Geschichtenwettbewerb Winter 12/13 — WFantasy — Talmaden

SHOKer

Mentor der flinken Federn
Moderator
Schnaufend stieg Brokk auf den Berg aus angehäuften Leibern. In seiner Pranke hielt er den Schädel des feindlichen Orkbosses. Die Grünhäute vom Donnerberg hatten denen aus dem Klingenwindtal eine ordentliche Abreibung verpasst, nachdem irgendwer eine gewaltige Stänkerei innerhalb der Reihen des großen Waaagh! angezettelt hatte. Viele Krieger lagen tot oder verwundet im Dreck, doch alles was für ihn zählte war, dass er und seine Männer sich gegen die aufmüpfigen Talmaden behauptet hatten. Sie hatten allen gezeigt, wer hier die Hauer vorn hatte! Mit einigen Schwierigkeiten erreichte Brokk die Spitze des Haufens und richtete sich zu seiner vollen Größe auf! Triumphierend hob er den Kopf des Häuptlings an den Haaren hoch, brüllte einen Siegesschrei in die kühle Luft und schleuderte seine Trophäe anschließend nach den Orks vom Klingenwindtal, die gerade schimpfend und ihre Wunden leckend vom Feld zogen. Viele von ihnen warfen ihm mürrische, ja wütende Blicke zu, wagten es aber nicht mehr ihre Stimmen oder gar Fäuste gegen ihn zu erheben. Von seinen eigenen Kriegern drangen jubelnde Rufe und Pfiffe an seine Ohren, viele johlten und lachten ausgelassen. Er schlug sich kräftig auf die breite Brust und rief ihnen zu: „Den' ham' wir's gezeicht, Jungz!“
Sein Ruf wurde aus vielen Kehlen aufgenommen und das gesamte Schlachtfeld von triumphierendem Gebrüll geflutet. Gröhlend stampften die Orks mit den Füßen oder Spaltas auf, ließen den Boden unter ihrem Siegestaumel erzittern! Was für ein Augenblick! Zufrieden grunzend kletterte Brokk den Haufen hinunter und mischte sich wieder unter seine Leute. Der feine Duft von ranzigem Schweiß, talgigen Eisenschrottrüstungen, Blut und fetter Beute drang an seine Nase. Die ersten toten Orks wurden bereits geplündert, fachmännisch zerlegt und die Feuer zum Braten angefacht. Bei dem Gedanken an frisches Fleisch lief ihm bereits das Wasser im Mund zusammen! Seine Männer wandten sich zu ihm um, wenn er an ihnen vorbei kam, gröhlten und gaben Beifall, doch einige zeigten auch mit dem Finger auf ihn, hielten sich vor Lachen die feisten Wänste. Er warf ihnen misstrauische Blicke aus seinen kleinen, roten Augen zu und grummelte ein paar böse Flüche, beachtete sie aber nicht weiter.
Wat ham' die denn?
Ausreißer gab es immer, aber ihm stand gerade nicht der Sinn danach ihnen den Kopf zu waschen. Müde und erschöpft suchte er sich eine Feuerstelle aus, an der soeben ein toter Schwarzork ausgeweidet wurde. Die Erde war vollgesogen von seinem dunklen Blut, es roch köstlich nach Tod und rohem Fleisch. Er ließ sich in der Runde der Orks nieder, die ihm allesamt argwöhnische Blicke zu warfen.
„Wat is'?“, grunzte er erbost und hieb dem einen neben ihm hinter die Löffel. „Wat habta denn?“
Irgendwat stimmt nich!
Brokk stützte ärgerlich sein Kinn auf die Hände und beäugte die Krieger um sich herum. Elende Geifermäuler! Ein unsäglich scharfer Schmerz schwoll in seinem Schädel an und wurde immer schlimmer, je länger er in die Glut starrte, ganz so als hätte ihm jemand gehörig eine übergebraten.. Dröhnend pochten seine Schläfen. Er schlug sich ein paar mal heftig gegen die Stirn, um das Brummen zu vertreiben, aber es wollte nicht helfen.
Wat is' nur los?
Plötzlich packten ihn grobe Hände von hinten, umklammerten ihn wie Eisenketten. Brokk brüllte zornig und versuchte sich zu befreien, doch er wurde von mehreren Orks niedergerungen. „Wat macht ihr da, wat glaubt ihr...?“, verlangte er zu wissen, doch alles was folgte war ein harter Kinnhaken. Stöhnend ging er auf die Knie. Ein großer Schwarzork, dessen Kopf fast vollständig von kratzigen, blutverschmierten Verbänden umhüllt war, baute sich vor ihm auf und packte ihn grob am Nasenring, zog ihn dicht zu sich heran. „Du glaubst du kannst hier mach'n, was du willst, hä?“, fragte ihn sein Peiniger, aber Brokk verstand nicht was er meinte. Er hatte die Schlacht doch für seinen Stamm entschieden! „Dat sin' meine Jungz! - Kokkrops Jungz!“, ranzte ihn der bandagierte Ork an und den Worten folgte ein erneuter Hieb gegen sein Kinn. Brokk spürte wie sein Kiefer brach und haltlos runter auf seine Brust sackte. Blut lief ihm in einem dichten Strom über die Lippen. Feurige Schmerzen brandeten durch sein Gesicht, doch er weigerte sich zu winseln, zu jaulen oder zu jammern! Trotzig starrte er seinem Gegenüber in die roten Augen. Der Schwarzork warf ihm lediglich einen spöttischen Blick zu, beugte sich zu ihm hinunter und hielt ihm einen toten, arg ramponierten Snotling vor die Nase, der aussah, als wäre er zwischen zwei Mühlsteine geraten. „Und dat is' auch meinz!“, hauchte Kokkrop ihm grinsend ins Gesicht. Auch damit konnte Brokk nichts anfangen, aber er hatte keine Zeit mehr darüber nachzugrübeln. „Macht ihn kalt!“, war das letzte was er hörte, ehe eine schartige Steinklinge krachend durch seinen Nacken fuhr. Brokk war tot.

