Primaris "schwächlich"

Olaf

Erwählter
Hallo zusammen,

Vielleicht haben ich die falschen Bücher gelesen, aber im Vergleich zu den Büchern der normalen und der Heresy Marines wirken die Primaris in ihren Geschichten verweichlicht.

Geht es noch jemanden so?

Gruß
Olaf
 

Olaf

Erwählter
Da ist plötzlich von "Angst", "Rückzug" und "Übermacht" die rede. Außerdem sind den Primaris die Imperialen Bürger nicht vollkommen egal, sowas kenn ich nur von Salamanders
 

Bemalmini

Blisterschnorrer
Das einzige Buch mit Primaris Marines, das ich gelesen habe, ist "Indomitus". Und ja, da hatte ich auch den Eindruck, dass die Marines irgendwie anders dargestellt worden, als beispielsweise in weiten Teilen der Horus Heresy Reihe. Es machte auf mich den Eindruck, als hätte man es eher mit einer Gruppe von Jugendlichen zu tun, die sich gegenseitig mehr im Weg stehen, als dass sie sich als Bruderschaft unterstützen.

Natürlich kann das auch eine bewusste Entscheidung sein, um darzustellen, dass die Primaris vergleichsweise unerfahren sind. Trotzdem wirkte es auf mich irgendwie irritierend, zumal die Marines in dem Buch auch schon 10 Jahre unterwegs waren.
 

Dragunov 67

Regelkenner
Außerdem sind den Primaris die Imperialen Bürger nicht vollkommen egal, sowas kenn ich nur von Salamanders
Na na, mal nicht die SWs vergessen. Grimmnar hat auf Armageddon auch ganz schön angep... t auf das Verhalten des Imperiums gegenüber der Bevölkerung reagiert. Indomitus hab ich mir von nem Kumpel geborgt, um mal ew Fluff für die Prims zu bekommen und hab es nach 60/70 Seiten beiseite gelegt. Da hat GW (bzw der Autor) den Hintergrund ganz schön torpediert. Nach 10 Jahren haben imperiale Weißbleche mehr E. äähh Cochones (oder sind hin). Die müssten doch außer ihrer Gen Kur auch die Psycho-Indoktrination hinter sich haben. Die wird ja in ein paar "Space Marine Battles" Büchern beschrieben und auch in Fan Filmen (zb "Helsreach") wird drauf eingegangen. Fazit für mich bleibt, schicke neue Verpackung, größer, lauter, mehr geballer und nix dahinter. (hmm, vlt ja doch Amis im Weltraum) :ROFLMAO:
 

Dark Bjoern

Erzmagos
Moderator
Wie SM und Bevölkerung interagieren ist kulturell bedingt. Es gibt Orden, die von Urzeitwelten rekrutieren und nur wenig mit dem normalen Volk zu tun haben und andere, wie SW, Salamanders, Ultramarines oder Scythes of the Emperor, die aus der zivilisierten Bevökerung rekrutieren und dadurch ein sehr enges Verhältnis zum normalen Menschen haben.
 

Lexstealer

Eingeweihter
Habe mir gerade den letzten WD mit den Tome Keepers durchgelesen - die fallen auch in die Rubrik der "humanistischen" Orden. Dass dies nun ein allgemeiner Trend für alle Primaris ist, würde ich aber nicht sehen - die "üblichen Verdächtigen" (in diesem Fall Black Templars) werden schon noch genau so geschildert, auch wenn sie Primaris in ihren Reihen haben. Mit dem Primarchen und den Ultramarines im Fokus wird aber wohl im Moment der heroische Aspekt ziemlich hochgehoben, sozusagen als Gegensatz zum restlichen Imperium.

Dann gibt es natürlich noch die Primaris als 4chan-Shitposters, die mit Sprache und Memes ihre älteren Ordensbrüder verstören...

1601894524501.jpg



1600451405521.jpg
 

Alandro

Erwählter
Naja, gerade in den Seuchenkrieg Büchern sterben sie ja auch noch wie die Fliegen (zb. bei diesem völlig sinnlosen Großangriff zu Fuß, bei dem sie wie Armeerekruten in Richtung der Gräben gescheucht werden).

