Meine erste Tabletop-Platte

Raken

Aushilfspinsler
08. Januar 2012
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Hey 🙂

nach ca. 4 Monaten Warhammer 40k wurde es für unsere kleine Spielerrunde endlich mal Zeit für eine richtige Spielplatte. Ständig geproxtes Gelände is öde 🙂

Nun habe ich mir die letzten beiden Wochen Zeit genommen um mit einem kleinen Budget schonmal etwas Brauchbares zu zaubern.


Materialliste:
- 4x 125x60x2 cm Styrodurplatten von OBI (3,25€ pro Stück)
- 1x Teppichmesser von Hornbach (75 ct)
- 2x Mocca-Abtönfarbe von Hornbach (7,85 € pro Stück)
- 1x Holzleim ohne Lösungsmittel (ca. 5€)
- 1x 15kg Spielsand von OBI (1,99€)

Im Ganzen habe ich für die erwähnten Materialien und diverse kleinere Besorgungen ca. 40 ausgegeben.
Im Gegensatz zur Spielplatte von GW ca. 160€ Ersparnis.


Anfang:
Zunächst habe ich auf drei der vier Styrodurplatten ein Layout aufgezeichnet, welches es mir ermöglicht, die Platten auf 3 unterschiedliche Arten zusammenzulegen.
Zum Layout gehörten die ungefähren Positionen der Hügel und gekennzeichneter Wege. Desweiteren habe ich ein paar Krater eingezeichnet.

Umsetzung:
Als Erstes habe ich die eingezeichneten Wege mit einer Schleifmaschine grob abgeschliffen. Das war von Nöten, da die Platten von Obi auf der Oberfläche ein Karo-Relief haben, welches sich als weg nicht gut eignet.

Desweiteren habe ich aus der vierten Styrodurplatte unterschiedliche Hügel ausgeschnitten und mit einer groben Feile die Ränder bearbeitet. Mit einer Drahtbürste wurden dann die Krater in die Platte gekrazt.
Zum Befestigen der Hügel kann man Styroporkleber oder Holzleim benutzen. Da der Styroporkleber verhältnismäßig teuer ist und ich an diesem Tag noch keinen Holzleim zur Hand hatte, Hab ich mich für Acryl entschieden. Dieses wird normalerweise zum Füllen von Fugen verwendet, hällt aber bombenfest.

Bilder:
http://img205.imageshack.us/img205/2204/img0026ch.jpg
http://img821.imageshack.us/img821/2697/img0025vz.jpg


Grundierung:
Um später den Sand aufzutragen habe ich die komplette Platte mit der oben erwähnten Mocca-Abtönfarbe grundiert, um bei etwaigen freien Stellen nach der Besandung keinen Rosa Untergrund zu haben. Die Grundierung habe ich einfach über Nacht trocknen lassen.

Bilder:
http://img830.imageshack.us/img830/6884/img0035xn.jpg
http://img40.imageshack.us/img40/623/img0038ea.jpg


Besandung:
Zur Besandung der Platte habe ich mich für einen groben Spielsand entschieden, da dieser laut einigen Tutorials am natürlichsten aussehe (was derzeit auch meine Meinung ist 🙂).
Um den Sand auf die Platte zu kleben habe ich mich für Lösungsmittelfreien Holzleim entschieden. Der Leim wurde ca. 2:1 mit Wasser vermengt (2 teile Leim - 1 Teil Wasser) um ihn möglichst gut verteilen zu können.
Nachdem ich den Sand auf der Platte verteilt hatte, hab ich das Ganze wieder über Nacht trocknen lassen. Mindestens 20 Stunden würde ich empfehlen bei stark verdünntem Leim.

Bilder: (schon ein wenig Sand bemalt)
http://img138.imageshack.us/img138/5274/img0040kb.jpg
http://img35.imageshack.us/img35/3401/img0043aao.jpg


Bemalung:
Zur Bemalung hab ich einfach die selbe Abtönfarbe wie beim Grundieren verwendet. Diese am besten 1:1 oder mehr mit Wasser verdünnen, da der Sand die Feuchtigkeit sehr schnell aufnimmt und die Farbe sonst auch nicht überall hinkommt.
Durch eine teilweise unsaubere Arbeitsweise bei der einige Stellen nicht ausreichend mit Farbe abgedeckt wurden, hab ich mir das Trockenbürsten ersparrt. Zum Schluss hab ich noch ein wenig statisches Graß aufgetragen, welches nun im Lauf der nächsten Tage noch trockengebürstet werden muss.

Bilder: (ohne Grass, Nahaufnahme /- mit Figur, mit Grass, mit Gebäuden)
http://img813.imageshack.us/img813/7020/img0051f.jpg
http://img851.imageshack.us/img851/9185/img0048z.jpg
http://img856.imageshack.us/img856/456/img0050db.jpg
http://img821.imageshack.us/img821/4350/img0053pu.jpg
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http://img710.imageshack.us/img710/2222/img0059ni.jpg
http://img707.imageshack.us/img707/4782/img0062ik.jpg


Ich bin über jede Kritik, jeden Tipp und jeden Verbesserungsvorschlag froh, da es sich um meine erste selbstgebaute Spielplatte handelt und hoffentlich noch weitere folgen werden 🙂
 
Da meine Platten fast genauso gebaut sind, (aber dickeres Styrodur, wegen der Stabilität) Kleiner Tip von mir:
Gewebeband um die Kannte herum. Verhindert das abstoßen und abbröseln des Styrodurs und des Sands doch ungemein, eine 25m Rolle kostet so um die 7,550 im Baumarkt. Ist auch als Gaffertape oder Panzerband bekannt. In Metallic und Schwarz erhältlich.

