Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story

Nakago

Hintergrundstalker
Jenth​

Noch während wir intensiv über unser weiteres Vorgehen brüten, meldet sich Nita. Da nun allgemein bekannt ist, dass die "Geiseln" sich in Mine 169 befindet, drängen die einzelnen Klans auf die sofortige Befreiung ihrer Angehörigen. Ausnahmsweise herrscht hier mal Konsens. Uns ist allen klar, dass es eine unerträgliche Situation für die Menschen hier ist, ihre Verwandten in einer solchen Gefahr zu wissen. Die Frage ist nur, wie sollen wir das bewerkstelligen? Nita rät uns, Myrte aufzusuchen. Die kleine Drall hat ein schlaues Köpfchen und weiß vielleicht Rat. Momentan befindet sie sich als "Gast" bei einem Klan in der Nähe. Da Nita das Wort "Gast" betont macht er klar, dass die Wissenschaftlerin wohl eher die Gefangene des Klans ist und nicht wirklich ihr geschätzter Gast.

Mir war nicht einmal klar, dass Myrte eine weibliche Drall ist. Bei dieser Rasse sind männliche und weibliche Vertreter dieser kleinwüchsigen und bepelzten Rasse nur schwer voneinander zu unterscheiden. Wie auch immer, unmittelbar nach Nitas Botschaft brechen wir zu dem Klan auf, wo Myrte als Gast weilt. Wir können wir den Rancor Express nehmen und kommen nach wenigen Stunden dort an. Ich hatte wieder meinen Spaß, alle anderen weniger.

Dieser Klan ist von einer Frau geführt und hier scheint eher ein Matriarchat zu herrschen. Könnte auch daran liegen, dass wohl ein Großteil der Männer im Kampf gefallen sind. Das Lager ist gemütlich eingerichtet und macht den ordentlichsten Eindruck aller bisher von mir besuchten Lager. Die Anführerin, eine Frau, der man ihr Alter von Fünfzig Jahren ansieht, scheint sich viel davon zu versprechen, dass Myrte auch weiterhin "Gast" des Klans bleibt. Ich steige nicht ganz durch, warum sie das tut. Dazu kenne ich die regionalen Besonderheiten dieses Menschenschlages einfach zu wenig.

Allerdings macht Myrte klar, dass sie um zu helfen, schon etwas mehr tun muss, als nur von hier aus ein paar Tipps zu geben. Es gäbe die Möglichkeit, dass Detonite in der Mine eine Zeitlang zu neutralisieren und zwar mit Hilfe eines Gases. Meister Selto gibt dazu den Tipp, dass wir das nötige Equipment in der Chemiewaffenfabrik bei Mine M-204 finden könnten. Die Anlage ist zwar mit mehreren kleineren Schwerpunkten gesichert, die einen frontalen Angriff vereiteln. Auch gibt es einige Sperranlagen und Fuchslöcher, was eine Infiltration deutlich erschwert. Aber der große Schwachpunkt der Anlage ist die Zuganbindung. Ankommende Züge werden nur oberflächlich untersucht. Da könnte man relativ einfach in die Fabrik eindringen.

"Um wirklich was ausrichten zu können, muss ich schon vor Ort sein!", besteht Myrte auf ihre Mitnahme.

"Wenn die Geiseln befreit werden sollten, muss Myrte mit. Ich schätze mal, die anderen Klanführer wären nicht erfreut zu erfahren, dass die Geiselbefreiung nur deshalb nicht möglich ist, weil Myrte uns nicht begleiten darf", mache ich die Klanführerin auf die Konsequenzen aufmerksam, wenn sie weiterhin darauf beharrt, Myrte ihre Gastfreundschaft anzugedeihen. Weiter muss ich gar nicht gehen und die Frau erkennt die Zeichen der Zeit.

"Danke, dass ihr mich da rausgeboxt hat. Anfangs war es ja ganz Nett dort, aber ich bin Wissenschaftlerin, kein Faustpfand", bedankt sich Myrte anschließend. Zum Glück war das ganze kein Bluff von ihr, von da wegzukommen, sondern die Drall hat wirklich das notwendige Wissen, so ein Gas herzustellen. Alles was sie braucht müsste sich in der vollkommen automatisierten Fabrik finden lassen. Nita meldet sich ein weiteres mal und erkundigt sich nach unseren zukünftigen Plänen. Wir wollen das nicht unbedingt über Com besprechen und machen einen Treffpunkt aus, der auf unserem Weg zur Chemiefabrik liegt. Allerdings ruhen wir uns hier erst einmal den Rest des Tages aus, da die letzten Tage sehr Kräftezehrend waren und es macht keinen Sinn, die schon etwas angeschlagene Lyn bis zur totalen Erschöpfung anzutreiben. Also machen wir es uns bequem und ruhen uns etwas aus.

Mit frisch gewonnen Kräften brechen wir dann am nächsten Tag auf und treffen gegen Abend auf Nita in einem weiteren Lager zusammen. Einige hochrangige Klanführer sind bei ihm und lassen sich von uns über die bisherigen Fortschritte informieren. Einen wirklich spruchreifen Plan kann ich anhand der mageren Informationen nicht aus dem Ärmel schütteln. Wir müssen erst einmal sehen, ob Myrte mit den in der Chemiefabrik vorhandenen Mitteln auch das Neutralisierungsgas herstellen kann. Theoretisch müsste nach ihrer Einschätzung und Seltos Wissenstand alles notwendige vor Ort sein, aber so lange wir nicht nach gesehen haben, ist das eben nur eine Vermutung und noch kein absoluter Fakt. Dann müssen wir das Gas noch herstellen, in Transportbehälter abfüllen und aus der Anlage heraus in Sicherheit schaffen. Erst wenn wir dies alles geschafft haben, können wir mit der konkreten Planung beginnen. Erschwerend kommt hinzu, dass es mit der Befreiung der Geiseln aus der Mine M-169 nicht getan ist, da sich weitere Menschen am Tempel befinden. Die müssen dann auch aus der Falle befreit werden. Eventuell reicht es, diese Punkte nacheinander angehen zu müssen, da die Führung der Suul-Tanca Corporation erst einmal auf die veränderte Lage reagieren muss. Allerdings werden wir nur wenige Stunden Zeit haben und das Überraschungsmoment liegt dann nicht auf unserer Seite.

Die versammelten Führer sehen ein, dass eine Hauruckaktion nur einen Haufen toter Zivilisten zur Folge haben dürfte und lassen uns die notwendige Zeit, alles vorzubereiten und in die Wege zu leiten. Gut Ding will Weile haben, dass ist auch diesen Leuten klar und sie wissen, eine zweite Chance wird es nicht geben. Es gibt nur Erfolg oder Tod.

Nachdem das geklärt ist, brechen wir in Richtung Süden auf. Wieder benutzen wir den Rancor Express und erreichen eine vielversprechende Stelle. Dort gehen wir an die Oberfläche und suchen uns eine Position, wo durch eine extreme Steigung die Züge sehr langsam fahren müssen. Von einem Vorsprung aus wäre es möglich auf das Dach des Zuges zu springen. Jetzt heißt es warten. Dank Informationen von Nitas immer noch vorhandenen Spion wissen wir, dass gegen Morgen ein Zug hier durchkommt, der zur Chemiefabrik fährt. Also nehmen wir erst einmal eine Mütze voll dringend gebrauchtem Schlaf.

Noch in der Nacht stehen wir auf und machen uns bereit. Pünktlich zur angenommenen Zeit kraucht der Zug mit kreischenden Repulsorliftantrieb den Pass hinauf. Man hört ihn lange bevor man ihn sieht. Trotzdem ist der Sprung nicht ganz ungefährlich. Ich springe als erste und habe Myrte auf dem Rücken, da Drall nicht wirklich als agile Athleten gelten. Nach einem kurzen Anlauf springe ich ab und bin einen kurzen Moment in der Luft. Unter mir rumpelt der Zug vorbei. Hart komme ich auf dem Dach des Frachtwaggons auf und lasse mich langgestreckt auf ihn fallen, um eine möglichst kleine Silhouette abzugeben. Lyn springt als nächste und kommt sauber auf. Bei Scav ist das schon mit etwas mehr Lärm verbunden und er hinterlässt auf dem Dach auch eine Delle. Myrte krabbelt von mir herunter und ich robbe vorwärts zur nächsten Klappe, die leider verschlossen ist. Das ist ein Job für Scavangerbot 523 und wir tauschen die Postion. Zum Glück ist das Dach breit genug. Derweil hat der Zug die Passspitze erreicht und nimmt nun wieder deutlich an Fahrt auf. Auch heulen die Repulsorlifte nicht mehr in höchsten Tönen. Ohne große Probleme gelingt es Scav das Schloss an der Luke zu überzeugen, dass es sich jetzt zu öffnen hat. Die Diode springt von rot auf grün. Zischend öffnet sich die Klappe und blicke bange nach vorne, wo sie auf dem Treibwagen ein schwerer E-Netz Repetierblaster befindet. Aber dessen Mündung schaut auch weiterhin gerade aus. Lyn und Myrte folgen Scav ins innere des Waggons, während ich sichere. Als alles ruhig bleibt, hangle ich mich auch in die Tiefe des Wagens und schließe die Klappe. Wir sind drin.

Auf Paletten stapeln sich Transportfässer für Chemikalien bis fast an die Decke. Offensichtlich sind wir hier richtig. Einen Platz zu verstecken gibt es hier nicht wirklich. Es wird eine Frage des Timings sein, hier unentdeckt wieder heraus zu kommen. Möge die Macht mit uns sein!

Nakagos wirre Gedanken

Wer wollte nicht schon mal auf einen fahrenden Zug aufspringen? Unser SL lässt kein Szenario aus. Man könnte meinen, wir wären im wilden Westen.
 

Nakago

Hintergrundstalker
Krill
Wir sind etwa eine halbe Stunde unterwegs, da wird der Zug deutlich langsamer, ohne das dabei der Antrieb wieder lauter wird. Schätze mal, wir nähern uns dem Ziel. Dann ändert sich die Geräuschkulisse und wir halten schließlich. Vermutlich sind wir in einen unterirdischen Bahnhof eingefahren. Die seitlichen Türen fahren alle gleichzeitig auf und erlauben einen Blick auf die Umgebung. Wir befinden uns tatsächlich in einem unterirdischen Bahnhof mit genug Platz für zwei Züge. Die Halle wird gerade mit einem großen Panzerschott wieder verschlossen. Alles macht einen massiven Eindruck, als wäre die Anlage aus Permabeton für die Ewigkeit gebaut. Leuchtgloben an der Decke sorgen in regelmäßigen Abständen für eine gute Ausleuchtung. Ein einsamer Ladedroide macht sich schon an einer der Paletten aus unserem Wagen zu schaffen. Gegenüber sind Hochregale zu sehen, wo die Rohstoffe zwischengelagert werden.

Da sonst recht wenig Aktivität herrscht, laufen wir dem Verladedroiden einfach hinter her. Ich bin die Spitze, dann Myrte, Lyn und Scavangerbot 523 bildet den Abschluss. Wir huschen fast unbehelligt in das Hochregallager, als Scav von einem Aufseherdroiden angerufen wird. Offensichtlich war Scav zu langsam, hat aber keinen Sicherheitsalarm ausgelöst, da der Aufseher ihn für einen seiner Arbeiter hält. Wahrscheinlich gibt es hier ein Modell der gleichen Baureihe wie Scav. Während der Droide Scav zur Rede stellt, warum dieser nicht seine zugewiesen Arbeit in Ebene drei, Sektor zwei, Raum fünf nachgeht, schleiche ich mich von hinten an den Aufseher an und deaktiviere ihn für immer mit der scharfen Schneide von "Scharfrichter". Wir schaffen die Schrottteile auf eine Palette und lassen diese nach ganz oben befördern, wo wirklich keiner über ihn stolpern kann. Der Aufseher hatte ein Datapad bei sich, auf dem nun laufend neue Anfragen nach neuen Anweisungen eingehen.

Scav schnappt sich das Pad und beginnt nach kurzer Durchsicht der bisherigen Verläufe die Arbeit zu organisieren. Währenddessen bleiben wir in Bewegung und erreichen ein Datenterminal. Es ist ein leichtes für den Droiden sich darin einzuhacken. Zum einen gelingt es ihn alle Droiden für die nächsten Stunden beschäftigt zu halten, zum anderen kann er die notwendigen Chemikalien nach Myrtes Angaben in ausreichender Menge durch die ihm quasi unterstellten Droiden besorgen und auch entsprechende Maschinen für dieses Projekt benutzen. Ich sichere, während Myrte und Scav die notwendigen Schritte von hier aus einleiten. Schließlich gehen wir in den entsprechenden Maschinensaal auf Ebene zwei, Sektor vier, Saal eins. Auch hier sorgen die typischen Leuchtgloben im Maschinensaal aus Permabeton für ausreichend Beleuchtung.

Myrte rennt nun Stundenlang von Maschine zu Maschine, überwacht oder verändert entsprechende Parameter, ließt sich durch schier unendliche Zahlenkolonnen und sorgt für den reibungslosen Ablauf der Produktion des Gases, den wir in Flaschen aus stabilen Durastahl abfüllen lassen. Hier im Innern ist die Sicherheit ziemlich mau. Da hat Meister Selto verdammt recht gehabt. Ist man erstmal drin, kann man sich vollkommen frei bewegen. Trotzdem bleibe ich die ganze Zeit wachsam, falls irgend jemand diese Aktivitäten in Saal fünf auffallen sollten.

"Ich habe hier einen seltsamen Posten Material im Kältelager, Ebene Null, Saal eins", meint Scavangerbot, der inzwischen die gesamte Inventarliste durchgearbeitet hat.

"Was für ein Posten?", frage ich interessiert nach.

"Ich bin nicht sicher, da es sich hierbei um eine Codebezeichnung handelt, die ich nicht entschlüsseln kann."

"Kein Wunder, schließlich bist du Scavangerbot und nicht Protcolbot", scherze ich.

"Das war wohl eine Kostprobe von menschlichem Humor", erwidert Scav trocken.

"In der Tat, Scav, dass hast du gut erkannt. Lass uns mal nachsehen gehen. Lyn, passe doch bitte so lange auf unsere gute Myrte auf", meine ich zu der orangenen Twi´lek, die sich momentan furchtbar langweilt.

"Geht klar", meint Lyn, die herzhaft gähnt.

In geduckter Pirscherhaltung übernehme ich die Spitze, während Scav direkt hinter mir ist. Wir laufen zu einem Treppenhaus und gelangen so ungesehen auf Ebene Null ganz unten. Saal eins ist mit einem massiven Panzerschott gesichert, auf dem wenig überraschend eine großen Eins steht. Während ich sichere macht Scav, was er am besten kann, nämlich Türen öffnen, von denen andere wollen, dass sie zu bleiben. Nach wenigen Augenblicken fährt das Schott zur Seite und gibt einen Blick auf den Inhalt frei. In Regalen links und rechts befinden sich Sprengkapseln, wie sie die Selbstmorddroiden so gerne in ihrem Innern tragen. Das sind über 120 Stück. Wie gut, dass wir noch etwas Sprengstoff übrig haben. Nach Scavs Anweisungen helfe ich ihm den Sprengstoff so zu legen, dass alle Sprengkapseln mit hoch gehen werden.

"Nach den mir zur Verfügung stehenden Daten sollte dies ausreichen, die gesamte Fabrik zu terminieren", meint der Droide nach getaner Arbeit.

"Das Feuerwerk werden sie bestimmt noch in Sektor Eins spüren", hoffe ich mit einem breiten Grinsen im Gesicht. Diesen Schlag wird die Corporation wirklich spüren. Das wird kein Nadelstich wie bisher, sondern wir schlagen mit dem Hammer auf ihren großen Zeh. Das wird wehtun und Konsequenzen haben. Nachdem das Schott wieder verschlossen ist, schleichen wir zurück zur Produktionsstätte.

"Wie lange noch, Myrte?", frage ich die quirlige Drall, die immer noch unermüdlich von Maschine zu Maschine flitzt.

"In siebenundzwanzig Minuten wird die letzte Flasche befüllt sein."

"Gut!" Myrte hält Wort und tatsächlich können wir dann mit dem Verladen der Flaschen beginnen, die sich auf genormten Transportpaletten befinden. Wir machen es uns einfach, da Scav die ganzen Gasflaschen einfach von Verladedroiden in den Zug schaffen lässt, der Termingerecht in ein paar Minuten wieder nach Sektor Eins zurückfahren soll. Ich fasse es immer noch nicht, wie fahrlässig die Corporation mit der Sicherheit der Fabrik umgeht. Die verlassen sich wirklich rein auf die sicherlich massive Außensicherung. Hier haben sie definitiv an der falsche Ecke gespart.

Schließlich fährt der Zug los und wir sind aus der Anlage draußen. Nun hackt sich Scav in den Zug und hält ihn da an, wo es einen Zugang ins Unterreich gibt und unser Führer samt Rancoren auf uns wartet. Wir laden die Gasflaschen ab, während Lyn losläuft, den Führer zu holen, um uns zu helfen. Nachdem alles ausgeladen ist, lässt Scavangerbot den Zug weiter fahren mit dem Vermerk, dass es eine kleine technische Störung gegeben hat. Das war jetzt einfach.

"Willst du oder soll ich?", frage ich Scavangerbot 523.

"Ganz wie du willst", gibt sich der Droide generös.

"Na dann!", meine ich, schnippe den Deckel vom Zünder ab und drücke ihn. Die Explosion ist hier wirklich noch sehr gut zu spüren und die Flammensäule dürfte man auch von den Hochhäusern in Sektor Eins noch erkennen können. Nimm das, Suul-Tanca Corporation!

Sitzung gespielt am: 22.12.2018
Anwesende Spieler: Lyra, Scav, Lyn
Erfahrungspunkte: 25 EP, 10 EP für zweiten Rang in Fertigkeit Artillerie, 15 EP für dritten Rang von Infiltration, 5 Punkte immer noch gespart.

Beute: Zwei Gefangene befreit, Happy!

Getötete und überwundene Gegner: 2 Satelliten zerstört, 1 Manteljäger schwer beschädigt. 1 Geschützstellung schwer beschädigt (temporär ausgeschaltet), 2 Schwere Sicherheitsdroiden B2 Nachbau zerstört, mehrere leichte Sicherheitsdroiden zerstört, 1 Protokolldroide zerstört, größere Anzahl von Gardisten betäubt oder getötet. 3 Sturmtruppler und 1 imperialer Offizier.

Gruppenwert:
Diplomatie: 325
Schmuggel/Handel: 410
Militär: 500

Resümee: Holla die Waldfee! Beim Raumkampf habe ich wirklich gedacht, dass wäre es für uns gewesen. Ein Treffer und wir wären erledigt gewesen. Ich hatte gedacht, es wäre ein leichtes, mit dem Lambda Shuttle die Wachschiffe auszuschalten. Stattdessen hätten die uns beinahe platt gemacht. Ich schätze mal, unser SL hat uns beim letzten Schuss bewusst verfehlt, da wir sonst drauf gegangen wären. So viele Geschütze und so wenig Treffer! Das war echt hart. Viele Würfel sind halt kein automatischer Erfolg in diesem System. Man kann viele Vorteile haben, aber eben keinen Nettoerfolg.

Die vielen verschiedenen Aufgaben waren ziemlich cool. Zuerst die Wunderwaffe klauen, dann die Geschützstellung infiltrieren. Dann ein "Zugüberfall", weiter mit einer "Entführung". Eine weitere Infiltration und zum Schluss das entkommen mit einem weiteren Zug. Das war abwechslungsreich und spannend. Das hat mir wirklich gefallen. Viele verschiedene Aufgaben, welche jeweils andere Vorgehensweisen verlangt haben. Unser SL hat die vorgegebenen Aufgaben schon etwas als Railroding empfunden und sich dafür auch entschuldigt. Ich dagegen fand das eine gute Idee. Es gab ja mehrere Aufgaben zur Auswahl und auch die Reihenfolge war uns überlassen. Das war besser, als jetzt da groß erst alles selbst in Erfahrung zu bringen und irgendwie einen Ansatzpunkt zu finden. So wusste man als Spieler gleich, wo man ansetzen kann und hat doch die freie Auswahl, dass zu machen, was man will. Fand ich gut gelöst und hat verdammt viel Spaß gemacht.

Auf alle Fälle haben wir recht viel erlebt und dabei war die Sitzung nicht einmal so lang. Wir hatten schon deutlich längere Sitzungen. Könnte daran gelegen haben, dass der Spieler von Shaka nicht da war und deswegen bei allen Vorschlägen sehr schnell ein allgemeiner Gruppenkonsens erreicht wurde. Auch wurden die Kämpfe nicht wie üblich von ihm ausgebremst, da er mit seinen Aktionen in etwa genau so viel Zeit braucht wie der Rest der Gruppe zusammen.

Lyras Entwicklung: Eigentlich war meine Konzeption bis jetzt eher fest von mir geplant. Zuerst Attentäter, dann den Powertech, als Belohnung zuerst den Rekruten, dann den Rigger, um die "Vanguard" etwas zu pimpen. Aber während der Sitzung kam nach dem Raumgefecht das Thema eines zusätzlichen Raumjägers auf. Der Spieler von Lyn hat schon mehrmals Andeutungen gemacht, wie praktisch es wäre, einen gescheiten Raumjäger zur Verfügung zu haben und sich schon mal einen R3 Astromech besorgt. Mehrmals kam auch schon die Anschaffung von Jägern für die Nilvax Station auf. Solche Waffensysteme sind aber nicht wirklich günstig und es fängt bei etwa 30K Credits für einen Jäger ohne Hyperraumantrieb an und reicht bis weit über 300K Credits. Ein X-Wing kostet beispielsweise Liste 120 000 Credits. Ist also kein billiger Spaß. Auf alle Fälle hält inzwischen auch der Spieler von Scav das für eine gute Idee. Auf meine Frage, wer dann die "Vanguard" fliegt, kam es gleichzeitig von beiden Spielern: "Lyra!"

Mein SC hat zwar die notwendigen Skills in Pilot und Artillerie, aber es fehlen ihr ganz klar die Talente, um einen ernsthaften Raumkampf zu bestehen. Im Star Wars Universum ein Raumschiff zu fliegen ist nicht so schwer. Von A nach B zu fliegen ist ja auch kein Ding, dass kriegt sogar Lyra locker hin. (He, dass reimt sich sogar) Die meisten Berufe haben Pilot als Fertigkeit mit drin. Aber ein ernsthaften Raumkampf ohne die ganzen coolen Talente zu bestreiten halte ich für sehr gewagt. Momentan überlege ich, welche dritte Berufsspezialisierung ich später noch nehmen soll. Also einen regulären dritten. Rekrut bin ich als Bonus durch und wollte Rigger nehmen, der die "Vanguard" quasi deutlich aufwertet, wie ich schon in Kapitel XX erwähnt habe. Ein Fehler ist das auf keinen Fall, macht das doch die "Vanguard" deutlich zäher. Auf alle Fälle liebäugle ich zur Zeit mit den Kampfkünstler. Er hat Körperbeherrschung als Fertigkeit und einige wirklich coole Nahkampftalente. Waren eine Zeitlang einige Mitspieler deutlich auf Nahkampf gebürstet, wie Scav und Edna, haben die inzwischen alle schwere Fernkampfwaffen oder Artillerie für sich entdeckt. Vibrowaffen sind zwar cool, aber das Blastergewehr ist nun mal mächtiger als das Schwert, so lange es kein Lichtschwert ist. Bin also momentan am schwanken, was ich nun machen soll.

Auf alle Fälle steigere ich von den 25 EP der heutigen Sitzung die Fertigkeit Artillerie von 1 auf 2, was 10 EP kostet. So wie wir heute fast alle grandios verfehlt haben, ist das bitter nötig und ein Waffenskill war schon länger wieder fällig. Zuerst habe ich es in Erwägung gezogen, schon mal Pilot (Weltraum) von 1 auch auf 2 für weitere 10 Punkte zu steigern. Aber ich will momentan Lyras Kernkompetenzen stärken, also Infiltration, Heimlichkeit, Bewaffneter Nahkampf und Schwere Fernkampfwaffen. Das Bezugsattribut habe ich für die drei letzteren ja erst gesteigert, also wäre ein weiterer Rang in Infiltration von nun 2 auf 3 sicherlich nicht verkehrt. Ich sehe Lyra auch weiterhin eher als Expertin für eine heimliche Infiltration, auch wenn ich dieses Thema lange vernachlässigt habe. Die ersten Sitzungen wurde eben auch so gut wie nie eine Probe auf Infiltration verlangt, erst in den letzten paar Spielabenden kam dieses Thema verstärkt auf. Auch in Bezug auf die bevorstehende Befreiung der Geiseln halte ich einen hohen Infiltrationswert für keinen Fehler. Die immer noch vorhandenen 5 Punkte spare ich ein weiteres mal auf.

Am Rande des Imperiums: Ich will der beste Pilot der Galaxis sein!

Das System bietet durch seine drei Grundbücher und insgesamt 108 Berufsspezialisierung (Inzwischen sind es durch die neu erschienenen Zeitalterbücher einige mehr) einiges an Auswahl. Einige Berufe sind zwar doppelt, wie zum Beispiel der Fahrer, Pilot und der Schwere Waffenspezialist, aber trotzdem gibt es eine große Bandbreite an Piloten. Interessanterweise bietet der Beruf Fliegerass nur drei richtige Piloten, sonst noch einen Bordschützen, einen Tuner und einen Bestienreiter.

Und da ich eventuell genötigt bin/werde, die "Vanguard" in Zukunft auch in einem Gefecht zu fliegen, wäre es vielleicht mal interessant heraus zu finden, welche Spezialisierung sich hier speziell für Lyry und mein Konzept anbietet. Ich werde nach folgenden Kriterien vorgehen: Grundfertigkeiten (für mich irrelevant, aber vielleicht schaut ja auch mal ein Spieler hier vorbei, der auch einen Piloten spielen will), Spezialisierungsfertigkeiten, Offensive Raumschifftalente, Defensive Raumschifftalente, Unterstützende Raumschifftalente, Reparaturtalente, Navigationstalente und Normal nützliche Talente. Dazu Lebenspunkte und Erschöpfungspunkte.

Berufsfertigkeiten: Das sind die acht Fertigkeiten (im Falle eines Jedi sechs, da er durch das Holocron der Gruppe noch zwei weitere bekommt), welche der Beruf einen in der Grundklasse zur Verfügung stellt. Nimmt man den Klasse als zweite Spezialisierung, bekommt man nur die vier Fertigkeiten der Spezialisierung.
Spezialisierungsfertigkeiten: Das sind die vier zusätzlichen Fertigkeiten, die man immer dazu bekommt.
Offensive Raumschifftalente: Hiermit sind Talente gemeint, welche den Raumkampf aktiv unterstützen.
Defensive Raumschifftalente: Hiermit sind Talente gemeint, welche im Raumkampf helfen, dass Schiff zäher oder schwerer zu treffen macht.
Unterstützende Raumschifftalente: Damit sind Talente gemeint, welchen den Piloten unterstützen, wie das entfernen von schwarzen Komplikationswürfeln.
Reparaturtalente: Nach dem Kampf will das Schiff wieder repariert werden.
Normal nützliche Talente: Es gibt schließlich auch ein Leben außerhalb des Cockpits. Da jede aufgezählte Spezialisierung Hingabe hat, erwähne ich die nicht extra und ist als obligatorischen anzusehen.
Lebenspunkte: Zähigkeit gibt 2 Lebenspunkte und manche Berufe haben die. Lebenspunkte kann man auch nie genug haben.
Erschöpfungspunkte: Starrsinn gibt 1 Punkt auf Erschöpfungslimit. Das ist wichtig, da die Benutzung aktiver Talente oft Stress, bzw. Erschöpfung verursacht.
Allgemeines Fazit: Allgemeine Betrachtung des Berufes.
Fazit für Lyra: Eine Analyse darüber, wie Nützlich diese Spezialisierung für Lyra wäre.

Fliegerass Teufelskerl/Hotshot
Berufsfertigkeiten: Astronavigation, Coolness, Mechanik, Pilot (Planetar), Pilot (Weltraum), Wahrnehmung, Artillerie, leichte Fernkampfwaffen
Spezialisierungsfertigkeiten: Coolness, Körperbeherrschung, Pilot (Planetar), Pilot (Weltraum)
Offensive Raumschifftalente: (Verbessertes) Eiskalt Erwischt, (Verbesserte) Corellianische Rutsche
Defensive Raumschifftalente: 3 x Training bei hoher Anziehungskraft, Koiogran-Manöver
Unterstützende Raumschifftalente: 1 x begabter Pilot, 2 x Abkürzung
Reparaturtalente: Nix!
Normal nützliche Talente: 2 x Zweite Chance, Starke Präsenz
Lebenspunkte: Nix!
Erschöpfungspunkte: 4 x Starrsinn!
Allgemeines Fazit: Ein wahrer Teufelskerl! Ziemlich eingeschränkte Talente für einen Piloten, kein Vollgas, keines war die Silhouette verkleinert. Dafür kann er ein gegnerisches Manöver zum besseren Zielen negieren. Hat mit 4 x Talent Starrsinn das notwendige hohe Erschöpfungslimit um Systembelastung für das Schiff mit dem Talent "Training bei hoher Anziehungskraft" auf sich zu nehmen. Die "Corellianische Rutsche" ist Nett. Zweite Chance ist stark, da man einmal pro Begegnung positive Würfel in Höhe des Talents neu Würfeln kann. Und das kann man auch im normalen Kampf. Ich schätze die Klasse als ein Upgrade für den normalen Piloten ein. Man bekommt weitere Talente und hat nur (verbessertes) Eiskalt erwischt doppelt. Das richtige für einen Jagdpiloten, da Jäger meist ein sehr geringes Systembelastungslimit haben und einige Manöver eben dieses verursachen. Das nun auf sich selbst übertragen zu können macht die Klasse recht stark. In Verbindung mit Pilot und Rigger bekommt man den besten Piloten der Galaxis ziemlich gut hin.
Fazit für Lyra: Mit Coolness und Körperbeherrschung hat er gleich die zwei wichtige Fertigkeiten, die Lyra noch fehlen. Zweite Chance ist für jemand wie mich, der ziemlich oft Schrott würfelt natürlich Gold wert. Gleich 4 x Starrsinn sind natürlich heftig. Allerdings fehlen dem Teufelskerl einiges an Talenten, die wirklich nützlich im Raumkampf sind, besonders das fehlende Vollgas schmerzt, ebenso ist man nicht schwerer zu treffen. Besonders letzteres ist sehr nützlich, da die Kampfprobe im Raumkampf durch den Vergleich der Silhouetten zu Stande kommt. Je kleiner man ist, desto schwerer wird die Kampfprobe.