Ansich wird ja ständig betont, wieviel besser die Primaris als die Oldschool Marines sind. Aber dieses "besser als die Besten" lässt sich halt nicht wirklich durchhalten. Bisher wurden Chaosmarines recht erfolgreich von den vorhandenen "normalen" Marines aufgehalten. Jetzt tauchen hunderttausend Überdrüber-Marines mit massiv modifizierter Waffentechnik auf. Nach der bisherigen Logik sollten die ja fast das Auge des Schreckens alleine aufmischen können.

Vermutlich muss daher wohl irgendwie der Rausch der Zahlen kompensiert werden, der mit der Primarisflut Einzug gehalten hat.
Beispielsweise der Angriff von Typhus auf diese Raumstation, die "gerade mal von einem halben Orden" gehalten wird. Bisher haben im Fluff einzelne Kompanien gereich um ganze Systeme zu verteidigen/erobern. Auch kriechen plötzlich tausende Plaguemarines unter jedem Felsen hervor.
Wenn die sich mit der Zähigkeit der Marines im alten Fluff bekämpfen, würden die Schlachtbeschreibungen wohl etwas ausufern

Was ihr Verhalten der Bevölkerung gegenüber betrifft, hat das evt. damit zu tun, dass viele von Ihnen ja noch in der alten Zeit aufgewachsen sind und nicht die Erziehung von 10.000 Jahren imperialen Kult hinter sich haben. :unsure:
 

Old Faithful

Tabletop-Fanatiker
Wie SM und Bevölkerung interagieren ist kulturell bedingt. Es gibt Orden, die von Urzeitwelten rekrutieren und nur wenig mit dem normalen Volk zu tun haben und andere, wie SW, Salamanders, Ultramarines oder Scythes of the Emperor, die aus der zivilisierten Bevökerung rekrutieren und dadurch ein sehr enges Verhältnis zum normalen Menschen haben.
SW rekrutieren aus Wildenstämmen von Fenris die sich dauernd bekriegen und die SW lassen das auch noch zu.
Die SW suchen sich dann als einer ihrer Rekrutierungsmethode die Krieger aus die am geschicktesten waren und auch noch viele getötet haben.

Und es gibt auch einige SW Wolflords/Captains die,die Bevölkerung anderer Planeten auch mal ignorieren um ihre Ziel schnell erreichen zu können.
Wobei es da aber auch Lords gibt die das genaue Gegenteil sind.

Topic
Das Primaris etwas "weicher" sind find ich persönlich eigtl gut mochte allerdings aber auch nie den "Bolterporn".
 

guerillaffe

Tabletop-Fanatiker
Der Eindruck kommt vielleicht auch vom Autor selbst, "Indomitus" ist mEn. ein Gav Thorpe Buch und der neigt etwas zu "DRAAHMAH"-Charakteren, die Eigenheit mag ja für Craftworldeldar ganz passend sein, bei Marines wirkt z.T. etwas aufgesetzt, seine Dark Angels sind ebenfalls (unangemessen?) tiefgründig, da sind mir McNeill oder ADB's Charaktere lieber...
 

Khraal

Codexleser
Hallo zusammen,

Vielleicht haben ich die falschen Bücher gelesen, aber im Vergleich zu den Büchern der normalen und der Heresy Marines wirken die Primaris in ihren Geschichten verweichlicht.

Geht es noch jemanden so?

Gruß
Olaf

Teilweise, ja. Wobei die Primaris oft relativ unerfahren sind und Probleme haben sich an die alten Orden anzupassen. Das wird in "Das Dunkle Imperium" sehr gut beschrieben. Die Primaris sind weitgehend mit den Lehren und Doktrinen der Ultramarines aufgewachsen bzw. danach erzogen worden. Danach waren sie rund 100 Jahre mit RG zusammen unterwegs. Das prägt natürlich.

Daher kommen sie eher wie Supersoldaten daher und nicht wie Super-Kreuzritter. Die zivile Infrastruktur und allgemein die Zivilisten sind ihnen nicht komplett egal. Und sie sind auch keine Monster oder Bestien wie so manche alte Marines. Daher wirken sie durchaus weicher, ja. Aber ich denke das ist ok. Wäre ja schlimm, wenn die Primaris einfach nur größere 1:1 Kopien der alten Marines wären. Es kann da durchaus auch moralische Unterschiede geben.

Von der Kampfkraft her sind die Primaris aber den alten Marines klar überlegen. Auch das wird immer wieder betont.
 

Olaf

Erwählter
Von der Kampfkraft her sind die Primaris aber den alten Marines klar überlegen. Auch das wird immer wieder betont.