Für deine erste Platte absolut tolles Ergebnis.
 
Die Platte sieht doch sehr solide aus. Einziger Punkt der mir persönlich nicht gefallen würde, wären die nicht abschließenden Ränder, da die Summe der beiden kurzen Seiten nicht die gleiche Länge hat wie die längere Seite. Das ließe sich jedoch mit einem Messer oder einer Säge noch leicht korrigieren.

Ansonsten kenne ich viele Konzepte, die versuchen das angestrebte 2:3 Verhältnis für die Gesamtplatte und die gewünschte Flexibilität über 6 Einzelplatten zu realisieren. Dadurch hast Du 6 quatratische Elemente, die Du sowohl in Ihrer Position verschieben kannst, als auch drehen. Damit ergeben sich trotz fester Bestandteile sehr viele Möglichkeiten. Insbesondere bei entsprechender Planung. ;-)

Viel Spass schon mal mit Deiner Platte und vielen Dank für die Mühe, die Du Dir gemacht hast die Sachen auch zu dokumentieren und einzustellen.
 
Sieht super aus für die erste Platte. Ich würd den Sand vielleicht noch eine Stufe heller bürsten, weil beim Tabletop höhere Kontraste immer schicker sind als ein realistisches Erscheinungsbild. Außerdem würd ich auch die Straße aufhellen und noch ein bisschen Streu drauf machen. Über das Streu kann man übrigens auch ganz sanft bürsten, dass sorgt für bessere Übergänge von Sand zu Gras. Die Kanten wurden ja schon erwähnt, die solltest du auf jeden Fall noch sichern um länger Freude zu haben.
 
Danke für die guten Tipps 🙂

Die 6x 60x60cm Variante wird dann bei der nächsten Platte genutzt. Bei dieser hatte ich es vor aber dann leider vergessen 🙂

Zum Thema Rand stabilisieren. Das Gewebeband, wie soll ich das am besten anbringen. Bilder als Beispiel wären cool. Hab auch an Holzleisten gedacht.

Der Sand hällt schon durch das Bemalen mit der verdünnten Farbe sehr gut auf der Platte. nach einigen Spielen wird sich zeigen ob Kleber drauf soll 🙂
 
mir gefällt die platte auch sehr gut und das was zu beanstanden wäre, wurde ja schon genannt. das einzige was mich noch interessiert ist wo man bei diesem hobby einen schweisbrenner braucht???:huh:😱😀

MfG Paul

😀... also als ich meine "pyromane- Phase" hatte, hab ich schon ne Menge damit angestellt..... angefangen mit meinen Spielplatten bis zu "Schlackefeldern" und Felsenlandschaften lässt sich mit Feuer und Styrodur schon kreativ arbeiten 😀
 
mir gefällt die platte auch sehr gut und das was zu beanstanden wäre, wurde ja schon genannt. das einzige was mich noch interessiert ist wo man bei diesem hobby einen schweisbrenner braucht???:huh:😱😀

MfG Paul

Made my Day 🙂

Genau mit dieser Frage hab ich gerechnet 🙂

Die Werkstatt die ich benutze gehört einem Kinder- und Jugendhaus hier in der Nähe. Das erspart mir einige Platzprobleme in der Wohnung und ich hab Zugriff auf alle möglichen Werkzeuge.
Der Schweißbrenner steht da, weil dort jeden Donnerstag ein Schweißkurs ist und die das Zeug nie beiseite räumen und ich dazu keinen Bock habe 🙂

Also Styrodur schweißen wär schon echt übel 🙂
 
Nun ein paar Fortschritte im Geländebau 🙂

Vorerst ein Bild der bisherigen Platte von unserem Spiel am Freitag Abend.
Die CSM gehören mir.
http://img834.imageshack.us/img834/9046/img0068iq.jpg

Wie zu sehen ist, sind die Bäume bisher auf laminiertem Papier gebast gewesen und somit macht das den Wald ein wenig unglaubwürdig und es passt nicht mehr zum Gesamtbild der Platte.

Um dies zu ändern hab ich am Wochenende ein paar Wälder fertiggestellt. Fünf an der Zahl um genau zu sein 🙂

http://img201.imageshack.us/img201/6646/img0071bj.jpg
Nahaufnahme: http://img17.imageshack.us/img17/1766/img0072ok.jpg

Die Bases bestehen aus den Resten der Styrodurplatte die ich für die Hügel genutzt habe. Besandung, Bemalung usw... wurden genau wie bei der Platte gehandhabt.


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Bezüglich der Tipps einiger Posts habe ich während des Spiels besonders darauf geachtet, ob der Sand sich lockert und ob es womöglich nötig wäre mit Leim nachzupinseln. Meine Annahme, dass die Farbe nach dem trocknen alles an Ort und Stelle hällt, hat sich zumindest bewahrheitet.
Wir werden während der nächsten Spiele sehen, ob die Abnutzungserscheinungen schnell einsetzen 🙂


MfG