Fliegerass Pilot (FP), Schmuggler Pilot (SP), identische Talentbäume, unterschiedliche Fertigkeiten
Berufsfertigkeiten (FP): Astronavigation, Coolness, Mechanik, Pilot (Planetar), Pilot (Weltraum), Wahrnehmung, Artillerie, leichte Fernkampfwaffen
Berufsfertigkeiten (SP): Infiltration, Körperbeherrschung, Pilot (Weltraum), Straßenwissen, Täuschung, Wachsamkeit, Wahrnehmung, Unterwelt
Spezialisierungsfertigkeiten identisch: Astronavigation, Pilot (Planetar), Pilot (Weltraum), Artillerie
Offensive Raumschifftalente: (Verbessertes) Eiskalt Erwischt,
Defensive Raumschifftalente: Schwer zu treffen, Defensive Steuermanöver, Brillantes Ausweichmanöver,
Unterstützende Raumschifftalente: 2 x begabter Pilot, 2 x Stellarkatograph, Aufsatteln, alle 3 Stufen von Vollgas, Geborener Pilot, Flugkünstler
Reparaturtalente: Nix!
Normal nützliche Talente: 1 x Schnelle Erholung
Lebenspunkte: 1 x Abhärtung
Erschöpfungspunkte: 2 x Starrsinn
Allgemeines Fazit: Der Pilot hat eine Menge wirklich guter Talente um im Raumkampf zu bestehen. Quasi das Rundumsorglospaket mit allem was der Pilot so braucht. Außerhalb des Cockpits kann er relativ wenig. Der Schmuggler hat noch nicht einmal Leichte Fernwaffen, was wirklich bitter ist. Dafür hat der Fliegerass Pilot in Puncto Spezialisierungsfertigkeiten die Arschkarte gezogen, da er genau die gleichen Fertigkeiten noch einmal bekommt, was nicht gerade für Varianz sorgt.
Fazit für Lyra: Bis auf Astronavigation hat Lyra schon all diese Fertigkeiten der Spezialisierung. Ich sehe es persönlich ungern, wenn zwei Spieler exakt die gleiche Klasse haben. Gut, Lyn und Lyra haben ja unterschiedliche andere Spezialisierungen, aber eine Varianz innerhalb der Gruppe ist in meinen Augen nie verkehrt.

Fliegerass Fahrer (FF) Entdecker Fahrer (EF)
Berufsfertigkeiten (FF): Astronavigation, Coolness, Mechanik, Pilot (Planetar), Pilot (Weltraum), Wahrnehmung, Artillerie, leichte Fernkampfwaffen
Berufsfertigkeiten (EF): Astronavigation, Coolness, Pilot (Weltraum), Überleben, Wahrnehmung, Äußerer Rand, Altes Wissen, Xenologie
Spezialisierungsfertigkeiten: Coolness, Mechanik, Pilot (Planetar), Artillerie (Yup, dass Fliegerass bekommt sagenhafte Null! In Worten Null! Ich wiederhole, Null neue Berufsfähigkeiten durch die Spezialisierung. Das ist verdammt mies designt. Gleiches Problem hat auch der Pilot beim Fliegerass)
Offensive Raumschifftalente: Nix
Defensive Raumschifftalente: Schwer zu treffen, Defensive Steuermanöver,
Unterstützende Raumschifftalente: 2 x begabter Pilot, alle 3 Stufen von Vollgas, Rennfahrer, Fahrkünstler, Vollbremsung, Geländefahrer (nur Planetar)
Reparaturtalente: 2 x Bastler, 2 x Feintuning,
Normal nützliche Talente: Schnelle Reflexe
Lebenspunkte: 1 x Abhärtung, also 2 Lebenspunkte.
Erschöpfungspunkte: 2 x Starrsinn
Allgemeines Fazit: Auch wenn die Klasse Fahrer heißt, so ist so doch auch Raumpiloten geeignet und bis auf die Talent Geländefahrer, Rennfahrer und Fahrkünstler sind auch alle für Pilot Raum einsetzbar.
Fazit für Lyra: Da es ja darum geht, die "Vanguard" heil durch ein Raumgefecht zu steuern, ist die Spezialisierung Fahrer durch seine vielen Defensiven Talente gut geeignet. Hat dazu noch Coolness und das Talent "Schnelle Reflexe", was auch so nicht verkehrt ist. Und Vollgas, was für einen Corellianer eh die beste Art der Fortbewegung ist. Schnell ist akzeptabel, Extrem schnell ist gut und wahnsinnig schnell ist genau richtig! Und er hat die Fertigkeit Coolness.

Kopfgeldjäger Operator
Berufsfertigkeiten: Athletik, Pilot (Planetar), Pilot (Weltraum), Straßenwissen, Wachsamkeit, Wahrnehmung, Handgemenge, schwere Fernkampfwaffen
Spezialisierungsfertigkeiten: Astronavigation, Pilot (Planetar), Pilot (Weltraum), Artillerie
Offensive Raumschifftalente: Offensives Lenken, Behindernder Schuss, Bremsender Schuss, 2 x Verteidigung überwältigen
Defensive Raumschifftalente: Nix
Unterstützende Raumschifftalente: 2 x begabter Pilot, 1 x Stellarkatograph, 1 x Planetarkatograph Aufsatteln, erste Stufe von Vollgas, 2 x Abkürzung, Verbesserte Abkürzung, Geländefahrer,
Reparaturtalente: Nix
Normal nützliche Talente: Nix
Lebenspunkte: Nix
Erschöpfungspunkte: 4 x Starrsinn
Allgemeines Fazit: Der Operator kann eines ganz klar verdammt gut, ein gegnerisches (Raum)Fahrzeug zum stehen bringen. Seine Talente erlauben ihn schnell an den Gegner heran zu kommen, seine Verteidigung zu negieren und ihn dann komplett bis zum Stillstand auszubremsen. Eine Ionenwaffe bewirkt in etwa das gleiche. Wenn es darum geht, in einem Kampf ein Schiff gegen ein anderes Schiff dieses zu stoppen, ist das die perfekte Klasse. Aber sonst kann er relativ wenig. Da der Operator das auch mit Gleitern auf der Oberfläche machen kann, ist er etwas flexibler, bleibt aber trotzdem ein Spezialist der außerhalb des Cockpits nur durch ein paar gute Fertigkeiten seinen Beitrag leisten kann. Für eine Ergänzung wiederum ist er besser geeignet. Auch für eine Star Cops Kampagne wäre er super.
Fazit für Lyra: Das wäre eine Spezialisierung ohne Strafpunkte, bringt aber nur eine neue Berufsfertigkeit, die Astronavigation, welche auf Intelligenz geht. Da wir mit unserem mit modernsten Prozessoren versehenen Scavangerbot einen Navigator mit Intelligenz sechs an Bord haben, nicht wirklich notwendig. Der Operator ist einem Kampf eins zu eins als Angreifer wohl jeder anderen Spezialisierung überlegen, aber sobald er nicht mehr der Jäger ist, dürfte er schnell an die Grenzen stoßen. Dank Abkürzung kann diese Spezialisierung sicherlich gut einen Kampf abbrechen.

Kommandant Staffelführer
Berufsfertigkeiten: Coolness, Disziplin, Einschüchterung, Führungsqualität, Wachsamkeit, Wahrnehmung, leichte Fernkampfwaffen, Kriegskunde
Spezialisierungsfertigkeiten: Mechanik, Pilot (Planetar), Pilot (Weltraum), Artillerie
Offensive Raumschifftalente: 2 x Erstschlag (geht auch im normalen Kampf)
Defensive Raumschifftalente: Schwer zu treffen, 2 x Defensive Steuermanöver, Brillantes Ausweichmanöver
Unterstützende Raumschifftalente: Vollbremsung, Aufsatteln, Zu Mir! Taktischer Überblick
Reparaturtalente: Nix (Trotz Mechanik als Spezialisierungsfertigkeit. Kapiere nicht, warum diese Spezialisierung überhaupt als Fertigkeit Mechanik hat, macht in meinen Augen absolut keinen Sinn.)
Normal nützliche Talente: 2 x Erstschlag (geht auch im Raumkampf), 2 x Zuversicht, (Verbesserter) Feldkommandant, 2 x Befehlsgewalt
Lebenspunkte: Nix
Erschöpfungspunkte: 2 x Starrsinn
Allgemeines Fazit: Der Staffelführer ist ein Hybrid und eigentlich mehr Anführer als Pilot. Als Pilot hat er mehrere gute defensive Talente, die ihn am Leben halten, während er seine Staffel führt. Und dazu hat er ein paar nette unterstützende Talente für den Rest der Gruppe.
Fazit für Lyra: Für Lyra eigentlich ziemlich ungeeignet, da viele der Unterstützenden Talente auf Führung (Charisma) gehen und darin ist sie nun mal nicht gut. Eine Spezialisierung, die komplett in die falsche Richtung geht. Wobei die Massierung an defensiven Talenten sehr brauchbar für sie wäre.

Der Vollständigkeit halber noch die zwei Jedi Berufe, die etwas mit Piloten zu tun haben. Dem Sternenjägerass und den Rennfahrer (woher da wohl die Inspiration kam? :D ) Wie man sieht, haben Jedi nur sechs allgemeine Berufsfertigkeiten, aber dafür gibt ihn das Holocron der Gruppe noch zwei weitere, die dann jeder Machtsensitive nach Gusto des Spielleiters hat.

Krieger Sternenjägerass
Berufsfertigkeiten: Athletik, Coolness, Überleben, Wahrnehmung, Handgemenge, Nahkampfwaffen (ja, Krieger haben tatsächlich nicht von Grund auf Lichtschwerter auf ihrer Fertigkeitenliste.)
Spezialisierungsfertigkeiten: Astronavigation, Mechanik, Pilot (Weltall), Artillerie
Offensive Raumschifftalente: Intuitiver Angriff, Lüftungsschacht,
Defensive Raumschifftalente: Schwer zu treffen, 2 x Intuitives Ausweichmanöver
Unterstützende Raumschifftalente: Vollgas erste Stufe, 2 x begabter Pilot, Stelarkatograph
Reparaturtalente: 2 x Reparaturgenie
Normal nützliche Talente: Zuversicht, 2 x Schnelle Reflexe, Wink des Schicksals, Machtwert
Lebenspunkte: Nix
Erschöpfungspunkte: 2 x Starrsinn
Allgemeines Fazit: Hat ein paar nette Pilotentalente und kann im Raumkampf Machtkräfte einsetzen. Das wäre was für Lyn, würde ihren Pilotenfähigkeiten gut tun. Wird sie aber leider nicht nehmen.
Fazit für Lyra: Sie ist ja leider kein Jedi, also kommt dieser Beruf für sie nicht in Frage.

Wächter Rennfahrer
Berufsfertigkeiten: Computertechnik, Heimlichkeit, Infiltration, Täuschung, Wahrnehmung, Kernwelten
Spezialisierungsfertigkeiten: Coolness, Körperbeherrschung, Pilot (Planetar), Pilot (Weltraum)
Offensive Raumschifftalente: Öhhh.... Nix!
Defensive Raumschifftalente: Intuitives Ausweichmanöver, Übersinnliche Reflexe
Unterstützende Raumschifftalente: Vollgas alle drei Stufen, 2 x begabter Pilot,
Reparaturtalente: Nix
Normal nützliche Talente: 3 x Abkürzung, Verbesserte Abkürzung, Machtwert, (Verbessertes) Parcour, 2x Koordiniert,
Lebenspunkte: Nix
Erschöpfungspunkte: 2 x Starrsinn
Allgemeines Fazit: Warum muss ich jetzt nur an: "Das ist Podracing!" denken? Mir gefällt die Klasse. Für den offensiven Raumkampf sicherlich nicht der Bringer, aber ich mag sie.
Fazit für Lyra: Wäre sie ein Jedi, wäre das wohl die sinnvollste Ergänzung, die zu ihrem Charakter passt. Alle Stufen von Vollgas und dazu noch drei mal Abkürzung plus verbesserte Abkürzung, was Erfolgssymbole bei Verfolgungsjagden in Höhe der Abkürzungstalente generiert. Also ziemlich cool, wenn man ein Rennen fährt, jemanden verfolgt oder entkommen will. Dazu noch die Fertigkeiten Coolness und Körperbeherrschung. Hat dazu noch viele Talente, die auch außerhalb eines Raumschiffes nützlich sind.

Allgemeines Fazit: Der generische Pilot ist tatsächlich der beste Pilot im System. Kann austeilen, kann sein Schiff schwerer zum treffen machen und verdammt gut ausweichen. Sonst kann er relativ wenig. Aber man kann ja nicht alles haben.

Fazit für Lyra: Schwer zu sagen, ob ich Lyra in diese spezielle Richtung weiterführen soll. Bis jetzt habe ich praktisch immer das gewählt, was sie nach ihrer Hintergrundgeschichte als Rebellin der Allianz und Gladiatorin aus der Roten Arena können sollte. Der Fokus lag auf Kampf und Infiltration. Wobei ihr primäres Attribut nun mal Gewandtheit ist, war Anfangs vier und ist jetzt fünf und kein anderes Attribut wird das jemals toppen. Gewandtheit ist nun mal für einen Piloten das entscheidende Attribut, da Artillerie und Pilot über dieses Attribut laufen. Es wird noch eine zweite Season geben, da macht ein dritter regulärer Baum durchaus Sinn. Mal sehen, momentan gibt es noch den Material Artist und eventuell den Infiltrator als Alternative. Beide haben aber nicht gleichzeitig Coolness und Körperbeherrschung im Programm. Da wäre der Teufelskerl eine gute Wahl. Aber er hat halt nicht die wirklich coolen Pilotentalente. Dafür kann er wiederum andere Sachen als der Pilot, für einen Copiloten und Bordschütze hat er die richtige Ergänzung. Der normale Fahrer ist nicht schlecht, hat Coolness und macht es dem Gegner deutlich schwerer die "Vanguard" zu treffen. Den gibt es im Entdeckerbuch und als ich ihn zum ersten mal gesehen habe, fand ich ihn schon sehr brauchbar und habe mir damals schon überlegt, diesen Beruf vielleicht als Ergänzung zu holen. Eröffnet ein komplett neues Feld, kopiert nicht Lyn und ist besonders für Gleiter sehr gut geeignet. Hat zwar keine Körperbeherrschung, aber Coolness wäre momentan eh wichtiger zu steigern.
 

Nakago

Hintergrundstalker
Episode XXII
Die Schlacht um Sybal
Aurek
Es ist ein schöner Anblick, dem aufsteigenden Explosionspils zuzusehen. Diese äußerst vergängliche Schönheit der Zerstörung ist wie immer eine äußerst angenehme Befriedigung für all unseren Mühen. Wir sind dem Endsieg im Krieg um Sybal einen wichtigen Schritt weiter gekommen.

Jugendliche Klankrieger tauchen auf und helfen beim wegschaffen der Gasflaschen. Unbehelligt erreichen wir den Untergrund und verladen die Flaschen auf den Rancor Express. Damit ist die Mission wohl erfolgreich abgeschlossen und wir können uns nun Gedanken darüber machen, wie wir Mine 169 unter unsere Kontrolle bringen und die Geiseln aus den Klauen der niederträchtigen Suul-Tanca Corporation befreien.

Nita funkt uns wie aufs Stichwort über Com an und bittet zu einer weiteren Konferenz. Die Klanführer sind sich ausnahmsweise einmal einig, dass alles getan werden muss, die Geiseln zu befreien. Momentan werden auch die letzten Bewohner des Flüchtlingscamp interniert und deportiert. Dieser Vorgang dürfte in etwa drei Tagen abgeschlossen sein, bis dahin brauchen wir dann einen guten Plan. Wenn sich alle Geiseln an nur einem Ort befinden, müssen wir unsere Kräfte nicht splitten, was ein großer taktischer Vorteil ist.

Die Unterbringung der Flüchtlinge in Mine 169 erfolgt in einem alten und stillgelegten Teil der Minenanlage. Dieser Teil hat zwei Stockwerke. Der obere beinhaltet eine Zerkleinerungsanlage und die notwendige Infrastruktur dafür. Im Gebäude der Anlage sind etwa 500 Gefangene untergebracht und das auch nur, weil die Käfige im unteren Level schon vollkommen überbelegt sind. Alle offiziellen Zugänge sind bis auf einem gesprengt und damit blockiert. Der einzige Zugang ist vermint und in einem Hinterhalt lauern genau einhundert Droiden darauf, dass eine Streitmacht sie passiert und dann den Gegner in die Zange zu nehmen. Im unteren Level dem Eingang zugewandt befinden sich zwei E-Netz Repetierblaster in einer ausgebauten festen Stellung. Weitere zwanzig leichte und fünf schwere Sicherheitsdroiden sorgen für... Sicherheit. Im oberen Level befinden sich nur fünf Leichte und ein Schwerer Sicherheitsdroide.

Überall sind Bomben verteilt und die Ladungen sind mehr als ausreichend, alles zum Einsturz zu bringen. Separat entschärfen geht nicht. Die Ladungen sind miteinander verkabelt und obendrein noch mit Funkzündern versehen. Funk stören bringt nichts, da in regelmäßigen Abständen die Verbindung nachgefragt wird. Gibt es keine Verbindung, wird ein Countdown gestartet. Um die Sache etwas zu verschärfen, können die Bomben nicht nur von der sich im unteren Level befindlichen Sicherheitszentrale gezündet werden, sondern auch extern von Sektor 2, wo ein Offizier wohl ständig die Daten und Bilder der Überwachungskameras auswertet. Myrtes Gas kann die Sprengladungen temporär stark schwächen, aber nicht komplett zerstören. Das ist Problematisch, da auch die Käfige, in denen die Geiseln gefangen gehalten werden, mit Sprengladungen versehen sind. Auch eine geschwächte Ladung reicht aus, um da ein Massaker zu veranstalten.

Es gibt zwei Wege sich hinein zu schleichen. Zwischen den beiden Ebenen gibt es einen Durchbruch, in dem wiederum ein Kriechgang führt. Da herunter zu kommen erfordert eine ziemliche Kletterei an der unteren Decke entlang. Der andere Weg ist durch einen Abfluss in einen toxischen See im Zentrum der unteren Ebene. Das kalte Wasser trennt ein Großteil der Ebene in zwei Teile. Das Wasser sickert von oben herunter und ist mit Schwermetall belastet. Wir haben die notwendige Ausrüstung, um das zu bewerkstelligen.

Damit sind die Fakten auf den Tisch. Wir sprechen sehr viele verschiedene Pläne und davon ein gutes Dutzend Varianten durch. Keinem gefällt das Ausgangsszenario, in ein mit Bomben vollgestopften Hohlraum zu infiltrieren, wenn der Gegner genau weiß, irgendwann kommt jemand, um den Köder aus der Falle zu stehlen. Wenn die ihre Felle davon schwimmen sehen, werden die einfach sprengen.

Wir könnten das einfach den Klans von Sybal überlassen. Freiwillig für diese Mission haben die mehr als genug. Roark hat sie zwar inzwischen etwas auf Vordermann gebracht, aber diese Aufgabenstellung überfordert selbst uns Veteranen bei weitem. Wir müssen darauf vertrauen, dass Myrthes Gas die meisten Sprengsätze temporär soweit außer Kraft setzt, dass sie keinen Schaden anrichten können. Außerdem müssen wir so heimlich und subtil vorgehen, dass wir die Geiseln aus den Käfigen haben, bevor die Sprengsätze dort gezündet werden. Selbst ein vom Gas angegriffener Sprengsatz dürfte in den voll besetzten Käfigen immer noch für einige Tote und viele Verletzte sorgen.

Nach viel hin und her über verschiedene Möglichkeiten einigen wir uns schließlich auf einen Plan, der trotz aller Widrigkeiten eventuell klappen könnte. Für so eine Mission sind wir prädestiniert und wenn wir es nicht schaffen, dann kann es keiner hier auf diesem Planeten schaffen. Also präsentieren wir den Klanführern unseren Plan. Risikoreich, Friktionsanfällig und Selbstmörderisch, aber schaffbar. Das ist die Art von Mission, für die ich mich der Rebellion angeschlossen habe. Menschen vor einem menschenverachtenden Regime zu retten und zwar um jeden Preis. Falls wir dabei sterben, dann deshalb, weil wir bereit waren, unser Leben für die Unschuldigen zu opfern. Manche Zyniker behaupten zwar, es gibt nichts, für was es sich zu sterben oder kämpfen lohnt, aber wenn alle so denken würden, wäre das Imperium immer noch an der Macht und Egoisten würden herrschen.

Wir müssen zurück zur "Vanguard", um nötige Ausrüstung mitzunehmen. Dieses mal ist es wichtig, heimlich dort hinein zu kommen. Je weiter wir unentdeckt rein kommen, desto mehr Menschen werden überleben. Und darauf kommt es ja an. Für alle Fälle nehme ich mein Jet Pack mit, falls es mit dem Klettern nicht so klappen sollte. Ein wirklich gutes Gefühl bei der Sache habe ich nicht. Der Plan ist nicht wirklich gut, aber das Beste, was überhaupt in einer solchen Situation möglich ist. Weiterer Knackpunkt ist, wir werden entdeckt werden und es wird zu einem äußerst harten Gefecht gegen einen nummerisch weit überlegenen Gegner kommen. Die leichten Suul-Tanca Sicherheitsdroiden machen mir keine Angst, die unlizenzierten B2 Nachbauten können durch ihre Feuerkraft und Panzerung durchaus gefährlich werden. Dazu zwei befestigte Stellungen E-Netz Repetierblastergeschützen. Ich habe oft genug gesehen, was diese schweren Waffen mit einem lebenden Wesen anstellen können.

Mit einem äußerst mulmigen Gefühl in der Bauchgegend reiten wir unserem Schicksal entgegen. Es wäre Schade, wenn ich jetzt sterben würde, wo ich doch meiner Schwester so nahe gekommen bin. Auf der anderen Seite wäre es kein wirklich sinnloser Tod, da es darum ging, tausende Unschuldige zu retten. Schließlich erreichen wir den Bereitstellungsraum. Es wird mehrere Teams geben. Das Angriffsteam wird von Roark geführt werden und ich hoffe, sie brechen schnell durch die hundert Droiden. Lyn wird die "Gasteams" koordinieren. Sie werden an verschiedenen Stellen durch verschüttete Gänge mit Hilfe von kleinen Schleppdroiden Schläuche in die Mine verlegen, durch die dann das Gas eingeleitet werden wird. Ich traue den Klanleuten durchaus zu, diesen Part gebacken zu bekommen. Aber ich weiß, wie gut Lyn klettern kann, nämlich gar nicht. Deswegen ist es aussichtslos sie auf diese Tour mitzunehmen, da sie eher früher als später abstürzen wird, weil sie einfach nicht die Fitness hat, so eine Klettertour mit Rüstung zu überstehen. Mit den gleichen Argumenten würde ich auch Shaka gerne irgendwo anders positionieren, aber sie will unbedingt mitkommen.

Wir klären die letzten Details ab, tauschen Kommandowörter aus, synchronisieren unsere Chronometer und stimmen die Frequenzen unserer Coms aufeinander ab. Dann kann es losgehen. Wir haben noch ein paar Klankrieger dabei, welche die Gefangenen im oberen Level befreien sollen. Es dauert vier Stunden, bis wir unsere Ausgangsposition erreicht haben. Wir sind gut im Zeitplan und können die nicht benutzte Zeit dafür verwenden, uns noch einmal etwas auszuruhen. Nach und nach haben alle Teams ihre Ausgangsposition erreicht. Nun können wir gemeinsam und koordiniert vorrücken. Ich übernehme die Spitze und achte auf Sprengfallen und Sensoren. Tatsächlich finden wir eine. Und die hat es in sich. Scav entdeckt, dass, wenn man sich zum entschärfen hinkniet, eine primitive Mine mit Druckzünder ausgelöst wird. Das ist ziemlich teuflisch. Wir entdecken noch zwei weitere solche Fallen und erreichen dann schließlich den "Spalt", wie wir die Schlucht zwischen den beiden Ebenen genannt haben. Unter uns liegt der "Schlackesee", er mit toxischem Wasser gefüllt ist. Hoffentlich fällt da keiner rein, denn allein schon der Geruch, der uns hier entgegenschlägt, ist mörderisch. Wir warten, bis alle "Gasteams" in Postion hinter den Einstürzen sind, dann kann es losgehen. Möge die Macht mit uns sein. Ausnahmsweise mal!

Nakagos wirre Gedanken

Es hat wirklich verdammt lange gedauert, bis wir uns auf einen halbwegs funktionierenden Plan geeignet hatten. Teilweise waren wir sogar soweit, es den Klanleuten zu überlassen. Das Szenario ist auch sehr ambitioniert aufgebaut. Der erste Fehler hat das Potential zu einem vollkommenen Partykill.
 

Nakago

Hintergrundstalker
Besh​

Es obliegt an mir, als erste los zu klettern und setze die selbstklebenden Haken an Stellen, die mir fest erscheinen. Von unten und oben sickert etwas Licht in den Spalt. Aus der Ferne kann ich Schreie von Menschen hören. Sonst ist es viel zu leise für meinen Geschmack. Ohne Probleme erreichen wir die Decke von der unteren Ebene und nun heißt es an der Decke entlang zu klettern, ohne große Geräusche oder Krach. Selbst ich bin bald ziemlich in Schweiß gebadet und meine Muskeln zittern vor Anstrengung. Bei dem Rütteln an einem frisch gesetzten Haken gibt auf einmal der Stein darunter nach und ich habe den Haken in der Hand. Weiteres Geröll löst sich von der Decke und fällt klackend zu Boden.

"Fierfek!", fluche ich verhalten, als ich zwei der leichten Suul-Tanca Sicherheitsdroiden in mein Sichtfeld stampfen sehe. "Volle Deckung!"

Jede Spalte und Schatten nutzend, suchen wir uns ein Versteck. Die Droiden haben unten angehalten und einer scheint einen der gelösten Steine zur Inspektion hochzuheben. Einige Augenblicke später höre ich diesen wieder zu Boden fallen und sehe, wie die Decke ausgeleuchtet wird. Sieht so aus, als ob sie misstrauisch sind und ich hoffe, dass sie nichts finden werden. Das wäre eine äußerst schlechte Startposition und kein guter Zeitpunkt, das Gefecht zu beginnen. Möge die Macht mit uns sein!

Etwa eine Minute lang wird der Bereich hier mit einem Lichtkegel ausgeleuchtet, dann erlischt das Licht und ich kann hören, wie die Droiden sich wieder zurück bewegen. Das ging noch mal gut und ich atme erleichtert mehrmals tief durch. Nachdem wir ein paar Minuten abgewartet haben, klettere ich äußerst behutsam weiter. Es erscheint mir eine Ewigkeit zu sein, bis es endlich die Wand nach unten geht. Es ist mühsam, lautlos da herunter zu klettern. Zum Glück haben wir eine Kaminartige Einbuchtung, welche das Klettern deutlich erleichtert. Endlich haben wir wieder festen Boden unter den Füßen.

Dieser offene Bereich der Mine ist fast fünfhundert Meter lang und etwas meher als zweihundert breit. In Regelmäßigen Abständen stützen Säulen dieses hallenartige Gewölbe. Da aus dem See ständig Nebel sickert, können wir die andere Seite nicht sehen. Aber hier auf dieser Seite ist einer dieser befestigten Stellungen mit einem schweren E-Netz Repetierblaster zu sehen. Und das Geschütz ist mit einem Energieschild gesichert.

Unserem Plan folgend ignorieren wir die Stellung erst einmal und schleichen uns an der Wand entlang in Richtung der Sicherheitszentrale, wenn man das "Gebäude" aus zusammen getackerten Platten so nennen mag. Einige Fenster sind eingelassen und bieten von hier aus einen guten Überblick über die Höhle. Es gibt zwar ein Tür, aber die ist gut ausgeleuchtet und im Sichtfeld eines schweren Sicherheitsdroiden in knapp 200 Meter Entfernung, der auf erhöhter Postion neben einem der Käfige steht. Sein Kopf bewegt sich die ganze Zeit suchend hin und her.

Also klettern wir einfach auf das Dach und gehen dort im Halbdunkel in Stellung. Zum ersten mal sind wir gut gedeckt und haben die Zeit, uns Sorgfältig und in Ruhe umzusehen. Von hier aus kann ich die vier Käfige sehen. Mit meinem Zielfernrohr auf dem DLT-19D zoome ich heran, um Details erkennen zu können. Die Käfige haben in etwa eine Breite von achtzehn Meter und eine Länge von geschätzten sechsunddreißig Metern. Das Fundament besteht aus Permabeton, in dem einfach in enger Reihe massive Stäbe aus Durastahl gesteckt wurden, die in regelmäßigen Abständen mit Querverstrebungen gesichert sind, so dass sich da niemand durch quetschen kann. Ich habe keine Ahnung, wie viele Menschen sich da tummeln, aber dieser Käfig ist Hoffnungslos überbelegt. Auf der Hälfte der Fläche liegen Menschen dicht an dicht und versuchen im grellen Licht der Scheinwerfer zu schlafen. Der Rest steht dicht an dicht. Wahrscheinlich stehen und liegen sie abwechselnd. Hygienische Einrichtungen sind nicht vorhandenen und die bedauernswerten Gefangenen müssen sich durch die Gitterstäbe erleichtern. An einer Stelle ragt ein Wasserschlauch in den Käfig, die einzige Versorgung mit Frischwasser. Ob sie mit Nahrung versorgt wurden kann ich nicht genau erkennen. Ich kann auf alle Fälle weggeworfenes Verpackungsmaterial von Konzentrationsriegeln sehen. Und da einige durchaus gerade ihren Kot ins freie drücken, werden sie wohl mit dem lebensnotwendigsten versorgt. Dieser Anblick macht mich wütend, wirklich wütend und ich bin da nicht allein.

Auf dem Dach ist ein Dachfenster, das Scav versucht zu öffnen. Klappt leider nicht so ganz und der Droide reißt es kurzerhand aus der Fassung, da er dessen Stabilität offensichtlich vollkommen falsch berechnet hat. Das ist nicht gut! Ich springe in die Zentrale und spalte mit meinem "Scharfrichter" den Kopf des Droiden, der dort an einer Konsole arbeitet. Sofort kommt Scavangerbot hinter her und versucht den Alarm zurück zu setzen, den er versehentlich ausgelöst hat. Auch das klappt nicht so, wie gewünscht.

"Ist alles in Ordnung in Bereich 169-Besh?" Werden wir von außen angefunkt.

"Alle Parameter im grünen Bereich in 169-Besh! Es gab nur eine vernachlässigbare Falschmeldung durch einen Steinschlag.", versuche ich zu bluffen, da Shaka nicht schnell genug hinter her kommt, um diesen Part zu übernehmen. Für einige Augenblicke denke ich, alles ist gut, dann wird diese Illusion zerstört.

"Eingehende Überprüfung durch B2-Aurek angeordnet", bekommen wir die Rückmeldung und einer der B2 Droiden verlässt seine Position und kommt auf uns zu. Das war es dann wohl. Ich hatte gehofft, wir würden weiter kommen.

