Guten Tag allerseits!
Hab gerade beim stöbern an meinem PC eine ältere Geschichte von mir entdeckt.
Die Geschichte entstand für ein Teamturnier in Regensburg und erzählt die Geschichte meiner damaligen IWs und die von Lews_Therin_Telamons Khorne Deamon Bomb.
Mich interessiert generell wie euch die Geschichte gefällt und was ihr verbessern würdet, vor allem was den Erzählstil betrifft (diese Geschichte werde ich nicht mehr verändern, aber ich will die Tipps in zukünftige Erzählungen einfließen lasse).
Enjoy:
Chaos Sanktuarium
Ein lautes Zischen riss Shuram aus seinen Gedanken. Er drehte sich blitzschnell um die nächste Ecke um der darauf folgenden Explosion einer Krakgranate zu entgehen. Er wischte die Splitter von seiner matt schimmernden Servorüstung und lehnte sich wieder gegen den Stützpfeiler neben ihm. Drei Wochen waren sie nun schon in diesen verdammten Schützengräben und hofften darauf, dass der Crimson Fists Abschaum endlich einen Frontalangriff riskierte. Doch trotz ihrer enormen Überzahl stürmten sie noch nicht die äußere Verteidigungslinie der Iron Warriors. Shuram hasste diese Art der Kriegsführung, dieses ständige Warten, sich Verstecken und Eingraben - Feigheit in seinen Augen. Nur selten konnte er seinem brennenden Verlangen nachgeben, dem Feind gegenüberzustehen und von Angesicht zu Angesicht die Schädel der Unwürdigen zu zerschmettern.
Er war ein hervorragender Kämpfer, aber ungestümer Heißsporn und hatte bereits an den gnadenlosesten Gefechten des Bruderkrieges teilgenommen.
Dass er in all den Jahrtausenden nicht in die oberste Führungsriege der Iron Warriors aufstieg, war aufgrund seiner etwas anderen Auffassung von Kriegsführung nicht verwunderlich.
Allein die Tatsache dass ihm der Dämonenstand immer noch verwehrt wurde, verbitterte ihn mehr und mehr und trieb ihn zu immer brutaleren Ausschreitungen im Kampf Mann gegen Mann .
Seine Gedanken glitten zu Dhar’Leth, seinem Zwillingsbruder.
Dieser bewachte einige Meilen von ihm entfernt das Herz der schwarzen Festung, die sie erst vor kurzem auf diesem Planeten errichtet hatten.
Dhar’Leth hatte es weit gebracht, er wurde schon seit Beginn des Bruderkrieges von den dunklen Göttern beobachtet. Er war schon immer ein hervorragender Wissenschaftler und Anführer gewesen. Ihm war es zu verdanken, dass die Iron Warriors auf die größte Menge an Kyborgs von allen Verräterlegionen zugreifen konnten.
Wenn sein nächstes Projekt gelang, wäre es endlich möglich, die Massenproduktion von Kaiboltern zu starten, der Albtraum aller loyalen Spacemarine Orden.
Seine Taten bescherten ihm viele Gaben der Götter, und nach seinem Aufstieg zum Dämonenprinzen -bereits 2000 Jahre nach dem Bruderkrieg- war er kaum noch aufzuhalten. Allein sein Namen ließ hunderte Welten erzittern.
Jetzt war er Kriegsschmied der ersten Kompanie der Iron Warriors und führte ein großes Kontingent von Elitekriegern die ihm schon seit Jahrtausenden dienten. Unzählige Schlachten haben sie schon gefochten und so viele Siege errungen, dass sie selbst von einigen der Verräterlegionen gefürchtet wurden.
Direkt Perturabo unterstellt und mit vielen Freiheiten ausgestattet, bezeichneten Einige sie als die „Eisernen Vollstrecker“, die gezielt in wenigen Tagen Ordensfestungen der Space Marines und die schwer befestigte Planeten der Systemregierungen handlungsunfähig machen konnten.
Shuram gehörte der vierten Kompanie der Iron Warriors an, einem wild zusammengewürfelten Haufen von Chaos Space Marines, die nun die vorderste Front gegen die Übermacht der Crimson Fists stellte.
Doch immer noch war die Order weiter zu warten.
Unruhig erhob er sich von seinem Posten und ging durch den vom Bombardement der Crimson Fists mitgenommenen Graben hinüber zum Felsmassiv links von ihm, um in seiner schattenhaften Deckung den Griff seiner neu erworbenen Plasmapistole zu reinigen. Er hatte sie nach der Eroberung dieses Planeten auf einem imperialen Basilisk gefunden, den sie erbeutet hatten, und noch immer klebte die halbe Hand des früheren Besitzers an ihr. Während seine Energieklaue die Hautfetzen so leicht durchschnitt wie sein Frühstücksmesser einen Nurgling, kam wieder dieses Verlangen in ihm hoch, dass ihn nun schon seit seiner Ankunft hier auf dem Planeten erfüllte. Es erinnerte ihn leicht an seine Jugend, als er, noch bevor er zum Space Marines ausgebildet wurde, auf seinem Heimatplaneten dieses Mädchen kennen lernte. Eine entfernte Erinnerung von damals schoss ihm wieder durch den Kopf und er verzog seine Lippen verächtlich, so dass man seine scharfen Reißzähne sehen konnte. Sie war die Tochter des Gouverneurs und er nur ein armer Taugenichts. Es war schon immer hart für ihn abgewiesen zu werden, doch dieses eine Mal hat ihm fast den Verstand geraubt.
Doch dieses Mal war das Verlangen anders. Es war tiefer, unheimlicher, ein Schatten am Rande seiner Seele, bereit ihn in den Abgrund zu ziehen und gleichzeitig in die höchsten Himmel zu erheben. Etwas schien nach ihm zu schreien und flüstern. Etwas mächtiges, gefährliches, das darauf wartete entfesselt zu werden.
Die Welt um Shuram herum schien ihm immer unwirklicher zu werden, die Belagerung, die 4. Kompanie, das alles verschwamm, bis es nur noch wie ein entferntes Staubkorn am Horizont seines Bewusstseins glitzerte. Ein dunkelroter Sog drohte in zu verschlingen.
Alles was er spürte, war der unbändige Durst nach Blut, das Verlangen nach brutaler Rache und grauenvoller Vergeltung.
Er wollte sich rächen, an all denen, die ihn in seinem Leben gedemütigt hatten, an allen, die ihn ignorierten, an allen, die nicht an die Macht glaubten die in ihm lauerte.
Als seine wirbelnden Gedanken und Gefühle langsam verblassten, bemerkte er, dass er auf das Gebirgsmassiv geklettert war, durch scharfes Dalrann-Gestrüpp, dessen Dornen selbst eine Servorüstung durchdringen konnten. Sein Gesicht war rot von Blut, das aus unzähligen Schnitten rann, und er labte sich an dem Geschmack des in seinen Mund fließenden Blutes.
Vor ihm befand sich ein dunkles Loch, der Eingang zu einer Höhle wie ihm schien. Er verspürte das starke Verlangen hineinzuklettern.
Sein einziges Bestreben war auf diesen Ort gerichtet, er musste einfach die Höhle betreten. Ein kleiner Rest seines Verstandes warnte ihn eindringlich davor, doch er war es schon lange nicht mehr, der Shurams Handeln bestimmte.
