ne Frage, wie bekommst du Filter hin, wenn du keine Washes verwendest? Irgendwie steht das auch im Gegensatz zu:

Wash verwenden ist nicht gleich Wash verwenden,
genauso wenig wie Trockenbürsten gleich Trockenbürsten ist.

Beide Techniken können vollkommen beschissen aussehen, beide Techniken können bei richtigem Einsatz und Umgang auch saubere geniale Farbverläufe als Ergebnis liefern.
Hört sich für dich so an...
Dass du meine Aussage als wertend einstufst, liegt ganz alleine bei dir.
Acrylwashes verwende ich kaum noch. Und nur weil ich etwas nicht oder nicht mehr verwende, heißt es nicht, dass es besser oder schlechter ist.
'Elementarer Bestandteil' sehe ich anders, da man auch ohne sehr gut auskommt und sich das 'elementar' damit erledigt hat.

Mir ist durchaus klar, dass es unterschiedliche Ergebnisse bei unterschiedlicher Anwendung gibt.
 
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Achja, dass mit der Ungeduld kenne ich auch. Wobei es bei mir unterschiedlich ist, wann
ich mit einem Modell oder einer Einheit ungeduldig werde.
Wenn ich schon relativ lange an etwas male, will ich damit fertig werden, weil es mich nervt,
ewig lange an einer oder mehreren Figuren zu sitzen.
Allerdings bin ich auch schnell mal genervt und ungeduldig, wenn ein großes Modell viele Details
oder unterschiedliche Bereiche hat, die viel Zeitaufwand erfodern.

Die Bemalung erfolgt in mehreren Schritten und muss nur mir gefallen.
Mir egal wie andere meine Figuren finden, will damit ja keinen Preis gewinnen.

Ich habs durchgezogen, war zwar verdammt anstrengend, aber ich bin stolz auf die Armee.
Und das motiviert mich heute noch, wenn ich so wie jetzt vor 6 Noise Marines sitze und mir denke,
GW du musst es mit den Details echt nicht übertreiben, aber gut, ich hab die 100 geschafft,
da sind die 6 ja ein Klacks.
Ein Glück, ich dachte schon, ich wäre die einzige, die diese Ungeduld kennt. 🙂

Ich mache das auch häufig so, dass ich neben einem aufwändigeren Modell, ein oder mehrere einfache nebenbei bemale. Solange sitzt dann das 'Nervmodell' erstmal auf der Bank.
Wow, ja, ich bin absolut deiner Meinung, dass du sagst, dass das Modell dir gefallen muss und nicht anderen. Das sehe ich auch so und da ist mir ein tolles Farbschema und die Wirkung viel wichtiger als ein perfekt bemaltes Modell. Find ich auch toll, dass du einfach zurückgehst und dir deine alten Modelle ansiehst und stolz darauf sein kannst, was du bereits erreicht hast.

Oh nein. Wirklich 100 Goblins. Das würde bei mir wahrscheinlich Jahre dauern 😉 Aber wenigstens hattest du Spaß UND konntest du auch jemanden damit beeindrucken.
Und 100 Marines? Mit schönen Rims überall. Ja, das ist Wahnsinn. Ich gebe zu, für mich als Nicht-Spieler wäre das weniger etwas. Wenn ich 20 aus einem Starter-Set oder Combat Patrol hätte ja, wohl schon, aber über längere Zeit, ansonsten eher so nein.
 
Der einzige Grund warum ich male ist, weil das Spiel mit grauen Minis spürbar weniger Spaß macht.

Nun hab ich ein paar Armeen hinter mir wo ich mir wirklich Mühe gegeben habe, Admech (120 Skitarii, insgesamt gute 200 Modelle, hab schon einiges wieder abgegeben), Custodes und TSons.
Zwischendrin hab ich mal World Eaters gemacht, da sollte es auch noch schön werden.
Die TSons habe ich damals zwischen zwei Jobs in täglich 6h Sessions gemacht, ganz großer Fehler!

Dann hab ich mit Necrons angefangen, und die sollten, abseits von Großmodellen, einfach nur fertig werden.
Lagen hier eh rum, einfach Urlaub für'n Kopf.
Die simpelst möglichen Maltechniken genutzt, wirklich große Modelle in 4h durchgeprügelt, Kopf aus, Pinsel an.

Sind in der Vitrine jetzt eine meiner schöneren Armeen xD

Auf die gleiche Weise wollte ich dann meine Blood Angels angehen, und da hat's irgendwie "klick" gemacht:

Planung ist alles! (Für mich)

Ich setze mich vorher mit einem Modell, oder vielmehr, einem Trupp auseinander und überlege welches Detail ich wie machen will.
Dann such ich mir Farben raus und stelle sie auf ein Extra-Tray.
Und dann ab dafür.
Das gibt so unglaublich viel an Tempo, allein, das fertig werden motiviert mich ungemein.