Mit einem Schrei stürzte sich Brokk auf den feindlichen Boss, schlug mit bloßen Fäusten nach ihm. Zornig grunzend wich sein Gegner aus, schien aber unwillig seinerseits anzugreifen. Es war nun schon der dritte Schlagwechsel und immer noch hatte der Andere seine Hiebe nicht erwidert.
„Wat soll dat?“, wollte er hingegen wissen. Brokk ließ den Ork gewähren, der einen Schritt von ihm zurückgewichen war, ließ ihn aber nicht für einen Moment aus den Augen. Er schnaubte und reckte die Faust. „Wie, wat, wo, wä >Wat soll dat<? Deinä Orkse ham' doch angefang' mit'm Gekloppä!“, schleuderte er dem Häuptling entgegen und bereite sich darauf vor, erneut anzugreifen. Sein Gegenüber schien verdutzt, ließ seine Deckung sinken und warf ihm einen dümmlichen Blick zu. „Meinä Orks...?“, doch als Antwort bekam er bloß einen deftigen Schwinger ins Gesicht, der ihm einen Hauer zertrümmerte. Brokk warf sich mit einem Hagel aus Hieben auf seinen Feind, rang ihn zu Boden und drosch unablässig auf seine Fratze ein. „Nimm dat – und dat – und dat – und dat...“, kommentierte er jeden seiner Treffer. Seine Fäuste waren besudelt mit dem schwarzen Blut seines Feindes, doch er endete nicht, ehe auch die letzten Todeszuckungen seines Opfers erstarben. Zufrieden grunzend erhob sich Brokk, griff nach dem Kopf des Toten und stemmte einen Fuß gegen seine Brust. Mit aller Kraft zerrte er an dem Schädel, die Finger unter den Kiefer gekrallt, um nicht abzurutschen. Knackend begehrten die Wirbel des Leichnams auf, bis sie schließlich brachen und Brokk das Haupt des Bosses in den Händen hielt. Mit einem höhnischen Grinsen, das ein paar fehlende Zähne entblößte, klemmte er sich den Kopf unter den Arm und warf einen Blick über das Schlachtfeld. Die letzten Klingwindorks hievten gerade ihre windelweich geprügelten Hintern in Sicherheit und seine Meute begann jubelnd aus den Körpern der toten und verwundeten Feinde einen Berg aufzuschichten. Voller Stolz stapfte er auf das eindrucksvolle Mahnmal zu, dass den mickrigen Talmaden endgültig ihre Niederlage unter die Nase rieb. Schnaufend stieg Brokk auf den Berg aus angehäuften Leibern...

„Auf, ihr Maden!“, stachelte Brokk seine Krieger weiter an, die immer wilder gegen die Stänkerer vom Klingenwindtal vorrückten. „Zeigt'z ihnän!“ Mit Spaltas und Fäusten droschen sie auf die jaulende Masse aus stinkenden Orkleibern ein, ein einziger gewaltiger Pulk aus grünen, verschwitzten Körpern, Knochen und Eisenschrott. Der Feind war von ihrer frischen Kampfeslust überrascht und verlor gut an Boden, erschrocken wichen die Talmaden vor ihren rasenden Angriffen zurück! Brokk grinste, als er einen der Klingenwindorks an der Schulter packte, sein verblüfftes Opfer herum riss und ihm gezielt und hart auf die Schnauze schlug. Mit einem lauten Knacken brach die Nase des Getroffenen und der Ork ging winselnd zu Boden! Mit einem Knurren wandte er sich dem nächsten Gegner zu. Es war, als wüssten die Talmaden überhaupt nicht wie ihnen geschah, so wenig Widerstand leisteten sie gegen seinen Ansturm. Mühelos streckte er Ork um Ork mit bloßer Faust nieder und alles was seine Feinde taten war, ihn dumm anzuglotzen. Es war einfach zu leicht! Irgendetwas war faul!
Warum klopp'n sie nich' zurück?
Aber es sollte ihm egal sein, solange er nur seine Feinde fällen konnte! Erneut brach er einem Ork irgendein Körperteil, er hörte es nur laut knacken, dann wandte er sich schon wieder ab und suchte sich den nächsten Pechvogel, dem er die die Schnauze richten könnte. Und er fand ihn. Vor ihm stand einer der Bosse der Talmaden, gerüstet mit einem Spalta und einem schwarzen Panzer, der über und über mit rostigen Ziernieten bedeckt war und gerade einen Donnerbergork mit einer glatten Enthauptung erledigte. Wenn er diesen Krieger erschlug, würde es ein gewaltiges Loch in die Moral ihrer Gegner reißen, ja vielleicht würde es sogar die Schlacht entscheiden! Brokk schnaubte und machte sich bereit, wartete noch bis der andere ihn auch bemerkt hatte. Wut funkelte in den Augen des Klingenwindhäuptlings, als er seinen Herausforderer entdeckte, doch dieser ließ sich davon nicht einschüchtern. Langsam umkreiste Brokk seinen Gegner. Im Gegensatz zu ihm war er unbewaffnet, aber ohnehin schien sein Gegenüber keinen Angriff zu erwarten. War er so überheblich, sich nicht zum Kampf stellen zu wollen? Ein zorniges Knurren drang aus Brokks Kehle. Für diese dreiste Frechheit würde er bezahlen! Er spannte seinen Körper zum Sprung an und gerade als der Orkboss den Mund öffnen wollte, warf er sich auf ihn! Der Häuptling wich seinem ersten Schlag geschickt aus, parierte einen zweiten mit dem Arm und brachte dann zwei Schritte Abstand zwischen sich und seinen Angreifer. „Wat soll dat Ganze?“, fragte er Brokk mit brodelnder Stimme. Doch Brokk verstand nicht, was er meinte. Orkse stänkerten halt.
Wat willa?
Er beschloss keine weiteren Gedanken mehr daran zu verschwenden und dem Boss die Fragen aus dem Leib zu prügeln! Quiekend wie ein Keiler stürmte er auf den Ork zu, drang, gefangen in einem blutigen Rausch, auf ihn ein und wünschte sich nichts mehr, als dieser elenden Talmade die Hauer auszuschlagen!
Mit einem Schrei stürzte sich Brokk auf den feindlichen Boss...

