Historisch 🥇[Lion Rampant] A Winter of Discontent

Dann mache ich die 100 mal mit 'nem eigenen Post voll. Vielen Dank allen fürs Reinschauen, Liken, Kommentieren. Da hat der alte Kahn noch mal Fahrt aufgenommen.

Fürs vollgültige Update reicht's noch nicht, daher nur ein schnelles WIP. ArmeeAUFBAU und so.

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Die Herrschaften sollen die generische Reserve für Burgunder und Schweizer bilden. Also so generisch wie's halt mit der begrenzten Auswahl geht. Die Perry-Reihe ist schon sehr auf Westeuropa und vor allem englische Eigenheiten ausgerichtet. Das stört natürlich nur Nerds und Honks wie mich. Ich versuch, den Schmerz ein bisschen durch Head-Swaps zu kompensieren.
Wie zu sehen, habe ich im Prozess auch schon ein paar Piken (zugekauft von North Star) ersetzen müssen. Kann gut sein, dass ich am Ende alle gegen bruchfeste Besenborsten austausche. Rausgeschmissenes Geld.

So weit. Mehr demnächst.
 
Und wiederum vielen Dank allen Kommentierern! 🙂

@NightGoblinFanatic Im Nachhinein war es natürlich völlig unnötig, denn das Zeug ist immer noch gut verfügbar. Bloß, was man hat, ne? Lion Rampant hab ich auch schon länger auf dem Zettel. Allerdings mehr, um dem bemalten Kram ne Richtung zu geben. Ist für andere sicher relevanter als für mich, weil ich eigentlich eh nie spiele. Werde aber auch zu den Regeln noch was ablassen.

@Knight-Pilgrim Das Projekt von @PeryRhodan ist wirklich sehenswert. Hab es damals nicht live verfolgt, weil das in meine nicht so aktive Phase auf der GWFW fiel. Mein Ansatz wird etwas anders sein, weil ich nicht solche Mengen ausheben werde (oder könnte). Dafür wird es ein paar kleinere Umbauten geben, um die Figuren noch etwas stärker ans jeweilige Setting anzupassen.

Den Anfang machen die schon länger halbbemalten Langbogenschützen. Hier sind sie gleich auf einer der geplanten Multibases zusammengepfercht – wobei das nicht die endgültige Anordnung ist!

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Weil die Mehrheit der burgundischen Schützen zu Pferd herumreiste, hab ich ihnen mit Green Stuff Reitstiefel angezogen. Ohne große Kunst – auch da will ich mich mit diesem Projekt verbessern – und müssen natürlich noch bemalt werden. An den noch völlig blanken Kameraden sieht man vielleicht besser, was gemacht wurde.

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Ich optimiere den Prozess noch, Experimente mit anderen Werkstoffen inklusive. Mehr dazu und zum Warum-überhaupt-der-Quatsch, wenn's fertig ist.

Sorry für den Nicht-Post. Hoffe, es gibt bald echten Fortschritt zu sehen. Derzeit frisst der Job die Zeit nur so weg.
Was haltet ihr denn von Baron Wars???
 
Was haltet ihr denn von Baron Wars???
Mich hat das Spiel überhaupt nicht gereizt. Freunde von mir wollen es anfangen, dadurch konnte ich mir die Regeln durchlesen, war noch die erste Edition. Mein Eindruck war der, den man auch in einigen Reviews online lesen konnte, zu viel Mikromanagement für keinen nennenswerten Mehrwert im Spiel (Waffensonderregeln, verschiedene, sich minimal unterscheidende Zustände für Erschöpfung). Dazu, dass sie damit durchstarten, kam es vorerst nicht, dann kam die neue Edition, da habe ich nur grob drüber geschaut. Die hat wohl einige Fehler ausgebessert, unter anderem diese Zustände für Erschöpfung auf einen zusammengestrichenen. Die Freunde haben ein Testspiel gehabt und fanden es gut.
Mir wäre es allerdings auch einfach zu viel. Für diese Phase des Mittelalter habe ich schon zwei Systeme (Lion Rampant und Saga Ära der Kreuzzüge), sich dann noch die Regeln eines dritten System merken zu müssen, das einen zudem nicht besonders interessiert, wäre mir einfach zu viel (zumal ich noch weitere Systeme spiele, in anderen historischen Epochen, da fehlt irgendwann die Zeit sich allem ausreichend zu widmen).
 