"Fierfek! An alle Teams! Einleitung des Gases! Sofort! Beginnt mit Phase zwei!", gebe ich durch, da nun der Banthadung in den Ventilator geflogen ist und wir stehen direkt davor. Wir haben ungefähr noch zwei Minuten, bis der etwas behäbige B2 Nachbau sich zu uns bewegt hat. Es ist jetzt vor allem wichtig, dass sich das Gas großflächig ausbreiten kann, damit die Bomben entschärft sind, wenn die Zündung eingeleitet wird. Jedenfalls soweit, dass ihre Detonation nur noch geringen Schaden verursacht. Ich blicke zu den Käfigen und schätze meine Chancen ab, die Distanz ungesehen zu überwinden. Ein Stück weit käme ich vielleicht, aber nicht weit genug, um jetzt schon die Tür zu öffnen. Und ehrlich gesagt will ich auf diesem Gefechtsfeld nicht etwa tausend panisch herumlaufende Zivilisten haben. Also bleibt nichts anderes übrig, als mit den anderen die Position zu halten. Roark gibt nun durch, dass seine Truppe mit der Stürmung der Anlage von Außen beginnt. Gut!

Der B2 stampft nun stoisch die Treppe zur Zentrale hoch, tritt ein und wird von uns im Kreuzfeuer niedergeschossen. Die Zeit der Subtilität ist nun endgültig abgelaufen. In dem Moment knallt es infernalisch, als ein Regen aus Gesteinsbrocken auf uns niedergeht.

"Nix wie raus hier!", brülle ich und schätze mal, alle anderen sind zu dem gleichen Schluss gekommen, so schnell wie möglich Abstand von diesem Gebäude zu gewinnen. Ich springe durch die offene Tür, rolle mich ab und bin von einer Staubwolke eingehüllt. Das Gebäude wird innerhalb weniger Sekunden eingeebnet und unter einem Haufen Geröll begraben. Mir ist nicht ganz klar, was gerade hier passiert ist. War das eine Sprengladung?

Der E-Netz Repetierblaster wird nun auf uns eingeschwenkt und ich renne zur nächsten Säule, hocke mich da ab und schieße auf die Stellung mit dem Schweren Repetierblaster. Meine Garbe prallt an dem aufleuchtenden Kraftfeld ab und die Querschläger sausen unkontrolliert durch die Höhle. Der Repetierblaster schwenkt auf mich ein und die schießen wenig überraschend nun auf mich. Der Strahl trifft zwar nur meine Deckung, aber die die glühenden Steinsplitter, die darauf hin auf mich einprasseln tun verdammt weh. Fierfek!

"Droidenkracher flieg und sieg!", meint Edna und wirft über eine beeindruckend weite Distanz eine Ionenhandgranate. Die trifft das Kraftfeld und detoniert. Das Schutzfeld wird dadurch überladen und bricht in sich zusammen. Das hat gesessen. Während Shaka daneben schießt, zeigt Scav, wie man das macht und schießt einen der drei Droiden um. Ich lege ein weiteres mal an und schieße einen weiteres Besatzungsmitglied des E-Netz ab. Inzwischen haben wir die ungeteilte Aufmerksamkeit aller Droiden in der Höhle und von allen Seiten werden wir nun unter Feuer genommen. Die meisten Strahlen aus ionisiertem Tibanagas liegen aber zu kurz und die Droiden beginnen nun mit einem allgemeinen Vormarsch auf unsere Position. Das sieht nicht gut aus. Ganz und gar nicht.

Nakagos wirre Gedanken

Immerhin sind wir bis zur Sicherheitszentrale gelangt. Weiter, als von manchen gedacht. :D Aber dann hatte der Spieler von Scav ein Verhängnissymbol beim öffnen des Fensters und alles ging den Bach herunter.
 

Nakago

Hintergrundstalker
Cresh
Da nicht ganz dreißig Droiden, die da wild schießend auf uns zu gestürmt kommen, uns wirklich beunruhigen können, enttarnt sich ein weiterer Gegner, damit uns nicht langweilig wird. Aus dem Schatten neben dem E-Netz Repetierblaster tritt ein schwarz gerüsteter Todestruppler heraus. Wobei wir ja inzwischen, dass denen eher eine rote Rüstung stehen würde, da die ja mehr als nur ein wenig Machtsensitiv sind. Das ist jetzt der fünfte dieser Art, auf den wir treffen. Um gleich mal zu zeigen, was der kann, breitet er seine Hände aus und im Gegensatz zu Ednas Hoffnung will der sich uns nicht ergeben. Sondern im Gegenteil, auf einmal fühle ich mich von unsichtbarer Hand gepackt und nach vorne ins offene deckungslose Feld geschleudert. Obendrein ergeht es Scavangerbot nicht viel besser. Ich pralle hart auf dem Steinboden auf, aber meine neuen, unter die Haut implantierten Dermalplatten schützen mich vor Knochenbrüchen oder inneren Verletzungen. Trotzdem wird mir die Luft aus den Lungen gepresst. Das ist gar nicht gut! Besonders da jetzt ein Strahlenhagel auf uns hernieder prasselt. Zum Glück sind liegende Ziele schwerer zu treffen und ich rolle mich auch gekonnt zur Seite, so dass die Stelle, wo ich gerade noch gelegen habe, nun von Blastertreffern regelrecht umgepflügt wird. Das war jetzt gerade knapp gewesen.

Shaka motiviert uns nicht nur, sondern zerschießt auch das letzte Besatzungsmitglied des Schweren Repetierblasters. Der Hapaner legt auf den nun im freien stehende Todestruppler an und verfehlt ihn glatt. Mit knirschenden Gelenken richtet sich Scav auf, nimmt sein GMC 35c zur Hand und schießt auf den imperialen Machtanwender. Der lässt sich von dem Treffer nicht nur überhaupt nicht beeindrucken sondern schickt die Energie direkt auf den Droiden zurück, der einen Moment vollständig perplex da steht. Wenn ich es nicht sehen würde, ich würde es nicht glauben, was sich da gerade abgespielt hat.

Nun, der Kerl muss weg! Ich hoffe, dass es ein Kerl ist und nicht meine Schwester Eloy. So langsam sollte ich mir Gedanken darüber machen, was ich mache, wenn wir unter solch hässlichen Umständen aufeinander treffen. Unter keinen Umständen will ich sie töten und auch von ihr getötet zu werden ist nicht gerade das, was ich mir unter einer erfolgreichen Familienzusammenführung so vorstelle. Eigentlich wollte ich ja nur meine kleine liebenswerte Schwester aus der Sklaverei retten und mich nicht von einer verkappten Sith mit gemeinen Machtkräften umbringen lassen, zu der meine Schwester eventuell mutiert ist.

Aber momentan gehe ich einfach mal davon aus, dass dies nicht meine Schwester ist. Gewandt springe ich auf die Beine, renne in die nächste Deckung zurück, gehe dort in Stellung und drücke den Abzug des DLT-19D komplett durch. Ausnahmsweise treffe ich verdammt gut und stanze gekonnt vier Löcher in die Brust des Imperialen. Leider steht er immer noch. Das ist durchaus beeindruckend. Ziemlich zäh diese Bande, muss man ihnen lassen.

Offensichtlich ist das auch zu viel für einen Krieger dieses Kalibers und er versucht sich irgendwie damit zu tarnen, den Nebel um sich zu sammeln, aber ich kann ihm im Auge behalten. Auch Edna gelingt das und er landet einen weiteren Treffer. Shaka schießt auf einen der anrückenden B2 Nachbauten, die uns nun verstärkt unter Feuer nehmen und auch einige Treffer landen. Aber erst eine Garbe von Scavs neuer Knarre haut den Droiden endgültig um. Offensichtlich haben die Beiden den Todestruppler aus den Augen verloren.

So liegt es nun an mir, dem ein Ende zu bereiten. Ich zentriere sorgfältig das Ziel, versuche den Nebel auszublenden und mich zu fokussieren. Sauber landet eine weitere Garbe da, wo sie hingehört. Damit schalte ich diesen furchtbaren Kämpfer der Dunklen Seite der Macht aus. Einer weniger! Noch während ich über meinen Erfolg erleichtert bin, kassiere ich einen weiteren Treffer und stolpere überrascht ins Freie. So langsam kommt auch mein durchtrainierter und gepanzerter Körper an sein Limit.

Was überhaupt nicht gut ist, fünf weitere der leichten Sicherheitsdroiden scheren nur aus der feindlichen Feuerlinie heraus und rennen auf den Schweren Repetierblaster zu. Auch Scavangerbot scheint es für eine gute Idee zu halten, dass Geschütz unter Kontrolle zu bekommen. Derweil konzentriert sich die blaue Twi´lek lieber auf die schweren Sicherheitsdroiden, die unablässig mit ihren vollautomatischen Schweren Blastergewehren auf uns schießen und manchmal sogar auch treffen. Um Scavangerbot einen Vorteil zu verschaffen, schießt Edna drei von den rennenden leichten Sicherheitsdroiden mit einer gut gesetzten Garbe über den Haufen und ich schätze mal, dass es nicht verkehrt ist, die anderen beiden zu Altmetall zu verarbeiten. Damit wären es fünf weniger. Läuft doch gar nicht so schlecht! Ich gebe mir trotzdem mal ein Stimpack, während ich in Deckung zurück laufe und wieder getroffen werde.

Wir ziehen wieder verstärkt Feuer und Edna wird in volle Deckung gezwungen, wo er sich ebenfalls ein Stimpack gönnt. Die blaue Twi´lek kann noch einen weiteren Sicherheitsdroiden der großen Sorte erledigen, wird dann aber so schwer getroffen, dass sie zusammen bricht. Weitere fünf der leichten Sicherheitsdroiden und zwei der schweren brechen den Feuerkampf nun mit uns ab und beginnen auf die von Scav eroberte Stellung zu zurennen, der inzwischen das Geschütz bemannt hat und offensichtlich nicht mit der Steuerung klar kommt. Seine Garbe verfehlt gekonnt jedes Ziel und hämmert am anderen Ende der Mine in die Wand, wo sie glühende Löcher stanzt. Da müssen wohl seine optischen Sensoren rekalibriert werden.

Ich feuere auf den führenden Schweren Sicherheitsdroiden der B2 Baureihe und zerschieße ihm wichtige Schaltkreise, da er nun anfängt im Kreis herumzulaufen, bevor er dann in sich zusammenbricht. Qualm tritt aus den Eintrittslöchern aus und seine optischen Sensoren erlöschen. Nachdem Edna wieder in etwas besseren Zustand aus der Deckung heraus kommt, erledigt er wie auf dem Schießstand gleich vier von den leichten Droiden. Nicht schlecht!

"Kümmere dich um Shaka!", meine ich während Skav den nächsten Droiden regelrecht mit dem Schweren Repetierblaster in seine Einzelteile zerlegt. Währenddessen versucht Edna der blauen Twi´lek zu helfen. Er verabreicht ihr zuerst ein Stimpack und legt ihr dann einen heilenden Verband aus in Bacta getränkten Bandagen an. Kaum rührt sich Shaka, wird sie sofort von einem näher kommenden B2 übel zusammen geschossen. Das sieht nicht gut aus für die Twi´lek. Im Gegenzug zerschieße ich diesen Schweren Sicherheitsdroiden. Eigentlich sollten das nur fünf sein, aber offensichtlich hatten sie noch welche in Reserve, von denen wir nichts wussten. Wie auch immer, der Feind rückt auf breiter Front näher und ich will nicht warten, bis sie in Reichweite für ihre sicherlich irgendwo transportierten Handgranaten sind. Während Skav sich gezwungenermaßen nun mit dem letzten B2 mit seiner Vibroaxt im Nahkampf misst, kämpfen Edna und ich nun die restlichen leichten Sicherheitsdroiden mit unseren vollautomatischen Waffen nieder, was gar nicht so schwer ist. Schließlich gehen auch unsere letzten Gegner zerstört zu Boden und damit wäre das Gefecht gewonnen.

Shaka ist zu schwer zu verletzt, um sie für den heutigen Tag noch einmal kampffähig zu bekommen. Sie ist eine Kandidatin für den Bactatank, aber stabil. Das Gefechtsfeld ist momentan unter unserer Kontrolle. Ich bin recht schwer verletzt und brauche dringend medizinische Versorgung, die Scav mir gewährt. Derweil haben die Klankrieger die feindlichen hundert Droiden in ihren Stellungen mehr oder weniger erfolgreich nieder gekämpft und bewegen sich nun in Richtung dieser Mine. Auch oben haben die jungen Krieger ihren Kampf gewonnen.

Der Todstruppler lebt noch, als wir ihm seinen Helm abziehen. Darunter kommt das Gesicht einer Frau zum Vorschein. Sie hatte blonde Haare und blaue Augen, ist also definitiv nicht meine Schwester. Ich habe gehört, dass Anwender der Dunklen Seite ihre Augenfarbe wechseln können, aber noch nie, dass sie auch andere Haarfarben bekommen. Auch fehlt die Narbe in der Augenbraue.

"Du bist die Blutschwester", sagt die junge Frau zu mir. Ich habe so viele Fragen an sie und weiß doch, sie mir wahrscheinlich keine wirklich beantworten wird. Trotzdem frage ich sie nach meiner Schwester Eloy.

"Ja, sie lebt. Aber nur eine von Euch wird das Vergängliche Labyrinth lebend verlassen!", stößt sie hervor und stirbt. Das ist aber eine ziemlich düstere Prophezeiung und ich schwöre, alles zu tun, dass zwei Schwestern die Sperrzone verlassen oder hier ein neues Leben beginnen. Möge die Macht mit uns sein! Immer!

Nakagos wirre Gedanken

Damit ist wohl Lyras schlimmster Albtraum wahr geworden, ihre Schwester gehört zu diesem Haufen schwarzgerüsteter irrer Fanatiker. Das sind keine guten Aussichten auf eine friedliche Familienzusammenführung.
 

Nakago

Hintergrundstalker
Dorn​

Das ist natürlich für mich ein ziemlicher Schock, auch wenn ich genau das seit dem Besuch in dem Archiv des Klonlabors befürchtet habe. Aber jetzt habe ich Gewissheit und es nicht nur ein Gedankenspiel. Für einen Moment bin ich paralysiert und zu viele Gedanken schießen durch meinen Kopf, um sie bewusst auszusortieren. Ich habe all diese Anstrengungen nicht unternommen, um am Ende meine Schwester töten zu müssen oder mich von ihr töten zu lassen. Das sind verdammt miese Nachrichten.

Aber momentan gilt es hier erst einmal mehrere tausend Flüchtlinge heraus zu schaffen und so schiebe ich meine düsteren Befürchtungen erst ein mal von mir weg. Also renne ich nun mit aller Geschwindigkeit in Richtung des ersten Käfigs. Das Feuergefecht ist natürlich nicht unbemerkt geblieben. Die Leute schreien und winken mir zu, als befürchteten sie, dass ich einfach wieder weggehen könnte. Im laufen ziehe ich "Scharfrichter" und mit einem gebrüllten: "Zurück!", treibe ich die Menschen von der Tür soweit weg, dass ich mit einem sauberen Hieb das mechanische Schloss zerschmettere.

"Lauft in diese Richtung! Dort wird sich gleich eine Öffnung auftun und ihr könnt hier raus!" Rufe ich laut und weiße mit dem Schwert in die richtige Richtung. Während Scav und Edna helfen, die zweite Stellung einzunehmen, renne ich zum nächsten Käfig, zerschmettere das Schloss und bringe die erschöpften Menschen den richtigen Weg. Inzwischen haben die Klantruppen auch die letzte feindliche Stellung eingenommen und sind nun in der Mine. Sofort helfen sie, die Leute zu evakuieren und auch die anderen beiden Käfige zu öffnen. Das war ein Sieg, teuer erkauft, aber trotzdem ein großer Erfolg auf dem Weg zur Befreiung von Sybal. Da es nun keine Geiseln mehr gibt, auf die Rücksicht genommen werden kann, können wir nun in die Offensive gehen und die Suul-Tanca Corporation von hier für hoffentlich alle Zeit zu vertreiben.

Die Sprengung für den Durchbruch gelingt und es gibt nun einen Weg ins Unterreich. Die Evakuierung verläuft eher schleppend, da schon viele der Geiseln in einem eher schlechten Zustand sind. Viele sind zu schwach zu gehen und müssen getragen werden. Nita, Roark und ein paar andere Klanführer halten mit uns Kriegsrat. Wir bilden eine Nachhut, welche den sehr schleppend verlaufenden Rückzug so gut wie möglich deckt. Endlich ist auch der letzte Zivilist draußen und auch wir machen, dass wir Land gewinnen. Dabei bergen wir die Leiche unserer Widersacherin. Eine komplette Rüstung kann vielleicht später noch von Vorteil sein. Leider ist die Kommunikationseinheit zerstört und ich denke, dass sie es war, welche die Sprengung auch noch hätte auslösen können.

Auf dem Nacken hat sie eine Tätowierung von den 10 x 10 Punkten, welche unter anderem für die Welt Xill steht. Irgendwie denke ich, dass wir im dortigen Sithtempel sehr viele Antworten auf unsere Fragen finden. Anschließend bestatte ich die Kriegerin und spreche ein Gebet für sie.

"Warum tust du das?", fragt Edna und ich schätze mal, auch Scav interessiert sich für die Antwort.

"Sie war eine aufrechte Kämpferin für ihre Sache und bereit dafür zu sterben. Und ich bedauere, was aus ihr geworden ist. Wäre sie zwei Jahrzehnte früher oder später geboren, sie wäre eine Jedi geworden. So wie meine Schwester und das macht mich unendlich traurig", erwidere ich betrübt. Ich fürchte, dass meine Schwester so konditioniert ist, dass sie unrettbar der Dunklen Seite verfallen ist. Eigentlich bin hier her gekommen, um Eli zu retten und nicht mich mit ihr auf Duell auf Leben und Tod zu stellen. Momentan habe ich keine Idee, wie ich sie jetzt noch retten kann. Das macht mich einfach nur traurig.

Derweil feiern die Klans ihren großen Sieg über die Suul-Tanca Corporation. Uns ist allen klar, dass dies aber nur ein Schritt in die richtige Richtung war. Alle sind wir schwer angeschlagen, also trennen wir uns von den Klans und ziehen uns erst einmal auf unser Schiff zurück, was zum Glück gut gelingt. Als erste wird die blaue Twi´lek operiert und dann in den Bactatank versenkt. Also Droide hat es Scavangerbot einfacher ein Ölbad zu nehmen, da er auf keinen anderen Rücksicht nehmen muss.

In meiner Kabine lecke ich buchstäblich meine Wunden und starre in meiner Schlafnische auf alte Bilder, die sich noch wieder finden ließen. Auf den meisten Bildern ist Eli ganz vergnügt und grinst über das ganze Gesicht. Was war sie doch mal für ein glückliches kleines Mädchen. Der Tag der Konfrontation rückt näher und ich sollte mir so langsam eine Strategie zurecht legen, sie lebend gefangen nehmen zu können. Ich brauche etwas, um sie auszuschalten, was eventuell einem Lichtschwert standhalten kann. Es gibt durchaus viele Waffen gegen Lichtschwerter auf Cortosisbasis. Aber vielleicht hat sie auch gar kein Lichtschwert. Das hatte noch keiner dieser schwarz gerüsteten Machtsensitiven hier im Vergänglichen Labyrinth. An fehlenden Kyberkristallen kann das aber nicht liegen. Vielleicht habe ich sie schon gesehen und nicht wieder erkannt. Und wenn ich sie gefangen genommen habe, was dann? Schließlich falle ich in einen unruhigen Schlaf, bis mich Besh 42 weckt.

Nun werden meine etwas schwereren Verletzungen behandelt und ich kann für ein paar Stunden in den Bactatank, bevor dann Edna an der Reihe ist und danach wieder Shaka. So wechseln wir uns ab, bis unsere schweren Verletzungen auskuriert sind. Ich gebe in der Zeit einen Zwischenbericht an unseren Kontaktoffizier bei der Königlichen Flotte ab. Wir machen gute Fortschritte, aber der Plan ist den Imperialen bekannt. Es wird kein kleines Kontingent über Sybal erscheinen, sondern wahrscheinlich die ganze Flotte. Ich mahne dringend an, Admiral Hoyt mit ins Boot zu nehmen. Nur mit den vereinigten Flotten wird es gelingen, dass sogenannte Imperium oder das was eben hier noch davon übrig ist, zu besiegen.

Wir haben nichts verpasst, da die Klans bis jetzt damit beschäftigt waren, ihre Leute in Sicherheit zu bringen. Nun gilt es eine Strategie zu entwickeln. Wir wissen, dass der Feind unsere Absichten, Sektor eins zu nehmen, in Erfahrung gebracht hat. Also greifen wir Sektor Zwei am Besten an und schauen, wie wir das anstellen können. Auch hier gibt es einen unterirdischen Bahnhof, in dem man wie in der Chemiefabrik einfach einfahren kann. Dieser Bahnhof ist praktisch das Tor zu Sektor Zwei. Verteidigt wird es von vier fest installierten E-Netz Repetierblastergeschützen, fünfzig leichten und zehn Schweren B2 Sicherheitsdroiden. Zuzüglich befindet sich an Decke ein beweglicher Traktorstrahlermitter. Mit dem kann man Frachtcontainer genau so leicht verschieben, wie einen wütenden Rancor oder einen Zug mit Sprengstoff. Oder auch einzelne Personen aus der Deckung.

Es entspannt sich eine Stundenlange Diskussion, wie wir den Bereich einnehmen können. Letztendlich hätten wir einen Plan, der auf einer guten Idee von Scav beruht. Aber das Problem sind die dort in Bereitschaft stehenden zweihundert Sprengdroiden. Selbst wenn wir den Bahnhof nehmen, werden die uns in einem Gegenangriff wieder im Besten Fall heraustreiben oder uns gar töten.

"Egal wie wir es drehen oder wenden, wir müssen zuerst diese Droiden los werden", verkünde ich schließlich und präsentiere sogleich auch ein Szenario, dass klappen könnte. Neben den Stützpunkten Sektor Eins und Sektor Zwei gibt es noch die Militärbasis. Die liegt zwischen Sektor Eins und Zwei. Hauptsächlich ist es eine verbunkerte Stellung für sechs schwere Turbolaserbatterien, die jeweils von einem eigenen Kraftwerk gespeist werden. Dazu noch ein weiteres Kraftwerk und ein Schildgenerator. Die restliche Anlage ist eine ausgeklügelte Verteidigungsstellung um die Batterie zu schützen. Dazu eine Garnison und die notwendige Infrastruktur. Zusätzlich sind dort noch ein paar Manteljäger stationiert. Auch hier befindet sich eine erkleckliche Anzahl an Kampfdroiden verschiedener Baureihen. Aber es gibt hier die Möglichkeit, unterhalb der Anlage sich einen Zugang zu verschaffen. Auch die Möglichkeit, den erhofften Gegenangriff auf einen Flaschenhals zu reduzieren, der mit überlegener Feuerkraft gehalten werden kann. Schwere Infanteriewaffen haben wir ja, daran wird es Dank der Spende der Hapaner nicht mangeln.

Natürlich fällt uns die "Ehre" zu, die Angriffsspitze zu bilden. Was ja auch Sinn macht, da wir wohl nicht nur die erfahrensten Kämpfer dieser "Armee", sondern auch die am besten Ausgerüsteten. Da übernehmen wir diese Aufgabe doch gerne. Die Vorbereitungen für den Angriff laufen etwas zäh, da mehrere Truppenteile koordiniert werden müssen. Schließlich haben alle ihre Bereitstellungsräume erreicht und der eigentlich Vormarsch zum Angriff kann beginnen.

Wir bewegen uns nun in Kolonne durch einen alten Minenschacht auf die Militäranlage zu. Die Crew der "Vanguard" ist dabei die Vorhut, während der Rest uns in etwa fünfzig bis siebzig Meter Entfernung folgt. Hier und da gilt es Sensoren lahm zu legen, was Scavangerbot dieses mal anstandslos gelingt. So erreichen wir schließlich den unterirdischen Zugang der Anlage, der nun mit Permabeton ausgeschachtet ist. Hier befindet sich eine gestaffelte Verteidigungsstellung mit einem B2 Nachbau aus unlizenzierter Fertigung und den typischen leichten Suul-Tanca Sicherheitsdroiden, die keiner mir bekannten Baureihe entsprechen. Sie erinnern grob an die uralten HK, haben aber nicht dessen formidable Panzerung und können auch nicht wirklich eigenständig agieren. Auch sind sie nicht gerade die zielsichersten Droiden, wobei ich über diesen Fakt natürlich nicht wirklich traurig bin. Auf alle Fälle ist zu sehen, dass auch hier eine Sprengung vorbereitet ist. Also heißt es sehr schnell hier durch zu brechen, bevor uns wortwörtlich die Decke auf den Kopf fällt. Wenn das mal nur gut geht.

Nakagos wirre Gedanken

Und so geht der Konflikt um Sybal in die nächste Runde. Star Wars in seiner grundlegendsten Form des Sternenkrieges.
 

Nakago

Hintergrundstalker
Esk
Roark meldet, dass er ebenfalls in Stellung ist und der Tanz kann nun beginnen. Edna wirft einen Droidenkracher in die Reihen unserer Gegner. Er trifft gut und die erste Reihe geht in Elmsfeuer getaucht zuckend zu Boden. Scav und ich rennen vor, erreichen die erste Deckung und eröffnen mit unseren vollautomatischen schweren Waffen das Feuer. Aus dieser Entfernung trifft auch Scav ziemlich gut. Wir mähen die zweite Reihe nieder und im Deckungsfeuer rennen Shaka und Lyn vor, werfen ebenfalls je einen Droidenkracher und damit ist der Gang geräumt, als nun dadurch auch die letzten Droiden zu Boden gehen. Sofort macht Skav sich daran, die Bombe zu entschärfen und dann das Schott zum Fahrstuhlschacht zu öffnen.

Oben an der Oberfläche startet nun der Feuerüberfall von den Jungs die Roark anführt. Primäres Ziel ist nicht nur Ablenkung, sondern auch die vier Wachtürme der Anlage zu zerschießen, da diese erhöhten Postionen unseren internen Vormarsch nicht nur sehr schnell entdecken, sondern auch zum erliegen bringen können.

Ohne Probleme überlistet Scav mit Hilfe seiner neuen verbesserten Hilfsprozessoren in Sekunden das Sicherheitssystem vom Schott und wir sind drin. Schon nach wenigen Metern erreichen wir den Fahrstuhlschacht und die unten stehende Plattform. Fahrstühle sind zwar Todesfallen, aber einen offenen Schacht hochklettern macht so auch nicht wirklich Sinn. So fahren wir mit weiteren Vierundzwanzig Kämpfern nach oben und landen im Kellergeschoss der Anlage. Zwei Droiden am oberen Ende des Fahrstuhlschacht werden von einem guten Dutzend Einschlägen durchgeschüttelt und krachen qualmend zu Boden. Sofort rücken wir weiter vor zum Ausgang dieses Lagerbereichs. Der Gang vor uns führt in zwei Richtungen, also teilen wir uns gleichmäßig auf.

Letztendlich stoßen wir hier unten auf keinen Widerstand und stürmen dann die Kommandozentrale dieses Postens auf der nächsten Ebene gleichzeitig von beiden Seiten. Der Raum ist ein Achteck. An zwei sind Schotts und je ein schwerer B2 stationiert. An jeder anderen Wand ist je ein Pult zur Bedienung eines der sechs Schweren Turbolaser. In der Mitte steht ein Holotisch und zwei halbrunde Konsolen mit Kommunikationseinheiten. Fast alles ist von Droiden gesteuert und nur zwei menschliche Offiziere sind Anwesend. Ich treffe den B2 mehrmals vor mir, aber es reicht nicht, um ihn zu fällen. Die blaue Twi´lek neben mir gibt ihm den Rest. Auf der anderen Seite kämpfen Lyn, Scav und Edna mit vereinter Feuerkraft ihr Ziel nieder. Den Rest auszuschalten ist fast schon Routine.

Nun haben wir die Schweren Turbolaser unter unser Kontrolle. Allerdings bringen diese schweren Antiraumschiffwaffen nur wenig gegen die wendigen Manteljäger, welche um den Stützpunkt herumschwirren und eifrig dabei sind, Roark und seine Jungs wieder in ihre Höhlen zu treiben. Es gibt noch sechs weitere kleine Bunker mit je einem Vierlingslasergeschütz. Inzwischen sind weitere sechzig Kämpfer über den Fahrstuhl in die Anlage eingedrungen und wir beginnen vom Zentralen Bunker nun durch die Laufgräben die einzelnen Bunker und Stellungen einzunehmen. Mit dem Deflektorschild der Anlage versuchen wir uns vor dem Tiefflugangriffen der aufgestiegenen Manteljäger zu schützen. Das klappt einige Minuten, dann zerstört einer der hier stationierten Sprengdroiden mit seiner Selbstopferung einen der Projektoren.

Sofort schwirren die Jäger wieder um uns herum und halten uns in den Laufgräben fest, da jeder, der sich im freien blicken lässt, sofort von Laserstrahlen verdampft wird. Auch in den Gräben wird es schnell ungemütlich.

"Wir müssen die Bunker mit Lasergeschützen einnehmen und das so schnell wie möglich!", meint Shaka aufgeregt.

"Kein Fierfek! Darauf wäre ich nie gekommen!", erwidere ich sarkastisch, da wir genau daran ja schon dabei sind und arbeite mich nun so schnell wie möglich auf einen der Bunker vor. Ein anderes Team rückt erfolgreich zu einem der Bunker vor, sie sprengen die Tür auf, stürmen rein und im nächsten Moment erschüttert eine so gewaltige Explosion den Bunker, dass das Geschütz im Bunkerdach aus seiner Verankerung gerissen wird und als brennender Schrotthaufen etwa zwanzig bis dreißig Meter weit durch die Luft geschleudert wird. Nur einer der Klankrieger schafft es wieder hinaus, als lebende Fackel mit nur noch einem Arm, der noch ein paar Schritt orientierungslos durch die Gegend torkelt, bevor er sterbend zusammenbricht. Jedem war klar gewesen, dass dies nicht ohne Opfer vonstatten gehen würde, aber das ist schon ein schrecklicher Tod. Diese Sprengstoffdroiden sind wirklich verdammt gefährlich und diese Szene macht mir klar, welch Selbstmord es gewesen wäre, sich gleich zweihundert von ihnen zu stellen. Das wäre nicht gut gegangen.

Einer der Wachtürme ist immer noch aktiv und gibt uns nun Streufeuer auf die Gräben, was ein weiteres vorgehen unterbindet. Nun ja, wir haben ja schon eine gute Methode gefunden, wie man so etwas ausschaltet. Lyn wirft mal wieder meinen einst so schönen Poncho in eine Richtung und ich exponiere mich, um den gut gedeckten Schützen am Leichten Repetierblaster auszuschalten. Dieser Schütze reagiert schneller, da er sich nicht wirklich täuschen lässt. Wir schießen mehr oder weniger gleichzeitig. Ich kassiere zwei Treffer, während ich meine Garbe durch den Schlitz der Schießscharte zirkle. Augenblicklich erlöscht das gegnerische Feuer und kein anderer Droide nimmt den Platz des Schützen ein. Auf meiner Brust sind zwei Löcher, aber meine gute geschichtete Rüstung hat mich vor dem schlimmsten bewahrt und ich habe nur zwei oberflächliche Verbrennungen abbekommen. Hätte der gegnerische Kampfdroide meinen Helm getroffen, wäre ich jetzt wohl tot.