Der Ork stöhnte qualvoll auf, blinzelte ein paar mal, doch sein Blick war von flackernden Lichtern und bunten Sternen getrübt.
Wat... ?
Mit einem Ruck zog sich ein dumpfer Schmerz durch seinen Schädel und setzte sich bösartig pochend in seinen Schläfen fest. Sein Atem ging flach und schnell, Schwindel fraß sich in sein Bewusstsein. Er fragte laut, ob dort irgendjemand sei, doch er hörte nichts, nicht einmal seine eigene Stimme. Ein Rauschen hielt ihn gefangen und füllte seine Ohren mit dumpfem Dröhnen. Grell stach ihm das Sonnenlicht in die Augen und er musste sie zusammenkneifen, damit ihm nicht das Hirn brannte. In seinem Rücken spürte er feuchte, kalte Erde.
Wat is' passiät?
Schwerfällig wälzte er sich auf die Seite, öffnete vorsichtig die Lider und schirmte seinen Blick mit der Hand ab. Noch immer rauschte es zwischen seinen Ohren, doch immerhin konnte er wieder etwas sehen. Verdutzt blinzelte er, als er feststellte, dass um ihn herum eine Prügelei tobte. Orks prügelten sich mit anderen Orks, schlitzten sich gegenseitig die Wänste auf, verteilten Eingeweide und Blut über die Ebene.
Wat? Stänkern?
Allmählich ließ das Rauschen nach und der Lärm der Rauferei drang an seine Ohren. Das Klirren von Metall, das Grunzen der Orks, die Schmerzensschreie der Verwundeten, das Reißen von Haut und das Splittern von Knochen. Mühselig und schnaufend zog sich der verwirrte Ork auf seine wackligen Beine und blickte sich um. Schnell erkannte er, dass die Auseinandersetzung hier mehr war, als eine einfache Keilerei zwischen ein paar Orks, nein, es war eine regelrechte Schlacht! Dutzende Krieger lagen tot oder verwundet am Boden, tränkten die Erde mit ihrem Blut.
Wat is' hiä 'n los? Wie komm' ich'n hiä her?
Er zermarterte sich seine Orkigkeit, aber er konnte sich einfach nicht erinnern. Rasch kam ihm ein weiterer Gedanke:
Wer bin ich?
Krampfhaft grübelte er nach, doch es wollte ihm nicht einfallen. Jeder Versuch die Bilder in seinem Kopf zu ordnen wurde mit einem garstigen Stechen hinter seiner Stirn bestraft. Grunzend rieb er sich die Schläfen.
„Komm Brokk, den Gitzä hau'n wia die Köppe ein!“, vernahm er einen Ruf von irgendwoher.
Brokk! Brokk, ich heißä Brokk!
Erleichtert, dass er sich wieder an seinen Namen erinnern konnte, wandte er sich nach der Stimme um, doch in dem Getöse konnte er niemanden entdecken, der nach ihm gerufen hätte.
Wat... ?
Plötzlich zerschnitt eine Steinaxt, nur einen fingerbreit neben seinem Gesicht, surrend die Luft. Erschrocken wich er einen Schritt zurück und entging so direkt einer folgenden Attacke. Der angreifende Ork setzte ihm sofort nach, doch den dritten Schlag konnte Brokk mit seiner Hand abfangen und konterte ihn mit einer kompromisslosen Kopfnuss. Quiekend sackte der getroffene Krieger zu Boden und blieb reglos im Dreck liegen. Ärgerlich grummelnd rieb Brokk sich die Stirn.
Wat war'n dat jetze für eina?
„Bozz, die Talmad'n dräng' unz zurück!“, schenkte ihm ein weiterer Ruf ein Stück seiner Erinnerung zurück. Boss! Er war einer der Bosse! Mehr und mehr Rufe griff Brokk aus der Luft auf, die ihm Teile seines Gedächtnisses wiedergaben. Er war ein Ork vom Donnerberg, auf einem großen Waaagh! im Menschenreich, der mehrere Stämme in sich vereint hatte. Der Stamm des Klingenwindtals hatte eine Stänkerei begonnen, weil deren Boss einem seiner Bosse den Kopf zermalmt hatte! Zorn stieg heiß und wallend in Brokk auf und verdrängte den puckernden Schmerz in seinem Hirn. Dieses dreckige Pack! Mit raschen Blicken erfasste er die Lage der Schlacht und erkannte, dass es nicht gut für die Donnerbergorks stand. Seine verweichlichten Krieger ließen sich von den Talmaden zurückdrängen. Als einer seiner Leute flüchten wollte, schlug er ihm mit der blanken Faust auf die Brust, dass die Knochen krachten und es den Ork von den Füßen riss.
„Ihr kämpft jetz'!“, brüllte Brokk seinen Kriegern entgegen, „Un' wehe eina von euch Stinkaz rennt wech!“ Seine Worte unterstreichend schickte er einen weiteren Hasenfuß in den Staub und trat ihm mit aller Kraft ins Gesicht. Knirschend brach der Kiefer, Zähne flogen und Blut spritzte, aber die Nachricht kam an! Mit furchtsamen Mut erfüllt, warfen sich seine Krieger mit neuer Kraft in den Kampf.
„Auf, ihr Maden!“, stachelte Brokk seine Krieger weiter an...