Wenn ich mal keinen Bock mehr hab stelle ich mich vor meine Vitrinen und guck was da so drin steht, das find ich dann geil, und dann geht's mit neuem Elan weiter ^^

Ich bin kein Meistermaler der irgendwann mal beim Golden Demon antritt, aber, ich mag mein Zeug.
Bisher gab's auch nur positives Feedback, aber das ist auch so'n Communityding schätze ich, die größte Grütze, völlige Abwesenheit von Talent wird immer noch in allerhöchste Sphären gejazzt.
(Was ich auch gut finde! Die Leute hier fanden ja sogar meine Armeeaufbauten gut xD)

Also lange Rede wenig Sinn, Planung und "das eigene Zeug geil finden", das bringts für mich.
 
Also lange Rede wenig Sinn, Planung und "das eigene Zeug geil finden", das bringts für mich.
Uah, das sind ja ganze Armeen und auch bereits welche abgegeben. Das würde mir echt wehtun, da ich eher mal, damit ich mir die Figuren anschauen kann (nicht mit einer Lupe, nicht durch eine Kamera, ganz normal im Regal).
Ich habe festgestellt, dass Necron, wenn man Metallics verwendet ziemlich einfach zu bemalen sind. Ein Glück für mich, dass ich die schon immer cool fand und die dann auch meine ersten Figuren wurden (ohne zu wissen, dass sie recht einfach sind). Wenn ich mir jetzt überlege, ich hätte irgendwelche fiesen CSM mit ihren ganzen Trims als erstes geholt. Wahrscheinlich wär's nix geworden mit dem Hobby.

Oh ja. Planung liebe ich auch total. Bevor ich eine Figur anfange, habe ich in der Regel schon eine Vorstellung, wie sie aussehen soll (Qualität steht noch nicht wirklich fest, da ich auch male, um den Perfektionismus loszuwerden). Ich notiere mir auch am Vortag, welche Sachen anliegen. Farben, Base, Shadow, Highlight, etc. Meine Farben stelle ich mir auch immer schon bereit 🙂
Nur mit dem 'neuen' Elan, wenn ich für mein Empfinden schon mehr als lange genug an einer Figur gesessen habe, wird's bei mir nicht so.

Ja, ein Meistermaler bin ich auch nicht 🙂 , habe es auch gar nicht vor, dafür habe ich zu viele andere Interessen.
Naja, klar. Modelle anderer schlechtmachen ist jetzt auch irgendwie scheiße. Dann sucht man sich halt ein Detail raus und lobt das hoch. Passt schon 🙂

Deine Einstellung ist toll!
 
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Das ist eine Sache. Die Frage ist aber ab einem bestimmten Punkt, ob du den Unterschied ab einem gewissen Punkt genug erkennst, als dass es sich mehr als für Instagram lohnt.
Deine Antwort hatte ich ja total übersehen.

Wie erwähnt, sehe ich den Unterschied zwischen gut und Wettbewerb überhaupt nicht. Und ehrlichgesagt weiß ich auch überhaupt nicht, was Instagram-Qualität wäre. Für mich das auch überhaupt nicht wichtig. Entweder sieht eine bemalte Figur für mich cool aus oder nicht und das ist dann eher Geschmackssache.
Hach ja, das mit dem schwarzen Panzer hätte ich mal früher gewusst, aber das hatte ich mir vor meinem EC Projekt etwas anders vorgestellt. Naja. Gibt ja immer was, zum Dazulernen. Finde das jetzt aber nicht so schlimm, wie's bei mir jetzt aussieht, weil ich es im Endeffekt eh nicht mehr sehe.

Im Grunde bin ich beim "Ungeduldigsein" weniger unzufrieden mit der Figur, sondern eher mit mir, da ich die Figur im Regal nicht durch eine Lupe betrachte.
 
Ich habe gerne Fertigungsreihen auf dem Tisch. Vergangenen Sommer habe ich innerhalb von 3 Monaten 180 UrukHai bemalt.. es ist schon zwischendurch ein Kampf aber um so mehr belohnend. Allerdings gönne ich mir auch immer eine Belohnung in Form einer Miniatur (oder Trupp) die ich gerne bemalen wollte, idealerweise vom Pile der Möglichkeiten.

Vielleicht aber auch die Einstellung des "der Weg ist das Ziel". Entspannt zu sitzen und ein Hörbuch zu hören und dabei etwas zutun zu haben.

Herausforderungen in Foren helfen mir auch, stellen aber auch eine Gefahr für Druck dar
 
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