Ohne mich von diesem Wehwechen aufhalten zu lassen, rücken wir nun weiter auf den Bunker mit dem Vierlingsgeschütz zu. Ein Trupp der leichten Suul-Tanca Sicherheitsdroiden stellt sich uns in den Weg. Einer hat sogar ein T-21 dabei, ein anderer führt ein DLT-19. Die beiden fallen als erste durch meine Garbe, der Rest wird von meinen Kameraden zu Altmetall verarbeitet. Endlich sind wir am Bunker angekommen. Sobald Scavangerbot das Türschloss überlistet hat, wirft Edna den letzten Droidenkracher in den Bunker, der den Sprengstoffdroiden ausschaltet, bevor er sich in die Luft jagen kann.

"Gut Arbeit, Edna!", lobe ich den Dragoner und stürme in den Raum. "Gesichert." Sofort klemme ich mich hinter den Bedienelementen des Geschützes und schwenke es auf einen zudringlich werdenden Manteljäger ein. Ich hoffe nur, die Bunkerwände aus geschichteten Durabeton und Stahl halten dem feindlichen Feuer stand. Tun sie, da mehrere Laserstrahlen in das Gebäude einschlagen ohne die Panzerung zu durchschlagen. Lyn hilft mir, den feindlichen Jäger aufzuschalten und als ich ihn in meiner Zielmatrix zentriert habe, als er schon wieder abdreht, gebe ich einen langen Feuerstoß aus den gekoppelten Läufen ab. Im nächsten Moment explodiert das Triebwerk des Manteljägers und Trümmerteile regnen großflächig auf das umliegende Gelände. Sofort schwenke ich auf den nächsten Jäger ein und verfehle ihn ganz knapp. Das reicht aber, um die Jäger nun auf Distanz zu halten. Ich bin froh, dass diese hier keine Erschütterungsraketen dabei haben oder aus irgend einen Grund nicht einsetzen. Ohne durch die ständigen Tiefflugangriffe gestört zu werden, nehmen wir nun nach und nach die Anlage in Besitz. Nach knapp zwei Stunden ist auch die letzte feindliche Stellung geräumt. Die Jäger haben inzwischen abgedreht, können aber jederzeit wieder kommen.

Weitere Krieger der Klans rücken nun ein und helfen die Anlage auch unterirdisch zu sichern. Schon bald berichten Späher von hektischen Aktivitäten in Sektor Zwei. Wie erwartet mobilisieren die wohl nun alles was sie haben. Jedem der was von Strategie versteht ist klar, wie wichtig dieser Stützpunkt für die Suul-Tanca Corporation ist. Wir sitzen direkt zwischen den beiden wichtigsten Sektoren und bedrohen mit sechs Schweren Turbolasern den Frachtverkehr von Sektor Eins. Damit können sie auch keinen Nachschub mehr auf normalen Weg anlanden. Ein Tiefflug außerhalb des Schwenkradius der Turbolaser ist sicherlich möglich. Aber hier geht auch um Prestige. Was für einen Eindruck macht es, wenn Frachter große Umwege fliegen müssen, nur um sicher anlanden zu können?

Wir nutzen die Gelegenheit und zerschießen nach und nach jeden erreichbaren Satelliten mit unseren Turbolasern, was zwar eine unglaubliche Energieverschwendung ist, aber dem Gegner nun die Möglichkeit der Aufklärung nimmt. Auch einige der Patrouillenboote im Orbit nehmen wir unter Feuer und schießen eines auch ab, bevor die restlichen sich aus dem Feuerbereich der Anlage begeben.

Nakagos wirre Gedanken

Und wieder ein Erfolg bei der Rückeroberung von Sybal. Mal sehen, wie lange diese Glückssträhne noch anhalten wird.
 

Nakago

Hintergrundstalker
Forn​

Nach vier Stunden verlassen mehrere Militärzüge Sektor Eins und nähern sich unterirdisch unserer Position an. Ein paar übereifrige Klankrieger versuchen die Strecke zu sprengen, aber ihre Sabotage wird im Vorfeld entdeckt, entschärft und sie werden von einem Droidenjagdtrupp verfolgt. Bevor wir reagieren können, reißt der Kontakt ab und es ist zu befürchten, dass nun jede Hilfe zu Spät kommt. Auf Grund dieser Daten unterlassen wir eine Rettungsaktion, um unsere Kräfte nicht zu splitten. Was diese Krieger getan haben, ging auf ihre eigene Kappe und nun müssen sie auch alleine die Konsequenzen dafür tragen. So bitter das auch sein mag, sie kannten eben auch das Risiko.

Bis jetzt lief die Operation relativ günstig für uns. Der Sturm der Basis hat nur vierzehn Kriegern das Leben gekostet, etwa dreißig Verwundete haben wir zu beklagen, drei im kritischen Zustand, siebzehn davon könnten noch kämpfen. Mit den Klankriegern die bei dieser nicht genehmigten Aktion starben, erhöhen sich die Verluste auf mehr als das doppelte. Tragisch, aber leider nicht zu ändern.

Der Feind lässt sich Zeit und schickt Viper Aufklärungsdroiden vor, um das Terrain zu scannen. Einige davon lösen Sprengfallen aus, andere finden und entschärfen diese. Wir nutzen die Gelegenheit, um eine Mütze voll Schlaf zu nehmen, bevor der Sturm auf die Basis beginnt. Nach viel zu kurzer Zeit werde ich wieder geweckt und muss nun voll da sein. Durch Sprengfallen und Einstürze hat der Gegner etwa ein Viertel seiner Streitmacht verloren, aber das hält ihn zum Glück nicht davon ab, den finalen Sturmangriff zu starten. Dazu sprengen sie sich einfach in die Einlage hinein. Eine gewaltige Explosion zerreißt die südliche Perimetersicherung und hinterlässt einen gigantischen Krater. Subtilität ist etwas anderes. Wie auch immer, wir verlieren etwa fünf bis acht weitere Krieger. Fünf sind jedenfalls tot und von drei weiteren ist nichts mehr zu finden. Die Detonation reißt uns alle erst einmal von den Beinen. Danach regnen Steine und Trümmerteile auf uns herab, was zu weiteren Verlusten führt.

"Sichert den Krater!" Alles was noch laufen kann bewegt sich dorthin und es braucht seine Zeit, die Verteidigung zu organisieren. Das übernehmen Nita, Roark und Shaka. Mit meinem DLT-19D gehe ich in einer guten zentralen Position in Stellung, die zu einem ein gutes Sichtfeld nach unten in den Krater bietet und zum anderen eine gute Deckung. Besser geht’s fast nicht mehr. Aus dem Staub bewegt sich nun die Armee der Droiden auf uns zu. Es sind die gleichen Sprengmodelle, gegen die wir im Wasserschloss gekämpft haben. Das heißt, sie haben mindestens Blastergewehre oder gar Schwere Blastergewehre in ihren Händen. Während sie stoisch über den Schutt und durch den Staub auf uns zu stampfen, decken sie uns mit Blasterfeuer ein. Mit jeder Garbe strecke ich einen nieder, aber ein anderer tritt dafür an seine Stelle und sie kommen laufend näher. Unsere Raketenwerfer werden herangeführt und die Sprengraketen sorgen dafür, dass der Vormarsch ins Stocken gerät. Nun greifen auch die Manteljäger wieder an. Wir haben die Hapanischen Soldaten an den Vierlingsgeschützen positioniert, da diese in der Lage sind, die Lasergeschütze auch zielsicher zu bedienen.

Der Tiefflugangriff rauscht über uns hinweg und einschlagende Lasertreffer lassen Menschen in Flammen aufgehen oder besser gesagt, was dann noch von einem übrig ist. Unsere Lasergeschütze eröffnen nun das Feuer und vertreiben die Manteljäger. Aber der Schaden ist angerichtet und der Gegner macht Boden gut. Zum Glück ist der Untergrund sehr nachgiebig und die Droiden haben große Probleme damit, die Steigung in angemessener Geschwindigkeit zu überwinden. Einer der schweren Repetierblaster wird in Stellung gebracht, aber schon nach wenigen Schuss wirft einer der Droiden eine Handgranate. Die daraufhin folgende Explosion sieht schwer nach einem Thermaldetonator aus. Der E-Netz ist nur eine Ansammlung von rauchendem Schrott und die Besatzung besteht nur noch aus verkohltem Fleisch mit zerborstenen Knochen.

Aber inzwischen haben wir eine Todeszone erschaffen und kein weiterer Droide kommt mehr auf Handgranatenwurfweite heran. Wahrscheinlich hat irgend ein Controller in der Suul-Tanca Corporation gemeint, dass Granatwerfer und leichte Repetierblaster überbewertet sind. Hätten die mehr Waffen mit durchschlagender Feuerkraft, sie hätte sich aus dieser Todeszone befreien können. So gehen sie Stückweise zugrunde. Ab und zu detoniert auch einer von ihnen zu früh und reißt weitere seiner Kameraden in die Vernichtung. Dreimal bin ich gezwungen, den Zylinder mit dem Tibanagas zu wechseln und zweimal die Energiezelle. Auch muss ich einmal die Waffe zur Seite legen, weil sie überhitzt ist und mit der Dragoner den Feuerkampf notgedrungen fortführen, da ich mit diesem Typ von Selbstmordattentäterdroiden nicht in den Nahkampf möchte.

Nach einer gefühlten Ewigkeit sprengen die letzten Droiden sich unten in die Luft und verschließen so den einzigen unterirdischen Zugang. Die Schlacht ist vorbei. Wir haben weitere Gefallene und viele Verwundete zu beklagen. Die meisten werden es schaffen, aber nicht alle. Schließlich verarzten Scav und Edna auch mich. Die Offensivstreitmacht der Suul-Tanca Corporation ist damit zerschlagen und wir haben ihnen eine herbe Niederlage bereitet. Die Schlacht mag gewonnen sein, aber bis zum Endsieg wird es noch dauern. Der nächste Schritt ist nun, Sektor Zwei anzugreifen und damit dann auch mit der Übernahme der Droidensteuerung die noch vorhandenen Truppen gegen die der Corporation wenden. Dann wird das Imperium gezwungen sein, sich zu stellen und davor habe ich inzwischen richtig Schiss. Wir wissen einfach zu wenig über die Möglichkeiten von Admiral Thornes Truppen und Schiffen.

Ein anderes Problem ist, wir kommen hier nicht mehr so einfach weg, nachdem die unterirdischen Stollen weg gesprengt sind. Der nächste Zugang ins Unterreich liegt drei Klicks südlich von uns hinter einem Bergkamm. Soll heißen, sind wir über den Kamm, gibt es keine Lasergeschütze mehr, die uns Deckung geben könnten. Die Raketenwerfer sind entweder zerstört oder haben verschossen. Die noch zwei vorhandenen Schweren Repetierblaster haben keine Zielmatrix zur Bekämpfung schnell fliegender Ziele. Man kann ein E-Netz durchaus als FLAK benutzen, aber dazu braucht man Leute, die wirklich daran ausgebildet sind und/oder eine entsprechende Lafette. Wir haben beides nicht wirklich. Bis das Geschütz in Stellung und ausgerichtet ist, haben die Manteljäger uns schon längst in brennende Stücke geschossen.

"In einem der Hangars stehen noch zwei Manteljäger", deutet Lyn eine Alternative an.

"Wer steuert den zweiten?", frage ich in die Runde.

"Na! Wer denn wohl? Du!," meint Lyn breit grinsend.

"Puh, ich weiß nicht so recht", meine ich verhalten, obwohl ich als Corellianerin natürlich nicht abgeneigt bin, mich hinter dem Steuer eines solch schnellen Schiffes zu klemmen. Ich kann Raumschiffe fliegen, ich kann Geschütze bedienen, aber trotzdem bin ich keine wirklich ausgebildete Kampfpilotin. Während meiner Zeit auf der "Gundark" habe ich mehrmals nach Reparaturarbeiten Jäger oder Kanonenboote Probe geflogen. Aber das waren einfache Manöver nach einer Checkliste zur Überprüfung und kein Raumkampf gewesen. Ganz abgesehen davon, dass ich noch nie einen Manteljäger von Innen gesehen habe. "Muss mir die Mühle erst mal aus der Nähe ansehen."

Also gehen wir in den Hangar und ich laufe mehrmals um den etwa fünfzehn Meter langen Flieger herum, dessen Spannweite in etwa ebenso um diesen Dreh herum liegen müsste. Eigentlich ist das nur ein Zylinder mit nach unten abgeknickten Flügeln. Hat schon seinen Grund, warum dieses Schiff Manteljäger genannt wird, die Flügel erinnern stark an einen Umhang. Vorne ist ein kleines enges Cockpit mit guter Sicht nach vorne und zur Seite. Nach hinten sieht man nur über Monitor. Links und rechts am Rumpf befinden sich die beiden starr nach vorne gerichteten leichten Laserkanonen. Mehrere Erschütterungsraketen können mitgeführt werden, aber die Halterungen sind leer. Auch die Fächer für Ersatzraketen im hinteren Teil des Hangars sind komplett bar jeder Munition. Bis jetzt haben wir auch noch keinen Jäger der Corporation irgendwelche Raketen einsetzen sehen. Nur von Boden aus hatten sie welche gestartet.

Probehalber klettere ich ins Cockpit und mache es mir auf den Sitz bequem. Durch meine Rüstung ist der ziemlich eng, obwohl ich ja eher eine schlanke Frau bin. Nachdem ich etwas hin und her gerutscht bin, habe ich eine halbwegs bequeme Position gefunden. Zwar wurde der Manteljäger einst durch eine Firma der Techno Union produziert, aber auch die haben sich immer nach der Republik weit geltenden Corellianischen Industrienorm gehalten. So finde ich mich auf Anhieb mit den Steuerelementen und den Anzeigen zurecht. Alles ist da, wo es sein sollte. Probehalber fahre ich nach und nach alle Systeme hoch. Die Maschine scheint in Ordnung zu sein.

"Und wie?", fragt Lyn erwartungsvoll.

Nakagos wirre Gedanken

Das Gefecht ist gewonnen, aber die Schlacht ist noch in der Schwebe.
 

Nakago

Hintergrundstalker
Grek​

"Auf was warten wir noch?", frage ich, aus dem breiten Grinsen nicht mehr heraus kommend. Wie ich auch aus diesem Jäger nicht mehr herauskomme, ohne ihn ausgiebig geflogen zu haben. Alles spricht dagegen, dass ich einen Luftkampf damit überlebe, außer, dass ich als Corellianerin mit Raketentreibstoff im Blut geboren wurde. Wie heißt es doch so schön: Gib einen Corellianer einen Schrotthaufen und Werkzeug, und er baut daraus ein Raumschiff. Setz ihn in dieses Raumschiff und er wird bis zum Ende der Galaxis und darüber hinaus fliegen.

"Folge mir einfach und decke mich", meint Lyn als wir mit surrendem Repulsorliftantrieb aus dem Hangar schweben. Ein letztes mal wandert mein Blick über die Anzeigen und alle Systeme zeigen volle Einsatzbereitschaft an. Die Übersicht aus der Kanzel heraus ist gut, besser als in allen Jägern, in denen ich bisher mal gesessen habe. Da draußen kurven mindestens sechs feindliche Jäger herum, dass wird kein Spaziergang werden. Dies ist der letzte Moment, wo ich die Sache noch ohne Konsequenzen abbrechen kann. Eigentlich spricht alles dagegen, mich mit Lyn ohne wirklich Kampferfahrung in einem Jäger mich einer so überlegenen Opposition zu stellen. Aber Vernunft war noch nie meine Stärke, also geht dieser Moment vorüber und ich konzentriere mich darauf, dass Unmögliche zu vollbringen.

"Nicht leichter als das", meine ich dazu nur, als die orangene Twi´lek an mir vorbeizieht. Ich schere links hinter ihr versetzt ein und beginne mit dem Steigflug. Die beiden KST Ionennachbrenner springen an und ich glaube, mich tritt ein Bantha, als mich die Beschleunigung in den Pilotensitz presst. Es stimmt also was man über die Manteljäger sagt, dass sie vom Start weg am schnellsten beschleunigen, besonders in der Atmosphäre. Allerdings lässt ihre Performance bei höheren Geschwindigkeiten im freien Raum deutlich nach, da sie eben als Planetengestütze Raumjäger konzipiert sind. Aber diese Beschleunigung! Ein Traum! Beinahe vergesse ich, dass wir hier sind, um die anderen Manteljäger entweder abzuschießen, sie in den Feuerwinkel der Vierlingslaser zu locken oder sie so lange beschäftigt zu halten, bis unsere Truppen den Stützpunkt evakuiert haben. Was kann dabei schon schief gehen?

Noch kann ich gut an Lyn dran bleiben, als sie nun auf den nächsten Manteljäger einschwenkt. Ich folge ihr. Die gegnerischen Manteljäger bekommen recht schnell mit, dass wir nicht zu ihnen gehören und wildes herum gekurve über den Berggipfeln beginnt. Einer der Piloten eines feindlichen Manteljäger ist wirklich so dumm und folgt uns in den Feuerbereich der Vierlingslasergeschütze im Stützpunkt. Schon nach wenigen Sekunden wird er mehrmals getroffen. Ein Teil des linken Flügels wird weggerissen und der Flieger beginnt um die eigene Achse zu rotieren. Nach wenigen Augenblicken kracht er gegen den nächsten Berg und vergeht in einer Explosion. Das war jetzt einfach. Aber die anderen halten nun Abstand und locken uns so vom Stützpunkt weg.

"Nun gut, dann eben auf die klassische Art!", meint Lyn und gibt nun Vollgas. Ich kann kaum an ihr dran bleiben, da sie als erfahrene Pilotin in der Lage ist, mehr aus der Kiste herauszukitzeln als ich. Wir sausen nun durch das Gebirge und suchen den Luftkampf. Wieder beginnt ein wildes herum gekurve. Da es noch fünf Manteljäger sind, werden nun wir schnell vom Jäger zum gejagten. Ich bin wirklich froh, dass hier niemand Raketen an Bord hat, sonst wären wir ja so was von tot! So können wir durch schnelle Manöver den Gegnern und ihren Strahlen gut ausweichen. Der Gegner muss aufpassen, ausversehen nicht auf seinen Kameraden zu schießen, da wir ja alle in den gleichen Fahrzeugen unterwegs sind.

Tatsächlich gelingt es Lyn einen der Jäger so schwer zu treffen, dass er ausschert und mit qualmenden Triebwerk, dass eine schwarze Rauchfahne hinter sich herzieht, den Kampf abbricht. Aber dann habe ich einen Jäger am Heck und muss die Formation aufgeben. Nun bin ich auf mich allein gestellt. Mehrmals kann ich mich nur mit einer Fassrolle aus dem Feuerbereich meines Verfolgers drehen. Ich gehe auf vollen Schub, tauche in eine Schlucht ein und mache dann eine Koirogankehre. Die Fliehkräfte pressen mich hart in den Sitz und für einen Moment befürchte ich sogar, ich werde Ohnmächtig. Aber der Macht sei Dank bleibe ich bei Bewusstsein. So bekomme ich meinen Verfolger ganz kurz ins Visier und das reicht schon. Meine beiden Laserkanonen treffen das Cockpit aus Transpariglas und das kann seinen Piloten nicht beschützen. Steuerlos trudelt der Jäger gegen die nächste Bergwand und verwandelt sich in eine Wolke aus Trümmerteilen, die wie ein Schauer aus Verbundwerkstoffen zu Boden trudeln.

"Hab einen!", brülle ich triumphierend ins Comlink. Mein erster Abschuss als Pilotin. Bisher habe ich meine Abschüsse alle als Bordschütze erzielt. Ich muss gestehen, dass hier macht wirklich so viel Spaß wie ich mir das vorgestellt habe. Dann wird mir klar, dass ich gerade einen Menschen getötet habe und meine gute Laune verfliegt.

"Gratulation! Aber ich kann dich gut hören, brauchst nicht so zu schreien!", meint Lyn. "An mir kleben die zwei letzten. Wäre Nett, wenn du mir etwas helfen könntest." Offensichtlich hat Lyn auch noch einen erledigt, ohne dass ich es mitbekommen habe.

"Bin schon unterwegs!", erwidere ich und schau mir auf dem Display an, wohin ich überhaupt fliegen muss. So wie es aussieht, kommt Lyn in meine Richtung und die anderen beiden Impulse sind die feindlichen Jäger, die an ihr kleben. Also beschleunige ich nun auf Volllast und ich bekomme einen weiteren Tritt in den Rücken verpasst. Das Triebwerk ist buchstäblich der Hammer! Frontal fliege ich auf Lyn und ihre Angreifer zu, sause über sie drüber und schieße direkt auf den hinter ihr klebenden Jäger. Dieses mal treffe ich wohl den Treibstofftank, denn im nächsten Moment fliege ich durch eine sich schnell ausbreitende Explosionswolke. Der andere Jäger wird von Trümmerteilen getroffen, denn der fängt an eine Rauchfahne hinter sich her zu ziehen und bricht den Kampf ab, in dem er im Tiefflug das Weite sucht.

"Zwei auf einen Streich!", meine ich dazu und unterlasse es den angeschlagenen Jäger zu folgen. Bei mir gehen nun einige Warnlämpchen an. Wahrscheinlich hat es meinem Manteljäger nicht so gut getan durch die Explosionswolke zu fliegen. Wie auch immer, die Mission ist damit beendet und der Weg für unsere Truppen zur Neugruppierung im Unterreich ist damit frei. Wir landen auf dem Stützpunkt und ich bringe den Jäger zurück in den Hangar. Das lief jetzt deutlich besser als gedacht. Für eine Moment lehne ich mich zurück, schließe die Augen und bin nur Froh, noch am Leben zu sein. Das hätte auch ganz anders laufen können. Ist es aber der Macht sei Dank nicht.

Aber jetzt ist nicht die Zeit darüber zu reflektieren, denn wir haben noch einen Krieg zu gewinnen. Wir evakuieren nun mit der Nachhut ungestört den Stützpunkt. Eine Rumpfmannschaft bleibt zurück, um weiterhin im Falle eines imperialen Angriffs die Turbolaserbatterien benutzen zu können. Die restlichen Truppen werden für den Angriff auf Sektor Zwei benötigt.

Nakagos wirre Gedanken

Der Luftkampf hat mich durchaus auf den Geschmack gebracht, Lyra eine Pilotenklasse zu verpassen.
 

Nakago

Hintergrundstalker
Herf​

Wir sind gezwungen die Truppen ein weiteres mal neu zu organisieren. Verwundete die nicht mehr in der nächsten Zeit kampffähig sind, werden zurück in die Etappe geschickt. Trupps mit zu hohen Verlusten werden aufgelöst und in andere Einheiten mit Verlusten eingegliedert. Da die Klans aber eigentlich nur eigene Klankrieger in ihren Reihen akzeptieren, ist das ein ziemlicher Akt.

"Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, als ganzes zu agieren und nicht mit Klein Klein weiter zu machen. Entweder ihr lernt auch im Kleinen zusammen zu arbeiten oder dies hier ist Sinnlos. Auch wenn wir Siegen sollten, wird eure Uneinigkeit dem nächsten Bergbauunternehmen das Tor öffnen und in ein oder zwei Jahrzehnten steht ihr wieder an diesem Punkt!" Dieser Denkanstoß nimmt Nita und ein paar andere auf und nach einigen Stunden herrscht der Konsens, es wenigstens mal mit gemischten Verbänden zu probieren. Ein weiterer kleiner Schritt in die richtige Richtung. So langsam muss man sich auch darum kümmern, nach dem Krieg auch den Frieden zu gewinnen. Sonst wird daraus ein ewiger Kreislauf aus Befreiungskampf und wiederkehrender Unterdrückung durch fremde Mächte. Entweder lernen die Klans jetzt wirklich zusammen zu arbeiten oder sie werden eines Tages sich wieder als Arbeitssklaven wiederfinden. Und das vielleicht früher, als ihnen lieb sein kann.

Derweil hat Myrte mit Hilfe von arbeitsfähigen Flüchtlingen einen gestohlenen Zug soweit umgebaut, dass wir damit Sektor Zwei stürmen können. Scav hat als Technikexperte die letzten Impulse zu dem Plan gegeben. Dieser Zug wird in den unterirdischen Bahnhof einfahren und jede Menge an Rauchbomben und Nebelgranaten in die Umgebung abfeuern. Im Innern einer der Waggons hat Myrte und fleißigen Helfer mit mehr Enthusiasmus als Fachverstand Blastersichere Verschläge gebaut, die sich nach unten öffnen lassen, dadurch kommen wir auf das "Gleisbett" und können uns im Schutz des Rauches auf die Steuerzentrale des Bahnhofs annähern. Nach der Stürmung und des Abzuges des Rauches wird dann Scav mit Hilfe des Traktorstrahlermitters die einzelnen Geschütze hochheben und wieder fallen lassen. Danach werden dann die Klankrieger und ihre Rancore die restlichen Sicherheitsdroiden niederkämpfen. Anschließend werden wir uns an die Spitze der Armee setzen und Sektor Zwei mit der Droidensteuereinheit erobern. So ist der Plan. Was kann da schon schiefgehen?

Schon beim Aufmarsch und das einrücken in den Bereitstellungsraum verläuft eher zäh und nicht wirklich nach Plan, wobei wir das Zeitfenster äußerst großzügig gelegt haben. Nach dem offiziellen Zeitplan hinken wir zwar hinter her, aber der wirkliche Zeitplan hat genug Puffer, um diese Friktion aufzufangen. Schließlich ist alles in Position und wir von der "Vanguard" bemannen den Zug. Scav hat in seinem eisernen "Sarg" ein Interface, um nicht nur den Zug zu steuern, sondern auch die ganzen Überraschungspakete von Myrte zu zünden. Ich hoffe nur, die kleine Drall ist auf diesem Gebiet wirklich so bewandert, wie sie vorgibt zu sein. Auf alle Fälle werden wir das gleich erfahren. So oder so!

Der Zug fährt an und nimmt fahrt auf. Offiziell wird ein Zug dieser Kategorie erwartet und kommen so recht Nah an den Bahnhof heran, bevor die merken, dass wir nicht das sind, was wir vorgeben zu sein. Die Schweren Repetierblaster werden sofort auf uns ausgerichtet und wir ziehen Abwehrfeuer aus vier Rohren. Die Waggons sind zwar relativ Stabil, aber eben auch nicht wirklich schwer gepanzert. Wir können froh sein, dass die "Särge" dagegen recht stabil sind. Trotzdem wird es nun Zeit, diese Sicherheit zu verlassen. Die Bodenklappe öffnet sich und wir landen einen Meter tiefer auf unbehandelten Permabeton. Alles ist von Rauchschwaden durchzogen und ohne meine Jägerbrille hätte ich echt Probleme etwas zu erkennen. Die Begrenzung der Bahnsteige bietet uns gute Deckung, auch wenn wir nie im toten Winkel von allen E-Netz Repetierblastern sind. Ich übernehme die Führung, Scavangerbot ist direkt hinter mir, dann Lyn, Shaka und Edna bildet die Nachhut.

Tief geduckt am Rand des rechten Bahnsteiges eilen wir vorwärts in Richtung der Steuerzentrale. Überraschend gut und unentdeckt kommen wir auf den ersten Metern voran. Erst auf dem letzten Drittel der Wegstrecke werden wir entdeckt, weil einer der kleineren Sicherheitsdroiden wohl zu dämlich ist, auf dem Bahnsteig stehen zu bleiben und ins Gleisbett fällt. Nachdem ich ihn zerschossen habe, ist klar, dass wir uns zwischen den Bahnsteigen bewegen. Der Gegner reagiert augenblicklich und wir werden mit Sperrfeuer eingedeckt. Besonders die Querschläger machen uns zu schaffen und ich bekomme mehrere Treffer, die zum Glück von der geschichteten Panzerung meiner Protector Eins Kampfrüstung absorbiert werden. Irgendwann muss ich den Ingenieuren von TaggeCo ein Dankesschreiben schicken, da ihre Rüstung mein Leben schon so oft gerettet hat. Noch nie waren Credits so gut angelegt gewesen wie in dieser Rüstung. Nur Lyn wird wie schon so oft etwas schwerer verwundet, aber dank eines schnell verabreichten Stimpacks bleibt sie auf den Beinen. Da nun die Lüftung hörbar selbst durch das ganze Blasterfeuer auf die höchste Stufe geht, wird der Rauch nun konzentriert abgesaugt und manche Kartuschen auch gezielt gelöscht. Unsere Sichtdeckung löst sich schneller auf als von uns gedacht. Das ist gar nicht gut!

Endlich erreichen wir den Seiteneingang, der auf der abgeschrägten Rückseite der Steuerzentrale liegt. Während Scav sich mal wieder fulminant als Türöffner betätigt, geben Edna und ich Deckungsfeuer. Ich kann mehrere der leichten Sicherheitsdroiden ausschalten, dann ist die Tür offen wir stürmen rein. Der Droide macht die Tür hinter uns zu, während wir anderen beginnen das Gebäude zu erobern. Hier sind nur vier der leichten Sicherheitsdroiden und einige unbewaffnete Servicedroiden zu finden. Wir schalten auch die unbewaffneten aus. Das Gebäude besteht aus dicken Permabetonwänden und das große Sichtfenster aus massivem Transpariglas. Ausnahmsweise hat die Suul-Tanca Corporation mal nicht an der falschen Stelle gespart. Wieder einmal übernimmt Scavangerbot 523 die Steuerung und richtet den Traktorstrahlermitter aus. Das erste Schwere Repetierblastergeschütz wird aus seiner Verankerung gerissen, hochgehoben und dann in die Tiefe des Raumes weggeschleudert, was die Waffe durch kalte Verformung effektiv unbrauchbar macht. Die anderen drei Geschütze beschießen nun das Gebäude. Schon nach dem ersten Treffer wird klar, das Fenster ist aus sehr minderwertigen Transpariglas, da es durchschlagen wird. Sofort gehen wir in Deckung, da nun ein Hagel aus Ionisiertem Tibanagas in den Raum einschlägt. Das ist ganz und gar nicht Gut!