„Un' ich sach dia, ich habz zuerst geseh'n!“
„Aba ich hab's zuerst inne Fingaz gehabt!“
Rabozz weigerte sich beharrlich den quiekenden und jammernden Snotling rauszurücken, den er sich unter den Arm geklemmt hatte. Das Futter war während des Kriegszuges spärlich geworden, seit langem hatten sie keine Menschendörfer mehr geplündert. Was man zu fressen fand, musste man behalten und verteidigen!
„Ich hab' gesacht, >Schau, dort drüb'n is'n Gitzä<! und dat heißt, ich habz zuerst geseh'n!“, maulte ihn Kokkrop, der Boss der Donnerbergorks, der elenden Bergmaden, an. „„Aba ich hab's zuerst inne Fingaz gehaaabt!“, wiederholte Rabozz ärgerlich und klemmte sich seine Beute so fest unter den Arm, dass das Quieken erstarb. „Wer zuäast kommt, der ähh...“, wollte er erwidern, aber er hatte vergessen wie das Sprichwort lautete. „Mach'n Kopp zu un' halt den Schnauzpantoffl, Rabozz! Du bist'n dreckiga Dieb!“, grunzte der Donnerbergboss erbost und ballte seine Hände zu gewaltigen Fäusten, „Du gibzt mir dat Ding jetze, oda ich gib dir meinä Faust in deinä Schnauzä!“, wollte er Rabozz drohen, doch der Boss der Klingenwindorks ließ sich nicht einschüchtern. Um ihn herum standen einige seiner Jungz, bewaffnet und gelangweilt, Kokkrop würde es kaum wagen ihn jetzt anzugreifen und eine Prügelei vom Zaun zu brechen.
„Nein, du kannst...“, setzte er zu einer Antwort an, doch der Donnerberghäuptling war nicht so feige, wie er gehofft hatte. Die Faust des Schwarzorks flog heran und traf ihn im Gesicht. Der Treffer ließ den unvorbereiteten Rabozz keuchend in die Knie gehen. Er ließ den Snotling fallen, doch die kleine Grünhaut rührte sich nicht mehr. Augenblicklich kam Bewegung in die Orkmeute. Einige begannen sich um den toten Snotling zu streiten, andere fingen grundlos an zu zanken, schubsten sich, ließen die ersten Fäuste fliegen. Rabozz hielt sich die Hand vor den Mund und spuckte einen Klumpen Blut und einige seiner Zähne hinein. Wütend stierte er Kokkrop an, doch der Schwarzork beachtete ihn schon gar nicht mehr, sondern prügelte sich mit einer anderen Grünhaut.
Na wartä!
Rabozz sprang auf die Füße, warf sich von hinten auf Kokkrop, rang ihn zu Boden und hämmerte ihm mit der Faust gnadenlos auf den Schädel. Während er sich die Knöchel am Kopf des Donnerbergbosses blutig schlug, entbrannte um ihn herum eine handfeste Stänkerei. Gröhlend und grunzend gingen die Orks der beiden Stämme aufeinander los! Schnaufend ließ Rabozz von seinem leblosen Opfer ab und entblößte mit einem vorfreudigen Grinsen seine neuen Zahnlücken. Seit Tagen hatten die Orks gelangweilt am Rande des Gebirges rumgehangen, nichts zu tun oder zu moschen gehabt, da kam ihnen diese kleine Keilerei gerade recht! Er suchte sich einen Gegner und fand ihn in einem Donnerbergork, der einen schweren Steinhammer trug und unbeteiligt am Rand stand, dümmlich das Gemenge vor sich beglotzte. Selbstsicher marschierte Rabozz auf den Außenseiter zu, packte ihn an der Schulter und schleuderte ihn hart zu Boden. Erschrocken blickte ihn der Ork an, sammelte sich aber schnell und kam wieder auf die Füße. Rabozz schlug nach dem Gesicht seines Widersachers, doch der wich geschickt aus, so dass er ihn nur an der Schulter streifte. Sofort setzte er nach, verfehlte ihn diesmal aber gänzlich. Auch ein dritter Schlag ging fehl. Der deutlich kleinere Ork war viel schneller als Rabozz und schaffte es jedem seiner Angriffe auszuweichen.
„Du glitschigä...“, fluchte der Boss der Klingenwindorks, als es ihm abermals nicht gelang, seinen Feind zu erwischen. „Dia zeig' ich, wie wia vom Kling'nwindtal mosch'n!“, schrie er ihn an und wirbelte herum, wollte sich der Länge nach auf ihn werfen, doch auch diesmal wich der kleine Ork rechtzeitig zurück. Rabozz landete bäuchlings im Staub. „Du namenlosä Bergmade!“, grunzte er zornig. Es konnte doch nicht wahr sein, dass irgendsoein Frischling ihn übertölpelte! Er stieß ein paar herbe Flüche aus und wollte aufstehen, doch der kleine Ork presste ihm einen Fuß auf den Rücken und hinderte ihn daran.
„Mein Name is' Brokk!“, hörte er die Stimme seines Gegners über sich. Und dann hörte er gar nichts mehr. Ein dumpfer Schmerz schoss durch seinen Schädel, als Brokks Hammer auf ihn niederfuhr. Eine kochende Schwärze umhüllte seinen Verstand und raubte ihm das Bewusstsein.
Rabozz stöhnte qualvoll auf, blinzelte ein paar mal, doch sein Blick war von flackernden Lichtern und bunten Sternen getrübt...
Wat... ?
 