Der Chaos Space Marine sog die kalte und stickige Luft der Höhle genüsslich in seine verdorbene Lunge ein. Hier verspürte er den Ruf, welchen er schon seit Wochen vernahm, viel deutlicher als je zuvor. Stufe für Stufe hastete er wie von inneren Dämonen getrieben die Treppe herab. Seine Energieklaue flackerte und blitzte unruhig, seine Plasmapistole hielt er so hart umklammert dass sich der Griff schon deformierte. Der tiefe Durst in ihm trieb ihn schneller und weiter in die Tiefe. Was immer dort unten war, wer immer ihm den Weg versperren wollte, nichts konnte ihn jetzt noch zurückhalten. Die Treppe wand sich immer tiefer in den Fels und der Blutdurst in Shuram war schon so stark dass jegliche andere Gedanken aus seinem Bewusstsein verbannt wurden.
Blut tropfte von den Wänden, und er wusste instinktiv dass er seinem Ziel nah war.
Bald hatte er das Ende der Treppe erreicht. Begierig rannte er die letzten Stufen hinab und betrat eine große archaische Halle. Der ganze Raum war blutrot und nur wenige Kerzen an messingfarbenen Wandhaltern erhellten ihn.
Erst jetzt nahm er das allgegenwärtige Flüstern wahr, welches durch den Raum hallte. Überall verteilt waren Gruppen von Menschen in purpurroten Roben um ein blutrotes Pentagramm gescharrt und leise vor sich hinmurmelnd. Niemand schien ihn zu bemerken. Als er weiter in den Raum schritt erblickte er an dessen Ende, etwa 30 Meter gegenüber einen riesigen Altar. Auf ihm waren Bilder von muskulösen, menschenähnlichen Kreaturen abgebildet. Ihre Haut war blutrot, und sie führten Äxte die knappe 3 Spannen maßen.
Aber diese Bilder bemerkte Shuram kaum. Er war wie besessen von dem Anblick eines riesigen antiken Schwertes, das auf dem Altar lag. Es zog ihn magisch an, rief nach ihm, versprach ihm unglaubliche Macht. Shuram bemerkte die Gefahr, die von diesem Schwert ausging, aber noch nie hatte er so eine Waffe gesehen. Er sah ihre Perfektion, die brennenden Runen darauf; er konnte ihre Schärfe fühlen obwohl er noch viele Meter vom Altar entfernt war. Sein Blick wich nicht mehr von diesem Schwert als er immer schneller durch den Raum eilte, die ihm im Weg stehenden Menschen achtlos beiseite schubsend.
Auf einmal baute sich jemand vor ihm auf der um einiges großer als die anderen war. Sein Körper schien sehr kräftig zu sein und unzählige Tentakeln wuchsen aus seinem Rücken. Seiner Robe nach zu urteilen musste er der Priester dieser dunklen Anbetung sein. Er musterte Shuram sehr genau und seine Worte hallten laut und trocken durch die Halle: “Halt“. Man konnte die darauf folgende Stille in der Halle fast fühlen. Alle Blicke waren auf die beiden gerichtet.
Shuram war unsagbar wütend wie es ein Mensch wagen konnte sich zwischen ihn und diese unsagbare Waffe zu stellen und ihm den Blick darauf zu verwehren.
Der Priester bemerkte den abgrundtiefen Hass in Shurams Augen
und stieß seine Tentakeln mit aller Kraft in Richtung Shurams Kopf.
Shuram lächelte verächtlich während er sich schon fast gemächlich unter dieser lächerlichen Attacke wegduckte. Die Jahrtausende des Kampfes hatten seine Reflexe gestählt. Seine schäumende Wut milderte sich sogar noch leicht als er bemerkte dass die Gelegenheit ideal war um seine neue Plasmapistole zu testen. Er genoss es, mit anzusehen wie sich das Hochenergieprojektil durch den Brustkorb des Priesters bohrte. Es erschien ihm wie eine wundervolle Ewigkeit, als die Blutfontäne, welche nun aus dessen Brustkorb spritzte langsam von der Schwerkraft auf den Boden und das sich dort befindende Pentagramm geschleudert wurde.
Es folgte ein Moment unsagbarer Stille. Die Zeit schien stillzustehen. Das Blut auf dem Pentagramm schien eine Art Katalysator für irgendetwas gewesen zu sein. Jeder im Raum fühlte, wie das unsagbar Böse sich den Ebenen ihrer Existenz näherte. Niemand traute sich auch nur einen Zoll zu bewegen bis die Pentagramme auf einmal mit Eigenleben erfüllt waren. Feuer schoss aus ihnen bis zur Decke und die Todesschreie der Menschen, die brennend umher rannten erfüllten den Raum. Shuram ließ das alles kalt. Er war nur auf ein Ding in diesem Raum fixiert, und das war das Schwert, welches nun nur noch ein paar Schritte von ihm entfernt lag. Als sich seine Augen langsam wieder an die Dunkelheit nach dem plötzlichen Abklingen des Feuers erholt hatten, schritt er weiter voran auf den Altar zu.
Was er jetzt aber vor sich stehen sah, ließ ihn aber alles andere als kalt. Direkt vor ihm befanden sich zwei riesige Oberschenkel, die denen seines Bruders Dhar’Leth ähnelten, zumindest seit dieser in den Dämonenstand erhoben wurde. Als er nach oben sah, verblasste diese Ähnlichkeit sehr schnell als ihm klar wurde, dass vor ihm ein etwa 5 Meter großes Monster mit riesigen Hörnern stand, mit einer Peitsche und einer gewaltigen Axt bewaffnet, wie sie Shuram noch nie gesehen hatte.
Doch ihm blieb keine Sekunde um zu staunen oder innezuhalten. Das wurde ihm sehr schnell klar als der erste Axthieb dieses Monsters auf ihn niederging. Im letzten Moment hechtete er zur Seite und entging nur knapp dem sicheren Tod.
Aus den Augenwinkeln konnte Shuram sehen dass sich der ganze Raum mit den Gestalten gefüllt hatte, deren Bilder den Altar zierten. Das Schlachten, das sie unter den Menschen veranstalteten, gefiel ihm.
Doch er konnte diesen Anblick nicht gebührend genießen, seine Aufmerksamkeit war auf den großen Dämonen gerichtet. Den Schlag mit der Peitsche, den das Monster nun vollführte hatte er schon kommen sehen. Er wich ihm geschickt aus und feuerte seine Plasmapistole so schnell er konnte. Das große Übel heulte auf, als sich gleißend Plasmageschoss über Plasmageschoss in seinen Körper bohrte. Allerdings schien die Pistole nicht für diese Dauerbelastung konzipiert zu sein und wurde glühend heiß. Shuram konnte sie gerade noch fallen lassen um schlimmeres zu verhindern. Dieser kleine Moment der Unachtsamkeit aber war ein großer Fehler. Zu spät sah er die Axt, die mit voller Macht auf ihn herunterkam. Seinen Kopf gerade noch zur Seite drehend sah er wie die Axt mit einem sauberen Schnitt seinen linken Arm abtrennte. Seine heiß geliebte Energieklaue lag nun leblos am Boden und nur ein paar Energiestöße ließen sie kurz aufzucken.
Die gehörnte Bestie vor ihm brach in knirschendes Gelächter aus als sie ihren Widersacher unbewaffnet vor ihm liegen sah.
