@Zwergenkrieger
IMHO zu deiner Frage.
Napoleon hat bekanntlich gesagt, der beste General sei ein glücklicher General.
Wenn man kein Glückselement haben will muss man Schach o.ä. spielen. Vermutlich gibt es auch Tabletops ohne Glückselement.
Wie vorher schon gesagt wurde, es gibt immer eine entscheidende Aktion und egal wieviele Würfel man wirft, das Ergebnis ist eins der Unwahrscheinlichen.
Wahrscheinlichkeit sagt nichts über das Einzelergebnis aus und auch das Gesetz der großen Zahl spricht nur von Wahrscheinlichkeiten. Wir alle hatten schon mal so ein Spiel, wo man statistische Ergebnisse würfelt, dummerweise hoch zum Treffen und niedrig zum Verwunden oder umgekehrt. Und schon macht man keine Wunden obwohl die Würfel insgesamt statistisch korrekte Ergebnisse lieferten. Noch schlimmer sind die Spiele, in denen die Würfel statistische Ergebnisse liefern, aber die hohen Zahlen beim einen und die niedrigen beim anderen Spieler fallen.
Jedes Spiel, das am Ende einen Sieger ausweist, kann man in einem Turnier spielen.
Ob es für ein Turnier geeignet ist, hängt von der organisatorischen und spielerischen Eignung ab.
Organisatorische Merkmale sind alle Merkmale, die die Ausführung eines Turniers beeinflussen, wie z.B.:
Zeitbedarf
Platzbedarf
Erreichbarkeit
Kosten pro Teilnehmer (für den Organisator, nicht den Teilnehmer)
Aufwand für die Teilnahme
Größe des Stabs
Was für jeden Faktor vertretbar oder gut ist, bestimmen die Umstände, der Organisator und die Teilnehmer, bzw. deren Erwartungen.
Ein Monat ist für eine Fußball WM ok, aber für ein Kill Team Turnier tendentiell etwas lang.
Wie Kenechki schon aufzeigte, schneidet Kill Team hier relativ gut ab.
Man bringt in einem Ein-Tagesturnier genügend Spiele unter.
Man braucht nur halb so viel (wenn man drängelt weniger) Platz wie für eine "normale" 6x4 Platte.
Die Location erfordert keine besonderen Bedingungen, wie einen Wildwasserparcour, einen 18 Golf Lochplatz etc.
Die Kosten für Platten, Gelände etc. pro Spieler sind geringer als bei 40k. Und wenn der Organisator auch andere Turniere organisiert, kann er viele Geländestücke auch für das KT Turnier verwenden.
Der Aufwand für die Teilnahme ist für die Spieler gering. Sie müssen keine Turnierpferde im Transporter heran karren und kommen mit einer kleinen Schachtel für Figuren und Spielmaterial aus.
Der Stab umfasst Schiedsrichter, Platzanweiser, Würstchenverkäufer, Buchhaltung etc.. Bis zu einer bestimmten Teilnehmerzahl kann eine Einzelperson ein Kill Team Turnier durchführen.
Die spielerischen Merkmale sind im Wesentlichen:
Güte der Regeln
Balancing
Die Güte der Regeln ist bei KT ok bis gut. Die Konzepte finde ich im Wesentlichen gut, der Regeltext ist an einigen wenigen Stellen bestenfalls ok.
Aber ich finde dass da nichts in Konzept oder Text ist, was ein Turnierspiel nur eingeschränkt möglich macht.
Bleibt das Balancing.
Wenn man die Klagen von Leuten ignoriert, die noch nicht gespielt haben, bleibt möglicherweise gar nicht so viel übrig. Das liegt nicht zwangsweise daran, dass KT super balanciert ist, sondern, dass zum einen durch die Missionen die Imbalance vom einen zum andern wandert und dass oft die, die ihr Spiel auf die bösen Profile reduzieren, genau deshalb verlieren, und das mancher dass was andere als böse empfinden gar nicht als solches erkennen.
Gestern Abend fand ich DG ziemlich daneben. Aber es war mein ersten Spiel gegen DG und hätte ich die DG besser gekannt, hätte ich anders gespielt und das Spiel wäre vielleicht anders verlaufen. Denn manchmal ist der Schrei wegen mangelnder Balance nur eigenes Unwissen.
Ich sehe die Imbalance eher zwischen Turnierspieler und Spassspieler. Der Spassspieler kommt auf bestimmte üble Kombinationen gar nicht, weil sie so gar nicht zum Hintergrund passen oder ihn das nicht interessiert. Und der Turnierprofi kennt entweder ein Gegenmittel oder spielt die "harten" Jungs selbst.
Beide Spielen zum Spass, aber das was ihnen Spass macht ist was anderes.
Dies ist keine Wertung, Spass- und Turnierspieler haben beide das selbe Recht auf Existenz, passen aber wie Mann und Frau eher schlecht zusammen. Weshalb man bei den Turnierregeln darüber nachdenken sollte, ob man eine und wenn ja welche Gruppe man bevorzugt anspricht.