Nightpaw

Eingeweihter
Hach, die gefällt mir ja richtig gut. Fulminante Erzähltechnik mit nur leichten stilistischen Defiziten. Hat mich ab dem ersten Abschnitt neugierig gemacht, und sobald mit dem ersten Satz des zweiten Abschnitts klar war, in welche Richtung es laufen würde, war ich gefesselt. Da gibt es zwar ein paar kleine Fragezeichen (sind Orks tatsächlich so dämlich, dass sie sich von einem Gegner dazu motivieren lassen, auf dessen ehemalige Kumpane einzudreschen?), aber die tun dem Lesevergnügen im Großen und Ganzen keinen Abbruch. Flott, ohne quälende Längen, witzig, spritzig, orkig. Daumen hoch.
 

Scaevola

Codexleser
Und täglich güßt das Murmeltier.
Sprachlich und technisch eine feine Klinge (wenn man das bei Orks so sagen darf) :lol:

Ich muss aber gestehen, dass mich die Geschichte ein wenig verwirrt zurück lässt.
Brokk stirbt doch nach dem ersten Abschnitt. Vlt. hätte man für den zweiten Abschnitt einen anderen Ork nehmen können, damit die Prügelei aus unterschiedlichen Blickwinkeln erzählt wird. Im dritten Teil trifft man ja auf die 2 Bosse der verschiedenen Stämme.
So frage ich mich aber, ob das alles nur Träume sind, vielleicht sogar Wahn- bzw. Fieberträume der ausgehunderten Orks
Dennoch eine solide Geschichte :D
 

yinx

Erwählter
Also, wenn ich das richtig verstanden habe, liegt der Geschichte eine witzige Idee zugrunde, aber ein wenig Verwirrung bleibt übrig.
Ich habe das so verstanden, dass alles rückwärts abläuft, also die zweite Szene vor der ersten spielt, die dritte Szene vor der zweiten etc. und Brokk eigentlich der Boss der Klingentalmaden ist, einen auf den Kopf bekommt und dann versehentlich, nach seinem Erwachen für die Donnerbergorks kämpft, weil er sich an alles falsch erinnert... ? Ist da so?
Und täglich güßt das Murmeltier.
Dann wäre das eher Memento
Eine nette Idee, aber den Twist hätte man dann auf jeden Fall deutlicher herausarbeiten müssen, dann wäre da wirklich ein toller AHA-Effekt entstanden. So muss ich irgendwie zulange darüber nachgrübeln.
Sprachlich zwar solide, aber bildmalerisch vermisse ich hier auch ein paar schöne Details und Beschreibungen, was aus Orkperspektive vielleicht auch ein wenig zu viel erwartet ist. Teilweise kommt mir die Sprache aber auch etwas gezwungen vor und ein, zwei unschöne Wortwiederholungen sind mir auch ins Gesicht gesprungen.
Eines ist mir dann noch aufgefallen: Ich bin im Orkfluff nicht 100% fest, aber Schwarzorks stänkern doch eigentlich nicht, oder? Sondern nur alle anderen? Kann aber auch sein, dass ich mich da irre, ist mir nur aufgefallen, weil das alle irgendwie Schwarzorks sind da. Vielleicht stänkern Schwarzorks aber auch nur regeltechnisch auf dem Schlachtfeld nicht, aber dennoch, wenn sie gelangweilt irgendwo rumhängen? Würde zumindest passen.
Insgesamt aber gut und mit einem innovativen Erzählstil versehen, der am Anfang schon neugierig macht. Für Orks hätte die ganze Schreibarbeit meinem Geschmack nach noch etwas grober/brutaler oder aber witziger sein können. (Orks werden ja immer gerne auf die Schippe genommen). Wäre die Ausprägung hier noch ein bisschen stärker gewesen, hätte man vielleicht einen Punkt mehr herauskitzeln können. Aber dennoch oberes Niveau 4-5. Mit "Der Ruf" und "Einsames Schlachten" bisher mit die interessanteste.
Ich fürchte aber fast, 6 Punkte werde ich in diesem Wettbewerb nicht vergeben. :(
 