Der Schmerz trieb Shuram Tränen in die Augen und ließ ihn auf die Knie sinken. Er war kurz davor das Bewusstsein zu verlieren als das Schwert auf dem Altar direkt nach ihm rief: „Nimm mich Du Narr, nur mit mir kannst du dieses Monster töten!“ Er war erstaunt darüber dass kurz vor seinem Tod eine Waffe zu ihm sprach, doch es erweckte seine letzten Kraftreserven. Schnell stieg in ihm der verlockende Gedanke daran hoch wie ruhmvoll es wäre dieses Monster noch vor seinem eigenen Tod zu durchbohren. Der Blutdurst ließ ihn jeglichen Schmerz vergessen. Er sprang an den menschengroßen Füßen des Monsters vorbei, und war kurz vor dem Altar. Es erstaunte ihn kaum mehr, dass das Schwert aus ein paar Metern Entfernung mitten in seine Hand sprang. Er spürte, wie Unmengen an Kraft aus dem Schwert in seine Hand flossen. Vom Griff des Schwertes sprang dunkle Energie auf seinen Arm über. Seine Adern pulsierten und seine Haut nahm eine rötliche Farbe an. Zorn übermannte ihn, und mit einem gewaltigen Satz sprang er auf den Dämon zu. Er hatte das Gefühl, die Bewegung, mit welcher er die Klinge mit aller Kraft in den Rücken des Monsters rammte, kaum noch selbst auszuführen. Wahrlich, dies war eine großartige Waffe. Das Monster röchelte und versuchte an Luft zu kommen während es langsam zusammenbrach und Shuram mit Unmengen an Blut übergoss. Bevor es ganz in einen plötzlich geöffneten Schlund, ein Tor in die Welt der Dämonen, gezogen wurde, hatte sich Shurams Rüstung blutrot gefärbt.
Er genoss das Gefühl als er im Blut badete und es tief seine Kehle hinunter rinnen ließ.
Zum ersten Mal in den Jahrtausenden seines Lebens fühlte er sich erfüllt, frei, eins mit seinem Schicksal in diesem Moment seines größten Triumphes.
Sein Auge spiegelte nicht mehr die Realität wieder, sondern zeigte ihm einen Thron aus Millionen von Schädeln, schwimmend in Meeren von Blut, vor dem er sich niederbeugte. Wie in stillem Einverständnis war hier ein Pakt geschmiedet worden.
Wieder in der Realität angelangt dröhnte seine bebender Schrei durch den Saal: „BLUT FÜR DEN BLUTGOTT, SCHÄDEL FÜR SEINEN THRON!“ und sah an seiner eigenen riesenhaften Gestalt, wie sehr er vom Blutgott beschenkt worden war. Vor ihm sah er wie die axtbewehrten Dämonen über den zerstückelten Leichen der Beschwörer seinen Ruf erwiderten: „BLUT FÜR DEN BLUTGOTT“.
Von neuer Stärke und nie dagewesenem Blutdurst erfüllt, sprintete Shuram nach oben, hinauf zur Schlacht, um diese erbärmlichen Diener des falschen Imperators zu zerschmettern.
Eine Hundertschaft an Dämonen folgte ihm.
Die Explosionen und Kampfgeräusche kamen immer näher. Dhar’Leth schätzte, dass die Übermacht der Crimson Fists, die den Planeten stürmte, gerade den äußeren Verteidigungsring durchbrochen hatten. Sein Bruder war dort stationiert. Dhar’Leth glaubte nicht, dass er schon tot war. Viel wahrscheinlicher empfand er die Vorstellung, dass dieser sich genau jetzt in einem Haufen aus Leichen befand und einen loyalen Space Marine nach dem anderen im Nahkampf niederstreckte.
Sein Bruder Shuram war zweifelsohne ein begnadeter Kämpfer, seine Reaktionen und Schnelligkeit waren einzigartig in der vierten Kompanie.
Dennoch würde er bald fallen. Die Crimson Fists waren den Iron Warriors zehn zu eins überlegen, und die kurze Zeit die Dhar’Leth seit der Eroberung dieses Planeten hatte war zu knapp um eine wirkliche uneinnehmbare Festung aus dem Boden zu stampfen.
Dhar’Leth wusste dass auch er nahe daran stand für ein paar Jahrhunderte ins Reich des Chaos verbannt zu werden, denn Perturabo hatte Anweisung gegeben diesen Planeten bis zum letzten Mann zu verteidigen. Der Dämonenprimarch der Iron Warriors wusste, dass dieses kleine Kontingent an Iron Warriors den Crimson Fists nicht lange standhalten konnte, dessen war sich Dhar’Leth sicher. Allerdings werden die hier stationierten Truppen sich den Planeten nur unter sehr hohem Blutzoll entreißen lassen und anderen Streitkräften dabei die wertvolle Zeit verschaffen, die sie brauchen um die Crimson Fists vernichtend zu schlagen und dem Orden für alle Zeit den Großteil seiner Schlagkraft zu nehmen.
Dhar’Leth wurde fast sentimental - falls man von einem Dämonenprinz etwas derartiges behaupten konnte - als er um sich sah und seine Elitekrieger der ersten Kompanie erblickte. Sie hatten ihm schon in tausenden Schlachten gedient. Und es gab nur wenige in der Galaxis die sowohl auf die Distanz so vernichtende Feuerstürme losließen wie auch im Nahkampf mühelos Ardamantium durchtrennen konnten wie diese Elitekrieger.
Heute würden diese Krieger der Taktik Perturabos geopfert werden, soviel stand fest. Dhar’leth spürte keine Wut bei diesem Gedanken, er hätte nicht anders gehandelt.
Im Gegenteil, er war erleichtert dass er endlich ein paar Jahre im Warp ausspannen konnte. Schon damals als loyaler Space Marine musste er unzähligen Unschuldigen das Leben nehmen, tausende Zivilisten verbrennen und geniale Köpfe wegen Ketzerei von deren Rumpf trennen. Aber das war erst der Anfang.
Er spürte jeden Tag die starke Last der Bürde die er durch seine vielen Verbrechen auf sich genommen hatte. Er war ein Verdammter. Er brauchte einfach ein paar kühle Warpdrinks, ein bischen Zerstreuung im Dialog mit anderen Dämonen und seine Rüstung musste endlich mal wieder poliert werden.
Die Wehklagen durch ihn Verstorbener begleiten ihn seit Tausenden von Jahren, seit dem Tag als Istvaan lll durch seine Virusbomben in einem Feuersturm niederging und 12 Milliarden Seelen einen schrecklichen Tod fanden. Ja, er war es der die tödlichen Bomben entwickelte, nicht ahnend dass dieser Wahnsinnige Horus sie ohne Vorwarnung gegen Unschuldige richten würde. Seit jenem Tag liebten in die dunklen Götter und seit jenem Tag hasste er sich selbst dafür. Wenn Horus nur wüsste wie es ist, das Wehklagen von 12 Milliarden Seelen zu hören, der schlimmste Tinitus aller Zeiten.
Damals hatte er sich in sein Schicksal gefügt und wurde zu einem Chaos Space Marine, wie die Sklaven des Imperators sie nannten und schritt den Weg fort, den er nie freiwillig eingeschlagen hatte.
Er genoss die Macht, die er nun besaß, sein Gefolge, dass ihm ohne Frage bis in den Tode folgen würde, und er liebte es gegnerische Übermachten durch sein überragendes taktisches Können auszubluten und zu vernichten.