Was haltet ihr denn von Baron Wars???

Wie @NightGoblinFanatic schon angedeutet hat: Für das 15. Jahrhundert ist Barons' War (noch) nicht ausgelegt, daher bislang nur theoretisch bekannt.

Meine Alternative zu Lion Rampant ist Never Mind the Billhooks. Beide arbeiten mit ähnlicher (offizieller) Figurenzahl, nur dass Billhooks noch ein bisschen mehr "period flavour" bietet. Allerdings komme ich nur alle Jubeljahre zum Spielen. Deshalb kann ich keine vertieften Analysen bieten und bin froh, wenn ich mich für ein Spiel nicht in allzu dicke Regelschinken einarbeiten muss. Lion Rampant ist da angenehm schlank und kam hier ja schon zum Einsatz.
 
Gesamtschau kommt, sobald ich "Reste" wie die oben gezeigten zusammengeputzt habe. Würde aber noch nicht die Luft anhalten 😉

Erstmal das angekündigte Kirchenpersonal. Find's immer ganz hervorragend, wenn ein Hersteller nicht bloß Militärkram, sondern auch ein bisschen zivilen Alltag einzufangen versucht. Ja, geht um Kriegsspiele. Aber das echte Hauen und Stechen findet auch – leider – selten im luft- und menschenleeren Raum statt.

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Die beiden Priester (von Perry Miniatures) sind sicher nicht die aufregendsten Bemalprojekte. Dafür gingen sie leicht von der Hand und sind auf dem Tisch eine recht auffällige Erscheinung. Das Obergewand habe ich mal als Albe (lat. alba = weiß) interpretiert. Im Gottesdienst wurde (und wird) sie mit anderen liturgischen Gewändern kombiniert, kann aber auch als Reise- und Hauskleidung von Geistlichen dienen.

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Zur Klause gehört natürlich auch der Klausner. Dafür habe ich einen vor Jahrzehnten bemalten Pilger (auch Perry) aus der Schublade gezogen, die Kreuzzugsaufnäher abgeschmirgelt und ihn teils noch mal neu gefärbt. Ihn begleiten als weitere Dauergäste des Kirchleins zwei Bettler (von Footsore Miniatures). Einer scheint eher ein getarnter Attentäter zu sein, der gerade ein langes Messer zieht. Der andere ist ein Leprakranker, der mit einem Glöckchen auf sich aufmerksam machen muss.

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Meister von Alkmaar, Die sieben Werke der Barmherzigkeit, um 1500 (Quelle)

Die beiden entsprechen wohl mehr dem Klischee als der mittelalterlichen Wirklichkeit. Oben nur ein Beispiel der sehr häufigen Darstellung armer Leute im religiösen Kontext: Ja, die Klamotten sind abgetragen, aber keine dreckigen Lumpen. Bettelei war streng reglementiert, und wer auf Mildtätigkeit angewiesen war, verscherzte sie sich nicht durch ungebührliches Auftreten. Generell war Armut deutlich weniger kriminalisiert und stigmatisiert als heute. – Sei's drum, bis ich passendere Figuren finde, müssen die es tun.

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Schließlich noch ein "Beutemarker". Denn natürlich könnte die Kapelle im Spiel auch Plünderer anlocken. Deshalb habe ich ein paar der neuen Bits von Victrix aufgehäuft, wie man sie an so einem Ort finden könnte: Prozessions- und Altarkreuze, Messkelche und Kerzenständer, dazu unbestimmbarer Tinnef, den man sicherheitshalber mitgehen lässt. Das Zeug hat einen eher frühmittelalterlichen Look, trotzdem sehr praktisch, das in Plastik zu haben.

Wahrscheinlich geht es mit ähnlichem Kram weiter. Das macht einfach zu viel Laune.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wie im letzten Post angedeutet, ist gerade wieder Schneckentempo angesagt. Statt der personellen Verstärkung konzentriere ich mich deshalb weiter auf Deko und Objectives. Gerade fertig geworden ist ein Kardinal hoch zu … Muli.

