Grundsätzliche Fragen für den Einstieg

Quick

Aushilfspinsler
17. Oktober 2018
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Guten Tag,

ich habe mich in der dritten Edition kurz und oberflächlich mit Warhammer 40k beschäftigt. Da jetzt einige Freunde spielen, möchte ich da mit einsteigen und habe grundsätzliche sowie eldarspezifische Fragen und hoffe auf Hilfe von Euch 🙂

Ich habe mir den aktuellen Eldarcodex größtenteils durchgelesen. Die Eldar gefallen mir von der Story und dem Style her am besten, bei der Armeeplanung bin ich offen für alles. Mein Problem ist v.a. die fehlende Übersicht bei den Einheiten und was regeltechnisch alles erlaubt ist. Ich fange einfach mal an:

1. Ich denke mal an Armeen gibt es alles von verschiedenen Schwerpunkten (besonders schnell o. besonders viel Feuerkraft usw.) bis hin zu Allroundarmeen, die von allem ein bisschen können. Die Frage: Wie geht man bei der Planung am besten vor? Von allem ein bisschen rein oder 1-2 Schwerpunkte setzen?

2. Wie werden die HQ's verwendet und gibt es eine maximal Anzahl? Ich stelle mir als Laie vor, dass ich eine Truppe Ranger aufstelle und dann einen Autarch als Anführer einsetzen kann. Prinzipiell kann ich den Autarch wiederum mit Illic Nightspear ersetzen? Von der Logik her könnte ich ja jeden Truppentyp vom entsprechenden Phoenixkönig anführen lassen. Wie läuft das ab?

3. Habe mich mit Harlequins und Ynnari noch gar nicht auseinandergesetzt. In der Lore kämpft ja irgendwie jeder mal an der Seite von jedem. Heißt das, dass man dann alles mit in eine Armee reinnehmen kann oder gibt es Grenzen? Wie verhält es sich weiterhin mit HQ's wie Eldrad Ulthran, ist der nur für Ulthwe verwendbar? Demnach gäbe es ja soweit ich sehe neben ihm nur Prince Yriel der fest einer Craftworld angehört (Benachteiligung vom Rest? :huh🙂

4. Insgesamt spricht mich Ulthwe von der Aufmachung und Lore am ehesten an. Wenn es ans malen geht, frage ich mich wie eng man sich an Farbschemata halten muss/sollte.

Ich gehe stark davon aus, dass sich die Weichen für weitere Planung nach den ersten Spielen stellen werden. Ich denke man merkt dort automatisch was gut klappt oder wo es hakt. Ich habe den Eindruck, dass "gutes Spielen" sehr von der Kenntnis der eigenen, gegnerischen Armeen sowie Erfahrung abhängig ist.
Wieviel Punkte bei den Kumpels gespielt wird weiß ich nicht, scheint aber zu variieren. Trotzdem bräuchte ich für den ersten Start eine Orientierung wie eine Armee (evtl. einfach mal 1000 Punkte) aussehen könnte. Hätte mir persönlich vorgstellt, dass man z.B. Eldrad und nen weiteren Farseer oder Warlock nimmt und dann 1-2 Standardtrupps (Ranger u. Dire Avengers) mit einer Truppe Dark Reapers für schwere Waffen und einer Truppe Swooping Hawks für eine mobile Abteilung kombiniert. Ist einfach mal ein erster Gedanke.

Wäre für Hilfe dankbar 🙂
 
Hi, willkommen im Forum und bei den Eldar. Gute Wahl 😉

Grundsätzlich (und das ist ja auch nix verkehrtes, da Du ja Anfänger bist) zeugt deine Fragestellung an einigen Stellen noch von großer Unwissenheit. Daher vllt erstmal grundsätzlich:

Im Prinzip gibt es mehrere Wege wie 40 k gespielt wird. Zwei davon wären:

- Openplay: hier packst du einfach alles ein, was dir gefällt ohne große Vorgaben. Hier kann es dann auch dazu kommen, dass eine 1000 Pkt gegen eine 1500 Pkt Armee spielt.
- Matched Play: dies ist sicherlich der Standard. Armeen werden mit vorher vereinbarter Punkt - oder Powerlevelgröße zusammengestellt.

Beim Matched Play gibt es dann noch die Vorgabe/den Vorteil Battleforged: wenn man dieses Kriterium erfüllt, gibt es die sogenannten Command Points, die einem im Spiel gewisse Boni (Stratagems) ermöglichen. Um Zugriff auf eine Mehrzahl von CPs zu haben gibt es die sogenannten Detachmants. Hier gibt es dann eine Vorgabe an gewissen Einheiten Typen die in einer gewissen Anzahl enthalten sein müssen. Da wäre zb das sog. Battalion Detachment wo man Minium 2 HQs und 3 Standards haben muss um dann 5 CPs zusätzlich zu haben. Nun zu deinen konkreteren Fragen:

1. Eldar können im Prinzip wirklich in jede Richtung hin aufgestellt werden. Wobei sie mMn vor allem in Punkte mobilem Beschuss ihre wirklichen Stärken haben. Für Nahkampf krankt es zu oft an der niedrigen Stärke, wobei ausgewählte Einheiten hier schon ordentlich Wumms haben.