Aber Scavangerbot behält die Ruhe und reißt das nächste Geschütz aus seiner Verankerung und wirft es gekonnt auf das dritte. Leider prallt die Waffe am Deflektorschild ab, zerstört ist die eine Waffe trotzdem. Auch wenn die Schweren Repetierblaster aus ihrer Position uns direkt nicht treffen können, überschütten sie uns mit heraus gesprengten glühenden Trümmerteile aus Permabeton. Ohne das es einer Aufforderung bedarf orientiert sich Lyn tiefer in den nächsten Raum hinein, wo sie sicher ist vor weiteren Splittern und dadurch resultierenden Verletzungen. Auch beginnt der Gegner nun mehrere der schweren Sicherheitsdroiden zu massieren und schickt diese flankiert von zwanzig der leichten Droiden in unsere Richtung. Nichts desto trotz reißt Scav nun mit Hilfe des Traktorstrahls das dritte der Geschütze aus seiner Verankerung und wirft es in Richtung des vierten, was er dieses mal aber weit verfehlt und es weit dahinter gegen die Wand zerschellen lässt. Das löst eine kleine Explosion aus, was aber keinen weiteren Effekt nach sich zieht. In dem Moment kommt der erste Rancor samt Reiter ins Blickfeld. Sofort schwenkt das letzte verbliebene Repetiergeschütz auf die Bestie ein. Aber zu spät, der Rancor wirf mit einem Hieb die Besatzung um und nun strömen die Klanskrieger auf breiter Front herein. Nun sind es die Sicherheitsdroiden, die sich im tödlichen Kreuzfeuer befinden, da nun Scav, Edna und ich das Feuer aus unseren vollautomatischen Blasterwaffen eröffnen. Dieser Gegenangriff bricht relativ schnell in sich zusammen und die restlichen verstreuten Droiden werden einzeln nieder gekämpft. Nach etwa fünf Minuten ist der Bahnhof komplett gesichert.

Nakagos wirre Gedanken

Und damit ist auch der Bahnhof erobert. Damit ist der wichtigste Sektor auf Sybal in unsere Hand gefallen. Der ursprüngliche Plan sah zwar anders aus, aber so hat es ja doch noch ziemlich gut geklappt.
 

Nakago

Hintergrundstalker
Isk​

Das war jetzt ein wichtiger Schritt zum Sieg. Aber keine Zeit zum ausruhen. Ein massives Schott sichert den Zugang zu Sektor Zwei und ist von außen nicht ohne massive Gewalt zu öffnen. Aber wenn wir etwas verdammt gut können, dann massive Gewalt gezielt einsetzen. Und was die Klans gut können, ist Sprengladungen legen. Es dauert etwa eine Stunde, dass Detonite so anzubringen, dass es das Schott zerfetzen wird. Hinter eilig aufgeschichteten Barrikaden nehmen wir volle Deckung, dann wird die Sprengladung gezündet. Obwohl ich einen Helm trage und meinen Kopf so gut wie möglich schütze, klingeln mir die Ohren. Staub nimmt uns einen Moment die Sicht.

"Sperrfeuer!", brülle ich. Zwar kann ich keine Bewegung wirklich ausmachen, aber ich würde an Stelle der Suul-Tanca Corporation diesen Moment ausnützen und mit meinen verbleibenden Truppen einen Gegenangriff starrten. Und die Verantwortlichen sind offensichtlich meiner Meinung, da nun einige Explosionen zu hören sind, als getroffene Sprengdroiden hochgehen. Scheint so, als gäbe es noch eine kleine Reserve. Der Gegenangriff wird weiter vorangetragen, aber die von uns geschaffene Todeszone mit Feuer aus drei Seiten kann kein Gegner ohne schweres Gerät überwinden. Das waren noch einmal knapp hundert Droiden verschiedener Baureihen, manche sind mit Blastergewehren versehene Reinigungsdroiden. Also das letzte verzweifelte Aufgebot der Suul-Tanca Corporation.

Der Staub der Schlacht legt sich und wir rücken vor. Einer der Droiden hat sich zerstört gestellt und sprengt sich bei unserer Annäherung in die Luft. Glühend heiße Splitter durchschneiden die Luft, aber meine Rüstung hält. Es hat schon seinen Grund, warum wir von der "Vanguard" die Vorhut bilden. Das war das letzte Ass im Ärmel der nun hoffnungslos unterlegenen Verteidiger, danach treffen wir auf keinen nennenswerten Widerstand mehr. Wir erreichen den Kopfbahnhof mit einem einzigen Bahnsteig und ein weiteres Schott versperrt uns den Weg. Wenigstens für ein paar Minuten. Eine Sprengung später ist auch dieses letztes Hindernis beseitigt. Die Wände aus Permabeton sind hier verputzt und man merkt, dass dieses Segment hier für lebendes Bedienpersonal ausgelegt ist.

Die feindliche Besatzung erkennt die Zeichen der Zeit und wir bekommen von unseren Spähern an der Oberfläche zu hören, dass gerade die Besatzung evakuiert. Wir rücken nun schneller vor und nur noch zwei schwere Sicherheitsdroiden stellen sich uns in den Weg, einer schafft es noch seine Waffe abzufeuern, bevor er aus einem Dutzend Einschlägen qualmend zu Boden geht. Seinem Kameraden geht es nicht besser. Wir erreichen den Kontrollraum für die Droiden der Suul-Tanca Corporation. Auf der zentralen Steuerkonsole hat jemand einen Block Detonite drauf gelegt. Der Zünder ist aktiv, aber bevor den Sprengsatz jemand extern zünden kann, hat Scavangerbot einfach den Zünder entfernt.

Alles ist herunter gefahren und jemand hat auf die Hauptsteuereinheit geschossen. Nach etwas hin und her gefummel gelingt es unserem technisch sehr versierten Kameraden die Konsole wieder hochzufahren. Das System an sich frei zu schalten ist allerdings auch nicht gerade einfach, aber selbst die Herausforderung meistert der Droide mal wieder mit Bravour. Damit kann das Endspiel nun um Sektor Eins beginnen. Inzwischen hat der Gegner die Anlage komplett geräumt und wir lassen sie ziehen. Sollen sie nur verschwinden. Ich gebe unserem Verbindungsoffizier bei der "Königlichen Flotte" via Hyperraumfunk zu verstehen, dass das Endspiel um Sybal nun begonnen hat. Nun sind zwölf Schwere Turbolaser unter unser Kontrolle und wir brauchen Fachpersonal dafür. Das wird uns innerhalb von vier Stunden zugesagt und unser Mann hält Wort. Ein gutes Dutzend kleinerer Shuttles landet entsprechendes Personal an, was die eroberten Geschütze übernehmen, sichern und auch bedienen kann. Einige Klanführer murren zwar, aber da keiner von ihnen eine solche Technologie bedienen kann, akzeptieren sie zähneknirschend die Anwesenheit von Kämpfern aus dem Hapes-Konsortium.

Derweil hat Scavangerbot die restliche Droidenstreitmacht dazu gebracht, wichtige Sicherheitsanlagen von Sektor Eins herunter zu fahren und danach zu zerstören. Wir nehmen nun einen der Militärzüge, beladen ihn mit Klankriegern und fahren nach Sektor Eins. Dort sind schon einige Klankrieger eingerückt. Die letzten verbliebenen menschlichen Truppen haben sich in die oberen Stockwerke der sechs Hochhäuser zurück gezogen.

Weiteres Blutvergießen ist unnötig und kontraproduktiv. Xim der Despot hat in seinem Kunst des Krieges eindringlich davor gewarnt, einen in die Enge getriebenen Gegner anzugreifen. Es ist besser, ihm einen Ausweg zu zeigen, weil er sonst verbissen bis zuletzt kämpfen wird, da er nichts mehr zu verlieren hat. So was kostet einen nur selbst viel Blut. Die Verhandlungen verlaufen anfangs etwas zäh, aber wie meistens in solchen Fällen sind die wenigsten Angestellten bereit, für eine Handvoll Credits einen aussichtslosen Kampf zu führen.

Die Fahrstühle werden wieder aktiviert und die Schotts geöffnet. Ich mache den Klanführern klar, dass die sich ergebenden Truppenteile nur Werkzeuge sind und es keinen Sinn macht, diese Leute nun für die Verbrechen ihrer Vorgesetzten zu drangsalieren.

"Zeigt ihnen, dass ihr Besser als sie sind. Das ist ein Zeichen von wahrer Stärke. Jedes Kind kann einen unbewaffneten über den Haufen schießen, aber nur ein wahrer Krieger ist in der Lage, die Unterlegenen mit Anstand zu behandeln", versuche ich die Leute auf Linie zu bekommen und füge hinzu: "Und wer meint, er kann jetzt tun und lassen zu was er Lust hat, der sollte sich sicher sein, dass er schneller rennen kann als meine Blasterschüsse fliegen können!"

Ich schätze mal, es war der letzte Satz, der die Leute davon abhält, brutal zu den sich ergebenden Soldaten zu werden und nicht mein Appell an ihren Anstand. Die Leute haben gesehen, dass ich nicht nur schießen kann, sondern auch treffen. Wir von der "Vanguard" rücken nun nach oben vor, wo sich nach unserem Kenntnisstand der Vorstand der Suul-Tanca Corporation befinden sollte. Falls sie sich nicht schon längst vom Acker gemacht haben. Normalerweise erkennen solche Leute die Zeichen der Zeit als Erste und stellen fest, dass sie ganz arg dringend einer gesellschaftlichen Verpflichtung im Hapes Konsortium nachgehen müssen.

Vorsichtig rücken wir oben in Kolonne vor. Hier wurde an nichts gespart. Die Flure sind mit schallschluckenden Teppich feinster Qualität ausgelegt. An den Wänden hängen ausgesuchte Bilder mit geschmackvollen Motiven. Exotische Pflanzen in Kübeln sorgen für eine entspannte Atmosphäre. Aber wir lassen uns von diesem friedlich wirkenden Ambiente nicht einlullen. Die meisten Türen zu den abgehenden Büros stehen offen. Dahinter meist das gleiche Bild, zerschmetterte Terminals, zerschnittene Datachips und zerbrochene Datapads auf dem Boden. Metallene Papiereimer sind voll von Asche und hier und da ist ein angekokeltes Flimsi zu sehen. Hier hat jemand schon sorgfältig "aufgeräumt".

Schließlich finden wir einen Konferenzraum voller menschlicher Leichen. Den einen oder anderen meine ich von der damaligen Party wieder zu erkennen, bin mir aber nicht sicher, da die Gesichter doch sehr verzerrt sind. Auf alle Fälle tragen sie äußerst hochwertige Kleidung, zwei wurden erschossen, die anderen sind im Sessel gestorben. Eine der erschossenen hat es fast bis zur Tür geschafft und wurde im Rücken getroffen. Der andere sitzt am Tisch und neben ihm liegt ein kleiner zu Boden gefallener Blaster. Alle anderen sitzen mehr oder weniger in ihrem erbrochenem voller Blut.

"Sieht mir nach Gift oder Giftgas aus", mutmaßt Shaka.

"Einige der Umstände deuten durchaus darauf", meine ich, da diese Todesursache nach den momentanen Fakten durchaus schlüssig wäre. Allerdings sehe ich keine Überreste einer Gasgranate. Ein Sessel ist zu viel. Bartis aka das Froschmännchen ist nicht unter den Toten. Möglicherweise hat er die Leute hier getötet. Auf alle Fälle ist klar, dass es von hier aus zu einem Fahrstuhl geht und über uns eine Landeplattform ist.

"Ich kann über uns eine lebende Person orten!", meint Shaka und wir rennen über ein Treppenhaus nach oben. Tatsächlich steht da Lernan Bartis in Begleitung von zwei Droiden, die schwer nach Leibwächter aussehen. Das Chassis mag das Suul-Tanca Corporation Modell für die leichten Sicherheitsdroiden sein, aber die sehen durch ihre golden schimmernde Verkleidung deutlich höherwertig aus.

"So sieht man sich wieder!", meine ich, als wir auf ihn zulaufen. Das Froschmännchen hört auf in den Himmel zu starren und wendet sich uns zu.

Nakagos wirre Gedanken

Die Zeit der Abrechnung ist gekommen!
 

Nakago

Hintergrundstalker
Jenth​

"Ah, ich erinnere mich. Noch gar nicht so lange her", meint Lernan Bartis, auch genannt Froschmännchen, zu uns. Wirklich beunruhigt scheint der Vorstandsvorsitzende der Suul-Tanca Corporation über unser erscheinen nicht zu sein.

"Dein Spiel ist aus!", meint Shaka und richtet demonstrativ ihr Blastergewehr auf Bartis, der sich vollkommen unbeeindruckt zeigt. Wahrscheinlich hat er noch ein Ass im Ärmel. Vielleicht eine zweite Gasgranate oder etwas ähnlich hinterhältiges.

"Äußerst bedauerlich, dass sie außerstande waren, für die richtige Seite zu arbeiten. Wir hätten aus dieser öden Welt ein Paradies machen können. Aber das ist nun leider vorbei", meint Lernan in einem monotonen Tonfall, im dem durchaus eine Nuance Bedauern mitschwingt.

"In dem Ihr tausende Unschuldige in Käfige mit Bomben sperrt und sie als Köder missbraucht?", hinterfrage ich seine Worte mit deutlicher Schärfe in der Stimme, da ich nun die Person vor mir habe, welche diese Verbrechen angeordnet hat.

"Opfer sind immer notwendig für wahre Größe und tiefgreifende Veränderung", erwidert er in einem Tonfall, als ob wir die Vorzüge von schwarzen Kaf zu dem von braunen Kaf diskutieren würden.

"Damit hat das Imperium auch seine Gräueltaten gerechtfertigt", meint Lyn und hat damit vollkommen recht.

"In der Tat. Der Imperator und ich sind da auf einer Wellenlänge", erwidert er aalglatt und allein dafür würde ich ihn schon liebend gern über den Haufen schießen.

"Was bist du eigentlich für einer?", meint Edna neugierig und auch ich würde das gerne durchaus wissen.

"Ich stamme von der Welt Sulpax. Die alte Republik hat diese Welt unter Quarantäne gestellt, deswegen dürftet Ihr noch nie etwas davon gehört haben. Ein wilder Dschungelplanet, voll grausamer Schönheit. Ein Moff mit Weitsicht erkannte aber das Potential dieser Welt und das meine", erzählt Froschmännchen frei von der Leber weg.

"Und aus welchen Grund wurde die Sulpax unter Quarantäne gestellt?", fragt Scavangerbot 523 und gibt das Stichwort.

"Deswegen!" Mit diesen Worten rülpst das Wesen und im nächsten Moment habe dich das Gefühl, mich tritt ein Bantha und zwar von Innen. Gerade so kann ich den Helm abziehen, bevor ich kotzen muss. In dem Erbrochenem mischt sich Blut mit. Das selbe muss auch den ganzen Vorstand getötet haben. So ein hinterlistiges Alien! Fierfek, im wahrsten Sinne des Wortes!

Nur mit äußerster Willensanstrengung kann ich mich auf den Beinen halten und schieße mit meinem DLT-19D auf dieses giftige und äußerst hinterlistige Reptil. Ich treffe ihn am Körper, seine Kleidung verdampft, sein Körper verfärbt sich darunter nur etwas rot. Das nenne ich mal einen Mega Fierfek! Shaka probiert, ob sie mit ihrem Blastergewehr mehr Schaden anrichten kann und stellt fest, dass dies nicht der Fall ist. Offensichtlich kann diese Haut extreme Hitze kompensieren. Wahrscheinlich gibt es auf Sulpax viele Vulkane und nur wer gegen extreme Hitze resistieren kann, überlebt auch das ionisierte Gas eines Blastertreffers. Skav erkennt die Zeichen der Zeit und packt seine formidable Vibroaxt aus, was ich für eine verdammt gute Idee halte. Edna zerschießt derweil einen der beiden Leibwächterdroiden, die deutlich weniger aushalten, als ihr Besitzer. Normalerweise sollte das ja umgekehrt sein. Diesem Beispiel folgt Lyn, bevor sie dann zusammenbricht.

Das Froschmännchen sieht nicht wirklich beunruhigt aus, als er ein weiteres mal sein Maul öffnet und einen Schwall Säure auf Scavangerbot 523 speit. Der arme Droide wird voll getroffen und ich kann sehen, wie sich die Säure durch das Metall ätzt. Nun ist zu hoffen, dass sein Blut nicht auch noch aus Säure besteht. Geschwind lasse ich mein DLT-19D am Riemen fallen, ziehe "Scharfrichter" und bin dann an mein Ziel dran. Mein Hieb kommt wuchtig und die vibrierende Klinge meines Zweihänders schneidet tief. Sein Blut scheint keine Säure zu sein. Nun ist auch Scavangerbot an dem Reptil dran und rächt sich damit, dass er dem Froschmännchen den Kopf abschlägt. Tja, dass war es wohl dann für den Sulpaxi. Das ging noch mal gut. Edna und Scav verarzten zuerst die arme Lyn, die ziemlich mitgenommen aussieht. Ich schau derweil, was für nette Dinge der nun kopflose Vorstandsvorsitzende der Suul-Tanca Corporation dabei hat. Da wäre zum einen ein hübsches kompaktes Datapad und zum anderen ein Comlink, dass sich gerade quäkend meldet.

"ETA in zwei Minuten!" Wie auf das Stichwort verfärbt sich der Himmel über uns. Ein roter Ionensturm scheint im Orbit zu toben.

"Fierfek! Das ist die verdammte Overlord!", stöhnt Lyn, die wieder zu sich gekommen ist. Ich folge ihren Blick und kann in der Tat gerade so noch einen Sternenzerstörer der letzten Generation der Imperiumsklasse erkennen. Flankiert ist das Schiff von zwei Schattendrachen. Offensichtlich beginnt nun die Raumschlacht um Sybal.

"Nichts wie weg hier!", meint Edna und wir alle sind ausnahmsweise mal einer Meinung! Die Turbolaserbatterien von Sektor Zwei und vom Militärstützpunkt eröffnen das Feuer. Das Kraftfeld von der Overlord flammt Rot auf und es ist offensichtlich von einem Ionensturm umgeben. Schätze mal, Skav hatte recht mit seiner Vermutung, dass die Kyberkristalle primär dazu dienen, eine sichere Passage durch den Ionensturm zu generieren. Darth Varak konnte vermutlich nur mit Bojen einen Weg kreieren, haben wir ja selbst mit eigenen Augen gesehen. Sieht so aus, als hätte Admiral Thorne oder besser gesagt seine Wissenschaftler, diese Technologie weiter entwickelt. Das sind verdammt schlechte Nachrichten für das Hapes Konsortium. Die Overlord eröffnet nun ebenfalls das Feuer und ich kann selbst von hier die Schutzfelder aufleuchten sehen, mit denen die Stützpunkte geschützt sind.

Wir erreichen den Kommandobunker unter Sektor Eins und gruppieren uns um den Holotisch, um die nun sich anbahnende Schlacht zu beobachten. Die Overlord hat ein Lambda Shuttle und eine TIE-Fighter Eskorte ausgebootet. Schätze mal, die sollten Froschmännchen evakuieren, hat wohl nicht so wie geplant geklappt. Auf alle Fälle sind du nun wieder auf dem Weg zurück zu ihrem Basisschiff. Im Orbit tauchen nun zwölf Kampfdrachen der Königlichen Flotte auf und eröffnen sofort das Feuer auf die "Overlord", die immer noch von diesem roten Kraftfeld und dem Ionensturm umgeben ist. Wirkungstreffer sind keine zu sehen.

"Kriegerinnen des Hapes Konsortiums! Reich und Fett seid ihr geworden in eurer unendlichen Trägheit! Aber eure Feinde haben sich Weiterentwickelt und nun bezahlt ihr für eure Schwäche!" Das war Admirals Thorne Stimme, jedenfalls glaubt Shaka diese zu erkennen und ich glaube ihr. Inzwischen ist auch das Kraftfeld von Sektor Eins aktiv und wir schauen, ob wir die hiesigen Turbolaser irgendwie bemannen können.

Im Orbit läuft das Gefecht nicht gut, da nun in schneller Folge weitere Schattendrachen aus dem Hyperraum heraus stürzen. Aber kurz darauf tauchen zwanzig Republikanische Schiffe in Schlachtformation auf. Da die "Overlord" offensichtlich gegen unsere Waffen Immun ist, richte ich die Batterie auf einen der Schattendrachen aus und eröffne das Feuer. Die anderen beiden Batterien wechseln ebenfalls das Ziel und bringen deren zwar ebenfalls rot leuchtendes Kraftfeld zu erlöschen. Der Rest erledigt die vereinigte Republikanische und Hapanische Flotte. Ein Schattendrachen weniger. Wir wiederholen das Spiel bei einem weiteren Schattendrachen, der nach dem Zusammenbruch seiner Schilde sofort wegspringt. Weiterer Zielwechsel und nach wenigen Minuten Dauerbeschuss brechen auch dessen Schilde zusammen und er flieht mit deutlichen Beschädigungen in den Hyperraum.

Die "Overlord" richtet nun seine Turbolaserbatterien auf uns aus. Im Zentrum ist ein besonders großer Turbolaser in einer drehbaren Lafette gelagert. So einen habe ich noch nie gesehen. Statt der üblichen grünen Strahlen verschießt der Rote. Unsere Deflektorschilde werden aufs äußerste getestet. Aber bodengetützte Schilde sind denen im Raum meist dadurch überlegen, weil sie von größeren Kraftwerken gespeist werden, die sonst nichts anderes zu tun haben. Während die auf einem Raumschiff auch die Lebenserhalltungssysteme, die Triebwerke, die Waffen und vieles andere mit Energie versorgen müssen. Also wechselt er nun das Ziel. Nach fünf Salven zerschießt er die Umgebung und der große sprengt einfach einen kompletten Berg. Schutt und Steinbrocken prasseln auf unser Feld und machen es so unmöglich, dass Feuer aufrechtzuerhalten, weil unsere Sensoren äußerst Primitiv mit Trümmern geblendet werden. Also verlöschen unsere Turbolaserbatterien erst einmal.

Admiral Thorne verliert das Interesse an uns zieht sich so weit zurück, dass er aus der Reichweite unserer restlichen Geschütze kommt. Da ihm weder die Republikanische noch die Königliche Flotte folgen, genau genommen bringen sie sich aus seiner Reichweite, bricht er das Gefecht hier ab. In schneller Folge springen seine Schiffe in den Hyperraum. Zu dem Zeitpunkt hat es bereits drei der Königlichen Kampfdrachen und drei Großkampfschiffe der Neuen Republik erwischt.

Uns ist es gelungen, Thorne auf Abstand zu halten, einen Schattendrachen zu zerstören und mindestens einen weiteren zu beschädigen. Trotz einer deutlich nummerischen Überlegenheit ist den vereinigten Flotten nicht gelungen, die Imperiale Flotte wirklich zu schwächen. Wenn man es sich schönreden will, kann man das durchaus unter einen taktischen Sieg verbuchen, der teuer erkauft worden ist. Realistisch betrachtet war das vielleicht noch ein Unentschieden zu unseren Ungunsten. Thorne hat seine Missionsziele nicht erreicht, uns aber mehr Verluste zugefügt. Wir haben ihn vertrieben, aber der Preis war verdammt teuer. Zu teuer.

Und das schlimmste ist, Thorne ist nun in der Lage, jeden Punkt im Hapes Konsortium jederzeit anzusteuern. Jahrtausende lag dieses Reich sicher hinter seinem Ionennebel verborgen. Während draußen unzählige Kriege zwischen Jedi und Sith, zwischen der Republik und den Mandalorianern und all die vielen Konflikte tobten, welche unzählige Geschichtsbücher füllen, lebten diese Menschen in ihrer Abgeschiedenheit in Frieden und Sicherheit. In dem Bewusstsein, dass kein Feind sie in ihrem Nebel wirklich bedrohen konnte. Bis zum heutigen Tag und nichts wird mehr so sein, wie es vorher war.

Sitzung gespielt am: 29.12.2018
Anwesende Spieler: Lyra, Scav, Shaka, Edna
Erfahrungspunkte: 30 EP, 5 Punkte für Defensiver Kampfstil , 10 EP für Desorientierender Angriff, 15 EP für Betäubungsschlag. Alles Talente aus der vierten Reihe, vom Powertech. 5 Punkte immer noch gespart.

Beute: 1 Manteljäger, 1 Deathtrooper Rüstung,

Getötete und überwundene Gegner: riesige Anzahl an leichten und schweren Sicherheitsdroiden, ein Todestruppler, große Anzahl an Bombendroiden, mehrere Manteljäger, ein Schattendrache!

Gruppenwert:
Diplomatie: 325
Schmuggel/Handel: 410
Militär: 500

Resümee: Der Anfang der Sitzung war etwas zäh, da wir lange Zeit an dem Problem herum gedoktort haben, eine externe Sprengung zu verhindern, die so gar nie stattfinden hätte können, da die Deathtropperin ja selbst in der Mine war. Das war ein ziemliches herum geeiere, weil niemand in diese Todesfalle hinein wollte. Der Plan hat ja auch nur bedingt funktioniert. War auch ein sehr kniffliges Szenario, dass eine hohe Opferbereitschaft der Spieler verlangt hat.

Letztendlich kamen wir nicht wirklich weit heimlich hinein. Die Friktion begann bei der ersten nicht geschafften Computerprobe, viele Vorteile, keine Erfolge. Ist bei dem System eben so. Das Gefecht war hart und ich habe für Lyra vier Stimpacks gebraucht, um am Leben zu bleiben und war dann am Ende zwei Lebenspunkte unter Limit. Ging gerade so noch gut mit diesem Abnutzungsgefecht. Hier hat man wieder gesehen, dass eine hohe Absorption einen den Tag rettet. Deckung und Verteidigung helfen nur bedingt, ebenso Ausweichen, was trotzdem sehr praktisch war/ist.

Die übrigen Kämpfe wurden leider nur mit einigen Proben abgehandelt. Lyra ist leider nie wirklich ausgespielt mit dem Manteljäger durch die Pampa geheizt. Dabei habe ich mir ja extra noch in Form meiner Recherche die Pilotenregeln noch einmal zu Gemüte geführt. Es ging einfach darum, dann zehn Erfolge zu erzielen und Lyra hat mit einer Artillerieprobe mit gleich vier Erfolgen dazu beigetragen. Man hat gemerkt, der SL hat da aus Zeitgründen nicht wirklich viel vorbereitet bzw. können. Der Bahnhof von Sektor war detailliert ausgearbeitet. Der Kampf darin selbst war dann auch nur ein paar Proben und Erzählung.

Erst der letzte Kampf gegen das Froschmännchen war wieder ausgespielt, seine Spezialfähigkeit war wirklich übel. Aber wir haben ihn trotzdem platt bekommen. Happy. Wie auch immer, war zwar nicht die Beste aller Sitzungen, aber guter Durchschnitt. Die davor war wirklich der Hammer und die Messlatte war deswegen ziemlich hoch. Aber das ist Jammern auf sehr hohem Niveau. Ich bin wirklich Froh, einen so guten SL zu haben.

Lyras Entwicklung: Infiltration war heute noch nicht so wichtig, dafür hat sich Artillerie im Luftgefecht sich bezahlt gemacht. 30 EP sind cool und habe jetzt die Qual der Wahl. Seit Episode V habe ich befürchtet, dass Eloy eine Sith/Dunkle Jedi geworden ist. Und seitdem zermartere ich mir das Hirn, wie ich sie lebend da gegen ihren Willen raus bekomme, da ich denke, dass sie vollkommen Hirngewaschen ist. Wahrscheinlich wird die finale Konfrontation erst im letzten Kapitel dieser Season stattfinden, hab also noch etwas Zeit, Lyra die entsprechenden Fähigkeiten bzw. Ausrüstung zu geben. Natürlich könnte ich auch darauf vertrauen, dass der SL das einfach so zu einem guten Ende führt. Aber ich denke, ich muss da schon was dafür tun, wäre ja auch sonst langweilig.

Diese "Deathtrooper" hatten bisher nie ein Lichtschwert dabei. Die große Frage ist, hat Eloy eines oder nicht? Lichtschwerter sind relativ gut darin, Ausrüstung und Waffen zu zertrümmern. Diese Fähigkeit muss zwar über Erfolge aktiviert werden, kann aber recht schnell eine Waffe zerstören. Natürlich gibt es Cortosiswaffen, welche wiederum immun gegen Zertrümmern sind. Auch gibt es spezielle Waffen, die zum Kampf gegen Jedi entwickelt worden sind und es ist nur eine Frage des Geldes, die zu bekommen. Es gebe da zum Beispiel diesen coolen Kampfstab, welche die Magnawächter Droiden in der Clone Wars Serie hatten. Und die machen Betäubungsschaden. Schließlich will ich als Lyra meine kleine Schwester ja am Leben erhalten.

Zum anderen hat der Powertech einen Talentbaum in der vierten Reihe, welcher erlaubt, scharfen Waffen einen Betäubungsschaden zu geben. Ist halt immer noch das Problem des Zertrümmerns, bräuchte aber keine teure Ausrüstung kaufen und mit mir herumschleppen, die nur für einen einzigen Zweck dient, der vielleicht in der Form nie gebraucht wird. Auf alle Fälle ist es schwer sich auf einen Gegner vorzubereiten, von dem man keine Ahnung hat, was für Ausrüstung und Kräfte er letztendlich haben wird. Jeder der Deathtrooper konnte irgend etwas spezielles, was keiner der Anderen konnte.

Auf der einen Seite gibt es sehr viele Waffen, die Betäubungsschaden machen können, aber in Lyras momentanen benutzten Arsenal sind das gerade mal die Dragoner. Scav und Edna können mit ihren schweren Waffen überhaupt keinen Betäubungsschaden machen. Lyn und Shaka dagegen schon. Mit der Hauptnahkampfwaffe in Form des Vibrozweihänders auch Betäubungsschaden machen zu können kann auf längere Sicht durchaus ein Vorteil sein. Wird zwar nicht allzu oft zum Tragen kommen, aber mir sollte das als Option Wert sein, um so eventuell Eloy lebend überwältigen zu können.

Also fließen nun 30 Punkte ist diese Reihe. Die ersten fünf EP gehen in den "Defensiven Kampfstil". Mit einem Manöver und in diesem Fall einer Erschöpfung kann Lyra alle Nahkampfangriffe gegen sich einmal aufwerten, also ein Schwierigkeitswürfel wird gegen einen Herausforderungswürfel getauscht. Nett, aber bringt wirklich nur was auf Stufe zwei, die ich so nie bekommen werde. Zehn EP gehen in den "Desorientierenden Angriff", sprich mit zwei Vorteilsymbolen kann ich einen Gegner für eine Runde einen schwarzen Komplikationswürfel geben. Dieses Talent mach nur ab Stufe zwei wirklich Sinn. Zur Erklärung, mit zwei Vorteilsymbolen kann ich meinem Gegner auch so einen Komplikationswürfel aufbrummen. Natürlich gibt es wiederum Talente, die diesen Umstand negieren können, aber die hat kaum ein NSC. Also fünfzehn Punkte für ziemlichen Mumpitz rausgeworfen. Aber das dritte Talent "Betäubungsschlag" dagegen macht dann eben Sinn, um mit "Scharfrichter" im Bedarf Erschöpfungsschaden zu verursachen. Aber das geht auch nur bei anderen Kreaturen oder NSC mit der Einstufung Erzfeind. Oder eben um Minion oder Rivale KO schlagen zu können, wobei diese keinen Extra Balken für Erschöpfung haben, sondern sie bekommen dadurch einfach normalen Schaden.