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Heute eher im Streichelzoo oder bei den Gebirgsjägern anzutreffen, waren Maultiere früher auch sehr beliebte Reittiere. Weil sie eher gemütlich unterwegs und nicht so kampftauglich wie ihre Pferdemütter sind, wurden sie meist im Zivilverkehr eingesetzt. Ich find's sehr cool, dass die Perrys das hier eingefangen haben.
Den begleitenden – und, zugegeben, etwas schmächtig geratenen – Esel (von Italeri) habe ich mit Zaumzeug und Kisten (von Victrix) behängt. Ein livrierter Knecht (wieder Perry) bot sich als Führer an.

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Die Inspiration kam wieder mal aus einer Schweizer Bilderchronik: Dargestellt ist hier ein päpstlicher Geldtransport nach Luzern, wo Söldner geworben wurden. Damit das Eselchen aber als universelles Missionsziel dienen kann, habe ich bei Kisten und Klamotten auf entsprechende Wappen verzichtet.

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Dummerweise nur ein Video gemacht habe ich von der Wechselbase, mit der ich ein paar Figuren zur Vignette zusammenstellen kann. Lohnt aber ehrlich kaum, weil ich das Ding zum Test von Hand geschnitzt habe und es entsprechend krude aussieht. Wird bei Gelegenheit professionalisiert. Wer's trotzdem sehen will, besucht mich auf Insta.


Das war's dann auch schon für heute. Mehr Kleinkram demnächst.
 
Nachdem sich das Ganze hier schon fast einem (vorläufigen) Ende zuneigt, will ich doch noch auf den Elefanten im Raum eingehen. Im Titel steht einigermaßen prominent die Einordnung "Lion Rampant".
Ein paar Leute werden sicher wissen, was es damit auf sich hat. Oder das Regelwerk viel besser kennen als ich Gelegenheitswargamer. Ergänzungen und Korrekturen sind daher sehr willkommen.

Vorstellung: Lion Rampant​

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Worum geht's?​

Lion Rampant von Daniel Mersey ist ein Regelwerk für kleine Gefechte im europäischen Mittelalter. Kernelemente sind:
  • 20–40 Modelle,
  • wenige, klar definierte Einheiten,
  • Szenarien,
  • Friktion; das heißt ein Würfelmechanismus, an dem die besten Pläne zerschellen.
Lion Rampant gehört zur "Blauen Reihe" von Osprey Publishing. Das sind jeweils abgeschlossene Hefte mit Wargaming-Regeln, veröffentlicht nach dem Fire-and-Forget-Prinzip. Einige wenige haben sich darüber hinaus entwickelt – wie eben Lion Rampant in inzwischen zweiter, erweiterter Auflage – oder wurden gleich größer angelegt – wie die "Frost-/Stargrave"-Titel.

Maßstab​

Gespielt werden keine großen Schlachten, sondern namenlose Gefechte zwischen sogenannten „retinues“. Vom Umfang her liegen die irgendwo bei einer SAGA-"Armee" oder einer Combat Patrol bei 40k. Einheiten sind simpel gehalten: Reiter, Speerträger, Bogenschützen usw., die jeweils feste Truppgrößen haben.

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Typische Einheiten: Ritter, Langbogenschützen, Plänkler. Jede Base repräsentiert entweder einen vollständigen oder halbierten Trupp – beides ist "offiziell" möglich. Verluste werden bei mir mit Markern angezeigt.

Profile​

Die Regeln selbst sind angenehm schlank. Jede Einheit hat ein paar Grundwerte – Bewegung, Kampf, Moral – und vielleicht eine Sonderregel. Der eigentliche Unterschied entsteht durch die Zusammenstellung der Truppe, nicht durch Upgrades.

Besonderheiten​

Der eigentliche Kniff ist der Aktivierungsmechanismus: Jede Einheit muss einzeln aktiviert werden, nämlich per Würfelwurf. Misslingt der Wurf, endet der eigene Zug sofort.
Das ist manchmal frustrierend (vor allem, wenn gleich die erste Einheit versagt), sorgt aber für genau das, was ich an dem Spiel mag: Man setzt den Fokus auf das, was gelingen muss. Und die Spiele entwickeln einen eigenen erzählerischen Flow und bleiben unberechenbar.
Entsprechend lebt Lion Rampant stark von Szenarien. Ohne die würde es zu bloßem Kniffeln.