2. HQs der Eldar sind primär Utility Einheiten. Damit meine ich, dass ihre Hauptfunktion im buffen der eigenen Einheiten liegt: der Autarch kann allen Units innerhalb von 6 Zoll einen Reroll von gewürfelten 1en geben, Farsser und Warlock sind durch ihre Psikräfte unglaublich flexibel und können selbst eine an sich eher maue Einheit (bspw. Gardisten) a) widerstandsfähiger als gedacht machen oder b)massiv erhöhtes Offensivpotential verleihen. Logischerweise kann man natürlich auch Phönixlords mit dem dazugehörigen Aspektkriegertrupp spielen, es gibt nur keine Regel mehr, die das Charaktermodell direkt an den Trupp anschließt. Dh das beide Lord und Aspekttrupp immer unabhängig voneinander agieren (wenn also bspw. der Aspekttrupp gebufft wird durch eine Psikraft, dann wirkt diese Kraft nicht auf den Phoenixlord und umgekehrt).

3. Als Anfänger würde ich mich erstmal nur mit Craftworld Eldar befassen und alles andere ignorieren bzw. hier im Forum und sonstwo im Web mehr Infos zusammensuchen. Im übrigen ist (wenn ich mich nicht täusche) auch Iliac ein Craftworld spezifsiches Charaktermodell, insofern haben nicht nur Ulthwe und Iyanden ein besonderes HQ. Eine Benachteiligung ist das auch nicht wirklich, da mMn die nicht namenhaften Charaktermodelle meist gut genug performen, dass die besonderen nicht wirklich von Nöten sind

4. Wenn Du als deine Armee wirklich Ulthwe spielen willst, dann wäre es auch schön, wenn du sie so anmalst. Wenn deine Armee aber vom Craftworld Kael-Toc (oder so) kommt, dass rein zufällig (weil du es so gewählt hast), einem ähnlichen Pfad wie Ulthwe folgt, dann kannst Du deine Armee bemalen, wie es dir gefällt.

Für eine erste Armee würde es sich anbieten mindestens ein Battalion Detachment zu stellen, also:

1. Eldrad
2. Warlock oder Farsser
3. Drei Auswahlen aus Rangern/Avengers, Guardians.

Gerade bei Ulthwe bieten sich Guardians an, da es hier bei den schon erwähnten Stratagems ein Ulthwe spezifisches Stratagem gibt, dass der Unit ermöglich schon auf die 2+ zu treffen, statt auf 3+.
Dark Reaper sind eine mehr als solide Auswahl, für die mobile Abteilung würde ich eher auf Wind Rider, Wave Serpents mit Inhalt oder Vypers setzen.
 
Wow erstmal danke für die ausführliche Antwort 🙂

So weit ich das sehe wird dann bei uns Matched Play gespielt. Ich dachte immer die CPs hat man einfach. Danke für die Info. Allerdings verstehe ich den Zusammenhang zwischen Battleforged und Detachmants und Stratagems noch nicht ganz. Ich finde im Codex nichts davon, dass es 5 CP für die von dir genannte Aufstellung gibt. Wo kann ich das nachlesen?

Zur Farbwahl. Mir gefällt Ulthwe sowohl vom Stil als auch von der Story, von daher ist es recht einfach. Ich würde wohl nur Kleinigkeiten anders gestalten, daher die Frage wie eng die Grenzen bei der Farbwahl gesetzt sind.

Ich habe jetzt bei BattleScribe einfach mal eine Zusammenstellung gemacht:

HQ

- Eldrad Ulthran
- Warlock Conclave

Truppen

- 10x Guardian Defender
- 10 x Ranger

Fast Attack

- 3 x Vyper

Heavy Support

- 6 x Dark Reaper

Das wären 941 Punkte, geht also einfach mal als 1000 Punkte Armee durch vermute ich. Die drei Auswahlen aus für das Battalion Detachment, die du genannt hast, worauf bezieht sich das? Drei unterschiedliche Truppentypen oder 3 x 5er Trupp aus dem Bereich?

Lieben Gruß
 
Solche Sachen stehen im Grundregelwerk. Vielleicht in Kürze paar Infos.

- Wenn eine Armee Battleforged ist, gibt es 3 CP von Haus aus. Battleforged ist eine Armee, wenn sich alle Units ein Keyword teilen. Im Fall von Craftworld Eldar wäre das eben Craftworld (präziser das Craftworld, dass gewählt wurde, zB Ulthwe)
- Detachmants sind optional, schalten aber weitere CPs frei (je nach Detachment 1, 5 oder 12). Dafür haben die Detachments dann bestimmte Vorraussetzung an Einheitentypen die gewählt werden müssen.
- CPs können dann dafür verwendet werden um Stratagems zu spielen. So kostet zb bei den Craftworld Eldar das Stratagem das dir erlaubt eine Unit in Reserve zu stellen 1 CP.
- Battlescribe zeigt dir im übrigen ja (zumindest in der Mobilphone Version) an, welche Units du minimum haben musst und wie viele CP du für ein Detachment erhälst.

