Hm, so dann würdige ich auch mal andere Geschichten in diesem Forum, außer der meinigen und der von SHOker. ^_^
Also so im Allgemeinen kann ich erstmal sagen: du solltest ein kleines bisschen mehr auf Zeichensetzung achten, das erhöht das Verständnis beim Lesen. Bei manchen Sätzen hab ich nicht gleich kapiert, was du meintest und musste ihn mir erst noch ein paar mal durch den Kopf gehen lassen.
Desweiteren hatte Blackorc schon ganz recht: ein paar Absätze würden die Lesbarkeit wirklich stark verbessern.
Ansonsten sag ich erstmal, dass ich deinen Stil an sich sehr gut finde. Du benutzt treffende Metaphern und hast stilistisch oft echt gute, teils ungewöhnliche Ideen. Allerdings wiederholst manchmal noch sehr oft Worte, ich denke, du solltest dir, bevor du ein Kapitel postest, ein oder zwei Tage warten und es dir dann nocheinmal durchlesen. So mache ich das auch, das hat einfach den Sinn, das wenn du die Geschichte direkt nach dem Schreiben fehlerliest, noch alle Formulierungen im Kopf hast und automatisch oft Wörter überspringst, und damit auch Fehler. Guckst du ein paar Tage später nochmal rauf, passiert dir das nicht.
So, nun zu den einzelnen Kapiteln.
Kapitel 1:
Ich finde, du hast das Denken eines Ritter hier echt gut dargestellt, man kann sich gut in ihn und seinen Hass auf "den Pöbel" hineinversetzen. Der Angriff erfolgt dann aber in ein bisschen zu schnell, ich war echt verwundert, dass es aufeinmal los ging. Für mich fehlen da Hornsignale oder so etwas.
Das mit den zehn Kilo kommt schon hin. Ein Katana oder eines dieser Kunstschwerter die man sich in die Wohnung hängt, die wiegen so zwei bis drei Kilo, allerdings könnte man mit denen nicht kämpfen. Hab mal ein Praktikum bei einem Schmied gemacht und der hatte als Ausstellungsstücke ein paar selbstgemachte Schwerter. Da war eins, das ich als Zweihänder klassieren würde und das war echt saumäßig schwer. Ich hätte das Ding keine fünf Minuten lang schwingen können. Am Ende des Mittelalters wurden die Ritter ja wirklich mit Kränen auf die Pferde gehoben. Gut, hier ist es Fantasy - aber rein optisch, müsste das bei Bretonen auch so sein. 😉 Achso, Zahlen würde ich in einer Geschichte IMMER ausschreiben. Zumindest laut deutscher Rechtschreibung ist es bis zur zwölf Pflicht.
Das mit dem Priester habe ich nicht ganz kapiert... ist er gestorben, weil er das Buch verloren hat? Weil eine Schramme auf der Brust klingt nicht nach einer tödlichen Verletzung. Ist er tatsächlich durch das Buch gestorben, hätte sich Robert doch wundern müssen, nimmt es aber irgendwie als selbstverständlich hin...
Achso, und nocheinmal Kleinkruscht: Die Bretonen sind doch ein Äquivalent zu den Franzosen, passt da: Mylord? Habe kein Bretonen Armeebuch, kann sein, dass es da so drin steht.
Kapitel 2:
Ja, hier passiert ja nicht so viel, aber so was muss es auch mal geben.
Ich hab hierzu eigentlich nicht so viel zu sagen, außer das schon genannte: Absätze und Zeichensetzung. ^_^
Hm, so groß scheint der Kampfskill von Louis ja nicht zu sein, wenn er einen halben Tag braucht, um nen Oger zu killen. 😛
Ich fühle mich an eine Szene in einem Spiel erinnert. Vampire (ich) gegen Bretonen auf einem Turnier. Hatte einen Block von knapp zehn Skeletten (war schon etwas lädiert) und mein Gegner greift mich mit seinen Gralsrittern an. Naja, nach dem Angriff standen noch sieben von zehn Skeletten, was ja schon ein bisschen ungünstig für die Bretonen war. Noch ungünstiger war dann aber, dass meine sieben Skelette fünf Gralsritter gemurkst haben. Mein Gegner ist da sowas von ausgeflippt. Naja, das war halt Pech für ihn. :lol:
Kapitel 2 (Fortsetzung):
Die Szene mit dem Buch ist echt spannend dargestellt. Vorallem das kleine Kind, das an dem Fuß nagt hatte was horrorfilmmäßiges an sich.