Doch heute schien ihm dies nicht gelingen. Zu schlecht war die Ausgangsposition, zu gering die Anzahl der eigenen Truppen, zu groß die Übermacht.
Als Shuram wieder das Tageslicht erblickte bot sich ihm ein Bild des Grauens. Hunderte von Leichen bedeckten den äußeren Verteidigungsring. Die meisten waren die der Crimson Fists, doch er sah auch viele tote Iron Warriors, die vorher noch neben ihm im Schützengraben gesessen hatten.
Noch mehr Wut kochte in ihm hoch, er wollte sie vernichten, verbrennen, zerkleinern, zerhacken, zerstückeln. All jene die es wagten, gegen seine Brüder ins Feld zu ziehen.
Mit rasanter Geschwindigkeit bewegte Shuram sich mit seinen Mitstreitern auf die inneren Verteidigungsringe zu. Doch das Bild glich dem vorherigen, überall Leichen, brennende Panzer und brutzelndes Plasma. Der langsam einsetzende Gestank der Verwesung erfüllte die Luft.
Shuram betrat das Tunnelsystem das zum Herzen der schwarzen Festung führte. Hier türmten sich Berge der Leichen der Crimson Fists auf. Wodurch sie gestorben waren war leicht zu erraten. Das Plasma hatte tiefe Löcher in die Torsi der Marines gebrannt und vielerorts waren nur noch einzelne Skelettüberreste zu sehen. Shuram dachte an die Leibgarde von Dhar’Leth, die schon oft dieses Gemetzel unter Feinden angerichtet hatten, doch weder die Leibgarde noch deren Leichen waren aufzufinden.
Shuram bemerkte nun ganz entfernt Kampfgeräusche die aus dem Tunnel nördlich von ihnen kamen. Dort befand sich seines Wissens das Herz der schwarzen Festung.
Mit dämonischer Schnelligkeit raste Shuram nordwärts, und konnte dort in der Ferne Unmengen an Crimson Fists sehen, die gen Norden marschierten.
Zu spät erkannten die Crimson Fists die Gefahr in ihrem Rücken und die ersten hundert wurden gnadenlos von Shuram und den Dämonen zerhexelt. Die Wände färbten sich blutrot und das allgegenwärtige Rollen von Köpfen hallte durch die Gänge.
Langsam aber sicher wich die Überraschung der Crimson Fists und ihre Gegenwehr wurde heftiger. Viele der Dämonen fielen, aber mindestens ebenso viele rammten ihre Äxte in die Körper der Space Marines und labten sich an all dem Blut.
Shuram geboss das Gemetzel. Es beglückte ihn ungemein, Hektoliter von Blut spritzen und Köpfe rollen zu sehen. Dass seine Truppen langsam aber sicher dezimiert wurde störte ihn kaum, im Gegenteil, er hatte Spaß an dem Zischen mit dem die Dämonen in den Warp gesaugt wurden und genoss den Anblick wenn ihrem Blut der Weg in den Warp verwehrt blieb uns es sich in den Raum ergoss.
Hunderte fielen in den erbitterten Nahkämpfen in denen sich Shuram und seine Truppen immer weiter nach Norden vorarbeiteten.
Nach Stunden des Kämpfens und Tötens mündeten die Gänge der Festung in eine größere Halle, dem Herzen der Festung.
Shuram duckte sich, um den Space Marines auszuweichen, die haarscharf an ihm vorbei durch die Luft flogen.
Sein Gesicht verzog sich zu einer grotesken Grimasse die man früher vielleicht als Lächeln hätte deuten können, als er sah, woher diese Körper(-Teile) flogen.
Bis in diese Halle hatte sich sein Zwillingsbruder Dhar’Leth mit seinen treuesten Kämpfern zurückgezogen, und nur drei Dutzend der besten dieser Krieger hatten überlebt und standen jetzt vereint mit Dhar’Leth in einem Kreis und wehrten Angriff für Angriff der Crimson Fists ab.
Shuram war außer sich vor Wut auf alle jene die versuchten seinen Bruder zu verletzen und er lachte wahnsinnig als er wild um sich hieb, Körperteile abhackte und Dutzenden Crimson Fists die Köpfe abschlug.
Die Kämpfe im Zentrum der schwarzen Festung dauerten noch mehrere Stunden, und die ohnehin schon hohen Leichentürme reichten bis an die Decke.
Am Ende stand Shuram keuchend neben seinem Bruder Dhar’Leth, den wenigen übrig gebliebenen Kämpfern seiner Armee, und der Leibwache von Dhar’Leth, die fast vollzählig überlebt hatte.
Dhar’Leth war mehr als erstaunt als er nun neben seinem Bruder stand. Erst hatte er ihn kaum erkannt. Erstaunlich wie reich ihn die Götter beschenkt hatten.
Noch erstaunlicher fand Dhar’Leth es aber, dass er überlebt hatte.
Ohne die Macht der Horde die seinen Bruders begleitete wäre er hier sicherlich zu Grunde gegangen.
„Sir, eine Nachricht von Perturabo!“ Einer der wenigen überlebenden Chaos Space Marines zeigte hektisch auf seinen Transmitter.
„Dhar’Leth!“, Dhar’Leth mochte die kreischende und immer schreiende Stimme von Perturabo, „Dhar’Leth, ich bin erstaunt dass ihr überlebt habt. Du bist wohl ein noch fähigerer Hurensohn als ich gedacht hatte. Auf einem Mond in der Nähe eurer Position wurde ein wertvolles Artefakt gesichtet. Ich will das du alles was von deiner Armee noch übrig ist sofort mobilisierst und deinen Arsch auf diesen Mond bewegst! Es ist wichtig, dass….“
Mit einem lauten Knacken wurde das Gespräch beendet. Perturabo hatte wohl wieder einmal mit seiner dicken Pranke die falsche Taste seines Transmitters gedrückt.
Wie dem auch sei, die Order war klar, also machten Dhar’Leth und Shuram sich auf den Weg nach oben.
Mit Entsetzen musste sie feststellen dass außer dem gerade erst erbeuteten Basilisken nicht mehr viel heil geblieben war. Die Schiffe brannten ruhig vor sich hin. Es würde Tage dauern sie wieder zu reparieren.
Shuram hätte schon fast aus Wut darüber einen der letzten Marines in seiner Faust zerdrückt als ein lautes Grollen das Nahen von Bikern ankündigte. Es waren die Biker die Dhar’Leth losgeschickt hatte um die Zielkoordinaten für die indirekten Geschütze durchzugeben. Anscheinend haben sie seine Befehle sich aus Kämpfen herauszuhalten nicht befolgt, denn ihre Rüstungen und Bikes waren mit Unmengen an Blut verschmiert.
„Sir“, der Champion der Biker meldetet sich zu Wort, „die Crimson Fists haben ihre Schiffe beinahe unbewacht gelassen und wir wollten endlich richtig kämpfen“.
Dhar’Leth war wütend, er wusste dass die Biker seine Art der Kriegsführung nicht mochten, aber sie hatten sich seinem direkten Befehl widersetzt.
Der Champion redete ohne Unterbrechung weiter: „ Glücklicherweise gelang es uns dabei einige ihrer Schiffe völlig intakt zu erobern“.
Dass war es, was Dhar’Leth hören wollte. Insgeheim war er nun sogar froh, dass sich die Männer seinem Befehl widersetzt hatten, und seine Stimme knirschte beinahe frohgelaunt:
„Na dann nichts wie los, auf zu den Schiffen!“
Hab gerade beim stöbern an meinem PC eine ältere Geschichte von mir entdeckt.