Zu deiner Liste:

- Beim Battalion Detachment geht es 1. darum 3 Units aus der Kategorie Troops zu haben. Das kann dreimal der gleiche Typ sein (also zb 3x5 Ranger) oder jeweils 1x Ranger, 1x Guardians, 1x Dire Avengers oder jede Kombination dazwischen und 2. geht es darum 2 HQs zu haben (das hast Du ja erfüllt).
- 941 Pkt geht sicher als 1000 Pkt durch, versieht dich aber eben mit dem Nachteil, dass du 59 Pkt weniger hast als dein Mitspieler. Wenn Du hier noch 1x5 Ranger nimmst, hast du 1001 Pkt (da sagt normalerweise gerade im Freundeskreis niemand was gegen) und du hast das Battalion Detachment voll.
- spiel erstmal selber und sammel mit der Conclave deine Erfahrung, sei dir aber bewusst, dass diese Unit allgemein mit zu dem schwächsten zählt, was es im Craftworld Codex gibt.

(im übrigen hättest Du mit 3 Vypers und einer HQ bereits ein Outrider Detachment aufgestellt und hättest damit immerhin schon +1 CP).
 
So Sachen wie die 3 Wege zu spielen sehe ich eher als für die Aktionäre als für die tatsächlichen Spieler geschrieben.
Es lassen sich auch wunderbar Open-Play-Missionen spielen (gibt echt nette bei), wobei man sich sonst, wie gewohnt, an Matched-Play-Vorgaben hält. Und nur weil die Missionen eine Story hat, Angreifer & Verteidiger oder gleich Teil einer Kampagne ist, muss man dafür auch noch lange nicht von Punkten auf „Machtpunkte“ umrechnen oder nachschlagen, welche Regeln plötzlich doch nicht mehr gelten sollen.

Das mal am Rande. D.h. lass dich nicht von GWs 3-Wege-Geschwafel verwirren. 🙂

Das übliche Vorgehen nämlich sieht vor, dass deine Armee in gültige Detachments (dt: Kontingente) organisiert ist. Also quasi AOP-Module. Schlag im Regelbuch nach, wie sie sich zusammensetzen. Innerhalb eines solchen sollte die Armee derselben Unterfraktion angehören, aber du kannst z.B. ein großes Detachment Ulthwé und ein kleines Harlequine/Ynnari/Dark Eldar/anderes Weltenschiff führen.
Da ist auch nichts zu kompliziertes dran. Wenn du in der 3. schon lesen konntest, bist du jetzt auch alt genug, zu erfassen, wie das funktioniert. 😉

Du wirst übrigens feststellen, dass wenn du jeden Aspektkrieger-Trupp vom Phönixkönig (~200P) anführen lässt – und das geht mittels Supreme Command Detachment – du erschreckend wenig tatsächlich Truppen aufs Feld bekommst. 😉
Und ja, um Eldrad aufzustellen, muss das Detachment unter dem Keyword „Ulthwé“ versammelt sein.
Der ist übrigens eine gute Wahl, weil er quasi anderthalb Runenpropheten in einem Modell verkörpert, und mit 1–2 Propheten macht man i.A. nichts falsch.

Was Bemalung angeht:
Klar kannst du dir ein völlig eigenes unbekanntes Weltenschiff ausdenken, das nur wie eines der bekannten organisiert ist, und rein zufällig ähnlich geprägte Charaktermodelle enthält, aber anderen Fluff und andere Farben hat.
Du kannst aber auch darauf bestehen, dass das, was du hinstellst, auch tatsächlich Ulthwé ist. Dafür sollte die Hauptfarbe schwarz oder eine sehr dunkle sein, die Zweitfarbe beige oder weiß oder irgendwas Ähnliches in die Richtung, und wenn du Freehands machst, bringe dabei ein paar Blitzmuster unter. Das Auge der Isha tut dann das Übrige. Mehr als das zu verlangen – also dass etwa die Farbverteilung genau wie in GWs Studioarmee zu sein hätte – halte ich für falsch.

Letztendlich sind im aktuellen Codex die Weltenschiff-Regeln sowieso nicht allzu fluffgerecht gewählt, und so mancher Iyanden-Spieler sieht sich genötigt, nach Ulthwé-Regeln zu spielen, um mehr von seinen Phantomdroiden zu haben. Nun ja, und der Rest spielt nach Alaitoc (egal, wie die Modelle bemalt sind), weil dort die Regeln z.Z. am stärksten sind. 😛