Zuletzt bearbeitet:

Nakago

Grundboxvertreter
Gut geschrieben, aber ich muss gestehen, ich kapier es einfach nicht. Ist es eine Zeitschleife? Ein Ork der Wahnsinnig geworden ist? Hat er ein Hirntrauma? Zu viele Pilze genascht? :huh:
 

Men Aquiles

Codexleser
Zweitinteressantester Titel. Bei der ersten Leerzeile Verwirrung. Ein Traum? Als die letzte Zeile die erste wiederholte: alles klar, wir bewegen uns rückwärts. Ab dann hieß es für mich nur noch warten, ob der Kopfschmerz ein Zauber war oder was anderes und wie sich das Ganze genau auflöst. Das war dann etwas zäh, und es zog sich ein bisschen lange hin, bis es aufgeklärt wurde.
Erst beim zweiten Lesen ist mir aufgefallen: Der Snotling sieht aus wie zwischen zwei Mühlsteine geraten - „Wer zuerst kommt...”
Eine nette Einlage aus „Sinnlos im Weltall”, wenns beabsichtigt ist.
Das Interessanteste ist definitiv die Erzählstruktur.
 

SHOKer

Mentor der flinken Federn
Moderator
Eine wirklich gelungene und erfrischend neue Herangehensweise. Eine Keilerei zwischen Orks ist zwar nichts Besonderes, aber die Erzählstruktur und auch das Ende wissen zu überzeugen.

Ich will mich hier kurzfassen und kann mich meinen Vorrednern eigentlich nur anschließen. Da man weiß, wie es am (zeitlichen) Ende ausgeht, will man eigentlich wissen, wie es begonnen hat. Leider lässt die Geschichte einen da eine Weile drauf warten und wird teilweise auch etwas undurchsichtig. Es fehlten vielleicht ein paar markante Beschreibungen der beiden Klans, an denen man sich ab und an hätte orientieren können, statt immer nur von Berg- und Talmaden zu lesen. Auch geografisch fehlten mir da einige Beschreibungen. Auch wenn er sich mitten in der Schlacht befindet, muss der Charakter ja irgendeinen Eindruck seiner Umwelt bekommen haben. Der Leser erfuhr jedenfalls recht wenig davon.
Im letzten Absatz war meine Verwirrung dann komplett. Ich konnte aufgrund der verwechselten Zugehörigkeit, der ähnlich klingenden Namen und der fehlenden Beschreibungsmerkmale nicht mehr folgen, wer jetzt wer ist. Klärt sich beim zweiten Lesen vielleicht, empfand ich aber doch schon als Kritikpunkt. Stand selten so deutlich mit Fragezeichen überm Kopf da. Letztendlich is es klar, wie es ausgeht, aber zwischendurch sah ich echt nicht mehr durch. Beschreibungen hätten hier geholfen.

Die Auflösung, dass der Brokk am Ende eigentlich zur anderen Fraktion gehört, kommt überraschend und mit einer gewissen Ironie, will mir aber auch - oder gerade bei - Orks nicht so recht in den Kram passen. Die fackeln da doch nicht lange, wenn sie sehen, dass der feindliche Anführer zwischen ihnen steckt, auch wenn er sich komisch benimmt. Und gerade unter dem Gesichtspunkt dass der Protagonist ein Boss ist, sollte er auch von genügend erkannt werden. Hat mich echt gewundert, dass die ihn am Ende (Anfang) nur komisch angucken und nicht einfach gleich abstechen.

Sprachlich gibts nicht viel zu meckern. Saubere Leistung.

Ingesamt eine gut zu lesende und inhaltlich wie stilistisch erfrischende Geschichte ohne größere Kritikpunkte aber leider auch ohne tieferen Inhalt. Eine solide Erzählung mit einem gewissen Lächeln am Ende aber mehr auch nicht. Ich denke, hier sind 4-5 Punkte wohlverdient.
 
Zuletzt bearbeitet:

Gwordin

Aushilfspinsler
Anfangs war ich verwirrt. Dann, als ich erkannte, eine nichtchronologische Geschichte vor mir zu haben, war ich aufgrund des Stilmutes des Autors begeistert und war gespannt. Allerdings bin ich dann auf dem Weg zum Ende hin in einigen Irrungen und Wirrungen (Wer ist nun wer bei den Namen, kommt hier ein Wechsel der Perspektive oder bin ich noch beim selben Protagonisten?) verschwunden - ich musste häufiger nochmal nachlesen, bevor ich wieder folgen konnte.
Und genau das kostet der Geschichte aus meiner Sichte eine Topbewertung. Aber allein die Erzählweise kategorisiert die Story für mich weit oben in der Bewertung ein.