Die Geschichte entstand für ein Teamturnier in Regensburg und erzählt die Geschichte meiner damaligen IWs und die von Lews_Therin_Telamons Khorne Deamon Bomb.
Mich interessiert generell wie euch die Geschichte gefällt und was ihr verbessern würdet, vor allem was den Erzählstil betrifft (diese Geschichte werde ich nicht mehr verändern, aber ich will die Tipps in zukünftige Erzählungen einfließen lasse).
Enjoy:
Chaos Sanktuarium
Ein lautes Zischen riss Shuram aus seinen Gedanken. Er drehte sich blitzschnell um die nächste Ecke um der darauf folgenden Explosion einer Krakgranate zu entgehen. Er wischte die Splitter von seiner matt schimmernden Servorüstung und lehnte sich wieder gegen den Stützpfeiler neben ihm. Drei Wochen waren sie nun schon in diesen verdammten Schützengräben und hofften darauf, dass der Crimson Fists Abschaum endlich einen Frontalangriff riskierte. Doch trotz ihrer enormen Überzahl stürmten sie noch nicht die äußere Verteidigungslinie der Iron Warriors. Shuram hasste diese Art der Kriegsführung, dieses ständige Warten, sich Verstecken und Eingraben - Feigheit in seinen Augen. Nur selten konnte er seinem brennenden Verlangen nachgeben, dem Feind gegenüberzustehen und von Angesicht zu Angesicht die Schädel der Unwürdigen zu zerschmettern.
Er war ein hervorragender Kämpfer, aber ungestümer Heißsporn und hatte bereits an den gnadenlosesten Gefechten des Bruderkrieges teilgenommen.
Dass er in all den Jahrtausenden nicht in die oberste Führungsriege der Iron Warriors aufstieg, war aufgrund seiner etwas anderen Auffassung von Kriegsführung nicht verwunderlich.
Allein die Tatsache dass ihm der Dämonenstand immer noch verwehrt wurde, verbitterte ihn mehr und mehr und trieb ihn zu immer brutaleren Ausschreitungen im Kampf Mann gegen Mann .
Seine Gedanken glitten zu Dhar’Leth, seinem Zwillingsbruder.
Dieser bewachte einige Meilen von ihm entfernt das Herz der schwarzen Festung, die sie erst vor kurzem auf diesem Planeten errichtet hatten.
Dhar’Leth hatte es weit gebracht, er wurde schon seit Beginn des Bruderkrieges von den dunklen Göttern beobachtet. Er war schon immer ein hervorragender Wissenschaftler und Anführer gewesen. Ihm war es zu verdanken, dass die Iron Warriors auf die größte Menge an Kyborgs von allen Verräterlegionen zugreifen konnten.
Wenn sein nächstes Projekt gelang, wäre es endlich möglich, die Massenproduktion von Kaiboltern zu starten, der Albtraum aller loyalen Spacemarine Orden.
Seine Taten bescherten ihm viele Gaben der Götter, und nach seinem Aufstieg zum Dämonenprinzen -bereits 2000 Jahre nach dem Bruderkrieg- war er kaum noch aufzuhalten. Allein sein Namen ließ hunderte Welten erzittern.
Jetzt war er Kriegsschmied der ersten Kompanie der Iron Warriors und führte ein großes Kontingent von Elitekriegern die ihm schon seit Jahrtausenden dienten. Unzählige Schlachten haben sie schon gefochten und so viele Siege errungen, dass sie selbst von einigen der Verräterlegionen gefürchtet wurden.
Direkt Perturabo unterstellt und mit vielen Freiheiten ausgestattet, bezeichneten Einige sie als die „Eisernen Vollstrecker“, die gezielt in wenigen Tagen Ordensfestungen der Space Marines und die schwer befestigte Planeten der Systemregierungen handlungsunfähig machen konnten.
Shuram gehörte der vierten Kompanie der Iron Warriors an, einem wild zusammengewürfelten Haufen von Chaos Space Marines, die nun die vorderste Front gegen die Übermacht der Crimson Fists stellte.
Doch immer noch war die Order weiter zu warten.
Unruhig erhob er sich von seinem Posten und ging durch den vom Bombardement der Crimson Fists mitgenommenen Graben hinüber zum Felsmassiv links von ihm, um in seiner schattenhaften Deckung den Griff seiner neu erworbenen Plasmapistole zu reinigen. Er hatte sie nach der Eroberung dieses Planeten auf einem imperialen Basilisk gefunden, den sie erbeutet hatten, und noch immer klebte die halbe Hand des früheren Besitzers an ihr. Während seine Energieklaue die Hautfetzen so leicht durchschnitt wie sein Frühstücksmesser einen Nurgling, kam wieder dieses Verlangen in ihm hoch, dass ihn nun schon seit seiner Ankunft hier auf dem Planeten erfüllte. Es erinnerte ihn leicht an seine Jugend, als er, noch bevor er zum Space Marines ausgebildet wurde, auf seinem Heimatplaneten dieses Mädchen kennen lernte. Eine entfernte Erinnerung von damals schoss ihm wieder durch den Kopf und er verzog seine Lippen verächtlich, so dass man seine scharfen Reißzähne sehen konnte. Sie war die Tochter des Gouverneurs und er nur ein armer Taugenichts. Es war schon immer hart für ihn abgewiesen zu werden, doch dieses eine Mal hat ihm fast den Verstand geraubt.
Doch dieses Mal war das Verlangen anders. Es war tiefer, unheimlicher, ein Schatten am Rande seiner Seele, bereit ihn in den Abgrund zu ziehen und gleichzeitig in die höchsten Himmel zu erheben. Etwas schien nach ihm zu schreien und flüstern. Etwas mächtiges, gefährliches, das darauf wartete entfesselt zu werden.
Die Welt um Shuram herum schien ihm immer unwirklicher zu werden, die Belagerung, die 4. Kompanie, das alles verschwamm, bis es nur noch wie ein entferntes Staubkorn am Horizont seines Bewusstseins glitzerte. Ein dunkelroter Sog drohte in zu verschlingen.
Alles was er spürte, war der unbändige Durst nach Blut, das Verlangen nach brutaler Rache und grauenvoller Vergeltung.
Er wollte sich rächen, an all denen, die ihn in seinem Leben gedemütigt hatten, an allen, die ihn ignorierten, an allen, die nicht an die Macht glaubten die in ihm lauerte.
Als seine wirbelnden Gedanken und Gefühle langsam verblassten, bemerkte er, dass er auf das Gebirgsmassiv geklettert war, durch scharfes Dalrann-Gestrüpp, dessen Dornen selbst eine Servorüstung durchdringen konnten. Sein Gesicht war rot von Blut, das aus unzähligen Schnitten rann, und er labte sich an dem Geschmack des in seinen Mund fließenden Blutes.
Vor ihm befand sich ein dunkles Loch, der Eingang zu einer Höhle wie ihm schien. Er verspürte das starke Verlangen hineinzuklettern.
Sein einziges Bestreben war auf diesen Ort gerichtet, er musste einfach die Höhle betreten. Ein kleiner Rest seines Verstandes warnte ihn eindringlich davor, doch er war es schon lange nicht mehr, der Shurams Handeln bestimmte.