Trump sagt auch immer wieder er wäre intelligent. Bis auf die Statements sie wären überlegen, wird es nicht wirklich gezeigt.
Primaris wirken einfach zu keinem Zeitpunkt wie die Supersoldaten, die im Alleingang ganze Kompanien zerstören, wie zähere normale Soldaten in Servorüstungen.
 

guerillaffe

Tabletop-Fanatiker
Primaris wirken einfach zu keinem Zeitpunkt wie die Supersoldaten, die im Alleingang ganze Kompanien zerstören, wie zähere normale Soldaten in Servorüstungen.
Inwiefern, bring doch bitte mal konkrete Beispiele oder wie du es besser beschreiben würdest?! Deine Kritik ist bestenfalls vage, du wirst doch ein, zwei Beispiele für die Absätze liefern können, die dir ungewöhnlich "weiche, weinerliche Primaris" vermitteln wollen...
 

Olaf

Erwählter
War of Secrets ist ein gutes Beispiel für einen direkten Kontrast zwischen Primaris und echten Marines.

In Belisarius Cawl wirken sämtliche Marines lächerlich schwach, jede Feindliche Waffe schneidet durch ihre Rüstung wie Papier.
Im Gegensatz dazu nehmen die Marines in "Engel des Feuers" im Vorbeigehen Panzer auseinander, sie sterben fast nie und wenn dich ist es eine große Sache.

Es ging mir mit dem Thread auch nicht darum wissenschaftlich fundierte über die Eigenschaften von fiktiven Supersoldaten zu diskutieren. Ich wollte lediglich wissen, ob noch jemand dieses Einschätzung teilt.
 

guerillaffe

Tabletop-Fanatiker
In Belisarius Cawl wirken sämtliche Marines lächerlich schwach, jede Feindliche Waffe schneidet durch ihre Rüstung wie Papier.
The Great Work? Darin gehen mir die "Firstborn" wesentlich mehr auf den Keks mit ihrer fatalistischen Art und ich bin ein großer Fan der "Scythes"...

In Sachen Rüstung; nun das liegt an der Art der Waffe, die auf die Servorüstung eindrischt und tatsächlich auch an den Autoren, bei Haley oder McNeill halten die Dinger mehr aus.
 

Dragunov 67

Regelkenner
Ich wollte lediglich wissen, ob noch jemand dieses Einschätzung teilt.
Deswegen habe ich Indomitus auch nicht fertig gelesen (kommt echt nicht oft vor) aber das einzige Buch bei dem ich noch weniger Seiten geschafft habe war Effi Briest. Bin zwar auch kein Bolter Porn Fan, aber so waren die Prims bei mir schon raus, bevor ich überhaupt ne Mini in der Hand hatte.
 

Dark Bjoern

Erzmagos
Moderator
In Cawl kamen, gefühlt, nur 2 Primaris vor. Felix und Alpha. Die anderen fanden ja kaum Erwähnung.
Das einzige was ich sonst so gelesen hab, wo Primaris vorkamen, war Im Schatten des Regenten als Valerian auf ein paar Minotaurs Primaris traf und feststellte, daß es keinen Unterschied macht ob er einen Firstborn oder einen Primaris tötet...
 

Khraal

Codexleser
Trump sagt auch immer wieder er wäre intelligent. Bis auf die Statements sie wären überlegen, wird es nicht wirklich gezeigt.
Primaris wirken einfach zu keinem Zeitpunkt wie die Supersoldaten, die im Alleingang ganze Kompanien zerstören, wie zähere normale Soldaten in Servorüstungen.

Bisher hatten die Primaris aber auch harte Gegner. In "Das dunkle Imperium" sind es Iron Warriors und Death Guard. Gegen diese Gegner sehen die Primaris nicht schlecht aus. Natürlich erleiden sie Verluste. Aber ihre Feinde sind ja auch die Elite von Abaddons und Mortarions Horden. Das sind keine 08/15 Feinde.

Das einzige was ich sonst so gelesen hab, wo Primaris vorkamen, war Im Schatten des Regenten als Valerian auf ein paar Minotaurs Primaris traf und feststellte, daß es keinen Unterschied macht ob er einen Firstborn oder einen Primaris tötet...

Valerian? Was weiß der schon? Der ist doch bisher nie rausgekommen. Ohne Aleya hätte er wahrscheinlich nicht mal die Tür gefunden. ... :D
 
Oben