Die nächste Stufe in diesem Baum wäre der "Verbesserte Betäubungsschlag", der bei einem Triumph den Gegner Handlungsunfähig macht. Das macht aber nur in Verbindung mit genug Rängen in der Fertigkeit Bewaffneter Nahkampf Sinn und da hat Lyra momentan gerade mal zwei Ränge. Wird wohl nicht mehr für das große Finale zwischen den beiden Schwestern zum tragen kommen, da es noch andere wichtige Talente zu erwerben gibt.

Da der Talentbaum des Rekruten nun komplett durch ist, nehme ich als nächste Bonusspezialisierung den "Rigger". Der "Rigger" ist ein Berufsspezialisierung die in erster Linie das Schiff, in diesem Fall die "Vanguard" pimpt. Den "Rigger" habe ich ausführlich schon in Episode XX dargestellt. Ihn zu bekommen kostet 50 EP, also 50 Seiten. Ich habe nun noch 25 weitere Punkte zu verteilen. Für 5 EP kaufe ich nun den ersten Rang in Mechanik, weitere 5 EP gehen in die Talente Bastler und Größeres Projekt. Die letzten 10 EP bzw. Seiten gehen in das Talent "Signaturfahrzeug", was natürlich die "Vanguard" ist. Plan ist, direkt die Reihe bis hinunter zu "Nicht heute" zu gehen.

Am Rande des Imperiums – Dangerous Covenants/ Gefährliche Verträge

Heute will ich das Berufsbuch für Söldner vorstellen, dass es inzwischen endlich auch auf Deutsch gibt. Gefährliche Verträge. Die üblichen 100 Seiten für knapp 30 Dollar bzw. Euro Liste unterteilt in drei Kapitel. Das erste Kapitel heißt Bewaffnet und Gefährlich, was ziemlich gut passt. Wieder mal wird erklärt, was so ein Söldner macht und warum er es macht.

Es gibt drei neue Rassen, von denen zwei einen schon bekannt sein könnten. Der Aqualish kennt man aus der ikonischen Cantina Szene aus Episode IV und das war der, dem Obi-Wan sein Lichtschwert zeigen durfte und dabei seinen Arm verlor. Einem anderen Aqualish passierte das gleiche ein paar Jahre vorher mit Asajj Ventress in einer der Clone Wars Folgen. Merke, Aqualish sollten nicht in eine Cantina gehen, wo ein Machtanwender mit Lichtschwert sich aufhält. Kommt nicht gut. Von Grund auf sind sie recht zäh, aber etwas langsam vom Begriff, was sich gut in ihren bisherigen offiziellen Auftritten widerspiegelt. Es gibt drei Subspezies mit jeweils eigenen Vorteilen.

Die nächste Rasse sind Klatooinian. In Episode VI ist einer von ihnen von Jabas Barke ins Maul das Sarlacc gefallen. Agil, aber Willensschwach. Die dritten im Bunde sind die Weequay. Auch die hatten das Vergnügen, in der selben Szene an den Sarlacc verfüttert zu werden. Haben auch als Archetyp des Piraten, Kriminellen und Söldner einen festen Stammplatz in der Clone Wars Serie gehabt. Bei ihnen geht Stärke auf Kosten der Intelligenz. Die Rassen sind nicht schlecht und passen zum Buch. Ist ja nicht unbedingt bei jedem der Berufsbücher der Fall.

Auch hier gibt es drei Spezialisierungen: Enforcer, Demolitionist und Heavy. Der Enforcer ist eher ein Schlägertyp, der typische Handlanger wie er im jeden einschlägigen Film neben seinem Boss steht und nur darauf wartet, ein paar Fressen zu polieren oder als Kanonenfutter herhalten zu dürfen. Der dazugehörige Talentbaum baut auf mehr Schein als Sein auf. Wirkliche Kampftalente hat der Enforcer recht wenig, er kann Betäubungsschlag und Worten Taten folgen lassen, also für einen Schicksalpunkt den Rang in Straßenwissen auf einen Schaden anrechnen. Und das für 20 Punkte. Der Spion/Infiltrator hat mehr Kampftalente als dieser Enforcer. Auf dem Papier mag es Nett sein, Leute einzuschüchtern. Aber im Spiel eskaliert die Situation ja meist recht schnell und da sind reale Schadenswerte dann gefragt, die dieser Beruf nicht wirklich generieren kann.

Der Demolition ist ein Sprengstoffexperte. Der kann wenigstens was. Er hat Talente, um die Explosion bei Handgranaten und Sprengfallen schneller auszulösen, macht mehr Schaden, kann eigene Leute aus der Explosion heraushalten, kann seine Initiative steigern, ebenso seine Absorption. Der Spieler von Shaka hat diese Spezialisierung als dritte genommen. Wer viel mit Handgranaten um sich wirft und mit Sprengstoff spielen will, eine gute Wahl. Leider kann der Demolition Handgranaten nicht weiter werfen, ein Talent, dass hier ganz klar fehlt.

Der Heavy ist ein Experte für schwere Waffen. Die Talente sind hier passend gewählt. Er kann dreimal die Sperrigkeit und Gewicht seiner Waffen reduzieren, denn Schaden auf weite Entfernungen boosten, kann Aufschläge reduzieren oder einmal pro Sitzung einem Angriff das Attribut Panzerbrechend geben, was ein Reduktion der Absorption von zehn Punkten bedeutet. Auch diese Spezialisierungen halte ich im Gegensatz zum Enforcer durchaus für brauchbar. Der kann schweres Gerät durch die Gegend wuchten und damit auch ordentlich Schaden anrichten. Genau so sieht eine brauchbare Klasse aus!

Die beiden Expertenfähigkeiten sind: Der Letzte auf den Beinen und Unvergleichlicher Schutz. Der Letzte auf den Beinen erlaubt nach einer erfolgreichen schweren Widerstandsprobe und dem Einsatz von zwei Schicksalspunkten alle an einem Kampf beteiligten Handlanger zu töten. Das kann recht heftig sein, aber Minions sind selten das Problem. Unvergleichlicher Schutz halbiert Schaden, den man innerhalb eine Runde erleidet für zwei Schicksalspunkte. Das ist natürlich auch ziemlich cool.

Gesichert und Geladen, so heißt Kapitel zwei. Zuerst werden kurz die großen vier Waffenproduzenten in kleinen Abschnitten erläutert, dann kommt das Zeug, was jeder Söldner brauchen kann, also jede Menge an Waffen und Rüstungen. Von dem Buch ist auch der Cherkahänder, den Lyra benutzt und die Taccego Protector 1 Comat Armor. Die Powerarmour ist wohl eine der besten Rüstungen im Spiel, da sie von Grund auf die Stärke um eins boostet und eine Absorption von drei hat. Man muss halt aufpassen, dass einem der Saft nicht ausgeht oder eine Ionengranate vor die Füße fällt. Auch gibt es hier viele verschiedene Raketen, Sprengstoff und Handgranaten. Alles was das Söldnerherz begehrt.

Anschließend geht es gleich zu den Waffen und Rüstungsmodifikationen. Darunter sind ein Laserpointer und ein Unterlaufraketenwerfer. Natürlich gibt es auch "normale Ausrüstung", die dem Thema entsprechend alles irgendwie mit Militär, Aufklärung und Tarnung zu tun haben. Abschließend gibt es noch militärisches Zubehör für Raumschiffe. Darunter auch ein fest eingebauter Raketenwerfer für Jetbikes. Auch gibt es ein paar besondere Raketen, die teilweise durchaus nützlich sein können.

Weiter geht es mit einer großen Auswahl an Speedern und Gleitern jeder Art. Darunter Truppentransporter, Abfangjäger, Kommandofahrzeug oder ein Gleiter für VIPs. Dafür gibt es nur zwei Raumjäger zur Auswahl. Es folgen vier Frachter und drei Großkampfschiffe. Der Fokus liegt also ganz klar auf kleinere Fahrzeuge. Warum auch immer. Rein Militärisches Gerät ist überraschenderweise gar nicht so oft vorhanden. Etwas am Thema vorbei. Dafür gibt es darunter so Perlen wie den 4R3 Angriffstransporter, ein netter kleiner Piratenjäger mit schon eingebauter Enterfunktion.

Das dritte und letzte Kapitel richtet sich wie üblich mehr an den SL als an den Spieler.

Fazit: Das Buch bietet für den kampforientierten SC einiges an neuem Spielzeug, dass man durchaus nutzen kann. Die Rassen kennt man aus den Filmen und haben durchaus was sinnvolles zu bieten. Zwei der drei Spezialisierungen sind gut zu verwenden. Den Sinn des Enforcers kann ich nicht wirklich nachvollziehen. Dryden Vos ohne Kampffertigkeiten, sieht zum fürchten aus, kann aber Worten eben doch nicht so gut Taten folgen lassen. Das Artwork wirkt auf mich nicht so gelungen wie sonst. Aber das ist rein subjektiv. Ich würde das Buch in meiner Sammlung nicht missen wollen. Klare Kaufempfehlung und ist jetzt 2019 knapp ein Jahr nach seinem angekündigten Erscheinungstermin auch auf Deutsch erscheinen.
 

Nakago

Hintergrundstalker
Episode XXIII
Die Suche im Vergänglichen Labyrinth
Aurek​

Der Sieg ist unser und doch fühlt es sich wie eine herbe Niederlage an. Sybal ist frei, dass Restimperium von seiner primären Eisenerzquelle abgeschnitten und aus dem Orbit vertrieben. Trotzdem bleibt ein wirklich übler Nachgeschmack haften. Der Preis für die Vertreibung war einfach zu hoch und uns ist allen klar, dass Thorne durchaus die Möglichkeit gehabt hätte, hier einen nicht unerheblichen Teil der vereinigten Flotte des Konsortium und der Neuen Republik zu vernichten. Wahrscheinlich wollte er seine Sternenzerstörer nicht mit einem Abnutzungsgefecht in der Nähe bodengestützter schwerer Artillerie riskieren. Da ich kein Raumstratege bin, kann ich nicht wirklich beurteilen, ob Thorne nun Übervorsichtig war oder es ein kluger Dejarikzug war, sich einen anderen Ort für die Entscheidungsschlacht zu suchen. Der Admiral hat sich entschieden, hier keine Entscheidung zu erzwingen und unsere Lage ist nicht wirklich rosig.

Die nächsten sechs Tage nehmen wir an mehreren Strategiebesprechungen der Flotten teil, ebenso an Versammlungen der Klanführer. Jetzt wo der gemeinsame Feind fehlt, brechen alte Animositäten und offene Rechnungen wieder offen zu Tage. Statt sich um das große Ganze zu kümmern, wird um die unwichtigsten und unnötigsten Details gefeilscht. Keiner gönnt dem anderen etwas, selbst wenn man auch genau so viel davon hat. Irgendwann platzt mir der Kragen.

"Leute! Hört mal her! Wir haben gemeinsam gesiegt! Gemeinsam heißt es nun, die Zukunft zu gestalten. Es gibt zwei Möglichkeiten. Erstens: Ihr führt Euch weiterhin wie kleine Kinder auf, die darüber streiten, wer wem wann das Spielzeug weggenommen hat, weil er einem den Ball vor einer Woche an den Kopf geworfen hat. Klein, klein führt nur zu minimalen Fortschritt.

Oder zweitens, ihr blickt nach vorne. Lasst die Vergangenheit hinter euch. Denkt an das große Ganze. Lernt mit einer Stimme zu sprechen, einigt euch auf eine Regierung, bestehend aus verschiedenen Klanleuten. Baut eine gemeinsame Armee auf, eine gemeinsame Flotte von Jägern, Shuttles und Booten. Nur gemeinsam könnt ihr eine Zukunft für euch selbst gestalten. Wenn ihr heute nicht über euren Schatten springt, werdet ihr in dreißig oder vierzig Jahren wieder in den Untergrund gehen und glaubt, mir eure Gegner werden aus den Fehler der Suul-Tanca Corporation lernen. Also lernt aus euren Fehlern und macht es besser. Ihr habt euer Schicksal selbst in der Hand, macht was draus!" So, dass musste einfach gesagt werden. Nächstes mal wird nicht die Crew der "Vanguard" Gewehr bei Fuß bereit stehen und diese Leute aus ihrer prekären Situation befreien, in die sie sich selbst manövriert haben.

Danach haut Shaka in die gleiche Kerbe und bricht damit den Widerstand der Klanführer vor Erneuerungen. Jetzt sind sie bereit, am gleichen Strang zu ziehen. Hoffentlich hält diese Stimmung lang genug, dass diese Menschen in der Lage sind, ihr Schicksal selbst zu bestimmen. Irgendwie bezweifle ich das aber. Wenigstens haben wir es versucht und sie sind alt genug, um ihr Schicksal selbst zu schmieden.

Die Ankündigung von Admiral Thorne ist ein großer Schock für das Konsortium, aber momentan hat die Königinmutter noch das Zepter in der Hand. Keine Ducha wagt es, ausgerechnet jetzt die Erste zu sein, die ausschert. Noch stehen die 63 Welten des Hapes-Konsortium zusammen, aber wenn Thorne anfängt, im großen Maßstab sich auf wenige Welten zu stürzen, dürfte die Einigkeit bald zu Grunde gehen.

Eine wirkliche Strategie gibt es nicht. Der Schutz des Konsortium waren immer die Ionennebel. Es gab nur wenige, leicht zu überwachende Routen ins Konsortium und auch die Wege innerhalb des Sternenclusters sind überschaubar. Aber dieser strategische Vorteil wendet sich nun gegen sie. Während Thorne aus jeder Richtung angreifen kann, muss die königliche Flotte sich auf ihre wenigen Routen beschränken.

Auch ich sehe keinerlei Ansatzpunkt momentan etwas dagegen zu unternehmen. Ich erinnere mich an den Wissenschaftler Gene Lernan, den wir vor schier unendlicher Zeit auf der Solarminenstation gefangen gesetzt ist. Zu meiner Überraschung ist Admiral Hoyt in der Lage, die extrahierten Informationen aus den Verhören des RSB mit uns zu teilen. Die Forschung an den Kyberkristallen läuft hier schon sehr lange Zeit. Allerdings ist Lernan erst recht spät zu dieser Gruppe dazu gestoßen. Das ganze wurde einst von einen gewissen Vodnin ins Leben gerufen, einem Wissenschaftler der Tarkin-Initiative. Die ältesten Aufzeichnungen stammen aus dem Jahr 4 des Imperiums. Das heißt, die Imperialen sind hier schon seit über zwanzig Jahren aktiv. Aus welchem Grund einst hier die ersten Imperialen aktiv waren, ist auch Lernan unbekannt.

Zwar ist noch immer nicht bekannt, wo sich die Werft befindet, aber ihre Herkunft ist geklärt. Einst gehörte die Anlage dem Heritage Council, wurde dann aber vom Imperium übernommen und an einen unbekannten Ort geschleppt. Wir meinen ja, das wäre der Punkt, wo der Erzfrachter gelandet ist, aber wir haben ja noch keinen Zugang dorthin gefunden. Wir haben die Koordinaten, aber keinen Weg, der uns offen wäre.

Wir sind in einer Sackgasse. Momentan wäre es vielleicht nicht schlecht, auf den ehemaligen Welten des Darth Varak nach Hinweisen über die Technologie zu suchen, welche Admiral Thorne nun beherrscht. Die Ursprünge des ganzen liegen ja im Vergänglichen Labyrinth versteckt. Das Ergebnis von heute sind die Forschungen eines seit Jahrtausenden toten Sith-Lords. Finden wir den Ursprung, können wir vielleicht Mittel und Wege finden, dass Endergebnis zunichte zu machen. Wir haben ja einiges an Daten und Unterlagen, die wir noch nie wirklich gesichtet haben. Vielleicht ist es Zeit, dort nach einem neuen Ansatzpunkt zu suchen, der uns weiter bringt. Da wäre die Welt Vara, welche von der Familie Virin im Auftrag der Varianer Terrageformt wird. Möglich, dass sich dort noch was finden lässt.

Die Klans zeigen sich erkenntlich und mindern unsere Ausgaben dadurch, dass sie unseren Laderaum mit Erz vollladen, dass wirklich nichts mehr platz hat. Lyn will unbedingt einen der Manteljäger mitnehmen. Eine Zeitlang überlegen wir, ob ein zweiter nicht noch besser wäre. Aber so spaßig es auch ist, mit einem Jäger durch die Gegend zu heizen, muss ja jemand noch die "Vanguard" fliegen. Also verkaufen wir den zweiten Jäger und unseren "Panzer" für einen guten Preis von 40 000 Credits. Davon zahlen wir auch die letzte Rate an den Mandolorianer Roark. Dem gefällt es hier außerordentlich und meint, dass die Jungs hier recht viel Potential haben. Da bleibt er noch eine Weile. Das freut mich zu hören, da er echt teuer war. Aber scheint sie ja am Ende ausgezahlt zu haben.

Wir fliegen zur Vol Yunkai Station und verkaufen dort unser Erz für über Zweiundfünfzigtausend Credits. Das füllt die Portokasse. Nach löschen der Ladung fliegen wir nach Vara. Zuerst müssen wir nach Utaria und von dort weiter nach Vara. Der Transfer ist holprig, da wir mehrmals aus dem Hyperraum heraus geworfen werden, weil Ausläufer eines Ionensturms die Route blockieren. Mit zehn Stunden hinter dem Zeitplan kommen wir im System heraus. Die Welt besitzt laut unseren Scannern schon eine atembare Atmosphäre. Allerdings toben dort jede Menge Stürme. Kein schöner Ort.

Wir werden von der Bodenstation am Äquator angefunkt und gewarnt, ohne Erlaubnis zu landen. Also bleiben wir auf Abstand und umkreisen mehrmals den Planeten. Dabei scannen wir dessen Oberfläche so lange, bis wir die obligatorischen Sithbauwerke in Form von einer Pyramide finden. Dann tun wir so, als ob wir in den Hyperraumspringen, treten aber sofort wieder in den Realraum und nähern uns heimlich an. In Schleichfahrt treten wir in die Atmosphäre ein und werden wohl nicht erfasst. Ungehindert landen wir in der Nähe der Pyramide. Oder eher dem, was noch davon übrig ist. Das ist nur noch eine Ruine.

Die Luft ist für uns ungefährlich, trotzdem tragen wir Atemmasken. Obwohl es hier kein Anzeichen für Leben oder Aktivitäten gibt, rücken wir mit schussbereiten Waffen in Pirscherhaltung vor. Es gibt einen Zugang ins innere der Pyramide. Da hat jemand professionell einen Tunnel gegraben und ihn mit Permabeton ausgeschachtet. Die inneren Räume sind total geplündert. Hier und da hängt noch ein stark beschädigtes Relief an den Wänden. Die meisten sind offensichtlich entfernt worden. Ein zerstörter Arbeitsdroide liegt in einer Ecke. Hauptspeicher und alles Wiederverwertbare ist hier schon vor längerer Zeit geplündert worden. Das Modell sieht nach einem Hapanischen aus. Informationen sind hier keine zu finden.

Nakagos wirre Gedanken

Nach der Schlacht von Sybal kümmern wir uns erst einmal um den Hintergrund von Darth Varak in der Hoffnung, irgendwelche brauchbaren Hinweise zu finden.
 

Nakago

Hintergrundstalker
Besh​

Wir kommen zu dem Schluss, dass auf dieser Welt keine Informationen mehr zu finden sind. Wenn es hier etwas zu finden gab, sind wir viel zu spät. Shaka schlägt vor, die Station am Äquator einen Besuch abzustatten.

"Die sind hier schon lange durch. Was die hier auch gefunden haben mögen, ist schon längst abtransportiert", meine ich.

"Es gibt keinen plausiblen Grund für das Haus Virin gefundene Sithartefakte auf der Äquatorstation zwischen zu lagern. Die sind entweder an einem sicheren Ort im Konsortium oder schon längst an Sammler weiter verkauft", argumentiert Scav in meine Richtung.

"Sehe ich genau so. Wir sollten diese Welt abhaken und uns auf den nächsten Ansatzpunkt konzentrieren, Xill!", findet Edna.

"Von mir aus. Vielleicht finde ich auf Xill weitere Hinweise auf meine kleine Schwester. Ich habe zwar eine ziemlich dunkle Ahnung, aber mal sehen. Ich hoffe nur, dass ich nicht direkt auf sie treffe, dass könnte wirklich blutig enden", unke ich etwas verhalten. Inzwischen habe ich einen ganz groben Plan, aber große Zweifel an dessen Umsetzbarkeit. Als erstes werde ich versuchen sie an unsere gemeinsame Vergangenheit erinnern. Unser Leben auf Nar-Shaddaa und unsere guten Momente. Was wird sie davon noch wissen? Wird sie überhaupt noch was wissen, was vor ihrer Indoktrination passiert ist? Wie nehme ich sie gefangen, wenn Eloy sich nicht erinnert? Kann ich sie überhaupt gefangen nehmen? Das ganze wird darauf hin hinauslaufen, dass ich Vorort improvisieren muss und mich äußerst flexibel an die jeweilige Situation anpassen werde. Das ist einfach nicht zu planen und ich muss das akzeptieren.

Wir kehren zurück zu unserem Schiff, starten und gelangen ohne entdeckt zu werden in den Orbit. Dann nehmen wir Kurs auf Xill. Die Route ist mehr als nur holprig. Sie stammt aus den erbeuteten Unterlagen und ich hoffe mal, dies war nicht dazu gedacht, um irgendwelche Schatzsucher in den Tod zu schicken. Ein gutes dutzend Sprünge später sind wir am Ziel. Das System ist ohne Planeten. Aber dafür gibt es Asteroidenringe. Eine kosmische Katastrophe hat alle Planeten des Systems zertrümmert.

"Wahrscheinlich eine Folge des Zusammenbruchs des Vergänglichen Labyrinths", mutmaßt Skav und nichts spricht gegen diese Theorie. Außer hier wurde ein Waffentest durchgeführt. Zwar Unwahrscheinlich, aber bei dem Imperium muss man mit jedem abscheulichen Verbrechen rechnen. Allerdings ist grüner Nebel und Ausläufer von Ionenstürmen ein starkes Indiz dafür, dass die Zerstörung wohl eher auf dem damaligen Zusammenbruchs des Reiches von Darth Varak zurück zu führen ist.

Wir gehen sofort auf Schleichfahrt und schalten unsere Sensoren auf passiv. Schnell wird klar, dass sich hier ein Schiff mit starken Sensoren aufhalten muss, dass regelmäßig die Umgebung scannt. Der Verursacher entpuppt sich als ein vergleichsweise kleines Minenschiff im Imperialen Dienst. Mir will partout die genaue Bezeichnung nicht einfallen, aber es ist definitiv von Kuat und wurde dort in kleiner Serie hergestellt. Es ist etwa so lang wie einen Sternenzerstörer der Sieges II Klasse und sein Chassis basiert auf diesen Schiffstyp. Nur hat es vorne praktisch weitere "Dreiecke", welche eine Art von "Maul" bilden, welche wie bei der "Vantika" Asteroidbrocken einsaugt, zertrümmert und dann die brauchbaren Erze extrahiert. Durch die geringe Größe ist dieses Schiff natürlich nicht so effektiv wie andere Schiffe dieser Art. Auf alle Fälle wird klar, dass Sybal wohl nicht der einzige Lieferant für Erze ist.

"Ich spüre einen Ort der Macht in der Nähe und zwar dort!" Lyn tippt mit dem Finger auf einen Punkt auf dem Radardisplay, ein der größten Asteroiden im System, der offensichtlich noch von einer grünen Wolke aus ionisiertem Gas umgeben ist. Jetzt wo sie es sagt, kann ich auch ein ganz minimales ziehen spüren, hätte aber nie die Quelle so schnell identifizieren können. Mal sehen, was uns hier erwartet.

Um uns vor den Sensoren des Minenschiffes etwas zu schützen, fliegen wir einen großen Umweg durch ein recht dichtes Asteroidenfeld. Hier und da kollidieren große Brocken miteinander und schieben sich gegenseitig auf neuen Kurs. Das macht es etwas schwierig hier zu manövrieren. Ich unterstützte die orangene Pilotin so gut es geht und wir schrauben uns mit Bravour durch diesen steinernen Parcours. Schließlich dringen wir in den grünen Nebel ein, welcher die Atmosphäre dieses Asteroiden bildet. Laut unseren Sensoren verfügt dieser Asteroid sogar über ein ausreichendes Schwerkraftfeld um eine atembare Atmosphäre zu halten. Wir empfangen deutliche Energiesignaturen von der Oberfläche und gehen in einem Canyon in der Nähe nieder. Das landen ist Millimeterarbeit. Aber mit guter Zusammenarbeit schaffen wir auch diese Herausforderung zu lösen, ohne das unser Schiff dabei beschädigt wird.

Da wir den Sensoren nicht so ganz trauen, nehmen wir auf alle Fälle mal Atemmasken mit. Auch etwas Kletterausrüstung, da der Weg zu unserem vermeintlichen Ziel doch nicht gerade wirklich ebenerdig ist. In Kolonne arbeiten wir uns langsam zu dem Ort der Macht hin. Edna bleibt als Nachhut an Bord des Schiffes zurück. Es dauert drei Stunden, bis wir unser Ziel erreichen. Immer mal wieder gab es Hindernisse, die wir um klettern mussten. Auch wenn es hier kein Regen und Wasser mehr gibt, hat doch Erosion diesen Ort geformt. Wahrscheinlich war da auch früher schon die Oberfläche einer Welt gewesen. Abwechselnd betrachten wir mit dem Makrofernglas die Szenerie.

Es handelt sich hier um eine Baustelle und nach den militärischen Bauwerken zu urteilen, um eine militärische Anlage. Allerdings arbeiten recht wenig Arbeitsdroiden auf der Baustelle. Wir sehen insgesamt siebenundzwanzig Stück. Es gibt insgesamt fünf Droiden der KX Serie, alle mit Blastergewehren bewaffnet. Menschen sind keine zu sehen. Im Zentrum gibt es einen Bunker, aus dem Antennen und Kommunikationsschüsseln heraus ragen. Der Verdacht liegt nahe, dass es sich dabei um einen Kommunikationsbunker handeln dürfte.

"Ich spüre den Ort der Macht hinter dieser Konstruktion dort drüben", meint Lyn und zeigt auf einen verschalten Eingangsbereich, wo es wohl tiefer in den Boden hinein geht. Ich suche uns eine Route aus, die es erlaubt, alle KX Droiden zu umgehen und so ungesehen ins innere zu gelangen. Von Deckung zu Deckung huschend kommen wir bis vor dem Eingang, als dort von Innen ein weiterer KX herauskommt, den wir vorher nicht gesehen haben.

"Fierfek!" Wir springen in den nächsten Graben, in dem Kabel verlegt sind, aber zu spät, der KX Droide hat uns schon gesehen.

"Unbefugte Eindringlinge! Ergebt Euch oder sterbt!" Eine Sirene beginnt zu kreischen und zwei weitere KX Droiden kommen in unser Sichtfeld.

"Wir wählen Option drei, ihr sterbt!" Shaka versucht uns zu motivieren, aber ihre Worte sind so voller Hass, dass sich jeder äußerst befremdlich fühlt. Dafür schießt sie den Droiden mit einem Schuss um. Auf der Vol Yunkai Station hat sie ihren Blaster sehr stark modifiziert, so das er eine ziemlich starke Feuerkraft entwickelt. Lyn feuert beide Blasterpistolen auf den nächsten Droiden ab, trifft, schaltet ihn aber mit zwei Treffern nicht aus. Nun gut, mit meinem DLT-19D nehme ich den dritten Droiden als erstes unter Feuer, schalte ihn sofort mit zwei Treffern aus, wandere weiter und treffe auch den dritten. Aber kaum sind die am Boden, greifen drei weitere Droiden an. Aber auch die sind kein Problem für uns und bald sind sie nur Altmetall, reif zum Recycling. Wir deaktivieren die Funkanlage im Kommunikationsbunker, damit sind wir für die nächsten fünf Stunden sicher, da erst zu diesem Zeitpunkt der nächste Kontrollanruf laut Lockbuch erfolgen soll. Damit ist klar, wie umfangreich unser Zeitfenster ist. Ich habe keine Lust mich kämpfend durch den Canyon über mehrere Stunden zu unserem Schiff zurück zu ziehen. Mal sehen, was uns hinter dem Eingang erwartet.

Nakagos wirre Gedanken

So was passiert, wenn man eben ein Verzweiflungssymbol würfelt. So was ist immer ärgerlich. Probe geschafft, aber es passiert was schlimmes, wie in diesem Fall die Begegnung mit einem ungesehenen Droiden.
 

Nakago

Hintergrundstalker
Cresh​

Wir rücken nun in Linie auf den Eingang zu. Scav und ich sind die Spitze. Lyn ist links hinter mir und Shaka ist rechts von Scav. Am Eingang gehe ich in Stellung, Scav ebenso. Mit meiner Jägerbrille schau ich ins Dunkel des nach unten führenden Ganges. Boden und Wände sind aus unbehandelten Permabeton. Die Eingangskonstruktion ist militärischer Durabeton. In der Ferne kann ich sehen, dass sich das Ganze zu einem felsigen Raum ausbreitet. Parallel rücken Scav und ich mit Waffen im Anschlag nach vorne und erreichen den Raum. Gegenüber steht eine Art Grill, daneben sind behandelte Steinplatten zu sehen. Auf dem Weg dorthin könnte ein Feuerbecken Licht spenden, wenn es denn an wäre. Es gibt einen weiteren Abgang in die Tiefe. Das ganze misst etwa zwanzig Schritt im Durchmesser und ist nicht mal halb so hoch. Trotzdem hat die Kuppelförmige Halle durchaus imposante Ausmaße.

Für einen kurzen Moment verschiebt sich die Perspektive. Fünf schwarz gerüstete Todestruppler stehen vor dem "Grill", auf dem eine Leiche liegt. Die sterblichen Überreste eines weiteren Trupplers. Unter dem "Grill" ist eine brennbare Flüssigkeit, die nun entzündet wird. So verbrennen die anderen Imperialen ihren gefallenen Kameraden. Die Machtvision erlischt. Lyn hat eine ähnliche Vision gehabt.