Der Chaos Space Marine sog die kalte und stickige Luft der Höhle genüsslich in seine verdorbene Lunge ein. Hier verspürte er den Ruf, welchen er schon seit Wochen vernahm, viel deutlicher als je zuvor. Stufe für Stufe hastete er wie von inneren Dämonen getrieben die Treppe herab. Seine Energieklaue flackerte und blitzte unruhig, seine Plasmapistole hielt er so hart umklammert dass sich der Griff schon deformierte. Der tiefe Durst in ihm trieb ihn schneller und weiter in die Tiefe. Was immer dort unten war, wer immer ihm den Weg versperren wollte, nichts konnte ihn jetzt noch zurückhalten. Die Treppe wand sich immer tiefer in den Fels und der Blutdurst in Shuram war schon so stark dass jegliche andere Gedanken aus seinem Bewusstsein verbannt wurden.
Blut tropfte von den Wänden, und er wusste instinktiv dass er seinem Ziel nah war.
Bald hatte er das Ende der Treppe erreicht. Begierig rannte er die letzten Stufen hinab und betrat eine große archaische Halle. Der ganze Raum war blutrot und nur wenige Kerzen an messingfarbenen Wandhaltern erhellten ihn.
Erst jetzt nahm er das allgegenwärtige Flüstern wahr, welches durch den Raum hallte. Überall verteilt waren Gruppen von Menschen in purpurroten Roben um ein blutrotes Pentagramm gescharrt und leise vor sich hinmurmelnd. Niemand schien ihn zu bemerken. Als er weiter in den Raum schritt erblickte er an dessen Ende, etwa 30 Meter gegenüber einen riesigen Altar. Auf ihm waren Bilder von muskulösen, menschenähnlichen Kreaturen abgebildet. Ihre Haut war blutrot, und sie führten Äxte die knappe 3 Spannen maßen.
Aber diese Bilder bemerkte Shuram kaum. Er war wie besessen von dem Anblick eines riesigen antiken Schwertes, das auf dem Altar lag. Es zog ihn magisch an, rief nach ihm, versprach ihm unglaubliche Macht. Shuram bemerkte die Gefahr, die von diesem Schwert ausging, aber noch nie hatte er so eine Waffe gesehen. Er sah ihre Perfektion, die brennenden Runen darauf; er konnte ihre Schärfe fühlen obwohl er noch viele Meter vom Altar entfernt war. Sein Blick wich nicht mehr von diesem Schwert als er immer schneller durch den Raum eilte, die ihm im Weg stehenden Menschen achtlos beiseite schubsend.
Auf einmal baute sich jemand vor ihm auf der um einiges großer als die anderen war. Sein Körper schien sehr kräftig zu sein und unzählige Tentakeln wuchsen aus seinem Rücken. Seiner Robe nach zu urteilen musste er der Priester dieser dunklen Anbetung sein. Er musterte Shuram sehr genau und seine Worte hallten laut und trocken durch die Halle: “Halt“. Man konnte die darauf folgende Stille in der Halle fast fühlen. Alle Blicke waren auf die beiden gerichtet.
Shuram war unsagbar wütend wie es ein Mensch wagen konnte sich zwischen ihn und diese unsagbare Waffe zu stellen und ihm den Blick darauf zu verwehren.
Der Priester bemerkte den abgrundtiefen Hass in Shurams Augen
und stieß seine Tentakeln mit aller Kraft in Richtung Shurams Kopf.
Shuram lächelte verächtlich während er sich schon fast gemächlich unter dieser lächerlichen Attacke wegduckte. Die Jahrtausende des Kampfes hatten seine Reflexe gestählt. Seine schäumende Wut milderte sich sogar noch leicht als er bemerkte dass die Gelegenheit ideal war um seine neue Plasmapistole zu testen. Er genoss es, mit anzusehen wie sich das Hochenergieprojektil durch den Brustkorb des Priesters bohrte. Es erschien ihm wie eine wundervolle Ewigkeit, als die Blutfontäne, welche nun aus dessen Brustkorb spritzte langsam von der Schwerkraft auf den Boden und das sich dort befindende Pentagramm geschleudert wurde.
Es folgte ein Moment unsagbarer Stille. Die Zeit schien stillzustehen. Das Blut auf dem Pentagramm schien eine Art Katalysator für irgendetwas gewesen zu sein. Jeder im Raum fühlte, wie das unsagbar Böse sich den Ebenen ihrer Existenz näherte. Niemand traute sich auch nur einen Zoll zu bewegen bis die Pentagramme auf einmal mit Eigenleben erfüllt waren. Feuer schoss aus ihnen bis zur Decke und die Todesschreie der Menschen, die brennend umher rannten erfüllten den Raum. Shuram ließ das alles kalt. Er war nur auf ein Ding in diesem Raum fixiert, und das war das Schwert, welches nun nur noch ein paar Schritte von ihm entfernt lag. Als sich seine Augen langsam wieder an die Dunkelheit nach dem plötzlichen Abklingen des Feuers erholt hatten, schritt er weiter voran auf den Altar zu.
Was er jetzt aber vor sich stehen sah, ließ ihn aber alles andere als kalt. Direkt vor ihm befanden sich zwei riesige Oberschenkel, die denen seines Bruders Dhar’Leth ähnelten, zumindest seit dieser in den Dämonenstand erhoben wurde. Als er nach oben sah, verblasste diese Ähnlichkeit sehr schnell als ihm klar wurde, dass vor ihm ein etwa 5 Meter großes Monster mit riesigen Hörnern stand, mit einer Peitsche und einer gewaltigen Axt bewaffnet, wie sie Shuram noch nie gesehen hatte.
Doch ihm blieb keine Sekunde um zu staunen oder innezuhalten. Das wurde ihm sehr schnell klar als der erste Axthieb dieses Monsters auf ihn niederging. Im letzten Moment hechtete er zur Seite und entging nur knapp dem sicheren Tod.
Aus den Augenwinkeln konnte Shuram sehen dass sich der ganze Raum mit den Gestalten gefüllt hatte, deren Bilder den Altar zierten. Das Schlachten, das sie unter den Menschen veranstalteten, gefiel ihm.
Doch er konnte diesen Anblick nicht gebührend genießen, seine Aufmerksamkeit war auf den großen Dämonen gerichtet. Den Schlag mit der Peitsche, den das Monster nun vollführte hatte er schon kommen sehen. Er wich ihm geschickt aus und feuerte seine Plasmapistole so schnell er konnte. Das große Übel heulte auf, als sich gleißend Plasmageschoss über Plasmageschoss in seinen Körper bohrte. Allerdings schien die Pistole nicht für diese Dauerbelastung konzipiert zu sein und wurde glühend heiß. Shuram konnte sie gerade noch fallen lassen um schlimmeres zu verhindern. Dieser kleine Moment der Unachtsamkeit aber war ein großer Fehler. Zu spät sah er die Axt, die mit voller Macht auf ihn herunterkam. Seinen Kopf gerade noch zur Seite drehend sah er wie die Axt mit einem sauberen Schnitt seinen linken Arm abtrennte. Seine heiß geliebte Energieklaue lag nun leblos am Boden und nur ein paar Energiestöße ließen sie kurz aufzucken.
Die gehörnte Bestie vor ihm brach in knirschendes Gelächter aus als sie ihren Widersacher unbewaffnet vor ihm liegen sah.