Sprachlich gibt es wenig zu meckern. Das, was gesprochen wird, ist orkisch und angenehm verzehrt - soll heißen: es ist nicht total verschranzt, wie es sonst der Fall bei Orksprache ist. Und da es relativ dosiert eingesetzt wird, kann man das gut weglesen.
 

yinx

Erwählter
Abgestimmt werden muss aber HIER
Und zwar für jede Geschichte, nicht nur für die :p

Ich habe die Geschichte mit 4 Punkte bewertet, auch hier will ich noch einmal darlegen weshalb:
Der Versuch, die Chronologie umzudrehen ist innovativ und... tapfer, an einigen Stellen aber etwas ungeglückt. Der Rahmen der Story ist gut, der Mittelteil etwas fad (die zwei Kapitel mit dem Kampf gegen den feindlichen Häuptling ziehen sich doch). Am Ende wären ein paar Fragezeichen weniger gut gewesen.
6 Punkte
- 1 Zurückbleibende Verwirrung
- 1 Vereinzelte Logiklücken
bleibt
+ 2 innovative Idee
+ 1 spannender, wenn auch etwas inhaltloser Plot
+ 1 Solide, saubere Sprache
 
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Sarash

Hüter des Zinns
Oho, das beste kommt bei mir also zum Schluss. Eine Idee, deren Konzept ich zwar schnell erkannt hatte, die mich aber verblüffte, bis zum Schluss hin offene Fragen ließ und im positiven Sinne einfach gewagt ist. Sprachlich angenehm, gut und stimmig konstruiert und am Ende mit einer Aufklärung, die sämtliche, und es waren zeitweise zahlreiche, Fragezeichen verschwinden lässt.

Ich freue mich, doch noch einen Kandidaten für die 6 Punkte gefunden zu haben.
 

yinx

Erwählter
Danke noch einmal für den ersten Platz! :D
In der Tat hab ich mich hierfür von Memento inspirieren lassen. Leider ist anscheinend nicht jedem aufgefallen, dass der letzte Satz eines jedes Abschnitts, der erste des vorhergehenden war. Dadurch wäre klar gewesen, dass die Handlung rückwärts verläuft. Dass der Ork, der Rabozz später k.o. schlägt, zufällig auch Brokk heißt, hab ich erst im nach hinein eingebaut, weil ich dachte, das stiftet noch mal ein bisschen nette Verwirrung. Kam offenbar nicht so gut, funktioniert im Film vermutlich besser. Nachher ist man immer schlauer. ;)
Aber für die Leute, die das Gesamtkonzept nicht ganz verstanden haben, noch mal in der richtigen Chronologie:

- Rabozz vom Stamm der Klingenwindorks streitet sich mit Kokropp, vom Stamm der Donnerbergorks um den Snotling, bekommt von Kokropp ein paar Zähne ausgeschlagen (das wird im "Vorfeld", also im späteren Verlauf der Handlung auch noch mal aufgegriffen (die fehlenden Zähne))
- Rabozz zettelt die Stänkerei ein und verprügelt Kokropp
- Anschließend kämpft er gegen einen Ork namens Brokk und wird von ihm mit einem Steinhammer k.o. geschlagen.
...
- Rabozz wacht auf und erinnert sich an nichts. Ihm fliegen einige Rufe zu, die sein verwirbelter Orkverstand für wahr nimmt, bzw. auf sich bezieht, obwohl sie ihm nicht gelten und er glaubt, er heiße Brokk und sei vom Stamm der Donnerbergorks. Folglich kämpft er anschließend gegen seine eigenen Leute. (Das sollte dadurch unterstützt werden, bzw. verdeutlicht werden dass er die Gegner "Talmaden" nennt, während er als Rabozz sie noch "Bergmaden" nennt)
- Deshalb kämpft auch der Häuptling, den er im zweiten Abschnitt tötet, nicht mit voller Kraft gegen ihn.
- Am Ende (also am Anfang) als er dachte, er hätte gewonnen, taucht der verarztete Kokropp wieder auf und lässt ihn töten...

Die Logiklücken die SHOKer angesprochen hat sind auf jeden Fall da und irgendwie sind sie mir beim Schreiben gar nicht so recht in den Sinn gekommen. Klar, vermutlich hätten die Orks, ob Freund oder Feind, ihn einfach umgebracht, so desillusioniert wie er war. Auf eine Beschreibung der Stämme hab ich aber gezielt verzichtet, da mit nicht im Vorfeld klar ist, dass er eigentlich nicht zu den Orks des Donnerberges gehört.
Das mit der fehlenden Umgebungsbeschreibung stimmt, ist aber auch dem Wortlimit geschuldet. War erst bei ca. 3800 Wörtern und musste kürzen. Fand es dann für den Plot nicht so wichtig.
Eigentlich hatte ich ja erst eine Geschichte auf 5000 Wörter geschrieben (hatte Wortlimit falsch im Kopf), die eine ähnliche Erzählstruktur hatte, aber schon auf 2000 Wörter mehr knapp kalkuliert war. Nach ner Ewigkeit hatte ich sie dann auf 4800 Wörter gekürzt und schließlich einsehen müssen, dass das nichts werden würde. Offenbar aber gar nicht so schlecht, denn Brokk hat mir ja den Sieg beschert! ;)
Sprachlich allerdings nicht so die Glanzleistung, ich musste mir die Geschichte halt spontan von der Brechstange zwingen!
Ich würde mich freuen im nächsten Wettbewerb ein paar mehr Geschichten mit alternativen Erzählstrukturen zu sehen. Nicht zwingend rückwärtslaufend, dass hatten wir jetzt ja schon, aber es gibt ja mehrere anachronische Modelle und noch ganz andere Möglichkeiten. So oder so war es aber ein toller Wettbewerb und ich freue mich schon auf den nächsten!