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Die Einheiten in den beiden offiziellen Standardgrößen von jeweils 6 bzw. 12 Modellen. Den Anführer auf ein eigenes Base zu stellen, ist optional. Es hilft aber, im Spiel die Einheit zu identifizieren, der er sich angeschlossen hat. (Hier hat er die Gestalt von Andrej angenommen, dem Gesicht des YouTube-Kanals "Geschichtsfenster".)

Spielmaterial & Anpassbarkeit​

Außerdem finde ich gut, dass man wenig „Kram“ braucht. Kein Battle Board (wie bei SAGA), keine Markerflut, keine Kisten voller Bäume, Hecken, Mauern, Abbruchkanten, tiefer oder flacher Sümpfe…
Dadurch ist das System zugleich sehr flexibel: Basegrößen sind ziemlich egal, auch Multibases funktionieren. Man kann sogar noch etwas skalieren, mit halbierten oder eben vervielfältigten Truppgrößen spielen – und damit gegen die Anlage der Regeln auch größere Schlachten schlagen. Andere Epochen oder auch Nicht-Historisches lässt sich schließlich mit kleinen Tweaks einfangen; offizielle Ableger sind z. B. Pikeman's Lament (für das 16./17. Jahrhundert) oder Dragon Rampant (für Fantasy).

Simulation vs. Immersion​

Für mich ist Lion Rampant keine „Simulation“, sondern eher ein Werkzeug, um ein bestimmtes Gefühl einzufangen.
Ein Beispiel aus meinen Spielen, Burgunder gegen Eidgenossen: die – auf dem Papier! – hochprofessionelle, werkzeugkofferartige Armee gegen die Woge aus einfach gestrickten Nahkämpfern, die auf Blut aus sind. Die einen müssen sich gut positionieren, dem Gegner Wege verbauen; die anderen dürfen nicht zögern, müssen Verluste auswittern, um den Feind zu fassen zu kriegen. So soll sich das anfühlen, und das hat es bisher getan.

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Völlig ausreichend: Ein paar Baumbases definieren Wald, ein Gebäude bietet Deckung, Bases mit Scatter blockieren Sichtlinien oder zeigen Missionsziele an. Matte oder gestalteter Spieltisch kommt on top, klar.

Für wen ist Lion Rampant geeignet?​

Eindeutig für Leute wie mich, die keinen Wettbewerb suchen, taktische Fehler lieber auf Würfelpech schieben und wenig Hirnkapazität für Regellektüre und steile Lernkurven haben. Mir gefällt, dass auf die solide Regelbasis kein „Chrome“ draufgetackert wird, sondern alles über Komposition und einen Bonus hier, einen Malus da gelöst ist.
Wer dagegen eine akurate Darstellung, am besten mit vertieftem Command and Control sucht, wird mit Lion Rampant nicht glücklich. Aber mal ehrlich: Taktisch gesehen boten mittelalterliche Gefechte keine Feinkost. Insofern simuliert das Regelwerk keine Wirklichkeit, sondern mehr das (vermeintlich) Typische der Armeen und ihres Settings.

Exkurs: Verwandtes​

Dazu werde ich vielleicht bei anderer Gelegenheit etwas schreiben. Denn das Schöne am Geschichtstabletop ist ja, dass man eigentlich nie auf ein Regelwerk festgelegt ist. Ähnlichkeiten in Thema und Figurenaufwand hat, wie schon erwähnt, ganz klar SAGA, das zuletzt mit Age of Chivalry ins hier besonders relevante Spätmittelalter expandiert hat. Dort gestartet und wiederum inzwischen auch in andere Epochen gewuchert ist Never Mind the Billhooks von Andy Callan. Ein neuer, spannender Kandidat ist Écorcheurs von Robert Jones, das speziell den früheren Hundertjährigen Krieg (also das 14. Jahrhundert) behandeln sollte, aber laut Autor auch in andere Mittelaltersettings passen dürfte.
Wenn ich denn mal zum Spielen kommte, wird davon sicher mal was ausprobiert.
 
Zuletzt bearbeitet:
Genug vom Papierkram, zurück zu den harten Fakten.
Mein Artilleriepark ist noch sehr dürftig. Das geht besonders für die Burgunder gar nicht klar. Denn die hatten definitiv den größten ( 🙄 ).