Vorsichtig rücken wir vor. Als wir das Feuerbecken passieren, entzündet es sich selbstständig und sorgt für eine überaus unheimliche Stimmung. Davon bekomme ich eine Gänsehaut und ich fröstle. Die Steinplatten an den Wänden sind voller Namen im Alphabet Aurebesh geschrieben. Vorname, Nachname und ein Planetennamen. Jedenfalls finden sich einige mir bekannte Namen darunter, wie Coruscant, Corellia und Alderaan. Entweder Herkunft oder die Welt, wo er gefallen ist. Zwei Namen kann ich der Liste von Khador zuordnen, die waren auch im Messgerät verzeichnet, welches wir in seinem ehemaligen Haus gefunden haben. Momentan spricht alles dafür, dass die Namen der Kinder sind, die Khador damals an das Imperium verkauft hat. Mit mulmigen Gefühl gehe ich die Namen durch, fahre mit der Fingerspitze meines Panzerhandschuhes über die improvisierten Gravuren. Dann verharre ich. E. l. v. Elvin Marana. Für eine Sekunde hatte sich der Name wie Eloy Askana angefühlt, weil die ersten beiden und letzten drei Buchstaben gleich waren. Mein Herz beginnt wieder zu schlagen, als ein tonnenschweres Gewicht herunter fällt. So muss es sich anfühlen, wenn die Verlustlisten nach einem Gefecht veröffentlicht werden. Wenn Angehörige bangen Herzens durch die Listen scrollen, bis sie den Namen ihres Liebsten finden oder an der Stelle, wo er stehen müsste, nicht zu finden ist. Eloy ist definitiv nicht auf dieser Liste zu finden, also könnte sie noch leben.

Eine lange Treppe führt weiter in die Tiefe. Äußerst misstrauisch und irgend eine gemeine Teufelei erwartend arbeiten wir uns langsam nach unten vor. Wirklich Froh, dass meine Bedenken sich nicht erfüllt haben, erreichen wir einen weiteren Kreisrunden Raum mit mehreren Abgängen. Diese Halle ist deutlich größer im Durchmesser. Ich schätze sie mal auf fünfzig bis sechzig Schritt und eine Höhe von etwa zwanzig, vielleicht etwas mehr. Der Boden ist mit Platten ausgelegt, die konzentrische Kreise um eine Art Sandkasten bilden. In der Mitte des Sandkasten steht ein runder Felsen und darauf sitzt in meditativer Haltung die Ithorianerin Una Batri, die geklonte Jedi Meisterin. Von ihr haben wir auf Cyphera erfahren. Sie war nach den Aufzeichnungen der einzige Machtsensitive Klon, der seine Machtkräfte behalten hatte. Das einzige was sicher ist, dass sie nicht auf Cyphera hergestellt wurde. Was sie hier zu suchen hat, ist eine gute Frage. Scav hat ein weiser Voraussicht einen Killswitch nach den erbeuteten Plänen aus dem Klolabor hergestellt, um sie schnell ausschalten zu können. Aber momentan ist sie noch friedlich und ich habe viele Fragen an sie.

"Ich nehme an, ich habe das Vergnügen mit Meisterin Batri?", frage ich einfach mal in einem höflich fragenden Tonfall.

"In der Tat, Lyra Askana. Ich habe dein Kommen erwartet." Sie benutzt ein Sprachmodul, da Ithorianer normalerweise kein Basic sprechen können.

"Wie mir scheint, kennt ihr mich schon. Und wahrscheinlich kennt ihr auch meine Schwester?" Mein Tonfall hat jetzt etwas lauerndes und ich muss mich beherrschen, nicht emotional zu werden.

"In der Tat, die kenne ich wohl, die kleine Eloy. Welch starrköpfiges Kind. Wollte immer die anderen beschützen. Es war äußerst mühsam, sie eines besseren zu belehren." Die Stimme der geklonten Jediritterin hat etwas genervtes.

"Ist meine kleine Schwester hier?" Ich wünschte, meine Stimme würde meine Hoffnungen auf eine positive Antwort nicht so deutlich transportieren.

"Nein und Ihr werdet sie wohl nie treffen, denn heute endet Euer Weg an diesem Ort." Die Todesdrohung wird mit dem gleichen Tonfall ausgesprochen, als würde sie sagen, es gäbe heute leider keinen Ketchup zu den Sternenfritten.

"Wie kommt es, dass ihr hier seid?", frage ich weiter, ohne auf ihre Todesdrohung einzugehen. Ich bin schon lange jenseits des Punktes, wo man mich so einfach einschüchtern konnte. Auf alle Fälle bin ich Froh, dass ich heute nicht auf Eloy treffen werde und das meine kleine Schwester definitiv noch lebt.

"Mein Original war eine Pazifistin, eine reine Friedenswächterin, durch und durch. Als ihr ein Generalposten angeboten wurde, um widernatürlichen Chimären zu befehlen, trat sie aus dem Orden der Jedi aus. Nun nutzte sie ihre Zeit um alten Gerüchten eines längst untergegangenen Reiches nachzugehen, dass Vergängliche Labyrinth des Darth Varak, ermordet von seinem eigenen Schüler. Leider beherrschte dieser nicht die Technologie, welche das Labyrinth stabil hielt und die Planeten wurden vom Ionensturm verschlungen. Jahrtausende lang war dieses Reich für Aussehen stehende unzugänglich, bis der Sturm sich zurückzog. Mein Original folgte seinen verwehten Spuren bis zu diesem Ort hier", der Klon breitet die Arme aus und zeichnet dann kleine Bilder in den Sand, ohne diesen zu berühren.

"Alle Welten des Darth Varak hatten ihren Zweck. Dies hier war Xill und hier trainierte Darth Varak seine Schüler. Hundert Kandidaten kamen her und nur einer verließ als gestählter Veteran diese Welt, um der Schwarzen Leibgarde des Darth Varak beizutreten. Mein Original erforschte diese Stätte, während im fernen Coruscant die Republik fiel und die Jedi ausgelöscht wurden. Obwohl mein Original schon vor Jahren ausgetreten war, wollte der Imperator bei ihr kein Risiko eingehen. Imperiale Agenten spürten sie hier auf und richteten sie hin. Selbst im Augenblick ihres Todes hielt diese Närrin an ihren Prinzipien fest." Die Ithorianerin schnaubt am Ende überaus verächtlich. Sie ist garantiert keine Pazifistin wie ihr Original.

"Tja, entweder man hat welche oder eben nicht. Was sind Prinzipien wert, wenn man nicht auch dann daran festhält, wenn es schwierig wird?", frage ich einfach mal rhetorisch.

"Der Imperator war sehr an ihren Aufzeichnungen interessiert und ließ sie klonen. Aus einem mir nicht bekannten Grund klappte das sogar. Ich wurde aufgezogen und nach Xill geschickt, um das Trainingsprogramm des Darth Varak zu verbessern. Da Machtsensitive Kinder doch etwas schwer zu besorgen waren, begrenzte ich die Verlustquote auf 90 Prozent. Deine Schwester war dabei wirklich herausragend. Nicht nur wegen ihren Midiclorianer Wert, sondern auch durch ihre sprichwörtliche Corellianische Arroganz. Ihre Sturheit daran festzuhalten, was angeblich Richtig und Falsch ist. Sie hat wieder und wieder versucht die Schwachen zu schützen. Es war meine Herausforderung sie zu lehren, dass jeden, den sie beschützt, nur noch mehr leiden wird. Es war ein so langer Weg, sie zu dem formen, was sie heute ist." Die Ithorianerin seufzt theatralisch. "Wenn ich dich heute töte, wird sie leider nie den letzten Anker durchtrennen können, die sie davon abhält, zu einer wahren Sith zu werden. Sollte ich heute versagen, wird sie mein Werk zu Ende bringen!" Damit ist wohl die Redezeit beendet. Ich freue mich, dass meine Schwester ihr Wesen lange Zeit bewahren konnte und meine Mutter und ich ihr wohl erfolgreich beigebracht habe, was es heißt, Corellianer zu sein. Nämlich die Schwachen zu beschützen! Und die Bösen zu hauen!

Die Itohrianerin steht auf und statt Worte werden nun unsere Waffen sprechen. Und die haben heute wirklich viel zu sagen. Allerdings aktiviert die ehemalige Jediritterin irgend eine Teufelei, welche Skav in Elmsfeuer hüllt und ihn einfach leblos zu Boden stürzen lässt. Nicht gut!

Nakagos wirre Gedanken

Nach 502 Seiten und 21 Sitzungen kommen wir nun zu einem Schlüsselmoment in der Suche der Lyra Askana zu ihrer kleinen Schwester Eloy. Ich war in dem Moment ziemlich Froh, dass Eloy wohl noch nicht zu hundert Prozent auf die Dunkle Seite gewechselt ist. Noch gibt es Hoffnung, sie lebend ins Licht zurück zu holen.

Es ist übrigens durchaus erlaubt, ab und zu mal ein Feedback zu geben. Ich poste diese Geschichte in drei Foren und ich bekomme nur von einem einzigen User eine regelmäßige Rückmeldung, bei etwa 250 bis 300 Hits pro Update.
 

Nakago

Hintergrundstalker
Dorn​

Shaka eröffnet das Feuer und trifft die ehemalige Jediritterin sogar ziemlich gut. Die neuen Aufrüstungen für ihr Blastergewehr scheinen ihre Credits wert zu sein. Aber auch mein DLT-19D ist tödlich ohne weiteren Schnickschnack. Sauber gleitet meine Waffe ins Ziel, dass ich zentriere und drei Blasterschüsse verwunden die gefallene Jediritterin. Wobei es natürlich die Frage ist, was ist sie nun eigentlich? Sith? Dunkle Jedi? Gefallene Ritterin? Eigentlich unwichtig, wichtig ist nur, wie wir sie so schnell wie möglich töten. Die Sith macht eine Bewegung mit beiden Händen, als wollte sie etwas nach vorne schieben. Im nächsten Moment stehen wir in einem Sandsturm, welche meine Rüstung Sandstrahlt. Der Lack ist ab, macht aber nichts, da meine Panzerung nun richtig schön glänzt.

Lyn läuft links um den Sandvorhang herum und schießt ihre beiden Blaster ab. Ob sie trifft, kann ich von hier aus leider nicht erkennen. Shaka lässt sich zurückfallen, Scav ist immer noch gelähmt und ich laufe rechts um den Vorhang aus Sand herum. Sofort ziehe ich ab und schaffe es wahrlich glorreich nicht zu treffen. Fierfek! Der Sand scheint meine Zieloptik verstellt zu haben.

Eine rote Klinge flammt nun auf und die geklonte ehemalige Jedi greift die arme Lyn an. Auch wenn ihre Rüstung Cortosis enthält, dringt der Lichtstrahl durch eine Spalte in ihren Körper. Das hat jetzt sicher verdammt weh getan. Die orangene Twi´lek demonstriert ihre neu gewonnen Jedikräfte und entreißt mit Hilfe der Macht der Sith ihr rotes Lichtschwert, dass nun bedrohlich zwischen ihnen schwebt. Wenn das mal nur gut geht. Nun besinnt sich Shaka ihres Blastergewehres und feuert auf den Klon. Sie trifft wieder ziemlich gut. Ich bringe mich in Position und schieße wenig ehrenvoll Una Batri mit zwei Treffern aus nächster Distanz nieder. Beinahe schneidet sich Lyn noch einen ihrer Lekku ab, als das Lichtschwert auf sie zuschießt, da niemand mehr dagegen hält. Neben dem Lichtschwert hat der Klon der Jediritterin noch einen Holocron bei sich, der rot und blau leuchtet.

"Von so einem Holocron habe ich schon gelesen. Jedi und Sith benutzen diese, um Informationen über die Macht und seine Anwendung zu speichern", gebe ich meinen Senf dazu, während Scav, der inzwischen erfolgreich einen Restart durchgeführt hat, sich um die schlimmen Wunden der Twi´lek kümmert. Ein paar Zentimeter tiefer und unsere Pilotin hätte es erwischt gehabt. Dieser Kampf war recht heftig und unser Gegner eine große Herausforderung. So jemanden dann lebend zu bekommen wird heftig werden. Meine kleine Schwester dürfte ähnliche Kräfte wie ihre gefallene Meisterin haben.

Wir beginnen nun die Örtlichkeit hier weiter zu untersuchen. Es gibt einen Schlafraum mit noch fünf Feldbetten, wahrscheinlich die letzten Mitglieder der Schwarzen Garde. Weitere Räume enthalten neuere Einrichtung und wir finden die privaten Gemächer der Una Batri. Offenbar wollte Admiral Thorne ihr weitere hundert Machtsensitive Kinder schicken, um die nächste Generation an Gardisten auszubilden. Auch gibt es Unterlagen über neue Trainingsprogramme. Besonders einige Notizen lassen darauf schließen, dass Una vorhatte, dieses mal keine Querulantin zu dulden. Es freut mich natürlich, dass Eloy einen so bleibenden Eindruck hinterlassen hatte. Das lässt mich eine neue Hoffnung diesbezüglich schöpfen. Mit Hilfe der Macht kann ich sie vielleicht vor Dunklen Seite retten.

Weitere Dokumente befassen sich mit Kyberkristallen, wie man deise findet und wie man Kristalle veredelt. Dazu noch eine Sternenkarte mit Routen zwischen den neun Planeten des Vergänglichen Labyrinths. Leider nichts darüber, wie man damit die Ionenstürme beeinflussen kann. Das wäre außerordentlich hilfreich gewesen. Auch lässt sich nichts über Darth Varak und seine Aktivitäten finden. Das wäre auch nicht schlecht gewesen. Irgendwie kann das nicht alles sein. Akribisch beginne ich diesen Bereich zu durchsuchen. Auch die anderen fangen an, überall zu drücken, zu klopfen und zu ziehen. Shakas Scanner bringt leider auch keine Erkenntnisse. Im alten Quartier meiner Schwester finde ich schließlich ein gut versteckte kleines Püppchen. Und zwar eine Ashoka Tano Actionfigur, die einst zu meinem schönen ferngesteuerten Aethersprite Jäger gehörte, den Eloy kaputt gemacht hatte. Ich ging immer davon aus, dass die Figur verloren ging. Offensichtlich hat Eli diese in ihrem Besitz gehabt und bis zuletzt bei sich getragen. Lächelnd fahre ich streichelnd über Ahsokas Gesicht und dann stecke ich die "Puppe" ein. Vielleicht wird sie mir helfen, Eloy zurück ins Licht zu bringen.

Es ist Zeit zu gehen. Wir haben fast die kompletten zwei Stunden aufgebraucht, da wir ja noch drei Stunden für den Rückweg brauchen. In knapp drei Stunden erwarten die Imperialen eine routinemäßige Meldung von diesem Stützpunkt. Und wenn nichts kommt, werden die wohl jemanden zum nachsehen schicken. Also wäre es gut, wenn wir dann nicht mehr auf diesem Felsen wären.

In Kolone rücken wir ab und machen gut Strecke, bevor die Zeit um ist. Rechtzeitig erreichen wir die "Vanguard" und bemannen die üblichen Stationen. Wir heben ab und verlassen ohne Komplikationen den Asteroiden. Wieder schleichen wir uns durch das Asteroidenfeld. Wie auf dem Radardisplay zu sehen ist, verlässt das Minenschiff seine bisherige Postion. Der Kontrollanruf ist überfällig und offensichtlich schauen sie gleich selber nach. In dem Moment werden wir auch schon geortet, da die wohl jetzt alle Energie auf ihre Sensoren legen.

"Unbekanntes Raumschiff! Drehen sie sofort bei und deaktivieren ihren Deflektorschild!"

"Unbekanntes Minenschiff! Das hättet ihr wohl gerne! So leicht machen wir es euch garantiert nicht!", funke ich zurück. Lyn gibt derweil vollen Schub und wir sausen durch das Feld hindurch, als wären da nicht riesige Steinbrocken im Weg, mit denen wir jederzeit kollidieren könnten. Mit einigen riskanten Manövern gelingt es uns, aus dem Feld heraus zu kommen. Leider sind die Berechnungen für den nächsten Sprung noch nicht fertig, da wir uns nach Matras wenden werden, um den zweiten Torwächter zu sprechen. Vielleicht finden wir da einen neuen Ansatzpunkt zu unserer Suche zur Werft.

"Sind das Jäger oder Raketen?", frage ich Lyn, als sich zwei schnelle Objekte von dem Minenschiff lösen. Für Protonentorpedos oder Erschütterungsraketen sind wir noch definitiv zu weit entfernt. Auch sind die Impulse deutlich größer. Aber auch nicht so groß wie ein TIE-Fighter.

"Für Jäger sind die einfach zu klein und für Raketen zu groß. Tippe mal irgend eine Art von Langstreckentorpedo", mutmaßt die orangene Twi´lek.

"Dann werde ich mich mal darum kümmern!", meine ich und eile hoch zum oberen Turm mit den zwei mittleren Laserkanonen, unsere schwersten Waffen, die wir an Bord haben. Nachdem ich die Zielhilfe aufgesetzt habe, schwenke ich das Geschütz auf sechs Uhr und beginne eine der Raketen aufzuschalten. Sorgsam zentriere ich das Ziel, bei dem es sich tatsächlich um ein Torpedo einer mir unbekannten Baureihe handelt. Die Torpedos kommen sehr schnell näher und damit nun auch in Reichweite. Lyn beginnt nun einen schlingernden Kurs zu fliegen, was mir das Zielen nicht gerade erleichtert. Allerdings hilft mir das Display der Brille die linke Rakete zu zentrieren. Trotz der Ausweichmanöver gelingt es mir, Flugkörper mit beiden Geschützen zu treffen. Eine kleine Explosion zerreißt die Rakete. Wahrscheinlich habe ich nur den Treibstoff und nicht nicht den Gefechtskopf zur Explosion gebracht. Die andere schlägt leider unten achtern ein. Nicht gut! Eine Detonation bleibt aus. Und jetzt wird mir klar, mit was wir es zu tun haben.

"Fierfek! Wir werden geentert!"

Nakagos wirre Gedanken

Wäre ja zu einfach gewesen, wenn wir uns ungesehen hätten absetzen können. Solche Entertorpedos sind jedenfalls kein Bestandteil des normalen Systems. Das hat sich unser SL ausgedacht und könnte noch von unserer Freihändler Kampagne stammen.

Der Kampf mit der Sith war recht heftig. Das Lyn der gefallenen Jediritterin das Schwert entreißen konnte, war so Regeltechnisch nicht korrekt. Wollte den dynamischen Kampf aber an dieser Stelle nicht unterbrechen.
 

Nakago

Hintergrundstalker
Esk​

Ich eile sofort in Richtung meiner Kabine, um mein DLT-19D zu holen, da ich an Bord nur meine Dragoner und das Vibromesser trage. Langwaffen sind einfach zu unpraktisch beim sitzen und wir haben keine Halterungen neben den Sesseln für unsere Gewehre. Aber als ich den Ort des Geschehens erreiche, hat sich Shaka schon um die stark modifizierte Viper gekümmert, die sich an Bord der "Vanguard" geschweißt hat. Die Viper ist schwerer gepanzert, hat oben zwar immer noch das fest montierte Blastergewehr, ist obendrein aber noch mit peitschenartigen Tentakel bestückt, die in Vibroklingen auslaufen. Wenn das anfängt um die eigene Achse zu rotieren, kann das ziemlich hässlich werden.

"Da kommen noch einmal zwei!", ruft Lyn aufgeregt. Sofort eile ich zurück in den oberen Geschützstand und versuche die Geschosse aufzuschalten. Im letzten Moment zentriere ich das rechte Torpedo und treffe es mit einem Streifschuss. Es bricht aus, fängt wild an zu rotieren und fliegt an uns vorbei. Ich schätze mal, ich habe die Steuereinheit zerstört und nun fliegt der Torpedo steuerlos durch die Weite des Weltalls. Aber es wird nur eine Frage der Zeit, bis dieser an einem der hier massig vorhandenen Asteroiden zerschellen wird.

Dafür trifft der andere uns wieder an der Unterseite. Aber nicht so richtig. Die Entereinheit gelingt es nicht anzudocken, dafür wird der Droide ausgebootet und hält sich an der Hülle fest. Derweil ist Shaka schon unten am Ionengeschütz und versucht ihn damit abzuschießen. Leider gelingt das ihr nicht wirklich und ich gehe schon mal zur Luftschleuse, um das Mistding im Raumanzug zu bekämpfen. Kaum habe ich mir eine Kombi übergezogen, hat Shaka es letztendlich doch noch geschafft, das Ding zu treffen. Nun gut, bin nicht traurig darüber. Derweil hat Skav unseren Kurs berechnet und wir treten in den Hyperraum, bevor noch weitere Überraschungen auf uns abgefeuert werden.

So gut es geht sichern wir die Einschlagstelle und sorgen dafür, dass keine weiteren unliebsamen Überraschungen uns dort erwarten. Beim ersten Austritt aus dem Hyperraum geht Scav komplett raus und reißt die Trümmer des Torpedos heraus, nicht das da noch ein Peilsender drin versteckt ist. Notdürftig nun auch von außen geflickt fliegen wir weiter. Um den Schaden zu beheben, machen wir einen Umweg zur Nilvax Station.

Die Station ist nach wie vor gut besucht und die Geschäfte laufen besser als je zuvor. Während Scav und ich an der "Vanguard" schuften, macht sich Shaka eine schöne Zeit. Schnell machen Geschichten die Runde, "Shakas Crew" hätte unter ihrer Führung eine ehemalige Jediritterin und nun Sith mit dem Namen Una Batri getötet. Die blaue Twi´lek haut ganz schön auf den Putz. Und irgendwann wird das auf sie zurückschlagen. Und das passiert schneller als gedacht. Kaum sind wir fertig mit der Reparatur, kommt sie total verbeult nach Hause gekrochen. Da hat ihr wohl jemand das große Maul gekonnt gestopft. Mir ist egal warum.

Es ist spät geworden und wir begeben uns hier zur Ruhe, da es keinen Sinn macht, sofort weiter zu fliegen. Nachdem ich mich ausgiebig geduscht habe, lege ich mich schlafen. Ich lege Elis "Püppchen", also meine eigene ehemalige Actionfigur neben mir auf das Kopfkissen und schlafe dann ein.

Als ich aufwache, sehe ich eine Decke aus Naturstein. Die Höhle kenne ich, habe ich in ihr doch erst vor wenigen Stunden die Ahsoka Tano Actionfigur gefunden. Neben mir steht Una Batri.

"Es ist Zeit den letzten Anker zu kappen", kann ich die ehemalige Jediritterin hören. Ich blicke mich um und sehe an einem Rüstungsständer eine schwarze Rüstung. Die Rüstung der Schwarzen Garde von Darth Varak. Dann verschwimmt die Umgebung und ich stehe am Rande einer Arena. Alles ist von Eis und Schnee bedeckt und von der einstigen Dschungelwelt ist nichts mehr übrig. Einst kämpften hier die Champions von Darth Varak um Blut und Ehre.

"Hier wird es wohl enden", meint flüsternd eine mir fremde Stimme. Dann ändert sich mein Blickwinkel, als würde ich mit einem Jetpack starten und ich kann etwas von der Umgebung sehen, was letztendlich nur Eis und Schnee ist. Dann verschwimmt das Bild und ich wache auf. Eine Vision der Macht. Wahrscheinlich ist das Wiedersehen mit meiner kleinen Schwester nahe. Möge die Macht mit uns sein.

Nach dieser Vision lege ich noch lange in meiner Koje wach und versuche eine Strategie zu entwickeln, nicht gegen Eloy kämpfen zu müssen. Und falls doch, wie ich sie lebend niederkämpfe und gefangen nehmen kann. Das wird nicht einfach werden, aber ich denke, inzwischen habe ich einige Optionen.

Am nächsten Morgen nach einem reichhaltigen Frühstück fliegen wir nach Matra weiter. Dafür müssen wir erst nach Quaria und danach ist es nur noch eine einfache Passage, da wir über einen gute Route verfügen, die immer noch stabil zu sein scheint. Die Welt Matra existiert noch und hat den Zusammenbruch des Vergänglichen Labyrinths besser überstanden als Xill. Satelliten kreisen im Orbit und zwingen uns zu einer Schleichfahrt. Aber mit guter Teamarbeit finden wir eine Lücke und huschen hindurch. Hier ist die Pyramide nicht leicht zu finden, da sie einem sehr heftigen Orbitalbombardement wohl zum Opfer gefallen ist. Nur Dank unserer guten Sensoren können wir sie überhaupt als ein Bauwerk der Sith identifizieren. Und wir entdecken einen gut getarnten YT-1300 in der Nähe. Einst muss Matra eine dicht besiedelte Welt gewesen sein, davon zeugen nur noch ausgedehnte Ruinenfelder. Anzeichen einer lebenden indigenen Bevölkerung lässt sich keines finden.

In der Nähe des YT-1300 gehen wir nieder und booten aus. Shaka und Scav, Lyn und ich bilden jeweils ein Team. Eines sichert, dass andere rückt vor, geht in Stellung und sichert. So uns abwechselnd rücken wir vor. Irgendwo muss die Besatzung des YT-1300 stecken. Unentdeckt und ohne Feindkontakt erreichen wir eine Position, wo wir den leichten Frachter näher in Augenschein nehmen können. Dieser Frachter ist schwer bewaffnet. Aus der vorderen Arretierungseinheit ragen mehrere Läufe schwerer Laserkanonen. Das ist ein militärisches Angriffsschiff, was auf Angriff optimiert ist. Kein Gegner, mit dem man sich im freien Raumkampf stellen möchte. Jedenfalls nicht mit der "Vanguard". Unsere E-9 hat viele Vorzüge, Feuerkraft gehört nicht dazu.

Die Rampe des Angriffsschiffes ist ausgefahren und zwei Varianer mit Blastergewehren halten Wache. Diese Exemplare haben die ursprüngliche Form ihres Volkes angenommen. Offensichtlich haben sie noch genug Intelligenz, um moderne Waffe zu bedienen.

"Wahrscheinlich sind das Leute von Zargos Zarbossa", meint Scav und reicht das Macrofernglas an mich weiter. Ich schaue mir das Schiff an, dann die Varianer.

"Durchaus möglich. Wir wissen ja, dass er Leute zu einer Mission weggeschickt hat. Wahrscheinlich ist der Pirat Khador auch hier in der Nähe", erwidere ich und gebe das Glas an Shaka weiter.

"Wenn das Zargos Zarbossas Leute sind, sollten wir mit ihnen reden", schlägt die ehemalige Commander vor. Wären das die Schergen von jemanden, dem sie nicht in den Hintern kriechen wollte, würde sie sicherlich eine andere Taktik vorschlagen.

"Dann rede mal mit ihnen", meint Lyn, nachdem sie auch einen Blick durch das elektronische Fernglas geworfen hat.

"Ich werde dich mit meiner Dragoner decken und diese auf Betäubung stellen", haue ich in die gleiche Kerbe und ziehe demonstrativ die Waffe aus ihrem Holster.

"Na gut", meint Shaka und begibt sich mit erhobenen Händen aus der Deckung, während ich die Schulterstütze der Waffe ausziehe und in Stellung gehe.

"Ich komme in Frieden und will nur mit euch reden!", ruft die blaue Twi´lek in Richtung der Wachen, die sofort ihre Waffen heben und abdrücken. So war das von Shaka sicherlich nicht geplant.

Nakagos wirre Gedanken

Jetzt wissen wir, zu welcher Mission Khador wohl angeheuert wurde. Ein weiteres Puzzleteil kommt endlich an seinen Platz.
 

Ixus

Aushilfspinsler
Hi Nakago!
Gehöre eher zu den stillen Lesern, da es meiner Meinung nach den Lesefluss stört, wenn zu viele Kommentare zwischen den Kapiteln stehen.
Auf der anderen Seite kann ich auch verstehen, dass ein Autor auch Mal Feedback von seinen Lesern bekommen möchte. Deshalb hier Mal meine "wirren Gedanken":
Ich finde es sehr interessant, dass Du Lyra's Entwicklung beschreibst, habe aber ehrlicherweise langsam den Überblick verloren. Hast Du eventuell ihre Entwicklung irgendwo dokumentiert? Handschriftlich oder in einer Excel? Als eingefleischter RPG-Fan finde ich die Werte eines Charakters (Lebenspunkte, Absorption, Waffenskills, Modifikationen, Eigenschaften der Ausrüstung,...) mindestens genauso interessant wie die Story selbst. Wenn Du dazu also etwas haben solltest, dann gerne her damit.
Viele Grüße und weiter so,
Ixus
 

Nakago

Hintergrundstalker
Gehöre eher zu den stillen Lesern, da es meiner Meinung nach den Lesefluss stört, wenn zu viele Kommentare zwischen den Kapiteln stehen.
Auf der anderen Seite kann ich auch verstehen, dass ein Autor auch Mal Feedback von seinen Lesern bekommen möchte. Deshalb hier Mal meine "wirren Gedanken":
Vielen Dank dafür! Habe zwei private Nachrichten bekommen, aber eine Rückmeldung an der Quelle ist mir hoch willkommen.

Ich finde es sehr interessant, dass Du Lyra's Entwicklung beschreibst, habe aber ehrlicherweise langsam den Überblick verloren. Hast Du eventuell ihre Entwicklung irgendwo dokumentiert? Handschriftlich oder in einer Excel?
Eigentlich in diesen Chroniken. :lol: An jedem Kapitelende schreibe ich ja, was sich ändert und warum. Und teilweise, war das eine gute Idee oder doch nicht so. Natürlich habe ich den momentanen Stand als Charaktersheed jederzeit beim Spiel zur Hand. Rein theoretisch könnte man mit Hilfe eines ausgedruckten Bogens und den Talentbäumen nachvollziehen, wie sich Lyra nach und nach weiter entwickelt hat.

Als eingefleischter RPG-Fan finde ich die Werte eines Charakters (Lebenspunkte, Absorption, Waffenskills, Modifikationen, Eigenschaften der Ausrüstung,...) mindestens genauso interessant wie die Story selbst. Wenn Du dazu also etwas haben solltest, dann gerne her damit.
Ich habe nur den aktuellen Stand zur Hand und wir sind ja schon mehr als ein Dutzend Sitzungen weiter.

Viele Grüße und weiter so,
Vielen Dank für deine liebe Rückmeldung, dass bedeutet mir viel. Auch wenn dir leider nicht weiterhelfen kann.

Forn

"Damit sind die Verhandlungen wohl gescheitert", fasse ich das Geschehen zusammen und zentriere den ersten Varianer. Die Dragoner verfügt nur über ein einfaches Reflexvisier, was aber für die normale Kampfentfernung dieser Seitenwaffe durchaus reicht. Sauber ziehe ich ab und strecke den links stehenden Varianer nieder, bevor dieser sich mit dem Blaster noch selbst erschießt. Ein Wunder, dass die überhaupt halbwegs in Richtung Shaka schießen, die gerade in die nächste Deckung springt. Auch der zweite komplett offen stehende Varianer ist kein Problem und damit haben wir wohl die Wachen effektiv ausgeschaltet. Shaka kommt wieder aus der gerade erreichten Deckung hervor und signalisiert, dass sie nichts abbekommen hat.

"Schätze mal, wir kriegen gleich Besuch. Einer der Männer dürfte Khador sein, mit dem habe ich wegen meiner Schwester noch ein paar Worte zu reden. Mischt euch bitte nicht ein, ich will das hier und heute regeln", meine ich und holstere meine Seitenwaffe und nehme die tödliche DLT-19D in Vorhalte.