LG
yinx
 
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SHOKer

Mentor der flinken Federn
Moderator
Danke noch einmal für den ersten Platz! :D
herzlichen Glückwunsch. Auf jeden Fall eine schöne Geschichte.

Leider ist anscheinend nicht jedem aufgefallen, dass der letzte Satz eines jedes Abschnitts, der erste des vorhergehenden war.Dadurch wäre klar gewesen, dass die Handlung rückwärts verläuft.
das fand ich schon recht offensichtlich und eine echt gute Idee. Ab dem zweiten Absatz war es mir dadurch klar.

Auch die Chronologie fand ich recht einfach zu ordnen. Das Problem lag für mich hier:

- Rabozz vom Stamm der Klingenwindorks streitet sich mit Kokropp, vom Stamm der Donnerbergorks um den Snotling, bekommt von Kokropp ein paar Zähne ausgeschlagen (das wird im "Vorfeld", also im späteren Verlauf der Handlung auch noch mal aufgegriffen (die fehlenden Zähne))
- Rabozz zettelt die Stänkerei ein und verprügelt Kokropp
- Anschließend kämpft er gegen einen Ork namens Brokk und wird von ihm mit einem Steinhammer k.o. geschlagen.
Rabozz, Kokropp, Brokk ... macht insgesamt 4k,3xr, 4xo, 2xb, 2xp, und noch ein paar weitere. Nimms mir nicht übel, aber die Namen lesen sich nicht nur sehr ähnlich, sie sprechend sich auch ähnlich. Als Leser nimmt man ja meist auch nicht die ganzen Namen jedes Mal wahr, sondern sucht nach bestimmten Wiedererkennungszeichen. Das war hier echt schwer. WEnn man dann noch von Donnerbergorks und Talorks liest und zwar im umgekehrter Reihenfolge als vorher und außerdem einer der drei Orks vorher einen anderen Namen hatte und man auch noch versucht hat, sich zu erinnern, welcher jetzt der bisherige Protagonist war .... dann war die Verwirrung plötzlich komplett ^^ Vielleicht auch nur bei mir, mein Namensgedächtnis ist nicht so gut.
Auch bei Orks kann man Namen wählen, die sich etwas leichter auseinanderhalten lassen. Irgendwas mit G (Grollkopp oder Gokropp) zum Beispiel hebt sich gut ab oder mit S oder M.

Eigentlich hatte ich ja erst eine Geschichte auf 5000 Wörter geschrieben (hatte Wortlimit falsch im Kopf), die eine ähnliche Erzählstruktur hatte, aber schon auf 2000 Wörter mehr knapp kalkuliert war. Nach ner Ewigkeit hatte ich sie dann auf 4800 Wörter gekürzt und schließlich einsehen müssen, dass das nichts werden würde. Offenbar aber gar nicht so schlecht, denn Brokk hat mir ja den Sieg beschert! ;)
kannst ja trotzdem bei Gelegenheit mal posten
 

Sarash

Hüter des Zinns
Herzlichen Glühstrumpf übrigens. Die 6 Punkte waren also gut investiert. Ich denke nicht, dass ich mit solch alternativen Erzählstrukturen (zumindest nicht ohne Monate Übung) weit käme, von meiner Seite aus also die Ermunterung, wenn es dir denn wirklich liegt, mal noch ein paar solcher Geschichten im Storyforum zu präsentieren.
 

yinx

Erwählter
Herzlichen Glühstrumpf übrigens. Die 6 Punkte waren also gut investiert. Ich denke nicht, dass ich mit solch alternativen Erzählstrukturen (zumindest nicht ohne Monate Übung) weit käme, von meiner Seite aus also die Ermunterung, wenn es dir denn wirklich liegt, mal noch ein paar solcher Geschichten im Storyforum zu präsentieren.
"Dunkel war es" hatte doch schon eine nicht ganz herkömmliche Erzählmethodik. Da ich an der 5000-Wort-Debatte ja abgesoffen bin, poste ich vielleicht demnächst mal die Geschichte mit den 5000 Wörtern, werde sie dann aber noch ein klein wenig ausgestalten. ;)
Danke auf jeden Fall.
 

Sarash

Hüter des Zinns
"Dunkel war es" hatte doch schon eine nicht ganz herkömmliche Erzählmethodik.
Schon, aber die äußere Form war, wie bei meinen Geschichten üblich, sehr konservativ: Einleitung, Ausgestaltung, Climax und Conclusio.
Freut mich jedoch, dass man sich noch an den Beitrag erinnert^^.
 
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