Das Wort Horror passt übrigens nicht so gut in eine Fantasygeschichte, finde ich. Es ist zu modern. Grauen wäre zB. besser. Aber das ist Geschmacksache. Dasselbe gilt übrigens für das Wort Zombie. Abgesehen davon, wiederholst du "Zombie" ziemlich oft. Wiedergänger fand ich da viel besser. -_-
Man ist jetzt doch ganz schön gespannt, was es mit dem Buch auf sich hat, will es doch so gar nicht zu einem Sigmarpriester passen.
Kapitel 3:
Gut, die Zeichensetzung ist hier ein bisschen besser geworden. Stört kaum noch. Ein Schnitt über sechs Jahre... jetzt beginnt also der Hauptteil der Geschichte und der Anfang war nur eine Einleitung. Ansonsten gibt es hierzu wirklich nicht viel zu sagen.
Kapitel 4:
Gut, wie du schon angekündigt hast, weiß man gerade gar nicht, wieso dieser Teil stattfindet, da er in keinerlei Kontext zum Rest steht. Ich hoffe, das klärt sich bald auf. 😉
Hier gibt es echt nichts auszusetzen, vllt sollte ich meinen Kommentar über die Zeichensetzung zurückziehen, ist wesentlich besser geworden...
Einzig und allein frag ich mich, ob die Sigmariten an die Hölle glauben... Es gibt Sigmars goldene Hallen, oder eben die Chaosgötter. Ich weiß nicht, ob sie sich das Chaos wie unsere Hölle vorstellen. Meistens passt sowas nicht rein, weil es eben nicht christlich ist.
Schreib am besten nocheinmal rüber, dass die Geschichte 25 Jahre vorher spielt.
Kapitel 5:
Ui, fällt mir gleich auf: Der Raum hat einen Durchmesser von 100 Fuß. Das sind in etwa 30 Meter, der Radius ist also 15. 15² ist 225 mal Pi (also 3,blablabla) macht knapp 700m² Fläche. Mit nur sechs Regalen wäre der Raum dann ziemlich leer, oder es sind wirklich, richtig richtig richtig richtig richtig richtig richtig gewaltige Regale. :lol:
Die wirkliche unvorstellbare Menge an Büchern darin (wenn der Raum nicht nur sechs Regale hätte.) , mag ich mir dann auch lieber nicht vorstellen, aber ein paar Wochen müssten die zwei beschäftigt sein. 😉
Ich würde einfach den Raum ein bisschen kleiner machen.
Ich finde die Idee, dass sie einen Staubwedelkampf machen echt lustig. Passt halt gut zu zwei Jugendlichen. Jaja, aber das Chaos ist vorprogrammiert. Da hatten die zwei ja echt Glück mit der Nachsicht des Abtes.
Ahhh gut, jetzt hast du treffend den Zusammenhang zwischen der ersten Geschichte und dieser hier dargestellt. Da ist das fiese Buch und Karl wird vermutlich der Priester... oder Gunther wird Gollum-like eifersüchtig, tötet Karl und reisst das Buch an sich. Ich bin gespannt.
Kapitel 6:
Das Buch ist wieder unglaublich gut beschrieben. Wirklich spannend dargestellt, wie er gezwungen wird zu lesen. Das mit der Zeichensetzung kannst du getrost ignorieren... das hat sich hier wirklich gebessert und mir fallen keine Fehler mehr auf. Ich hatte nur angefangen, den Post hier zu schreiben, nachdem ich mit dem ersten Kapitel fertig war.
Heftig, wie er in die Flammen springt, um das Buch zu retten. Erinnert mich wirklich an Gollum, der dem Ring hinterher springt, aber nur ein bisschen. Echt gut beschrieben.
Kapitel 7:
Also bekommt Gunther jetzt das Buch. Naja, das war irgendwie abzusehen, aber ist ja nicht schlimm.
Die Schreie der Toten und die Qual die der Junge dadurch empfindet sind griffig dargestellt, man kann sie selber hören. Wirklich gut, wirklich gut...