Unser kleines Gefecht blieb wie erwartet nicht ungehört und aus einem Tunnel, der in innere der zerstörten Pyramide führt, kommt ein halbes Dutzend schwer bewaffneter Söldner heraus. Auch sie haben ihre Waffen schon Feuerbereit in den Händen. Und tatsächlich ist Khador einer von ihnen. Tja, so trifft man sich wieder. Meine lange Suche nach ihm ist nun zu Ende. Primär spüre ich nur Erleichterung über diesen Umstand, endlich mit ihm reden zu können. Wobei ich das meiste inzwischen auch ohne ihn herausgefunden habe. Es gilt eigentlich nur noch die erhaltenen Informationen zu verifizieren.

"Nicht schießen! Wir wollen nur mit euch reden!", rufe ich aus sicherer Deckung. Die Männer, es handelt sich um ausschließlich Menschen, gehen sofort in Stellung, schießen aber nicht in meine Richtung. Man merkt, dass sie schon einige Gefechte hinter sich haben, denn sie verteilen sich weiträumig, um nicht von einer Granate komplett betroffen zu sein.

"Dann war das aber kein guter Start", stellt Khador mit leichtem Sarkasmus fest, der wohl Anführer dieses Haufens ist.

"Die Varianer leben noch. Haben auf unsere Kontaktaufnahme etwas überreagiert und ich habe sie betäubt, bevor sie sich noch selbst verletzen konnten. Schießen ist nicht gerade deren stärke", erkläre ich die Situation.

"Die beiden Kerlchen sind in der Tat etwas übereifrig. Nun gut, dann reden wir. Was wollt ihr?" Ich traue mich nun aus der vollen Deckung heraus und wir treffen uns in der Mitte. Wir haben beide unsere Waffen noch in den Händen, aber die Mündungen zeigen demonstrativ auf den Boden.

"Für wen arbeitet ihr?", fragt er mich gleich am Anfang.

"Wir arbeiten für niemanden und sind aus Eigeninteresse hier, um Admiral Thorne und sein Restimperium zu stoppen, bevor es noch großen Schaden anrichten kann. Ich weiß, dass ihr für Zargos Zarbossa arbeitet", stelle ich gleich mal klar, so das keine Missverständnisse aufkommen und ich im Bilde über ihn bin.

"Eigeninteresse? Euch bezahlt niemand?", hakt Khador in einem Tonfall nach, als hätte ich gerade behauptet, die leibliche Tochter des Imperators zu sein.

"Das ist genau der Punkt, uns bezahlt niemand!", bestätige ich ein weiteres mal und es stimmt ja auch. Eine Belohnung oder Bezahlung ist nicht ausgemacht. Wir haben zwar schon einige Geldgeschenke bekommen, aber Söldner haben in der Regel einen festen Tarif. Wir legen nach und nach auf dem Tisch, was wir über die Torwächter wissen und das wir eine Passage nach Xios suchen, da wir vermuten, dass sich dort auf dem ehemaligen Hauptplaneten von Darth Varak sich vielleicht Erkenntnisse finden lassen, um die Technologie hinter den Schutzschirmen und Waffen zu entschlüsseln und eine Gegenmaßnahme zu finden.

"Nun gut! Ich kontaktiere Zargos Zarbossa und unterbreite ihm die Idee eines gemeinsamen Vorgehens." Khador geht ein paar Schritte zurück und schient dann ein kurzes Gespräch zu führen. "Mein Boss wird dann in ein paar Stunden hier aufschlagen."

"Wir zwei haben vorher noch was zu bereden und zwar wegen meiner kleineren Schwester. Du hast sie mit einem Haufen anderer Kinder an das Imperium verkauft." Ich versuche meine Stimme dabei so Neutral wie möglich zu halten.

"Deine Schwester? Ja, ich habe mal eine Ladung machtsensitiver Kinder übernommen. Wusste vorher aber nicht, was die Fracht wirklich war. Schlimme Sache und bin aus dem Deal definitiv zu spät ausgestiegen. Zwar kam ich noch mit dem Leben davon, alle meine Untergebenen nicht. Das war sicher das dümmste, was ich je getan habe und ich schäme mich sehr dafür", meint Khador voller Reue und ich kaufe die ihm sogar ab. Ich kann regelrecht fühlen, dass dies keine leeren Plattitüden sind.

"Hast du gewusst, für wem oder was die Kinder bestimmt waren?", frage ich weiter.

"Anfangs nicht, erst als ich realisiert habe, was da genau läuft, bin ich ausgestiegen. Hat mich ziemlich mitgenommen und wenn Zarbossa mir keine Möglichkeit aufgezeigt hätte, aus dem Albtraum zu erwachen, hätte ich mir schon längst mit einem Blaster das Gehirn gekocht", erzählt er weiter und scheint ehrlich zerknirscht zu sein.

"Verstehe. Deswegen die Schlafkapsel auf Cyphera. Wer aus dem Traum gerissen wird, kann nicht mehr schlafen und hat deswegen auch keine Alpträume mehr. Aber dafür bleibt ein Teil der Seele zurück", zähle ich zwei und zwei zusammen. Deswegen war Khador im Traum und ist auch nicht mehr dort. Dadurch hat er seine Träume zurückgelassen und auch die Fähigkeit, zu schlafen. Das ist natürlich auch eine Therapie, wenn auch eine ziemlich brutale.

"Haben wir nun ein Problem miteinander?", fragt er mich und wir schauen uns an. Meine Schwester ging durch viele Hände. Die meisten hat mein Vater mit Hilfe der Corellianischen Befreiungsfront aufgespürt. Die restlichen ich. Keiner war je wirklich einsichtig gewesen oder hat ehrliche Reue gezeigt. Bis auf Khador. Keiner hat je einfach so freiwillig von seinem Sklavenhandel gesprochen, bis auf Khador.

"Nein, wir haben kein Problem miteinander", erwidere ich ehrlich. Dieser Mann hat seine Taten bereut und einen sehr hohen Preis bezahlt. Ich bin nicht Shaka, die von Hass und Rachsucht zerfressen ist. Meine Suche ist nun zu Ende und das Konto ist ausgeglichen. "Wollen wir eine Runde Sabacc spielen?"

Khador will und alle sind nun ganz entspannt. Lyn und noch ein anderer Söldner gesellen sich zu uns und schon gebe ich die Karten. Wir spielen nur um kleine Winzbeträge, da wir ja nur etwas Zeit vertreiben wollen.

Nach mehreren Stunden taucht Zargos Zarbossa mit einem schicken Schiff vor Ort auf, dass über eine komplette Tarnvorrichtung verfügt. Wie üblich biedert sich Shaka bei ihm an. Irgendwie kapiert die blaue Twi´lek nicht, dass dies genau die Art von Wesenszügen sind, die Zargos absolut verachtet. Wie immer ist der Varianer äußerst arrogant und sehr von sich äußerst überzeugt. Auch er scheint nicht ganz zu verstehen, dass er uns genau so braucht wie wir ihn, um nach Xios zu kommen.

"Euch Maden trifft man auch überall", stellt er fest, nachdem er Shaka gekonnt auf gewohnt arrogante Art abgekanzelt hat.

"Das gleiche könnte ich auch von Euch behaupten", erwidere ich trocken.

"Stellt sich die Frage, seit ihr Bittsteller nützlich oder nur ein Plage, die es auszumerzen gilt?", fragt er uns.

"Schätze mal, wir können voneinander profitieren. Wir wollen nur einen Weg finden, Thorne zu schlagen. Was genau ist Euer Begehr?" Der Varianer schaut mich lange schweigend an, bevor er sich herablässt, mir zu antworten.

Nakagos wirre Gedanken

Und so trifft in Episode XXIII nach fast genau einem Jahr Spielzeit Lyra endlich den von ihr gesuchten Khador. Das gleiche hätten wir auch nach Episode V erreichen können, wären nur nicht die meisten dagegen gewesen, in den Traum zu gehen.
 
Zuletzt bearbeitet:

Nakago

Hintergrundstalker
Grek

"Ich will meinem Volk eine Zukunft geben, ohne auf Propheten falscher Götter abhängig zu sein. Auf Xios gedenke ich eine Steuereinheit für die Nanoviren des Darth Varak zu akquirieren. In Verbindung mit genug Kyberkristallen hoffe ich, meinem Volk seine wahre Gestalt zurück geben zu können, ohne das wir die Intelligenz verlieren", erklärt Zargos Zarbossa uns nutzlosen "Maden" in seinem typischen herablassenden Tonfall.

"Das wird Euch bestimmt gelingen", meint Shaka anbiedernd und ich werfe ihr einen leicht genervten Blick zu. Schließlich hat keiner von uns auch nur wirklich ansatzweise eine wirkliche Ahnung, was diese Kristalle denn alles können und was genau nicht.

"Wollen wir hier nur dumm herumstehen oder machen wir heute noch was sinnvolles?", frage ich einfach mal in die Runde. Alle wollen lieber was sinnvolles machen und wir laufen nun in die Pyramide hinein. Oder besser gesagt, in das noch existierende Untergeschoss, da die Pyramide an sich nichts weiter ist als eine Anhäufung von Steinen, die einst die Pyramide gebildet haben. Hier und da sind noch liegengebliebenes zerstörtes Equipment einer imperialen Expedition zu sehen. Alles was nicht niet und nagelfest hat man mit brachialer Gewalt entfernt. Schließlich stehen wir vor einem verschlossenen Tor. Zargos tritt hervor und öffnet es mit einem Schlüssel aus Kyberkristall.

Geräuschvoll rumpelt das Tor auf und wir sehen einen hallenartigen Raum wie schon damals auf Utaria. Auch hier ist an der Decke eine Navigationskarte abgebildet. Khador muss draußen bleiben, da er beim Torwächter nicht willkommen ist. Wahrscheinlich hat das mit seiner geteilten Seele zu tun.

"Torwächter des Darth Varak! Ich rufe dich!" Zargos zückt theatralisch sein Lichtschwert, dass er am Gürtel getragen hat und aktiviert die surrende rote Klinge. Es wird Dunkel um uns herum, selbst das rote Licht des Lichtschwertes verblast schließlich komplett. Eine erleuchtete Stadt schält sich aus der Dunkelheit. In der Mitte eine prächtig anzusehende Pyramide. Schätze mal, so sah die Umgebung hier zu Lebzeiten von Darth Varak aus. Eine etwa dreißig Meter hohe Statue eines verhüllten Mannes mit Lichtschwert ist zu sehen, wahrscheinlich ein Abbild des herrschenden Sithlords.

"Weitere Kandidaten, um in die riesigen Fußstapfen von Darth Varak zu treten. Reisende auf der Suche nach Macht. Unwürdig ihr seid, allesamt! Einer zu alt, um ein wahrer Sith zu werden. Die andere zu Jung und zu schwach. Aber die Prüfung euch auf Avios erwartet! Solltet ihr euch trotz alledem als würdig erweisen, so wird die Passage nach Xios offenstehen!" Nun sehen wir eine Eiswelt, die ich schon aus meiner Machtvision kenne. Bei diesem Anblick habe ich kein gutes Gefühl.

Die Vision verblasst und wir sind wieder allein in dem Raum. Aus alter Gewohnheit durchsuchen wir die Örtlichkeit, finden aber nichts. Ein Versuch war es wert gewesen. Unser weiterer Weg steht wohl fest. Wir kehren zu unseren Raumschiffen zurück und starten. Dank unserer Route, die wir großzügig mit den anderen teilen, ist es kein Problem nach Avios zu fliegen. Leer und tot liegt die Welt nach einem ereignislosen Flug vor uns. Unsere Scanner zeigen nur wenig Lebensformen an. Auch hier hat der Zusammenbruch des Vergänglichen Labyrinths zur Vernichtung von Leben geführt.

Hier ist die Pyramide ebenfalls durch ein orbitales Bombardement vernichtet worden. Schätze mal, dass Imperium wollte ihr Geheimnis waren. Die Wracks von zwei abgestürzten Transporter sind zu sehen. Durch die massive Zerstörung kann ich aus der Entfernung nicht erkennen, welche Baureihe die einst angehörten. Mir ist nicht ganz klar, was hier einst passiert ist. Aber letztendlich ist das ohne wirklichen belang, da wir hier sind, um die Prüfung zu bestehen. Wir landen auf der vereisten Oberfläche. Wenig überraschend ist es hier Arschkalt. Nach einem kurzen Marsch durch die eisige Einöde betreten wir eine Höhle, welche tief unter die Pyramide führt. Dieser Bereich ist wahrlich ein Dunkler Ort der Macht, selbst ich kann das mit meinen höchst eingeschränkten Machtsinnen deutlich spüren. Das tut nicht nur mir körperlich weh. Die Hautfarbe von Lyn hat sich deutlich in Richtung gelb verschoben und ich schätze mal, ich bin kalkweiß.

Für einen kurzen Moment schließe ich die Augen und als ich sie wieder öffne, bin ich allein. Und ich bin ganz wo anders und zwar auf Coruscant. Ich kenne diese Welt zwar nur von Bildern, aber die typische Höhlenstadt kann ich deutlich identifizieren. Vor mir ist Scav im Boden versunken, nur Teile von ihm ragen noch aus dem Permabeton heraus. Ein paar Meter weiter liegt Lyn auf dem Boden, von unzähligen Blastereinschlägen übersät. Noch ein Stückchen weiter ist Shaka, ein Messer ragt aus ihrem Rachen und Mund. Irgendjemand hat offensichtlich ihr das Maul gestopft, um das mal salopp auszudrücken.

Aber das ist noch nicht alles, denn jetzt kommt eine weitere Person in mein Blickfeld. Eli, wie ich sie das letzte mal damals gesehen habe, als der Kopfgeldjäger sie weggeschleppt hat. Natürlich kann das nicht die wahre Eloy sein, denn die ist inzwischen erwachsen. Hier ist aber nichts normal und sie ist quietschvergnügt, als sie mit einem blutigen Messer in der Hand hin und herspringt.

"Sieh an, sieh an, meine große Schwester. Was denkst du dir nur dabei nach so langer Zeit hier aufzukreuzen. Knapp zwanzig Jahre hast du mich in dieser Hölle gelassen, du verdammtes Fierfek!", mit dem Fluch auf den Lippen greift sie mich an. Ich versuche sie am Unterarm zu packen, um sie dann zu entwaffnen. Obwohl ich nicht gerade langsam bin, kassiere ich nur einen schmerzhaften Schnitt in die Hand und greife ins Leere.

"Komm und fang mich!", ruft sie mir zu und rennt vor mir weg.

"Eloy! Lass den Unsinn!" Aber meine Worte verhallen ungehört im Wind. Mir bleibt nichts anderes übrig als ihr zu folgen. Wir rennen durch Gassen, über Straßen bis hin zu einer Turboliftstation. Dort hole ich sie ein, als die Kabine des Turboliftes sich nicht schnell genug schließt.

"Na, wehr dich doch!", wieder attackiert sie mich und sticht mich in den Oberschenkel. Mir bleibt nichts anderes übrig, als meinen Zweihänder zu ziehen. Damit versuche ich meine Schwester auf Abstand zu halten. Aber sie ist einfach zu schnell, um ihre schnellen Attacken blocken zu können. Auch ist die Kabine einfach zu eng, um den Vorteil der Waffe zum tragen zu bringen. Genau genommen ist die Größe der Waffe hier eher ein massiver Nachteil.

"Das ist aber langweilig, wenn du dich nicht wehrst. Ich werde nicht nur dich aufschlitzen, sondern auch alle, die du liebst!" Wieder sticht sie nach mir und wieder gelingt es mir nicht, sie zu blocken. Das ist nicht nur äußerst frustrierend, sondern auch sehr schmerzhaft.

"Eloy! Ich bin es, deine große Schwester Lila!" Auch diese Worte treffen auf taube Ohren und sie sticht weiter auf mich ein. Bald schwächt mich der Blutverlust so stark, dass ich in die Knie gehe. Das ist das Ende.

"Stirb! Du! Miststück!" Mit diesen Worten schneidet Eli mir die Kehle durch und ich falle ins Dunkel.

Im nächsten Moment ist es wieder hell, als ich aus einer Meditationshaltung erwache. So wie es aussieht, habe ich den Test der Sith nicht bestanden, habe mich nicht von meinem Hass übermannen lassen. Nur Shaka und Zargos haben diese Prüfung der Dunklen Seite bestanden. In dem Fall bin ich froh, dass ich mich wohl nicht zur Sith eigne. Aber es reicht ja, wenn Zargos die Route nach Xios übermittelt bekommt.

In dem Moment meldet sich Edna und teilt uns über Com mit, dass sich ein Lambda Shuttle der Planetenoberfläche nähert. Bei seinen Worten muss ich gleich an die Vision denken. Wahrscheinlich ist das meine kleine Schwester Eloy, die hierher kommt, um mich zu töten.

Sitzung gespielt am: 19.01.2019
Anwesende Spieler: Lyra, Scav, Shaka, Lyn
Erfahrungspunkte: 20 EP + 5 Punkte gespart. 25 EP für Elitesteigerung: "Unfehlbar"

Beute: 1 Püppchen aka Actionfigur, 1 Graues Jedi Sith Holocron mit Berufsfertigkeiten "Lichtschwert" und "Disziplin", Machtfähigkeiten Machtblitze und Machtsinne. Laserschwert mit Sith Kyberkristall. Belohnung Erz im Wert von 52800 Credits und ein Manteljäger für 40 000 Credits verkauft.

Getötete und überwundene Gegner: 6 KX Sicherheitsdroiden, Una Batri, 4 Entertorpedos mit modifizierten Viperdroiden.

Gruppenwert:
Diplomatie: 325 (+50 für Diplomatische Lösung der Klanproblematik)
Schmuggel/Handel: 460 (+50 für Besuch verschiedener Sithplaneten)
Militär: 500

Resümee: Drei Wochen Pause und doch gleich wieder ins Spiel rein gefunden. Letztes mal waren wir an einem Punkt, wo ein weiterer Weg nicht so ganz klar war. Hat man einen weiteren "Auftrag" für uns oder entscheiden wir selber was, wir machen wollen. Wir haben dann da angesetzt, wo wir schon länger nachbohren wollten.

Xill war schon heftig für meinen Charakter. Und ich bin echt gespannt, wie sich das entwickelt. Ich bin Froh, dass Eloy sich recht lange für andere eingesetzt hat und sich ihren corellianischen Charakter offensichtlich bewahrt hat. Ist natürlich die Frage, was von ihr jetzt noch übrig ist. Nach einem Jahr Spielzeit kommt nun die große Entscheidung. Kann Lyra ihr Schwester Eloy vor sich selbst retten?

Die Machtprobe war schon knifflig, aber ich bin Froh, darin "versagt" zu haben. Die einzige, die sich ihrer Dunklen Seite ergeben hat, war Shaka. Das lässt tief blicken. Der Spieler war darüber nicht begeistert. Ihre Quest ging gegen ihren Erzfeind Thorne. Lyn hatte eine höchst Emotionale Begegnung von dem Mörder ihrer Mutter. Was bei Scav das Thema war, weiß ich gar nicht mehr so genau. Sein Aufhänger ist eh etwas diffus und unser SL geht so gut wie nie darauf ein, was dem Spieler übrigens auch sehr recht ist.

Wobei ich sagen muss, Lyra hasst ja ihre kleine Schwester nicht, sondern höchstens sich selbst, weil sie im Unterbewusstsein immer noch glaubt, damals auf Nar Shaddaa versagt zu haben. Wäre eine Erscheinung vom Imperator erschienen, den Lyra für all das Leid in der Galaxis persönlich verantwortlich macht, wäre das Ergebnis sicherlich ein anderes gewesen.

Alle die der dunklen Seite widerstanden haben, können Disziplin mit 10 Bonuspunkten steigern. Lyra hat aber schon Disziplin mit vier Rängen. Der fünfte würde dann nur noch 15 kosten. Wäre eine Überlegung wert. Scav hatte Disziplin von eins und konnte es so gleich mal ohne Kosten auf zwei bringen. Auch für Lyn war das ein schöner Bonus, da ja Jedikräfte über die Fertigkeit Disziplin laufen.

Gut ist auch, dass wir als Gruppe unseren Ruf weiter steigern konnten. Handel/Schmuggel ist bald auf den magischen Wert von 500 und damit gibt es dann weitere coole Sonderfertigkeiten von unserem SL.

Lyras Entwicklung: Das große Schwesterduell steht nun vor der Tür. Momentan habe ich 25 Punkte zur Verfügung. Es ist die große Frage, kann Lyra einen Kampf mit ihrer Schwester durch ein Gespräch abwenden? Ich weiß, dass unser SL ein großer Fan von Knigths of the Old Republik ist. Da gibt es vor Ende die Möglichkeit als guter Revan Batista zurück auf die Seite des Lichtes zu bringen. Allerdings ist es mir damals nicht gelungen, Batista so zu retten. Wahrscheinlich weil ich einen weiblichen Charakter gespielt habe und so das Love Interest nicht ausreizen konnte. Auf alle Fälle könnte es so ähnlich laufen. Nur ist leider Lyra mit einem Wert von zwei ganz normal Charismatisch und kann nicht mit sozialen Skills punkten. Verbal krieg ich als Spieler das hin, aber ob mir die Würfel da gewogen sein werden?

Kommen wir dann zu Plan B, was passiert, wenn ich als Lyra ihre kleine Schwester Eloy nicht verbal zurück ins Licht holen kann? Dann werde ich sie wohl niederkämpfen müssen. Problem ist, sie dürfte in etwa die gleichen Werte wie Lyra haben, was das kämpfen anbelangt. Alle Deathtrooper dieser Einheit hatten Absorptionswerte von etwa zehn plus minus eins. Und sie sind gegen Durchschlagende oder Panzerbrechende Waffen Immun. Könnte eine Sithkraft sein, die es offiziell so nicht gibt. Oder ganz profan Cortosisgeflecht in den Rüstungen. Unser SL ist bei solchen Sachen sehr kreativ. Mit dem DLT-19D komme ich zwar durch, aber diese Waffe hat nun mal wie fast alle schweren Blaster kein Betäubungsmodus. Natürlich könnte ich auch die Nightstinger verwenden oder das noch so herumliegende A-280, was allerdings momentan noch nicht modifiziert ist. Und da wäre noch der Netzwerfer, den wir vor sehr langer Zeit mal erbeutet haben. Hat halt nur einen Schuss, bevor man nachladen muss. Und natürlich die Dragoner, hat zwar nur Schaden acht, dafür eben Präzise zwei.

Nach der letzten Sitzung habe ich mir ja ein Talent gekauft, was Lyra erlaubt, mit tödlichen Nahkampfwaffen Betäubungsschaden zu machen. Der Cherkahänder hat zwar Stärke +3, also mit Stärke vier einen Grundschaden sieben, aber der Durchschlag von vier kommt nicht zum tragen, was recht blöd ist. Bei einer Absorption von zehn brauche ich also vier Erfolge, um einen Schadenspunkt zu machen. Mit tödlicher Präzision auf Nahkampf könnte ich den Schaden auf momentan zehn machen, da die Ränge der Fertigkeit auf den Schaden addiert werden, in Lyras Fall momentan zwei.

Letztendlich habe ich mir für das Elitetalent "Unfehlbar" entschieden, um im Bedarfsfall einen Angriffswurf zu wiederholen. Bringt etwas mehr Sicherheit in den Kampf.

Am Rande des Imperiums Fly Casual

Das Berufsbuch für den Schmuggler nennt sich Fly Casual. Die üblichen hundert Seiten kosten 30 Dollar Liste. Ist momentan noch gut zum günstigen Preis zu haben.

Im Vorwort wird der Beruf des Schmugglers vorgestellt, ein historischer Abriss, regionale Unterschiede und was das Imperium davon hält.

Kapitel I heißt "Free Traders" und stellt erst mal ein paar Hintergründe vor. Dann gibt es die obligatorischen drei Rassen. In diesem Fall handelt es sich um Falleen, Gotal und Quarren. Die Falleen sind nicht mehr kanonisch, weil sie nie in einem Film oder Serie vorkamen. Im ehemals Erweiterten Universum waren sie schon eher vertreten. Prinz Xizor, der berüchtigte Unterlord der "Schwarzen Sonne" dürfte der wohl bekannteste Vertreter dieser humanoiden Rasse mit grüner Haut sein. Ihre Stärke ist Charisma, während sie körperlich eher schwach sind. Dafür haben sie durch ihre besonderen Pheromone eine Fähigkeit die dem Jedi-Gedankentrick etwas gleicht. Auch haben sie einen guten Startwert im Erschöpfungslimit was immerhin von Grund auf 12 plus Willenskraft beträgt.

Die nächste Rasse sind die Gotal. Einer hing in der Cantinaszene herum und einer tauschte im letzten Ark der fünften Staffel von "The Clone Wars" seinen Poncho gegen Ahsokas Notration. Die sind nicht so gutaussehend, aber dafür Listenreich. Sie haben durch ihre Hörner eine Art eingebauten biologischen Scanner.

Quarren kennt man auch aus der Clone Wars Serie und kamen da recht oft vor. Sie sind nicht die schlausten, dafür aber stur. Als Wasserwesen können sie auch Unterwasser atmen und eine Tintenwolke absondern.

Die neuen Spezialisierungen sind Charmer, Gambler und Gunslingern. Der Charmer hat als Beispielbild Lando, den hätte ich eher als "Trick"Spieler eingeordnet. Er hat viele Talente die in Richtung Überzeugen, Überreden und Täuschen. Er kann mit seinem Lächeln Kampfproben gegen ihn erschweren oder sogar dafür sorgen, gar nicht beschossen zu werden. Das ist eine Klasse für Leute, die gerne reden. Wäre eigentlich was für den Spieler von Shaka. :D

Der Beruf des Spielers kann verdammt gut spielen. Sonst kann er recht wenig. Das Talent Second Chances erlaubt ihn voll aufgebaut bis zu drei positive Würfel einmal pro Begegnung neu zu würfeln, was schon recht mächtig ist. Auch kann er Schicksalspunkte umfärben, was natürlich immer cool ist.

Der Gunslinger ist genau das. Er hat viele Talente, was das Schießen mit zwei leichten Waffen gleichzeitig unterstützt. Diese Spezialisierung verfügt über eine gute Mischung aus Unterstützenden, Offensiven und auch Defensiven Talenten. Das wäre eine gute Klasse für Lyn gewesen.

Die Signaturfertigkeiten sind Narrow Escape und Unmatched Fortune. Die Namen sagen schon so ziemlich alles. Unmatched Fortune ist ziemlich gut, da man damit Würfel jeder Art, bis auf Machtwürfel, neu würfeln kann, was aber bis zu zwei Schicksalspunkte kostet.

Kapitel II heißt Tricks of the Trade. Das kommt gleich mit ein paar wirklich schönen Waffen. Der Fokus liegt dabei auf leichte Waffen. Es gibt eine gute Auswahl an leichten Waffen, darunter auch Lyns Raider Arms Model 1 "Nova Viper". Dazu gibt es auch eine Schrotflinte mit der seltenen Fertigkeit "Niederwerfen" und eine Art Feuerlöscher, mit dem man auch Gesindel vom Schiff spülen kann, natürlich kann man damit auch Feuer löschen. Auch gibt es hier einen netten kleinen Wurfdolch. Auch gibt es hier Betäubungsgranaten. Drei Nahkampfwaffen stehen zur Auswahl, darunter auch Lyras Rapier, was Absorption von fünf negiert. Der Blade-Breaker macht genau das, nämlich Klingen kaputt, da er über die Eigenschaft Zertrümmern verfügt. Und fürs Handgemenge gibt es noch Schockstiefel, die einen Gegner für drei Runden Desorientieren. Also wirklich nette Spielzeuge.

Drei Rüstungen stehen zur Auswahl, eine billige Weste, ein Tarnanzug, der die Heimlichkeit zweimal aufwertet und ein schicker Schmuggler Trenchcoat, wo man kleine Gegenstände verstecken kann.

Ebenfalls dreimal Cyberware, ein Dietrich im Finger, ein Versteck im Körper und eine Modifizierung des Auges um Waren besser beurteilen zu können. Danach etwas Ausrüstung für Diebe und Schmuggler. Ausnahmsweise gibt es "vier" Waffenmodifikationen, wie eine Minischrotflinte, die man unter seinen Blaster bauen kann.

Dann kommen wie üblich die Fahrzeuge. Zuerst ein Gleiter der Sicherheit und ein "Lastwagen". Dem folgt das Starhawk Speeder Bike. Nach dem Artwork zu urteilen sind das die Swoopbikes, welche die Weequay Piraten von Hondo in der Clone Wars Serie benutzen. Weitere zwei kleine Gleiter runden das Angebot ab. Weiter geht es dann mit Raumschiffen, wobei der Fokus auf leichte Frachter und Yachten liegt. Dazu noch ein paar Patrouillenboote und ein Interdictor Klasse Schwerer Kreuzer. Und zum Schluss noch eine Golan I Raumvertiedigungsplattform. Interessanterweise wird hier der Gozanti Kreuzer vorgestellt, den es schon im Grundbuch von Zeitalter der Rebellion gab. Die meisten Raumfahrzeuge sind recht sinnig und kann man auch gut als Schiff für die Spieler verwenden.

Das Buch wartet gleich mit neun Modifikationen für Raumschiffe auf. Neben einem Autopiloten und eingebauten Astrodroiden liegt der Fokus auf Heimlichkeit und Schmugglerverstecke. Einige der Modifikationen sind ziemlich gut. Dazu gibt es noch die ikonische Blasterkanone des Milenium Falken zum ausfahren, um "Schädlinge" im Dock zu bekämpfen.

Kapitel III heißt It´s just Business. Das Thema Schmuggel wird hier noch einmal vertieft und wie man Abenteuer darum stricken kann. Dann Tabellen über die "normale" Bezahlung von Schmuggelgut und was dabei alles schief gehen kann. Weiter geht es mit einer Seite über Astronavigation. Dazu Tabellen über Vor und Nachteile verschiedener Ergebnisse. Im Anschluss Zeitangaben über die wichtigsten Schmuggler und auch normale Handelsrouten, was natürlich sehr nützlich ist, wenn ein Flug mal nicht mit "Plotgeschwindigkeit" vorangehen soll.

Anschließend werden andere Aspekte des allgemeinen Beruf "Schmugglers" beleuchtet, wie man einen Betrug aufzieht, einen Einbruch durchzieht, ein klassisches "Revolverduell" durchführt und wie man ein Glücksspiel abhandelt.

Weiter geht es mit der Gegenseite, als Futter für den Spielleiter, um seine Spieler etwas zu fordern. Es werden noch einige Schmugglerringe vorgestellt und wie man selber einen aufbaut.

Fazit: Ich mag das Buch, hat sinnvolle Rassen und Spezialisierungen, brauchbare Waffen und Ausrüstung. Ebenso eine große Auswahl an Schiffen, wenn die meisten auch aus dem jetzigen "Legends" stammen und früher mal durchaus kanonisch waren. Das Artwork ist hier erstklassig und kommt fast gänzlich ohne bekannte Charaktere aus. Viele Raumschiffe sind abgebildet, aber leider wie üblich ohne Bildunterschrift, so das man in vielen Fällen keine Ahnung hat, was da für ein Schiff abgebildet ist.
 
Oben