Der Schmerz trieb Shuram Tränen in die Augen und ließ ihn auf die Knie sinken. Er war kurz davor das Bewusstsein zu verlieren als das Schwert auf dem Altar direkt nach ihm rief: „Nimm mich Du Narr, nur mit mir kannst du dieses Monster töten!“ Er war erstaunt darüber dass kurz vor seinem Tod eine Waffe zu ihm sprach, doch es erweckte seine letzten Kraftreserven. Schnell stieg in ihm der verlockende Gedanke daran hoch wie ruhmvoll es wäre dieses Monster noch vor seinem eigenen Tod zu durchbohren. Der Blutdurst ließ ihn jeglichen Schmerz vergessen. Er sprang an den menschengroßen Füßen des Monsters vorbei, und war kurz vor dem Altar. Es erstaunte ihn kaum mehr, dass das Schwert aus ein paar Metern Entfernung mitten in seine Hand sprang. Er spürte, wie Unmengen an Kraft aus dem Schwert in seine Hand flossen. Vom Griff des Schwertes sprang dunkle Energie auf seinen Arm über. Seine Adern pulsierten und seine Haut nahm eine rötliche Farbe an. Zorn übermannte ihn, und mit einem gewaltigen Satz sprang er auf den Dämon zu. Er hatte das Gefühl, die Bewegung, mit welcher er die Klinge mit aller Kraft in den Rücken des Monsters rammte, kaum noch selbst auszuführen. Wahrlich, dies war eine großartige Waffe. Das Monster röchelte und versuchte an Luft zu kommen während es langsam zusammenbrach und Shuram mit Unmengen an Blut übergoss. Bevor es ganz in einen plötzlich geöffneten Schlund, ein Tor in die Welt der Dämonen, gezogen wurde, hatte sich Shurams Rüstung blutrot gefärbt.
Er genoss das Gefühl als er im Blut badete und es tief seine Kehle hinunter rinnen ließ.
Zum ersten Mal in den Jahrtausenden seines Lebens fühlte er sich erfüllt, frei, eins mit seinem Schicksal in diesem Moment seines größten Triumphes.
Sein Auge spiegelte nicht mehr die Realität wieder, sondern zeigte ihm einen Thron aus Millionen von Schädeln, schwimmend in Meeren von Blut, vor dem er sich niederbeugte. Wie in stillem Einverständnis war hier ein Pakt geschmiedet worden.
Wieder in der Realität angelangt dröhnte seine bebender Schrei durch den Saal: „BLUT FÜR DEN BLUTGOTT, SCHÄDEL FÜR SEINEN THRON!“ und sah an seiner eigenen riesenhaften Gestalt, wie sehr er vom Blutgott beschenkt worden war. Vor ihm sah er wie die axtbewehrten Dämonen über den zerstückelten Leichen der Beschwörer seinen Ruf erwiderten: „BLUT FÜR DEN BLUTGOTT“.
Von neuer Stärke und nie dagewesenem Blutdurst erfüllt, sprintete Shuram nach oben, hinauf zur Schlacht, um diese erbärmlichen Diener des falschen Imperators zu zerschmettern.
Eine Hundertschaft an Dämonen folgte ihm.
Die Explosionen und Kampfgeräusche kamen immer näher. Dhar’Leth schätzte, dass die Übermacht der Crimson Fists, die den Planeten stürmte, gerade den äußeren Verteidigungsring durchbrochen hatten. Sein Bruder war dort stationiert. Dhar’Leth glaubte nicht, dass er schon tot war. Viel wahrscheinlicher empfand er die Vorstellung, dass dieser sich genau jetzt in einem Haufen aus Leichen befand und einen loyalen Space Marine nach dem anderen im Nahkampf niederstreckte.
Sein Bruder Shuram war zweifelsohne ein begnadeter Kämpfer, seine Reaktionen und Schnelligkeit waren einzigartig in der vierten Kompanie.
Dennoch würde er bald fallen. Die Crimson Fists waren den Iron Warriors zehn zu eins überlegen, und die kurze Zeit die Dhar’Leth seit der Eroberung dieses Planeten hatte war zu knapp um eine wirkliche uneinnehmbare Festung aus dem Boden zu stampfen.
Dhar’Leth wusste dass auch er nahe daran stand für ein paar Jahrhunderte ins Reich des Chaos verbannt zu werden, denn Perturabo hatte Anweisung gegeben diesen Planeten bis zum letzten Mann zu verteidigen. Der Dämonenprimarch der Iron Warriors wusste, dass dieses kleine Kontingent an Iron Warriors den Crimson Fists nicht lange standhalten konnte, dessen war sich Dhar’Leth sicher. Allerdings werden die hier stationierten Truppen sich den Planeten nur unter sehr hohem Blutzoll entreißen lassen und anderen Streitkräften dabei die wertvolle Zeit verschaffen, die sie brauchen um die Crimson Fists vernichtend zu schlagen und dem Orden für alle Zeit den Großteil seiner Schlagkraft zu nehmen.
Dhar’Leth wurde fast sentimental - falls man von einem Dämonenprinz etwas derartiges behaupten konnte - als er um sich sah und seine Elitekrieger der ersten Kompanie erblickte. Sie hatten ihm schon in tausenden Schlachten gedient. Und es gab nur wenige in der Galaxis die sowohl auf die Distanz so vernichtende Feuerstürme losließen wie auch im Nahkampf mühelos Ardamantium durchtrennen konnten wie diese Elitekrieger.
Heute würden diese Krieger der Taktik Perturabos geopfert werden, soviel stand fest. Dhar’leth spürte keine Wut bei diesem Gedanken, er hätte nicht anders gehandelt.
Im Gegenteil, er war erleichtert dass er endlich ein paar Jahre im Warp ausspannen konnte. Schon damals als loyaler Space Marine musste er unzähligen Unschuldigen das Leben nehmen, tausende Zivilisten verbrennen und geniale Köpfe wegen Ketzerei von deren Rumpf trennen. Aber das war erst der Anfang.
Er spürte jeden Tag die starke Last der Bürde die er durch seine vielen Verbrechen auf sich genommen hatte. Er war ein Verdammter. Er brauchte einfach ein paar kühle Warpdrinks, ein bischen Zerstreuung im Dialog mit anderen Dämonen und seine Rüstung musste endlich mal wieder poliert werden.
Die Wehklagen durch ihn Verstorbener begleiten ihn seit Tausenden von Jahren, seit dem Tag als Istvaan lll durch seine Virusbomben in einem Feuersturm niederging und 12 Milliarden Seelen einen schrecklichen Tod fanden. Ja, er war es der die tödlichen Bomben entwickelte, nicht ahnend dass dieser Wahnsinnige Horus sie ohne Vorwarnung gegen Unschuldige richten würde. Seit jenem Tag liebten in die dunklen Götter und seit jenem Tag hasste er sich selbst dafür. Wenn Horus nur wüsste wie es ist, das Wehklagen von 12 Milliarden Seelen zu hören, der schlimmste Tinitus aller Zeiten.
Damals hatte er sich in sein Schicksal gefügt und wurde zu einem Chaos Space Marine, wie die Sklaven des Imperators sie nannten und schritt den Weg fort, den er nie freiwillig eingeschlagen hatte.
Er genoss die Macht, die er nun besaß, sein Gefolge, dass ihm ohne Frage bis in den Tode folgen würde, und er liebte es gegnerische Übermachten durch sein überragendes taktisches Können auszubluten und zu vernichten.