Auch das Karl nochmal aufbegehrt war zu erwarten, aber wieso nicht? Im Horrorfilm wäre das ein guter Schockmoment. Abgesehen hast du endlich mal ein paar Absätze eingeführt 😉
Hm, er hört ein feuchtes Platschen, während er sich Bilder in einem Buch ansieht? Scheint mehr eine Art Vision zu sein, kommt aber diesmal nicht ganz so griffig rüber, wie die male davor. Woran es liegt? Keine Ahnung, vielleicht weil die Beschreibungen diesmal mehr gedeutet sind. Ein Sohn, ein Vater ein Unbekannter? Erkennt man all' dies in den Bildern?
Hoffe es geht bald mit dem Ritter weiter.
Kapitel 8:
Lange Pause, aber das hat mich gestern auf die Geschichte aufmerksam gemacht: Nanu, eine neue Geschichte? Nein, scheinbar eine ältere. Nur als Tipp, ich hab es selber durch: Lange Pausen führen zu Leserverlust, bzw. zum Unwillen weiterzulesen, da man sich, wenn ein neuer Teil erscheint nicht mehr an die davor erinnert und sie nochmal lesen müsste. Das führt später irgendwann dazu, dass man sich später selber nicht mehr motiviert weiterzuschreiben, weil man keine Ahnung mehr hat, wo man anknüpfen muss... man müsste erstmal ein paar ältere Teile lesen, bevor man den Durchblick wieder bekommt.
Ich weiß, es ist kacke zu posten und zu posten, wenn kaum jemand antwortet, aber da müssen alle durch. 😉 Du siehst ja an den Views, dass Leute deine Geschichte lesen, nur äußern sich die wenigsten dazu.
Zur eigentlichen Story: hehe, es geht mit Robert weiter. Hab mir schon gedacht, dass seine göttliche Eingebung von dem Buch kam, bin mal gespannt, wo das Buch ihn hinführt.
Hm, identifizieren ist ein recht modernes Wort. Manchmal kommt man um solche Begriffe nicht rum, aber hier wäre zB. "ein Geruch den er nicht zu deuten vermochte" besser.
Die Beschreibung des Waldes an sich scheint aber gut, der Wechsel kommt auch nicht so wirklich erwartet, gruselig.
Aufprallen als Plural von Aufprall gibt es nicht. Nach mehreren Aufschlägen wäre besser.
Ah gut, es war also doch nur eine Vision, oder ein Traum, wie auch immer.
Naja, das wars ja dann bis erstmal, bin gespannt wie's weiter geht.
Abschließend: Du hast dich nach anfänglichen Schwierigkeiten gut eingeschrieben, kaum noch Fehler. Deine Beschreibungen gelingen eigentlich immer sehr gut. Jetzt musst du nur noch dafür Sorgen, dass öfter Nachschub an Geschriebenem kommt, auch gerne mal längere Teile. Diese kleinen Ausschnitte machen immer Lust auf mehr, enthalten aber selten klare Aussagen, oder Storyfortschritt. Nicht, dass ein paar deiner Leser noch die Lust verlieren.
Ansonsten ziehst du die Geschichte gut und straff auf. Die einzige Gefahr die ich für den Handlungsbogen sehe ist: Die Geschichte von Gunther verliert über kurz oder lang seinen Reiz, weil man schon weiß, was am Ende mit ihm passiert. Tod im Duell. Vllt ziehst du ja noch was entsprechendes aus dem Hut, oder gehst mehr auf Details ein, die nicht Gunther sondern das Buch betreffen, was es damit auf sich hat etc.
Also dann, ich bin auf die Fortsetzung gespannt.
Puh, das war ein langer Post, aber ich hoffe, du hast trotz einiger Kritik darin, mit dem Lesen dieses Beitrags ein wenig an Motivation gewonnen. Glaub mir, früher oder später finden sich immer mehr Leser ein. Die meisten haben nur keine Lust, eine Geschichte zu lesen, die nach einiger Zeit wieder abgebrochen wird. Bist du erstmal über eine bestimmte Seitenzahl hinaus, trauen sich auch mehr Leser ran.
Also dann, gutes Gelingen. 😀