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Damit es fancy bleibt, macht den Anfang eine Ribauldequin. Warhammer-Veteranen (oder, eher noch, Bretonen-Greisen wie mir) natürlich lang bekannt als Orgel- oder Salvenkanone. Angeblich standen davon schon um 1400 an die 2000 (!) in burgundischen Diensten. Auch wenn das Ding leicht und mobil aussieht, war das kein Sturmgeschütz – dafür war die Feuerrate viel zu niedrig. Vorstellen kann man sich den Einsatz wohl eher in der Art von MG-Nestern, also zur Sicherung einer befestigten Stellung oder zum Niederhalten der Verteidiger bei Belagerungen.

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Im Gegenzug war man immer bedroht, überrannt zu werden. Deshalb sind hier Spieße angeschraubt, und die Besatzung hat sich eine Stangenwaffe bereitgelegt. Die Crew ist von den Perrys (mit kleineren Umbauten), Kisten und Kästen von Victrix. Die Kanone ist ein 3D-Druck von Avanpost (via IL Miniatures). Für technisches Gerät finde ich das unschlagbar.

Noch zu den Vorbildern: Die genaue Konstruktion ist unklar. Es gibt keine Originale, dafür jede Menge zeitgenössischer Zeichnungen, die aber oft mehr wie Gedankenexperimente wirken. Hier ein Beispiel aus dem "Rüst- und Feuerwerksbuch", entstanden um 1500, willkürlich gewählt, weil es aus meiner alten Heimat stammt.

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Wenn man weiterblättert, könnte man natürlich überlegen, ob das alles nicht reine Fantasie ist. Ich mein, "Cogfort" anyone?

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Good night, and good luck! 😄
 
Es geht weiter mit Langweilerkram. Aber bekanntlich ist ja der Spatz in der Hand die Leberwurst des kleinen Mannes.

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Bloß mehr oder weniger frisch gefärbte Taubenschläge (Designs von Vesna Sculpts). Allein wer Kingdom Come Deliverance gespielt hat, wird den Dingern schon begegnet sein.
Find's super, aber immer noch verstörend, dass man sowas heute einfach aus dem Drucker ziehen kann. Fürs period flavour natürlich top.

Hab jetzt ein paar Tage Urlaub voraus, hoffe, da geht was voran.
 
Wie's so ist mit den guten Vorsätzen, man wird einfach aus der Bahn gekickt. Aber statt Lamento geht's hier lieber mit ein paar Bildchen weiter.
Ich hab ja grundsätzlich alles beisammen, was ich mir für die beiden "Armeen" so vorgenommen hatte. Deshalb pimpe ich das Ganze mit Kleckerkram – und jetzt eben ein paar generischen Truppen, die hüben wie drüben mittun können.

Zuerst ein paar Spießträger. Die kann man eigentlich immer brauchen. Denn wenigstens als günstiges Backup waren die bei praktisch allen Heerzügen quer durch Europa dabei. Tatsächlich war der Spieß, anders als bei den Eidgenossen, erstmal keine Offensivwaffe. In 40k-Terminologie gesprochen: Man konnte damit am besten Missionsziele halten.

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Deshalb mögen die so Bewaffneten auch mehrheitlich herumgestanden haben, während die eigentliche Schlacht woanders tobte. Leider gibt es von den Perrys nur ein kümmerliches Päckchen, um das darzustellen. Ich hab also, wie weiter oben im Thread zu sehen, bei den Dopplungen ein paar Köpfe getauscht, außerdem einen Schützen dazu gestellt sowie einen Mann im Harnisch, der vielleicht den ganzen Bums finanziert.

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Ich denke sie mir als burgundische Hilfstruppen aus Flandern. Da passen auch ihre vielen Steppwesten noch am besten hin. In Mitteleuropa war das weniger in Mode. Allerdings, wenn man so anfängt, müsste man auch die an den Perry-Sets orientierten Spieße ordentlich einkürzen. Zwei bis drei Meter waren wohl deutlich üblicher, bis um 1500 alle Welt auf die dann auch so genannten "Schweizer Spieße" umsattelte. Davor wird man sich den Look eher so wie hier vorzustellen haben:

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Augsburger Chronik, um 1480 (Quelle)

Den zweiten "Block" werden ein paar zusätzliche Büchsenschützen bilden. Damit es nicht so öde wird, versuch ich, ein Minidiorama aus einer anderen Perry-Reihe nachzubasteln. Hier nur ein WIP.

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So wenig für heute. Bald geht's weiter. Ganz bestimmt.