Doch heute schien ihm dies nicht gelingen. Zu schlecht war die Ausgangsposition, zu gering die Anzahl der eigenen Truppen, zu groß die Übermacht.
Als Shuram wieder das Tageslicht erblickte bot sich ihm ein Bild des Grauens. Hunderte von Leichen bedeckten den äußeren Verteidigungsring. Die meisten waren die der Crimson Fists, doch er sah auch viele tote Iron Warriors, die vorher noch neben ihm im Schützengraben gesessen hatten.
Noch mehr Wut kochte in ihm hoch, er wollte sie vernichten, verbrennen, zerkleinern, zerhacken, zerstückeln. All jene die es wagten, gegen seine Brüder ins Feld zu ziehen.
Mit rasanter Geschwindigkeit bewegte Shuram sich mit seinen Mitstreitern auf die inneren Verteidigungsringe zu. Doch das Bild glich dem vorherigen, überall Leichen, brennende Panzer und brutzelndes Plasma. Der langsam einsetzende Gestank der Verwesung erfüllte die Luft.
Shuram betrat das Tunnelsystem das zum Herzen der schwarzen Festung führte. Hier türmten sich Berge der Leichen der Crimson Fists auf. Wodurch sie gestorben waren war leicht zu erraten. Das Plasma hatte tiefe Löcher in die Torsi der Marines gebrannt und vielerorts waren nur noch einzelne Skelettüberreste zu sehen. Shuram dachte an die Leibgarde von Dhar’Leth, die schon oft dieses Gemetzel unter Feinden angerichtet hatten, doch weder die Leibgarde noch deren Leichen waren aufzufinden.
Shuram bemerkte nun ganz entfernt Kampfgeräusche die aus dem Tunnel nördlich von ihnen kamen. Dort befand sich seines Wissens das Herz der schwarzen Festung.
Mit dämonischer Schnelligkeit raste Shuram nordwärts, und konnte dort in der Ferne Unmengen an Crimson Fists sehen, die gen Norden marschierten.
Zu spät erkannten die Crimson Fists die Gefahr in ihrem Rücken und die ersten hundert wurden gnadenlos von Shuram und den Dämonen zerhexelt. Die Wände färbten sich blutrot und das allgegenwärtige Rollen von Köpfen hallte durch die Gänge.
Langsam aber sicher wich die Überraschung der Crimson Fists und ihre Gegenwehr wurde heftiger. Viele der Dämonen fielen, aber mindestens ebenso viele rammten ihre Äxte in die Körper der Space Marines und labten sich an all dem Blut.
Shuram geboss das Gemetzel. Es beglückte ihn ungemein, Hektoliter von Blut spritzen und Köpfe rollen zu sehen. Dass seine Truppen langsam aber sicher dezimiert wurde störte ihn kaum, im Gegenteil, er hatte Spaß an dem Zischen mit dem die Dämonen in den Warp gesaugt wurden und genoss den Anblick wenn ihrem Blut der Weg in den Warp verwehrt blieb uns es sich in den Raum ergoss.
Hunderte fielen in den erbitterten Nahkämpfen in denen sich Shuram und seine Truppen immer weiter nach Norden vorarbeiteten.
Nach Stunden des Kämpfens und Tötens mündeten die Gänge der Festung in eine größere Halle, dem Herzen der Festung.
Shuram duckte sich, um den Space Marines auszuweichen, die haarscharf an ihm vorbei durch die Luft flogen.
Sein Gesicht verzog sich zu einer grotesken Grimasse die man früher vielleicht als Lächeln hätte deuten können, als er sah, woher diese Körper(-Teile) flogen.
Bis in diese Halle hatte sich sein Zwillingsbruder Dhar’Leth mit seinen treuesten Kämpfern zurückgezogen, und nur drei Dutzend der besten dieser Krieger hatten überlebt und standen jetzt vereint mit Dhar’Leth in einem Kreis und wehrten Angriff für Angriff der Crimson Fists ab.
Shuram war außer sich vor Wut auf alle jene die versuchten seinen Bruder zu verletzen und er lachte wahnsinnig als er wild um sich hieb, Körperteile abhackte und Dutzenden Crimson Fists die Köpfe abschlug.
Die Kämpfe im Zentrum der schwarzen Festung dauerten noch mehrere Stunden, und die ohnehin schon hohen Leichentürme reichten bis an die Decke.
Am Ende stand Shuram keuchend neben seinem Bruder Dhar’Leth, den wenigen übrig gebliebenen Kämpfern seiner Armee, und der Leibwache von Dhar’Leth, die fast vollzählig überlebt hatte.
Dhar’Leth war mehr als erstaunt als er nun neben seinem Bruder stand. Erst hatte er ihn kaum erkannt. Erstaunlich wie reich ihn die Götter beschenkt hatten.
Noch erstaunlicher fand Dhar’Leth es aber, dass er überlebt hatte.
Ohne die Macht der Horde die seinen Bruders begleitete wäre er hier sicherlich zu Grunde gegangen.
„Sir, eine Nachricht von Perturabo!“ Einer der wenigen überlebenden Chaos Space Marines zeigte hektisch auf seinen Transmitter.
„Dhar’Leth!“, Dhar’Leth mochte die kreischende und immer schreiende Stimme von Perturabo, „Dhar’Leth, ich bin erstaunt dass ihr überlebt habt. Du bist wohl ein noch fähigerer Hurensohn als ich gedacht hatte. Auf einem Mond in der Nähe eurer Position wurde ein wertvolles Artefakt gesichtet. Ich will das du alles was von deiner Armee noch übrig ist sofort mobilisierst und deinen Arsch auf diesen Mond bewegst! Es ist wichtig, dass….“
Mit einem lauten Knacken wurde das Gespräch beendet. Perturabo hatte wohl wieder einmal mit seiner dicken Pranke die falsche Taste seines Transmitters gedrückt.
Wie dem auch sei, die Order war klar, also machten Dhar’Leth und Shuram sich auf den Weg nach oben.
Mit Entsetzen musste sie feststellen dass außer dem gerade erst erbeuteten Basilisken nicht mehr viel heil geblieben war. Die Schiffe brannten ruhig vor sich hin. Es würde Tage dauern sie wieder zu reparieren.
Shuram hätte schon fast aus Wut darüber einen der letzten Marines in seiner Faust zerdrückt als ein lautes Grollen das Nahen von Bikern ankündigte. Es waren die Biker die Dhar’Leth losgeschickt hatte um die Zielkoordinaten für die indirekten Geschütze durchzugeben. Anscheinend haben sie seine Befehle sich aus Kämpfen herauszuhalten nicht befolgt, denn ihre Rüstungen und Bikes waren mit Unmengen an Blut verschmiert.
„Sir“, der Champion der Biker meldetet sich zu Wort, „die Crimson Fists haben ihre Schiffe beinahe unbewacht gelassen und wir wollten endlich richtig kämpfen“.
Dhar’Leth war wütend, er wusste dass die Biker seine Art der Kriegsführung nicht mochten, aber sie hatten sich seinem direkten Befehl widersetzt.
Der Champion redete ohne Unterbrechung weiter: „ Glücklicherweise gelang es uns dabei einige ihrer Schiffe völlig intakt zu erobern“.
Dass war es, was Dhar’Leth hören wollte. Insgeheim war er nun sogar froh, dass sich die Männer seinem Befehl widersetzt hatten, und seine Stimme knirschte beinahe frohgelaunt:
„Na dann nichts wie los, auf zu den Schiffen!“